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Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Themen die das Neue Testament betreffen könnt ihr hier diskutieren.

Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon Chrischi » 7. September 2017 21:05

Fortsetzung:

Du fragst ruachpower, wie er darauf kommt, dass du keinen Zugang zu Jesus hast, “nur” weil du nicht glaubst, dass er stellvertretend als Opfer für unsere Sünden starb. Die Antwort ist denkbar einfach: weil gerade dieser Glaube maßgeblich für eine Beziehung zu Jesus ist! Man kann alles andere über Jesus glauben – dass er ein weiser Mann war, ein guter Lehrer, moralisch rein, barmherzig und gütig, ein Vorbild in jeder Lebenslage, aufopfernd und in enger Beziehung zum himmlischen Vater. Man kann versuchen, aus eigener Kraft sein Verhalten zu imitieren. All das macht einen weder zu einem seiner Nachfolger, noch kann die Anerkennung all dieser Tatsachen einen Menschen retten.

Um gerettet zu sein, ist die Anerkennung der Tatsache wichtig, dass man selbst ein Sünder ist, vor Gottes Gericht zu Recht verurteilt dasteht und einzig durch die Gerechtigkeit Jesu Christi vor Gott bestehen kann. Sich Jesus Christus auszuliefern, sich ihm zu unterwerfen und sich ihm anzuvertrauen, darauf kommt es an.

Gerade an diesem für die Beziehung zu Gott und für das eigene Seelenheil so entscheidenden Punkt scheitern viele: Sie geben gerne zu, dass Jesus ein weiser Mensch war, ein Vorbild in jeder Hinsicht – aber Gottes Sohn, im Fleisch gekommen, um für unsere Sünden zu bezahlen?! Nein, davon wollen die Menschen nichts wissen. Dabei ist es gerade das wesentliche und rettende Element, das wir zu glauben und zu bekennen aufgerufen sind.

Du meinst, alles zu glauben, was in Röm 10,6–12 aufgeführt wird, aber das sie ruachpower nicht genug.

Nun, die Wahrheit ist: Was in Röm 10,6–12 steht, muss in Zusammenhang mit all dem betrachtet werden, was bis dahin bereits im Römerbrief über Jesus Christus und seine Erlösungstat gelehrt wird! Dazu gehört ganz klar die Lehre vom Sühnopfer! (Röm 3; 5). Im rettenden Sinne an Jesus zu “glauben” und ihn als Herrn zu “bekennen”, schließt die Anerkennung der Lehre seiner Apostel über seine Erlösungstat (als stellvertretendes Opfer für unsere Sünden) ein, mehr noch: Das sind die entscheidenden Elemente, ohne die jeder andere “Glaube” an Jesus überhaupt nichts nützt. Die Lehre vom Sühnopfer ist so zentral, dass das gesamte biblische Konstrukt um diese Lehre herum zusammenbrechen würde, wenn man dieses Herzstück (!) der christlichen Lehre entfernen würde. Wer nicht ans Sühnopfer glaubt, der glaubt nicht an Jesus in der Weise, wie die Bibel zu glauben fordert.

Jesus sagte zu seinen siebzig Jüngern – und dieses Wort gilt sicher noch mehr für den engeren Kreis seiner späteren Apostel:

Lk 10,16 (Schlachter):Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verwirft, der verwirft mich; wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat.


Die Ablehnung der Lehre der Apostel kommt der Ablehnung Gottes gleich! Man kann nicht das eine (Gott) haben, ohne das andere (die Lehre der von Jesus Christus höchstpersönlich eingesetzten Apostel) zu haben.

Ohne das Kreuz sind wir verloren. Dir mag das töricht vorkommen, aber schau, was der Apostel Paulus, vom Herrn selbst autorisiert (und Verfasser des von dir angeführten Römerbriefs!) schreibt:

1Kor 1,18 (Schlachter):Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft.


Einer Welt, die Gott nicht kennt, die keine Kenntnis seiner Gerechtigkeit hat und sich vor Selbstgerechtigkeit aufbläht, erscheint die Botschaft vom Kreuz töricht; in Wirklichkeit manifestiert sich in ihr die alles übertreffende Weisheit Gottes, die nur von denen erkannt werden kann, die Gottes Worten glauben und sein Urteil über ihre Sünden ernst nehmen.

Dieser Gott sandte seinen Sohn, für uns am Kreuz zu sterben, um uns zu erlösen:

Joh 3,16-18 (Schlachter):Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.


Darum gilt uns allen der Zuruf:

Apg 16,31 (Schlachter):Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden ...
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon net.krel » 8. September 2017 01:36

Hallo Chrischi

hab alles aufmerksam gelesen und die Prinzipien des Kreuztodglaubens hast Du natürlich ziemlich exakt wiedergegeben... keine Frage.

Dazu meine Gedanken:

Du schreibst am Anfang daß Du "das gefallene Wesen Adams" Grundsätzlich hinter Dir gelassen hast... "er" - der sündige Mensch - aber noch an Dir anhaftet und Dich (wie Du schreibst) einmal mehr zu Fall gebracht hat...

Also hast Du "ihn" - in meinen Augen - noch nicht hinter Dir gelassen... trotz "Kreuztodglauben".

Die "Kreuztod-Theologen" wissen natürlich um diesen Umstand - der ja nicht nur bei Dir vorkommt - Bescheid und haben darauf hin folgende "Klausel" erfunden:

Sie sagen: "Ja, das ist richtig. Denn wirklich ganz Befreit "vom alten Menschen Adam" wäre man erst nach dem körperlichen Tode... dann erst wird alles erst wirklich gut werden. Dann erst hat man 'Adam" wirklich hinter sich gelassen. Dann erst sind wirklcih alle Sünden 'weggewaschen' und treten auch nicht mehr hervor... etc..."

Clever... denn diese "Klausel" bewirkt, daß der Kreuztodgläubige auf diesen Tag hofft und wartet,
bis "es" dann endlich erst geschieht.

Und sich zu Lebzeiten damit abfindet, daß er halt doch immer noch "den alten Menschen Adam" angezogen hat zumindest zum Teil... (sonst würde "er" sich ja auch nicht immer wieder mal "melden" in all seiner - wie Du schreibst - "Häßlichkeit")

Die "Kreuztod-Theologen" sind da natürlich fein raus.

Denn mit dieser ihrer Klausel verschieben sie die versprochene "Wirkung" ihres postitulierten Kreuztod-Glaubens einfach auf den Zeitpunkt nach den körperlichen Tod... und den daran Gläubigen bleibt nichts anderes übrig als bis dahin dann einfach zu warten... bis "es" dann endlich soweit ist den "alten Menschen Adam" ganz und vollständig abzulegen.

Meine Empfehlung wäre: Hinterfrage es, warum sich "Adam" immer wieder mal "meldet" in all seiner "Häßlichkeit".

...

Dann noch ein paar (auch biblische) Einwände von mir zu Deinen Beitrag.

Chrischi hat geschrieben:Du meinst, alles zu glauben, was in Röm 10,6–12 aufgeführt wird, aber das ist ruachpower nicht genug.

Ja das weis ich :-) Natürlich ist es ihm nicht genug. Keinem "streng-Kreuztod-Gläubigen" ist das genug was ich glaube und schreibe solange eben der Kreuztodglaube fehlt.

Man könnte zu 99,999% Sündlos leben nahezu wie ein Heiliger und es wäre - in ihren Augen - immer noch nicht genug.

Sie glauben: Das Richtmaß Gottes verlangt entweder ein 100% perfektes Leben hier auf Erden oder der Sünder der immer noch "Adam" (Teil)Angezogen hat wird mit dem dem 2. Tod respektive "ewiger Verdammnis" nach dem körperlichen Leben bestraft... und sei es auch nur eine einzige Sünde gewesen und der Rest 1A.


Das Richtmaß Gottes ist aber nach Jesus ein anderes.

Matthäus 7, 2 (Schlachter 2000):Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumeßt, wird auch euch zugemessen werden.


Demnach ist man nur für das Verantwortlich was man auch getan hat. Und nicht - wie es die Kreuztodthelogie lehrt - ein extrem unausgeglichenes Richtmaß welches besagt daß jede noch so kleine Sünde anegblich immer mit dem 2. Tod / ewige Verdammnis bestraft würde.

Chrischi hat geschrieben:Dieser Gott sandte seinen Sohn, für uns am Kreuz zu sterben

Das sah Jesus dann anders... als er das Gleichnis von den bösen Weingärtnern erzählte.
Denn dort lehrt Jesus daß Gott seinen geliebten Sohn eben nicht sandte, auf das er auch noch getötet werden sollte.

Markus 12, 6-8 (Neue Evangelistische Übersetzung):Schließlich blieb ihm nur noch einer, sein über alles geliebter Sohn. Den schickte er als Letzten zu ihnen, weil er dachte: 'Meinen Sohn werden sie sicher nicht antasten.'Aber die Winzer sagten zueinander: 'Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um und behalten das Land für uns!'So fielen sie über ihn her, töteten ihn und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.


In diesem Gleichnis fast Jesus ja die bisherige religiöse Geschichte seines Volkes grob zusammen. Und daß die "religiösen Machthaber" (die Weingärtner) bisher alle von Gott gesandten Propheten verfoglt und ermordet hatten und dies mit Jesus - Gottes geliebten Sohn welchen ER zu ihnen sandte - "natürlich" auch vorhatten (was sie dann ja auch taten... eben die Kreuzigung).


Du sagst nun: "Gott sandte seinen Sohn, für uns am Kreuz zu sterben"

Jesus sagt aber in Markus 12, 6-8 was anderes... eigentlich das Gegenteil: Gott sandte seinen geliebten Sohn weil er dachte daß sie ihn nicht wie all die anderen vor ihn ermorden würden.

Taten sie dennoch. Aber "Gottes Plan" war es - laut Jesus - nicht.

lg
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon net.krel » 8. September 2017 03:17

ruachpower hat geschrieben:sondern für dich zu beten, dass der Jesus der Bibel dir begegnet um dir diese Dinge selbst zu zeigen.

Lass uns dabei evntl. folgenden Kompromiss eingehen. Immerhin ist ja Dein Gebet an mich gerichtet - Danke dafür schonmal vorweg - und ich Dir aufjedenfall glaube daß Du es nur gut meinst.

Bete so, daß "der wahre Jesus" uns beiden unsere aktuell-falschen Sichtweisen auf ihn und seine wahren Lehren aufzeigt und wo die Mögichkeit besteht etwas zu berichtigen es zu berichtigen... in welcher Form diese Berichtigung auch immer geschehn mag, das überlassen wir - mein Vorschlag - am besten Jesus dann selbst ...

Aber Du auch :-) Nicht nur ich... oder betrachtest Du Dich so, daß es von Jesus zu Deinem "Jesus-Bild" und seinen wahren Lehren nichts mehr zu berichtigen gäbe... und nur bei mir?

Ich hoffe nicht... bei mir natürlich das gleiche.

Das ist auch gleichzeitig eine gute Übung "das Ego" loszulassen... immerhin eine Voraussetzung um in das Reich Gottes zu gelangen, ich glaub da waren wir uns beide ja auch einig.

Denn das Ego will immer recht haben um jeden Preis und ist nicht gewillt zur Selbstreflektion... gesteht keine Fehler ein...sieht die eigen-Fehler dann irgendwannmal auch gar nicht mehr... sieht sie im Gegenüber und projektiert sie dort sogar noch rein...meint "alles immer richtig zu sehen"... nur die anderen haben eine falsche Sichtweise, man selbst aber natürlich nieeeee.

Das ist ja gerade die "zwickmühlenartige Falle" des Egos wo man nur noch schwer raus kommt einmal erst darin "gefangen".

Die Unwilligkeit zur Selbstprüfung und Selbstreflektion, unwillig sein sich selbst und seine "in Stein gemeiselten" mentalen Bilder zu Hinterfragen, all das... was Jesus - nach meiner Leseart zumindest - auch anspricht bei der Einleitung "des schmalen Weges":
Matthäus 7, 3-4 (Schlachter 2000):Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! — und siehe, der Balken ist in deinem Auge? 


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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon net.krel » 8. September 2017 04:20

Ahh @Chrischi... eine Sache ist mir grad noch eingefallen.

Chrischi hat geschrieben:Die Ablehnung der Lehre der Apostel kommt der Ablehnung Gottes gleich


In der aktuellen Bibel gibt es kein Buch (mehr), wo "die Lehre der 12 Apostel" gemeinsam
und einheitlich von ihnen überliefert wurde.

Aber es gab mal eins...

Dieses Buch wurde im 4 jhr. aus der Bibel von einem römisch katholischen "Kirchvater" namens "Eusebius von Caesarea" unter der Herrschaft des römischen Kaisers Konstantin "verbannt". (was mich auch keine Sekunde wundert...)

Zuvor wurde dieses ursprünglich biblische Buch - namens:

"Die Lehre des Herrn durch die zwölf Apostel" -

jahrhunderte lang von der Christenheit als kanonisch - also als das Wort Gottes - anerkannt.

Die Datierung beläuft sich auf das 1. Jhr, also Zeitgleich wann die Evangelien und Apostel- Briefe verfasst wurden und mit hoher Wahrscheinlichkeit noch zu Lebzeiten der Apostel, mindestens aber deren Schüler (wie bei allen Büchern des NTs also)

Und weil es imho gerade ziemlich gut bzgl. des Thread-Thema passt "Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg" ... würd ich daraus gerne zumindest den Anfang zitieren aus der offiziellen und öffentlich bereitgestellten Bibliothek der Kirchenväter:

1. Zwei Wege gibt es, einen zum Leben und einen zum Tode; der Unterschied zwischen den beiden Wegen aber ist groß.

2. Der Weg des Lebens nun ist dieser: "erstens du sollst deinen Gott lieben, der dich erschaffen hat, zweitens deinen Nächsten wie dich selbst"1; "alles aber, von dem du willst, daß man es dir nicht tue, das tue auch du2 keinem anderen.

3. In diesen Worten ist aber folgende Lehre enthalten: "Segnet die, welche euch fluchen und betet für eure Feinde; ja fastet für die, die euch verfolgen; denn welche Gnade (soll euch werden), wenn ihr die liebet, die euch lieben? Tun nicht auch die Heiden dasselbe? Ihr aber sollt lieben, die euch hassen", und ihr sollt keinen Feind haben.

4. "Enthalte dich der Lüste des Fleisches4 und des Körpers! "Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, reiche ihm auch die andere dar und du wirst vollkommen sein; wenn einer dich eine Meile weit nötigt, gehe zwei mit ihm; wenn einer dir den Mantel nimmt, gib ihm auch den Rock; wenn dir einer das Deinige nimmt, fordere es nicht zurück"5; denn du kannst es auch nicht.

[...]


( Quellangabe: http://www.unifr.ch/bkv/buch1.htm : "Die Apostolischen Väter. Aus dem Griechischen übersetzt von Franz Zeller. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 35) München 1918." )

Wohl gemerkt: Dieses Buch Zählte min. 300 Jahre als ein kanonisches Buch der Bibel und wurde als Wort Gottes von der frühen Christenheit anerkannt bis es von der immer mächtigeren rkk aus der Bibel "raus-zensiert"... "verbannt"... wurde (wie so vieles im laufe ihrer "Geschichte" was ihr und dem römischen Kaiserreich nicht genehm war)...

"Der Weg des Lebens" --> der dort von den 12 Aposteln beschrieben wird enthält natürlich auch die Belehrungen von Jesus in Matthäus 7 zur "engen Pforte"... macht ja auch nur Sinn wenn "der Weg" zum Reich Gottes von Jesus an die 12 Apostel so weitergegeben wurde und diese das dann im erwähnten "Ex-Bibel-Buch" so wiedergegeben hatten.

Nur was fehlt ist... "ein Kreuztodglaube" in ihrer "Weg-Beschreibung" zum Reich Gottes.
(Genauso übrigens wie im gesamten Kapitel 7 von Matthäus ... ebenso in der gesamten Bergpredigt Angefangen bei Kapitel 5 bis Ende des 7... ja und eigentlich nirgends in den Evangelien aus dem Munde Jesus)

Wie konnten Jesus in der Bergpredigt Mt Kapitel 5 bis 7... und später die 12 Apostel nur diese ja angeblich so elementar wichtige Sache nur vergessen zu erwähnen...in ihrer Lehre "des [engen] Weges" zu Gott?
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon Helmuth » 8. September 2017 05:02

Bislang habe ich mich an der Teilnahme zu deinem Gespräch zurückgehalten. Ich dachte man würde dir deine Grundfrage schon beantworten. Scheinbar kommt niemand zum Punkt. Dein Grundproblem ist dieses:
net.krel hat geschrieben:Wie konnten Jesus in der Bergpredigt Mt Kapitel 5 bis 7... und später die 12 Apostel nur diese ja angeblich so elementar wichtige Sache nur vergessen zu erwähnen...in ihrer Lehre "des [engen] Weges" zu Gott?

Jesus hat das nicht vergessen. Er hat die Bergpredigt auch nicht selbst niedergeschrieben. Soweit bis du ja recht gut informiert. Er sagte über sich dieses:
Matthäus 20, 28 (Schlachter 2000):gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Verstehst du was ein "Lösegeld" ist? Das ist der Preis, den er auch für dich mitbezahlt hat. Ein mit Sünden beladener Mensch kann das nicht
Matthäus 16, 26 (Schlachter 2000):Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? 

Kein Mensch kann sich als Preisgeld für andere geben, keiner außer der, der ohne Sünde war. Darum ist Jesus mehr als nur ein Ethiklehrer.

Wann immer du nach den Regeln Jesu vorhast zu leben, du kommst mit diesem Leben immer exakt um eine Stelle nicht umhin: Eines Tages stehst du in deinem Geist vor dem Kreuz und siehst ihn vor dir. Dann musst du eine Entscheidung treffen. Ja sagen für sein Erlösungswerk oder nein. Vielleicht ist heute noch nicht dein Tag, aber er kommt. Das ist die enge Pforte, an der es keinen Weg daran vorbei gibt.

Ich versichere dir eines. Wenn dem nicht so ist, dann lebst du garantiert NICHT nach den Maßstäben, die Jesus lehrt. Dann redest du davon, sie gefallen dir sogar, aber du LEBST nicht danach. Denn wer immer danach lebt, den zieht Gott durch die Kraft seines Heiligen Geistes vor das Kreuz.

Alles andere ist eine Schönfärberei, ein Selbstbetrug und eine Heuchelei. Es liegt an dir, aber Gott sieht und liebt dich.
Herzliche Grüße
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon net.krel » 8. September 2017 06:31

Jesus wurde von Gott gesandt um die Wahrheit und die Gesetze Gottes (wieder) zu lehren/bringen weil sie von denen "die sich auf den Stuhl Moses" gesetzt haben bis ins Unkenntliche verzerrt wurde im laufe der Generationen... so meine Ansicht.

Das ist Gleichzusetzen wie in ein Rudel Wölfe "gesandt" zu werden um dort diejenigen, wo es noch was zu retten gibt, von "der gepredigten Unwahrheit" der damaligen Priesterschaft zu erlösen.

Die meisten Propheten mit diesem Auftrag überlebten es nicht... sie wurden allesamt verfolgt und/oder ermordet und ihr Leben war aufgrund dessen ein sehr Leidvolles.

So auch bei Jesus... welcher im übrigen auch in meinen Augen mehr war als "nur" ein Ethiklehrer. Eben Sohn Gottes zu seiner Rechten...

Jesus kam um zu Dienen... denen die - wer er es gepflegte zu sagen - "seine Stimme hörten"... "ihre Ohren zu öffnen".

Und das notfalls bis zum Tod. Keiner hat größere Liebe als daß er für andere sogar sein Leben läßt.

Das ist für mich "das Lösegeld"... einer musste "zu den Wölfen" gehen und somit unweigerlich sein Leben riskieren.

Im besagten Kapitel geht es zudem nicht um Sündenvergebung und von einem Kreuz oder gar Blut wird dort gar nichts gesagt.

Auch dort fehlt - wie von mir Angefragt - das was Du und die meisten sich dann aus anderen Einzel-Versen udn "Kontext-Entrissen" verstreut durch die ganze Bibel dann aneinanderreihen bis dann eben so etwas dabei raus kommt was man "die Kreuztodtheologie" dann eben nennt.

Meine Anfrage lautet: Wo steht das in den Evangelien, aus dem Munde Jesus, was mir nahezu jeder hier im Thread ja auch ohne Probleme "in einem Stück" - zusammenhängend - bisher geschrieben hat... daß der Glaube an das biologisch geflossene Blut von Jesus zwingend Notwendig sei um Vergebung der Sünden zu erlangen und somit Eintritt in das "das Reich Gottes" gewährt zu bekommen. Und wer das - genau das - nicht glaubt --> ewige Hölle.

Ich frage nicht nach zusammen-gereihten Einzelversen quer-verstreut rausgepickt aus der Bibel... weil - wie gesagt - damit kann man sich alles "zusammenpuzeln" (geschieht ja auch pausenlos im Christentum)... sondern ich frage nach einer (eine einzige reicht mir) zusammenhängenden Stelle bzw. Kapitel wo das - Sinngemäß (nicht Buchstäblich) so von Jesus gelehrt wurde.

Die von Dir genannte Stelle gibt das einfach nicht her und es geht dort weder um Sündenvergebung noch um einen Exklusiven Glauben an ein stellvertretendes Opfer...

Ich hab bisher in allen Evangelien keine solche gefunden... dafür ganz andere Sachen die Jesus zur Vergebung der Sünden und zur "Gerechtfertigung" lehrte welche nichts mit dem zu tun haben was die "Einzel-Vers-Anreihungen-Quer-Beet" von Euch aussagten.

Du sprachst davon, daß man früher oder später eine Entscheidung für oder gegen Jesus treffen muss einmal in seinem Leben.

Nun... diejenigen, die damals "Barabas" schrien als sie Pilatus vor die Wahl stellte wer gekreuzigt werden solle... diejenigen also die Jesus am Kreuz unbedingt sehen wollten... das waren - in meinen Augen - diejenigen die sich gegen Jesus entschieden haben.

Und diejenigen, die ihn nicht am Kreuz sehen wollten - die Minderheit - die waren für Jesus.

Meine Position ist diese, daß die Kreuzigung Jesus ein Verbrechen gegen den Sohn Gottes war und Gott Jesus nicht deswegen sandte, daß er auch noch umgebracht / gekreuzigt werden solle. Ich rufe also nicht "Barabas".

Und "Eure" Entscheidung ist offensichtlich jene: Jesus muss(te) am Kreuz sterben. Ansonsten sei Jesus nicht Jesus... das seh ich doch richtig oder?

Du schreibst weiterhin daß wenn man nicht an den Kreuztod Jesus als stellvertretendes Opfer glaubt man angeblich nicht nach dem Maßstäben Jesus leben könne und auch nicht würde...

Obowhl das eine natürlich nichts mit dem anderen zu tun hat... gelebte Nachfolge und "intellektuell-theologische Ablehunng oder Zustimmung" sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Aufs erstere kommt es an. Das zweitere ist lediglich "mentaler Kommentar" und spielt bei der "Beurteilung des Herzens" keinerlei Rolle bei Gott in meinen Augen... sondern nur bei Theologen und Schriftgelehrten und dessen Gläubiger und Anhänger...

So war es damals zu Jesus Zeiten schon... und heute immer noch. Es waren Schrfitgelehrte die mit Jesus nie auf einen Nenner kamen und sich dann auch gleichzeitig einbildeten sie würden "die Lehre Gottes" aus ihren Schriften deuten können derweil meilenweit davon entfernt ... gesetzliche Schriftgelehrte. Fällt Dir nichts auf?

Das was Du gerade schriebst ist in meinen Augen eine weitere Form solch einer "gesetzlicher Schrift-Gelehrt-Heit"...

Gott sieht - in meinen Augen - in die Herzen... und nicht auf den "theologischen IQ" oder vermeintliche intellektuell-theologische Irrtümer.
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon Mirjam » 8. September 2017 07:48

net.krel hat geschrieben:Du sprachst davon, daß man früher oder später eine Entscheidung für oder gegen Jesus treffen muss einmal in seinem Leben.

Nun... diejenigen, die damals "Barabas" schrien als sie Pilatus vor die Wahl stellte wer gekreuzigt werden solle... diejenigen also die Jesus am Kreuz unbedingt sehen wollten... das waren - in meinen Augen - diejenigen die sich gegen Jesus entschieden haben.

Und diejenigen, die ihn nicht am Kreuz sehen wollten - die Minderheit - die waren für Jesus.

Meine Position ist diese, daß die Kreuzigung Jesus ein Verbrechen gegen den Sohn Gottes war und Gott Jesus nicht deswegen sandte, daß er auch noch umgebracht / gekreuzigt werden solle. Ich rufe also nicht "Barabas".


Hallo net.krel
Was Du hier schreibst ist aus menschlicher Sicht absolut korrekt und nachvollziehbar. Und es erinnert mich an einen Menschen, der Jesus sehr geliebt hat und mit ziemlicher Sicherheit genauso dachte wie Du.
Matthäus 16, 21-22 (Elberfelder):Von der Zeit an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, daß er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden, und getötet und am dritten Tage auferweckt werden müsse.Und Petrus nahm ihn zu sich und fing an, ihn zu strafen, indem er sagte: Gott behüte dich, Herr! Dies wird dir nicht widerfahren.

Du bist hier absolut eins mit Petrus, nicht wahr?
Wie reagiert Jesus auf diese Liebe?
Matthäus 16, 23 (Elberfelder):Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnest nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.

Der Mensch sinnt also darauf: Jesus darf nicht sterben! Niemals!
Und Gott sinnt darauf: Mein Sohn muss sterben! Unbedingt!
Und Jesus wußte sehr genau, worauf sein Vater sinnt, verstand Ihn, wußte, dass es sein muss!
Matthäus 16, 21 (Elberfelder):Von der Zeit an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, daß er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden, und getötet und am dritten Tage auferweckt werden müsse.

Frag doch mal Jesus: Warum?
Hat Petrus gewiß auch getan ;)
LG und Gottes Segen für Dich von Mirjam :)
Denn das Leben ist für mich Christus, und das Sterben Gewinn
(Phil. 1,21)
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon net.krel » 8. September 2017 08:21

Mirjam hat geschrieben:Du bist hier absolut eins mit Petrus, nicht wahr?

Ja also da bleibt mir nun nichts anderes übrig als mit "ja" zu antworten :-)

Mirjam hat geschrieben:Gott sinnt darauf: Mein Sohn muss sterben! Unbedingt!

Und hier bleibt mir nichts anderes übrig als auf Markus 12, 1-9 zu verweisen wo Gott genau darauf nicht sinnt Er sandte seinen Sohn nicht, auf daß er von ihnen umgebracht wird.

Dann haben wir nun einen Widerspruch in den Evangelien.

An der einen Stelle wird überliefert daß Gott nicht wollte daß sein Sohn von ihnen umgebracht wird.

Und an der von Dir genannten Stelle - ich sag mal: "scheinbar" :-) - schon.

lg :-)
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon Helmuth » 8. September 2017 13:42

Lieber net.krel,

Wenn du mir sagst, dass meine Worte (oder vielleicht auch die der anderen Foristen) gesetzliche Schriftgelehrtheit sind, dann erübrigt sich jede weitere Diskussion. Du nimmst die Worte nicht an. Ok, ist so, aber im Gegenzug versuchst du uns deine Weisheit hier aufs Aug zu drücken. Das muss schiefgehen. Buddha hat nichts für mich getan, Jesus hingegen alles, darum interessiert mich kein Buddha-Mix-Jesus.

Ich sehe du bist nicht bereit Jesus anzunehmen. Woran das liegt möchte ich nicht weiter untersuchen. Das Herumphilosophieren um seine Worte liegt mir nicht. Man nimmt sie an oder man nimmt sie nicht an. Das ist wie ich bereits geschrieben habe deine Entscheidung.

Gott behüte dich und möge sich dir offenbaren. Es ist ja noch nicht aller Tage Abend.
Alles Gute
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Die enge Pforte zum Leben ist der einzige Weg

Beitragvon Ellipirelli » 8. September 2017 14:10

@net.krel

Deine Einwände sind logisch und nachvollziehbar.

Jesus ging freiwillig für uns in den Tod...Er hätte immer "Nein" sagen können. Er musste nicht auf Befehl des Vaters sterben.
Es ist leider so, dass Jesus von Anfang an verfolgt wurde. Schon als Baby trachtete man ihm nach dem Leben.Wir sehen auch Kain und Abel...dann die Propheten die getötet wurden.
Es liegt in der Natur des Bösen, der gegen Gott ankämpft.
Das Volk Israel verwarf immer wieder ihren Messias...der mehr als genug angekündigt wurde. Zuguter Letzt brachten die Pharisäer Jesus sogar ans Kreuz.

Dies missfiel natürlich dem Vater, die Folge war letztendlich die Zerstörung ihres Tempels 70 n.Chr..
Die Medaille hat zwei Seiten. Die eine, der Hass auf Jesus und die andere, der freiwillige stellvertretende Tod am Kreuz für uns.
Jesus ließ es geschehen, aber die Schuld der Täter bleibt. Jesus starb freiwillig nicht wie ein Selbstmörder, er starb als Verurteilter ohne Sünde.
Alles gehört zusammen.

LG Elli
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