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Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Allgemeine biblische Themen könnt ihr hier diskutieren.

Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon lemar » 3. Mai 2018 16:54

Ich bitte euch beide jetzt mal ganz genau zu lesen und wenigstens versuchen zu verstehen, also konzentriert euch mal kurz. Passt auf:

Ihr seid der Meinung (und es ist nicht biblisch, sondern es ist erstmal nichts eure persönliche Meinung), dass das "Wort Gottes" die Bibel ist. Nur Deswegen könnt ihr immer, wenn ihr in der Bibel "Wort Gottes" oder "Wort" o.ä. lest, statt diesem "Wort" eben die Bibel einsetzen. stereotyp hat ja eben ein paar mal zitiert, ich zitiere nochmals, nun eure persönliche Meinung:

stereotyp hat geschrieben:Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. 

Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist die Bibel.

stereotyp hat geschrieben:Deren Diener bin ich geworden gemäß der Haushalterschaft [h], die mir von Gott für euch gegeben ist, daß ich das Wort Gottes voll ausrichten soll, 

Deren Diener bin ich geworden gemäß der Haushalterschaft [h], die mir von Gott für euch gegeben ist, daß ich die Bibel voll ausrichten soll

stereotyp hat geschrieben:Darum danken wir auch Gott unablässig, daß ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.

Darum danken wir auch Gott unablässig, daß ihr, als ihr die von uns verkündigte Bibel empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Bibel, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.

stereotyp hat geschrieben:Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.

Das ist aber die Bibel, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.



So, und nun behaupte ich (und vielleicht könnt ihr mich mittlerweile nachvollziehen), dass wenn die Bibel vom Wort Gottes spricht, es eben auch das Wort Gottes meint, und eben nicht die Bibel! Hier wird, schon innerhalb der Bibel, unterschieden! Das eine ist nicht das andere. Das sollte alleine aus den obrigen Beispielen hervorgehen!

Ich habe ja auch behauptet, dass die Bibel die Heilige Schrift ist. Dann wenden wir das ganze doch mal auf die Heilige Schrift an, was ich eben mit dem Wort Gottes getan habe! Denn die Bibel identifiziert sich selbst als "Heilige Schrift", und nicht als "Wort Gottes".



Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen«?
Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in der Bibel gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen«?

Jesus sprach zu ihnen: Irrt ihr nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt und nicht die Kraft Gottes?
Jesus sprach zu ihnen: Irrt ihr nicht deshalb, weil ihr die Bibel nicht kennt und nicht die Kraft Gottes?

Habt ihr nicht im Buch Moses gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm redete und sprach: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«?
Habt ihr nicht in der Bibel gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm redete und sprach: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«?

Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden
Aber dies alles ist geschehen, damit das, was in der Bibel steht, erfüllt werde

Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt.
Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift aus der Bibel vor euren Ohren erfüllt.

Denn alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben.
Denn alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Bibel die Hoffnung haben.




Usw. usw. usw., ich könnte hier ewig weitermachenversuchen. Die Bibel ist laut Bibel die Heilige Schrift, das Wort Gottes jedoch ist das Wort Gottes!

Und als schönstes Beispiel Jesus Christus, das Wort Gottes, persönlich, denn er identifiziert sich selbst tatsächlich als Wort Gottes (Johannes Evangelium, Offenbarung)


Ich erforscht die Schriften, weil ihr meint, in IHNEN das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von MIR, dem WORT GOTTES, zeugen! Aber zu MIR wollt ihr NICHT kommen!



Amen
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon lemar » 3. Mai 2018 17:16

Ein paar Worte noch:

Ihr argumentiert nach eurer Tradition, nach eurer persönlichen Überzeugung/Meinung, und nicht biblisch. Ich argumentiere biblisch. Deswegen: Wenn ihr an eurer Tradition und Meinung festhalten wollt, bitteschön, aber dann hört doch bitte auf auf diese Weise zu schreiben. Denn ihr unterstellt mir etwas, obwohl ich biblisch gegründet bin. Ich unterstelle euch etwas, weil es eben nicht biblisch untermauert ist.

Zeigt mir doch anhand der Bibel, dass die Bibel das Wort Gottes ist!
Und zwar Wort Gottes als dieselbe Definition, welche ihm in der Bibel zugeteilt wird.

Ich könnte das nicht, und ich kenne die Bibel gut. Allerdings zeige ich euch 2 sehr bekannte Stellen, welche das Wort Gottes als Jesus identifizieren:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (Johannes 1,1)

Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst; und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. (Offb. 19,11-13)


Ich möchte nicht gegen eure persönliche Meinung diskutieren, das hat keinen Sinn. Also, wenn dann biblisch, ansonsten lasst's gut sein, denn letztendlich ist es einfach nur eine Definitionssache, da sich die Bibel im Laufe der Zeit selbst den Namen "Wort Gottes" gegeben hat. Wenn man dann allerdings das biblische Wort Gottes damit gleichsetzt, dann ist es schlicht und einfach falsch.
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon Danik » 3. Mai 2018 20:23

lemar hat geschrieben:Zeigt mir doch anhand der Bibel, dass die Bibel das Wort Gottes ist!
Und zwar Wort Gottes als dieselbe Definition, welche ihm in der Bibel zugeteilt wird.

Hi Lemar,
sry dass ich mich einmische.
Für mich liegt die Antwort dazu hier:
2. Petrus 1, 20-21 (Schlachter 2000):Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.  Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.

und
2. Timotheus 3, 16 (Schlachter 2000):Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 

Damit ist wirklich die Bibel gemeint die als Erbauung, als Richtschnurr zum Prüfen der persönlichen Offenbarung usw... uns gegeben ist. (Wir sollen auch die Geister prüfen).
Wenn die Bibel eine Inspiration des Heiligen Geistes = Gottes ist, ist sie Gottes Wort.
Natürlich enthält eine von Gott eingegebene Predigt Gottes Wort, sie wird auch sicherlich im Einklang mit der Schrift stehen. Die Schrift/Bibel ist dagegen eine besondere Inspiration Gottes die mit dem Fleischgewordenen Wort Gottes im Einklang steht. Man kann es auch so sehen: das geschriebene Wort Gottes drückt den Willen Gottes aus, das lebendige Wort Gottes hat es vollbracht.
LG :heart:
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon lemar » 4. Mai 2018 10:41

Danik hat geschrieben:sry dass ich mich einmische.


warum sry? Es ist doch alles gut... :-)

Danik hat geschrieben:Damit ist wirklich die Bibel gemeint die als Erbauung, als Richtschnurr zum Prüfen der persönlichen Offenbarung usw... uns gegeben ist.


das habe ich doch nicht angezweifelt
Danik hat geschrieben:Wenn die Bibel eine Inspiration des Heiligen Geistes = Gottes ist, ist sie Gottes Wort.


Natürlich kommt die Bibel von Gott, mir geht es aber nur darum, dass wenn z.B. Jesus vom Wort oder vom Wort Gottes spricht, er nicht die Bibel damit meint, sondern einfach nur Gottes Wort. Wenn Jesus allerdings von der Schrift redet, dann meint er die Bibel (in dem Fall das Alte Testament). Das Problem ist, dass viele Christen nichts mehr mit der eigentlichen Bedeutung vom Wort Gottes anfangen können, weil sie damit eben nur die Bibel verbinden, im Sinne von Gott spricht zu uns nur durch die Bibel. Das ist schade, das ist traurig, das ist nicht wahr. Ich behaupte sogar, es sei eine gefährliche und raffinierte Irrlehre, weil es einen Großteil des Genusses des Christensseins einfach mal dämpft und nicht zulässt. Ein Mensch, der Gottes Geist hat, darf davon ausgehen, dass Gott mit ihm sprechen kann. Meine Schafe hören meine Stimme.

Danik hat geschrieben:Die Schrift/Bibel ist dagegen eine besondere Inspiration Gottes die mit dem Fleischgewordenen Wort Gottes im Einklang steht


ganz genau! :-)
lemar
 
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon stereotyp » 4. Mai 2018 11:28

Hallo lemar,

ich möchte dir kurz erklären, wie ich zu meiner persönlichen Meinung gekommen bin, bzw. warum die Christen die Bibel stets als das Wort Gottes betrachtet haben.

Lukas 8, 11 (Schlachter 2000):Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. 
Dieses bekannte Gleichnis zeigt uns, wozu und auf welche Weise Menschen das Wort Gottes annehmen.
Lukas 8, 12 (Schlachter 2000):Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden. 
D.h. das Wort Gottes hat die Kraft den Menschen zu retten, zu erlösen. Deshalb ist es Gleichbedeutend an Jesus Christus zu glauben und dem Evangelium, der Heilsbotschaft zu glauben. Die ersten vier Bücher der Bibel heißen die Evangelien. Man könnte die Jünger also durchaus als den Sämann betrachten, die das Wort Gottes weitergeben, das Licht weitergeben. Ich glaube diese Schlussfolgerung ist keine allzu große Herausforderung.

D.h. dasjenige Wort, dass die Kraft hat, Seelen zu retten, ist Gottes Wort. Ist Geist und ist Leben. Apostelgeschichte 20, 32, Johannes 6, 63.

Du sagst nun, die Bibel enthielte nur Stellenweise das Wort Gottes, nämlich immer dort, wo direkte, wörtliche Rede gebraucht wird. Außerdem würde Gott direkt, verbal zu "uns" sprechen. Nur dies dürfte Wort Gottes genannt werden.

Und ja.. das ist keinesfalls abwegig. Du sagtest ziemlich früh im Thread:

lemar hat geschrieben:Das beste Beispiel ist Paulus, der ja wirklich wie verrückt predigt. Predigt er die Bibel? Nein, nicht in dem Sinne, sondern er hatte eine persönliche Offenbarung Jesu Christi
Du hast Recht.. das neue Testament gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Man könnte zwar einwenden, dass er das alte Testament (das ebenso ebenso auf Jesus Christus hinweist) predigte. Aber gut.. jedenfalls heißt es in:
1. Thessalonicher 2, 13 (Schlachter 2000):Darum danken wir auch Gott unablässig, daß ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.
Dieser Vers (1. Thessalonicher 2, 13) passt exakt auf deine Definition vom Wort Gottes.
lemar hat geschrieben:Meine Worte sind Geist und Leben -> genau, wenn Gott mit einem Menschen spricht, wie eben mit Paulus, dann sind diese Worte eben Geist und Leben! (Natürlich bezieht sich das auch auf die geschriebenen Worte Gottes, die wir in der Bibel haben)
Und wir täten gut daran, diese Worte nicht als Menschenworte, sondern als Worte Gottes aufzunehmen. Da sie ja ein gutes Zeugnis haben. Hebräer 2, 4

Und jetzt sagst du, dass (manche) Christen das Wort Gottes auf die selbe Weise "hören" und offenbart bekommen, wie die Apostel vor rund 2000 Jahren. Aber dass wir die Worte von Paulus und Petrus, Johannes usw. NICHT als Wort Gottes verstehen dürften. Wohl aber deine persönlichen Offenbarungen, obwohl(!) sie für sonst niemanden einen Mehrwert haben, obwohl(!) sie keine Heilsbotschaft, kein Evangelium verkünden?

Diese Argumentation ist zutiefst widersprüchlich. Wenn deine Offenbarungen es wert sind, "Worte Gottes" genannt zu werden, weshalb dann nicht auch die Offenbarungen der auserwählten Apostel? Geht die Kraft der Worte etwa mit der Zeit verloren?

lemar hat geschrieben:Ich behaupte sogar, es sei eine gefährliche und raffinierte Irrlehre, weil es einen Großteil des Genusses des Christensseins einfach mal dämpft und nicht zulässt.
Also ich möchte nicht unverschämt wirken, aber...
lemar hat geschrieben:Wie oft kriege ich mit, dass sich Geschwister mit Bibelversen die Birnen einhauen... Warum? Weil es ohne Offenbarung geschieht, sondern jeder seinen eigenen Dickkopf durchsetzen möchte.
...aber wie genau sollten uns deine Offenbarungen an dieser Stelle weiterhelfen? Hast du in dieser Diskussion bereits Offenbarungen einfließen lassen? Sollte ich mich davor hüten, dir weiterhin zu widersprechen?

MfG
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon Tiric » 4. Mai 2018 11:38

Christen haben verschiedene Zeugen die sich nicht widersprechen. Den Heiligen Geist, der in irdene Gefäße (Körper) gegeben wurde. Er ist der Geist Gottes, des Vater und Christi.

Wir wissen, dass Jesus Christus das lebendige Wort Gottes ist und einen entsprechenden Namen trägt. Denn haben wir die Worte, die Gott hat niederschreiben lassen und die als "Thora" (Leitschnur) gegeben sind.

Das gemeinsame Zeugnis ist stark, wenn es denn genutzt wird.

- tiric
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon lemar » 4. Mai 2018 13:27

Hallo stereo :-)

ich schreibe noch einen Post dazu, danach reicht es aber. Ich denke wir haben genug ausgetauscht, jeder hat ein Bild des anderen bekommen und Anreiz zum Nachdenken

stereotyp hat geschrieben:Und jetzt sagst du, dass (manche) Christen das Wort Gottes auf die selbe Weise "hören" und offenbart bekommen, wie die Apostel vor rund 2000 Jahren. Aber dass wir die Worte von Paulus und Petrus, Johannes usw. NICHT als Wort Gottes verstehen dürften.


Habe nicht gerade ich geschrieben, dass Gott durch die Apostel spricht, und es diesbezüglich gerade doch Gottes Wort ist? Du verstehst immer noch nicht, was für eine Position ich vertrete.
Schau, Jesus tut das gleiche wie ich, er bezeichnet das Alte Testament als "Schriften". Denkst du jetzt auch, dass Jesus der Meinung war, dass die Propheten und Menschen im Alten Testament nicht das Wort Gottes gesprochen haben? Weil genau das wirfst du mir gerade vor, weil ich die Bibel an sich eben auch als "Schrift" sehe.
Nirgends habe ich der Bibel Autorität angezweifelt, nirgends habe ich sie schlecht gesprochen oder verurteilt - darum geht es in dem Thread nicht. Es geht einfach nur darum, was die Bibel meint, wenn sie vom "Wort Gottes" spricht.
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon lemar » 4. Mai 2018 13:29

Tiric hat geschrieben:Christen haben verschiedene Zeugen die sich nicht widersprechen. Den Heiligen Geist, der in irdene Gefäße (Körper) gegeben wurde. Er ist der Geist Gottes, des Vater und Christi.


Tiric hat geschrieben:Das gemeinsame Zeugnis ist stark, wenn es denn genutzt wird.


so ist es, danke -+
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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon stereotyp » 4. Mai 2018 16:46

Ich glaube wir können unsere Meinungsverschiedenheit so zusammenfassen:

Du sagst, es sei falsch, das Wort Gottes auf die Bibel zu beschränken. Dass es also "Offenbarungen" (im weitesten Sinne) gibt, die nicht in der Bibel stehen. Diese (zusätzlichen) Offenbarungen sind allerdings kein Evangelium, sondern Lebenshilfe, oder "persönliche Beziehung". Die Bibel ist also nur ein Teil von "Gottes Wort".

Ich hingegen behaupte, dass die Bibel alle Worte Gottes beinhaltet. Selbst wenn jemand "Offenbarungen" hat, können sie nur und ausschließlich dann Gottes Wort genannt werden, falls sie inhaltlich mit der Bibel übereinstimmen.

Wie gesagt, ich lehne deinen Ansatz nicht grundsätzlich ab. Ich würde nur die Einschränkung machen, dass wir (wie auch immer geartete) "Offenbarungen" nicht einfach "Wort Gottes" nennen dürfen. Natürlich wirkt Gottes Geist nicht ausschließlich durch die Buchstaben der Bibel. Natürlich kann das Wort Gottes in anderen Sprachen oder mit anderen Worten weitergegeben werden. Dabei kann es sich durchaus auch um Trost oder Ermahnung, Zurechtweisung oder Lob handeln.

lemar hat geschrieben:Er meinte auch, dass es nicht hilfreich ist und auch nicht Gottes Wille ist, wenn jemand versucht Gott ausschließlich in der Bibel zu finden und ihn in diese sozusagen einsperrt. Gott ist kein Buch, die Bibel ist eher ein Geschenk und hilfreich für den Menschen.

Kurz gesagt würde ich behaupten: Ein Christ könnte theoretisch ohne Bibel, aber nicht ohne Gottes Geist.
Aber diese unsinnige Polemik ("Gott ist kein Buch") und die Vorstellung, wir bräuchten die Bibel (bzw. dessen Inhalt) nicht, halte ich wiederum für gefährlich.
Dazu solltest du berücksichtigen, dass ich keine "Offenbarungen" bekomme. Dann müsstest du eigentlich nachvollziehen können, dass mir die Bibel (bzw. dessen Inhalt) absolut unentbehrlich erscheint.
Wenn ich nichts von der Bibel wüsste, wenn mir niemand von Jesus erzählt hätte, wie sollte ich dann den Geist Gottes bekommen können? Wie soll man eine Beziehung zu jemanden haben, den man nicht kennt? Zu was oder zu wem soll man sich bekennen, wenn man das Evangelium nicht kennt?

lemar hat geschrieben:Wie oft kriege ich mit, dass sich Geschwister mit Bibelversen die Birnen einhauen... Warum? Weil es ohne Offenbarung geschieht, sondern jeder seinen eigenen Dickkopf durchsetzen möchte.
Aus meiner Perspektive wäre es besser, wenn man Offenbarungen hätte. Wenn Gott zu uns sprechen würde, wie er mit den Propheten gesprochen hat. Wenn wir wie die Apostel ein direktes Zeugnis von Gott bekämen.
Aber im Augenblick wüsste ich nicht, wie sich das auf unsere Auseinandersetzung auswirken würde.
Ich weiß, wie diese Worte auf dich wirken müssen. Und ich will mich keineswegs über dich lustig machen... aber ich frage mich natürlich, ob uns deine "Gabe" nicht weiterhelfen kann.

Andererseits, würde auch ich so ähnlich argumentieren. Dass wir uns mit Bibelversen die Birnen einhauen, weil es ohne Erkenntnis geschieht. Jeder bringt seine Voreingenommenheiten und Gewohnheiten mit. Ist von dem geprägt, was und wie in seiner Gemeinde gepredigt wird, oder wovon man sich sonst so "ernährt".
So legen die Baptisten z.B. großen wert auf die Erwachsenentaufe und das Bekenntnis. Jemanden der das Evangelium (die Heilsbotschaft) nicht kennt, würden wir nicht taufen.

lemar hat geschrieben:Ich denke wir haben genug ausgetauscht, jeder hat ein Bild des anderen bekommen und Anreiz zum Nachdenken
Ok. Danke für die Diskussion.

P.S. Das ist ein Thema, an dem ich besonders interessiert bin. Verzeih mir, falls ich das Thema in eine Richtung gedrängt habe, die du so nicht beabsichtigt hast.

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Re: Wort Gottes und Heilige Schrift - Unterschied?

Beitragvon Danik » 4. Mai 2018 16:49

Moins Lemar,
lemar hat geschrieben:Natürlich kommt die Bibel von Gott, mir geht es aber nur darum, dass wenn z.B. Jesus vom Wort oder vom Wort Gottes spricht, er nicht die Bibel damit meint, sondern einfach nur Gottes Wort.

also mathematisch gesprochen "Gottes Wort" als übergeordnete Menge aus Schrift, Offenbarung, Propheten und vielerlei andere Weisen.
Ok, so verstehe ich das auch.
lemar hat geschrieben:Das Problem ist, dass viele Christen nichts mehr mit der eigentlichen Bedeutung vom Wort Gottes anfangen können, weil sie damit eben nur die Bibel verbinden, im Sinne von Gott spricht zu uns nur durch die Bibel. Das ist schade, ...

Finde ich auch traurig. Gott spricht durch Schrift, Prediger, meinen Freund/Freundin, gibt Zeugnis unserem Geist, spricht sogar durch Zeichen der Zeit usw... Find ich schade wenn das alles ausgeschlossen wird. Ich glaube sogar dass diejenigen die das so behaupten es gar nicht so scharf meinen.
Ich habe dich hin und wieder wohl falsch verstanden.
lemar hat geschrieben: Ein Mensch, der Gottes Geist hat, darf davon ausgehen, dass Gott mit ihm sprechen kann. Meine Schafe hören meine Stimme.

Natürlich! Nur verstehe ich nicht warum du das "hören" rot gemacht hast? Möchtest du eine Betonung auf das Akustische legen?
Ich glaube, dass es hier im Sinne des Gleichnisses um das "vernehmen" geht. Also diejenigen die nicht zu unseren Herrn Jesus gehören, vernehmen Sein Reden auch dann nicht, wenn sie die Bibel lesen. (Ausgenommen wenn Er sie gerade zum Vater zieht.)
Ich denke ich hab's grob verstanden. Dir geht es um die Abgrenzung "Schrift" als eine Untermenge des Wortes Gottes. Und man soll es sozusagen nicht in einen Topf werfen.
Dem Stereotyp geht es um die Autorität. Die Schrift und z.B. die persönliche Offenbarung ist beides das Wort Gottes, aber die persönliche Offenbarung sollen wir anhand der Schrift prüfen - denn wir fehlen alle mannigfaltig und wir sollen ja nicht jedem Geist(~Offenbarung) glauben. Finde ich nebenbei bemerkt insgesamt ein nicht einfaches Thema.
LG
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