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Was unterscheidet Jesus von anderen Religiösen Lehrern oder Führern wie z.B. Gandhi?


War Jesus nicht letztlich nur ein religiöser Lehrer, ein Menschenrechtler oder ein pazifistischer Revolutionär (mit durchaus guten Ambitionen) wie Mohandas Gandhi?

Jesus wird oft mit Mohandas Gandhi verglichen (bzw. Gandhi wird mit Jesus verglichen ;-). Beides waren Anführer vieler Menschen. Beide haben die Gewaltfreiheit gepredigt. Beide haben eine Menge Leute angezogen und beide haben sehr viel gutes bewirkt. Es gibt aber einen entscheidenden kleinen Unterschied: Mahatma Gandhi gab sich immer sehr bescheiden und hat sich immer nur als einfacher Pazifist gesehen. Jesus Christus behauptete dagegen jedoch, dass er DER Messias und der einzige Sohn Gottes sei. Ein religiöser Lehrer oder dergleichen würde so etwas niemals von sich behaupten! Selbst Mose, Mohammed, Buddha oder andere historische Persönlichkeiten, die heute als Religionsstifter bekannt sind, haben nie etwas derartiges von sich gesagt.
Jesus hatte im Gegensatz zu Gandhi keinerlei politische oder völkerrechtliche Ambitionen. Ghandi wollte, dass Indien - damals britische Kolonie - selbstständig wurde. Er wollte das Land von der Herrschaft der Engländer befreien. In Israel herrschte zur Zeit von Jesus eine ziemlich ähnliche Situation. Israel war damals von den Römern besetzt und die Rechte des jüdischen Volkes waren relativ eingeschränkt - die meisten waren mit der Situation entsprechend unzufrieden. Jesus hat sich dafür aber recht wenig interessiert. Im Gegenteil: Er war Gast bei einem - in der Bevölkerung sehr verhassten - römischen Steuereinnehmer (Lukas 19, 1-7), er rief dazu auf, Rom die Steuern zu zahlen (Matthäus 22, 17-21), er sprach von Feindesliebe und er heilte einen römischen Soldaten, der ihn festnahm.
BildJesus war also kein Poltiker oder ein Revolutionär, der die Befreiung Israels im Sinne hatte. Politisch gesehen hat er nichts verändert und wollte dies auch gar nicht. Er war auch kein Religionsstifter: Jesus hat sich zu 100% zu der jüdischen Religion gestellt und ganz als Jude gelebt. Zudem hat er - im Gegensatz zu allen anderen Religionsgründern - auch keine einzige Schrift verfasst. Wenn er wirklich eine Religion hätte gründen wollen, hätte er sicherlich in irgendeiner Form textliche Hinterlassenschaften zur Verfügung gestellt. Politisch hätte er alle Möglichkeiten gehabt - er hatte eine riesige Gefolgschaft und hätte er zum Kampf gegen Rom aufgerufen, hätte er sehr wahrscheilnich einen Großteil der Juden hinter sich gehabt. Letztlich hat er aber nichts dergleichen gewollt oder bewirkt. Alles war politisch genauso wie vorher, die ungerechte Herrschaft der Römer bestand nach seinem Tod noch immer. Sein politischer Einfluss war gleich Null.

Letztlich bleiben nur drei Möglichkeiten:
1. Jesus war sich bewusst, dass er nicht der Sohn Gottes war und hat die Leute nur belogen.
2. Jesus war ein total durchgeknallter Spinner, der nur gelaubt hat, dass er Gott sei.
3. Jesus war das, was er behauptet hat zu sein: Gottes Sohn.

Punkt 1 lässt sich mit ziemlicher Sicherheit ausschließen. Wenn Jesus die Leute nur hinter's Licht führen wollte, hätte er sich sicher nicht für die Aussage er sei der Sohn Gottes hinrichten lassen. Das würde vielleicht ein Verrückter machen - aber niemand, der noch einigermaßen bei Verstand wäre. Aber auch dafür, dass Jesus in irgendeiner Form ein geisteskranker Spinner gewesen sein soll, gibt es keine Anhaltspunkte. Die scharfe Logik mit der er spricht, seine hervorragende Rethorik die seinesgleichen sucht und die gekonnten Retourkutschen mit denen er auf ihm gestellte Fallen reagierte, lassen nicht unbedingt auf eine Geisteskrankheit schließen (nähere Informationen im entsprechenden Artikel: War Jesus geisteskrank oder verrückt?). Zudem ist es unwahrscheinlich, dass ein offensichtlich Geisteskranker derart viele Anhänger gefunden hätte.
Es bleibt also nur ein logischer Schluss: Er war das, wofür er sich ausgegeben hat: Der Sohn Gottes, der freiwillig für unsere Fehler ans Kreuz gegangen ist.

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