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Was ist der Geist?

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Re: Was ist der Geist?

Beitragvon Erich » 29. November 2016 08:56

Hallo Helmuth!

Helmuth hat geschrieben:
Erich hat geschrieben:Schön und gut, und ja, ähnliches habe ich schon erlebt,
aber ich sehe nicht, dass das in Hebr 4,12 geschrieben steht.

Ich schon.
Scheidung heißt Trennung!
Was hat sich denn bei Dir getrennt/geschieden?

Aber wie dem auch sei, genau darüber möchte ich reden. Mir geht es darum aufzufassen, wie das Wort Gottes an uns bzw. in uns wirkt.
OK.
Das Wort steht mit dem Geist in unmittelbarem Zusammenhang.
Richtig!

Wir haben zwei Merkmale: Die Worte und dessen Auswirkungen. Und es tut mir leid, aber in Hebr 4.12 steht nun einmal wie es sich auswirkt. Der Prozess findet heute in mir statt, Tag für Tag.
Ja, das Wort Gottes dringt durch, es dringt in Seele und Geist, aber geschieden werden sie im Laufe des irdischen Lebens noch nicht (erst beim Tod).
Deshalb würde ich sagen, dass dein Inneres vom Wort Gottes erschüttert wird; Gottes Wort überführt dich und hilft Dir Deine Sünde und Schuld zu erkennen, so dass dein Herz erbebt, es läßt dich schaudern, Schrecken des Todes ergreifen dich, du bist entsetzt in Furcht und Zittern, damit du einsiehst, dass du Buße tun mußt, also umkehrst zu Gott und ihm Deine Sünden bekennst.

Ok, wenn dir diese Stelle nicht behagt, dann gehen wir von dieser aus:
Hebräer 3, 7 (Schlachter 2000):Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört,

Ich höre deutlich, wie dieses Wort in mir, d.h. in meinem Geist zu sprechen beginnt. Nicht physisch aber geistlich. Das "heute", welches sich auf die Zeit unter Mose bezieht, oder zum Zeitpunkt der Niederschrift des Psalms oder des Briefes an die Hebräer, eben dieses Wort "heute" gilt auch mir jetzt und heute.
Ja, jeden Tag sollten wir auf Gottes Worte hören, solange es "Heute" heißt!

Was sagt es:
Hebräer 3, 8 (Schlachter 2000):so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung, am Tag der Versuchung in der Wüste, 

Phänomenal, oder etwa nicht? Es erging vor 3.500 Jahren an Mose, wurde vor 2.500 Jahren niedergeschrieben und dann wiederholt vor 1.900 Jahren. Und "heute", wenn ich es lese spricht derselbe Heilige Geist diese Mahnung in mein Herz: "Verstocke nicht dein Herz."

Buchstaben auf Papier, die in meinem Geist ein Sprechen des Heiligen Geistes auslösen. Einfach phänomenal.
Ja! - Gott hat noch immer Geduld mit uns!
Klagelieder 3, 22-23 (Luther 1984):22 Die Güte des HERRN ist's, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
Johannes 6, 63 (Luther):Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.

LG! Erich
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
(Johannes 3, 16)
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Re: Was ist der Geist?

Beitragvon Helmuth » 10. Dezember 2016 22:32

Erich hat geschrieben:Was hat sich denn bei Dir getrennt/geschieden?

Ich sage der neue Mensch vom alten. Das ist ja kein Akt der mit einem Schalterklick passiert sondern ein beständiger Prozess. Durch die ganze Bibel hindurch spricht das Wort beständig zu dir und richtet dich, bzw. du richtest dich selbst.

Der "Klick" wenn du es so nennen willst, das ist die Wiedergeburt, d.h. jenes Phänomen mit dem Gott dir neues Leben schenkt.

Und dann beginnt Hebräer 4,12 Tag für Tag. Wenn du meinst, dass uns dieses Wort erst bei der Auferstehung richtet, wäre es dann nicht zu spät? Dort werden doch diejenigen gerichtet, welche sich nicht selbst gerichtet haben, wie z.B. hier geschrieben steht:
Johannes 12, 48 (Schlachter 2000):Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag. 

D.h. der Richter deiner Gedanken muss zu Lebzeiten seinen Job in dir machen, welcher deine Gesinnung formt. Und bei mir tut er das. Heute verstehe ich den Wortsinn endlich.

Dieser Scheidungsvorgang wird auch mit anderen Bibleworten als "Reinigung" bzw. "Heiligung" bezeichnet, ein kontinuierlicher Prozess.

Was noch der Klärung bedarf ist der Bezug zur Seele. Eine Seele kann nicht geschieden werden, was soll das bitte sein? Sie kann aber durchdrungen werden, wie ein Stich mit der Spitze des Schwertes in den Körper, hier z.B. wie dieses Wort sagt:
Lukas 2, 35 (Schlachter 2000):aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen —, damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden.

Es drückt für mich aus, dass es mit Schmerzen verbunden ist. Und dann wieder der Bezug zu den Gedanken des Herzens, wie bei Hebräer 4,12.
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Was ist der Geist?

Beitragvon Erich » 11. Dezember 2016 09:14

Hallo Helmuth!

Helmuth hat geschrieben:
Erich hat geschrieben:Was hat sich denn bei Dir getrennt/geschieden?

Ich sage der neue Mensch vom alten.
Ja, das freut mich, dass Du den alten Menschen abgelegt und den neuen Menschen angezogen hast.
Epheser 4, 22-24 (Schlachter 2000):daß ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Das ist ja kein Akt der mit einem Schalterklick passiert sondern ein beständiger Prozess.
Äußerlich werden wir den alten sündigen Menschen, unseren vergänglichen Leib, der ja Fleisch und Blut ist, nicht (so schnell) ablegen können, aber dafür wird der Innere von Tag zu Tag erneuert. (2. Korinther 4, 16)

Durch die ganze Bibel hindurch spricht das Wort beständig zu dir und richtet dich, bzw. du richtest dich selbst.
Nicht nur das, sondern das Wort baut auch auf.

Der "Klick" wenn du es so nennen willst, das ist die Wiedergeburt, d.h. jenes Phänomen mit dem Gott dir neues Leben schenkt.
Der "Klick" ist der Glaube an den Namen unseres Herrn und Gottes, Jesus Christus, und an Gottes Wort und Evangelium, denn dann bist Du aus Gott und dem Geist und dem lebendigem Wort geboren!

Und dann beginnt Hebräer 4,12 Tag für Tag. Wenn du meinst, dass uns dieses Wort erst bei der Auferstehung richtet, wäre es dann nicht zu spät?
Dort werden doch diejenigen gerichtet, welche sich nicht selbst gerichtet haben, wie z.B. hier geschrieben steht:
Johannes 12, 48 (Schlachter 2000):Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.
D.h. der Richter deiner Gedanken muss zu Lebzeiten seinen Job in dir machen, welcher deine Gesinnung formt. Und bei mir tut er das. Heute verstehe ich den Wortsinn endlich.
Ich gebe Dir ja auch recht, dass wir uns selbst täglich richten sollten, aber leider ist das nicht immer möglich, weil wir oft gar nicht wissen, dass wir da und dort gesündigt haben, deshalb bitten wir ja auch: "Verzeihe mir die verborgenen Sünden"!

Dieser Scheidungsvorgang wird auch mit anderen Bibleworten als "Reinigung" bzw. "Heiligung" bezeichnet, ein kontinuierlicher Prozess.
Ja, täglich solleten wir Buße tun.
1. Johannes 1, 9 (Schlachter 2000):Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 


Was noch der Klärung bedarf ist der Bezug zur Seele. Eine Seele kann nicht geschieden werden, was soll das bitte sein?
Seele und Geist und Leib werden beim Tod geschieden bzw. getrennt. Der Geist geht wieder zu Gott, der ihn gegeben hat, die Seele geht ins Totenreich und ruht/schläft bis zur Auferweckung/Auferstehung, und der vergängliche Leib wird wieder Erde, Staub und Asche.
Auch das geschieht durch Gottes Wort, durch das ja auch alles geschaffen wurde.

Sie kann aber durchdrungen werden, wie ein Stich mit der Spitze des Schwertes in den Körper, hier z.B. wie dieses Wort sagt:
Lukas 2, 35 (Schlachter 2000):aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen —, damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden.
Es drückt für mich aus, dass es mit Schmerzen verbunden ist.
Hier denke ich aber, dass sich dieser Schmerz in der Seele Marias auf die Kreuzigung Jesu bezieht, bei der sie anwesend war.

Und dann wieder der Bezug zu den Gedanken des Herzens, wie bei Hebräer 4,12.
Es geht hier mE (in Lukas 2, 35) um die bösen Gedanken in den Herzen der Menschen, die offenbar wurden, als sie z.B. geschrien haben: "Kreuzige ihn"!

LG! Erich
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
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Re: Was ist der Geist?

Beitragvon Helmuth » 15. Dezember 2016 08:34

Ich möchte auf einen bekannten Text Hesekiel 37, 1-14 näher eingehen. Es wird in der Übersetzung hier das Wort "Odem" gebraucht welches ich unglücklich gewählt sehe, da im Hebräischen das Wort "ruach" steht, welches für Geist steht.

Vers 5 lautet:
Hesekiel 37, 5 (Schlachter 2000):So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: Seht, ich will Odem in euch kommen lassen, daß ihr lebendig werdet! 

Wortwörtlich ... ich will "ruach" in euch kommen lassen ... .

Es geht hier um einen ähnlichen Vorgang wie in 1. Mose 2, 7, wobei an dortiger Stelle nicht dasselbe Wort sondern "nashamah" verwendet wird. Der Unterschied ist, dass es sich hier in Hesekiel nicht um eine Neuschöpfung sondern um eine Wiederbelebung handelt, zumindest nach meinem Verständnis.

Jetzt wäre es interessant zu erfahren ob nun diese beiden "Geister" Gottes dieselben sind. Beide sind von dem einen Gott, das sollte klar sein, dennoch bewirken sie sehr unterschiedliche Dinge.
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Was ist der Geist?

Beitragvon Th.... » 21. Dezember 2016 07:57

Ruach (hebr.) genauso wie pneuma (griech.) steht nicht nur für Geist sondern auch für Odem, Hauch, Atem Wind. Im Grunde könnte man auch sagen, dass Geist für Odem, Hauch, Atem und Wind steht.
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Re: Was ist der Geist?

Beitragvon Helmuth » 21. Dezember 2016 11:08

Servus Thomas,

Schön, wieder von dir zu lesen.

Es ist eine charakteristische Eigenschaft der althebräischen Bibelsprache, die Begriffe des natürlichen Lebens wie Atem (Odem) eine adäquate geistliche Bedeutung wie Geist (Leben) haben. Ein weiteres Beispiel wäre auch das Wort "Herz" oder "Nieren".

Es ist weiters einzigartig, dass es tatsächlich den direkten Zusammenhang zwischen dem biologischen und dem ewigen Leben gibt. Er ist uns nur nicht so geläufig, als wir gewohnt sind abstrakt zu denken. Gott denkt eben anders.

Wir können medizinisch beobachten wie mit Herz- und Atemstillstand das "Leben" endet, biblisch würde man sagen: "man haucht aus". Denn so ist auch die Beobachtung. Hesekiel 37,1-14 ist der exakt der umgekehrte Vorgang. Hier wird "eingehaucht" und die Gebeine beginnen erneut zu "Leben" zu haben. Diese Beobachtung ist aber nur "geistlich" gesinnten Mensche wie Hesekiel zuteil geworden.

Hesekiel 37,1-14 ist für mich, was Paulus im NT als h Römer 11,15 weissagt. Er hat es nicht mit natürlichen Augen gesehen, aber der Geist bezeugte ihm das. Ergo, es ist bzw. wird einmal auch für uns, die glauben, Realität.
Herzliche Grüße
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