• PM
  • Friendship
  • News
ACHTUNG: Leider hatten wir in den letzten Tagen einige Datenbankprobleme, wodurch auch einige Benutzer-Accounts betroffen sind (und Login-Probleme entstehen könnten)

Hier klicken für weitere Informationen und Hilfe

Ist es nicht möglich, dass die Kreuzigung bzw. Auferstehung von Jesus nur inszeniert war?


Es könnte doch gut sein, dass Jesu Auferstehung nur eine einzige Show war und das von den Jüngern und Jesus alles so geplant war. War das ganze nur ein Zaubertrick à la David Copperfield?

Theoretisch möglich ist eine Menge. Ob das alles aber auch praktisch durchführbar ist, ist eine andere Frage, denn um diese Inszenierung wirklich auch glaubhaft durchzuführen bedürfte es einiges an Aufwand.

Schauen wir uns mal die beteiligten Personen an

Jesus selber
die Jünger
die Priester des Temples bzw. der gesamte Hohe Rat (71 Mitglieder)
sonstige Schriftgelehrte (Mitglieder der Sadduzäer und Pharisäer) die nicht im Hohen Rat waren
Pontius Pilatus und sein Stab
der König Herodes Antipas
ein ganzer Haufen römischer Soldaten

Jesus und die Jünger sind kein Problem, dieser Personenkreis ist klein genug, damit eine geheime Absprache auch wirklich geheim bleibt und nichts nach außen dringt. Bei dem Hohen Rat wird es aber schon schwieriger. Dieser bestand nämlich damals in erster Linie aus Sadduzäern. Einer der fundamentalen Lehren der Sadduzäer bestand unter anderem in der Ablehnung jeglicher übernatürlicher Phänomene - insbesondere der Auferstehung der Toten. Sie wären die letzten gewesen die man zu so etwas hätte überreden können. Auch eine Bestechung ist bei der großen Anzahl der Personen (der Hohe Rat besteht aus 70 Mitgliedern und dem Hohepriester) sehr unwahrscheinlich. Zudem ergibt sich das Problem dass, je mehr Leute eingeweiht werden, die Wahrscheinlichkeit dass der Schwindel auffällt immer höher wird.
Noch schwieriger wäre es bei Herodes Antipas oder Pontius Pilatus, dem damaligen Präfekten (Statthalter) von Judäa. Pilatus war Rom verpflichtet und musste immer Angst haben abgesetzt zu werden (was dann im Jahre 36 ja auch geschehen ist), wieso sollte gerade er also ein Risiko eingehen und nur wegen der Auferstehungs-Show von Jesus seinen eigenen Job riskieren? Er wollte keinen Aufstand. Mit einer eventuellen Auferstehung würde er das Gegenteil erreichen.Bild

Das liebe Geld


Es stellt sich auch die Frage, woher die Jünger das Geld für die ganzen Bestechungen hätten nehmen sollen. Natürlich hatte Jesus eine ganze Menge Nachfolger aber diese waren sicherlich nur zu einem geringen Teil wohlhabend. Zudem: Wenn man von vielen Leuten größere Mengen Geld hätte sammeln wollen, hätte man diese auch einweihen müssen. Und größere Mengen hätte man in jedem Fall gebraucht - es ging schließlich darum mehrere hundert Leute zu bestechen.
Pilatus führte ein relativ luxuriöses Leben und hatte es sicherlich nicht nötig sich von den Jüngern in irgendeiner Form bestechen zu lassen. Er war daran interessiert möglichst wenig Arbeit mit den Juden zu haben. Wieso sollte er sich also bestechen lassen? Herodes nagte als König sicherlich auch nicht gerade am Hungertuch. Man hätte also bestimmt erhebliche Summen aufbringen müssen um derartige Leute dazu zu bringen, so eine riesen Show mit der Kreuzigung abzuziehen.

Die Kreuzigung selber


Nun wird es aber noch problematischer: Selbst wenn Pilatus dieser überaus unwahrscheinlichen Konspiration zugestimmt hätte, wäre es ungeheuer schwierig gewesen alle römischen Soldaten mit einzuweihen ohne dass etwas nach außen sickert. Wie sollte man einen Mann auspeitschen und ihm vor hunderten von Zuschauern Nägel durch Hände und Füße schlagen ohne dass der Schwindel auffällt? Jesus hing etwa fünf Stunden am Kreuz, genug Zeit also, um einen etwaigen Schwindel zu erkennen.
Jesus wird ja manchmal als so etwas wie ein antiker David Copperfield gesehen. David Copperfield arbeitet jedoch in erster Linie mit High-Tech. Dabei gilt: Selbst mit den heutigen technischen Möglichkeiten wäre es schwierig, so etwas live zu inszenieren, geschweige denn vor 2000 Jahren. André Kole einer der bekanntesten Zauberkünstler, der unter anderem durch die Entwicklung von Tricks für Zaubershows bekannt wurde (unter anderem auch für David Copperfield), welcher die Auferstehung Jesu untersuchte, kam zu dem Ergebnis, dass es unmöglich sei, dass dies alles nur ein Zaubertrick gewesen sein könnte, da hier viel zuviele Faktoren mit im Spiel gewesen seien.

Großes Risiko


Wie erwähnt hätten eine ganze Reihe von Personen in das Szenario mit eingeweiht werden müssen. Es stellt sich jedoch weiterhin die Frage, wer denn so lebensmüde gewesen wäre, sich darauf zu verlassen, dass dieser Plan dann auch so funktioniert. Hätte es auch nur bei einem Glied in der Kette Probleme gegeben, hätte der Schauspieler in der Hauptrolle die ganze Zeit in allergrößter Lebensgefahr geschwebt, da in dem Fall immer das Risiko bestanden hätte, dass irgendetwas schiefgeht und er wirklich hingerichtet worden wäre...

Facebook