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Kommen Gläubige ins Gericht?

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Kommen Gläubige ins Gericht?

Beitragvon Magdalena61 » 2. April 2012 06:55

abgetrennt aus: Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen

janosch hat geschrieben:nur die geretteten gläubigen werden auferstehen, wenn Christus wieder kommt...
Wie? Johannes 5, 28-29
Gerichtet werden die BÖCKE, alle ungläubigen (kannst du nenen wie du willst...heiden, völker nationen...usw!) die hier auf dieser erde leben!
Die Scheidung der Schafe und Böcke findet bei Leuten statt, die den König "Herr" nennen. Das sind keine Ungläubigen.

Doch, der große weiße Thron und der Richterstuhl Christi sind identisch. Oder was denkst du, wie viele "Gerichte" und Richter es geben wird? Johannes 5, 27
Und in Offb. 20 sind Christen/ wahre Gläubige mit dabei. Wer sonst soll "im Lebensbuch des Lammes" stehen? Offenbarung 20, 15
LG
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Re: "Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen"

Beitragvon ThomasWeritz » 2. April 2012 11:05

Liebe Mgdalena,

Magdalena hat geschrieben:Die Scheidung der Schafe und Böcke findet bei Leuten statt, die den König "Herr" nennen. Das sind keine Ungläubigen.

Das die "gläubigen" Schafe Gott auf seinem Thron sitzend Herr nennen, ist kein Kriterium für ihren Glauben, sie sehen ihn ja.
Vorher hatten sie in den Menschen, denen sie geholfen haben keinen Herrn gesehen. Ich denke, daß der Heilige Geist uns sehr schnell klar macht, daß der Mensch, dem wir helfen ein Bruder oder eine Schwester ist. Dies ist für mich also auch ein Beweis, daß hier keine wahrhaftig gläubigen Christen vor dem Thron stehen. Aber sie haben Barmherzigkeit gezeigt und einen Glauben, der aus ihren Werken spricht. Matthäus 10, 40-42
Es handelt sich hier also um das Weltgericht, wo nach den Werken gerichtet wird, wie in Offenbarung 20, 11-15. Ebenso in Johannes 5, 27.
Gläubige Christen werden vor dem Preisrichterstuhl Gottes stehen 2. Korinther 5, 10. Ich denke aber, daß dies zu einer anderen Zeit sein wird, wie auch die Entrückung der Gemeinde zu einer anderen Zeit stattfindet, wie das Weltgericht.
Magdalena hat geschrieben:Und in Offb. 20 sind Christen wahre Gläubige mit dabei. Wer sonst soll "im Lebensbuch des Lammes" stehen? Offenbarung 20, 15

Das bei dem Weltgericht Christen mit dabei sind ist für mich undenkbar, eben wegen dem Versprechen Jesu, daß er in Johannes 5, 24 gibt.
Bedenke doch mal, welches Gericht der Herr Jesus Christus getragen hat, unser Gericht.. Hier kommt so ganz zum Tragen, was durch das Wort Jesu gesagt wird:
„Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“ .

Im Lebensbuch des Lammes stehen grundsätzlich alle Menschen, bis sie auf Grund ihrer Werke aus dem Lebensbuch getilgt werden. 2. Mose 32, 33 Psalmen 69, 29.
Mose und David stehen genauso darin, wie alle, die vor Gott als Gerechte erkannt wurden, also auch die Christen.

Liebe Grüße Thomas
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Re: "Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen"

Beitragvon Reklov » 2. April 2012 14:06

ThomasWeritz hat geschrieben:Liebes Forum,

ich denke, die Anforderungen Gottes an die Menschheit sind im Wesentlichen immer gleich geblieben.

1. Glaube halten, das heißt Gottes Worte befolgen, in dem Umfang wie es dem Menschen anvertraut war und
2. Liebe üben, das heißt gute Werke tun und sich so verhalten, wie man es von dem Anderen auch wünscht.
derer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen![/bquote]

Keiner, egal zu welcher Zeit er gelebt hat, darf irgendeinen Vorzug haben, was die Beurteilung Gottes angeht. Christen haben den einzigen Vorteil, daß sie die Heilsbotschaft kennen.
Ein Christ darf sich aber nicht für mehr halten, als ein Mensch, der sich zu anderen Zeiten auf den Weg gemacht hat, um mit Geduld und guten Werken nach Ehre und unvergänglichem Leben zu trachten.
Diejenigen, die ungebührlich gelebt haben, keinerlei Reue gezeigt oder die Gnade Gottes verachtet oder mit Füßen getreten haben, werden ein hartes Gericht erfahren:
Ungerechtigkeit gehorchen, Grimm und Zorn!
Liebe Grüße Thomas

Hallo Thomas,
bei Deinen Zeilen fehlt der wichtige Ansatz, dass eben gerade Moral und Ethik im Dasein von Völkerstämmen einen permanenten Wandel durchlaufen haben. -
So berichtete unlängst eine s/w TV-Doku aus den 50er Jahren von einem uralten Kopfjäger aus Borneo, der noch in seiner Jugend von den Schamanen seines Stammes dahin erzogen worden war, dass er glaubte, die Kraft eines besiegten Gegners der feindlichen Nachbar-Stämme ginge auf ihn über, wenn er a) Teile von ihm verspeist und b) er dessen Haupt vor seiner Hütte als Trophäe aufspießt.
Erst durch eine amerikanische Firma, welche Waldarbeiter aus allen Stämmen für gutes Geld einstellte, lernte er die einst feindlichen Stämme als freundliche Arbeitskollegen kennen, mit denen man am Abend entspannt eine Cola trinken konnte und erkannte seinen schweren Irrtum der Jugend, der ihm aber von den engstirnigen Schamanen seines Stammes von Kindesbeinen an so eingeimpft worden war. Da aber die anderen Stämme seinerzeit auch so grausam mit ihren Besiegten umgingen, hielt sich die Reue des alten Indio-Waldarbeiters (mit Baseball-Mütze) in Grenzen und er war auch in der Lage, an seinem Jugend-Irrtum innerlich nicht zu Grunde zu gehen, denn bei seinem Interview lächelte er (mit Zahnlücken) gutmütig/freundlich über seine späte Einsicht.
Frage: Wie sollte Gott mit solch einem, von Kindesbeinen an fehlgelenkten Menschen ins Gericht gehen?
Oder auf unsere Kultur bezogen: Wie soll man einen vorchristlichen Germanen beurteilen, dessen Glaube ihm vorgaukelte, dass besonders die tapferen und mutigen Krieger nach ihrem Tod bevorzugte Gäste in den >ewigen Hallen< der Götter sein werden?
Auch hier wurde mit Hoffnung auf Vorteile im Jenseits operiert, die Gemüter der Krieger von heidnischen Priestern geschickt manipuliert, vielleicht sogar bewusst in die Irre geführt?
Gott wird also am > Jüngsten Tag< Riesenunterschiede bei der Beurteilung des Einzelnen wegen der historischen Epochen machen müssen und dabei wird sich ein Aufschrei der >Benachteiligten< nicht vermeiden lassen.
Wird also ein Christ nach einem fehl geschlagenen Lebenslauf von Gott zur Rechenschaft gezogen, so wird er wohl auf die zeigen, welche, dank ihrer viel früheren Geburt, anders beurteilt werden müssen.
Ein noch sehr tief im Tierhaften verwurzelter >Neandertaler< wird sicher anders gewogen werden müssen, als ein Mensch des 20. Jahrhunderts und nur wenige werden mit dem Geburtsort/Zeit ihrer Person zufrieden sein und bereits diesen individuellen, wie ein Lotto-Spiel anmutenden Vorgang als höchst ungerecht empfinden. Das wird schon bei Adam beginnen, der sich ja fragen muss, warum gerade er als >Erster< in die Falle der Versuchung tappen musste?
Das wird mit Sicherheit ein spannendes >Jüngstes Gericht<, denn alle, auch die Engel, werden hoffentlich aufmerksam mithören dürfen und auf die juristischen Einwände der >Beschuldigten< darf man gespannt sein. Wenn es denn dabei fair zugehen soll, müssten ja auch Verteidiger erlaubt sein, denn Unzählige konnten ja die Botschaft Jesu nie hören, sind also damit automatisch auf eine >Sonderbehandlung< ihrer Fehlleistungen angewiesen. Auch für diese wäre Jesus sicher der beste >Anwalt<. - Nur, - wie sollte Jesus einen germanischen Krieger verteidigen, der in der Schlacht besonders wild und mutig tötete, weil er sich dabei die in seinem Volksglauben versprochenen Vorteile für das Jenseits erstreiten zu können glaubte?
Gruß von Reklov
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Re: "Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen"

Beitragvon ThomasWeritz » 2. April 2012 16:01

Lieber Reklov,

Zuvor gesagt. Du hast meinen Beitrag aber ordentlich zerstückelt. Was sollen denn da die Leute denken ?

Zu Deinen Einwänden. Du hast Recht, das Leben ist kompliziert. Gott kann den Menschen nur danach beurteilen, was er weiß. Und wenn auch das Gewissen im Wesentlichen jedem Menschen zeigt, was er besser lassen sollte, wird es von dämonischen Kräften offenbar manchmal völlig lahmgelegt. Dann begehen manche Menschen abscheuliche Taten und zeigen nicht einmal Reue.
Für sie ist es normal. Ob ein Mensch Reues zeigt, hängt wohl davon ab, daß er von Gott erst mal von der dämonischen Macht befreit wird.
Ich glaube trotzdem, daß Gott es bei jedem Menschen zu irgendeiner Zeit schafft, ihn auf seine Sündhaftigkeit anzusprechen:
Hiob 33, 1-33
Wenn ein Mensch trotzdem beharrlich in der Sünde verharrt, mag er wohl lächeln, aber nur solange er lebt.

Liebe Grüße Thomas
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Re: "Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen"

Beitragvon Reklov » 3. April 2012 11:45

ThomasWeritz hat geschrieben:Und wenn auch das Gewissen im Wesentlichen jedem Menschen zeigt, was er besser lassen sollte, wird es von dämonischen Kräften offenbar manchmal völlig lahmgelegt. Dann begehen manche Menschen abscheuliche Taten und zeigen nicht einmal Reue.
Hiob 33, 1-33
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Liebe Grüße Thomas

Hallo Thomas,
wenn wir >dämonische Kräfte< als Auslöser für Verbrechen heran ziehen, so sind wir im Grunde im >Sündenbock-Denken< der Antike stecken geblieben. Solch ein praktischer Gedanke aber vereinfacht sogar ein Jüngstes Gericht, denn Gott müsste sich am Ende aller Tage ja hauptsächlich nur mit diesen >dämonischen Vergiftern< befassen und ihre Opfer (uns) zunächst mal gnädig außen vorlassen.
Sollten solche >Kräfte< tatsächlich mit uns umspringen dürfen, wie es ihnen beliebt, so sind wir ja als ihre schwachen und wehrlosen Opfer während der Untat >lahm gelegt< (wie Du sagst), also eigentlich nur vermindert schuldfähig!
(Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass ein Verbrechen unter Alkohol-Einfluss auch von unserer irdischen Justiz um einiges milder beurteilt wird, da die Schaltzentrale Gehirn nicht voll funktionsfähig war.)

Im Buch Hiob versteigt sich das alte Judentum ja sogar zu der Vorstellung, dass Gott sich mit Satan im Himmel abspricht, dem Hiob mal so richtig auf den Zahn zu fühlen. Diese Story hat mir nie gefallen, da sie die Reinheit Gottes abwertet und IHN als jemanden vorstellt, der seinem größten Widersacher, trotz der >Paradies-Katastrophe<, auch noch gestattet, eines seiner Geschöpfe (Hiob) mit großen Qualen zu testen. Das passt irgendwie nicht zusammen.
Auch das NT braucht für seine Heilsgeschichte die Dienste des Bösen (Kaiphas, Judas, Pilatus etc.), denn ohne sie wäre Jesus nach ein paar Tagen wieder unbeschadet aus Jerusalem heraus gegangen und hätte seinen Weg als Menschenlehrer weiter gehen können.-
Woher aber das Böse eigentlich kommt, ist bis heute nicht ausgemacht, denn auch der einst reine Lieblingsengel Gottes >Lucifer< wurde ja seinerzeit plötzlich von dieser unheimlichen Kraft >lahm gelegt<.
Zu dieser großen Frage, die ich kürzlich hier in dem Themen-Block >WOHER KOMMT DAS BÖSE?< aufstellte, gab es zwar viele gute Ansätze, aber keine befriedigende Antwort. - Hätte man jedoch dieses Rätsel geknackt, bräuchte man auch kein Dogma mehr.
Gruß von Reklov
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Re: "Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen"

Beitragvon Vielgeliebte » 3. April 2012 12:19

ThomasWeritz hat geschrieben:Das bei dem Weltgericht Christen mit dabei sind ist für mich undenkbar, eben wegen dem Versprechen Jesu, daß er in Johannes 5, 24 gibt.
Bedenke doch mal, welches Gericht der Herr Jesus Christus getragen hat, unser Gericht.. Hier kommt so ganz zum Tragen, was durch das Wort Jesu gesagt wird:
„Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“ .


Liebe Grüße Thomas




Hallo Thomas, ich hoffe, dir gehts im Moment gut!

Auch für mich ist es undenkbar, dass Christen mit Ungläubigen zusammen vor dem Richterstuhl stehen werden.

Es wird drei Gerichtssitzungen geben...


http://www.bibelstudium.de/index.php?ar ... +Sitzungen



Wir Christen werden nach unserer Entrückung vor dem Richterstuhl erscheinen - aber nicht um gerichtet zu werden - sondern wir werden offenbar gemacht werden und erhalten entsprechend Lohn

Offenbar werden gemacht, unser Werke:
2. Korinther 5, 9 (Elberfelder):Deshalb beeifern wir uns auch, ob einheimisch oder ausheimisch, ihm wohlgefällig zu sein.Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, auf daß ein jeder empfange, was er in dem [c] Leibe getan, nach dem er gehandelt hat, es sei Gutes oder Böses.


Nach unseren Worten:
Matthäus 12, 36 (Elberfelder):Ich sage euch aber, daß von jedem unnützen Worte, das irgend die Menschen reden werden, sie von demselben Rechenschaft geben werden am Tage des Gerichts;



Nach unserem Dienst:
1. Korinther 3, 12-15 (Elberfelder):Wenn aber jemand auf diesen Grund baut Gold, Silber, köstliche Steine, Holz, Heu, Stroh,so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klar machen, weil er in Feuer geoffenbart wird; und welcherlei das Werk eines jeden ist, wird das Feuer bewähren.Wenn das Werk jemandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen;wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.



Nach unseren persönlichen Entscheidungen:
Römer 14, 10-12 (Elberfelder):Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.Denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge soll Gott bekennen.« [b]Also wird nun ein jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.


Also ist es ganz wichtig, dass wir uns noch zu Lebzeiten entscheiden. Danach ist es zu spät!



lg V
Sie gehen durch das Tränental und machen es zu einem Quellort Psalm 84,7
http://www.bibelseelsorge.de/
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Re: "Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen"

Beitragvon Magdalena61 » 4. April 2012 13:16

ThomasWeritz hat geschrieben:
Magdalena hat geschrieben:Die Scheidung der Schafe und Böcke findet bei Leuten statt, die den König "Herr" nennen. Das sind keine Ungläubigen.
Dies ist für mich also auch ein Beweis, daß hier keine wahrhaftig gläubigen Christen vor dem Thron stehen. Aber sie haben Barmherzigkeit gezeigt und einen Glauben, der aus ihren Werken spricht. Matthäus 10, 40-42
Wenn du das so siehst, dann haben wir bereits wir mit den ersten drei Versen ein Problem:
Matthäus 25, 31-33 (Schlachter 2000):Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.
Wie können Heiden, also Ungläubige... "Schafe" sein? :o
Die Schafe des Guten Hirten?
Jesus sagt doch von seinen Schafen:
Johannes 10, 27 (Schlachter 2000):Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach;
Das passt nicht auf Ungläubige.
Die Übersetzung "Heidenvölker" und gar die (nicht originale Kapitelüberschrift "Gericht über die Heidenvölker") sind mangelhaft und irreführend.
Thomas Weritz hat geschrieben:Das bei dem Weltgericht Christen mit dabei sind ist für mich undenkbar, eben wegen dem Versprechen Jesu, daß er in Johannes 5, 24 gibt.
Mir scheint, dieser Vers wird nicht richtig ausgelegt. Jesus hat das nicht zu Christen gesagt, sondern zu Juden, die Ihm vorwarfen, ihre Sabbatgebote gebrochen zu haben und sich "Gott gleich zu machen".

Daraufhin erklärte Er zu seiner Rechtfertigung, in Übereinstimmung mit dem Vater zu handeln und sagte ihnen, dass sie Gott weder kannten noch verstanden- was einen vergeblichen Gottesdienst bedeutete Johannes 5, 37-38 und somit Gericht nach sich zog.

Wenn man durch Werke errettet werden kann, dann ist Jesus nur für die Christen gestorben?
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Re: Kommen Gläubige ins Gericht?

Beitragvon Love » 4. April 2012 13:27

Ins göttliche Gericht kommt Jeder, der gegen das göttliche Gesetz verstößt.
Diese aber, wie unvernünftige Tiere von Natur zum Fang und Verderben geboren, lästern über das, was sie nicht verstehen, und werden in ihrer Verdorbenheit umkommen, 2. Petrus 2.12
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Re: Kommen Gläubige ins Gericht?

Beitragvon Kim M. » 4. April 2012 14:46

Ich schließe mich den Vorrednern Thomas und Vielgeliebte an.

Sehe ich genauso. Mehrere Gerichtssitzungen; Christen, die gerichtet aber nicht verurteilt werden; Lohn, der ausgeteilt wird; das Offenbarwerden aller Taten; Ausstreichen aus dem Lebensbuch usw.

Aber vermutlich gibt es wieder Probleme, weil etliche gerichtet sein mit verurteilt sein verwechseln.

DAS wird doch mal interessant werden. Wenn dann mal alles ans Licht kommt. Da bin ich super gespannt drauf. Ich habe eine recht gute Ahnung, was ich schon alles verbockt habe. Aber dann mal zu schauen, wer das, was er gesagt hat, auch gelebt hat...das wird spannend.

Johannes 3, 18-21 (Schlachter 2000):Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind.


1. Johannes 1, 9 (Schlachter 2000):Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 
Psalm 146, 1-10; Schlachter 2000
Psalm 40, 1-4; Schlachter 2000

Wohl dem, der das beste nicht verlor, im Kampf des Lebens, den Humor. (dt. Sprichwort)
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Re: Kommen Gläubige ins Gericht?

Beitragvon Silvia60 » 4. April 2012 15:01

Für mich ist es erst einmal wichtig, dass wir die himmlische und die irdische Berufung unterscheiden. Das 1000-jährige Friedensreich ist zu unterscheiden von der Berufung der Gemeinde. Das sehen wir schon daran, dass in diesem Friedensreich Menschen sterben können, Glieder der Gemeinde aber nicht. Ich finde es nicht förderlich alles im Blick auf die Gemeinde zu lesen. Die Juden werden nach der Entrückung der Gemeinde nach der großen Drangsal als Volk gerettet werden. Und auch andere Völker. Ihnen gilt dieses irdische 1000-jährige Reich. Wir aber werden auf ewig mit dem Herrn verbunden sein. Meines Erachtens geht es bei den Schafen und Böcken darum, wer in dieses Friedensreich eingeht, nämlich die, die die Juden, also Jesu Brüder, unterstützt haben, und jene, welche dies nicht getan haben. Alles andere ließe viele Prophetien im AT außer Acht. LG. Silvia
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