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Wann beginnt eine Ehe?

Alles rund um Ehe, Liebe, Partnerschaft und das heiße Thema Sex. Denn auch hierüber schweigt sich die Bibel nicht aus. Ehe, Ehebruch Scheidung, Wiederheirat, Sex vor der Ehe, Homosexualität, die Rolle des Mannes/der Frau etc.

Re: Wann beginnt eine Ehe?

Beitragvon Schoham » 4. Oktober 2017 12:59

Eine Eheschliessung ist doch auch eine Sache, sogar eine grosse, oder nicht?! :-)

5. Mose 19, 15 (Schlachter 2000):Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemand auftreten wegen irgendeiner Schuld oder wegen irgendeiner Sünde, mit der man sich versündigen kann; sondern auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache beruhen.


2. Korinther 13, 1 (Schlachter 2000):Dies ist das dritte Mal, daß ich zu euch komme. »Durch zweier und dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden!« [a] 
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Re: Wann beginnt eine Ehe?

Beitragvon Abischai » 4. Oktober 2017 13:21

Helmuth hat geschrieben: In diesem Fall soll dieses Bündnis vor den Eltern besiegelt werden.
Bedingt, denn die Eltern haben nur bis zu dem Punkt die Aufsicht, bis die Ehe geschlossen ist, weiter nicht, die Gemeinschaft jedoch, die aus weit mehr Menschen besteht, hat die Aufsicht über das Leben der Beiden bis zum Ende.
Immerhin haben diese vor Gott eine noch höhere Autorität.
Höher als die Gemeinde Jesu ? Das glaube ich nicht. Es gilt nur, daß niemand, auch die Gemeinde, nicht in die Familie hineinzureden hat, aber Ehe zwischen 2 "Neuen" ist Heraustreten aus den Vaterhäusern, auf gleiche Augenhöhe.
Was ledige Mädchen anbelangt unterstützt das jedenfalls das Wort Gottes.
Hier hat allein das Vaterhaus (also die Geschwister mit den Eltern, resp. der Vater) das Sagen.
Bei ledigen Burschen würde ich deren Loslösung vom eigenen Haushalt dann mit meiner Segeserteilung für legitimiert erklären.
Auch hier wäre ich vorsichtig. Solange der Bub sich nicht losgelöst hat, ist sein Haupt der Vater, wenn er sich aber loslöst, also sich ein Weib nimmt, ist das allein seine Entscheidung, ob das dem Vater gefällt oder nicht.
Für den Fall, dass sich die Eltern dafür nicht in der Lage sehen, oder nicht vorhanden sind, oder als Ungläubige sich dafür nicht zuständig sehen, kann die Gemeinde die Vertretung übernehmen.
Die Gemeinde vertritt niemanden, sie IST der Leib Christi. Wer also keine Eltern hat (geistlich verwaist), der hat nur die Hauptschaft der Ältesten der Gemeinde, bzw. der Gemeinde selbst. Wenn man einen jungen Menschen im biblischen Sinne als Waise ansehen kann/muß, sollte die Gemeinde da auch etwas verantwortungsvoller mitreden, finde ich.
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Re: Wann beginnt eine Ehe?

Beitragvon Helmuth » 4. Oktober 2017 13:56

Tobias, ich habe aus der Perspektive eines christlichen Vaters geschrieben. Dieser gehört auch zum Leib und seine Autorität über seine ledigen Kinder sehe ich höher als die der Gemeinde.

Im Falle, dass Sohnemann bzw. Töchterchen ihre Eltern vor vollendete Tatsachen stellen, müssen sie auch mit den etwaigen Konsequenzen leben. Die Ehe wäre dann zwar "erzwungen", aber auch legitim. Mein Verhältnis z.B. zu meiner Tochter wäre jedenfalls betrübt, würde sie so handeln.

Wir haben ein sehr auffälliges Beispiel dazu im AT mit Esaus ersten Ehefrauen.

Aber gesetzt den Fall ein Nichtchrist erhebt als Vater gegen eine Verehelichung nachvollziehbare Einwände, inwieweit hätte dann irgendeine andere Person plötzlich das Recht, diese für null und nichtig zu erklären? Würde Gott "Na, weil ich Christ bin" hier als Argument gelten lassen?
Herzliche Grüße
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Re: Wann beginnt eine Ehe?

Beitragvon Abischai » 4. Oktober 2017 17:55

Hallo Helmuth!

Was die Schnittmenge angeht: Vater = Christ, so hat die Gemeinde sofern der Vater das Haupt des Sohnes oder der Tochter ist, überhaupt nichts zu melden, da können Brüder sich gegenseitig raten und mahnen, aber nicht befehlen. Sobald die Hauptschaft endet, hat der Vater genau so viel zu melden, wie der Rest. Alles andere sind persönliche Bindungen, Freundschaft, Ehre den Eltern gegenüber usw. Das ist mir bewußt. Wenn ein verheirateter Sohn den Vater verachtet, ist das ein anderes Thema, das darf er nie, weder so noch so.
Die Frage ist, wo genau liegt die Grenze, wann verläßt, bzw. hat ein Sohn Vater und Mutter verlassen? Wann das bei einem Mädchen erfolgt, ist klar, ab der Hochzeit, aber beim Sohn? Ist hier das "auf den Weg machen" sich ein Weib zu suchen, oder erst die Hochzeit selbst diese Lösung?
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Re: Wann beginnt eine Ehe?

Beitragvon DanEl » 4. Oktober 2017 18:09

Hallo Abischai,

wahrscheinlich wenn der Sohn das Haus verlassen möchte und somit auch sein Erbteil noch zu Lebzeiten seines Vaters bekommt...

Gruss
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Re: Wann beginnt eine Ehe?

Beitragvon Abischai » 4. Oktober 2017 19:25

Erbe zu Lebzeiten des Vaters? In der Deutung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn ist mir das Verlangen nach dem Erbe des Vaters zu dessen Lebzeiten als Beleidigung bekannt. Den Vater zu beerben während dieser noch lebt bedeutet ja, ihn für tot zu erklären. "Du bist für mich gestorben", eine der schlimmsten Beleidigungen die es gibt.
Das glaube ich also nicht. Man beerbt den Vater nicht einfach so.
Das "Erbe", welches man in die Wiege gelegt bekam ist die Zugehörigkeit zur Familie des Vaters, biologisch-genetisch und auch sozial ("Vaterhaus", "Muttersprache").

Ich glaube, daß die Loslösung des Sohnes vom Elternhaus ein Prozeß ist, der keine klare Mitte hat, er hat einen unklaren (unsichtbaren) Beginn und ein deutliches (punktuell sichtbares) Ende.
Es ist vielleicht ähnlich der "Bekehrung" eines Menschen, auch hier liegen die neue Geburt und die Taufe, die aber untrennbar zusammengehören, (leider) oft zeitlich weit auseinander.
Aber das sind nur meine Gedanken dazu.

Während die Taufe ein öffentliches Bekenntnis ist, welches Gott und einem selbst gewiß sein muß, denn der Bund gilt ja zwischen Gott und dem Menschen selbst, so ist die Hochzeit ein Bekenntnis eines menschlichen Bundes unter Menschen. Dieses Bekenntnis (Bekanntgabe) ist unter den Menschen unumgänglich, das der Taufe m.E. nicht unbedingt.
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Re: Wann beginnt eine Ehe?

Beitragvon Helmuth » 4. Oktober 2017 21:29

Abischai hat geschrieben:Die Frage ist, wo genau liegt die Grenze, wann verläßt, bzw. hat ein Sohn Vater und Mutter verlassen? Wann das bei einem Mädchen erfolgt, ist klar, ab der Hochzeit, aber beim Sohn? Ist hier das "auf den Weg machen" sich ein Weib zu suchen, oder erst die Hochzeit selbst diese Lösung?

Beim Sohn gibt es dazu kein geoffenbartes Wort. Insofern regelt das der Vater. Ich nehme das einmal so in Anspruch, dass der Vater solange das Haupt seines Sohnes ist, bis er den Sohn für "reif" erklärt. Das weltliche Recht nennt es Volljährigkeit und regelt es nominell mit Altersangabe. Jedenfalls würde ich aber es solange sehen, als er noch im Haushalt der Eltern ledig lebt.

Gott räumt hier also Vätern eine größere Freiheit als das weltliche Recht ein. Insofern kommt das einer unstatthaften Bevormundung gleich, auch wenn Gott anordnet sich aller Obrigkeit unterzuordnen. Ist halt unser Pech als Väter. ;)

Gott ist auch bemüht, dass die Beziehungen intakt sind, insofern räume ich hier Eltern das höhere Recht ein wenn es darum geht, eine Ehebeziehung ihrer Kinder anzuerkennen. Erzwingen ist klar, ist kein guter Weg, sowohl für wie gegen eine solche Beziehung, weil Gott dies auch nicht tun würde.

Nachfolge gilt hier grundsätzlich aber für beide Seiten, Eltern wie Kindern. Machmal müssen Eltern nachgeben, aber in der Regel sollten das die Kinder.
Herzliche Grüße
Helmuth
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