• PM
  • Friendship
  • News
ACHTUNG: Leider hatten wir in den letzten Tagen einige Datenbankprobleme, wodurch auch einige Benutzer-Accounts betroffen sind (und Login-Probleme entstehen könnten)

Hier klicken für weitere Informationen und Hilfe

Was hat das Salzgehalt bzw. die Versalzung der Meere mit dem Alter der Erde zu tun?


Wieso sollte die Erde nicht wie von Wissenschaftlern behauptet 5 Milliarden Jahre alt sein? Was hat der Salzgehalt der Meere damit zu tun?

Heute geht man davon aus, dass der Urozean, aus dem unsere heutigen Weltmeere entstanden sind, anfangs mehr oder weniger salzfrei gewesen ist. Das Wasser wäscht aber an den Küsten und auf dem Meeresboden dauernd Mineralien und Salze aus, woduch der Meer
Salzgehalt (Salinität) der Weltmeere und Ozeane stetig ansteigt. Auch durch die Flüsse gelangt auf dem Weg von der Quelle zur Mündung ständig weiteres Salz in das Meerwasser.
Sehr anschaulich kann man das im kleinen Maßstab beim Toten Meer beobachten. Hier beträgt der Salzgehalt mittlerweile bis zu 33%[1]. Diese Versalzung der Meere stellt eine gute Möglichkeit dar, um das Alter der Erde auszurechnen. Wäre die Erde wirklich mehrere Milliarden Jahre alt[2], so müsste sich dies zumindest in etwa anhand der Versalzung bestätigen.

Der Wasserkreislauf


Oberflächlich betrachtet müssten die Flüsse das Wasser der Meere eigentlich verdünnen, da der Salzgehalt hier weitaus geringer ist. Hierbei wird allerdings der Wasserkreislauf vergessen:
Das Wasser verdunstet über dem Meer, zieht in Form von Wolken über das Land, regnet herunter und fließt über Flüsse wieder ins Meer[3]. Hierbei wäscht es beständig Salze aus dem Untergrund. Da das Salz der Ozeane natürlich nicht mitverdunstet, erhöht sich also ständig der Salzgehalt der Meere - wenn dies auch sehr (!!!) langsam geschieht.

Bild

Viele Unbekannte


Bei einer derartigen Rechnung gibt es natürlich sehr viele unbekannte Faktoren, zumal viele Daten (wie das Wasservolumen der Meere) natürlich nur geschätzt werden können um diesem Rechnung zu tragen. Stellen wir folgende Grundfaktoren auf:

Die Ausspülung von Salzen an Küsten und Meeresgrund (was sicherlich die Hauptfaktoren sind) vernachlässigen wir und legen hier nur den Salzgehalt der Flüsse zu Grunde
Als Basis für unsere Rechnung nehmen wir das Wasservolumen von Flüssen über 1000km Länge[4] und tun so, als wäre dies das gesamte Wasser, das in die Meere gelangt ("kleine" Flüsse wie die Oder oder die Weser sind nicht mit in der Kalkulation)
Um wirklich ganz auf der sicheren Seite zu sein, nehmen wir nicht den Salzgehalt von normalem Süßwasser von etwa 1g pro Liter (bzw. 0,1%)[5], sondern den maximal zulässigen Salzgehalt von deutschem Trinkwasser von 250mg pro Liter (bzw. 0,025%)[6].

Rechnung


Vereinfachung (Der Nachvollziehbarkeit halber gehen wir davon aus, dass ein Liter Wasser genau 1kg wiegt):
Der Salzgehalt der Meere entspricht heute etwa 3,5%[7] bei einem Wasservolumen von schätzungsweise 1,338 Milliarden km³ (Kubik-Kilometer)[7]. Daraus ergibt sich eine Salzmenge von 46,83 Billiarden Tonnen (eine 47 mit 18 Nullen). Das Wasservolumen der 180 größten Flüsse das in die Meere gelangt beträgt 1.129.247m³ bzw. 1.129.247.000 Liter pro Sekunde[4].

Bei einem Salzanteil von 0,25g pro Liter ergibt sich daraus eine Salzmenge von rund 282 Tonnen pro Sekunde die weltweit ins Meer gelangt:

Rechnung:
1.129.247.000kg/s * 0,25g/kg = 282.311.750g/s ≈ 282t/s


Daraus ergibt sich, dass pro Jahr etwa 9 Milliarden Tonnen Salz in die Meere gelangen:

Rechnung:
282,311750t/s * 86400s * 365,25 Tage = 8.909.081.282 t/Jahr ≈ 9 Milliarden t/Jahr


Geht man von diesen 9 Milliarden Tonnen Salz aus, die jährlich über die Flüsse ins Meer gelangen, so ergibt sich auf der Basis obiger Salzmenge eine Dauer von etwa 5,3 Millionen Jahren, bis der heutige Salzgehalt erreicht ist.

Rechnung:
46.830.000.000.000.000 t / 8.909.081.282 t/Jahr = 5.256.434 Jahre ≈ 5,3 Millionen Jahre


5,3 Millionen Jahre hören sich lang an. Bedenkt man aber, dass die Welt laut vieler Wissenschaftler und Evolutions-Forscher Milliarden von Jahren alt sein soll, so liegt dieser Wert um den Faktor 1000 geringer. Wäre die Versalzung der Erde konstant, würde nach einer Milliarde Jahre die Menge an Salz, die reine Wassermenge vom Gewicht her um den Faktor 10 übersteigen.

Rechnet man gar mit dem Salzgehalt von normalem Süßwasser von 0,1%[5], kommt man auf einen Wert von ca eine Million Jahre für das Alter der Meere. Sind die Meere erst derart jung, kann das Leben auf der Erde logischer Weise nicht 4 Milliarden Jahre alt sein.


Kritik an dieser Theorie



Verbrauch des Salzes von den Meeresbewohnern


Da ich dieses Argument auch schon zu Ohren bekommen habe, möchte ich es doch hier noch kurz aufführen. Soviele salzfressende Meeresbewohner kann es gar nicht geben, als dass die erwähnten 5 Milliarden Tonnen Salz pro Jahr auch nur ansatzweise abgebaut werden könnten. Außerdem haben Meeresbewohner die Eigenschaft, irgendwann zu sterben. Da sie dafür nicht extra an Land gehen, werden sie die eventuell aufgenommenen Salzmengen auch zwangsweise früher oder später wieder an das Wasser abgeben.

Salzeinschlüsse auf dem Meeresgrund


Durch soganannte Black Smokers oder zu deutsch Schwarze Raucher [8] werden Salze abgelagert, die angeblich auf seltsame Art und Weise im Meeresboden eingeschlossen werden. Dabei wird vergessen, dass es immer nur verhältnismäßig kleine Mengen an Salz sind, die hier umgewandelt werden. Zudem ist die Lebensdauer der Black Smokers von etwa 20 Jahren geologisch gesehen ziemlich kurz. Auch wird hier nicht mit berücksichtigt, dass der übriggebliebene Mineralienschlot eines versiegten Black Smokers auch wieder durch das Meerwasser zersetzt wird und die Mineralien langfristig wieder ausgespült werden.

Was ist mit Eiszeiten?


Auch Eiszeiten werden häufig als potentielle Salzsenken angesehen. Bei genauer Betrachtung haben sie allerdings eher gegenteilige Wirkung: Salz führt dazu, dass der Gefrierpunkt des Wassers herabgesetzt wird. Dadurch friert salzarmes Wasser nicht nur schneller, sondern das Salz konzentriert sich auch eher im Wasser als im Eis, weswegen Eis in der Regel immer salzärmer ist als das Wasser aus dem es kristallisiert.

Fazit


Es mag durchaus einige Salzsenken geben, nichtsdestotrotz können diese die ungeheuren Salzmengen, die Jahr für Jahr durch die Flüsse in die Meere gelangen ,bei weitem nicht kompensieren. Dazu kommt noch, dass viele Faktoren wie zum Beispiel das Auswaschen von Salzen an den Küsten mangels Rechengrundlage nicht mitberücksichtigt wurden (was wahrscheinlich sogar den größten Anteil ausmachen würde).
Dadurch liegt der Schluss nahe, dass die Erde viel jünger ist, als oft von der Wissenschaft angenommen wird. Es sei noch erwähnt, dass ich in diversen Büchern zum Thema Evolution ähnliche Theorien gehört habe. Hier kommen die Wissenschaftler, die sich alle viel besser auskennen als ich (also die richtig schlauen Jungs mit Doktor- oder Professortitel), auf ein Meeresalter von unter 70.000 Jahren. Leider waren die Quellen schlicht und ergreifend nicht im Internet zu finden und ich wollte mir diese Forschungsarbeiten nicht extra besorgen, daher habe ich das hier einfach selber mal ausgerechnet. Aber auf ein paar Millionen Jahre mehr oder weniger kommt es da gar nicht an. Alle genannten Zeiträume sind für eine Makro-Evolution bei weitem zu kurz.

Auf Anfrage kann ich gerne eine Excel-Tabelle zur Verfügung stellen, welche die Rechnung deutlicher veranschaulicht.

[1] Wikipedia: Salzgehalt des Toten Meeres
[2] Das Alter der Erde wird laut Wikipedia auf etwa 4,6 Milliarden Jahre geschätzt
[3] Wikipedia: Der Wasserkreislauf
[4] Wikipedia: Liste der längsten Flüsse der Erde
[5] Wikipedia Salzgehalt von Süßwasser
[6] Anhang I "Parameter und Parameterwerte" (Teil B) zur EG-Trinkwasserichtlinie 98/83/EG
[7] Wikipedia Volumen und Salzgehalt des Meeres
[8] Black Smokers

Facebook