• PM
  • Friendship
  • News

Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Beitragvon oehmspecht » 21. Februar 2010 15:57

abgetrennt von frauen-die-predigen-t3093-120.html


newlight hat geschrieben:Tja wer hat die Bibel denn zusammengetargen so wie wir sie kennen. Menschen. Also ich denke schon, dass das allermeiste authentisch ist, aber keiner von uns war damals dabei, als beschlossen wurde was aufgenommen wird an Schriften und was nicht. Dazu kommt noch, das jahrhunderte lang die Schrift nicht in allen Sprachen vorlag. Weißt du es wirklich 100%, das keiner was dazu gefügt hat. Schon alleine die unterschiede in den einzelnen kleinen Übersetzungen im laufe der Zeit sind ja nicht immer im Sinne des Wortes gewesen.
Wir nehmen es eben an, aber ich denke auch, schon aus historischen Gründen, dass die Katholische Kirche
zu so was fähig ist und wäre und es sicher auch getan hat. Wer weiß was in deren Archiven in Wirklichkeit noch alles schlummert.


@newlight1970
Genau das sind auch meine Überlegungen: Wer sagt mir denn eigentlich, ob alles was ider Bibel geschrieben steht, richtig übersetzt wurde? Wer hat denn die Bibel kanonisiert? Es war die kath.Kirche (eine andere gabe es damals nicht) und im "comma Johanneum" hat es sich bewiesen, dass sie rumgefummelt hat um mal schnell die Dreieinigkeit beweisbarer zu machen. Dies wurde entdeckt und wenn es nicht entdeckt worden wäre, so stünde es weiterhin in der Bibel drinnen. Wer weiss, was da noch alles nicht entdeckt wurde! Können wir uns sicher sein, dass da nicht noch mehr herumgefummelt wurde?
Paulus war kein Frauenfeind und wenn ich lese, mit welcher Hochachtung und Wertschätzung er die Frauen begrüsst, die zu seiner Zeit eine grosse Rolle im Gemeindewesen gespielt haben, dann sind mir die ihm zugesprochenen Äusserungen in den diversen Episteln hinsichtlich der latenten frauendiskriminierenden Politik der RKK, gelinde gesagt, suspekt.
L.G. Otto
Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der HERR, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
oehmspecht
 
Beiträge: 916
Registriert: 1. April 2008 02:15
Wohnort: Berlin
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: -----

Re: Frauen die predigen

Beitragvon Kim M. » 21. Februar 2010 16:02

Meines Wissens nach wurde die Bibel nicht von der rkk zusammengestellt. Die Grundlagen der Kanonisierung sind älter und reichen bis in die ersten Gemeinden im Urchristentum.

Und ob heutige Texte (die sich nicht auf den textus rezeptus oder ähnlichen beziehen) dem Sinne Gottes entsprechen ist fragwürdig. Das würde ja bedeuten, dass Gott die Bibel Jahrhunderte lang den Gläubigen vorenthalten hat und das glaube ich nicht.
Psalm 146, 1-10; Schlachter 2000
Psalm 40, 1-4; Schlachter 2000

Wohl dem, der das beste nicht verlor, im Kampf des Lebens, den Humor. (dt. Sprichwort)
Benutzeravatar
Kim M.
 
Beiträge: 2605
Registriert: 23. Januar 2010 13:27
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: -----

Re: Frauen die predigen

Beitragvon Perseus » 21. Februar 2010 16:15

Die Grundlage der RKK ist die Vulgata, und nicht die hebräischen und griechischen Urtexte.
Auch die Vulgata wurde erst erstellt, lange nachdem der Urtext schon kanonisiert war. Also lange bevor es die RKK überhaupt gab.

Die Übersetzungen kann man anzweifeln, tu ich ja selbst teilweise. Nur wenn man den Urtext anzweifelt, wird es problematisch.
Denn etwas anderes gibt es nicht. Er lässt sich höchstens durch Schriften ergänzen, die es nicht in den Kanon geschafft haben.

Die Kirchenväter hatten wirklich sehr gute Gründe, manche Schriften auszusortieren.
In manchen Schriften wird sogar ausdrücklich auf Fehler in ältere Schriften hingewiesen, die nun aber endlich aufgeklärt werden.
Eine Meinung zu haben, ist kein Richten. Unter Richten versteht man eine Konsequenz aufgrund eines bestimmten definierten Maßstabes, der u.A. auch die Meinung umfassen kann. Beispiele für mögliche Konsequenzen : Ignorieren, Gemeindeausschluss, Tötung.
Benutzeravatar
Perseus
 
Beiträge: 2434
Registriert: 9. Februar 2008 01:22
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: -----

Re: Frauen die predigen

Beitragvon oehmspecht » 21. Februar 2010 16:33

Zur Zeit der Kanonisierung des NT gab es keine RKK, das ist schon richtig, sie nannte sich erst seit der Reformation so um sich abzugrenzen. Aber, während der Kanonisierung gab es keine andere Kirche als diejenige, die schon ihre Päpste (Bischöfe) in Rom sitzen hatte und somit als Vorgänger der RKK bezeichnet werden kann.
Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der HERR, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
oehmspecht
 
Beiträge: 916
Registriert: 1. April 2008 02:15
Wohnort: Berlin
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: -----

Re: Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Beitragvon Christine » 21. Februar 2010 21:00

Es ist unbedingt notwendig, das Wort Gottes komplett anzunehmen und zu glauben. Und damit auch Gott einfach zu vertrauen, dass ER sein Wort nicht nur inspiriert, sondern auch kanonisiert hat.
Wir wissen nicht nur bei einzelnen Bibelbüchern den Autor nicht, sondern kennen auch nicht jeden Mann Gottes, den ER für die Zusammenstellung Seines Wortes benutzt hat. Sicher ist aber, dass das ganz ein Werk Gottes ist.

Wenn wir daran zweifeln, können wir im Prinzip alles, was uns irgendwie nicht gefällt rausstreichen, dann gibt es keine gesicherte Stelle mehr, auf der unser Glaube ruhen kann.

Gruß Christine
Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
Christine
 
Beiträge: 7681
Registriert: 11. November 2008 13:16
Geschlecht: weiblich
Glaubensrichtung / Konfession: Freie Evangelische Gemeinde

Re: Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Beitragvon Caramillus » 22. Februar 2010 00:41

Christine hat geschrieben:Wenn wir daran zweifeln, können wir im Prinzip alles, was uns irgendwie nicht gefällt rausstreichen, dann gibt es keine gesicherte Stelle mehr, auf der unser Glaube ruhen kann.

Mit Verlaub, Christine, aber unser Glaube ruht nicht auf einer Bibelstelle sondern auf Jesus Christus. Um Christ zu sein braucht man keine Bibel. Sicher, die Bibel ist nützlich und Gott hat sie bereit gestellt, von daher schon weiß man, es lohnt sich die zu lesen. Aber Grundlage des Glaubens ist nicht die Bibel sondern die Realität Christi. Wie war das denn bei Dir, als Du zu Jeses gefunden hattest? Konntest Du da die Bibel schon auswendig? Natürlich nicht. Erst kommt der Glaube, dann die Bibel.
l.G.,
C.
und der Weg ist schmal
Benutzeravatar
Caramillus
 
Beiträge: 819
Registriert: 29. Oktober 2009 22:17
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: -----

Re: Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Beitragvon Dave » 22. Februar 2010 01:06

Mit Verlaub, Christine, aber unser Glaube ruht nicht auf einer Bibelstelle sondern auf Jesus Christus


Der Glaube basiert immer auf dem Wort Gottes:
Römer 10, 17 (Schlachter 2000):Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung [g], die Verkündigung aber durch Gottes Wort. 


Wenn wir anfangen das Wort Gottes auseinanderzunehmen, wo hören wir dann auf? Alles was uns irgendwie unbequem ist, lassen wir weg. Gott hat sonst nicht die geringste Möglichkeit uns irgendwas mitzuteilen. Er kann nur Dinge sagen, die uns gerade in den Kram passen.

Wir glauben an einen allmächtigen Gott und der wird bei der Kanonisierung schon aufgepasst haben, was da ins Buch reinkommt und was nicht. Der Glaube kommt immer DURCH die Bibel (über den Zwischenschritt der Predigt).

Gruß, Dave
Nicht für die Prostituierten und Zöllner ist die Umkehr am schwersten, sondern für die Frommen, die meinen sie hätten es nicht nötig (B. Manning).

Beiträge als Moderator in grün, schwarz ist meine private Meinung

2jesus auf Facebook | Die Bibelzitat-Funktion | Zitate hier im Forum | Zitate und Urheberrecht | Richtig zitieren
Benutzeravatar
Dave
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 21795
Registriert: 2. März 2007 00:04
Wohnort: Bretzfeld
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Pfingst-, oder Charismatische Gemeinde

Re: Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Beitragvon Christine » 22. Februar 2010 08:24

Caramillus hat geschrieben:Mit Verlaub, Christine, aber unser Glaube ruht nicht auf einer Bibelstelle sondern auf Jesus Christus. Um Christ zu sein braucht man keine Bibel.
Nein, um Christ zu werden braucht es die Bibel. Entweder hat man das Wort durch eine Predigt gehört oder selbst gelesen. Ohne die Bibel können wir auch Jesus nicht kennen lernen.

Und die Wiedergeburt kann auch nicht stattfinden ohne das Wort, ohne die Bibel gäbe es keine Errettung.
1. Petrus 1, 23 (Schlachter 2000):denn ihr seid wiedergeboren [j] nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt. 


In dem Wort Gottes selbst liegt Kraft zur Errettung drin, es ist nicht einfach nur ein Buch, die Bibel.
Römer 1, 16 (Schlachter 2000):Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen;  
2. Timotheus 3, 15 (Schlachter 2000):und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. [i]


Gruß Christine
Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
Christine
 
Beiträge: 7681
Registriert: 11. November 2008 13:16
Geschlecht: weiblich
Glaubensrichtung / Konfession: Freie Evangelische Gemeinde

Re: Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Beitragvon Marek » 22. Februar 2010 17:16

Sowohl die Evangelien, als auch die Briefe und die Offenbarung sind die Schriften, die von Anfang ihrer Entstehung an in den Gemeinden gelesen und so verbreitet wurden. Auf diese Weise christalisierte sich ein Kanon heraus.

Vieleicht hätte die eine oder andere Schrift es ebenfalls verdient gehabt hinzugenommen zu werden, aber insgesamt gesehen finden sich in etlichen der Schriften die neben dem NT existiert haben und verbreitet waren, auch recht eigenartige und mystische Ansichten, bei denen die Realität und heidnisch spekulative Ideen vermischt wurden.

Ein Kriterium für Glaubwürdigkeit war sicher, dass die Apostel die Verfasser waren und eine frühe Abfassungszeit. Man rechnete damit dass die Apostel unter der besonderen Leitung des heiligen Geistes standen. Daneben hat man auch schon sehr früh auf die innere Übereinstimmung der Briefe und Botschaften geachtet.

Manche Christen gehen soweit, dass sie jede Schrift, die es nicht in den Kanon geschafft hat gleich der Unwahrheit und der Irrlehre bezichtigen. Sie gehen hier sicher zu weit. Die Apostel haben gewiß noch mehr Schriften verfaßt und von Paulus weiss man es auch.

Denn es ist uns nur der 1. und der 3 Korintherbrief überliefert. War Paulus etwas, als er den 2.Korintherbrief schrieb weniger inspiririert und vom heiligen Geist geleitet, wie als er den 1. und 3. Brief schrieb? Wohl kaum! Aber dieser Brief ging aus irgend welchen Gründen verloren und deswegen ist er uns nicht überliefert.

Grüße Markus
Marek
 
Beiträge: 3422
Registriert: 23. Februar 2009 13:43
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Brüdergemeinde

Re: Wie entstand das neue Testament, wer hat es kanonisiert?

Beitragvon Evangelist » 22. Februar 2010 18:23

oehmspecht hat geschrieben:...und im "comma Johanneum" hat es sich bewiesen, dass sie rumgefummelt hat um mal schnell die Dreieinigkeit beweisbarer zu machen.
Zunächst meine Frage, was meinst Du mit dem: und im "comma Johanneum" hat es sich bewiesen...

Danach meine Antwort: Die Dreieinigkeit braucht keinen Beweis!

Die Sache ist die:
Wenn ich bete, (wen ich so weit bin, dass ich Gott anbeten kann), frage ich mich wie? Da komme ich zu Antwort: Jesus ist ein „Typ“, der mal ein Mensch gewesen ist, und weiss ganz genau, was es heißt, ein Mensch zu sein. Da es behauptet wird, dass Er irgendwie geschafft hat, von Rechts bei Gott sich zu plazieren, dann weiss ich, dass klug sein kann, wenn ich Jesus zu Hilfe ziehe. Da Er im „Original“ oder im „Überlieferung“ gesagt hat, wie ich Ihm erreichen kann, lese ich ein bißchen. Und sehe, dass Gott kaum jeden (Mensch) erkennt (direkt), denn hat Er auch zu tun. Wenn Gott schon jemanden direkt erkennt, spricht Er mit dem Erkannter direkt, aber dass wird niemand erfahren...

Da ich erkannt habe, wie wichtig Jesus ist, wende ich mich an Den, der bei Gott „Tee trinkt“, und erwarte, das Er mich hört. Aber Garantie ist nicht gegeben, dass Jesus hörte, was ich will (jetzt, hier und SOFORT, wie Mama – ich will), dann brauche ich noch was. Und zu meinen Erstaunen, kommt zu mir die Nachricht durch (von Himmel, nehme ich an), die sagt: geh und tu es, was du wolltest. So stelle ich fest, dass diese, ist die Inspiration! Die durch Heiligen Geist mir zurückgegeben ist!

So einfach ist das mit die Dreieinigkeit: ich bete Gott, dürch Jesu an, der Messias ist, der mich vor Gott vertreten kann und bekomme eine Antwort auf meine Bitte, durch den Heiligen Geist, der da auch Geist der Wahrheit ist.

Oder kompliziert?

Eine Empfehlung: Der Fragenhaufen teile in einzelnen Fragen auf...

Freundlich,
Evangelist
Benutzeravatar
Evangelist
 
Beiträge: 199
Registriert: 18. Oktober 2009 21:42
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: -----

Nächste

Zurück zu Neues Testament/NT



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Caramillus und 2 Gäste


cron