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leben wir im 6. Tag?

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leben wir im 6. Tag?

Beitragvon lütt-matten » 16. August 2017 18:17

Gruß in die Forumsrunde,
mich beschäftigt gerade ein Gedanke. Kann es sein, dass wir derzeit im 6. Tag der Schöpfungswoche leben? Im 1. Mose Kapitel 1 werden die 6 Schöpfungstage aufgezählt.
1. Mose 1, 31 (Schlachter 2000):Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.
Das zweite Kapitel beginnt mit dem 7. Tag, von dem aber nicht, wie von den anderen sechs, gesagt wird: "Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der siebente Tag." Der Sabbath Gottes hat kein Ende. Nun heißt es weiter
1. Mose 2, 5-7 (Schlachter 2000):Es war aber noch kein Strauch des Feldes gewachsen auf der Erde, noch irgend ein Kraut auf dem Feld; denn Gott der Herr hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde, und es war kein Mensch da, um das Land zu bebauen. Aber ein Dunst stieg beständig von der Erde auf und bewässerte die ganze Fläche des Erdbodens.
Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.
Scheinbar gibt es hier einen Sprung zurück. Kann es sein, dass die 7 Schöpfungstage prophetisch sind und Gott, so zu sagen, einen Blick von Oben auf die ganze Schöpfungswoche gewährt, dann aber im 2. Kapitel mit der erneuten Schilderung der Erschaffung des Menschen auf den 6. Tag zurück geht?

Ich komme auf diesen Gedanken, weil es ja heißt
Hebräer 4, 4-5 (Schlachter 2000):denn er hat an einer Stelle von dem siebten [Tag] so gesprochen: »Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken«, und an dieser Stelle wiederum: »Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!«
Wenn sie noch nicht eingegangen sind, so sind wir ja noch im sechsten Tag. Wie seht ihr das?

Gottes Segen! :)
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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon Abischai » 17. August 2017 11:04

Es gibt in der Berichterstattung einen "Sprung zurück", da es 2 Schöpfungsberichte gibt, einen historischen und einen unhistorischen. Beide überlappen in der Chronologie der linearen Schreibung evtl. etwas. Allerdings ist es durchaus so, daß die Terminologie der "7 Tage" in großem Rahmen prophetisch ist, sie bedeutet direkt das was geschrieben steht, wie auch den Plan der Zeitalter, die sich bis zum Ende der Tag und darüber hinaus ausstrecken.
Auch im persönlichen Leben gibt es diese Einteilung individuell. Die Schabbatterminologie der Bibel deutet die Zeit des unerlösten Menschenlebens als die 6 Tage und die Erlösung durch den Herrn Jesus Christus als den 7 Tag. Ein unerhört hoher Anspruch !
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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon Bert80 » 17. August 2017 17:59

Guten Tag.

Dass die 7-tägige Schöpfungswoche als Analogie für eine 6000-jäjrige Geschichte der Menschheit stehen soll, ist mir zwar bekannt, aber ich habe bisher dazu keine eindeutige biblische Erklärung gefunden. Im alten "Paradiesbuch" auf den 1950er/1960er Jahren schrieben die ZJ, dass die Erde analog der7-tägigen Schöpfung 7 x 7000 Jahre alt sei, also 49 000 Jahre. Das gab man aber später wieder auf. Heute sind es 6000 Jahre plus das erwartete 1000-j. Reich = 7000 Jahre.

Nun ist uns aber die Zeit von der Schöpfung bis heute unbekannt. In den verschiedenen, erhaltenen Grundtexten werden unterschiedliche Zahlen genannt. Von der Wissenschaft wieder andere, Es gibt Luftproben aus den Gletschern Grönlands, die -abgezählt an den Jahresringen - um die 100 000 Jahre alt sind.

Die Berechnung des Alters der Erde vom irischen Bischof Usher auf 6000 Jahre erfolgte nicht auf Grund der Bibel, sondern beruhte auf meist esoterischen Quellen.
Ob wir heute im 6. Tag leben, kann man also nur spekulativ beantworten.

Aber "Verspekulieren" hat schon Manchen in den Ruin getrieben.

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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon lütt-matten » 17. August 2017 18:08

Bert80 hat geschrieben:Ob wir heute im 6. Tag leben, kann man also nur spekulativ beantworten.
Hallo Bert,
es ist einfach eine theologische Frage, nicht spekulativ.

Vom Sabbat, also dem 7. Tag wird ja kein Ende geschildert, bei den anderen 6 Tage schon. Nun ist bekanntlich der Mensch am 6. Tag erschaffen worden und noch nicht in den Sabbat eingegangen. Deshalb meine Frage.

Gottes Segen! :)
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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon Bert80 » 17. August 2017 19:58

Hallo lütt-m.

Es ist immer riskant, auf Grund von fehlenden oder scheinbar fehlenden Aussagen eine Lehr-Ansicht auf zu stellen. Das dürfte auch hier gelten, beim Fehlen der Beendigungs-Worte für den Sabbat.

Da - nach Deiner Vermutung - der Sabbat nun der 7. Tag der Schöpfung ist, müssten wir nun also in unserer Zeit in vollen Zügen die Segnungen des Sabbats genießen. Und das, obwohl fast alle Welt nichts von der Sabbatruhe hält, sondern den Sonntag feiert. Der wäre aber der erste Schöpfungs-Tag.

Im Hebräerbrief wird nun darauf hin gewiesen, dass das alte Israel in Kanaan nicht das Ziel Gottes erreichte. Das wird beschrieben mit den bildlichen Worten: Es kam nicht zur (wahren) Ruhe. Diese wahre Ruhe wird im Hebräer Brief dann so beschrieben, dass sie mMn. erst auf der neuen Erde erreicht wird.

Die neue Erde nach der Wiederkunft Jesu ist also das echte Gegenstück der Ruhe Gottes, der bis heute am Sabbattag gedacht wird. Dort und dann wäre dann die Ruhe Gottes erreicht. Heute leben wir nach dieser allegorischen Deutung dann im Rüsttag, dem Vorbereitungstag auf den Sabbat.

Aber es ist mMn. eine Allegorie.

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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon lütt-matten » 17. August 2017 20:24

Bert80 hat geschrieben:Heute leben wir nach dieser allegorischen Deutung dann im Rüsttag, dem Vorbereitungstag auf den Sabbat.
Also im 6. Tag. So war ja auch mein Gedanke.

Gottes Segen! :)
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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon Abischai » 17. August 2017 21:33

Am Rüsttag würde der Herr gekreuzigt, aber er ist am Schabbat auferstanden, nicht am Sonntag. Wir leben in der Auferstehung des Herrn, das ist unsere Passion, der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden !
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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon MOSE-OFFENBARUNG » 17. August 2017 21:46

Abischai hat geschrieben:Am Rüsttag würde der Herr gekreuzigt, aber er ist am Schabbat auferstanden, nicht am Sonntag.
_ _ _


Hallo Abischai,

wie kommst Du darauf, dass der Herr am "Schabbat" auferstanden sei?

Markus 16, 9 (Schlachter 2000):Als er aber früh am ersten Tag der Woche auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. 


1. Korinther 15, 3-4 (Schlachter 2000):Denn ich habe euch zu allererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, [a] und daß er begraben worden ist und daß er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften, 

Wäre der Herr Jesus Christus schon am "Schabbat" auferstanden, so wäre er schon am zweiten Tag auferstanden.


Liebe Grüße
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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon Helmuth » 18. August 2017 07:33

lütt-matten hat geschrieben:Wenn sie noch nicht eingegangen sind, so sind wir ja noch im sechsten Tag. Wie seht ihr das?

Ich habe dazu in letzter Zeit einen neuen Impuls erhalten.

Zunächst sehe ich sowohl 1. Mose 1, als auch 1. Mose 2, als historische Berichterstattung. Aber eine Besonderheit hat der erste Schöpfungsbericht dennoch als hier in einem generellen Plural gesprochen wird.

Gott hat den Menschen (Singular) geschaffen, und er meint damit die Menschheit (Plural). Also darin sind auch du und ich mit einbezogen. Auch uns hat Gott erschaffen, und bewusst wird es mir an jedem neuen Tag. Ich öffne die Augen und Gott spricht "es werde Licht".

Ich sehe also im ersten Schöpfungsbericht einen doppelten Sinn. Einerseits die irdische Schöpfung, wie sie sich uns tagtäglich präsentiert und anderseits eine geistliche Dimension, wie ich sie durch den Geist wahrnehme.

Dazu komme ich, als auch der Schreiber des Hebräerbriefes spezifisch den 7. Tag aufgreift und als Shabbat hervorhebt. In diesem Sinne leben wir "vergeistlicht" gesprochen im 6. Tag, als Gott den Menschen schuf, die nun auf den kommenden Tag sehnlichst warten, um mit allen bereits vollendeten Geistern für immer zusammen zu sein.

Hey, lütt, das war ja richtig gut. :mrgreen:
Herzliche Grüße
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Re: leben wir im 6. Tag?

Beitragvon lütt-matten » 18. August 2017 09:31

Helmuth hat geschrieben:Hey, lütt, das war ja richtig gut. :mrgreen:
Guten Morgen lieber Helmuth,
eben eben. Interessant finde ich auch, dass sich aus diesem Blickwinkel eine Spannung auflösen lässt, die mich immer sehr beschäftigt hat. Nämlich die Aussage Gottes
1. Mose 1, 31 (Schlachter 2000):Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.
Alle Tage wurde mit "gut" bezeichnet, aber gerade der 6. Tag mit "sehr gut". Nun sind ja die Folgen des Sündenfalls bekannt, wie kann man diese mit "sehr gut" in Einklang bringen? Die Antwort könnte sein, dass der 6. Tag noch gar nicht beendet ist. Erst am Ende des Tages kommt Gott und sagt: "sehr gut". Was natürlich auf Christus hindeuten würde. ;)

Gottes Segen! :)
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