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Ehebrecher der nicht bereut

Alles rund um Ehe, Liebe, Partnerschaft und das heiße Thema Sex. Denn auch hierüber schweigt sich die Bibel nicht aus. Ehe, Ehebruch Scheidung, Wiederheirat, Sex vor der Ehe, Homosexualität, die Rolle des Mannes/der Frau etc.

Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon Helmuth » 4. Januar 2017 09:06

Schwere Geschütze, die hier teils ausgefahren werden. Aber eins stimmt. Ist ein Ehepartner nicht mehr zur Vergebung bereit, dreht sich für mich indirekt leicht die Schuldfrage, weshalb es dann heißt, dass einem solchen Gott auch nicht vergeben wird.

Hier muss jeder wirklich in Demut schön am Boden bleiben, denn Vergebung betrifft ja nicht alleine das Feld der Eheverfehlungen.

Ich stimme auch nicht der allg. Auffassung Berts zu, es gehören immer 2 Partner als Schuldige dazu. Das trifft mit Sicherheit auf die gesamte Lebensführung, alle sündigen, richtig.

Aber im konkreten Ehescheidungsprozess kenne ich Fälle, wo diese dann einseitig von einer Partei betrieben wird, jetzt unabhängig von den zuvor begangenen Verfehlungen. Für diese quasi letzte Verfehlung, eine Scheidung voranzutreiben ist nach m.E. oft nur einer alleine verantwortlich. Beim letzten Fall, den ich miterlebt habe gebe ich hier Zeugnis, dass es so war.

Also auch das Begehren der Scheidung, ausgenommen der von Jesus einzig zitierten Ausnahme von "Unzucht", ist damit eine Eheverfehlung schlechthin.
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon Tiric » 4. Januar 2017 10:15

Hallo sumic,

es geht bei Deinem Thema ja nicht nur um Ehebruch, sondern generell um Sünde für die man weder Vergebung eingeholt hat noch sie überhaupt als solche erkennen will. Ich betone will. Wir nähern uns dem Thema, ob ein wiedergeborener Christ seines Heils verlustig gehen kann. Ein kontroverses Thema, welchem die Frage vorausgeht, welche Bedeutung Sünde generell für einen (echten) Christen und für dessen Heil hat. Damit würden wir das Themas des Threads verlassen.

- tiric
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Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon arved » 4. Januar 2017 11:08

sumic hat geschrieben:Sagt er nicht dass Ehebrecher das Reich Gottes nicht sehen werden?
Genaugenommen heißt es:
1. Korinther 6, 9 (Schlachter 2000):Wißt ihr denn nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes [a]!
Paulus sagt den Korinthern hier, welcher Sünden sie sich schuldig gemacht haben. Wenn er da schreibt: "solche sind etliche von euch gewesen", bedeutet das für mich: "So haben etliche von euch gelebt. Das hat euer Leben gekennzeichnet. Das war euer "Markenzeichen". und als solche hättet ihr das Reich Gottes nicht geerbt" Nun aber ist ihr Lebenswandel ein anderer, das sagen die Worte: "Ihr seid abgewaschen, geheiligt, gerechtfertigt worden!"

Dass auch Christen in diese Fallen tappen, wissen wir. Aber nun ist es nicht mehr "ihr Kennzeichen", dass sie so leben, es sind vereinzelte Vorfälle, bei denen sie in Sünde fallen. Und Jesus hat uns eindeutig gesagt:
Matthäus 12, 31-32 (Schlachter 2000):Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit [e] noch in der zukünftigen.
Damit wird eigentlich klar, dass so genannte "Fehltritte" nicht etwa unvergebbare Sünde sind.
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Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon sumic » 4. Januar 2017 11:49

natürlich ist es nicht unvergebbar. Das meinte ich auch absolut nicht.

Was ich meine ist das : WENN wir am Weinstock hängen, bringen wir gute Frucht. Das bleibt ebenso wenig aus, wie: wenn ich abgeschnitten bin, verwelkt und verdirbt die gute Frucht bzw kommt nie.

Die Frage, die sich ja auch jeder selber stellen kann lautet: hänge ich am Weinstock?

Ich kenne sehr viele "Christen", die einmal ein Gebet nachgesprochen haben, und dann ihr Leben ganz normal weiter gelebt haben. Ohne besonders viel Interesse an der Bibel und ohne sich die Frage zu stellen, kann ich so weitermachen wie bisher?

Ich wiederhole mich wohl, aber m.E. reicht es nicht aus, Gott als Erlöser zu sehen, er ist auch Herr über unser Leben. Wir sind der Tempel und das bringt einiges an Verantwortung mit sich.

Natürlich sind wir im Prozess und das klappt nicht gleich, die Frage ist: Sind wir wirklich im Prozess? Sind wir Reben am Weinstock ? Ich glaube dass sehr oft der schmale Weg breit geredet wird und ich denke auch nicht dass Gnade billig ist.
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Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon Bert80 » 4. Januar 2017 12:53

Hallo.

Wenn ich summic richtig verstanden habe, gehrt es ihr darum, dass der uneinsichtige Ehemann meint, trotz Ehebruchs weiterhin ein Leben mit Gott führen zu können, und dass er glaubt, einmal die Ewigkeit mit allen Gläubigen bei Gott verbringen zu können, und dass er seinen Fehler nicht einsehen will.

Diese Diskussion lässt mich fragen, warum Gott zwar die Einehe ein gesetzt hat, aber dennoch den Scheidebrief erlaubt hat. Jesus sagt: Um eures Herzens Hurtigkeit willen. OK. Aber waren nur die Gläubigen im AT hart herzig ? Oder sind sie es vielleicht bis heute noch ?

Soziologische Studien haben ergeben, dass die Scheidungsrate unter bekennenden Christen in etwa gleich hoch mit der "in der Welt" ist. Kindesmissbrauch in jeder Form ist gerade unter bekennenden Christen aber bis zu 10 % höher als der in der "Welt". Unter diesem Aspekt ist es wohl unangebracht, von einem trennungswilligen Christen zu verlangen, seine Handlung zu bereuen, weil sich das für einen Christen so gehört. Zur Zeit des AT löste man solche Probleme oft mit der Viel-Ehe. Das macht man z.B in Afrika immer noch so. Aber Christen können das nach Jesu Worten nun nicht mehr.. Obwohl - manche machen es dennoch so. Habe ich gerade wieder erlebt.

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Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon sumic » 4. Januar 2017 13:13

das ist es ja eben. Wenn sie am Weinstock hängen würden, müssten sie dann nicht gute Frucht bringen?

"An den Früchten sollt ihr sie erkennen"
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Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon Tiric » 4. Januar 2017 13:21

Bert80 hat geschrieben:Jesus sagt: Um eures Herzens Hurtigkeit willen. OK. Aber waren nur die Gläubigen im AT hart herzig ?
Da wäre der Zusammenhang wichtig. Sonst kommt es zu Aussagen wie hier die vom Bert.
Matthäus 19, 1-6 (Schlachter 2000):Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, verließ er Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan. Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, und er heilte sie dort.
Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: Ist es einem Mann erlaubt, aus irgend einem Grund seine Frau zu entlassen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein«? [a] So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!
Matthäus 19, 7 (Schlachter 2000):Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen? Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. Ich sage euch aber: Wer seine Frau entläßt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
Da sprechen seine Jünger zu ihm: Wenn ein Mann solche Pflichten gegen seine Frau hat, so ist es nicht gut, zu heiraten! Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Verschnittene [b], die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Die Aussagen die Bert anführt sagen das genaue Gegenteil zu dem aus, wozu Bert sie anführt. Jesus kritisiert den Scheidebrief und stellt dessen Ursache, Herzenshärte, als Übel dar. Christen können und werden die Härte des Herzens überwinden, was übrigens Teil der heilsgeschichtlichen Änderung im Neuen Bund ist. Im Neuen Bund existiert keine Scheidebrief-Regelung. Aus den Worten unseres Herrn geht auch hervor, dass Ehe gut überlegt sein muss. Dies geschieht oft genug nicht.
Bert80 hat geschrieben:Soziologische Studien haben ergeben, dass die Scheidungsrate unter bekennenden Christen in etwa gleich hoch mit der "in der Welt" ist. Kindesmissbrauch in jeder Form ist gerade unter bekennenden Christen aber bis zu 10 % höher als der in der "Welt". Unter diesem Aspekt ist es wohl unangebracht, von einem trennungswilligen Christen zu verlangen, seine Handlung zu bereuen, weil sich das für einen Christen so gehört. Zur Zeit des AT löste man solche Probleme oft mit der Viel-Ehe.
Der Zusammenhang von Viel-Ehe als Problemlöser existiert nicht. Weder als Anweisung noch als sonst wie ausdrücklich gottwohlgefälliges Umfeld. Darüber hinaus ist der genannte "Aspekt" basierend auf soziologische Studien, nicht auf die Schrift. Was in diesen Studien als "Mißbrauch" angesehen wird und welche Quellen dazu benutzt wurden, verlinkst Du sicher noch.
Bert80 hat geschrieben:Das macht man z.B in Afrika immer noch so. Aber Christen können das nach Jesu Worten nun nicht mehr.. Obwohl - manche machen es dennoch so. Habe ich gerade wieder erlebt.
Richtig. Daher ist in Afrika Aids auch ein großes Problem, ebenso das Leid der Frauen in dem nichtchristlichen Teil der Bevölkerung, um als Beispiel Tansania zu nennen. Etwas, was sich Christen hoffentlich nicht zum Vorbild nehmen. Spricht man mit den Menschen vorort, so wird die christlich gestalltete Ehe als großer Fortschritt für alle Beteiligten betrachtet.

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Re: Ehebrecher der nicht bereut

Beitragvon Hundefreundin » 4. Juni 2017 15:57

Wenn ein Mann eine Frau verlässt, weil er der Meinung ist dass die Ehe nicht funktioniert, und dann mit einer anderen Frau zusammen ist, wie mag das Gott sehen?


Meiner Meinung nach liegt hier nicht unbedingt ein Ehebruch vor. Es gibt auch genug Paare die trennen sich einvernehmlich oder mit gutem Grund. Gott würde nicht verlangen bei einem Partner zu bleiben der zum gewalttätigen Alkoholiker mutiert.
Ein Mensch des Glaubens muss man sein.
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