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Unkraut und Weizen

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Unkraut und Weizen

Beitragvon ThomasWeritz » 20. März 2017 18:45

Hallo zusammen,

Folgendes Gleichnis kam mir in den Sinn:
Matthäus 13, 24-30 (Schlachter 2000):Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut [e] mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?
Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, daß wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber sprach: Nein! damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, daß man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

Wer oder was ist mit dem Weizen und dem Unkraut gemeint ?

Liebe Grüsse Thomas
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon Tiric » 20. März 2017 18:49

Das Gleichnis ging mir in den letzten Tagen auch mehrmals durch den Kopf. Hast Du da schon Gedanken zu?

Ich weiß, welches Kraut die Leute damals meist vor Augen gehabt haben, wenn sie von "Unkraut" sprachen. Man nennt es "Taumellolch" ein weizenähnliches Gras dessen Körner einen giftigen Pilz beherbegen. Das Zeug wächst ausschließlich in der Region dort.

- tiric
Zuletzt geändert von Tiric am 20. März 2017 19:12, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon Bibelleser322 » 20. März 2017 18:50

Die Antwort findest du einige Verse weiter in Matthäus 13, 36
Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, dass du dich nicht verderbest.Prediger 7, 16
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon Tiric » 20. März 2017 18:56

Die Deutung die Jesus seinen Jüngern gibt, sollten wir zitieren:

Matthäus 13, 36-43 (Schlachter 2000):Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!

Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel.

Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse [g] und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!


- tiric
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon jonas.sw » 20. März 2017 19:07

Es sieht so aus, als wäre es Weizen. Doch es wäre giftiges Brot, wenn man dann wohl dieses Brot essen würde.

Im Prinzip will ich sagen, giftig wird es, wenn es zu sich genommen wird.
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon Abischai » 20. März 2017 22:02

Tiric hat geschrieben:...Man nennt es "Taumellolch" ein weizenähnliches Gras dessen Körner einen giftigen Pilz beherbegen. Das Zeug wächst ausschließlich in der Region dort...
Das wird gern mit dem "Mutterkorn" verwechselt, einem parsitären Schlauchpilz, der tatsächlich den echten Weizen befällt und die Naturform des LSD produziert mit entsprechenden Wirkungen. Der Taumellolch hingegen ist in seiner Natur an sich ein giftiges, weizenähnliches Gras, welches selbst kein Weizen ist, der nur parasitär befallen ist, sondern in seinem Wesen giftig ist.
Der dem Taumellolch eigene Giftstoff wird "Temolin" genannt und ist wortverwandt mit "dämlich". Wer eine Temolinintoxikation erlitten hat, "taumelt" ("dämelt") und ist daher "dämlich". Beides, sowohl das "Mutterkorn" (der schmarotzende Pilz) wie auch der Taumellolch (das giftige Gras) wachsen auch bei uns. Man kann den Lolch auch auf einheimischen Wiesen finden.
Aber wie gesagt, es geht NICHT um das Mutterkornalkaloid, sondern um das Temolin.
Entscheidend ist, daß der Taumellolch gar nicht mit dem Weizen verwandt ist, sondern ihm nur sehr ähnlich sieht. Und so sind "die Söhne des Bösen" mit den Söhnen des Reiches auch nicht verwandt, sie sehen ihnen durch absichtliche Täuschung nur täuschend ähnlich. Wer von ihrer Frucht ißt, zeigt bspw. die Phänomene des "Torontosegens".
Wichtig in dem Gleichnis ist noch, daß man den Lolch nicht ausreißen kann, ohne den Weizen zu zerstören, weil die Wurzeln miteinander verflochten sind. Auch dies ist ein interessanter geistlicher Aspekt, finde ich ("sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns" 1.Joh 2;19).
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon ThomasWeritz » 20. März 2017 23:04

Hallo zusammen,

tiric schreibt:
Das Gleichnis ging mir in den letzten Tagen auch mehrmals durch den Kopf. Hast Du da schon Gedanken zu ?

Ich mache mir seit ein paar Tagen Gedanken über Meinungs- und Glaubensfreiheit. In diesem Zusammenhang ist mir dieses Gleichnis eingefallen.

Bibelleser, da hast du mich ein wenig beschämt. Das Gleichnis wird im Fortlauf des Textes ausgelegt. Der Acker ist die Welt, der Weizen sind die Kinder des Reichs, das Unkraut die Kinder des Bösen. Beides mischt sich in der Welt. Es macht auch keinen Sinn, die Kinder des Bösen alle auszureißen, deswegen wartet Gott mit dem Sortieren bis zum Tag der Ernte.

Wie sieht das in unserem Forum aus ? Da mischen sich gute und schlechte Gedanken. Niemand kann wohl von sich behaupten, daß er zum reinen Weizen gehört. Überall findet sich auch mal Unkraut in den Köpfen. Wie soll man nun damit umgehen ? Es gibt zuweilen ein recht agressives Unkraut , Abischai , da gebe ich dir Recht. Satan hat seine Verführungsstrategien sorgfältig durchdacht. Sein Same schafft Unnüchternheit, da steht ja auch sein Geist dahinter.

Trotzdem bleibt in mir die Frage speziell für ein Bibelforum , wo unterschiedliche Konfessionen einen Austausch haben:

Soll die Meinungsfreiheit der Zensur Platz machen ?

Wenn ja, wo findet sich im NT ein solches Verhalten wieder ?

Liebe Grüsse Thomas

PS Euer botanisches Wissen beeindruckt mich.
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon joh146 » 21. März 2017 00:01

Dieses Gleichnis ist mir sehr wichtig geworden, da es in dem Vortrag von Roger Liebi "Können Erlöste wieder verloren gehen?" besonders durchgesprochen wird. Mir hat es vor ca 1,5 Jahren geholfen nach ca 10 Jahren von einer einer "Ja, Erlöste können wieder verloren gehen Position", zu einer "Nein, Erlöste können nicht wieder verloren gehen - Überzeugung" innerhalb 1,2 Tagen zu gelangen. Den Vortrag hatte mir hier eine Schwester empfohlen und ich habe ihn nur gehört, weil ich Ihr den Gefallen tun wollte, da ich dachte, dass ich diesen Vortrag schon kennen würde. Dem aber war "Gott sei Dank" nicht so.

Zum Gleichnis, der Weizen sind wahre Gläubige und der Lolch sind blosse Bekenner. So wie man den Lolch ein ganze Zeit nicht vom Weizen unterscheiden kann laufen diese blossen Bekenner auch eine ganze Zeit offensichtlich gut mit. Ein Unterschied zu den wahren Gläubigen ist nicht zu erkennen, sie wissen es selbst nicht einmal. Sie gehen in die Gemeinden, sie arbeiten mit, sie beten, sie lesen in der Bibel nur, sie sind nicht errettet.

Irgendwann aber wird es offensichtlich. Sie fallen ab, sie hängen einer verhängnisvollen Irrlehre an, die wahren Gläubigen erkennen, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt und dass sie wohl nie wirklich gläubig waren, sie hatten nie den Heiligen Geist.

Mich hat es sehr befreit zu wissen, dass ich errettet bin und bleibe. Ich muss nicht daran zweifeln und hoffen, dass es so bleibt. Ich musste mich nur prüfen, ob der Heilige Geist in mir ist und somit bin ich als Erlöster versiegelt. Das ist natürlich kein Freibrief für irgendwas, es versteht sich, dass Erlöste natürlich ihrem Herrn gefallen wollen.
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon biblereader » 21. März 2017 01:29

Die Bibel enthält viele Verse, die eine tiefere geistige Bedeutung haben, geschrieben als Gleichnisse und Allegorien.

An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu. - SHAKESPEARE
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Re: Unkraut und Weizen

Beitragvon Helmuth » 21. März 2017 08:12

Guten Morgen Thomas,
ThomasWeritz hat geschrieben:Ich mache mir seit ein paar Tagen Gedanken über Meinungs- und Glaubensfreiheit. In diesem Zusammenhang ist mir dieses Gleichnis eingefallen.

Das war mein erster Gefanke, als ich deinen Eröffnungsbeitragbeitrag hier gelesen hatte, als ob es mir der Heilige Geist angezeigt hätte.

ThomasWeritz hat geschrieben:Trotzdem bleibt in mir die Frage speziell für ein Bibelforum , wo unterschiedliche Konfessionen einen Austausch haben:

In der Tat, es war der Heilige Geist. Es geht dir ja gar nicht um irgendwelche "Lolche", und wenn, dann hast du das in geistlicher Hinischt ansprechen wollen.

ThomasWeritz hat geschrieben:Soll die Meinungsfreiheit der Zensur Platz machen ?

Nein, denn es heißt ja:
Galater 5, 1 (Schlachter 2000):So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und laßt euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen! 

Das ist die eine Seite, und man muss auch den Gegenpol beherzigen, darum lies das Kapitel weiter bis zu der Stelle, wo Paulus sagt:
Galater 5, 13 (Schlachter 2000):Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe. 

Dieses "einander Dienen" vermisst man bei einigen Usern hier. Manche wollen dir nur eins reinhauen und ihre eigene dogmatische Position aufs Aug drücken. Das hat wahrlich mit Dienen nichts mehr gemeinsam. Es sind religiöse Geister, hier halt Lolche, wie ich sie in meinem Thread dazu analytisch, d.h. möglichst unpersönlich aber dennoch offen diskutieren will.

Auch hier will ich niemand persönlich angeifen, sondern jeder prüfe sich selbst, ob sein Verhalten angemessen ist. Und zur Schlichtung sollten die Moderatoren beitragen. Oft aber streiten manche noch mehr als sie schlichtend einwirken.

Das wäre nun meine Meinung, die ich unter der Berufung auf die Freiheit in Christus offen ausspreche, überdies wird Meinungsfreiheit sogar von der weltichen Regierung "noch" als verfassungsmäßiges Recht jedermann zugestanden.
ThomasWeritz hat geschrieben:Wenn ja, wo findet sich im NT ein solches Verhalten wieder ?

Sehr häufig, überall wo Fleischlichkeit angesprochen wird, wie oben zitiert. Es ließen sich viele Worte aus dem NT hier zitieren. Dein Ansinnen wäre aber an die Forenleitung zu richten, denn bezüglich der Mitdiskutuanten liegt es im Bereich deiner eigene Disziplin z.B. auf offensichtlich aus dem "Fleisch" getätigten Gegenreden in rechter Art und Weise zu reagieren.

Ich nutze die Ignorerfunktion nun bei solchen Usern, bei denen ich etwas zuviel Unkraut orte. Leider kann man diese nicht für Moderatoren und Administratoren anwenden. Also müssen wir beide hier die Selbstdisziplin noch etwas schärfen.

Kein leichtes Unterfangen wie man bei mir sieht. Manchmal bin ich selbst bloß Unkraut ;)
Herzliche Grüße
Helmuth
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