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Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Themen die das Alte Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon Bibelleser322 » 25. März 2018 15:12

Salomos Sprüche sind so kompliziert wenn man sie verstehen will: Hier ein Satz aus dem ich nicht schlau werde:
Sprüche 9, 10 (Schlachter 2000): Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht.


"Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis" muß mir mal jemand erklären.
Möglichst pro Begriff ein Satz.
Was genau heißt "die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht."
Was ist also der Glaube? Er ist die Grundlage unserer Hoffnung, ein Überführtsein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.
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Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon jsc » 26. März 2018 19:52

Dieser Thread von dir ähnelt dem anderen - gab es einen bestimmten Grund, warum du zwei Threads zu ähnlichen Themen aufgemacht hast?

Salomo ruft hier auf, die Gegenwart /Existenz Gottes zu beachten. Wenn du irgendeinen Menschen fragen würdest, was man tun muss um Weisheit zu erlangen, so würde wohl kaum einer dir zur Gottesfurcht raten. Die meisten Menschen leben so, als wenn es keinen Gott gibt - und bauen folglich auch so ihr Leben auf. Das wäre kein Problem, wenn es Gott ganz sicher nicht gibt - ist aber sehr dumm, wenn es Gott eben doch gibt.

Wenn du so lebst, als wenn du keinem Rechenschaft schuldig bist, ist es sehr dumm, wenn du dich in dem Punkt getäuscht hast. Wenn du dein Leben aber nach dem ausrichtest, dem du Rechschaft schuldig bist, dann ist das weise. Die "Furcht des Herrn" ist hierbei keine "Angst" sondern die Gewissheit, dass Gott da ist und die oberste Instanz ist. Die Erkenntnis /das Erforschen des Heiligen / Gottes ist Einsicht.
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon Bibelleser322 » 27. März 2018 08:56

jsc hat geschrieben:Dieser Thread von dir ähnelt dem anderen - gab es einen bestimmten Grund, warum du zwei Threads zu ähnlichen Themen aufgemacht hast?


Das stimmt schon. Ich habe beim Lesen gemerkt das noch weitere Fragen entstanden sind.
Ich dachte auch erst das die Begriffe: Weisheit, Klugheit, Einsicht usw. austauschbar sind bis dann aber immer klarer wurde das sie König Salomon ganz genau definiert hat. Man muß also die genaue Definition dieser Wörter kennen wenn man verstehen will was Salomon schreibt.
Daher habe ich die Dringlichkeit gesehen einen zweiten Thread zu eröffnen.
Was ist also der Glaube? Er ist die Grundlage unserer Hoffnung, ein Überführtsein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon Caramillus » 22. April 2018 17:51

Bibelleser322 hat geschrieben:"Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis" […]
Möglichst pro Begriff ein Satz.

Gott ist ja eine Person. Einer Person kann man vertrauen oder auch nicht. "Furcht des Herrn" ist hier primär Gott zu vertrauen. Als persönliches Gegenüber. Nicht lediglich darauf, daß es Gott halt gibt. Sondern im Miteinander.

Die Weisheit des handelnden Menschen ist Ergebnis davon, als Wurzel für den Handlungsablauf den Akt des Vertrauens zu Gott als Startpunkt zu haben.

Der handelnde Mensch macht die positiven Erfahrungen damit und Erblickt die Dinge wie sei sich ergeben, wenn man Gott persönlich vertraut. Das macht ihn einsichtig und gibt ihm Erkenntnis; welche ist: Gott mehr kennenzulernen bzw. kennengelernt zu haben.
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon stereotyp » 22. April 2018 23:42

Hi!

Caramillus hat geschrieben:Die Weisheit des handelnden Menschen ist Ergebnis davon, als Wurzel für den Handlungsablauf den Akt des Vertrauens zu Gott als Startpunkt zu haben.

Hmm.. also für mich klingt das ein bisschen zu "mysteriös". Versteh mich nicht falsch.. ich will damit nicht sagen, das sei nicht richtig... Aber ich habe Schwierigkeiten damit, sowas nachzuvollziehen.

Bibelleser322 hat geschrieben:"Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis" muß mir mal jemand erklären.
Möglichst pro Begriff ein Satz.
Was genau heißt "die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht."
Also ich habe da zwar auch keine einfache Antwort drauf.. aber zu den Begriffen kann man vielleicht etwas sagen.

Mit Wissen und Erkenntnis assoziiere ich Wissenschaft und nüchterne Fakten. Dinge, die man weitergeben, weitersagen kann, ohne dass die Qualität des Inhalts irgendwie beeinträchtigt würde.
Aber Einsicht und Verstand glaube ich, verbindet Wissen und führt zu neuen "Fakten", die man aber nicht so präzise formulieren kann - um sie verlustfrei zu übermitteln.

Zumindest sehe ich darin den Grund, weshalb ich Caramillus nicht verstehen konnte. Oder warum man die Wissenschaft als "kalt" empfindet. Während sich unsere Vorfahren romantische Erklärungen für Anatomie und dergleichen gemacht haben, führen wir heute alles auf technische Bedingungen zurück.

Aber etwas Heiliges untersucht man nicht wie eine Laborrate. Deshalb würde ich "Furcht" auch durchaus in den Vordergrund rücken. Mit unseren Maßstäben haben wir keine Möglichkeit irgendein Urteil zu fällen.

MfG
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon Bibelleser322 » 23. April 2018 10:29

Mir ist noch was eingefallen. Kann es sein das der Begriff Einsicht der Reue sehr nahe kommt.
z.B. ich habe ein Fehler gemacht und habe es eingesehen. Ich bessere mich nun.

Sprüche 9, 10 (Schlachter 2000): Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht.


So könnte man es vermutlich so übersetzen das die Erkenntnis des Heiligen Besserung mit sich bringt. Einsicht ist somit die Erkenntnis etwas Falsch gemacht zu haben.
Das Problem ist das keine Übersetzung das so deutet:

Sprüche 9, 10 (Luther):Der Weisheit Anfang ist des HERRN Furcht, und den Heiligen erkennen ist Verstand.


Sprüche 9, 10 (Elberfelder):Die Furcht Jahwes ist der Weisheit Anfang; und die Erkenntnis des Heiligen [c] ist Verstand.


Sprüche 9, 10 (Neue Evangelistische Übersetzung):Der Anfang aller Weisheit ist Ehrfurcht vor Jahwe. Den Heiligen erkennen, das ist Verstand.
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon stereotyp » 28. April 2018 11:31

Hi,

Bibelleser322 hat geschrieben:Mir ist noch was eingefallen. Kann es sein das der Begriff Einsicht der Reue sehr nahe kommt.
Ja, durchaus. Reue entsteht meiner Ansicht nach durch die Einsicht der Konsequenzen.
Wir bekommen als Kind gesagt, warum wir die Herdplatte nicht anfassen sollen, aber verstehen tun wir das nicht. Erst wenn wir entweder älter geworden sind, und die Konsequenzen abschätzen, bzw. absehen können. Oder natürlich, wenn wir die heiße Herdplatte anfassen und am eigenen Leib die Konsequenzen spüren.

Bibelleser322 hat geschrieben:Das Problem ist das keine Übersetzung das so deutet:
Naja.. andere Übersetzungen sind ja auch keine Auslegungen... und ich glaube dass diese "Reue = Einsicht" nur eine Folge dieser Aussage ist.

Wenn wir als Kind nicht der Meinung wären, dass die Gebote des Vaters etwas besonderes (= heiliges) sind, wir also keine Furcht vor seiner Autorität hätten, würden wir die Gebote vermutlich in den Wind schlagen. Und es gibt ja etliche Situationen, in denen die Übertretung uns zunächst einmal profitabel erscheinen (Sprüche 9, 17), uns die bitteren Konsequenzen also nicht so unmittelbar treffen, wie bei der Herdplatte.
Würden wir alle Gebote erstmal auf ihre Folgen testen, wie im Garten Eden ("sollte Gott wirklich gesagt haben..?"), wäre es bereits zu spät.

MfG
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon Caramillus » 30. April 2018 15:34

stereotyp hat geschrieben:Hi!

Caramillus hat geschrieben:Die Weisheit des handelnden Menschen ist Ergebnis davon, als Wurzel für den Handlungsablauf den Akt des Vertrauens zu Gott als Startpunkt zu haben.

Hmm.. also für mich klingt das ein bisschen zu "mysteriös". Versteh mich nicht falsch.. ich will damit nicht sagen, das sei nicht richtig... Aber ich habe Schwierigkeiten damit, sowas nachzuvollziehen.

Ich bin etwas abstrakt geblieben, weil ich nichts falsches sagen wollte über eine Sache, über die ich noch nicht soviel nachgedacht habe. Wahrscheinlich verstehst du das besser als ich.

Was ich meinte ist, es geht halt um den ureigensten Zweck, warum du etwas tust. Und auf der Ebene eben das nehmen, was Gott sagt, auch wenn man nicht erkennen kann wieso. Also auch wenn eine andere Entscheidung sinnvoller, ertragreicher wirkt. Das ist Weisheit, zu Anfang schon zu wissen, daß Gott es tatsächlich besser weiß als du. Und das er dich mehr liebt als du selbst und auch deswegen seine Lösung die bessere ist.
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon Caramillus » 30. April 2018 15:36

Dazu passt auch diese Stelle, die ja auch mehr Kontext zum OP gibt:
Sprüche 3, 5-6 (Schlachter 2000): Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen.
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Re: Einsicht, Verstand, Wissen und Erkenntnis

Beitragvon Bibelleser322 » 1. Mai 2018 14:57

Caramillus hat geschrieben:Das ist Weisheit, zu Anfang schon zu wissen, daß Gott es tatsächlich besser weiß als du. Und das er dich mehr liebt als du selbst und auch deswegen seine Lösung die bessere ist.


Das finde ich sehr treffend zusammengefasst.
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