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Ist der Zeitrahmen im Schöpfungsbericht nicht eine Metapher?


In der Schöpfungsgeschichte im ersten Buch Mose ist von sieben Tagen die Rede. Ist das nicht nur im übertragenen Sinne zu sehen? Stehen die sieben Tage vielleicht für sieben Zeitepochen?

In der Bibel werden in Prophetien und Visionen oft andere Zeitrahmen benutzt. Auch existiert für Gott quasi keine Zeit, wie man mehrfach nachlesen kann. Siehe dazu auch die in diesem Zusammenhang oft zitierte Bibelstelle, dass ein Tag für Gott wie Tausend Jahre seien (Psalm 90, 4). Bild
Grundsätzlich wäre es also nicht vollkommen unmöglich, dass man die sechs Tage des Schöpfungsberichtes eher im übertragenden Sinne sieht - es sich also nicht um sieben Tage handelt, sondern um sieben Zeitepochen oder sieben Milliarden Jahre.
Man muss jedoch bedenken, dass es sich hierbei ganz eindeutig NICHT um eine Vision oder Prophetie handelt. Schaut man sich Bibelstellen an in denen Visionen und Träume (oft auch Gesichter genannt) geschildert werden, sieht man recht schnell, dass diese immer recht genau beschrieben werden. Auch wird immer angekündigt, wenn es sich um einen prophetischen Eindruck oder dergleichen handelt.

Beispiel:
Daniel 8,1 (Schlachter):Im dritten Jahr der Regierung des Königs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht, nach jenem, das mir im Anfang erschienen war.

Hier sieht man deutlich, wie präzise Daniel ist. Ähnliches findet man in der Bibel eigentlich vor jeder Beschreibung einer Vision. Da dies jedoch bei der Schöpfungsgeschichte nicht der Fall ist, lässt das nur den Schluss zu, dass es sich hierbei um einen historischen Tatsachenbericht handelt. Ein anderer Zeitrahmen würde nur wenig Sinn machen.
Was aber noch viel stärker gegen die obige These spricht ist, dass im Schöpfungsbericht selber die zeitliche Einheit definiert wurde:

1. Mose 1, 4 - 5 (Luther 1984):Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag [der Schöpfung]

Viel deutlicher geht es nicht: Abend + Morgen bzw. Licht + Finsternis = 1 Tag. Hier wird unmißverständlich klar, was in der Schöpfungsgeschichte unter der Zeitspanne eines Tages verstanden wird, nämlich das gleiche was wir heute auch darunter verstehen: Einmal Abend und einmal Morgen, also eine Rotation der Erde um die eigene Achse, auf gut deutsch: 24 Stunden. Was sollte Gott auch für einen Grund haben, falsche oder missverständliche Zeitangaben zu machen? Auch hier lässt die Bibel eigentlich keine Fragen offen. Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass beim Schöpfungsbericht sehr präzise und wissenschaftlich vorgegangen wurde auch später in der Bibel ist immer wieder von sechs Tagen die Rede (z.B. 2. 2. Mose 20,11). Spätestens hier würde ja eine übertragende Dauer keinen Sinn mehr machen.

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