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Evangelisation durch weltliche Mittel

Geistesgaben, Gemeindeleben, Schmaler Weg, Christenverfolgung etc.

Re: Evangelisation durch weltliche Mittel

Beitragvon Jayne » 11. Januar 2017 12:49

ruachpower hat geschrieben:warum ich denke, dass diese Herangehensweise falsch sein kann:
Es kommt zunächst so daher, dass wir Christen versuchen der Welt zu zeigen: "Schaut mal, wir Christen sind doch auch cool, ihr könnt voll Spaß mit uns haben - bei uns kann man sogar am Altar rumknutschen".

Das ist sicher die falsche Botschaft, wenn es so gemeint ist. Aber es gibt zuweilen die Tendenz, alles zu verschmähen, das irgendwie Freude macht. Die hatte ich im frühen Teenie-Alter auch mal, mit dem Effekt dass ich, als unsere Klasse im Freizeitpark war, nur nach viel Überredung seitens meiner Mitschüler auf ein einziges Fahrgeschäft ging und mich dort dann krampfhaft darum bemühte, bloß keinen Spaß daran zu haben, geschweige denn zu lachen, denn Spaß an irgendwas haben durfte ich meiner Meinung nach als guter Christ nicht. Das Leben als Christ hatte ausschließlich ernst und schwer zu sein. Und das halte ich auch für die falsche Botschaft

ruachpower hat geschrieben:Auf der anderen Seite muss man dann irgendwie krampfhaft die Kurve kratzen um doch von Sünde, Buße und Errettung allein durch Jesus zu reden. Man hat also einen weltlichen Lockköder ausgeworfen um Fische zu fangen (für eine geistliche Wiedergeburt).
Das ist ein Phänomen, welches ich in der Bibel bis jetzt noch nicht gefunden habe...
Im Gegenteil: gerade die offensichtliche Abgrenzung von der Welt hat potentielle Fische in der Geschichte des Christentums zum nachdenken gebracht.

Im Grunde stimme ich da zu, dass diese "Lockköder" nicht unbedingt richtig sind, nach dem Motto: "Solange du neu bist, geht es um nur Spaß, das Kleingedruckte kommt dann später."

Mir fehlt bei dem Video halt der Kontext. Wenn man in einer Gemeinde eine große Jugendgruppe hat, versucht man sicher schon, den Jugendlichen auch mal altersgerechte besondere Veranstaltungen zu bieten, vielleicht auch mit dem Ziel, dass man eben auch in die Gemeinde kommt, um zusammen Spaß zu haben oder Dinge zu unternehmen. Die Gemeinde also als ein soziales Umfeld, in dem man einen Freundeskreis hat und seine Freizeit verbringt. So kenne ich das zumindest, dass solche Events meist Besonderheiten waren und die Jugendlichen trotzdem die normalen Gottesdienste besucht und dort auch die Predigten angehört haben. Und es ist sicher nicht schlecht, wenn neu eingeladene junge Menschen sehen, dass es in so einer Gemeinde eben mehr gibt, als denn durchschnittlichen Sonntagsgottesdienst. Aber wie gesagt, den Kontext dieser Veranstaltung kennen wir nciht.

ruachpower hat geschrieben:Wenn Menschen sehen, dass ein Christ NICHT der breiten Masse in die Spaßgesellschaft nachdackelt, sondern abgesondert, gerecht und heilig in dieser Zeit lebt, dann kann das auch nachdenklich stimmen.

Das stimmt sicher, ich frage mich halt oft nur, was das heißen sollte. Wir sind ja nicht besser als die anderen und haben, da wir alle Menschen sind, mit den Nichtchristen noch ziemlich viele Gemeinsamkeiten. Es sprengt vermutlich den Thread, zu überlegen, wie weit das gehen sollte, der breiten Masse nicht nachzudackeln bzw. wo es wichtig ist, sich zu unterscheiden.
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Re: Evangelisation durch weltliche Mittel

Beitragvon ruachpower » 11. Januar 2017 13:30

Ich stimme zu Jayne, Spaß muss sein und ist wichtig! Evtl. könnte man einmal einen Thread aufmachen, in dem wir erörtern können, welche Art von Spaß mit dieser Aussage der Bibel zusammenpasst:

Kolosser 3, 17 (Schlachter 2000):Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.


Ich kann im Namen des Herrn Achterbahn fahren. Ich kann auch in dessen Namen ein zwei Bier trinken. Ich bin auch ein passionierter Angler, das macht mir Spaß.
Was ich und die Bibel hier meinen ist mmn. eher jener Spaß, der mit Sünde in Verbindung steht - der die heiligkeit Gottes entehrt - würde man jetzt bei besagtem Video evtl. nicht so viel offensichtliches finden (die Rummach-Szene hat mir halt aufgestoßen)

Der Punk ist: ich denke es gibt einen Unterschied ob man als Christ im Vergnügungspark ist und zur Ehre Gottes einmal Achterbahn fährt (im vollen Bewusstsein, dass es auf diesen Spaß nicht wirklich ankommt, dieser aber auch nicht Sünde ist)
Oder ob man versucht durch solche Spaßaktivitäten auf Jesus aufmerksam zu machen.

Diesen Weg habe ich in Frage gestellt - ohne für mich selbst ein endgültiges Fazit gezogen zu haben ;-)

Eins steht aber denke ich fest: wir sollten niemals die Welt mit Mitteln locken, die die Sünde relativieren...
"Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!" - Römer 12:21
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