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Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Themen die das Alte Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon Bert80 » 18. April 2018 21:01

Hallo Danik

De Edition-C Kommentar hat in jedem Abschnitt einen Teil für die Bibel Arbeit im Hauskreis. Das finde ich gut, wenn man ihn für diesen Zweck benutzen möchte. Wie alle Kommentare fühlt aber auch er sich einer bestimmten Bibel-Auslegungs-Methode verpflichtet. Das muss man dann bei jedem Abschnitt berücksichtigen und gibt viel Stoff zum Nachdenken, wenn man sich dieser betreffenden Methode nicht verpflichtet fühlt.

Das geht aber mit allen Kommentaren so. Aber nicht alle Kommentare sind so ehrlich und benennen das vorab dem Leser. Man merkt aber schnell, woher der Wind weht. Man kann aber aus jedem Kommentar Honig saugen. Man muss nur vernünftig damit umgehen.

Übrigens: Den alten Keil-Delitzsch kann man kostenlos aus dem Internet herunter laden


L G v. Bert.
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon Danik » 18. April 2018 21:48

Bert80 hat geschrieben:De Edition-C Kommentar hat in jedem Abschnitt einen Teil für die Bibel Arbeit im Hauskreis.

Danke Bert für diese Zusatzinfo! Das hilft mir auch.
LG und GN8
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon SK35483 » 22. April 2018 14:52

Hallo Danik,
Danik hat geschrieben:Und vielleicht kennt jemand ein Kommentar zum Talmud im Bezug auf das Neue Testament? Damit meine ich die Tatsache, dass die Juden zur zeit des NT's von Lehren des Talmuds (vielleicht sogar mehr als vom Pentateuch selbst) beeinflusst waren und darum manche Reaktionen im NT aus diesem Blickwinkel besser zu verstehen sind.

den Talmud gabs doch noch gar nicht, als die Verfasser des NT noch lebten. Der Talmud ist eine schriftliche Weiterentwicklung der rabbinischen Lehren die es zuvor schon mündlich, aber vielleicht auch schriftlich gegeben haben mag, aber man sollte nicht meinen, dass die Verfasser des Talmud gänzlich unbeeinflusst vom NT waren. Dieses Ideal stellt mans ich vielleicht gern vor, weil die strikte Trennung vieles vereinfachen würde, aber sehr wahrscheinlich haben spätere Rabbinier auch Kontakt mit Christen gehabt oder haben selbst christianisierte Hintergründe. Es entsteht sogar nicht selten der Eindruck, als wären rabbinische Texte eine gezielte Emanzipation von allem Christlichen in der Form von Anti-Thesen.

Gruß, Sven
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon Tiric » 23. April 2018 05:48

Hallo Sven,
SK35483 hat geschrieben:Es entsteht sogar nicht selten der Eindruck, als wären rabbinische Texte eine gezielte Emanzipation von allem Christlichen in der Form von Anti-Thesen.
wäre auch nicht verwunderlich. Auch in der Bibel sind diverse Texte apologetischer Natur.

- tiric
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon Danik » 23. April 2018 14:54

Moins,
SK35483 hat geschrieben:den Talmud gabs doch noch gar nicht, als die Verfasser des NT noch lebten.

siehe "Babylonischer Talmud". Entstand schon i.d. Babylonischer Gefangenschaft und wurde bis ~2. Zerstörung Jerusalems fortgeführt. Ob erstmal mündlich und dann schriftlich, das ist mir weniger wichtig. Die Lehren(der Pharisäer) in den Synagogen zur Zeit des NT`s basierten auf jeden Fall drauf.

SK35483 hat geschrieben:... dass die Verfasser des Talmud gänzlich unbeeinflusst vom NT waren.
Ja denke ich auch, bezogen auf den palästinischen Talmud. Zum einen natürlich wie du auch sagtest, dass sie gegen Christen waren, aber es gibt auch im Gegenteil Anzeichen, dass darunter Missianische Juden am Werk waren und zwischen den Zeilen es den Juden einfacher machen wollten ihren Messias im AT zu erkennen. Ich habe vor langem mal einen Vortrag dazu gehört.

Kennt vll jmd Literatur zum Thema "Jesus als Messias im Talmud"?

LG
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon SK35483 » 25. April 2018 19:44

Danik hat geschrieben:siehe "Babylonischer Talmud". Entstand schon i.d. Babylonischer Gefangenschaft und wurde bis ~2. Zerstörung Jerusalems fortgeführt.

Da hast du glaub ich was missverstanden. Nicht der Talmud enstand in der Babylonischen Gefangenschaft, sondern er entstand dort im Exil, wo eine frühe jüdische Siedlung war.

Gruß, Sven
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon Danik » 25. April 2018 20:02

SK35483 hat geschrieben:Da hast du glaub ich was missverstanden. Nicht der Talmud enstand in der Babylonischen Gefangenschaft, sondern er entstand dort im Exil, wo eine frühe jüdische Siedlung war.

sry Sven ich verstehe nicht was du meinst. Babylonische Gefangenschaft und babylonischer Exil sind doch Synonyme? Darum ja, er entstand im Exil(genauso wie in der Gefangenschaft). Wie du auch sagtest gab es wohl erstmal eine mündliche Form, die später niedergeschrieben wurde meinetwegen erst nach politischen Lockerungen als jüdische Siedlungen entstanden sind. Sogar das Wort "Synagoge" ist dort entstanden und wird zur NT Zeit als normales Wort in Israel benutzt. Wie gesagt, um die genaue Entstehung geht es mir gar nicht. Es ist jedoch Fakt, dass die Juden zur NT Zeit davon beeinflusst waren und manche Jesu Worte(Stichwort "euch wurde gesagt") deswegen anders verstanden wurden als wir es heute verstehen - ist ja auch nicht schlimm, weil der Geist Gottes uns die Schrift für jetziges Leben lebendig macht. Erweitert es dennoch das Verständnis wenn man den Hintergrund dazu genauer kennt.
Dann gibt es noch den palästinischen Talmud der entstand nach der NT-Zeit, da interessiert mich ob du, oder jmd Anderer Literatur dazu hat ob es dort Anzeichen für Messianischen Judentum gibt.
LG
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon SK35483 » 26. April 2018 00:06

Danik hat geschrieben:sry Sven ich verstehe nicht was du meinst. Babylonische Gefangenschaft und babylonischer Exil sind doch Synonyme? Darum ja, er entstand im Exil(genauso wie in der Gefangenschaft).

Babylonische Gefangenschaft = Zeitrahmen
Exil = Ort

So hab ich es verstanden und gemeint.

Wie du auch sagtest gab es wohl erstmal eine mündliche Form, die später niedergeschrieben wurde meinetwegen erst nach politischen Lockerungen als jüdische Siedlungen entstanden sind.
Nein, nicht ganz so einfach. Es gab nur Einflüsse.

Es ist jedoch Fakt, dass die Juden zur NT Zeit davon beeinflusst waren und manche Jesu Worte(Stichwort "euch wurde gesagt") deswegen anders verstanden wurden als wir es heute verstehen
Ja, aber das ist zu einfach. Es gab eine gemeinsame Quelle. Die Juden hatten aber auch Dinge gehört, die nicht im Talmud stehen. Z.B. die Aufforderung die Feinde zu hassen, auf die Jesus in Matthäus 5, 43 Bezug nimmt.

So eine Aufforderung findet sich nicht im Talmud, und auch die Rabbiner vertreten so eine Lehre nicht. Einen Anhaltspunkt gibt es da in der sogenannten Gemeinderegel von Qumran. Dort heißt es :
"... und alle Söhne des Lichtes zu lieben [...] aber alle Söhne der Finsternis zu hassen ..."

Quelle : https://www.qumran.org/js/qumran/hss/1qs




Danik hat geschrieben:Dann gibt es noch den palästinischen Talmud der entstand nach der NT-Zeit, da interessiert mich ob du, oder jmd Anderer Literatur dazu hat ob es dort Anzeichen für Messianischen Judentum gibt.
LG

Was genau erwartest du denn ? Das Judentum ist immer messianisch. Du meinst aber wohl eine Befürwortung der Person Jesus als Messias ?

Es gibt da das Buch von Peter Schäfer - Jesus im Talmud

Dem Autor zufolge soll Jesus im Talmud aber eher polemisch dargestellt sein, wozu er von angeblich von den Rabbinern zensierten Stellen im Talmud ausgehen muss. Für mich war schon die Vorschau völlig unglaubwürdig, und auch die Aufmachung recht schlecht und lieblos gemacht. Dass der als wissenschaftlich geltende Verlag Mohr so ein Werk in sein Programm aufnimmt, liegt wohl nur daran, dass Peter Schäfer ein Vertreter der Historisch kritischen Theologie ist. Wie so oft geht es also nur um Autorität, statt um Kompetenz. Ich habe vom Kauf des Buches abgesehen.

Gruß, Sven
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon Danik » 26. April 2018 13:04

SK35483 hat geschrieben:
Danik hat geschrieben:sry Sven ich verstehe nicht was du meinst. Babylonische Gefangenschaft und babylonischer Exil sind doch Synonyme? Darum ja, er entstand im Exil(genauso wie in der Gefangenschaft).

Babylonische Gefangenschaft = Zeitrahmen
Exil = Ort

Also, wenn es nun um Wörtchenspielereien geht und darum wer es genauer ausdrückt, da habe ich keine Lust drauf.
SK35483 hat geschrieben:
Danik hat geschrieben:Wie du auch sagtest gab es wohl erstmal eine mündliche Form, die später niedergeschrieben wurde meinetwegen erst nach politischen Lockerungen als jüdische Siedlungen entstanden sind.
Nein, nicht ganz so einfach. Es gab nur Einflüsse.

Natürlich gab es unterschiedliche Einflüsse von Essenern, Zeloten, Pahrisäern, Sadduzäern meinetwegen auch von Gemeinschaft von Qumran u.A. Mir geht es um Talmud, danach habe ich auch gefragt.
SK35483 hat geschrieben:
Danik hat geschrieben:Es ist jedoch Fakt, dass die Juden zur NT Zeit davon beeinflusst waren und manche Jesu Worte(Stichwort "euch wurde gesagt") deswegen anders verstanden wurden als wir es heute verstehen
Ja, aber das ist zu einfach. Es gab eine gemeinsame Quelle.

Ein bin kein Freund von Ein-Quelle-Theorie. Das ist echt zu einfach. Darum gehts aber auch nicht.

SK35483 hat geschrieben:
Danik hat geschrieben:Dann gibt es noch den palästinischen Talmud der entstand nach der NT-Zeit, da interessiert mich ob du, oder jmd Anderer Literatur dazu hat ob es dort Anzeichen für Messianischen Judentum gibt.
LG

Was genau erwartest du denn ? Das Judentum ist immer messianisch. Du meinst aber wohl eine Befürwortung der Person Jesus als Messias ?

Na also! du bist in der Lage zu verstehen was ich meine, nur musst du dafür es erstmal umformulieren und deine "genauere" Wortwahl benutzen.

SK35483 hat geschrieben:Es gibt da das Buch von Peter Schäfer - Jesus im Talmud
Dem Autor zufolge soll Jesus im Talmud aber eher polemisch dargestellt sein, ...

Wenn du verstanden hast, was ich meine, dann hast du verstanden, dass ich das o.g. Buch nicht gemeint habe.
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Re: Kommentar/Auslegung für Pentateuch?

Beitragvon SK35483 » 26. April 2018 17:06

Danik hat geschrieben:Ein bin kein Freund von Ein-Quelle-Theorie. Das ist echt zu einfach. Darum gehts aber auch nicht.

Es ging mir nicht um eine einzige Quelle. Ich meinte das pars pro toto. Dir ging es doch darum, zu verstehen, warum die Menschen, zu denen Jesus sprach, andere Ansichten hatten, und sie ihn deswegen nicht oder falsch verstanden.

Einen Einblick dazu liefert z.B. :
https://www.amazon.de/Pharis%C3%A4er-Sa ... 460300302/

Es geht da aber nicht konkret um eine Gegenüberstellung des Evangeliums zu den Lehren der Parteien.

Gruß, Sven
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