Seite 5 von 8

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 2. August 2018 09:54
von Ellipirelli
Hallo Thomas
ThomasWeritz hat geschrieben:freut mich, daß dir geholfen wurde.

Mir gehts leider nicht so gut. Ich leide an Depressionen und habe da noch kein wirksames Mittel gefunden, das keine Langzeitnebenwirkungen hat.
Also pausiere ich immer ein wenig und dann gehts weiter.

Ich bete für Dich, möge dir der HERR Gesundheit schenken.
https://dailyverses.net/de/gesundheit :-)

ThomasWeritz hat geschrieben:Gott offenbart sich in der Schöpfung , im AT offenbart er sich den Menschen durch Wort und Vision. Den Herrn Jesus Christus könnte man die fleischgewordene Offenbarung Gottes nennen.
Ja, unser Gott sprach mit Abraham, Noah, Mose...persönlich, in Visionen. Auch in Persönlichkeiten wie Engel des Herrn, der vierte Mann, Melchisedek, drei Personen, die Abraham besuchten...Hier gibt es, wie du weißt, unterschiedliche Meinungen

ThomasWeritz hat geschrieben:Wer hat die Schöpfungsworte gesprochen , die in 1 Mo zitiert werden ? Ich gehe davon aus, daß es der Sohn Gottes war. Johannes 1, 1-3
Wir haben nur einen Gott. Im AT stellt sich unser Gott als JHWH vor.
Unser Herr Jesus kann nicht von unserem Schöpfergott getrennt gesehen werden. Es heißt: "Er kam in sein Eigentum". Wäre Jesus ein Geschöpf Gottes, könnte er nicht in sein Eigentum kommen.Es müsste heißen: In des Vaters Eigentum.

"Wort" ist eine Bezeichnung für den aktiven Gott, den wir in seinem Handeln und Tun erkennen können. Das Wort ist Gott, Johannes 1, Manche übersetzen das Wort sei ein Gott. Diese Übersetzung widerspricht nicht dem Kontext, dass Gott im Fleisch kam.

Wenn unserer Herr Jesus nur ein Gott von mehreren Göttern sein soll - wie die ZJ das lehren - wird die ganze Sühnetheologie in ein komplett falsches Licht dargestellt.

ThomasWeritz hat geschrieben:Wer hat mit Mose in der Tür der Stiftshütte und auf dem Berg Sinai gesprochen ? Ich gehe davon aus, daß es der Sohn Gottes war , ohne das jetzt im Einzelnen beweisen zu wollen
Du weißt, das der Titel "Sohn" erst im NT verliehen wird.
Die Aussage, dass Jesus bereits im AT wirkte, schafft unter den Christen genauso Verwirrung wie der Begriff "Dreieinigkeit"

ThomasWeritz hat geschrieben:In dem fleischgewordenen Sohn Gottes sprach er die Worte seines Vaters. Insofern ist der Herr Jesus die sichtbare und die aktive Person Gottes und sein Vater hat ihn immer erhört.
Ja, Jesus als Mensch, verkörperte in seiner Person JHWH
Die fleischgewordenen Persönlichkeit Gottes, in Jesus, wird erst im NT erkennbar.

ThomasWeritz hat geschrieben:Hier hättest du glaube ich nicht die LutherÜ wählen dürfen. Denn der Christus wurde nicht unmittelbar mit dem HERRN in Verbindung gebracht, sondern mit dem Herrn, der zu seiner Rechten sitzt.
Psalmen 110, 1 (Luther):
Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: "Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.
Dieser Herr wurde als Christus bzw. Messias erwartet. Das beweisen die Wutausbrüche der Juden, als Stephanus gesteinigt wurde und andere Textstellen.
Die Übersetzungen mit HERRN und Herr sind leider gar nicht gut. Dennoch sagt der Kontext, dass unser Herr nicht vom HERRN zu trennen ist, in Johannes 1 deutlich zu erkennen.

Ich glaube, dass die Juden erkannten, dass Gott persönlich, in Jesus, zu ihnen sprach.
Die Aussage: (Die Schlachter Bibel, übersetzt oftmals nicht richtig)
Johannes 1, 11 (Schlachter 2000):Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 

Dagegen andere Übersetzungen, die Jesus als Gott erkennen lassen:
Johannes 1, 11 (Elberfelder):Er kam in das Seinige, und die Seinigen [e] nahmen ihn nicht an;

Johannes 1, 11 (Neue Evangelistische Übersetzung):Er kam in sein Eigentum, aber sein Volk wollte nichts von ihm wissen.

Johannes 1, 11 (Menge):Er kam in das Seine (= sein Eigentum), doch die Seinen (d.h. die ihm Eigenen) nahmen ihn nicht auf;


Ich lese im Kontext des 1 Kapitels im Johannes Evangelium, dass die "Seinen", das Volk Gottes, Gott, ihren Schöpfer erkannten, ihn aber ablehnten.

Der angekündigte Messias, wäre auch ein spezielles Thema.

Im Gegensatz zu dem Seinen, nahmen Hanna und Simeon Jesus im Tempel an Lukas 2, 22-44

Fortsetzung folgt

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 2. August 2018 12:25
von Ellipirelli
Hallo Thomas
Thomas schrieb: Jahwe war Heiland im AT. Im NT kommt der Sohn Gottes als Heiland in sein Eigentum und zwar in der Gestalt eines Menschen, der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Vater und Sohn teilen sich viele Titel.
"König aller Könige und Herr aller Herren"," der Erste und der Letzte ", "Alpha und Omega". Gemeinsam haben sie die Schöpfung geschaffen und gemeinsam bestimmen sie ihr Ende.
Gemeinsam haben sie der Welt die Botschaft des Evangeliums gebracht.
Und gemeinsam herrschen sie über die Schöpfung.

Ja, sehe ich auch so, habe aber mit dem Wort "gemeinsam" meine Probleme.
Sicher, Jesus sitzt zur Rechten seines Vaters. Unser Herr Jesus ist immer noch nach seiner Erscheinung nach, ein Mensch. Ein Mensch ohne Blut, aus Fleisch und Knochen. So gesehen, ist unser Gott immer noch im Fleisch.
Lukas 24, 39 (Schlachter 2000):Seht an meinen Händen und meinen Füßen, daß ich es bin! Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, daß ich es habe! 


Stephanus sah bei seiner Steinigung, Jesus im Himmel, zur Rechten des Vaters. Relativierungen, dass er doch nicht sah, und sich das nur geistlich einbildete, passt nicht zum Kontext. Stephanus sah Jesus so, wie die Jünger ihn zuvor in den Himmel auffahren sahen. Unser Herr Jesus ist als Mensch immer noch unser Vermittler. Sein vergossenes Blut, bleibt bei uns auf der Erde. Blut überdeckt und reinigt uns.

ThomasWeritz hat geschrieben:Also die Trennung in zwei Persönlichkeiten sehe ich schon. Der Sohn Gottes kam in sein Eigentum, denn der Vater hatte die Schöpfung ja für ihn geschaffen
Kolosser 1, 15-17 (Schlachter 2000):Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, [u]der Erstgeborene[/u]der über aller Schöpfung ist. [e] Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten [f]: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.

Ja, eine Persönlichkeit als Mensch, die immer noch besteht, Gott bleibt im Fleisch. Als Mensch im Himmel, ist er noch Menschensohn. Unser Herr Jesus ist ebenso Gottessohn, er vermittelt zwischen den Menschen und JHWH

Erstgeborener heißt nicht, dass Jesus der erste Geschaffene war/ist. Das Wort Erstgeborene drückt nur die Stellung aus, er ist der Wichtigste. Er steht vor allen anderen. König David war nicht der Erstgeborene, er war der jüngste von acht Geschwistern. Er wurde von Gott in die Rechte eines Erstgeborenen eingesetzt. Jakob und Ephraim waren nicht Erstgeborene.

Hebräer 1, 6 (Schlachter 2000):Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!« [h]
[bquote=Hebräer 1, 6;Menge]Weiter sagt er von der Zeit, in welcher er den Erstgeborenen wiederum (= zum zweitenmal) in die Menschenwelt einführen wird (Ps 97,7): »Alle Engel Gottes sollen vor ihm huldigend sich neigen (oder: anbetend niederfallen).«

Nur Gott gebührt die Anbetung. Damit ist klar, dass mit dem Titel "Erstgeborener" kein Geschöpf Gottes betitelt wird, sondern Gott selbst, der im Fleisch kam, mit einer menschlichen Persönlichkeit ..

In IHM alles erschaffen worden. Ja, in ihm, der aktive Teil Gottes, der in der Person Jesus zu uns auf die Erde kam..
Durch ihn und für ihn...der aktive Teil Gottes(Wort) zeigt sich in Jesus. In seiner Person kam er in das Eigentum Gottes, die geschaffenen Menschen. Nur als Mensch konnte Gott zu den Menschen sprechen, mit allen Gefühlen und Bedürfnissen eines Menschen..

Wir müssen aufpassen, wir können den Menschen Jesus nicht ins AT setzen. JHWH war im AT genauso aktiv wie im NT, jedoch nicht, im Fleisch eines Menschen.

Er ist vor allem..bezieht sich wieder auf seine Wichtigkeit und Einzigartigkeit, genauso wie der Begriff " Erstgeborener".
Im Himmel bleibt, bis zur Wiederkunft, die Persönlichkeit in Jesus, im Fleisch Gottes. Wir haben nur einen Gott, unseren Heiland JHWH(Jesus).

ThomasWeritz hat geschrieben:Das ist doch sein Geist und dieser Geist war der Sohn Gottes, der vom Himmel herabkam, die göttliche Gestalt, die wir Menschen nicht sehen können. Das ist doch ein und dieselbe Person, ob er in einer göttlichen Gestalt oder in einer menschlichen Gestalt erscheint .
Und in dieser Person war Gott der Vater als eigene Person. Und er war seinem Vater gehorsam, obwohl er durch das Fleisch geschwächt war.
Ja....Unser Herr Jesus war unseretwegen gehorsam. Wir können in seinem Geist genauso überwinden und anbeten, wir er uns das vorgemacht hat. Unser Herr Jesus wurde versucht, damit wir in Versuchungen, in seinem Geist, überwinden können. Hebräer 2, 18 Hebräer 4, 15-16

Liebe Grüße
Elli

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 2. August 2018 12:29
von Jonas
Ellipirelli hat geschrieben:Unser Herr Jesus kann nicht von unserem Schöpfergott getrennt gesehen werden.

Ich glaube schon. In Johannes 1, 1-3 steht geschrieben dass das Wort ( Jesus )
und der Vater - ein Gott ist. Ein Gott zwei Personen. Hier sind einige Bibelstellen wo die
Apostel Gott Vater und Gott Sohn gesehen haben. Ich glaube, das wir nach der Auferstehung
Jesus neben Gott Vater auf seinen Thron sehen werden:
Markus 16, 19 (Schlachter 2000):Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes

Lukas 22, 69 (Schlachter 2000):Von nun an wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes. 

Apostelgeschichte 2, 33 (Schlachter 2000):Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat von dem Vater, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört. 

Römer 8, 34 (Schlachter 2000):Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! 

1. Petrus 3, 22 (Schlachter 2000):Dieser ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.

Kolosser 3, 1 (Schlachter 2000):Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes

Hebräer 10, 12 (Schlachter 2000):Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 2. August 2018 13:31
von Ellipirelli
Hallo Jonas,

ja, Jesus sitzt als Mensch, (aus Fleisch und Kochen) zur Rechten des Vaters. Gott nahm nicht nur Fleisch an, er nahm für den Menschen eine menschliche- göttliche Persönlichkeit an.
Menschensohn und Gottessohn. Eine Verbindung von Gott zu den Menschen. Unser Herr Jesus weiß, um unsere Gefühle, Ängste und Sorgen, er will unser Arzt sein. Wir können nicht von einem fernen Gott sprechen, der sich nicht in uns Menschen hineinfühlen könnte. Die menschliche Persönlichkeit existiert. Inwieweit diese Persönlichkeit unabhängig von JHWH existiert, da scheiden sich die Geister. Aus meiner Sicht schwierig zu formulieren.

Fakt ist, dass nur ein Gott auf Gottes Thron sitzt.
Offenbarung 4, 2 (Schlachter 2000):Und sogleich war ich im Geist; und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß Einer. 


Wir lesen auch, dass das Gericht Jesus übergeben wird und nur er, die Buchrolle öffnen wird.
Das Lamm Gottes auf dem Thron Gottes.

Offenbarung 5, 1-5 (Schlachter 2000):Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch [a], innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? Und niemand, weder im Himmel noch auf der Erde noch unter der Erde, vermochte das Buch zu öffnen noch hineinzublicken. Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken. Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen!

Offenbarung 5, 6 (Schlachter 2000):Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. 


Liebe Grüße
Elli

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 2. August 2018 14:35
von Jonas
Ellipirelli hat geschrieben:Hallo Jonas,
ja, Jesus sitzt als Mensch, (aus Fleisch und Kochen) zur Rechten des Vaters. Elli

Hallo Elli,
nein, nicht als Mensch sondern er nahm seine Gottheit wieder an die er vorher hatte.
Warum wird in Mose 1:26
1. Mose 1, 26 (Schlachter 2000):Und Gott sprach: Laßt uns Menschen [d] machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!

in diesem Vers die Mehrzahl gebraucht? Wer sind die - uns - die hier mehrfach erwähnt
werden? Warum hat unser Schöpfer hier absichtlich diese Pluralausdrücke verwendet?
Ich glaube, dass wie hier zwei große Persönlichkeiten, zwei unerschaffene, ewigen Wesen
den Vater ( Gott ) und das Wort ( Gott ) was zu Jesus Christus wurde. Beide sind göttlich
Vater und Sohn ( ein Gott ) und führen den Vorsitz über die Schöpfung. Das präexistierende
Wort, das später in Menschengestalt als Jesus Christus erschien, wurde vom Vater auf die
Erde gesandt. Das Johannesevangelium bezeugte dies mehrmals.
Johannes 3, 17 (Schlachter 2000):Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 

Johannes 3, 34 (Schlachter 2000):Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß.

Die Juden seiner Zeit sagte er:
Johannes 8, 23 (Schlachter 2000):Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 

Johannes 16, 28 (Schlachter 2000):Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
Jesus wurde vom Vater gesandt und kehrte wieder zu ihm zurück, wo beide in
Herrrlichkeit existieren.

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 2. August 2018 16:27
von Ellipirelli
Jonas hat geschrieben:Hallo Elli,
nein, nicht als Mensch sondern er nahm seine Gottheit wieder an die er vorher hatte.

Der Begriff "Gottheit" steht genauso wenig in der Bibel, wie die "Dreieinigkeit".Wenn unser Gott sich im Fleisch entäußerte, ja sogar noch unter den Engeln stand, heißt das noch lange nicht, dass Gottes Geist abnahm oder weniger wurde. Gott ist Geist, er bleibt. In der Gestalt eines Menschen erniedrigte er sich.

Jonas hat geschrieben:Warum wird in Mose 1:26
1. Mose 1, 26 (Schlachter 2000):
Und Gott sprach: Laßt uns Menschen [d] machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!


in diesem Vers die Mehrzahl gebraucht? Wer sind die - uns - die hier mehrfach erwähnt
werden? Warum hat unser Schöpfer hier absichtlich diese Pluralausdrücke verwendet?
Ich glaube, dass wie hier zwei große Persönlichkeiten, zwei unerschaffene, ewigen Wesen
den Vater ( Gott ) und das Wort ( Gott ) was zu Jesus Christus wurde. Beide sind göttlich
Vater und Sohn ( ein Gott ) und führen den Vorsitz über die Schöpfung. Das präexistierende
Wort, das später in Menschengestalt als Jesus Christus erschien, wurde vom Vater auf die
Erde gesandt..


Das "Wort" ist Gott, ich kann beim "Wort" keine zwei Persönlichkeiten erkennen.
Bei 1 Mose1,26 bin ich mir nicht sicher, einerseits spricht viel für deine Auslegung, dann aber andere Texte:

Jesaja 44, 24 (Luther):So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe hat bereitet: Ich bin der HERR, der alles tut, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde weit macht ohne Gehilfen;
Jesaja 44, 24 (Elberfelder):So spricht Jahwe, dein Erlöser und der von Mutterleibe an dich gebildet hat: Ich, Jahwe, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, die Erde ausbreitete durch mich selbst; [m]
Jesaja 44, 24 (Menge):So hat der HERR gesprochen, dein Erlöser, der dich von deiner Geburt an gebildet hat: »Ich bin der HERR, der alles wirkt (oder: der Schöpfer des Alls), der ich den Himmel ausgespannt habe, ich allein, die Erde ausgebreitet – wer war bei mir? –;


Dass unser Herr Jesus , mit seiner Himmelfahrt, wieder derselbe wurde, wie vor seiner Menschwerdung, kann ich nicht erkennen. Unser Herr Jesus ist gegenwärtig unser hohepriesterliche König, nach der Ordnung Melchisedek, der als unser persönlicher Vermittler und Fürsprecher, vor dem Thron Gottes, für uns eintritt.
Nur durch seinen stellvertretenden Tod, wurde ihm vom Vater erlaubt, diese Dienste für uns ausüben. Mit seinem Tod, hat er die Voraussetzung geschaffen, für das Gegenwärtige.

Hebräer 5, 5 (Schlachter 2000):So hat auch der Christus sich nicht selbst die Würde beigelegt, ein Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm sprach: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«. [b] 

Hebräer 7, 17-20 (Schlachter 2000):denn er bezeugt: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks«.
Damit erfolgt nämlich eine Aufhebung des vorher gültigen Gebotes wegen seiner Kraftlosigkeit und Nutzlosigkeit — denn das Gesetz hat nichts zur Vollkommenheit gebracht —, zugleich aber die Einführung einer besseren Hoffnung, durch die wir Gott nahen können. Und insofern dies nicht ohne Eidschwur geschah — denn jene sind ohne Eidschwur Priester geworden, 


Jonas hat geschrieben:Jesus wurde vom Vater gesandt und kehrte wieder zu ihm zurück, wo beide in
Herrrlichkeit existieren
Ja, so steht es geschrieben, der Vater sandte den Sohn. Der Sohn ging zurück zum Vater.
Nun haben wir in der Persöhnlichkeit Gottes, nur einen Heiland, nur einen Schöpfer und einen Erlöser und einen Gott, auf Gottes Thron.

Liebe Grüße
Elli

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 3. August 2018 08:10
von Jonas
Ellipirelli hat geschrieben:Dass unser Herr Jesus , mit seiner Himmelfahrt, wieder derselbe wurde, wie vor seiner Menschwerdung, kann ich nicht erkennen. Elli

Ich leite das aus dieser Bibelstelle ab:
Johannes 17, 5 (Schlachter 2000):Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Eindeutiger geht es nicht.
Gruß Jonas

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 3. August 2018 08:43
von ThomasWeritz
Hallo Elli,

Jonas , ich finde es nett , daß du dich hier beteiligst. Man fühlt sich sonst so einsam.

Ich finde das neue Forum auch gut, aber hier haben wir eben eine Bibelfunktion und darum geht es doch , nicht wahr ?

Elli schreibt:
Wir haben nur einen Gott. Im AT stellt sich unser Gott als JHWH vor.
Unser Herr Jesus kann nicht von unserem Schöpfergott getrennt gesehen werden. Es heißt: "Er kam in sein Eigentum". Wäre Jesus ein Geschöpf Gottes, könnte er nicht in sein Eigentum kommen.Es müsste heißen: In des Vaters Eigentum.

Du sprichst immer von dem Einen Gott. Zugegeben , die Israeliten haben das eingehämmert bekommen.
5. Mose 6, 4 (Luther):Höre, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR.

Der HERR wollte sich ganz klar von den anderen sogenannten Göttern abheben. Die sollte Israel nicht beachten.
Im AT kann man die verschiedenen Personalitäten, die diesen Gott ausgemacht haben, wenig unterscheiden. Abgesehen davon , daß man auch im AT vom Heiligen Geist spricht und ein mit göttlicher Autorität versehener Engel von seinen Betrachtern als Gott angesehen wird.Richter 13, 22
Das NT bietet neue Offenbarung. Hier lesen wir von dem Sohn Gottes , der vom Himmel herabkam , um uns Botschaft von seinem Vater zu bringen und sein Rettungswerk auszuführen.
Sohn ist kein Titel, sondern eine Aussage über Beziehung von Personen und ein Sohn geht immer aus dem Vater hervor. Und wenn wir von der Präexistenz Jesu lesen, wieso soll dieser Sohn Gottes nicht vor Urzeiten seinen Anfang gehabt haben , wie der Prophet Micha schreibt ? Micha 5, 1
Warum soll die Beteichnung Erstgeborener sich nicht darauf beziehen, daß unser Herr der Erste war unter vielen Söhnen Gottes ?
Gott muß die Würde nicht immer dem Erstgeborenen geben, aber das steht ja auf einem anderen Blatt.

Der Sohn Gottes kam nun in sein Eigentum. Warum war es sein Eigentum ? Weil Gott der Vater ihm nicht nur die geistige Schöpfung sondern auch diese irdische Schöpfung gemacht hat. Kolosser 1, 15-17Also hat sie ihm auch gehört.
Deswegen kann doch der Sohn trotzdem einen Anfang vor aller Schöpfung gehabt haben.

Dann sagst du immer ,"Gott kam im Fleisch". Also ich lese davon, daß das Wort Fleisch wurde und daß der Sohn in das Fleisch gekommen ist.
In dem Fleisch des Menschensohnes waren sowohl der Sohn Gottes, wie er vom Himmel herabgekommen ist und ebenso der Vater , der in ihm gewirkt hat.
Beide haben für mich eine Berechtigung als Gott bezeichnet zu werden. Aber warum muß man diese beiden Personen direkt zu einem Gott zusammenklammern ?
Das NT spricht eigentlich recht eindeutig von Rangunterschieden zwischen Vater und Sohn. Der Vater ist der wahre Gott und steht über dem Sohn. Der Vater ist auch der Gott seines Sohnes.
Da entstehen dann solche Konstruktionen:
Hebräer 1, 7-9 (Schlachter 2000):Von den Engeln zwar sagt er: »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen« [i]; aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!« [j]

Beide Personen sind Gott, sowohl der Vater , als auch der Sohn. Aber sie sind nicht der EINE Gott, wie es damals bei dem Jahwe Gott Israels war , sondern sie sind eben zwei Personen, die als Gott bezeichnet werden und als Gott verehrt und angerufen werden.
Das ist das Neue im neue Testament . Und der Sohn bekommt seine Stellung zur Rechten des Vaters und herrscht.
Einmal wird er sich dem Vater wieder unterwerfen. Dann haben wir wieder nur einen Gott, nämlich den Vater.
1. Korinther 15, 28 (Schlachter 2000):Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.


Das Band der Einigkeit verbindet Vater und Sohn und Heiligen Geist miteinander und in gewisser Weise ist der Begriff der Dreieinigkeit vielleicht auch berechtigt, aber hilfreich ist er eigentlich nicht. Denn das Wort verstellt eben gern den Blick und es sind die unmöglichsten Konstruktionen entstanden, die man dann alle in der Bibel wiederzufinden glaubt.

Am Schluß noch:
Elli glaubst du wirklich , daß unser Herr Jesus mit Fleisch und Knochen in den Himmel gegangen ist. Also ich glaube vielmehr, daß dieser irdische Leib vernichtet wurde und die göttliche Gestalt, die der Sohn Gottes immer schon hatte, ist übriggeblieben.

Liebe Grüsse Thomas

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 3. August 2018 08:58
von Jonas
ThomasWeritz hat geschrieben:Elli glaubst du wirklich , daß unser Herr Jesus mit Fleisch und Knochen in den Himmel gegangen ist. Liebe Grüsse Thomas

Auch diese Bibelstelle sagt eindeutig das Fleisch und Knochen das Reich Gottes nicht
erben können:
1. Korinther 15, 50 (Schlachter 2000):Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.  

Re: Fragen zur Dreieinigkeit

BeitragVerfasst: 4. August 2018 09:14
von Ellipirelli
Jonas hat geschrieben:
Ellipirelli hat geschrieben:Dass unser Herr Jesus , mit seiner Himmelfahrt, wieder derselbe wurde, wie vor seiner Menschwerdung, kann ich nicht erkennen. Elli

Ich leite das aus dieser Bibelstelle ab:
Johannes 17, 5 (Schlachter 2000):Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Eindeutiger geht es nicht.

Wir müssten noch klären, was unter "verherrlichen" zu verstehen ist. Wenn Jesus Gott ist, warum muss Gott sich selbst verherrlichen?
Nun, Jesus sagt das und so ist das auch!
Grundsätzlich bleibe ich offen, was die Präexistenz ( Jesus-Wort-Gott JHWH ) betrifft. Ich habe mit den herkömmlichen Aussagen so meine Problme.
Wir dürfen die Texte, die sagen, dass JHWH selbst sagt, das nur er, ohne Gehilfen, der Schöpfer ist, nicht außer acht lassen. Natürlich, dagegen steht das Wort UNS.Wie können wir das zusammenbringen?

Ich erkenne, dass Jesus Dienst für uns im Himmel noch weitergeht. Die Voraussetzung dafür war sein stellvertretender Tod für seine Geschöpfe. Nun, wie sollen wir verstehen, dass Gott für uns starb, damit er den königlichen hohepriesterlichen Dienst für uns gegenwärtig ausüben kann?
Der Mensch Jesus ist gestorben, nicht der Vater. Im Hebräerbrief wird der Sohn, die Person Jesus beschrieben. Im AT haben wir keinen Vater und Sohn, auch wenn vom Erstgeborenen die Rede ist.
Es heißt oft, Jesus sei jetzt wieder genau das, was er vor seiner Menschwerdung war...Ich kann hier nicht zustimmen.
Die Präexistenz Jesus wäre ein eigenes Thema wert, ein interessantes und schwieriges Thema.

Jonas hat geschrieben:Auch diese Bibelstelle sagt eindeutig das Fleisch und Knochen das Reich Gottes nicht
erben können:
1. Korinther 15, 50 (Schlachter 2000):
Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.  

Diese Bibelstelle bezieht sich auf den Menschen, in seinem Fleisch und Blut.Unser Herr Jesus sah die Verwesung nicht. Dazu kommt, dass sein Fleisch vom Himmel kam, nicht so, wie bei uns, von der Erde.
Jesus sprach von seinem Auferstehungsleib, er sagte: Fleisch und Knochen, warum kein Blut?
Blut sühnte uns!

LG
Elli