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Rosch ha-Schana

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Ellipirelli » 17. Oktober 2017 07:07

Erich hat geschrieben: und soll den Bock, auf welchen das Los für den HERRN fällt, opfern zum Sündopfer.
10 Aber den Bock, auf welchen das Los für Asasel fällt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, dass er über ihm Sühne vollziehe und ihn zu Asasel in die Wüste schicke.

Ja, zu Asasel
Auf jeden Fall ist der zweite Bock nicht Asasel, wie so oft behauptet.
Die Übersetzung: Asasel mit Wüstendämon, ist sehr umstritten.

In der Vulgata wird Asasel mit caper emissarius übersetzt, dies deutet darauf hin, dass das Wort ursprünglich kein Eigenname war, sondern eine Bezeichnung der Funktion, die der Bock hat (עז אזל = 'es 'osel Bock der wegträgt statt עזאזל = 'asasel).

Wie auch immer, selbst wenn der mit Sünden beladende Bock zu Satan in die Wüste geschickt wurde...geht es nach meinem Verständnis nicht um die Person Satan.

Der Sündenbock für die Wüste, war ein sichtbares Zeichen für das Volk, dass sie durch das Blut des ersten Bockes gesühnt wurden, und dementsprechend mit Gott versöhnt waren.
Nach dieser sichtbaren Versöhnung, gab es weiter Hingabe-und Dankopfer.
Das Volk bestätigte ihrerseits, die Annahme der Versöhnung durch Gott.

Erich hat geschrieben:Außerdem war der Ziegenbock ganz gewiss ein Tier ohne Fehler, was der Satan nicht ist.

Also kann nur Jesus Christus, der sich selbst als Opfer ohne Fehl Gott dargebracht hat, mit diesem Ziegenbock verglichen werden, der alle unsere Sünde, ja die Sünde der ganzen Welt, auf sich lud und trug bis hinauf auf Golgatha ans Kreuz.


Richtig, auf zwei fehlerlose Böcke wurde das Los geworfen. Satan ist jetzt nicht fehlerlos !!
Keiner wusste zuvor, welcher Bock für JHWH oder für Asasel bestimmt war.
Sollte etwa ein Los über Gott oder Satan entscheiden. ?
Ja, Jesus war das fehlerlose Opfer.

Wir sagen sogar umgangssprachlich: schick alles in die Wüste. Der Ort wo nichts wieder zurückkommt. Ein Ort des Todes und des Vergessen.

LG
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Regula Falsi » 17. Oktober 2017 13:38

Erich hat geschrieben:- - -
Der Ziegenbock kann also nicht mit dem Satan/Teufel gleichgesetzt oder verglichen werden.
Außerdem war der Ziegenbock ganz gewiss ein Tier ohne Fehler, was der Satan nicht ist.

Also kann nur Jesus Christus, der sich selbst als Opfer ohne Fehl Gott dargebracht hat, mit diesem Ziegenbock verglichen werden, der alle unsere Sünde, ja die Sünde der ganzen Welt, auf sich lud und trug bis hinauf auf Golgatha ans Kreuz.

Man kann also sagen, dass Jesus Christus zum Teufel geschickt wurde. Aber unser Herr und Gott, Jesus Christus, hat gegen den Teufel, der die Macht hat über den Tod, gesiegt!

Hallo Erich!

Die Feiertage sind aus gutem Grunde aufs Jahr verteilt, und zwar in einer bestimmten Ordnung.
Wofür Passah steht, dürfte kaum strittig sein. Mit Seinem Tod bezahlte Jesus unsere Schuld. Dass dieses Ereignis durch ein weiteres Fest symbolisiert sein soll - eben durch Jom Kippur - macht keinen Sinn. Im Wort “Asasel” eine Funktion zu sehen, dürfte übrigens - muss - die richtige Interpretation sein.

Welche Feiertage hatte Paulus mit Kolosser 2,16-17 gemeint? Alle? Dann feiern die Kirchen und Gemeinschaften Schrift-widrig die Frühjahrsfeste?

Wer die wahr Bedeutung der Feiertage bestreitet, stellt den göttlichen Ursprung der Schrift in Frage, verbaut den Menschen die Sicht auf die aktuelle Weltlage im Lichte der Schrift. Wäre dies unter Christen übrigens Konsens, ein mancher Politiker würde vorsichtiger, anders entscheiden.
Erich hat geschrieben:
Und dieser wird gem. Offenbarung 20,1-3 weggeschlossen, "in die Wüste" geschickt.
Offb 20,1-3 hat damit nichts zu tun!
- - -

Hier wird die reale Bedeutung des in 3. Mose 16 beschriebenen Vorganges beschrieben.

Grüße
Regula Falsi
 
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Regula Falsi » 17. Oktober 2017 13:51

Ellipirelli hat geschrieben:- - -
Erich hat geschrieben:Außerdem war der Ziegenbock ganz gewiss ein Tier ohne Fehler, was der Satan nicht ist.
- - -

Richtig, auf zwei fehlerlose Böcke wurde das Los geworfen. Satan ist jetzt nicht fehlerlos !!
- - -

Hallo Ellipirelli!

Dass die beiden Böcke fehlerlos waren, steht zwar nicht geschrieben. Doch wegen des bekanntes Geizes des Menschen kann man annehmen, dass Gott auf fehlerfreie Tiere bestand.

Eindeutig sah sich Jesus als das Passahlamm, das die Sünden der Welt trägt (vgl. Johannes 1,29; Galater 1,4). Der “Sündenbock” konnte diese Aufgabe nicht erfüllen. Dieser steht für Satan, der für die kommenden tausend Jahre verbannt wird. Das Wort “Asasel” ist offenbar nicht richtig übersetzt, was aber für die Beurteilung keine Rolle spielt. Der Sündenbock, auf den die Sündenschuld geladen wird, ist Satan, der Vater der Lüge. Dieser wird für die kommenden tausend Jahre verbannt...

Grüße
Regula Falsi
 
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Erich » 17. Oktober 2017 16:39

Zwischendurch: War Jesus nicht 40 Tage in der Wüste, usw. usf.?
Matthäus 4, 1 (Luther):Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf dass er von dem Teufel versucht würde.


Hallo Regula Falsi!

Regula Falsi hat geschrieben: Der Sündenbock, auf den die Sündenschuld geladen wird, ist Satan, der Vater der Lüge.
Das ist schlicht und einfach gesagt: Falsch!

Schau, hier ist von Jesus Christus die Rede:
Jesaja 53, 6 (Luther):...; aber der HERR warf (lud) unser aller Sünde auf ihn.
Jesaja 53, 11-12 (Luther):Darum, dass seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sünden.
Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, darum dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleich gerechnet ist und er vieler Sünde getragen hat und für die Übeltäter gebeten.
Johannes 1, 29 (Luther):Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt !
1. Petrus 2, 24 (Luther):welcher unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, auf dass wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden.

Wenn nun unser Herr Jesus Christus unsere Sünden trägt,
wie sollte es dann der Satan/Teufel tun, lieber Regula Falsi ?

LG! Erich
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
(Johannes 3, 16)
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Regula Falsi » 18. Oktober 2017 10:20

http://www.bibel-offenbarung.org/bibeli ... sasel.html

Zitat:
Befürworter der Theorie, dass Asasel, oder zumindest der Bock für Asasel, genauso den Messias symbolisiert, wie der Bock für JAHUWAH, scheinen zu übersehen, dass sich der Erlösungsweg durch alle Bücher der Bibel zieht und erst mit dem Buch Offenbarung endet. Der irdische Heiligtumsdienst an der Stiftshütte zeigt diesen Weg bis zur endgültigen Entfernung der Sünde komplett auf. So werden auch die allerletzten Kapitel in der Offenbarung bereits in diesem irdischen Opfer- und Priestersystem der Israeliten vorgeschattet.

1. Man scheint auch zu vergessen, dass Satan, der Ursprung des Bösen, zwar auf Golgatha durch JAHUSCHUAH im Hinblick auf die Erlösung der Menschen besiegt wurde, aber er immer noch in dieser Welt ist und seine Gegenwart immer deutlichere und schrecklichere Züge annimmt. Man möchte auch nicht wahrhaben, dass der Teufel ein persönliches Wesen ist, das ein Heer von Dämonen (gefallene Engel) auf dieser Erde befehligt. Der Versöhnungsdienst ist damit nicht am Kreuz beendet. Die Versöhnung ist erst abgeschlossen, wenn das Böse mit der Wurzel Satan/Asasel vollständig vernichtet ist.


Ich bin im Netz auf diese Seite gestoßen, finde die Erläuterungen weitgehend Schrift-konform. Theologen, Kirchen und die meisten christlichen Gemeinschaften begehen den schwerwiegenden Fehler, die Schriften des Alten und Neuen Bundes nicht als Einheit zu betrachten. Die Autoren des Zitats haben den prophetischen Charakter der “jüdischen” Festtage begriffen, haben auch deren Bedeutung für die zutreffende Beurteilung der Weltlage erkannt. Diese Kenntnisse werden für viele überlebenswichtig sein...
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Ellipirelli » 18. Oktober 2017 11:46

Regula Falsi hat geschrieben:1. Man scheint auch zu vergessen, dass Satan, der Ursprung des Bösen, zwar auf Golgatha durch JAHUSCHUAH im Hinblick auf die Erlösung der Menschen besiegt wurde, aber er immer noch in dieser Welt ist und seine Gegenwart immer deutlichere und schrecklichere Züge annimmt.
Man möchte auch nicht wahrhaben, dass der Teufel ein persönliches Wesen ist, das ein Heer von Dämonen (gefallene Engel) auf dieser Erde befehligt.
Der Versöhnungsdienst ist damit nicht am Kreuz beendet. Die Versöhnung ist erst abgeschlossen, wenn das Böse mit der Wurzel Satan/Asasel vollständig vernichtet ist.

Das haben wir hier doch schon alles erklärt.
Auch in deinem zitierten Text wird nur behauptet, ohne nähere Erklärung.
Wir erklären anhand vieler Bibelstellen. Dass Asasel nicht Satan ist, hast du selbst geschrieben.
Nochmal, wir sind versöhnt, sie kann nicht vollkommen mit der Wiederkunft Jesus abgeschlossen sein.. Das steht doch klar und deutlich in der Schrift:

Wir sind versöhnt und haben den Dienst der Versöhnung bekommen.
2. Korinther 5, 18 (Schlachter 2000):Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; 


Römer 5, 10 (Schlachter 2000):Denn wenn wir[color=#BF4040] mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!

Römer 5, 11 (Schlachter 2000):Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Kolosser 1, 20 (Schlachter 2000):und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes — durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist. [g]

[bquote=Kolosser 1, 22;Menge]jetzt aber hat er euch in seinem Fleischesleibe durch seinen Tod versöhnt, um euch als heilig, untadelig und unanklagbar vor ihm (d.h. vor Gottes Angesicht) darzustellen,


Das Passahlamm steht für unsere Rechtfertigung
Jom Kippur steht für unsere Heiligung... für unsere innere Reinigung, wenn wir trotz unsere Rechtfertigung immer wieder sündigen.

Das Problem "Sünde" wurde am Kreuz gelöst

Am Jom Kippur wurden die Israeliten versöhnt. Das heißt aber nicht, dass sie hinterher nicht mehr sündigten. Sie benötigten, im Gegensatz zu uns, immer wieder eine erneute Versöhnung durch die vorgeschatteten Opfer
Wir sind versöhnt, sind aber immer noch Sünder und brauchen deshalb eine innere Heiligung durch Jesus Christus.

Satan steht hier außen vor. Er ist ein Lügner, Betrüger und Verführer, ja, der Vater der Lüge und des Todes. Ich sehe an keiner Stelle, im Opferritus, Satan.
Wenn doch, dann sollte man das richtig erklären können...und nicht einfach mit Eisegese behaupten.
Jeder Mensch der sündigt, trägt dafür selbst die Verantwortung .
Die Aussage: Satan wurde besiegt, finde ich nicht richtig....wäre ein anderes Thema

Unser Gott lässt Unkraut und Weizen zusammenwachsen. Wir befinden uns in der Endzeit, bis zur Ernte, wenn der Weizen in die Scheune kommt und die Spreu verbrannt wird.

Alles zur seiner Zeit. Gott sei Dank, dass wir weder Tag noch Stunde wissen.

Wir sind erlöst und versöhnt.

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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Regula Falsi » 18. Oktober 2017 17:06

Was kann man der Auffassung entgegenhalten, der Sündebock in 3. Mose 16 stehe symbolisch für Jesus?

Dass mit dem Passah-Lamm (2. Mose 12; 3. Mose 23,5) Jesus gemeint ist, geht aus diesen Schriftstellen nicht hervor. Auch ist aus 3. Mose 23,15-22 nicht erkennbar, dass damit die Ausgießung des heiligen Geistes fünfzig Tage danach gemeint ist.

Und so verhält es sich auch mit den Feiertagen Rosch ha-Schana und Jom Kippur. Erst mit den Schriften des Neuen Bundes eröffnet sich die Bedeutung der Feste. Jesus erfüllte mit Seinem Opfertod genau am Passah-Tag den Sinn des Festes, die Ausgießung des heiligen Geistes kündige Jesus selbst kurz bevor Er die Erde verließ an. Die “Tage der ungesäuerten Brote” dauern noch an.

Die tatsächliche Bedeutung der Festes Rosch ha-Schana - das Posauenfest - steht in Offenbarung 11,16-18 beschrieben, so sehr das auch bestritten wird. Übrigens deutete Jesus das von der Ur-Gemeinde sehnlichst erwartete Ereignis nicht erst mit der Offenbarung an, sondern übermittelte Seinen Nachfolgern das bereits zur Zeit Seines Erdendaseins, nämlich in Matthäus 24,31.

Dass Jom Kippur nach Rosch ha-Schana gefeiert wird, ergibt sich aus 3. Mose 23. Allein schon wegen der Reihenfolge und der Bedeutung der übrigen Feste muss mit der Verbannung Satans gem. Offenbarung 20,1-3 die Bedeutung von Jom Kippur gemeint sein. Danach das Laubhüttenfest, symbolisch für das Tausendjährige Reich.

Es geht übrigens nicht allein um den Affront, Jesus mit dem Sündenbock gleichzustellen, sondern um den gesamten Plan, den Gott mit den Menschen verfolgt. Zu jetziger Zeit unnötige Unsicherheiten aufkommen zu lassen, kann sich die Menschheit nicht leisten. Auch wenn das nur wenige zu begreifen scheinen. Natürlich kann man die Zusammenhänge nicht mit wenigen Worten erklären.
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Ellipirelli » 18. Oktober 2017 17:37

Es gibt nur noch einen Tag, der eine gegenwärtige und zukünftige Bedeutung hat.
Dieser Tag ist im 4. Gebot verankert.
Er zeigt uns die Schöpfung und Erlösung Gottes in der Vergangenheit und die zukünftige vollkommene sündlose Ruhe in Gott. Kurz gesagt, wir bekommen den siebten Tag der Schöpfung zurück. Der Tag des Menschen, indem er in Gott ruhte und noch sündlos war.

Über alle anderen möglichen Feiertage, möchte ich jetzt nicht mehr diskutieren.
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Regula Falsi » 18. Oktober 2017 17:46

Ellipirelli hat geschrieben:- - -
Die Aussage: Satan wurde besiegt, finde ich nicht richtig....wäre ein anderes Thema

Der Autor des obigen Zitats schrieb "im Hinblick auf die Erlösung der Menschen besiegt". Er weiß wie auch andere Bibel-Leser, das Satan bis wenige Tage vor der Ankunft Jesu Macht über die Erde hat. Immerhin ist es Satan, der die Führer der mächtigsten Armeen der Welt zum Kampf gegen den Messias sammelt. Erst mit seiner Verbannung ist die Erde den Satan los, zunächst für die kommnden zehn Generationen...
Ellipirelli hat geschrieben:Unser Gott lässt Unkraut und Weizen zusammenwachsen. Wir befinden uns in der Endzeit, bis zur Ernte, wenn der Weizen in die Scheune kommt und die Spreu verbrannt wird.

Ich schrieb mal Ähnliches vor einigen Jahren in diesem Forum. Kam gar nicht gut an, die Bezeichnung von Mitmenschen als Unkraut...
Ellipirelli hat geschrieben:Alles zur seiner Zeit. Gott sei Dank, dass wir weder Tag noch Stunde wissen.

Das stimmt so nicht. Denn ab Eintritt gewisser vorhergesagter Ereignisse lässt sich die Rückkehr Jesu fast auf den Tag genau vorhersagen. Das sagte uns Jesus allerdings erst nach dem Er die Erde verlassen hatte. Die entsprechenden Informationen erhielt Er von Seinem Vater, die Jesus an Johannes weitergab, wohl um das Jahr 64 (nicht etwa erst in den Neunzigern).
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Re: Rosch ha-Schana

Beitragvon Erich » 19. Oktober 2017 06:35

Was sagen die Juden in Deutschland zu diesen Festen:
Zentralrat der Juden in Deutschland

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Das Neujahrsfest

Am 1. und 2. Tischri wird das Neujahrsfest begangen, das ein ernster Feiertag ist. Der Name Neujahr (Rosch ha-Schana) kommt in der Bibel nicht vor, und auch in den Gebeten dieses Festes ist kaum davon die Rede. Im Festsegen – und auch sonst – wird vom „Tag der Erinnerung“ oder „Tag des Posaunenschalls“ gesprochen.

Der Sinn des Neujahrsfestes liegt in der Erinnerung an den Bund, der zwischen Gott und Israel geschlossen wurde und der für die Israeliten eine sittliche Forderung und Verpflichtung darstellt. Der Tag soll dazu dienen, die Menschen zu veranlassen, in sich zu gehen, sich vom Bösen abzuwenden und gut zu handeln. Rosch ha-Schana ist der Tag, an dem der Mensch Rechenschaft über sein Tun ablegen und sich seiner moralischen Pflichten bewußt werden soll.

Als äußeres Instrument, den Menschen an seine moralischen Pflichten zu erinnern, dient die Posaune, der Schofar. Das ist ein Widderhorn, das im Morgengottesdienst nach der Tora- und Prophetenlesung sowie an mehreren Stellen des Zusatzgebetes in festgelegten Tonfolgen geblasen wird (außer wenn der Festtag auf einen Sabbat fällt.)

In vielen Gemeinden ist es Brauch, den Betraum für den Neujahrsgottesdienst besonders feierlich auszugestalten. Um die Erhabenheit des Tages zu betonen, pflegt in der Synagoge die weiße Farbe vorzuherrschen. Der Vorhang vor dem Toraschrank, die Decke auf dem Vorbeterpult und die Kleidung des Vorbeters sind weiß, im Gegensatz zu dem sonst Üblichen.

Rosch ha-Schana wird überall zwei Tage gefeiert, auch in Israel, wo bei den übrigen Festen die zweiten Tage entfallen. Der Kultus ist im wesentlichen an beiden Tagen identisch.

Die häusliche Feier des Neujahrstages besteht darin, daß dem Kiddusch und dem Segensspruch über das Brot noch ein Segen über Baumfrüchte angefügt wird. Man nimmt dazu einen Apfel, den man vor dem Verzehr mit Honig bestreicht, wobei man dem Wunsch Ausdruck verleiht, das neue Jahr möge gut und süß werden. Die Brote für das Neujahrsfest sind nicht wie sonst geflochten und länglich, sondern es ist üblich, rund gewickelte Weißbrote zu verwenden, um auf diese Weise den Jahreskreislauf zu symbolisieren.

Aus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin, 2003

http://www.zentralratdjuden.de/de/artic ... chana.html

Jom Kippur
Der Versöhnungstag

Den Höhepunkt der zehn Bußtage bildet der Versöhnungstag, der wichtigste Festtag des jüdischen Jahres. An ihm wird nach talmudischer Tradition das Urteil über den Menschen, das am Neujahrsfest, dem Tag des Gerichts, gefällt wurde, besiegelt und bekommt damit Gültigkeit. Der Versöhnungstag soll dazu dienen, den Menschen zu entsühnen, ihn die göttliche Verzeihung für seine Missetaten erlangen zu lassen. So ist der Versöhnungstag ein Tag der Reue, der Buße und Umkehr.

Dieser Tag ist ein strenger Fasttag, und zwar von Beginn des Festes am Abend bis zu seinem Ausgang am nächsten Abend. Weder Essen noch Trinken sind erlaubt; auch Körperpflege, mit Ausnahme des Benetzens der Hände und Augen mit Wasser, ist untersagt. Bevor man sich am Vorabend des Festes in die Synagoge begibt, entzündet man zu Hause ein Licht zum Andenken an seine verstorbenen Angehörigen, das 24 Stunden brennen soll. Manche pflegen auch eine Kerze im Vorraum der Synagoge aufzustellen. Es ist allgemein üblich, daß der Vorhang vor dem Toraschrank und die Decke auf dem Vorbeterpult weiß sind; auch die Torarollen befinden sich in weißen Hüllen. Die Betenden pflegen weiße Kleidung und eine weiße Kopfbedeckung zu tragen.

Der Abendgottesdienst, der noch bei Tageslicht beginnt, wird nach den Anfangsworten der ihn einleitenden Formel Kol Nidre (alle Gelübde) genannt. Dieser Text besteht in einer Erklärung, daß alle Gelübde und Schwüre null und nichtig sein sollen. Am Versöhnungstag dauert der Gottesdienst den ganzen Tag lang. Zu dem Morgengebet, dem festtäglichen Zusatzgebet und dem Nachmittagsgebet kommt noch ein nur an diesem Tag übliches Schlußgebet, an das sich dann nach Einbruch der Nacht das werktägliche Abendgebet und die Hawdala anschließen.

Im Anschluß an den Gottesdienst pflegt dann noch der Mondsegen im Freien stattzufinden, der im Tischri mindestens bis zu diesem Termin verschoben wird. Die Mahlzeit, die man nach dem langen Fasten einnimmt, wird als „Anbeißen“ bezeichnet; sie trägt einen festlichen Charakter, und man wünscht sich gegenseitig ein gutes Jahr und gute Besiegelung.

Aus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin, 2003

http://www.zentralratdjuden.de/de/article/235.html

LG! Erich
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
(Johannes 3, 16)
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