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Was ist Kapitalismus?

Parteien, Wahlen, Demokratie, Gesetze Glaube und Politik

Re: Was ist Kapitalismus?

Beitragvon lütt-matten » 28. Mai 2018 15:35

Grüß dich stereotyp,
stereotyp hat geschrieben:Keine Gesellschaftsordnung in der Geschichte der Menschheit war erfolgreicher bei der Bekämpfung von Armut als der Kapitalismus!
Wie kommst du zu dieser Aussage? Der Begriff "Armut" müsste hier wohl erst genauer bestimmt werden. Jesu Eltern waren arm, denn sie konnten nur 2 Täubchen zur Geburt ihres Sohnes bringen. Abraham galt als reich, obwohl er in Zelten lebte, während Jesu Eltern in einem Haus wohnten. Was ist nun arm und was ist reich?

Warum ehrt es Gott eigentlich nicht, wenn eine Gesellschaft den Armen ein Recht gibt? Soll man sich denn Arme "halten", damit man sich über sie erbarmen darf? Das wäre doch auch seltsam, oder?

Gottes Segen! :)
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Re: Was ist Kapitalismus?

Beitragvon stereotyp » 28. Mai 2018 17:55

Hi lütt-matten!

lütt-matten hat geschrieben:
stereotyp hat geschrieben:Keine Gesellschaftsordnung in der Geschichte der Menschheit war erfolgreicher bei der Bekämpfung von Armut als der Kapitalismus!
Wie kommst du zu dieser Aussage? Der Begriff "Armut" müsste hier wohl erst genauer bestimmt werden. Jesu Eltern waren arm, denn sie konnten nur 2 Täubchen zur Geburt ihres Sohnes bringen. Abraham galt als reich, obwohl er in Zelten lebte, während Jesu Eltern in einem Haus wohnten. Was ist nun arm und was ist reich?
Hmm.. zugegeben. Vergangene Gesellschaftsformen waren zwar nicht so leistungsstark wie der Kapitalismus, was sie in Anbetracht der Weltbevölkerung auch nicht zu sein brauchten. Aber ich glaube auch, dass Armut zumindest quantitativ kein so großes (oder schwieriges) Problem war wie heute. Dennoch..der [urlhttps://www.misesde.org/?p=2134]Kapitalismus[/url] hat die vergangen Krisen zwar nicht lösen, aber bewältigen können. Unter anderem, weil er im Gegensatz zum Kommunismus nicht auf Homogenität angewiesen ist.

lütt-matten hat geschrieben:Warum ehrt es Gott eigentlich nicht, wenn eine Gesellschaft den Armen ein Recht gibt?
Weil "es" das nicht tut. Das soll nicht heißen, dass niemand Gott dafür die Ehre geben kann. Aber es ist einfach keine Gnade mehr. Aus einem Flehen wird eine Anklage. Aus Barmherzigkeit eine Pflichterfüllung. Gäbe es keinen Staat, ginge diese Anklage (bzw. das Flehen) an Gott.
Es wäre bestimmt effektiver, wenn man diese Nächstenliebe "industrialisiert", also professionell und effektiv gestaltet. Aber wie das mit der Bürokratie eben so ist, geht dabei alles natürliche und menschliche verloren. Man kann natürlich darüber spekulieren, was wäre, wenn diese Einrichtung unserem Gott gewidmet wäre...

lütt-matten hat geschrieben:Soll man sich denn Arme "halten", damit man sich über sie erbarmen darf? Das wäre doch auch seltsam, oder?
Ja, das ist seltsam. So seltsam wie es heute normal ist. Denn Barmherzigkeit kann kein Recht sein. Das kann nur eine Pflicht sein. Und so versorgt man die Armen mit allem worauf sie angeblich ein Recht haben. Sie entkommen der leiblichen Not, aber scheitern an allen anderen Dingen, die die Bürokratie so geflissentlich ausblendet und die "Zivilgesellschaft" zu korrigieren versucht.
In den Epochen vor dem Nationalstaat wurde diese "Aufgabe" noch hauptsächlich von der Kirche übernommen. Und selbst das wird heute meistens nur noch als Ablasshandel bezeichnet. Dem Menschen gefällt es anscheinend nicht so recht, auf Gott angewiesen oder ihm dankbar sein zu müssen...

MfG
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