HORIZONT - der etwas andere Gottesdienst in Filderstadt - Bernhausen vom 15.10.2006 :

Thema: Alles verlogen !

Roter Faden:

1. Phase:

Wo wir den Eindruck (oder die Erfahrung gemacht) haben, nicht der letzten Wahrheit zu begegnen – zum Beispiel ...

-          bei Wahlkampfversprechen

-          bei Werbungsversprechen

-          beim Leistungssport (Wettskandale, Dopingmanipulation, ...)

Wo wir in Geschichte oder Literatur der Lüge begegnet sind:

-          Zum Beispiel Goebbels „Zuversichts“reden während des II. Weltkriegs, als es für die Nationalsozialisten nichts mehr zu hoffen gab.

-          Oder: Der Roman Jurek Beckers: „Jakob, der Lügner“ (Jakob, der im jüdischen Ghetto während des II. Weltkriegs lügender Weise Hoffnung verbreitet, die sich nicht erfüllt).

 

2. Phase:

Wie das bei Gott ist und wie wir dementsprechend das Gotteswort zu hören haben – gezeigt am Beispiel von 2. Petrus 1,16 ff.:

 „Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen ... Und diese Stimme haben wir gehört ... “

Gott hat sein Wort, seine Versprechungen (auch „Verheißungen“ genannt), bezeugt im ersten Teil der Bibel, dem sogenannten Alten Testament, gehalten. Es war nicht Etikettenschwindel, keine Mogelpackung, nicht verlogen. Gott hat Wort gehalten, indem er Jesus (den Versprochenen) schickte, der tatsächlich zu sehen und zu hören war, der tatsächlich heilte und half und die Erlösung brachte.

Dementsprechend hat das Vertrauen die Oberhand zu behalten gegenüber dem Zweifel. Gott hat sein Wort im Blick auf Jesus gehalten, dementsprechend können wir auch den Worten trauen, die gesagt und geschrieben sind im Blick auf die Zukunft:

Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.“

 

3. Phase:

Wie das bei uns werden kann und wie andere, die mit uns zu tun haben, in Zukunft unsere Worte hören können – gezeigt am Beispiel von Epheser 4, 25:

„Legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten ...“

Illustriert soll dies werden durch Alltagskonkretionen (ausgehend vom Beispiel des Arztes, der seine Qualität dadurch auch zeigt, dass er die Wahrheit sagt).

Pfarrer Ulrich Scheffbuch   15.10.2006

15.10.2006 JH/ZT

 

 

 

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