HORIZONT - der etwas andere Gottesdienst in Filderstadt - Bernhausen vom 7. 7.2002 :

Them: Die große Freiheit !

Begrüßung durch Andrea Hausmann:

Herzlich willkommen liebe Kinder und liebe Erwachsene bei unserem Horizont-Gottesdienst. Schön, dass Ihr und Sie bei uns sind und hoffentlich in aller Freiheit zu uns gekommen sind.

Die große Freiheit!

Ich sag Ihnen ganz ehrlich, wenn ich mir in den letzten Tagen ein Thema für den heutigen Gottesdienst hätte aussuchen dürfen, dann bestimmt nicht die große Freiheit, sondern eher Der große Absturz! Resignation - geprägt aus Unverständnis, Vorwürfen und nicht beachteten Grenzen! So sieht der Alltag eben manchmal aus, vermutlich nicht nur bei mir! Ich konnte kein Gefühl von einer großen Freiheit in mir spüren, und hatte auch keine Lust mir darüber Gedanken zu machen. Trotzdem, habe ich dann angefangen mir zu überlegen, wie ich mir die große Freiheit vorstellen könnte. Für mich gab es dann nur den einen Wunsch, und der sah in etwa so aus: (Fallschirm fliegen lassen!) Ich möchte mich einfach fallen lassen können, völlig schwerelos schweben, mich getragen fühlen und keine Angst haben doch abzustürzen. Wer kann mir dieses Gefühl und diese Sicherheit geben? Mir fällt da nur einer ein, den ich letzte Woche allerdings ziemlich in die Ecke gedrängt hatte. Jesus Christus, der uns durch das Leben tragen will und nicht fallen lässt, auch dann nicht, wenn wir am Abstürzen sind. Deshalb freue ich mich, dass wir hier in seiner Gegenwart diesen Gottesdienst feiern dürfen. Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes Jesus Christus und des Heiligen Geistes.

Amen!

Weiterre Gedanken zum Thema von Jürgen Hausmann:

Die große Freiheit!

Das ist schon sehr verlockend – oder ? Sich nach niemandem richten müssen, keinerlei Grenzen, weder Grundstücksgrenzen, noch moralische, noch ethische Grenzen. Nur Tun und lassen, was ich will, wann ich will, wie ich will.

Wie kann ich diese große Freiheit erreichen? Eigentlich nur ganz alleine, auf einer Art von Insel, dann brauche ich mich nach niemandem zu richten.

Sobald ich mit anderen Menschen zusammensein muss, bin ich auf irgendeine Weise eingeschränkt. Ich kann auch versuchen, mit sehr viel Geld die Menschen

zu "kaufen", doch das funktioniert auch nur bedingt. Diese etwas triviale Art der großen Freiheit scheint nicht sehr gut für uns geeignet zu sein, denn wer will schon immer alleine sein ?

Also ganz so einfach scheint es mit der großen Freiheit nicht zu sein. Wir Menschen sind ja geschaffen, um mit anderen zusammen zu sein. Sonst wären wir ja schon lange ausgestorben. Die große Freiheit hier in Bernhausen mit all den Mitmenschen erleben zu können, dazu ist ein bis ins kleinste Detail durchdachte System notwendig.

Gedanken von Wofgang Günther:

 Die 10 Gebote sind Jahrtausende alt und dennoch aktuell für Menschen unserer Zeit.

Sie sind eine Kostbarkeit. 10 Gebote zu einem guten Leben. Diese Angebote wollen neu entdeckt werden.

In diesen 10 eifachen Sätzen liegt eine große Hilfe zur Lebensgestaltung:

  1. Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Gott befreit. Wo er der Herr ist, verlieren zerstörerische Zwänge ihre Macht.

  3. Du sollst Dir kein Bild von Gott machen.
  4. Gott begenet uns! Er sprent die Bilder, die Menschen sich machen und ist uns als Person nahe,

  5. Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.
  6. Gott hört uns! Er gab seinen Namen, damit wir ihn anrufen können.

  7. Du sollst den Feiertag heilig halten.
  8. Gott schenkt Zeit! ... zur Fitness an Leib und Seele.

  9. Du sollst Vater und Mutter ehren.

Wurzeln geben Halt! Wo wir unsere Lebensgeschichte annehmen, können wir wachsen.

  1. Du sollst nicht töten.
  2. Leben hat Wert! Der Mensch ist kein Zufallsprodukt, er ist Gabe Gottes an diese Welt.

  3. Du sollst nicht ehebrechen.
  4. Treue lohnt sich ! Die Ehe bieten einen Raum, in dem sich Frau und Mann entfalten können.

  5. Du sollst nicht stehlen.
  6. Gott versorgt uns! Wer das glaubt, braucht keinen Mangel zu befürchten.

  7. Du sollst nicht lügen.
  8. Wahrheit befreit ! Mit Lügen engen wir unseren Lebensraum ein und betrügen uns selbst.

  9. Du sollst nicht begehren.

Wir sind reich ! Wir können uns mit anderen freuen.

Beanspruchen sie die Angebote Gottes, sie haben kein Verfallsdatum. Er steht zu seinen Zusagen.

 

Amen.

 

 Segen von Andrea Hausmann:

Gott, fülle die unstillbare Sehnsucht aus, die in unseren Herzen ist.

Gott, gib uns den Mut zum Träumen und die Kraft, jeden Tag neu den Aufbruch zu wagen.

Gott, gehe uns voran und sei unser Schutz.

Gott schenke uns ein Leben in Fülle, damit wir einst das Lied Deiner Erlösten singen können.

So segne Du uns Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist

Amen

 

 

 

 

 

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