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Wolke von Zeugen: Gideon

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Wolke von Zeugen: Gideon

Beitragvon Tiric » 3. April 2018 05:55

Hallo Zusammen,

auch Gideon befindet sich in der "Wolke von Zeugen" aus Hebräer 12, 1. Wie beurteilt ihr die Sache mit der Wolle in Richter 6, 33-40? Unglaube? Mangelndes Vertrauen? Notwendige Sicherstellung göttlichen Willens in unruhiger Zeit?

Das er ein Zeichen bezüglich seiner Berufung erbittet (Richter 6, 11-24), ist wohl jedem verständlich. Die Zeit der Richter war geprägt von Krieg, Unruhen und Götzendienst. Jeder betete an, was ihm als sinnvoll erschien. Da sollte man vermutlich schon prüfen, von wem man sich indienst stellen lässt. Was aber mit der Wolle aus Richter 6, 33-40?

- tiric
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Re: Wolke von Zeugen: Gideon

Beitragvon jsc » 3. April 2018 06:44

Vielleicht bezieht sich der Teil des Glaubens auch eher auf die Begebenheit mit der Auswahl seines Heeres? Mit 300 Mann später das Lager angreifen war auch nicht ohne...
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Re: Wolke von Zeugen: Gideon

Beitragvon ThomasWeritz » 3. April 2018 11:36

Tiric hat geschrieben:Hallo Zusammen,

auch Gideon befindet sich in der "Wolke von Zeugen" aus Hebräer 12, 1. Wie beurteilt ihr die Sache mit der Wolle in Richter 6, 33-40? Unglaube? Mangelndes Vertrauen? Notwendige Sicherstellung göttlichen Willens in unruhiger Zeit?

Das er ein Zeichen bezüglich seiner Berufung erbittet (Richter 6, 11-24), ist wohl jedem verständlich. Die Zeit der Richter war geprägt von Krieg, Unruhen und Götzendienst. Jeder betete an, was ihm als sinnvoll erschien. Da sollte man vermutlich schon prüfen, von wem man sich indienst stellen lässt. Was aber mit der Wolle aus Richter 6, 33-40?

- tiric

Das Zeichen mit dem Wollvließ kam, als Gott dem Gideon mitteilte, daß er Israel durch seine Hand erretten wollte und Gideon merkte, daß es ernst wurde. Da kam ja auch eine gewaltige Prüfung auf Gideon zu. Er hatte bestimmt auch Angst.
Richter 6, 36 (Schlachter 2000):Und Gideon sprach zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, wie du gesagt hast, siehe, so will ich ein Wollvließ [i] auf die Tenne legen. Wenn der Tau nur auf dem Vließ sein, der ganze Boden ringsum aber trocken bleiben wird, so werde ich erkennen, daß du Israel durch meine Hand erretten wirst, wie du gesagt hast. .....

Unglaube und mangelndes Vertrauen und Angst waren die Ursache für das Erbitten der Zeichen. Israel glaubte an den Baal, sogar der Vater Gideons. Mit dem Gott Israels war nicht mehr viel los, sagte Gideon. Wieso sollte er dem Volk Israel auf einmal helfen ?
Richter 6, 13-14 (Schlachter 2000):Gideon aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr, wenn der Herr mit uns ist, warum hat uns dann dies alles getroffen? Und wo sind alle seine Wunder, von denen uns unsere Väter erzählten, indem sie sprachen: »Hat der Herr uns nicht aus Ägypten herausgeführt?« Nun aber hat uns der Herr verlassen und in die Hand der Midianiter gegeben!
Der Herr aber wandte sich zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft! Du sollst Israel aus der Hand der Midianiter erretten! Habe ich dich nicht gesandt? 

Gott der HERR hat sich nicht gerade den Stärksten für die Aufgabe ausgewählt, vielleicht vielmehr denjenigen, der über die Verhältnisse in Israel bekümmert war. Für Gideon allerdings ein Grund , Zweifel zu hegen. Wieso gerade er ?
Gideon zweifelt also daran, daß Gott der HERR ihm erschienen ist. Satan war auch zu dieser Zeit schon aktiv. Seine Götter namentlich Baal und Aschera sprachen auch zu ihren Anhängern und da wollte Gideon ganz sicher gehen, daß der HERR mit ihm spricht.
Richter 6, 15-17 (Schlachter 2000):Er aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr, womit soll ich Israel erretten? Siehe, meine Sippe ist die geringste in Manasse, und ich bin der Kleinste im Haus meines Vaters! Der Herr aber sprach zu ihm: Weil ich mit dir sein will, wirst du die Midianiter schlagen wie einen einzigen Mann! Er aber sprach zu ihm: Wenn ich denn Gnade vor dir gefunden habe, so gib mir ein Zeichen, daß du es bist, der mit mir redet. 

Irgendwie kann ich den Gideon sehr gut verstehen. Wir leben ja auch in einer Zeit , wo uns die Verhältnisse in der Welt bekümmern. Und wir fragen uns, warum Gott nichts dagegen tut.
Verführung ist auch genug in der Welt. Wir glauben ja auch nicht mehr jeder Stimme.

Liebe Grüsse Thomas
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Re: Wolke von Zeugen: Gideon

Beitragvon jonas.sw » 3. April 2018 14:20

Hallo,

ist es nicht auch einfach schön zu lesen, wie Gott auf Gideon eingegangen ist?

Ja, wahrscheinlich wäre es noch ein stärkerer Glaube, wenn er nicht nach keinen Zeichen gefragt hätte. Und Thomas, der war bestimmt auch nicht wirklich gläubig.

Und wir können uns gegenseitig im Glaubensleben weiter unter Druck setzen.

Vielleicht war Gideon auch ehrlich in seiner Beziehung zu Gott. Er wollte eine Beziehung zu ihm, aber da war noch eine Blockade.

In Jesaja dagegen wird von einen König gesprochen, der weigert sich ein Zeichen von Gott anzunehmen und da tadelt Gott diesen König und gibt dann selbst das Zeichen.

Ob dieser König wirklich eine Beziehung zu Gott wollte und als Gott sogar selber ihn die Hand entgegenstreckt da will er sich besonders glaubensstark zeigen, indem er sagt, das er durch seine Wünsche nicht Gott versuchen möchte.

Als die Pharisäer ein Zeichen forderten, waren sie da an einer Beziehung zu Jesus interessiert?
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Re: Wolke von Zeugen: Gideon

Beitragvon ThomasWeritz » 4. April 2018 13:18

jonas.sw hat geschrieben:Hallo,

ist es nicht auch einfach schön zu lesen, wie Gott auf Gideon eingegangen ist?

Ja, wahrscheinlich wäre es noch ein stärkerer Glaube, wenn er nicht nach keinen Zeichen gefragt hätte. Und Thomas, der war bestimmt auch nicht wirklich gläubig.

Und wir können uns gegenseitig im Glaubensleben weiter unter Druck setzen.

Vielleicht war Gideon auch ehrlich in seiner Beziehung zu Gott. Er wollte eine Beziehung zu ihm, aber da war noch eine Blockade.

In Jesaja dagegen wird von einen König gesprochen, der weigert sich ein Zeichen von Gott anzunehmen und da tadelt Gott diesen König und gibt dann selbst das Zeichen.

Ob dieser König wirklich eine Beziehung zu Gott wollte und als Gott sogar selber ihn die Hand entgegenstreckt da will er sich besonders glaubensstark zeigen, indem er sagt, das er durch seine Wünsche nicht Gott versuchen möchte.

Als die Pharisäer ein Zeichen forderten, waren sie da an einer Beziehung zu Jesus interessiert?

Finde ich gut, was du schreibst. Gideon ist auf Gott eingegangen und es war ihm ein Anliegen , dem Volk Israel zu helfen. Trotz aller Bedenken, weil er der Jüngste war usw.

Das er prüft, ob die Erscheinung von dem Gott Israels war oder von irgendeiner anderen geistigen Fremdmacht, ist richtig. Wir können heutzutage auch nicht so leichten Herzens irgendeiner Vision oder Erscheinung folgen. Auf diese Weise sind viele Irrlehren entstanden.

Die Pharisäer waren ein böses Geschlecht. Deswegen wollte der Herr Jesus Christus ihnen kein Zeichen geben.
Sie hatten ja auch genug gesehen, aber mit offenen Augen sahen sie nichts.
Matthäus 12, 39 (Schlachter 2000):Er aber erwiderte und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona. 

Liebe Grüsse Thomas
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