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Bibel: Schlachter 2000      Luther      Elberfelder      Menge      Neue evangelistische Übersetzung      Vulgata (Lateinische Bibel)      NT Griechisch      Interlinear-Übersetzung (NT)     
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Das Buch Hiob (Schlachter 2000)



Die dritte Rede des Eliphas

22
Darauf antwortete Eliphas, der Temaniter, und sprach:
2Kann ein Mann Gott etwas nützen? Es nützt ja der Verständige nur sich selbst.
3Hat der Allmächtige Freude, wenn du gerecht bist? Ist's ihm ein Gewinn, wenn du in Unschuld wandelst?
4Straft er dich etwa wegen deiner Gottesfurcht, und geht er deshalb mit dir ins Gericht?
5Sind nicht deine Missetaten groß und deine Schulden ohne Ende?
6Du hast deine Brüder grundlos gepfändet und den Entblößten die Kleider ausgezogen;
7du hast dem Ermatteten kein Wasser zu trinken gegeben und dem Hungrigen das Brot verweigert.
8Dem Gewalttätigen gehört ja das Land, und der Angesehene wohnt darin.
9Du hast Witwen leer fortgeschickt, und die Arme der Waisen wurden zerbrochen.
10Deshalb waren rings um dich her Fallen, so daß dich plötzlich Schrecken überfiel.
11Oder siehst du die Finsternis nicht und die Wasserflut, die dich bedeckt?
12Ist Gott nicht so hoch wie die Himmel? Sieh doch die höchsten Sterne, wie hoch sie stehen!
13Und du denkst: »Was weiß Gott! Sollte er durch das Wolkendunkel hindurch richten?
14Die Wolken sind eine Hülle für ihnaw. sind ihm ein Versteck., so daß er nicht sehen kann, und er wandelt auf dem Himmelsgewölbe umher!«
15Willst du den Weg der Vorzeit befolgen, den Pfad, auf dem die Frevler einhergingen,
16die vor ihrer Zeit weggerafft wurden, deren Fundament der Strom wegriß,
17die zu Gott sprachen: »Weiche von uns!« und: »Was kann der Allmächtige einem schon tun?«
18Und er hatte doch ihre Häuser mit Gütern gefüllt! — Doch der Rat der Gottlosen sei fern von mir!
19Als die Gerechten es sahen, freuten sie sich, und der Unschuldige spottete über sie:
20»Fürwahr, unsere Widersacher sind vertilgt, und das Feuer hat ihren Überrest verzehrt!«
21Versöhne dich doch mit Ihm und mache Frieden! Dadurch wird Gutes über dich kommen.
22Nimm doch Belehrung an aus seinem Mund und lege seine Worte in dein Herz!
23Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du aufgerichtet werden, wenn du die Ungerechtigkeit aus deinem Zelt entfernst.
24Wirf das Gold in den Staub und das Ophirgold zu den Steinen der Bäche,
25so wird der Allmächtige dein Gold und dein erlesenes Silber sein!
26Dann wirst du dich an dem Allmächtigen erfreuen und dein Angesicht zu Gott erheben;
27du wirst zu ihm flehen, und er wird dich erhören, und du wirst deine Gelübde erfüllen.
28Was du dir vornimmst, das wird gelingen, und ein Licht wird auf deinen Wegen leuchten.
29Wenn sie abwärts führen, so wirst du sagen: »Es geht empor!«, und wer die Augen niederschlägt, den wird er retten.
30Er wird [selbst] den freilassen, der nicht unschuldig ist: durch die Reinheit deiner Hände wird er befreit werden.




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