• PM
  • Friendship
  • News
ACHTUNG: Leider hatten wir in den letzten Tagen einige Datenbankprobleme, wodurch auch einige Benutzer-Accounts betroffen sind (und Login-Probleme entstehen könnten)

Hier klicken für weitere Informationen und Hilfe

Menschen nach der Auferstehung

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Helmuth » 18. November 2017 05:13

Guten Morgen, Thomas!
ThomasWeritz hat geschrieben:Und als solches Geschöpf aus Fleisch und Blut ist er dann zum Himmel aufgefahren , um dann mit uns in der neuen Schöpfung zusammenzuleben.

Das kann ich natürlich nicht glauben, tiric.

Ich bin zwar nicht tiric, aber so steht es geschrieben, lieber Thomas.

ThomasWeritz hat geschrieben:So stelle ich mir auch die Menschen in der neuen Schöpfung nicht vor. Ein geistlicher Leib ist nicht Fleisch und Blut.

Überwinde deine Vorstellung einfach. Als er noch nicht aufgefahren ist gen Himmel sagte er dieses zu Maria Magdalena:
Johannes 20, 17 (Schlachter 2000):Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Geh aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. 

Jesus ließ also selbst noch Vorsicht walten im Umgang mit seinem Leib vor seiner Himmelfahrt. Bei einer weiteren Erscheinung sagte er dann aber:
Lukas 24, 39 (Schlachter 2000):Seht an meinen Händen und meinen Füßen, daß ich es bin! Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, daß ich es habe! 

Nach dieser letzten Begegung auf Erden mit seine Jüngern passierte dies:
Lukas 24, 51 (Schlachter 2000):Und es geschah, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel. 

Das heißt, sein Körper aus Fleisch und Knochen unterlag nicht länger den begrenzten physikalischen Gesetzmäßigkeiten dieser Schöpfung. Aus diesem Grunde vermute ich das auch für seine neuen biologischen Lebensbedingungen.

Ob er Sauestoff wie auf Erden für seinen Organismus benötigt? Ob es im Himmel Sauerstoff gibt? Ob sich in seinen Erscheinungen in eine materielle Welt eine Wandlung vollzieht? Es ist denkbar, wir wissen es aber nicht. Was wir aber wissen ist, ER LEBT! Den Rest werden wir sehen, wenn es an uns soweit ist.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
 
Beiträge: 5869
Registriert: 23. Februar 2016 13:55
Wohnort: Wien
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Pfingst-, oder Charismatische Gemeinde

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Ellipirelli » 18. November 2017 06:06

Hallo Thomas
ThomasWeritz hat geschrieben:Gut mal ganz eng auf den Kontext hin ausgelegt, hieße das, daß der Herr Jesus Christus als geschlechtloses unsterbliches Wesen auferstanden wäre.
Aber aus Fleisch und Blut, wie deine zitierte Bibelstelle Lukas 24, 39 beweist.

Und als solches Geschöpf aus Fleisch und Blut ist er dann zum Himmel aufgefahren , um dann mit uns in der neuen Schöpfung zusammenzuleben.

Von Blut ist nie die Rede, nur von Fleisch und Knochen. Dieser neue Leib ist nicht aus Lehm geformt, sondern aus dem Geist Gottes, so wie bei Jesus auch.
Tiric hat geschrieben:Jesu Worte bezüglich der Beschaffenheit des Auferstehungsleibes, auf die ich hingewiesen habe, beziehen sich ausdrücklich auf eben diesen Leib. In Verbindung mit Philipper 3, 20-21 und dem Kontext von Lukas 24, 39, haben wir klare Aussagen dazu. Wir werden keine Geister sein.

Ja, wir werden keine Geister sein, dennoch können wir, wie Jesus auch, durch Raum und Zeit gehen.
Die Schrift spricht eine klare Sprache. Unser Körperbefinden wird sicherlich beschwerdefrei sein. Genauso wie Paulus, dürfen wir uns auf einen neuen Leib, der auch nicht mehr sündigen kann, freuen.
ThomasWeritz hat geschrieben:Helmuth, wieso glaubst Du, daß die Stadt Jerusalem einmal begehbare Wirklichkeit sein wird ?
Für mich wirkt das alles sehr symbolträchtig.

ThomasWeritz hat geschrieben:Das himmlische Jerusalem wird im Galaterbrief als die Mutter der Glaubensgerechten beschrieben, die in Freiheit Gott gefolgt sind und ihm gehorsam waren.
Galater 4, 26-27

Für mich auch. Der Vergleich mit den zwei Söhnen Abrahams - Sohn der Freien und der Sohn der unfreien Mutter - wird in Bezug zu Jerusalem gesetzt. Einerseits mit der irdischen Hauptstadt Kanaan und andererseits mit dem verheißenden Kanaan im Himmel. Die Hauptstadt Jerusalem ist die Zentrale...der Verheißung.
Hebräer 12, 22 (Schlachter 2000):sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, 

Bereits im AT glaubten sie an die Verheißung, einst in das himmlische Kanaan eingehen zu können.
Hebräer 11, 39-40 (Schlachter 2000):Und diese alle, obgleich sie durch den Glauben ein gutes Zeugnis empfingen, haben das Verheißene nicht erlangt, weil Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden.

Wir gehen alle zusammen ins himmlische Kanaan, in die Hauptstadt Jerusalem.

@Eine Erklärung, wer die Völker sind, die von den Blättern des Lebensbaum essen werden, habe ich nicht.

LG
Benutzeravatar
Ellipirelli
 
Beiträge: 831
Registriert: 29. Juni 2016 15:16
Geschlecht: weiblich
Glaubensrichtung / Konfession: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Helmuth » 18. November 2017 06:58

Ellipirelli hat geschrieben:Von Blut ist nie die Rede, nur von Fleisch und Knochen. Dieser neue Leib ist nicht aus Lehm geformt, sondern aus dem Geist Gottes, so wie bei Jesus auch.

Das kann ich so nicht hinnehmen. Dann wäre Jesus doch ein Geist oder Gespenst gewesen. Er betont aber vor den Jüngern seine natürliche Beschaffenheit.

Der Ausdruck "Fleisch und Blut" ist eine geistliche Terminologie, die man kontextbezogen mal natürlich, mal geistlich interpretieren muss.

Bei der Erscheinung Jesu vor seinen Jüngern denke ich hatten die Jünger denselben Organismus vor ihren Augen, den sie auch vor seinem Tode gesehen hatten. Ansonsten hätte Jesus doch eine Art Verwesung gesehen. Es war aber derselbe Leib.

Was ich meine ist, dass er einem Wandel unterzogen wurde. Dieses Wort von Paulus gibt uns dazu einen wertvollen Hinweis:
1. Korinther 15, 52 (Schlachter 2000):plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

Der Prozess der Auferstehung der Heiligen erfolgt in einem Augenblick. Die Gläubigen aller Zeitepochen stehen am Ende der Zeit alle gemeinsam auf, begleitet von einem mächtigen Posauenschall. Dafür bietet die Schrift viele Bilder, sei es das Lärmblasen rund um Jericho, das jährliche Lärmblasen am 10. des 7. Monats, das Lärmblasen zu Beginn des Halljahres alle 50 Jahre oder die 7 letzten Posaunen der Offenbarung.

Wir sind dann unverweslich. Der Auferstehungsprozess dürfte ein einziger Zeitpunkt sein. Aber die Epoche danach, das steht eigentlich nirgends wie lange sie andauert.

Nach der Auferstehung erwähnt Paulus unsere Verwandlung. Auch dieser Begriff hat eine geistliche Terminologie. Je nach Kontext meint er eine physiche Umwandlung, damit deute ich das auf den Leib, oder auch die Wesensumwandlung in den Charakter des Sohnes Gottes.

Und dazu meine ich, dass das "plötzlich", von dem Paulus spricht, sich nicht unbedingt auf die Wandlung beziehen muss. Wir stehen auf, plötzlich, in einem Augeblick, und wir werden verwandelt, ein Prozess, der danach passiert, und der sehr individuell erfolgen kann.

Jesus verweilt mittlerweile an die 1980 Erdenjahre im Himmel. Sein Verwandlung muss also schon extrem fortgeschritten sein! Und wir werden in dasslebe Wesen verwandelt, wobei der Prozess der Wesensverwandlung bereits nach Bekehrung erfolgt.

Das andere folgt noch. Ist diese Aussicht nicht herrlich? :-)
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
 
Beiträge: 5869
Registriert: 23. Februar 2016 13:55
Wohnort: Wien
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Pfingst-, oder Charismatische Gemeinde

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Ellipirelli » 18. November 2017 08:49

Helmuth hat geschrieben:
Ellipirelli hat geschrieben:Von Blut ist nie die Rede, nur von Fleisch und Knochen. Dieser neue Leib ist nicht aus Lehm geformt, sondern aus dem Geist Gottes, so wie bei Jesus auch.

Das kann ich so nicht hinnehmen. Dann wäre Jesus doch ein Geist oder Gespenst gewesen. Er betont aber vor den Jüngern seine natürliche Beschaffenheit.

Der Ausdruck "Fleisch und Blut" ist eine geistliche Terminologie, die man kontextbezogen mal natürlich, mal geistlich interpretieren muss.

Es gibt keine Stelle, die von Blut spricht. Jesus sagt, er sei kein Geist und so ist es auch.
Ich möchte mich hier nicht festlegen, bleibe für weitere Erkenntnisse offen.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Jesus mit seinem Blut bezahlte. Sein fleckenloses Blut sühnte uns.
Wir werden keinen verweslichen Leib mehr bekommen. Deswegen schon, wird unser Leib anders beschaffen sein.
Auffällig ist, dass Jesus nach der Auferstehung durch geschlossene Türen ging. Wir werden das auch können.
Johannes 20, 19 (Schlachter 2000):Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden, da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! 

Er war auch keiner irdischen Bedingung, wie Zeit und Raum unterworfen
Lukas 24, 36-42 (Schlachter 2000):Während sie aber davon redeten, trat Jesus selbst in ihre Mitte, und er spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Aber bestürzt und voll Furcht meinten sie, einen Geist zu sehen. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen? Seht an meinen Händen und meinen Füßen, daß ich es bin! Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, daß ich es habe! Und indem er das sagte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.
Da sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Da reichten sie ihm ein Stück gebratenen Fisch und etwas Wabenhonig. 

Der Prozess der Auferstehung der Heiligen erfolgt in einem Augenblick. Die Gläubigen aller Zeitepochen stehen am Ende der Zeit alle gemeinsam auf, begleitet von einem mächtigen Posauenschall. Dafür bietet die Schrift viele Bilder, sei es das Lärmblasen rund um Jericho, das jährliche Lärmblasen am 10. des 7. Monats, das Lärmblasen zu Beginn des Halljahres alle 50 Jahre oder die 7 letzten Posaunen der Offenbarung.

Ja, sehe ich auch so.
Und dazu meine ich, dass das "plötzlich", von dem Paulus spricht, sich nicht unbedingt auf die Wandlung beziehen muss. Wir stehen auf, plötzlich, in einem Augeblick, und wir werden verwandelt, ein Prozess, der danach passiert, und der sehr individuell erfolgen kann.

Die Wiederkunft Jesus wird mehrfach klar und deutlich beschrieben. Ich erkenne keine Symbolsprache oder einen längeren Zeitabschnitt. Ich lese von keinem Prozess der Umwandlung, warum auch..?
Nach der Auferstehung erwähnt Paulus unsere Verwandlung. Auch dieser Begriff hat eine geistliche Terminologie. Je nach Kontext meint er eine physiche Umwandlung, damit deute ich das auf den Leib, oder auch die Wesensumwandlung in den Charakter des Sohnes Gottes

Wir müssen bei der Beschreibung der Wiederkunft bleiben.
Du (ihr) interpretierst das so, es steht aber von einem Prozess der Umwandlung nichts geschrieben.
Jesus verweilt mittlerweile an die 1980 Erdenjahre im Himmel. Sein Verwandlung muss also schon extrem fortgeschritten sein! Und wir werden in dasslebe Wesen verwandelt, wobei der Prozess der Wesensverwandlung bereits nach Bekehrung erfolgt.

Auch hier gibt es keine Aussage in der Schrift. Warum sollte Jesus Verwandlung fortgeschritten sein? Zu wen oder was muss Er überhaupt umgewandelt werden.?
Wenn es so wäre, dann müsste das spätestens im Hebräerbrief geschrieben stehen.
Jesus bekam nach seiner Himmelfahrt sofort die Aufgaben eines Hohenpriester und König vom Vater übertragen - nach der Art und Weise Melchisedek.
Wir erfahren sicherlich noch eine gegenwärtige Umwandlung in unserem sündigen Fleisch.
Wir werden aber mit einem neuen Auferstehungsleib nicht mehr in unserem Fleisch sündigen.

Unser Körper musste wegen unseren Sünden sterben. Der Tod kann uns nicht festhalten, weil wir im Geiste Jesus gestorben sind. Wenn wir nach unserem Tod noch eine Umwandlung bedürfen, dann müsste wir noch in der Lage sein, zu sündigen, oder nicht?
Vielleicht verstehe ich dich auch falsch.

LG
Benutzeravatar
Ellipirelli
 
Beiträge: 831
Registriert: 29. Juni 2016 15:16
Geschlecht: weiblich
Glaubensrichtung / Konfession: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Tiric » 18. November 2017 08:57

Hallo Thomas,

ThomasWeritz hat geschrieben:Gut mal ganz eng auf den Kontext hin ausgelegt,
nur so ist gute Bibelauslegung möglich. Wenn wir nicht lesen was in welchem Kontext geschrieben steht, wird es schwierig.
ThomasWeritz hat geschrieben:hieße das, daß der Herr Jesus Christus als geschlechtloses unsterbliches Wesen auferstanden wäre.
Nein. Das Jesus in seinem Auferstehungsleib geschlechtslos war, steht nirgendwo. Noch immer ist der Bezug in Markus 12, 25 die Ehe.
ThomasWeritz hat geschrieben:Aber aus Fleisch und Blut, wie deine zitierte Bibelstelle Lukas 24, 39 beweist.
Lies bitte, was da steht und von was für einen Leib es handelt.
ThomasWeritz hat geschrieben:Das kann ich natürlich nicht glauben, tiric.
Das Du Deinen Schlussfolgerungen nicht glauben kannst, ist gut. Ich glaube ihnen auch nicht. Du musst bei der Schrift bleiben, wenn Du sie verstehen oder auslegen möchtest.
ThomasWeritz hat geschrieben:So stelle ich mir auch die Menschen in der neuen Schöpfung nicht vor. Ein geistlicher Leib ist nicht Fleisch und Blut.
Was wir uns vorstellen können ist für das was geschrieben steht unerheblich. Ggf. müssen wir halt unsere Vorstellung anpassen.

Der Bezug auf 1. Korinther 15, 50 trifft auf Jesus in Lukas 24, 39 gar nicht mehr zu, da Paulus die Perspektive des Leibes VOR der leilblichen Auferstehung beschreibt. Jesu Leib in Lukas 24, 39 ist hingegen ein Leib NACH der Auferstehung. Natürlich kann der Leib, den wir vor der Auferstehung haben, nicht erben. Wer würde dem widersprechen?

Leibliche Auferstehung ist die Erlösung des Leibes. Alles was wir physisch danach sind, steht nicht mehr unter der Sünde.

- tiric
"...und laß mein Denken und Fühlen vor dir spielen, so wie ein Kind im Sand."
Jer 17,14 Heile mich, HERR, so bin ich geheilt, hilf mir, so ist mir geholfen...
Titus 3, 4-7
Benutzeravatar
Tiric
 
Beiträge: 5780
Registriert: 19. August 2014 07:58
Wohnort: Gottes 1k Reich
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Jonas » 18. November 2017 10:27

Diese Stelle beschreibt auch wie unser Leib aussehen wird:

1. Johannes 3, 2 (Schlachter 2000):Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden [a], wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 

Matthäus 22, 30 (Schlachter 2000):Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel.

Danach muss man fragen, wie Engel beschaffen sind, sind sie geschlechtslos?
Gottes Liebe ist unerschöpflich und seine Gnade hört niemals auf.
Benutzeravatar
Jonas
 
Beiträge: 1738
Registriert: 28. Mai 2008 12:37
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Katholische Kirche

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon jonas.sw » 18. November 2017 10:55

Es geht nicht um die körperliche Beschaffenheit der Engel, sondern darum, das die Engel nicht heiraten.

Vielleicht ist die Parallelstelle aus dem Lukasevangelium hilfreich?

Lukas 20, 36 (Schlachter 2000):denn sie können nicht mehr sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. 


Die Jesus angenommen haben und Auferstanden sind. Die können nicht mehr sterben. So wie die Engel nicht sterben können. Deshalb werden sie nicht heiraten. Scheint fast, das die Heirat für Menschen gedacht war, die später sterben. Andererseits hat Gott doch schon vor dem Sündenfall die Ehe eingesetzt und da waren sie noch nicht Tod. Aber vielleicht sind nicht Tod und ewiges Leben wieder zwei paar Schuhe?
Benutzeravatar
jonas.sw
 
Beiträge: 2681
Registriert: 27. Oktober 2012 16:27
Wohnort: Köln
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Helmuth » 18. November 2017 12:21

Jonas hat geschrieben:Danach muss man fragen, wie Engel beschaffen sind, sind sie geschlechtslos?

Es fällt auf, dass Jesus in Zusammenhang mit der Auferstehung ausschließlich von Söhnen spricht, also keine Töchter.

Das Wort Söhne und Töchter kommt als gemeinsamer Ausdruck nur 2 x im NT vor. Einmal zitiert Petrus Joel aus dem AT und einmal sagt Paulus:
2. Korinther 6, 18 (Schlachter 2000):und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.

Ich gehe davon aus, dass es um die Söhne und Töchter dieser Welt geht, die angesprochen werden. In der Auferstehung gibt es dann keine Unterscheidung der Menschen hinsichtlich des Geschlechts mehr, weshalb Jesus sagt, dass wir den Engeln gleich sind. D.h. auch alle Töchter werden als Söhne auferstehen.

Die unterschiedliche Geschelchtsausprägung hat ihren Sinn und Zweck in dieser ersten Schöpfung, damit wir uns vermehren. Das steht klar im Schöpfungsbericht und gilt immer noch. In der künftigen Welt gibt es offensichtlich keine Vermehrung zumindest unserer Spezies Mensch nicht.

In diesem Sinne sind wir dann geschlechtslos, weil es keine Relevanz mehr hat. Vielleicht auch mit ein Grund, dass Jesus nie geheiratet hat. Das war offensichtlich nie seine Aufgabe. Dennoch kam er als Knabe auf die Welt und wurde wie alle Knaben am 8. Tag beschnitten.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
 
Beiträge: 5869
Registriert: 23. Februar 2016 13:55
Wohnort: Wien
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Pfingst-, oder Charismatische Gemeinde

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon ThomasWeritz » 18. November 2017 14:49

Hallo zusammen,

also wenn ich die ganzen biblisxhen Aussagen über den Leib Jesu nach seiner Auferstehung betrachte, dann entsteht in mir der Eindruck , daß es sich bei diesem Leib um einen menschlichen Leib aus Fleisch und Knochen handelt. Der konnte essen und Gespräche führen. Niemand erkannte, daß es sich um etwas anderes handelte , als einen Menschen. Sogar die Wundmale waren noch zu sehen. Es ist nichts besonderes , wenn er mitten unter seine Jünger trat. Dazu mußte er kein aus Geist geformter Mensch sein. Ein Engel hat einfach die Türen geöffnet, so wie dem Petrus im Gefängnis die Türen geöffnet wurden. Apostelgeschichte 12, 7-8
Die Verwandlung in einen verherrlichten Leib muß während der Auferstehung in den Himmel geschehen sein. Zu diesem Zeitpunkt wurde der irdische Leib vernichtet und ein neuer geistiger Leib wurde geschaffen. Der irdische Leib hätte auf Grund des Sauerstoffmangels und der großen Kälte überhaupt keine Chance zu überleben.

Der verherrlichte Leib Jesu ist wahrscheinlich auch nur eine ganz kleine Facette unseres großen Gottes Jesus Christus, der für die Zeit seines irdischen Auftritts mit dem Menschensohn verbunden war. Seine göttliche Gestalt war auch während seines Auftritts in dieser Welt nur für uns Menschen verborgen.

Wir Menschen werden nicht leiblich auferstehen. Wir werden auch keine irdischen Leiber mehr haben, die aus Fleisch und Blut bestehen:
1. Korinther 15, 50 (Schlachter 2000):Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.  

Wir werden einen geistlichen Leib bekommen , der ähnlich ist dem verherrlichten Leib, den unser Gott Jesus Christus nach seiner Auferstehung facettenhaft mit sich geführt hat.

Also kann es sich bei dem Bild von dem ich ausging, das in Offenbarung 21, 1-3 und dem weiteren Text nicht um eine Zustandsbeschreibung handeln, wo beschrieben wird, wie der Mensch nach der Auferstehung leben wird.

Geht es nicht viel mehr bei der Beschreibung der Stadt Jerusalem um eine bildliche Darstellung des Heilsgeschehens ? Es wird beschrieben , wie Völker in diese Stadt marschieren und sogar Könige bringen ihre Reichtümer hinein. In der gesamten Menschheitsgeschichte haben Menschen ihren Reichtum für die Pläne Gottes aufgeopfert. Als die Jünger begannen, haben alle ihr Eigentum zur Verfügung gestellt.Apostelgeschichte 2, 44-45 Könige aller Zeiten haben ihren Reichtum in die Stadt Jerusalem gebracht und haben geholfen , sie aufzubauen.
Ale haben sie Heilung erfahren und haben von dem Wasser des Lebens gekostet.
Bis zum Schluß werden ganz normale sterbliche Menschen aufgefordert, in die Gemeinschaft Gottes zurückzukehren und vom Wasser des Lebens zu kosten:
Offenbarung 22, 17 (Schlachter 2000):Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!


Also handelt es sich in Offenbarung 21, 1-3 auch um ganz normale irdische Menschen und Völker und nicht um auferstandene Menschen .

Liebe Grüsse Thomas
1 Kor 13, 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.
ThomasWeritz
 
Beiträge: 2369
Registriert: 26. Oktober 2011 17:52
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: -----

Re: Menschen nach der Auferstehung

Beitragvon Helmuth » 18. November 2017 17:41

Lieber Thomas,
ThomasWeritz hat geschrieben:Wir Menschen werden nicht leiblich auferstehen. Wir werden auch keine irdischen Leiber mehr haben, die aus Fleisch und Blut bestehen:
1. Korinther 15, 50 (Schlachter 2000):Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.  


Wo exakt steht, dass wir nicht mehr aus Fleisch und Blut bestehen werden? Ich lese unverweslich. Warum meinst du aber, das könne nicht Fleisch und Blut sein? Als Adam und Eva geschaffen wurden, waren sie Menschen aus Fleisch und Blut und sie kannten keinen Tod. Sterblich wurden sie nur infolge der Sünde, nicht weil sie aus Fleisch und Blut bestanden.

Ich habe zuvor davon geschrieben, dass der Ausdruck „Fleisch und Blut“ hier hinsichtlich seiner geistlichen Bedeutung verstanden werden muss.

ThomasWeritz hat geschrieben:Also handelt es sich in Offenbarung 21, 1-3 auch um ganz normale irdische Menschen und Völker und nicht um auferstandene Menschen .

Jetzt kommest du mir, verzeih mir das nun bitte, ein wenig als AtKB Nachfolger vor. Das hat irgendwie den Hauch von seinem Prärterismus-Syndrom. :mrgreen:

Lies hierzu doch bitte nochmals die Einleitungsworte zu Offenbarung 21. Was sagt dir bitte ein „neuer“ Himmel und eine „neue“ Erde?
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
 
Beiträge: 5869
Registriert: 23. Februar 2016 13:55
Wohnort: Wien
Geschlecht: männlich
Glaubensrichtung / Konfession: Pfingst-, oder Charismatische Gemeinde

VorherigeNächste

Zurück zu Neues Testament/NT



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


cron