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Gedanken zur Bergpredigt

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Bonnie » 24. Januar 2018 19:14

Tiric hat geschrieben:
Dieser Austausch der Begriffe ist so unglaublich falsch, dass man in Gedenken an Trump tatsächlich an "alternative Übersetzung" erinnert wird.

Hab eben noch eine Bibelstelle, ein Beispiel für diese Praktik, hinzugefügt :-) .
Liebe Grüße
Bonnie

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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Bert80 » 24. Januar 2018 19:24

Guten Abend.

Am Thema "Hölle" kann man unschwer erkennen, wie eine Irrlehre einen Rattenschwanz von anderen Irrlehren nach sich zieht.

Jeder kann sich leicht davon überzeugen, dass die Lehre von einem Weiter-Existieren eines angeblich unsterblichen Teil eines Menschen nicht aus der Bibel, sondern aus dem Heidentum stammt. Unsere heutige Vorstellung von einer "unsterblichen Seele" stammt eindeutig von dem heidnischen Philosophen Platon aus de, 3. / 4. Jahrhundert vor Christus in Griechenland.

Die besten Kenner der theologischen Lage um die Zeitenwende, wie z.B. Prof. Karl Barth und eine Reihe von Kollegen sind sich darin einig, dass diese Lehre z.Zt. Jesu im Judentum und damit in der Bibel nicht vor kommt. Sie war aber durch die Gräzisierung des Orients in Palästina als heidnische Vorstellung bekannt. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde sie dann auf dem 3. Lateran Konzil als Dogma in der RKK anerkannt. Sie gilt aber in der RKK-Theologie bis heute als das Dogma, welches am schwächsten aus der Bibel zu belegen ist

Der Begriff "Hölle" selbst kommt in der Bibel nicht vor, genau so wenig wie !"000-j. R E I C H" Aber eine unsterbliche Seele bedingt natürlich auch eine nie endende Bestrafung der Gottlosen. Und da man aus der Bibel heraus bekanntlich alles "beweisen" Kann (sogar, dass es keinen Gott gibt), wenn man nur einen scheinbar passenden text missbraucht, so kann man auch eine ewig brennende Straf-Hölle für den Leichtgläubigen "beweisen". Man braucht dazu nur die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus in Lik. 16 zu missbrauchen.

Eine weitere Frage ist die um die Bedeutung des Begriffs "ewig"" . Den kannte man in biblischen Zeiten auch nicht wie wir heute. "aion", der griechische Begriff, bezeichnet einen nicht näher bestimmten Zeitraum von einigen Wochen bis einigen Jahrzehnten. Wenn also der Sünder mit Feuer und Schwefel gepeinigt wird "von Ewigkeit zu Ewigkeit", so kann das von ein paar Tagen bis zu einigen Monaten bedeuten. Am Beispiel von Sodom, welches auch "ewig" brennen und rauchen sollte, sieht man, dass es nur einige Tage dauerte, bis das Feuer erloschen war.. Aber das Urteil über Sodom gilt natürlich "bis in alle Ewigkeit". Genau so wie das Urteil über die Gottlosen.

Einen Gott, der die Sünder ohne Ende foltert und quält und daran auch noch seine Freude hat kennt die Bibel nicht. Sie kennt nur einen barmherzigen und gnädigen Vater, der den Sünder liebt, ihn aber auch gerecht behandelt.

Wenn Jesus wiederkommt, steht das Schicksal jedes Menschen fest, der je gelebt hat. Die Erlösten gehen mit Jesus für "1000 Jahre" in den Himmel, die Gottlosen werden alle sterben, wenn sie Jesus als den ewigen JHWH ins Angesicht sehen. Über sie tagt das himmlische Gericht und ihr Urteil wird in Offb. 20, 9 ff. vollzogen Damit ist das Kapitel Satan / Sünde für immer abgeschlossen und ein Neues kann beginnen. Ich freue mich darauf.

L G v. Bert
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Tiric » 25. Januar 2018 12:48

Bonnie hat geschrieben:Hab eben noch eine Bibelstelle, ein Beispiel für diese Praktik, hinzugefügt :-) .
Die aktuelle NWÜ ist dilettantisch übersetzt. Ich gehe davon aus, dass sich die WTG Übersetzer in der anstehenden Revision der NWÜ wesentlich geschickter anstellen werden.

War es bislang lediglich für Unbedarfte ein Problem bzw. nur schwer nmöglich, die tendenziösen Übersetzungen zu lokalisieren und zu durchschauen, wird sich dieser Kreis vermutlich erweitern. Auch in Zukunft wird man Sprachforscher nicht täuschen können, aber wer hat schon einen solchen immer zur Hand?

Sollte ich mich bezüglich der Anpassungsfähigkeit der LK getäuscht haben, um so besser.

- tiric
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Regula Falsi » 27. Januar 2018 13:37

Tiric hat geschrieben:- - -
Der Teufel kommt hinzu und dann werden sie zu dritt dort gequält.

Der Teufel ist keineswegs alleine, er hat viele Genossen. Das ist der Grund, warum die Gequälten in der Mehrzahl erscheinen.
Tiric hat geschrieben:Wird übrigens auch daran deutlich, dass der Satz im Plural fortgeführt wird. "... und sie* werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit." und nicht im Singular, als ob nur der Teufel dort gequält würde.
- - -
*Teufel, Tier und Prophet

Diese sprachlichen Eigentümlichkeiten wurde selbstverständlichen von den Theologen bemerkt. Jedenfalls hielten diese den Übersetzer der Lutherausgabe nicht davon ab, das Ende der beiden "Tiere" in der Vergangenheit zu sehen.

Und das macht auch Sinn. Wer glaubt, Gott wird Menschen, die während ihrer doch recht kurzen Lebensspanne gegen Regeln verstießen (vgl. Römer 2,14-16), mit einer ewig währenden Strafe belegen, hat vom Gott der Bibel ein falsches Bild. Satan hingegen besitzt ewiges Leben...
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Bonnie » 27. Januar 2018 16:56

Tiric hat geschrieben:Die aktuelle NWÜ ist dilettantisch übersetzt. Ich gehe davon aus, dass sich die WTG Übersetzer in der anstehenden Revision der NWÜ wesentlich geschickter anstellen werden.

Das steht zu befürchten. Die englische Fassung der revidierten NWÜ ist schon verfügbar. Bei der deutschen Übersetzung gibt es Verzögerungen und sie ist bisher noch nicht erschienen. Bei einem Sommerkongress hier in meiner Ecke wurde verlautbart: Abwarten und Tee trinken.
Tiric hat geschrieben:War es bislang lediglich für Unbedarfte ein Problem bzw. nur schwer nmöglich, die tendenziösen Übersetzungen zu lokalisieren und zu durchschauen, wird sich dieser Kreis vermutlich erweitern. Auch in Zukunft wird man Sprachforscher nicht täuschen können, aber wer hat schon einen solchen immer zur Hand?

Da gebe ich dir recht. Einen bibelfesten Christen hat die alte NWÜ nicht getäuscht. Jemand der von der Bibel und dem christlichen Glauben wenig bis keine Ahnung hat schon. Dann lernt man ganz selbstverständlich die tendenziös falsch übersetzten Bibelstellen als wahr anzunehmen und zu vertreten und freut sich darüber, dass die ZJ diese Stellen, im Gegensatz zu allen anderen Übersetzern, anscheinend richtig übersetzt haben. Zumindest hat mich dass zu meiner aktiven Zeit immer begeistert.
Tiric hat geschrieben:Sollte ich mich bezüglich der Anpassungsfähigkeit der LK getäuscht haben, um so besser.

Du hast dich bestimmt nicht getäuscht. Es werden noch mehr Bibelstellen entsprechend dem Glaubensgebäude der ZJ übersetzt sein. Allerdings wird das weniger offensichtlich geschehen und in eine ansonsten sehr guten Bibelübersetzung eingebettet sein :( .
Liebe Grüße
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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Tiric » 27. Januar 2018 18:01

Regula Falsi hat geschrieben:Diese sprachlichen Eigentümlichkeiten wurde selbstverständlichen von den Theologen bemerkt. Jedenfalls hielten diese den Übersetzer der Lutherausgabe nicht davon ab, das Ende der beiden "Tiere" in der Vergangenheit zu sehen.
Da steht nichts davon, dass die Berstrafung bereits abgeschlossen ist. Im Gegenteil. Es steht lediglich geschrieben, dass Tier und Prophet bereits vor dem Teufel dort waren.
Bonnie hat geschrieben:Du hast dich bestimmt nicht getäuscht. Es werden noch mehr Bibelstellen entsprechend dem Glaubensgebäude der ZJ übersetzt sein. Allerdings wird das weniger offensichtlich geschehen und in eine ansonsten sehr guten Bibelübersetzung eingebettet sein :( .
Falls es dazu kommt, kann ich Dir Mut machen. Denn je näher die NWÜ in ihren tendenziösen Übersetzungen den guten Übersetzungsmehtoden kommt, je blasser werden die Besonderheiten der WTG.

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Re: Gedanken zur Bergpredigt

Beitragvon Erich » 27. Januar 2018 18:29

Bert80 hat geschrieben:Am Thema "Hölle" kann man unschwer erkennen, wie eine Irrlehre einen Rattenschwanz von anderen Irrlehren nach sich zieht.
Jeder Mensch weiß, dass die Hölle nicht schön ist, und deshalb wird auch kein normaler Mensch in die Hölle kommen wollen.

Jesus Christus hat uns aber nicht nur vom (ersten) Tod und der Hölle erlöst und errettet, sondern auch von dem Teufel (Satan usw.) und seinen Dämonen und von dieser Welt und unserem eigenen sündigen Fleisch (Leib) und selbstverständlich vom See, der mit Feuer und Schwefel brennt von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn das ist der zweite Tod (der feurige Pfuhl).

Jeder kann sich leicht davon überzeugen, dass die Lehre von einem Weiter-Existieren eines angeblich unsterblichen Teil eines Menschen nicht aus der Bibel, sondern aus dem Heidentum stammt. Unsere heutige Vorstellung von einer "unsterblichen Seele" stammt eindeutig von dem heidnischen Philosophen Platon aus de, 3. / 4. Jahrhundert vor Christus in Griechenland.
Mir ist es aber viel viel wichtiger, was unser Herr und Gott, Jesus, sagt (im NT):
Mt 10,28 (Schlachter 2000):Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! 
Kein Mensch kann die Seele töten!

Der Begriff "Hölle" selbst kommt in der Bibel nicht vor, ...
Wie nennst Du denn dann diesen schrecklichen Ort, den wir unter Hölle kennen?

Aber eine unsterbliche Seele bedingt natürlich auch eine nie endende Bestrafung der Gottlosen.
Bist Du ein Gottloser? - Denn für einen Gottlosen bleibt nur der Feuersee, der von Ewigkeit zu Ewigkeit brennt. - Und so steht es geschrieben:
Offb 14, 9 (Schlachter 2000):Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes, und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.
Offb 19,20 Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor seinen Augen die Zeichen getan hatte, durch welche er die verführte, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Bild des Tieres angebetet hatten. Lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte.
Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Offb 20,14-15
14 Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl.
15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.
Offb 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Hurer und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.
https://www.bibleserver.com/search/LUT/Pfuhl/1


Man braucht dazu nur die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus in Lik. 16 zu missbrauchen.
Wenn das Feuer in dieser Hölle schon heiß ist, wie wird es dann erst im feurigen Pfuhl (zweiter Tod) werden?

Eine weitere Frage ist die um die Bedeutung des Begriffs "ewig"" . Den kannte man in biblischen Zeiten auch nicht wie wir heute. "aion", der griechische Begriff, bezeichnet einen nicht näher bestimmten Zeitraum von einigen Wochen bis einigen Jahrzehnten.
Na, dann braucht keiner ewiges Leben, denn ich bin auch Jahrzehnte alt.

Einen Gott, der die Sünder ohne Ende foltert und quält und daran auch noch seine Freude hat kennt die Bibel nicht.
Wo steht, dass Gott seine "Freude" daran hat?

Sie kennt nur einen barmherzigen und gnädigen Vater, der den Sünder liebt, ihn aber auch gerecht behandelt.
Die Bibel kennt auch einen ZORNIGEN Gott!
Nur wer an den Namen "Jesus" wahrlich glaubt, der wird vor seinem Zorn gerettet!

Wenn Jesus wiederkommt, steht das Schicksal jedes Menschen fest, der je gelebt hat. Die Erlösten gehen mit Jesus für "1000 Jahre" in den Himmel,
Die Gläubigen, Erlösten, wie z.B. Henoch, Abraham, Isaak, Jakob, Elia und Mose, sind schon längst bei Jesus im Himmel und wir Christen folgen ihnen nach. - Gläubige sterben nicht. Johannes 11, 26

1000 Jahre sind wie ein Tag vor Gott.

LG! Erich
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
(Johannes 3, 16)
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