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Lehre uns beten

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Lehre uns beten

Beitragvon Helmuth » 7. Januar 2017 00:35

Lukas 11, 1 (Schlachter 2000):Und es begab sich, daß er an einem Ort im Gebet war; und als er aufhörte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte! 

Jesu Jünger dürfte schon länger aufgefallen sein, dass sich Jesus immer wieder zurückgezogen hatte um zu beten. Seine Art zu beten hat sich von der wie sie es aus der Synagoge bislang in Erfahrung gebracht haben unterschieden, zumal sie die vielen Wunder und Machttaten durch Jesus sahen. Auch die von Johannes dürfte anders gewesen sein.

Jesus lehrte sie danach das wohl bekannteste aller Gebete, das uns als "Vater Unser" überliefert ist. Ich habe in Erfahrung gebracht habe, dass wesentlich mehr dahintersteckt, als uns durch formale Gebete vermittelt werden könne. Ich möchte meine Erfahrung mit anderen teilen und mich auch über die tiefe Bedeutung mit euch austauschen.

Dazu gehört auch:

- Wie gestaltet sich mein/euer Gebetsleben?
- Was können wir dabei voneinander lernen?
Herzliche Grüße
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon Pflanzenfreak » 7. Januar 2017 11:32

Ich bete es öfters, das Vater unser. Es enthält alles was wirklich wichtig ist.
Ich bin immer mit dem ganzen Herzen dabei und manchmal fällt es mir schwer einzelne Teile davon zu beten. Dann versuche ich das Problem mit eigenen Worten zu schildern, was mich davon abhält um oder für diesen Teil zu bitten.
Ich nutze auch viel Zeit bei einsamen Spaziergängen, im Auto ... um mit Gott zu reden.
Danke zu sagen ist mir sehr wichtig. Aber auch Bitten gehören natürlich dazu. Und da ER immer um mich ist, fällt mir das nicht schwer.
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon Burevesnik » 7. Januar 2017 14:40

Eigentlich würde ich am liebsten alles was ich denke mir von der Seele reden, vor allem will ich ständig für den Frieden in der Welt beten, und ich habe das am Anfang auch gemacht jeden Tag mit vielen bitten und flehen.
Aber wo ich dann gelesen habe wo Jesus gesagt hat wir sollen nicht wie die Heiden beten, die denken dass Gott sie um ihrer vielen Worte erhöhrt, sondern knapp, wie in seinem Beispiel das Vaterunser, das hat mich etwas verunsichert, und habe es dann versucht alles was mir durch den Kopf geht, knapp zu halten. Irgendwie gelingt das nicht so richtig wenn ich doch durch den Tag mit unserem Vater rede. Ach ich weiß jetzt nicht ob das so richtig ist, aber es beruhigt mich. Hab ihn schon gebeten dass er mir meiner vielen Worte verzeiht)))
Einmal hat er mir auf mein Gebet geantwortet, wo ich wieder heulend im Bett lag und gerufen habe -"woher soll ich wissen dass du mich auch hörst?". Da kam mir "Nachrichten " in den Sinn, ich habe dann den Fernseher angemacht und da kamen Nachrichten (im Oktober war das) und die Moderatorin erzählte dass es einen riesen Erdbeben in Italien gab, aber es gab keine Toten, nur verletzte. Wir sollten unserem Vater mehr vertrauen. Darum bete ich weiter täglich für die leidenden egal welcher Art, und für die Verbrecher, und überhaupt dass die Menschen aufwachen sollen.
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon Pflanzenfreak » 7. Januar 2017 16:14

Hei Burevesnik,
unter beten wie die Heiden verstehe ich: vor sich hin labern. Sich nicht zu konzentrieren auf das was man sagt. Gebete herunterleiern.
Wenn es einem ernst und wichtig ist, man also mit Herz und Verstand dabei ist, darf man auch zeitintensive Gebete sprechen.
Erklären müssen wir uns IHM nicht. Er weiß unsere Gedanken von ferne.
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon Helmuth » 7. Januar 2017 16:30

Pflanzenfreak hat geschrieben:Ich bete es öfters, das Vater unser.

Ich verwende es gerne als Einsteig. Z.B. gehe ich auf die Straße und der Hl. Geist mahnt wieder mal: Solltes du dich nicht wieder mehr mir zuwenden? Sag mal, Helmuth, hast du mich in den letzten Tage nicht etwas vernachlässigt?

Wenn ich derartige Impulse bekomme, weiß ich momentan ja gar nicht - wie - was - wenn. Da habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, einfach mit dem allseits bekannten "Vater unser im Himmel ... " zu beginnen.

Ich bin dann oft über die nächste Zeile "geheiligt werde dein Name .. " oft gar nicht weiter hinausgekommen, als mir der Herr rasch aufgezeigt hatte, wie sehr ich hier noch Mangel habe. Boah, da könnte ich jetzt Geschichten erzählen, aber die erspare ich euch vorerst lieber. :-)

Aber ein Starter ist dieses Gebet immer und immer wieder für mich. Es ergibt sich dann wie von alleine, wie der Geist mich weiter führt.
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon arved » 7. Januar 2017 16:35

Burevesnik hat geschrieben:Aber wo ich dann gelesen habe wo Jesus gesagt hat wir sollen nicht wie die Heiden beten, die denken dass Gott sie um ihrer vielen Worte erhöhrt, sondern knapp, wie in seinem Beispiel das Vaterunser, das hat mich etwas verunsichert, und habe es dann versucht alles was mir durch den Kopf geht, knapp zu halten.
Möglicherweise hast Du da etwas missverstanden? Bei dem "Plappern" meinte Jesus nutzlose, vorformulierte und endlos wiederholte Gebete, wie beispielsweise das "Rosenkranzbeten" - und da kommt meines Wissens Jesus noch nicht einmal drin vor.

Du kannst sicher sein, dass, wenn Du Jesus mit allem bestürmst, was Dich beschäftigt, schmerzt und bewegt, er davon kein Wort überhört und keines davon überflüssig findet. Er will ja, dass wir im Dialog mit ihm stehen, je länger und je häufiger, desto lieber.

Dafür gibt es viele Gelegenheiten. Beispielsweise bei einer Autofahrt "hechel" ich meine ganze Familie mit Jesus durch und auch viele andere Gelegenheiten, bei denen man nicht immer voll konzentriert sein muss, lassen sich gut zum Gebet nutzen.
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon Tiric » 7. Januar 2017 21:18

Die Struktur des VU halte ich für sehr sinnvoll. Einige Bestandteile dieses Gebets sind mir unterschiedlich, nach Zeit und Anlaß, wichtig. Ständig die selben Worte zu wiederholen ist nicht meins. Bei meinem Schwiegervater ist es ok... ihn möchte ich nicht überfordern. Aber für mich ist die Struktur das, was ich übernehme. Ganz ganz vorne steht bei mir die Lobpreis. Viele meiner Gebete bestehn ausschließlich daraus. Es ist mir einfach ein Anliegen dem Höchsten zu sagen, wie überragend er ist.

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Re: Lehre uns beten

Beitragvon Helmuth » 7. Januar 2017 22:46

Eine Begebenheit aus meinem Leben

Mein Ex-Chef verschied mit 51 an den Folgen eines Kopftumors. Es war keine schöne Zeit für ihn, aber er kam dadurch zum rettenden Glauben. Er war katholisch, ging auch oft zur Messe, aber den Glauben an Jesus erhielt er erst in seinem letzten Jahr seines Lebens. In Gesprächen noch einige Zeit zuvor am Arbeitsplatz leugnete er die besondere Bedeutung Jesu als Retter und Erlöser. Ich drang auf ihn nicht ein, stellte aber den Sachverhalt des Evangelums vor ihm klar.

Bedingt durch sein ihm auferlegtes Schicksal bekehrte sich zu Jesus. Zum Arbeitsplatz kam er nicht mehr zurück, seine Uhr lief ab.

Ein paar Monate vor seinem Ableben besuchte ich ihn mit meinem damals ca. 12-jährigen Sohn im Krankenhaus. Ich denke zum damaligen Zeitpunkt wusste er schon was ihm bevorstand. Er bemerkte einen Sticker, den mein Sohn am Gewand trug mit der Aufschrift "Jesus ist das Licht"

Als er diesen sah deutete er mit seinem Finger darauf und sagte: "Ich habe erkannt, dass das die Wahrheit ist." Dann bat er uns, ob wir gemeinsam beten können. Er wusste ja, dass wir Christen sind. Von sich aus fasste er mit der einen Hand meine Hand und mit der anderen eine Hand meines Sohnes. Wir schlossen den Gebetskreis und er fing an das Vater Unser vorzubeten.

Danach bedankte er sich. Die Geschichte hat mich tief berührt, weil sie mir etwas zeigte.

Ich hatte die Katholiken lange gehänselt, weil sie unter Beten aussschließlich das Aufsagen des "Vater Unser" verstanden. So war es ja auch hier. Doch hier berührte uns alle der Heilige Geist, als er dieses Gebet sprach.

Es ist wahr, Gebet ist mehr als das Aufsagen dieses Herrengebetes, aber es ist und bleibt ja dennoch des Herrn Wort, wenn er sagt: Und wenn ihr betet, dann sprecht. " ... " dann kann es seine Wirkung erzielen, dass das Wort nicht leer zu Gott zurückkehrt.

Ich habe es auch oft wie eine Formel heruntergesagt, z.B als ich noch ein Kind war und in die spärlichen Schulgottesdienste gegangen bin. Nachdem der Pfarrer die einleitenden Worte "Lasset uns beten" aufgesagt hatte bin ich mit der Menge aufgestanden und dann ertönte das Gebet wie ein Gemurmel aus dem Mund zahloser Gottloser, unter denen ich einer war.

Beim Gebet mit meinem Ex-Chef, bei dem ihm zuletzt auch die Tränen in den Augen standen und er mich und meinen Sohn daraufhin herzlich umarmte, war das ganz anders. Ich denke heute noch mit viel Wehmut an diese Szene zurück. Wir hatten einen Bruder auf seinem Heimweg begleitet, erklärte ich danach meinem Sohn. Ich denke er verstand es.

Jesu Worte müssen zunächst ins Herz, damit sie dann wiederum aus dem Herzen strömen. Solange sie nur aus dem Mund kommen nützt es nichts.
Herzliche Grüße
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon Th.... » 8. Januar 2017 03:41

Wie siehst du es eigentlich mit dem Thema, sich zur Schau stellen bzw. anzuzeigen wie fromm man ist? Wäre es nicht ratsam, sein Gebetsleben für sich zu behalten, als es öffentlich kund zu tun?
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Re: Lehre uns beten

Beitragvon MOSE-OFFENBARUNG » 8. Januar 2017 04:18

arved hat geschrieben:...
Möglicherweise hast Du da etwas missverstanden? Bei dem "Plappern" meinte Jesus nutzlose, vorformulierte und endlos wiederholte Gebete, wie beispielsweise das "Rosenkranzbeten" - und da kommt meines Wissens Jesus noch nicht einmal drin vor.
...


Hallo,

der Name "Jesus" kommt im "Rosenkranz" sogar mehrfach vor.
Aber ich glaube nicht, dass Gott an diesen Gebeten Freude hat.
Die Anrufung "Marias" als einen wichtigen Teil des Rosenkranzgebetes kann man als eine Form des Götzendienstes sehen. Erst recht dann, wenn der Rosenkranz auch noch vor einer Ikone oder Statue der "Maria" gebetet wird.

Das Gebet, das der Herr Jesus Christus seine Jünger lehrte, ist auch im Rosenkranz dabei.
Aber die mehrfachen Wiederholungen der exakt gleichen Worte sind ja geradezu im Widerspruch zu dem, was der Herr Jesus Christus gesagt hat.

Wie wäre es denn, wenn Kinder jeden Tag immerzu ganz genau die gleichen Worte zu ihren Eltern reden würden? Und nicht das, was sie gerade wirklich denken, sondern etwas, das vorformuliert und von allgemeiner Bedeutung ist.
Sowas hat doch nichts mit einer lebendigen Beziehung zu tun!!!

In typischen Religionen wie Islam, Buddhismus, Katholizismus usw. sind solche sich ständig wiederholenden Gebete weit verbreitet.
Und genau dagegen hat sich der Herr Jesus Christus gewendet.

Gott ist allwissend und deshalb können und sollen Christen beim Beten sich auf das Wesentliche konzentrieren und das sagen, was ihnen aufgrund ihrer lebendigen Beziehung mit Gott wirklich am Herzen liegt.

Das schließt nicht aus, dass man auch vorformulierte Gebete spricht. Aber mit Bedacht und keine bestimmte Anzahl usw.


Liebe Grüße
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