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Die Liebe zum eigenen Volk

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Die Liebe zum eigenen Volk

Beitragvon Bibelleser322 » 12. Februar 2018 13:30

Römer 9, 1-5 (Luther):Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist,
dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlaß in meinem Herzen habe.
Ich habe gewünscht, verbannt zu sein von Christo für meine Brüder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch;
die da sind von Israel, welchen gehört die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen;
welcher auch sind die Väter, und aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.


2. Mose 32, 9 (Luther):Und der HERR sprach zu Mose: Ich sehe, dass es ein halsstarriges Volk ist.
Und nun laß mich, dass mein Zorn über sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum großen Volk machen.

...
2. Mose 32, 32 (Luther):Nun vergib ihnen ihre Sünde; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast.


Schon krass. Ich interpretiere beide Fälle so das die Liebe zum Volk Israel von Paulus und Mose so groß war das sie selbst bereit waren sich aus dem Buch des Lebens tilgen zu lassen aus Liebe zum Volk.
Was ist also der Glaube? Er ist die Grundlage unserer Hoffnung, ein Überführtsein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.
NEÜ-Hebräer 11:1
Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.
Luther- Hebräer 11:1
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Re: Die Liebe zum eigenen Volk

Beitragvon lütt-matten » 12. Februar 2018 17:06

Bibelleser322 hat geschrieben:Ich interpretiere beide Fälle so das die Liebe zum Volk Israel von Paulus und Mose so groß war das sie selbst bereit waren sich aus dem Buch des Lebens tilgen zu lassen aus Liebe zum Volk.
Hallo Bibelleser,
da bin ich ganz bei dir. Das ist Hingabe.

Gottes Segen! :)
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Re: Die Liebe zum eigenen Volk

Beitragvon Abischai » 12. Februar 2018 17:27

Auf merkeldeutsch hieße das rechtsradikal.

Das ist ein grundtypisches Phänomen der Gruppe. Wer zur Gruppe (z.B. Volk) gehört, lebt in einer Art "Symbiose" mit den anderen Mitgliedern und bekämpft Außeneinwirkungen, die das Gleichgewicht stören.

Mose und Paulus waren Israeliten durch und durch.
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Re: Die Liebe zum eigenen Volk

Beitragvon lütt-matten » 12. Februar 2018 19:59

Abischai hat geschrieben:Mose und Paulus waren Israeliten durch und durch.
Und Christus erst!

Gottes Segen! :)
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Re: Die Liebe zum eigenen Volk

Beitragvon lütt-matten » 12. Februar 2018 21:38

Als weiteren Punkt darf das "Große Ganze" noch hinzugefügt werden.
2. Mose 6, 6-8 (Schlachter 2000):Darum sage den Kindern Israels: Ich bin der Herr, und ich will euch aus den Lasten Ägyptens herausführen und will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und will euch erlösen durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte. Und ich will euch als mein Volk annehmen und will euer Gott sein; und ihr sollt erkennen, daß ich, der Herr, euer Gott bin, der euch aus den Lasten Ägyptens herausführt. Und ich will euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, daß ich es Abraham, Isaak und Jakob gebe. Das will ich euch zum Besitz geben, ich, der Herr.
Das Ziel der Reise.

Schon Mose führte das Volk auf den Weg in die künftige Welt, den 7. Tag, die Ruhe Gottes, auch wenn es misslang. Auch Josua konnte sie nicht endgültig zur Ruhe bringen. Christus ist nun als Erstling und Wegbereiter in die Ruhe eingegangen und uns vorausgegangen.
1. Korinther 15, 21-28 (Schlachter 2000):Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat. Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, daß ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, daß derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.
Amen

Im Grunde ist es auch eine Liebe zur Verheißung, die an dem Volk hängt.

Gottes Segen! :-)
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Re: Die Liebe zum eigenen Volk

Beitragvon J.Freak » 16. Februar 2018 12:21

Laut Gesenius ("Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über die Schriften des Alten Testaments") ist die Bedeutung des alttestamentlichen Wortes רֵעַ re'a, das allgemein als "Nächster" übersetzt wird, "Stammverwandter, Volksgenosse, naher Verwandter, Geschlechts- und Standesgenosse, Freund".
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Re: Die Liebe zum eigenen Volk

Beitragvon ThomasWeritz » 17. Februar 2018 12:26

Hallo Bibelleser323,

mich haben die Worte von Paulus auch immer gewundert. Ich habe mich immer gefragt, ob er das so ernst gemeint hat ?
Ich habe meine Eltern auch geliebt, aber mir kam nie der Gedanke , meine Errettung für sie aufs Spiel zu setzen.
Stell dir vor, Gott würde das Gebet erhören !

Ich hoffe, daß Gott in meiner Familie eine andere Lösung gefunden hat. So übermäßig gläubig waren sie ja nicht.
Wahrscheinlich haben sie aber im Buch des Lebens gestanden, denn es waren liebe Eltern. Und so werden sie beim jüngsten Gericht mit ihren Werken beurteilt, wenn nicht in letzter Minute noch passiert ist, was sich Paulus so sehnlichst von seinen Stammverwandten gewünscht hat.

Der Vergleich mit Mose ist überraschend. Das war mir noch nicht so aufgefallen, was Mose da eigentlich zum Ausdruck bringt.
Er ringt mit seinem Leben für das Volk und seine Familie. Gott wollte das Volk ja schon vernichten und mit Mose ein neues Volk entstehen lassen.2. Mose 32, 9

Hätte die Zukunft für das Volk Israel auch anders aussehen können ?

Mose schafft es jedenfalls, mit seiner selbstaufopfernden Rede , den HERRN umzustimmen.

Liebe Grüsse Thomas
1 Kor 13, 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.
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