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Bibel: Schlachter 2000      Luther      Elberfelder      Menge      Neue evangelistische Übersetzung      Vulgata (Lateinische Bibel)      NT Griechisch      Interlinear-Übersetzung (NT)     
Kapitel: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29 - 30 - 31 - 32 - 33 - 34 - 35 - 36 - 37 - 38 - 39 - 40 - 41 - 42



Das Buch Hiob (Schlachter 2000)



Hiobs Antwort auf Bildad. Klage über Gottes Züchtigungen

19
Und Hiob antwortete und sprach:
2Wie lange wollt ihr meine Seele plagen und mich mit Worten niederdrücken?
3Zehnmal schon habt ihr mich geschmäht; schämt ihr euch nicht, mich zu mißhandeln?
4Habe ich mich aber wahrhaftig verfehlt, so trifft doch meine Verfehlung mich selbst!
5Wenn ihr in Wahrheit gegen mich großtun und mir meine Schmach vorwerfen wollt,
6so erkennt doch, daß Gott mein Recht gebeugt und sein Netz über mich geworfen hat.
7Siehe, wenn ich schreie »Gewalttat!«, so erhalte ich keine Antwort, und rufe ich um Hilfe, so finde ich kein Recht.
8Er hat mir den Weg versperrt, so daß ich nicht weiterkomme, und über meine Pfade hat er Finsternis gebreitet.
9Er hat mich meiner Ehre entkleidet und mir die Krone meines Hauptes weggenommen.
10Er hat mich gänzlich niedergerissen, so daß ich vergehe, und hat meine Hoffnung entwurzelt wie einen Baum.
11Sein Zorn ist gegen mich entbrannt, und er sieht mich an wie einen seiner Feinde.
12Seine Scharen rücken geschlossen an und bahnen sich einen Weg gegen mich und lagern sich um mein Zelt her.
13Meine Brüder hat er von mir verscheucht, und die mich kennen, sind mir ganz entfremdet.
14Meine Verwandten bleiben aus, und meine Vertrauten verlassen mich.
15Meine Hausgenossen und meine Mägde halten mich für einen Fremden; sie sehen mich als einen Unbekannten an.
16Rufe ich meinen Knecht, so antwortet er mir nicht; ich muß ihn anflehen mit meinem Mund.
17Mein Atem ist meiner Frau zuwider und mein Gestank den Söhnen meiner Mutter.
18Sogar Buben verachten mich; stehe ich auf, so reden sie gegen mich.
19Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte, haben sich gegen mich gewandt.
20An meiner Haut und meinem Fleisch klebt mein Gebein, und ich habe kaum noch Haut, um meine Zähne zu behalten.
21Erbarmt euch, erbarmt euch doch über mich, ihr, meine Freunde, denn die Hand Gottes hat mich getroffen!
22Warum verfolgt ihr mich ebenso wie Gott, und werdet nicht satt, mich zu zerfleischen?


Hiobs Glaube: »Ich weiß, daß mein Erlöser lebt«

23O daß doch meine Worte aufgeschrieben, o daß sie doch in ein Buch eingetragen würden,
24daß sie mit eisernem Griffel und Blei für immer in den Felsen gehauen würden:
25Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.
26Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich, von meinem Fleisch los,aAndere Übersetzung: aus meinem Fleisch. Gott schauen;
27ja, ich selbst werde ihn schauen, und meine Augen werden ihn sehen, ohne [ihm] fremd zu seinbw. und nicht als Fremden.. Danach sehnt sich mein Herz in mir!cw. Es schmachten meine Nieren in meinem Inneren.
28Wenn ihr sprecht: »Wie wollen wir ihn zur Strecke bringen?« und [meint,] die Wurzel der Sache sei in mir zu finden,
29so fürchtet euch selbst vor dem Schwert! Denn das Schwert wird die Sünden rächen, damit ihr wißt, daß es ein Gericht gibt!




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