HORIZONT
- der etwas andere Gottesdienst in Filderstadt - Bernhausen vom 13. 7.2003 :Thema: Sorry seems to be the hardest word!
Begrüßung durch Andrea Hausmann:
Herzlich willkommen liebe Kinder und liebe Erwachsene bei unserem Horizont-Gottesdienst.
Wir wollen diesen Gottesdienst wieder ganz in die Hände Gottes legen und ihn zu seiner Ehre feiern.
Deshalb beginnen wir diesen Gottesdienst in seinem Namen, im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes Jesus Christus und des Heiligen Geistes. Amen!
Sorry! Entschuldigung, Verzeihung, es tut mir leid!
Geht es Ihnen auch manchmal so, dass es Ihnen so schwer fällt dieses Wort über die Lippen zu bringen, wenn Sie sich mal im Ton vergriffen haben oder zu schnell und zu heftig auf erwas reagiert haben!
Oder vielleicht warten Sie schon Tage, Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre darauf, dass sich jemand bei Ihnen entschuldigt. Und es tut sich nichts, weil die Person es einfach nicht fertig bringt sich selber einen Fehler einzugestehen oder auch nur einen Schritt in diese Richtung zu tun.
Wie schmerzhaft ist es dann, wenn man vergeblich darauf wartet und sich aus diesem Grund sogar Wege trennen müssen.
Und alles wegen nur einem einzigen kleinen Wort. Wieviel Kraft steckt doch in so einem einzigen Wort und wieviel kann kann ein einziges gesprochens oder eben nicht ausgesprochenes Wort in einem Leben bewirken.
Ich möchte gar nicht mehr viel dazu sagen, ich überlasse das unserem heutigen Referenten René Frei. Nur die eine eigene Erfahrung möchte ich an Sie weitergeben:
Ich kenne nur einen, der es mir möglich macht dieses Wort (sorry) immer wieder und immer leichter auszusprechen, auch wenn es mir manchmal ganz schön schwer fällt: Jesus Christus!
Und ich kenne Menschen, die es nicht ausprechen können, nicht nur - aber eben auch - weil sie ihn –Jesus Christus- nicht haben!
Der, der es mir ermöglicht ist Jesus Christus! Ich bin dankbar, dass ich ihn kenne und ich wünsche Ihnen allen, dass auch Sie ihn immer wieder neu kennenlernen!
Ansprache von René Frei:
Sorry
seems to be the hardest word !Sorry – hat immer mit einem Gegenüber zu tun:
… die betroffene Person / das Opfer
--- die verursachende Person / der Täter
… der Auslöser: eine Handlung / ein Wort – Ergebnis: Distanz
DAS DILEMMA
Sorry aus der Sicht des „Täters":
… ich bin mir keiner Schuld bewusst und durch das Verhalten irritiert
… warum ist das „Opfer" so empfindlich, es ist doch wahr, was gesagt wurde
… das „Opfer" hat selbst schuld
…
… es ist eine Demütigung für mich, ich gebe zu, einen Fehler gemacht zu haben
… ich müsste mich ändern und das schaffe ich nicht – es wäre ein falsches Versprechen
… wird das „Opfer" mein Sorry überhaupt akzeptieren? Vor allem, wenn es schon
wieder passiert ist?
Sorry aus der Sicht des „Opfers"
… meint es der „Täter" ehrlich?
… so leicht kommt mir der „Täter" nicht davon, ich will Beweise sehen.
… das werde ich dem „Täter" nachtragen, ich will ihn leiden sehen.
…
… ich spüre, dass es dem „Täter" leid tut, ich will ihm eine Brücke bauen und gehe auf ihn zu.
… ich will vergeben, schon im Voraus, damit ich offen für das Sorry und nicht nachtragend bin, denn ich will keine Distanz zwischen dem „Täter" und mir.
DER AUSWEG
Sorry und Vergebung gehören eng zueinander, man nennt das Ergebnis auch „Versöhnung". Es kann Euphorie, Freude, Achtung und neue Freundschaft auslösen. – Liebe kann nicht mit Distanz leben!!!!!
Der größte Brückenbauer ist Gott selbst in Jesus. An ihm können wir lernen und von ihm auch Hilfe erbitten.
René Frei, 13.07.2003.
Segen, gesprochen von Andrea Hausmann:
Vater,
Dein Segen umstrahle uns wie die Strahlen der Sonne, die uns erwärmen.
Dein Segen belebe uns wie der Wind, der uns über die Haut streicht, und der Regen, der alles erfrischt.
Dein Segen umgebe uns, wie Licht und Dunkelheit, die uns eben und Ruhe schenken.
Vater, so segne Du uns als Deine Kinder.
Amen
24. 7.2003 JH/ZT