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Gedanken zur Bergpredigt

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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Jo2 » 11. September 2017 05:42

Hallo M-O,
M-O hat geschrieben:in allen wesentlichen Punkten könnte ich Dir fundiert entgegnen.

Das glaube ich dir.
M-O hat geschrieben:Jedoch habe ich aufgrund meiner Liebe zu Gott und den Menschen kein Interesse an einer Eskalation und lass' es bleiben.

„Eskalation“ finde ich übertrieben, aber wie du möchtest.

Gruß
Jo
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon MOSE-OFFENBARUNG » 11. September 2017 14:55

Helmuth hat geschrieben:
_ _ _

Aus dem Grund ein paar Worte an MO:

Das mit der Zweiteilung wird alle Denominationen betreffen, nicht nur die der ZJ. Ich kenne keine einzige Gruppe, von der ich heute behaupten könnte, sie werde komplett ins Reich der Himmel eingehen. Also seien wir alle lieber vorsichtig mit Vorurteilen.

Bist du aber der Auffassung jemand hier entspreche nicht den Voraussetzungen, dann argumentere ihn nicht einfach davon weg (was so und so Nonsens ist), sondern führe ihn vielmehr dort hin. Denn Jesus ist immer noch der Retter für alle Seelen und noch nicht der Richter. Das kommt schon noch und dann ist es aber zu spät.


Hallo Helmuth,

natürlich muss man davon ausgehen, dass es auch in jeder (größeren) christlichen Glaubensgemeinschaft Menschen gibt, die nicht "ins Reich der Himmel eingehen."

Und letztlich ist es Gottes Sache, darüber zu entscheiden, wer in den Himmel kommt!!!

Ich kann aufgrund Deiner Beiträge in diesem Forum sicher wissen, dass ich die Zeugen Jehovas besser kenne als Du.
Und es sind eben keine Vorurteile, die ich über die Zeugen Jehovas hier schreibe!!!

Es sind die Zeugen Jehovas selber, die sogar die absolute Mehrheit ihrer eigenen Gläubigen als nicht wiedergeboren und nicht in den Himmel kommend ansehen!!!
Das ist also kein Vorurteil, sondern ein Selbsturteil der Zeugen Jehovas!!!

Das erinnert sehr an die Worte des Herrn Jesus Christus:
Matthäus 23, 13 (Schlachter 2000):Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die laßt ihr nicht hinein. 


Ich behaupte keineswegs, dass alle Zeugen Jehovas Heuchler sind.
Es gibt sicher auch viele Zeugen Jehovas, die aufrichtig das glauben, was sie lehren!!!
Aber im Ergebnis trifft der letzte Satz der Worte des Herrn Jesus in Mt.23:13 auf die meisten Zeugen Jehovas zu. Und insbesondere stimmt es in Bezug auf die WTG!!!

Die Zeugen Jehovas wollen gemäß ihren eigenen Worten das (König-)Reich Gottes erleben.
Aber gemäß den Worten des Herrn Jesus Christus kann man, ohne von neuem geboren zu werden (Wiedergeburt), das Reich Gottes nicht (mal) sehen und nicht hinein kommen!!!
Johannes 3, 3-5 (Schlachter 2000):Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird [b], so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist [c] geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! 

Und das teile ich den Zeugen Jehovas mit, weil ich sie liebe und nicht will, dass sie verloren gehen!!!

Ich habe in diesem Forum die Zeugen Jehovas auch schon ein paar Mal positiv und lobend erwähnt.
Die Zeugen Jehovas werden von mir also nicht nur kritisiert.
Außerdem habe ich schon mehrfach gegenüber den Zeugen Jehovas die gute Nachricht des Herrn und Retters Jesus Christus bezeugt. Auch schon in diesem Forum.

Deshalb sind Deine an mich gerichteten Worte nicht passend.


Liebe Grüße
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Ziska » 21. September 2017 13:54

Mit Matthäus 5:6 geht es weiter:
Matthäus 5, 6 (Schlachter 2000):Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!

Jesus pries diejenigen glücklich, die sich nach Gerechtigkeit sehnen.

Er versprach, dass der heilige Geist kommen würde. Dann würden seine Jünger wissen, von welcher Gerechtigkeit die Rede ist.
Nämlich von der Gerechtigkeit Gottes.
Johannes 16, 8 (Neue Evangelistische Übersetzung):Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen.
Er wird den Menschen die Augen öffnen über Sünde, Gerechtigkeit und Gericht.


Ein weiterer schöner Bibelvers ist dieser:
Epheser 4, 24 (Neue Evangelistische Übersetzung):da ihr ja den neuen Menschen angezogen habt, den Gott nach seinem Bild erschuf
und der von wirklicher Gerechtigkeit und Heiligkeit bestimmt ist.


Wer nach Gerechtigkeit hungert, wird Schritte unternehmen, um die neue Persönlichkeit anzuziehen, um somit ein neuer Mensch zu werden.
Kolosser 3, 9 (Neue Evangelistische Übersetzung):Hört auf, euch gegenseitig zu belügen,
denn ihr habt doch den alten Menschen mit seinen Gewohnheiten ausgezogen und seid neue Menschen geworden,
die ständig erneuert werden und so immer mehr dem Bild entsprechen, das der Schöpfer sich vorgestellt hat
.

So wird man ein Mensch, dessen Leben von der Gerechtigkeit Gottes bestimmt wird.

Das ist natürlich eine tägliche Herausforderung an jeden Christen.
Es ist Arbeit, die aber sinnvoll ist.


Jesus gab den weisen Rat:

Matthäus 6, 33 (Schlachter 2000):Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit [e], so wird euch dies alles hinzugefügt werden! 


Diese Menschen werden also das Königreich Gottes und alles was damit zusammenhängt, an die erste Stelle in ihrem Leben setzen.

Doch wir könnten noch so viel selber tun. Wir könnten noch so oft die Ratschläge Jesu in unserem Leben anwenden. Und die Hinweise des von Gott inspirierten Apostels Paulus und der anderen Bibelschreiber.

Denn:
Ohne Jesu Loskaufsopfer wäre es niemals möglich von uns selbst, aus eigener Kraft in einen gerechten Stand vor Gott zu kommen!

Was sagte Paulus:
Römer 3, 23-24 (Neue Evangelistische Übersetzung):denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes [h] verloren.
Doch werden sie allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.


Gott schenkt uns seine Gerechtigkeit.
Das heißt, wir werden von Gott als gerecht angesehen, wenn wir wirklich Glauben an Jesus und sein Lösegeld ausüben...

Römer 3, 22 (Neue Evangelistische Übersetzung):Es ist die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt wird und allen zugute kommt, die glauben. Da ist kein Unterschied zwischen Jude und Nichtjude,


Erst wenn das Königreich Gottes herrscht und der König Jesus Christus alle Ungerechtigkeit beseitigt hat, wird der Hunger nach Gerechtigkeit gestillt werden. :heart:

bis dahin gilt:
1. Timotheus 6, 11-12 (Neue Evangelistische Übersetzung):Aber du, als Mann Gottes, fliehe vor alldem.
Strebe dagegen nach Gerechtigkeit, Ehrfurcht vor Gott, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Freundlichkeit.
Kämpfe den guten Kampf, der zu einem Leben im Glauben gehört,

und ergeife das ewige Leben, zu dem Gott dich berufen hat
und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.
“Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß;
nicht alles glaubt, was man hört.
Und über den Rest einfach nur lächelt!“
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Ziska » 20. Oktober 2017 14:10

Weiter gehts:
Matthäus 5, 7 (Neue Evangelistische Übersetzung):Wie glücklich sind die Barmherzigen!
Ihnen wird Gott seine Zuwendung schenken.

Barmherzigkeit... Was ist das? Wie äußert sich das? Das beste Beispiel gibt natürlich Jesus Christus.

Jesus hatte Erbarmen oder Mitleid mit den Leidenden. Aus Barmherzigkeit wirkte er viele Wunder. Er heilte Kranke und sorgte auch für Speise.

Er nahm sich Zeit und schenkte Trost. Wer aufrichtig seine Fehler einsah und bereute, dem vergab Jesus.
Lukas 9, 11 (Neue Evangelistische Übersetzung):Als die Leute das merkten, folgten sie ihm in Scharen.
Jesus wies die Menschen nicht ab, sondern redete zu ihnen über das Reich Gottes. Und alle, die Heilung brauchten, machte er gesund.


Aus Mitleid suchte er nach allen, ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten,
um die gute Botschaft vom Königreich Gottes zu predigen.

Denn deswegen wurde er von Gott in die Welt gesandt.
Lukas 4, 42-43 (Neue Evangelistische Übersetzung):Bei Tagesanbruch ging er aus dem Haus fort an eine einsame Stelle.
Doch die Leute suchten ihn, bis sie ihn gefunden hatten. Sie wollten ihn festhalten und verhindern, dass er von ihnen wegging.
Aber er sagte zu ihnen: "Ich muss auch den anderen Städten die gute Botschaft vom Reich Gottes verkündigen, denn dazu hat Gott mich gesandt."


Die Wahrheit über Gott war von den damaligen religiösen Führern verwässert oder sogar ganz verschwiegen worden.
Für diese Heuchler war Tradition wichtiger als das Wort Gottes...
Markus 7, 13 (Schlachter 2000):und so hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und viele ähnliche Dinge tut ihr.
(Hier gingen sie weit über das Gebot ´Vater und Mutter zu ehren´ hinaus)

Deswegen waren die Menschen für Jesus, wie Schafe ohne Hirten.
Matthäus 9, 36 (Neue Evangelistische Übersetzung):Als er die vielen Menschen sah, ergriff ihn tiefes Mitgefühl, denn sie waren hilflos und erschöpft wie Schafe ohne Hirten.

Die Hirten erwiesen sich als falsche Hirten, wie Jesus bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder deutlich betonte.
Matthäus 15, 7-9 (Neue Evangelistische Übersetzung):Ihr Heuchler! Auf euch trifft genau zu, was Jesaja geweissagt hat:'Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber sein Herz ist weit von mir fort.
Ihr Dienst an mir ist ohne Wert, denn sie lehren, was Menschen erdachten.'
[d]"


Ganz anders war Jesus, der Sohn Gottes. Durch seine Worte und Taten zeigte Jesus seinen Mitmesnchen gegenüber vollkommene Barmherzigkeit.
So zu handeln machte Jesus wirklich glücklich und zufrieden.

Wenn wir Jesus nachahmen und auch unseren Mitmenschen gegenüber Barmherzig handeln, werden auch wir glücklich...
All das wird von anderen beobachtet. Mag sein, dass dadurch so mancher umdenkt und auch barmherzig handelt.

Das wichtigste ist aber, dass Gott unsere Bemühungen barmherzig zu handeln auch sieht.
Dann wird er auch uns Barmherzigkeit erweisen, wenn die ganze Welt gerichtet wird.
Matthäus 6, 15 (Neue Evangelistische Übersetzung):Wenn ihr den Menschen aber nicht vergebt, dann wird euer Vater auch eure Verfehlungen nicht vergeben.


Möchten wir wirklich glücklich sein? Dann handeln wir wie Jesus und üben Barmherzigkeit und haben Mitleid. :-)
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon jorba » 12. Januar 2018 09:29

Matthäus 5, 1-3 (Schlachter 2000):Als er aber die Volksmenge [a] sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm. Und er tat seinen Mund auf [zu einer Rede], lehrte sie und sprach: Glückselig sind die geistlich Armen [b], denn ihrer ist das Reich der Himmel!


Glückselig wer geistlich arm ist? Was hat das mit Glück zu tun?

Wer freut sich denn darüber, daß ihm jemand sagt, er sei geistlich arm? Und daß er dann für seine Dummheit auch noch belohnt werden soll? Freue dich über deine Einfältigkeit? Ein Lob auf die Beschränktheit? Das wäre ja Sarkasmus pur!

Nein, so kann es nicht gemeint sein. Zumindest nicht in der Weise wie wir das jetzt verstehen. Aber deuten wir das geistlich und im biblischen Sinne, sieht das schon anders aus.

Vor Gott sind wir alle reichlich arm im Geist – auch wenn wir studiert haben, vielleicht auch promovierten, gesellschaftlich anerkannt, beliebt und erfolgreich und vermögend sind. Wie viele von denen, die in der Welt auf der Sonnenseite leben, sind geistlich aufgeweckte Christen?

Wie viele von denen, die erfolgreich im Leben sind, sind von Gott tatsächlich gesegnet? Wer meint daß er von Gott gesegnet ist, weil er erfolgreich und das Leben sein Freund ist, hat es nicht wirklich verstanden.

Armut in diesem Sinne bedeutet: Ich kann mir das Leben von Gott nicht erarbeiten. Es muss mir geschenkt werden! Und das ist sehr befreiend, denn ich muss das Entscheidende im Leben und vor Gott nicht selbst leisten! Ein neues Herz wird nicht entwickelt, sondern geschenkt.

Wenn es einem äußerlich gut geht, ist das nicht automatisch mit dem Segen Gottes gleichzusetzen – selbst wenn solche falschen Mutmaßungen auch in manchen christlichen Gruppierungen behauptet werden - Stichwort: Wohlstandsevangelium - es ist eine verkehrte Annahme. Man kann auch religiös und kirchlich engagiert sein, und sich dennoch in seiner Selbstgefälligkeit vor Gott irrtümlicherweise als reich uns satt ansehen. Eine fromme Arroganz ist ein Widerspruch in sich selbst.

Wir sind in der Frage nach der Seligkeit und dem Weg dahin eine geistliche Null! Und wenn wir das begreifen und verstehen und glauben, dann sind wir im Hinblick auf das Evangelium die Seliggepriesenen.

Und auch die Jünger mussten verstehen lernen, daß sie nichts aus sich selbst tun konnten – weder heilen, noch predigen, noch nachfolgen, noch überwinden, noch glauben, noch Gott lieben.

Die Seligpreisungen sind mit den Verheißungen und der Person Jesus Christus untrennbar verbunden! Sie sind an das Werk Jesu geknüpft und richtet sich an Menschen, die sich an ihn halten und sich durch Gottes Gnade und Barmherzigkeit in ihrer Seele ansprechen lassen.

Ob stark oder schwach, reich oder arm, klug oder einfältig, angesehen oder abgelehnt. Alle sind eingeladen diese Glückseligkeit in Person von Jesus Christus zu ergreifen.

Und genau das ist auch der Grund, warum die Kraft Gottes in den Schwachen mächtig ist. Die, die sich selbst für stark und autonom halten, die brauchen und wollen keinen Erlöser. Zur Glückseligkeit wird keiner verdonnert! Alles fängt mit leeren Händen vor Gott an.

In diesem Sinne!

LG Jörg :mrgreen:
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Ellipirelli » 13. Januar 2018 10:48

Hallo,
Jo2 schrieb:
Keiner konnte vor Jesus wiedergeboren werden. Auch kein Mensch Gottes, vor Jesu Zeit, konnte wiedergeboren werden: Von Abel bis Johannes den Täufer. Also sie alle werden „Gottes vollkommene Reich“ nicht sehen und nicht hineingehen?

dass die Menschen im AT, also vor der Kreuzigung Jesus, keine Wiedergeburt erleben konnten, kann ich so nicht erkennen.
Laut Hebräer 11,, hatten die Gläubigen Heilsgewissheit. Woher kommt die Gewissheit des Heils und den Glauben an das himmlische Kanaan, bzw., himmlische Jerusalem?
Aus einer Werksgerechtigkeit heraus bestimmt nicht. Der Geist Gottes wirkte ebenso im AT.

Natürlich gibt es diesen Text:
Johannes 7, 38-39 (Schlachter 2000):Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.


Der heilige Geist zeigt uns den Gekreuzigten, klar und deutlich. Dass David den "Gekreuzigten" vorausschauend erkannte, bezeugen seine prophetischen Aussagen in seinen Psalmen. Dann Jesaja Jesaja 53,.
Natürlich hatten unsere Glaubensväter, Propheten und zahlreiche Frauen, alle Heilsgewissheit.

Ganz klar, sie sahen unseren Herrn Jesus Christus schon im Voraus!
1. Petrus 1, 11 (Schlachter 2000):Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. 

Vor Pfingsten, und vor der Himmelfahrt, wurde bereits der Heilige den Jüngern gegeben.
Johannes 20, 22 (Schlachter 2000):Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist! 
Wie geht das...Jesus war noch nicht
verherrlicht ??
Dann haben wir natürlich diesen Text:
Johannes 7, 39 (Schlachter 2000):Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

So wie ich das sehe, gibt es wohl mehr zu deuten, einfach ausgedrückt: Sie hatten nicht, und jetzt haben wir.

LG
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Jo2 » 13. Januar 2018 14:39

Hallo Ellipirelli,
Ellipirelli hat geschrieben:dass die Menschen im AT, also vor der Kreuzigung Jesus, keine Wiedergeburt erleben konnten, kann ich so nicht erkennen.

Ist es aber so. Was bedeutet Wieder geboren zu sein? Jesus sagte:
Johannes 3, 5 (Schlachter 2000):Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist [c] geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! 

Wiedergeburt= eine Geburt „aus Wasser“ (Taufe) UND eine Geburt „aus Geist“ (Geistestaufe). Die Reihenfolge = zuerst kommt die Wassertaufe und dann die Geistestaufe. Der erste Wieder geborene in die Menschheitsgeschichte ist Jesus. Folglich, ALLE Gottes Männer VOR Jesus, hatten zwar den heiligen Geist aber, sie waren niemals wieder geboren. Der Evangelist Markus beschreibt die Wiedergeburt Jesu folgendermaßen:
Markus 1, 9 (Schlachter 2000):Und es geschah in jenen Tagen, daß Jesus von Nazareth in Galiläa kam und sich von Johannes im Jordan taufen ließ. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er den Himmel zerrissen und den Geist wie eine Taube auf ihn herabsteigen. 

Im Jordan wurde Jesus mit Wasser getauft. Und in dem Augenblick, als er vom Himmel den Geist erhielt, wurde er mit heiligem Geist getauft somit wurde er der erste wieder geborene überhaupt.Etwa drei Jahre nach dieser Taufe versprach Jesus seinen Jüngern nach ihrer Wassertaufe auch die Geistestaufe:
Apostelgeschichte 1, 5 (Schlachter 2000):denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden [b] nicht lange nach diesen Tagen.

Wann geschah das? Am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z.
Ellipirelli hat geschrieben:Laut Hebräer 11,, hatten die Gläubigen Heilsgewissheit. Woher kommt die Gewissheit des Heils und den Glauben an das himmlische Kanaan, bzw., himmlische Jerusalem?

Hebräer Kapitel 11 befasst sich mit dem Glauben und hat nichts mit Wiedergeburt zu tun.

Ellipirelli hat geschrieben:Aus einer Werksgerechtigkeit heraus bestimmt nicht.

Wer hat was über eine „Werksgerechtigkeit“ gesagt?
Ellipirelli hat geschrieben:Der Geist Gottes wirkte ebenso im AT.

Sicher, Simson war durch Gottes Geist stärker als eine Lokomotive, war aber trotzdem nicht wiedergeboren. Simson hatte den Geist Gottes, war aber nicht durch Wasser und Geist getauft. Ein Wiedergeborener wird zum Sohn Gottes, er darf mit Jesus im Himmel regieren.Über Johannes den Täufer wurde gesagt:
Lukas 1, 15 (Schlachter 2000):Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken, und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an

Schon von Geburt her, hatte Johannes den Geist Gottes. War er Wiedergeboren? Nein. Der Beweis? Er wird im Himmel nicht dabei sein:
Matthäus 11, 11 (Schlachter 2000):Wahrlich, ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Reich der Himmel ist größer als er


Gruß
Jo
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon HabeAcht » 13. Januar 2018 15:18

Kommen die alttestamentlichen Gläubigen in den Himmel oder haben sie eine irdische Hoffnung?

Jo2 versucht mit Matthäus 11,11 zu begründen, dass sie (einschließlich Johannes der Täufer) nicht dabei sein werden. Wahrscheinlich wird im Laufe dieser Diskussion auch noch Apostelgeschichte 2,29.34 zitiert werden. Beide Bibelverse werden gerne angebracht, um eben zu zeigen, dass jeder alttestamentliche Gläubige nicht in den Himmel kommen wird.

Matthäus 11, 11 (Elberfelder):Wahrlich, ich sage euch, unter den von Weibern Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer; der Kleinste aber im Reiche der Himmel ist größer als er.


Apostelgeschichte 2, 29 (Elberfelder):Brüder, [n] es sei erlaubt, mit Freimütigkeit zu euch zu reden über den Patriarchen David, daß er sowohl gestorben als auch begraben ist, und sein Grab ist unter uns bis auf diesen Tag.

Apostelgeschichte 2, 34 (Elberfelder):Denn nicht David ist in die Himmel aufgefahren; er sagt aber selbst: Der Herr sprach zu meinem Herrn: »Setze dich zu meiner Rechten,


Jedoch wird an beiden Stellen nirgendwo gesagt, dass Johannes und David nicht in den Himmel kommen. Apostelgeschichte zieht einen Vergleich zwischen Jesus und dem König David. Jesus ist in den Himmel aufgefahren und hat sich zur Rechten Gottes gesetzt. David nicht, denn er ist nicht der Messias, sondern nur sein menschlicher Vorfahre - was aber nicht besagt, dass er keine himmlische Erwartung hat. In Matthäus 11 wird zwischen den Gläubigen des Alten und Neuen Bundes verglichen. Es ist richtig, dass die Menschen des alten Bundes keine solche Wiedergeburt empfangen hatten, wie die ersten Christen.
Das alles bedeutet aber wie gesagt nicht, dass Johannes der Täufer, David und all die übrigen Gerechten des Alten Bundes keine Zugang zum Himmel haben. Für sie gilt die Gnade, welche sie im Erscheinen des Messias erwarteten, rückwirkend, weil Gott ihren Glauben ansieht. Gerade das zeigt der Hebräerbrief:

Hebräer 11, 13-16 (Elberfelder):Diese alle sind im Glauben [l] gestorben und haben die Verheißungen nicht empfangen, sondern sahen sie von ferne und begrüßten sie und bekannten, daß sie Fremdlinge und ohne Bürgerschaft auf der Erde [m] seien.Denn die solches sagen, zeigen deutlich, daß sie ein Vaterland suchen. [n]Und wenn sie an jenes gedacht hätten, von welchem sie ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt zurückzukehren.Jetzt aber trachten sie nach einem besseren, das ist himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.


Die oben erwähnte Stadt ist zweifellos dieselbe, die auch für die Gläubigen des Neuen Bundes bestimmt ist: das himmlische Jerusalem. (Hebr. 12,22; Offb. 21)

Es gibt also keine Verheißungsgrenze. Ganz im Gegenteil. Zwei Stellen seien noch genannt:
1.Korinther 10,1-4:

1. Korinther 10, 1-4 (Elberfelder):Denn ich will nicht, daß ihr unkundig seid, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind,und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meere,und alle dieselbe geistliche Speise aßen,und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete.


Außerdem noch Matthäus 8,11:

Matthäus 8, 11 (Elberfelder):Ich sage euch aber, daß viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tische liegen werden in dem Reiche der Himmel,


Ps: Die vielen irdische Verheißungen (besonders im AT) stehen zu den himmlischen Verheißungen nicht im Widerspruch, weil sie sich auf das 1000 jährige Reich beziehen. (sie liegen also zeitlich hintereinander und nicht übereinander.)
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Ellipirelli » 13. Januar 2018 18:13

Hallo Jo2,

Jo2 hat geschrieben:Im Jordan wurde Jesus mit Wasser getauft. Und in dem Augenblick, als er vom Himmel den Geist erhielt, wurde er mit heiligem Geist getauft somit wurde er der erste wieder geborene überhaupt.Etwa drei Jahre nach dieser Taufe versprach Jesus seinen Jüngern nach ihrer Wassertaufe auch die Geistestaufe:

Lehren die ZJ das..??
Ich habe das noch nie gehört... Dass Jesus eine "Wiedergeburt" erleben musste, ist völlig am Evangelium vorbei. Wie kann man nur so etwas denken? :(

Wasser steht für das Wort Gottes ...Das Wort Gottes in Verbindung mit dem Heiligen Geist bewirkt bei dem Gläubigen die Herzensveränderung, bis hin zur völligen Übergabe, in der Wiedergeburt.
Wenn jemand von Neuem wiedergeboren wird, heißt das, das ein Herrschaftswechsel von Satan zu Gott stattgefunden hat.
Jesus war immer sündlos und ohne Fehler, sein Vater war JHWH. Warum sollte Jesus von Neuem wiedergeboren werden, wenn es niemanden gibt, der reiner war als er.
Jesus sprach schon als 12-jähriger im Tempel seines Vaters, in Vollmacht des heiligen Geistes.

Unser Herr Jesus kam als der Messias, als der Gesalbte. Jesus wurde bei seiner Taufe, zum König, Prophet und Priester geweiht( gesalbt).
Jo2 hat geschrieben:Hebräer Kapitel 11 befasst sich mit dem Glauben und hat nichts mit Wiedergeburt zu tun.

Da haben wir wohl grundsätzlich, eine völlig verschiedene Auffassung von der "Wiedergeburt"

Nein, die "Wiedergeburt" bekommt der Mensch nicht automatisch bei der Taufe, noch findet sie bei der Entrückung der Gläubigen statt. Ein Mensch wird wiedergeboren, wenn er Jesus Christus als seinen persönlichen Retter annimmt. Die Frucht dieser Übergabe ist die Heilsgewissheit. Sie kommt aus dem Heiligen Geist, der Mensch kann aus sich selbst heraus keine Heilsgewissheit erarbeiten. Hebräer 11, beschreibt die "Heilsgewissheit" der Gläubigen im AT sehr gut.

Römer 8, 16 (Schlachter 2000):Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. 

Jeder, der Heilsgewissheit hat und nicht nur so tut als ob, ist ein "Wiedergeborener"

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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Bert80 » 13. Januar 2018 20:23

Guten Abend zusammen.

Die Begriffe "irdische" und "himmlische" Hoffnung hängen ganz eng zusammen mit der dispensationalistischen Theologie. Ich persönlich habe sie zuerst bei den ZJ gehört und gelesen, da diese der Ansicht sind, dass die 144 000 eine himmlische Hoffnung haben, während die breite Masse der ZJ nur eine irdische Hoffnung hat. Aber auch bei den anderen Dispensationalisten geistert diese Ansicht oder ähnliche herum
Und alle sind mit der völlig unbiblisch Spekulation über irdische Vorgänge im sogenannten 1000-j. "Reich" zusammen, die aber nirgendwo in der Bibel stehen.

Gewiss werden alle Erlösten mit Jesus zusammen im Himmel während der 1000 Jahre Gericht halten oder "regieren", aber dies geschieht über Tote, wie Offb. 20 berichtet. Erst nach den 1000 Jahren füllt sich die Erde wieder mit Leben, wenn die 2. Auferstehung erfolgt.

Wiedergeburt bedeutet: Noch einmal geboren werden, diesmal aus Wasser und Geist. Das bedeutet, der Mensch macht einen neuen Anfang. Und Jesus brauchte nie einen neuen Anfang zu machen, denn er war ja der 2. Adam, also der Neue Anfang Gottes in dieser Welt. Ein wiedergeborener Mensch macht einen neuen Anfang, diesmal mit Jesus als seinem Herrn und Meister. Aber das konnte ein Mensch auch schon im AT tun. Er machte dann einen Neuanfang mit Gott, wenn er sich bekehrte. Und zu diesem Neuanfang haben die Propheten mehrfach aufgerufen. Vielleicht nannte man das etwas anders, aber es war nichts Anderes als eine Wiedergeburt.

L G v. Bert
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