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Wer bestimmt was
gemacht werden darf?
Wo stehen wir heute? Anhand von Beispielen
soll eine Zwischenbilanz des Klonens und der Gentechnik gezogen werden.
Klonen:
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Schafe |
Beispiel "Dolly": 227 Zellen sind mit einem fremden Erbgut
"befruchtet" worden. Davon haben sich 29 Zellen schließlich in
Kultur angefangen zu teilen und diese sind in die Gebärmutter eines Schafs
eingepflanzt worden. Eines dieser Eizellen hat dann ein Embyo
gebildet. Das Schaf ist am 5. Juli 1996 auf die Welt gekommen, und das
Experiment wurde am 24. Februar 1997 der Öffentlichkeit vorgestellt. April 2003 starb Dolly an Arthrose. |
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Kühe, Schweine, etc. |
Die "Dolly" der Deutschen ist eine Kuh mit den Namen "Uschi". Sie kam Ende Dezember 1998 auf die Welt und ist nach dem gleichen Prinzip geklont worden, wie das Schaf "Dolly". Das Klonen von Schweinen und anderen Säugetieren sind ebenfalls erfolgreich durchgeführt worden. |
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Mensch |
Ist das von der Raelianer-Sekte
gegruendete Unternehmen 'Clonaid'
dabei Menschen zu klonen? |
Das Klonen von Menschen ist in Deutschland
nach dem Embryonenschutzgesetz vom 1. Januar 1991 verboten. In England ist es
erlaubt geklonte Eizellen von Menschen bis zum 14. Tag in Kultur wachsen zu
lassen.
Gentechnik:
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Medikamente |
Insulin für Zuckerkranke zum Beispiel wird seit Mitte der achtziger Jahre mit Hilfe gentechnisch veränderter Bakterien hergestellt. Mehr als 80 % des zur Therapie eingesetzten Insulins wird auf diese Weise produziert. In Deutschland sind derzeit mehr als 30 verschiedene gentechnisch hergestellte Medikamente zugelassen. |
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Diagnose von Krankheiten |
Obwohl erst ein Teil der Erbinformation des Menschen bekannt ist, befinden sich in Datenbanken mehrere tausend Einträge über Abweichungen in der menschlichen DNS-Sequenz und damit korrelierende Krankheitsbilder. So kann man heute genetische Veranlagungen für Brustkrebs oder Alzheimer diagnostizieren. Eigentliche Gentherapien sind bis heute noch nicht in Sicht. |
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Nutzpflanzen |
Bei uns sind zum Beispiel gentechnisch veränderte Soja-Produkte auf dem Markt. Die Soja-Pflanze wurde gegen ein Herbizid resistent gemacht. Bei Mikroorganismen hatte man die Geninformation für die Eigenschaft der Resistenz gefunden, und sie dann aus diesen auf die Soja-Pflanze übertragen. Gentechnisch veränderte Zuckerrüben (ebenfalls resistent gegen Herbizide) weisen eine veränderte Erbinformation auf, der daraus gewonnene Zucker unterscheidet sich allerdings in keiner Weise von demjenigen, der aus einer konventionellen Zuckerrübe gewonnen wurde. |
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Lebensmittel |
Zum Beispiel die "Antimatsch-Tomate": Man hat die Erbinformation der Tomate so verändert, daß die Bauanleitung für das Enzym, das den Prozeß des Matschigwerdens verursacht, unleserlich gemacht worden ist. Die Tomate kann ausgereift gepflückt und transportiert werden. Sie bleibt ausgereift länger bißfest. |
Die Gentechnik ist in Deutschland nach dem
Gentechnikgesetz vom 20. Juni 1990 geregelt.
Die Ethik ist die Lehre vom sittlichen oder
moralischen Wollen und Handeln des Menschen. Sie soll Antworten finden auf die
Fragen: Was ist gut? Was soll ich tun? Wie soll ich mich verhalten? Wie sind
Handlungen zu bewerten? Diese Fragen werden an den Universitäten üblicherweise
in der Philosophie behandelt. Die Ethik setzt Maßstäbe für das Wollen und das
Handeln des Menschen. Sie hilft uns Entscheidungen zu treffen.
Unsere Entscheidungen sind jedoch von
unseren eigenen Interessen mitgeprägt. Man kann die unterschiedlichen
Interessen überspitzt folgendermaßen darstellen:
Die Ethik hat die Aufgabe Maßstäbe zu finden
für Entscheidungen, die auf unterschiedlichen einseitigen Interessen basieren:
Dabei stellt sich nicht die Frage, ob
Gentechnik "gut oder schlecht" ist, sondern die entscheidende Frage
ist, was sind die Maßstäbe für unsere Entscheidungen und unser Handeln mit der
Gentechnik?
Dieter E. Zimmer schrieb in der
"Zeit" (02/99) folgenden Zeilen:
"Der
biomedizinische Fortschritt beschert den Menschen manches große Dilemma. Er
stellt sie vor Entscheidungen, die sie überfordern. Überfordern ist noch ein zu
schwächliches Wort: Die Menschen treffen Entscheidungen, die sie bei ihrer
psychisch-moralischen Beschaffenheit eigentlich nicht treffen können,
jedenfalls solange sie bei Trost und Verstand sind."
Nach meiner persönliche Meinung hat sich der
Mensch ein Wissen angeeignet, dessen Besitz es ihm erlaubt, sein Leben in
eigener Regie zu führen und nicht aus der stetigen Verbindung mit seinem
Schöpfer. Ein solches Wissen überfordert jedoch den von seinem Schöpfer losgelösten
Menschen, da er der Versuchung zum Missbrauch der damit gegebenen Möglichkeiten
nicht gewachsen ist.
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Wenn der Mensch sich an die "Kernen" der Schöpfung wagt, dann zeigt sich der Schatten des Mißbrauchs am deutlichsten: der Atomkern und der Zellkern. An dieser Stelle möchte ich nicht auf die Vorteile und auf die Probleme eingehen, die uns die Atomphysik gebracht hat. |
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Das 20. Jahrhundert war durch spektakuläre
Durchbrüche in der Physik und der Chemie bestimmt. Wir sind in die Lage
gekommen, die Materie zu verändern. Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert
der Biowissenschaften werden. Wir werden dann in der Lage sein das Leben selbst
zu manipulieren.
Die Diskussionen über den potentiellen Mißbrauch der Gentechnik und des Klonens haben seit einiger
Zeit angefangen. Die folgenden Themen werde
diskutiert:
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Diskriminierung von Menschen |
Die Diskrimierung
kann vom Arbeitgeber, Versicherungen, Schulen und Mitmenschen ausgehen. Zwei
Beispiele aus der Studie von Jonathan Beckwith von der Harvard Medical School in Boston sollen die Gefahren aufzeigen: 1. Beispiel: 2. Beispiel: |
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Herstellung von Ersatzorganen |
Ein Menschen läßt einen Klon von sich herstellen, damit der Klon als "Ersatzteillager" in Falle seiner Erkrankung verwendet werden kann. |
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"Design" von Kindern |
In die künstlich befruchtete Eizelle
werden gezielt Gene eingeschleust oder Gene ausgetauscht, damit das Kind den Wunsch der Eltern entspricht. |
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Patentieren von Genen |
Das Patentieren von Leben, auch von Zellen
und Genen des Menschen, ist etabliert worden. Damit ist der Weg frei zur
Vermarktung von Genen. Ein anderes Beispiel: Ein pharmazeutisches Unternehmen, die deCODE Genetics in Reykjavik, hat sich die alleinigen Verwertungsrechte der genetischen, genealogischen und medizinischen Daten der gesamten Bevölkerung Islands für die nächsten 12 Jahre gesichert. Dieses Monopol wurde als Gesetz von der isländischen Regierung am 17. Dezember 1998 zementiert, wie das British Medical Journal berichtete. |
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Der von Gott emanzipierte Mensch ist zu gutem Handeln, ohne den Schatten des Mißbrauchs, grundsätzlich nicht mehr in der Lage. In diesem Rahmen erfolgt die Anwendung aller Technik, auch der modernen Biotechnik. |
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Die Überforderung von uns, von Gott
emanzipierten Menschen, in Bezug auf Entscheidungen, ist nicht nur auf die
Gentechnik begrenzt, sondern sie findet täglich auch in unserem Leben statt.
Entscheidungen, die in der Gentechnik getroffen werden, haben globale
Auswirkung auf unsere Freiheit und auf unsere Menschenwürde. Entscheidungen,
die wir täglich in unserem Leben treffen, haben zwar keine globalen Auswirkungen,
aber dafür direkte Auswirkungen auf unsere Familie, Kinder, Freunde und
Arbeitsplatz. Dabei können wir oft nicht über unseren kleinen räumlichen und
kurzen zeitlichen "Tellerrand" hinausschauen und somit können wir
langfristige positive oder oft negative Auswirkungen unserer Entscheidungen
nicht abschätzen.
Die Mauer haben wir uns selber gebaut, und
bei Vielen ist die Mauer schon so groß geworden, daß
sie Gott garnicht mehr erkennen können.
Das muß aber nicht
so bleiben.
Gott reicht jeden von uns Seine Hand durch
Seinen Sohn Jesus Christus, damit wir eine persönliche Beziehung mit Ihm haben,
weil Er uns viel mehr liebt als wir uns das jemals vorstellen können. Gott
möchte nicht, daß wir anderen durch unser
"kurzsichtiges" Handeln Leid und Schmerzen zufügen. Er will als
liebender Vater uns in jeder Situation zur Seite stehen und uns vor Schaden
bewahren. Das kann Er aber nur dann, wenn wir es auch zulassen und Jesus in
unser Leben lassen und Ihn unser Leben auch nach Seinem Plan bestimmen lassen. Wenn
wir als Maßstab für unsere Entscheidungen und Handeln Sein Wort hernehmen, dann
können wir uns auf einem sicheren Weg wissen, den Er für jeden von uns weit in
die Zukunft hinein schon geplant hat.
Und für Sie hoffe ich, daß
Sie die Mauer spüren, die Sie von Gott trennt, und daß
Sie die Mauer niederreißen lassen. Daher wünsche ich Ihnen, daß
Sie nicht nur bei "Trost und Verstand" sind, sondern, daß Sie anfangen eine lebendingen
Beziehung zu Jesus Christus aufzubauen, bevor Sie über weitere Wege in Ihrem
Leben entscheiden.
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Last Update: 07. Juli 2008
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