SEHT EUCH DIE VÖGEL AN

Dienstag,1.Oktober Jeremia 8,4-7; 2.Petrus 1,19.

In diesen Wochen konnten wir immer wieder große Vogelscharen sehen, die zu ihren Winterquartieren aufbrachen. Der Prophet Jeremia hatte ein Wort über die Zugvögel weiterzugeben, das Israel zeigen sollte, was Gott von seinem Volk erwartete. „Sprich zu ihnen: Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe halten die Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen. Aber mein Volk will das Recht des Herrn, seine Ordnungen nicht kennen.“ Dieses Wort über die Zugvögel ist noch heute aktuell. Nicht mit Worten sprechen die Vögel, sie tun es mit ihrer Lebensweise, zu der der Vogelzug im Frühling und im Herbst gehört. In einem Weltatlas heißt es: „Da ist der regelmäßige Herbstflug der Zugvögel aus ihren Brutgebieten nach Süden in wärmere Länder und ihr Rückflug im Frühling. Manche Vögel ziehen einzeln, andere in großen Scharen, oft in bestimmten Gruppierungen. Meist benutzen sie als Leitlinie Küstengebiete oder Stromtäler - sogenannte Flugstraßen. Ihre Flugleistung ist ganz unterschiedlich. Der Storch fliegt zirka 10.000 km, die Küstenschwalbe vom Nordpol zum Südpol zirka 17.500 km. Ordnungen Gottes bestimmen ihr Leben.“ Ist es nicht überwältigend, dass Gott, der unvergleichlich und einzigartig ist, Vögeln seine Ordnungen gibt! „Frage doch die Vögel unter dem Himmel, die werden dir’s sagen, oder betrachte das Getier auf der Erde, das wird dich’s lehren, und die Fische des Meeres werden dir’s erzählen. Wer erkennt nicht an dem allen, dass die Hand des Herrn diese Welt geschaffen hat? ... Bei Gott wohnt Weisheit und Stärke, sein ist der Rat und die Einsicht“ (Hiob 12,7b-10.13; Jer.10,6.12; vgl.Spr.6,6-8; 30,24-28). „Von ganzem Herzen will ich deine Ordnungen halten“, betet der Psalmist. Wollen wir uns dem anschließen? (Lies Ps.119,8.145.)

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Mittwoch,2.Oktober Jeremia 8,4-7; Jesaja 1,16-19.

„So spricht der Herr: Warum verlässt denn dieses Volk immer wieder den richtigen Weg? ... Es gibt niemand, dem seine Bosheit leid ist und der spricht: Was habe ich doch getan! Sie laufen alle stur vor sich hin... Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube und Kranich und Schwalbe kehren um, wenn es Zeit ist; aber mein Volk will die Ordnung Gottes nicht wissen.“ Gott liebte sein Volk. Es schmerzte ihn zutiefst, dass darunter Menschen waren, die sich innerlich absetzten und nicht bereit waren, auf ihn zu hören. Sie waren gefallen, standen aber nicht wieder auf. Sie fragten nicht, wie sie auf den rechten Weg zurückkommen konnten, bedenkenlos und uneinsichtig liefen sie auf dem Irrweg weiter. Für Gottes Unterweisung waren sie unempfänglich geworden. (Vgl.Matth.23,37; 2.Chron.36,15.16; Ps.81,8-12; Jer.6,16.17.) Was konnte das Wort über die Zugvögel bei ihnen bewirken? War es nicht Gottes lockender Ruf: Lasst meine Ordnungen nicht achtlos an euch vorbeigleiten! „Kehre um zu dem Herrn, deinem Gott; denn du bist gefallen um deiner Schuld willen. Nehmt diese Worte mit euch und bekehrt euch zum Herrn und sprecht zu ihm: Vergib uns alle Sünde ... Ich will ihre Abtrünnigkeit wieder heilen; gerne will ich sie lieben; denn mein Zorn soll sich von ihnen wenden“ (Hos.14,1-4; lies Jer.4,1-4; 2.Chron.7,14.15). Von einem Sturmtaucher, der an der Küste Englands sein Nest hatte, wird berichtet, dass er gefangen und in den Norden Amerikas gebracht wurde. Nachdem man ihn an einem Bein beringt hatte, ließ man ihn frei. Sofort machte sich der Vogel auf den Rückweg. Fast 5.000 km flog er über das Meer. Nach zwölf Tagen war er wieder in seiner alten Nisthöhle. Er hatte zurückgefunden. (Lies Joel 2,12.13; Micha 7,18.19; Hebr.2,1.)

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Donnerstag,3.Oktober Jeremia 8,7; Psalm 43,3.

„Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe halten die Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen.“ „Schon in biblischen Zeiten wussten die Menschen vom Zug der Vögel in den verschiedenen Jahreszeiten. Der Prophet Jeremia erwähnt den Storch, der im Herbst die europäischen Brutgebiete verlässt und in eindrucksvollen Schwärmen Israel und das Niltal überfliegt. Wir wissen heute, dass dies der Weg der ‚östlichen Störche‘ ist, die in Deutschland und Holland verbreitet sind ... Eine bis jetzt noch nicht gelöste Frage ist, wie die Zugvögel ihren Weg finden. Durch verschiedene Versuche nimmt man an, dass ihnen die Sonne und auch die Sterne, zusammen mit einer inneren Uhr, Richtungsweiser sind. Offenbar sind die Zugvögel mit Instinkten ausgestattet, die an Feinheit alle menschlichen Instrumente weit übertreffen“ (aus Readers Digest Weltatlas). Gott schuf die Vögel mit der Möglichkeit, auf ihren weiten Flügen durch Stürme, Hungerzeiten und viele andere Gefahren hindurch sich zurechtzufinden. - Für unser geistliches Leben haben wir ebenfalls göttliche Orientierungshilfen. Da ist unser Gewissen, das uns aufmerken lässt und helfen will, den Kurs zu korrigieren, wenn wir in Gefahr sind, einen falschen Weg einzuschlagen oder uns schon auf dem Irrweg befinden. (Vgl.1.Sam.24,5-8; 1.Tim.1,5.19; Apg.23,1; 24,16.) Da ist die Stimme des guten Hirten, die man als Einzelner vernehmen kann: „Wenn ihr zur Rechten oder zur Linken abweichen wollt, werden deine Ohren den Ruf hinter dir vernehmen: Dies ist der Weg, den geht“ (Jes.30,21; lies Jes.48,17). Da ist das Wort Gottes: „Ihr tut gut, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht.“ (Lies Ps.119,9.105.) Da sind die Fußspuren unseres Herrn Jesus, und da ist der Geist Gottes. Wir haben nicht weniger Orientierungshilfen als die Zugvögel. Auf mannigfaltige Weise ist Gott um unser Heil besorgt!

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Freitag,4.Oktober Jeremia 8,4; Micha 7,8.

„So spricht der Herr: Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufsteht? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkommt?“ Man hat beobachtet, dass Zugvögel, wenn sie durch irgendeine Macht von ihrer Bahn abgedrängt werden, ihre ganze Kraft einsetzen, die richtige Richtung wieder zu gewinnen. „Wenn du deinem Herzen die rechte Richtung gibst ... dann wirst du unerschütterlich sein, und Licht wird strahlen über deinen Wegen ... Wenn sie abwärts gehen, wirst du sagen: Empor!“ „Bin ich gefallen, so stehe ich wieder auf.“ (Lies Hiob 11,13-17; 22,22-28; 33,26-28.) Man weiß von kleinen Vögeln, die sich Tausende von Kilometern über den Atlantik zur nächsten Küste durchkämpfen, wenn sie beim Flug über das offene Meer vom Kurs abgekommen sind. Diese Vögel wollen uns sagen, dass keine innere Entfernung zwischen dem Herrn Jesus und uns zu groß ist, um nicht wieder zurechtzukommen. Sein „Kommt her zu mir“ gilt allezeit! „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, solange er nahe ist ... Kehre um zum Herrn, so wird er sich deiner erbarmen ... er ist reich an Vergebung.“ Ein Gebet, das uns helfen kann: „Ach, Herr, gib mir doch einen solchen Zug zu dir, dass ich immer gleich erkenne, wenn ich einen verkehrten Weg eingeschlagen habe, dass ich sofort umkehre wie die Taube zu ihrem Schlag, der Storch zu seiner Heimat, der Kranich, der bei Tag und Nacht fliegt, bis er an seinem Ziel ist, oder wie die Schwalbe, die, so klein und schwach sie ist, doch nicht ruht, wenn sie spürt, dass sie ihren Rückweg antreten soll. Herr, ich bin oft so kalt, so lau und gleichgültig, wirke du durch deinen Heiligen Geist die Sehnsucht in mir, allezeit auf deinen Wegen zu sein“ (F.Mayer). (Lies 2.Chron.15,4.15; Jes.26,8b.9; Jer.29,11-14.)

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Samstag,5.Oktober Jeremia 8,7; 1.Chronik 12,33.

Jeremia spricht in seiner „Zugvogel-Predigt“ davon, dass die Vögel ihre bestimmten Zeiten kennen, sei es für den Aufbruch aus der Heimat oder für die Rückkehr in die Heimat. Wenn Gottes Zeit da ist, machen sie sich auf die Reise. Leider musste der Prophet hinzufügen: „Aber mein Volk will die Ordnung Gottes nicht wissen.“ Für Ordnung können wir auch „Zeit“ einsetzen. Kennen wir Gottes Zeit? Nützen wir sie zur Gemeinschaft mit ihm, z.B. die Zeit am Morgen? Der Psalmist sagt: „Herr, frühe will ich dir meine Anliegen vorstellen; frühe will ich dir zu Befehl sein und hören.“ Ohne diese stille Zeit, ohne das echte Hören auf Gottes Wort, liegt die Gefahr nahe, dass wir vom Weg abkommen. „Ich will mit dem Morgenrot erwachen. Herr, ich will dich preisen unter den Völkern“ (Ps.5,4; 57,9; 108,3; 119,147). Kennen wir die Zeit des Aufblicks mitten im Gedränge? „Du aber stehe jetzt still, dass ich dich das Wort Gottes hören lasse“ (1.Sam.9,27b). Wie ist es mit der Zeit des gemeinsamen Betens und Hörens? „Versäumt euer Zusammenkommen als Erlöste des Herrn nicht, ermuntert und ermutigt euch gegenseitig, und tut es umso eifriger, je näher ihr den großen Tag Christi herankommen seht“ (Hebr.10,25; Matth.18,20). Erkennen wir, wenn wir von einem Weg umkehren sollten, auf dem wir zum Beispiel einem anderen lieblos begegnet sind oder uns beleidigt von ihm entfernt haben? „Versöhne dich mit deinem Bruder, solange du noch auf dem Weg bist“ (Matth.5,24; lies Kol.3,13). „Dieses sollen wir tun als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, in der wir vom Schlaf aufwachen sollten; ... die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe. Lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anziehen die Waffen des Lichts; lasst uns anständig wandeln als am lichten Tag.“ (Lies Röm.13,11-14; 1.Thess.5,1.2.11.)

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Sonntag,6.Oktober Jeremia 8,7; Jesaja 2,5.

„Mein Volk will das Recht des Herrn, die Ordnungen Gottes nicht wissen.“ Die Ordnungen, die Gott den Zugvögeln gab, ob sie den Storch und Kranich, die Turteltaube oder Schwalbe betreffen, sind die einzige Möglichkeit, dass sie am Leben bleiben. Für die Küstenseeschwalbe z.B. sieht die Ordnung Gottes so aus, dass sie sich in den Breiten aufhält, wo sie das meiste Tageslicht genießen kann. „Kein Vogel genießt das Jahr über so viel Tageslicht wie diese Schwalbe. Die im hohen Norden lebenden Schwalben nehmen dafür auch eine jährliche Reise von zweimal 17.000 km in Kauf.“ Während der Brutzeit und der Aufzucht sind diese Vögel fast den ganzen Tag mit der Nahrungssuche beschäftigt, damit ihre Jungen in kurzer Zeit heranwachsen, um beim nächsten Flug in südliche Länder dabei sein zu können. - Wie es für Vögel „Ordnungen Gottes“ gibt, so haben auch wir „Ordnungen Gottes“, in die alles einbezogen ist, was für unser Leben die Voraussetzung schafft, dass Jesus uns an das Ziel unseres Glaubens - in die himmlische Herrlichkeit - bringen kann. „In seiner wunderbaren Kraft hat er uns alles geschenkt, was zu einem Leben im Licht und zu wahrer Gottseligkeit nötig ist ... Mit welch unaussprechlicher Freude werdet ihr jubeln, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erreicht haben werdet.“

Bis hin zum Ziel - du hast’s versprochen - willst du, o Jesus, bei uns sein.

Nie hast du je dein Wort gebrochen, du bleibst bei uns, denn wir sind dein.

Ja, du wirst immer mit uns gehn, bis wir dich, Jesus, droben sehn.

(Lies 2.Petr.1,3-9; Ps.89,15-18; Jes.60,1.2.) Das Leben in den göttlichen Ordnungen stärkt unsere Gemeinschaft mit Jesus und wirkt sich auch auf die Gemeinschaft untereinander aus. „Wenn wir im Lichte wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander!“ „Die wir dem Tag der Herrlichkeit angehören, wollen wach und nüchtern sein“, damit Fernstehende zum Licht gezogen werden. (Lies Joh.8,12; 11,9.10; 12,35.36; Eph.5,8-14.)

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Montag,7.Oktober Jeremia 8,7; Psalm 119,32-34.

Noch einmal wollen wir über die „Ordnungen des Herrn“ nachdenken. Außer den von Jeremia beschriebenen Punkten gibt es noch andere für uns wichtige „Ordnungen“ im Wort Gottes.

Das praktische Leben nach den Maßstäben Gottes: „Lebe in den göttlichen Dingen!“ (1.Tim.4,15; Joh.14,21.23; 15,14; Ps.119,45.47).

Die Anerkennung, dass Jesus Christus Herr in unserem Leben ist: „Herr, was willst du, dass ich tun soll“ (Apg.22,9-11; 2.Kor.5,14.15).

Die Einordnung in die Gemeinschaft: „Sie blieben beständig in der Gemeinschaft...“ (Apg,2,42; Matth.18,20).

Die geistliche Wahrheit, dass „Leben aus dem Tod“ emporwächst: „Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, bringt es viel Frucht“ (Joh.12,24; 2.Kor.4,10.11; Röm.6,5-8).

Die Bereinigung von Schuld und Unrecht: „Wenn du deine Opfergabe bringst, dann sieh zu, dass du nichts wider deinen Bruder hast ... versöhne dich mit deinem Bruder“ (Matth.5,23.24; Eph.4,26b.32; vgl.1.Mose 45,24).

Die Einstellung zum Nächsten, einander entgegenzukommen: „Wenn dich einer bittet um eine Meile, dann gehe zwei mit ihm“ (Matth.5,41.42; Gal.6,9.10).

Die Möglichkeit, die Kraft Jesu in Anspruch zu nehmen: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am liebsten meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne“ (2.Kor.12,8.9; 13,4; Eph.1,19.20).

Die Verantwortung des neuen Lebens: „Ist uns nun durch den Geist das neue Leben geschenkt, so wollen wir auch durch den Geist unser tägliches Leben führen“ (Gal.5,25.26; Jak.3,10).

Die Ordnung der Auferstehung: „Ein jeder gelangt zur Auferstehung in seiner Ordnung. Als Erster ist Christus auferstanden, dann werden die auferstehen, die Christus angehören, und zwar bei seiner Wiederkunft“ (1.Kor.15,23-28).

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Dienstag,8.Oktober 5.Mose 32,11; Jesaja 31,5.

Zweimal spricht die Bibel vom Vorbild der Vogeleltern, wie sie mit ihren Jungen umgehen. Gott nimmt diese Bilder auf, um sein Verhältnis zu seinem Volk darzustellen: „Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen; so leitete ihn der Herr allein.“ Wenn der Adler seine Jungen aus dem Nest wirft, tut er es nicht, um ihnen zu schaden, vielmehr sollen sie die Kraft ihrer Schwingen kennen lernen, damit sie das Fliegen lernen. Bei diesem Lernprozess lässt der Adler seine Jungen nicht allein, er schwebt unter ihnen, immer bereit, sie auf seinen Flügeln aufzufangen und zu tragen. „Niemand ist gleich dem Gott Jeschuruns, der am Himmel daherfährt dir zur Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken ... unter dir breitet er ewige Arme aus.“ Der Adler schwebt aber nicht nur unter seinen Jungen, er schwebt auch über ihnen, um sie zu schützen. (Lies Ps.139,5; 91,1-4.) Das zweite Mal zeigt Jesaja, wie Vogeleltern eine schützende, ja sogar verteidigende Aufgabe für ihre Jungen übernehmen: „Gleich schwirrenden Vögeln über ihren Jungen, so wird der Herr der Heerscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und erretten, schonen und befreien.“ Gottes individuelle Fürsorge, seine ganze Liebe und bewahrende Macht darf jeder in Anspruch nehmen. Am Sinai erinnerte er die Kinder Israel: „Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, wie ich euch getragen habe auf Adlersflügeln und wie ich euch zu mir gebracht habe“ (2.Mose 19,4; lies Jes.46,4; Ps.84,1-4; 17,8; 57,2; Rut 2,12; Matth.23,37). Anni von Viebahn, die ein bewegtes Leben in der Mission und in der Heimat hatte, gab ihre Erfahrungen mit dem Herrn in einem Lied weiter:

Auf Adlersflügeln getragen übers brausende Meer der Zeit,

getragen auf Adlersflügeln bis hinein in die Ewigkeit -

über Berge und Täler und Gründe, immer höher zur himmlischen Höh,

denn die Flügel sind stark, die mich tragen, die Flügel, auf denen ich steh.

Und unter denselben Flügeln, wie wunderbar ruhe ich aus,

da ist meine Zufluchtsstätte, mein festes, sichres Haus.

Der Feind mag über mir kreisen und zielen und spähn wie er will;

die Flügel sind stark, die mich decken, und unter den Flügeln bleibt’s still.

Ja, unter den Flügeln geborgen und auf den Flügeln bewahrt,

das gibt ein seliges Ruhen, das gibt eine glückliche Fahrt.

Das gibt ein sicheres Wissen bei wechselnder Pilgerschaft;

denn unter den Flügeln ist Frieden, und auf den Flügeln ist Kraft.

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Mittwoch,9.Oktober Matthäus 6,26; 10,29-31; Lukas 12,6.

„Seht euch die Vögel an ... Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass er sich um euch noch viel mehr kümmert?“ Jesus greift unter den Vögeln die wenig beachteten Sperlinge heraus und hat eine wichtige Botschaft für uns: „Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Pfennig? ... Nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen! Bei euch ist sogar jedes Haar auf dem Kopf gezählt. Darum habt keine Angst! Ihr seid Gott mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen.“ - Zwei Spatzen für einen Pfennig - nicht einmal ein Cent -, das ist wirklich ein sehr geringer Wert. Und sind sie nach unserer menschlichen Währung auch nichts wert, bei Gott ist es anders. Selbst von diesen kleinen Vögeln spricht der Herr nicht pauschal, er spricht von jedem Einzelnen, weil er jeden Einzelnen sieht. Den winzigen Spatzen beobachtet er und gibt ihm Schutz in gefahrvollen Augenblicken. Niemand darf auch nur einen vom Dach schießen, wenn Gott es nicht zulässt. (Lies 5.Mose 32,10; Jes.43,4.) Sooft wir einen dieser kleinen Vögel sehen, will er uns sagen: Vertraue! Dein Leben ist in Gottes Hand, er schützt dich persönlich. Lass dich nicht von Angst und Sorge beherrschen! (Lies Jes.49,14-16; Jer.36,26.) Wie wertvoll wir Gott sind, zeigt die Kaufsumme, die er für uns bezahlt hat. „Denkt daran: Nicht mit vergänglichem Silber oder Gold seid ihr erlöst worden, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.“ In diesem Kaufpreis erkennen wir die Größe der Liebe Gottes. „Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben!“ Durch Jesu Erlösung sind wir Gottes geliebte Kinder: „Wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ Freuen wir uns darüber! (Lies Joh.14,27; 2.Kor.8,9; 9,8.15.)

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Donnerstag,10.Oktober Matthäus 6,24-34; Psalm 28,6.7.

Verstehen wir das Leben der Vögel als Anschauungsunterricht für uns? Der Herr will unsern Blick für seine Schöpfungsordnung schärfen, damit wir unser Leben danach ausrichten. In unserem Abschnitt ruft der Herr uns zweierlei zu: „Seht und trachtet!“ „Seht die Vögel des Himmels an, dass sie nicht säen, noch ernten, noch in die Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater nährt sie doch ... Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“ Vielleicht wird mancher von uns einwenden, dass er sich nicht übermäßige Sorgen um das Essen und um Kleider und dergleichen macht, auch nicht unbedingt dem „Mammon“ nachjagt. Wir wollen uns dennoch prüfen, ob es nicht andere Dinge gibt, von denen wir meinen, wir könnten nicht auf sie verzichten. Ist es vielleicht eine angesehene Position, die zu erreichen wir alles einsetzen? Oder erwarten wir eine besondere Zuwendung von Menschen? Begehren wir eine Gabe, die wir bei anderen sehen? Vieles kann uns gefangen nehmen, um vieles sind wir besorgt, das geradezu Macht über uns gewinnt. Wünsche und Pläne, die uns so ausfüllen, sollten uns hellhörig machen, Gott ernstlich zu suchen und ihn zu bitten, dass wir seine „Ordnungen“ wieder neu entdecken. (Lies Ps.37,5; Phil.4,6.7.) - Die Vögel als unsere von Gott bestellten Lehrer zu erkennen, bedeutet auch, Gott als den guten und vertrauenswürdigen Vater zu erkennen, der liebevoll über uns wacht. Damit wir das Ziel unseres Lebens nicht verfehlen, gab er uns in seinem Wort Ordnungen: „Dein Knecht sinnt nach über deine Ordnungen ... Ich habe Freude an deinen Geboten, sie sind meine Ratgeber.“ - „Seht die Vögel...“ All diese Aussagen weisen auf das Höchste des menschlichen Daseins hin, auf die uneingeschränkte, vertrauende Gemeinschaft mit Gott und seinem Sohn Jesus Christus! (Lies Ps.73,28; 84,10-13; Klagel.3,25.26; Hebr.10,19-22.)

Sieh die Vögel unterm Himmel, sie sind unbeschwert und frei!

Ob sie auch nicht sä‘n und ernten, Gott versorgt sie alle treu.

Und du willst dich noch sorgen für heute und für morgen?

Der Vater sorgt für sein Kind. So wie er es wird fügen,

lass es dir genügen, und vertrau ihm blind!

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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WIE WIRD ES IM HIMMEL SEIN?

Freitag,11.Oktober Offenbarung 22,1-5; Hebräer 2,14.15.

Im letzten Buch der Bibel dürfen wir einen Blick tun in die Zukunft, die Gott für uns vorbereitet hat. Wie sieht sein Ziel aus für Menschen, die ihn lieben? In Kapitel 21 schaut der Apostel Johannes die Braut des Lammes im Bild des himmlischen Jerusalem, das aus geläutertem Gold, Perlen und Edelsteinen besteht. Diese wertvollen Materialien beschreiben den Charakter, das Wesen der Braut des Lammes. Hier in Kapitel 22 zeigt der Engel Johannes Einzelheiten, die das Bisherige noch ergänzen und vertiefen. Das himmlische Jerusalem stellt die Gemeinde dar, und das Zentrum des himmlischen Jerusalem wird der Thron Gottes sein. Für immer und ewig wird Gott dann in der Mitte seiner erlösten Gemeinde wohnen. Das war Gottes Verlangen und der Menschen Sehnsucht seit dem Sündenfall. In der Stiftshütte gab Gott schon eine Vorschattung davon. „Sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich mitten unter ihnen wohne!“ (2.Mose 25,8; lies Ps.46,6; Hes.48,35). Damit Gott und die Menschen wieder zusammenkommen konnten, gab er seinem Volk Israel die Opfer. Damit wir heute Gemeinschaft mit Gott haben können, gab er seinen Sohn zum Opfer. „Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, es ist der Mensch Jesus Christus!“ „Mit einem Opfer hat Christus alle, die sich heiligen lassen, für immer vollkommen gemacht in ihrer Stellung vor Gott.“ „Durch Jesus haben wir alle beide - Juden und Heiden - Zutritt zum Vater in einem Geist“ (1.Tim.2,4-6; Hebr.10,12.14; Eph.2,18; lies 1.Joh.4,9.10). Wir gehen darauf zu, für immer bei unserem Herrn zu sein und ungetrübte Gemeinschaft mit ihm zu haben. Dann werden wir ihm endlich so danken und ihn so vollkommen lieben können, wie es ihm gebührt! (Lies Offb.1,5b.6; 7,9.)

Mehr lieben möcht ich dich, hör mein Gebet!

Ich flehe inniglich, ruf früh und spät:

Mehr lieben möcht ich dich, mehr lieben, Heiland, dich,

mehr lieben dich, mehr lieben dich! H.Geerdes Odinga

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Samstag,12.Oktober Offenbarung 22,1-3; 1.Timotheus 1,15.

Hier am Schluss der Bibel werden Vater, Sohn und Heiliger Geist als Mittelpunkt von Gottes neuer Welt geschildert. Sie waren schon von Ewigkeit her in Liebe miteinander verbunden. In der Vollendung wird es offenbar werden, dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist in wunderbarer Wesens-, Willens- und Wirkenseinheit miteinander verbunden sind, um uns verlorene Menschen in ihre Liebesgemeinschaft hereinzuholen. Der Vater erwählte uns, der Sohn erlöste uns und der Heilige Geist verwirklicht die Erlösung in uns. Das ist unser dreieiniger Gott! (Lies Joh.16,13-15; 17,1-3.22-24; Eph.1,4.5.) Auch im Himmel wird Jesus „das Lamm“ genannt. Als „das Lamm“ ist er auf dem Thron. Er behält die Wundmale als Erinnerungszeichen für unsere Erlösung (Offb.5,6). So wird das Kreuz von Golgatha in Ewigkeit nicht vergessen. Daran soll deutlich werden, dass wir nicht aufgrund unserer eigenen Verdienste im Himmel sind. Wir werden staunen und anbeten, wie der Vater, das Lamm und der Heilige Geist uns zu sich gezogen und passend gemacht haben für Gottes Nähe. (Lies Röm.3,23.24; Tit.3,5-7.) Um uns zu suchen und zu retten musste der Sohn Gottes in diese kalte Welt kommen. „Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Luk.19,10; Matth.20,28). Aber die Menschen, die doch Gottes Geschöpfe waren, schlugen ihn ans Kreuz. Jesus ging diesen Weg, weil er uns zum Vater in die himmlische Herrlichkeit bringen wollte. Wie viel Liebe liegt in seinem Opfer! Auf diese tiefe Liebe gibt es nur eine angemessene Antwort: „Herr, ich danke dir dafür und möchte dir für immer gehören. Verfüge über mein Leben und gebrauche mich, wie es dir gefällt.“ (Lies Kol.1,12-14; Röm.6,12.13.19; 12,1; 2.Kor.5,15; Philem.4.5.)

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Sonntag,13.Oktober Offenbarung 22,1.2; Römer 8,14-16.

Vom Thron Gottes und des Lammes fließt ein Strom lebendigen Wassers. Dieses Lebenswasser ist ein Bild für die Leben spendende Kraft des Heiligen Geistes, der vom Vater und vom Sohn ausgeht. Jesus sprach davon am Laubhüttenfest in Jerusalem, als er die Menschen einlud: „Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leben werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten“ (Joh.7,37.38). Im Himmel wird durch den Heiligen Geist unaufhörlich Leben vom Thron Gottes ausgehen. Die Gemeinde, die dort versammelt sein wird, wird erfüllt sein von Gottes Geist. Doch schon jetzt hat Jesus uns seinen Geist gegeben, und wir dürfen mit seiner Führung rechnen, auch für die Aufgaben, die wir heute zu bewältigen haben. (Lies Gal.4,6.7; Eph.4,30). Wenn alles Leben im Himmel durchpulst sein wird vom Heiligen Geist, passen Menschen ohne Gottes Geist dort nicht hin. Deshalb schreibt Paulus: „Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“ „Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden“ (Röm.8,9b; 1.Kor.2,14). Wie kann man den Heiligen Geist empfangen? Wenn ein Mensch Jesus Christus, den auferstandenen Herrn, um Vergebung seiner Schuld bittet und ihn in sein Leben einlädt, schenkt er ihm den Heiligen Geist. Er ist es, der ihn „in alle Wahrheit leiten wird“ (Joh.16,13.14). Auch die Leitung unseres persönlichen Lebens will er übernehmen. „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ Von der Entscheidung, Jesus aufzunehmen, hängt für jeden von uns der Himmel ab. (Lies Joh.1,12.13; 3,1-8.16; Offb.3,20.)

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Montag,14.Oktober Offenbarung 22,1.2; 2.Korinther 3,18.

Welche Rolle übernimmt der Heilige Geist in unserem Leben? Seine Hauptaufgabe ist es, uns das Wesen und die Art Jesu zu vermitteln und uns ihm gleich zu machen. Paulus ermahnte die jungen Christen in Galatien, ihr Leben nicht mehr im alten Stil weiterzuführen, sondern unter die Regie des Heiligen Geistes zu stellen: „Wandelt im Geist, das heißt: Lasst euer Leben vom Heiligen Geist bestimmen. Wenn er euch führt, werdet ihr allen selbstsüchtigen Wünschen und Verlockungen widerstehen können.“ Für die Epheserchristen betete er: „Er gebe euch, ... stark zu werden durch seinen Geist am inwendigen Menschen“ (Gal.5,16; Eph.3,16). Durch den Heiligen Geist gestärkt werden, bedeutet Hilfe für die großen und kleinen Angelegenheiten unseres Alltags. - Der Strom, der vom Thron Gottes und des Lammes ausgeht, bewirkt Leben und Fruchtbarkeit. Im Paradies gab es nur einen Baum des Lebens. Nun ist der Fluss gesäumt von „Bäumen des Lebens“, wörtlich: von „Holz des Lebens“. Das soll an das Fluchholz des Kreuzes erinnern, das für uns zum „Holz des Lebens“, zum Baum des Lebens wurde. Durch das Kreuz und die Auferstehung unseres Herrn empfangen wir mehr und Herrlicheres als die ersten Menschen im Paradies. Dort war es ein Baum, hier sind es viele Bäume des Lebens. Sie stehen an dem Strom, der vom Thron Gottes ausgeht, und tragen beständig Frucht. Wenn der Heilige Geist Raum in uns hat, entsteht Frucht. Jesus sagte seinen Jüngern: „Wer in Verbindung mit mir bleibt, der bringt viel Frucht.“ (Lies Joh.15,4.5.16; 2.Kor.3,5; Phil.1,9-11; Hos.14,9.) Schon jetzt schenkt Jesus uns erfülltes Leben. Wir haben Grund, uns auf die Ewigkeit zu freuen, dort werden wir die Erfüllung dieser Verheißung vollkommen und in Herrlichkeit erfahren! (Lies Joh.10,10b; Jes.33,17; 49,10; Offb.7,16.17.)

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Dienstag,15.Oktober Offenbarung 22,3-5; Johannes 1,29.

„Es wird nichts Verfluchtes mehr sein.“ Im Paradies begann der Fluch durch den Ungehorsam des Menschen gegenüber Gottes Gebot. Der Himmel ist kein irdisches Paradies, in das eines Tages doch wieder eine verführerische Schlange eindringen könnte. Sünde wird es dann endgültig nicht mehr geben. (Vgl.Offb.20,10.) In den Versen 3-5 wird das Herzstück des himmlischen Jerusalem, das himmlische Allerheiligste geschildert. Ein Abbild davon stellte das Allerheiligste in der Stiftshütte dar. Einmal im Jahr, am großen Versöhnungstag, war es dem Hohenpriester des Volkes Israel erlaubt, mit dem Blut eines Opfertieres ins Allerheiligste zu kommen und den Deckel der Bundeslade damit zu besprengen (3.Mose 16,1-3.14). Nur ein Mensch aus der gesamten Menschheit hatte einmal im Jahr das Vorrecht, das Allerheiligste der Gegenwart Gottes zu betreten. Und nur mit dem Blut des Opfertieres. Sonst hätte er sterben müssen. Hier wird die tiefe Kluft zwischen dem heiligen Gott und dem sündigen Menschen deutlich. Doch das Blut der Opfertiere wies hin auf das einzigartige Opfer des Sohnes Gottes und empfing von daher seine sühnende Bedeutung. „Jesus Christus ist nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.“ „Mit einem einzigen Opfer hat er die, welche geheiligt werden, für immer vollendet“ (Hebr.9,12; 10,14; lies Hebr.7,26.27). Wir haben hier eine Art Schlussbild in der Offenbarung. Wen finden wir im himmlischen Allerheiligsten? Gott, das Lamm und seine Knechte. Entscheidend ist, ob wir mit dabei sein werden. Allein durch das Blut des Lammes empfingen seine Knechte damals und empfangen wir heute Zutritt zum Himmel und in die Gegenwart Gottes. In dieser Hoffnungsgewissheit können wir Gott und das Lamm jetzt schon preisen. In Ewigkeit werden wir darüber anbeten. (Lies Offb.1,6; 5,9.10.12.13; 7,9-12.)

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Mittwoch,16.Oktober Offenbarung 22,3.4; Römer 12,1.

„Seine Knechte werden ihm dienen.“ Weil Jesus uns gedient und sein Leben für uns gelassen hat, erwächst in uns als seinen Nachfolgern der Wunsch, ihm wieder zu dienen. Dieser Dienst hat nichts mit Zwang zu tun, er ist vielmehr unser Vorrecht und geschieht aus Dank und Liebe. So kann jede Arbeit zum Gottesdienst werden, weil wir alles für unseren Herrn tun dürfen. Paulus schreibt: „Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn“ (Kol.3,17.23.24). Vielleicht kommt sich eine nicht berufstätige Frau und Mutter gelegentlich wie eine Hausangestellte in der Familie vor. Andere empfinden ihren Arbeitsplatz, an dem sie sich nicht so entfalten können, wie sie es sich vorstellen, sondern tun müssen, was andere wollen, als persönliche Eingrenzung. Doch wenn wir die Arbeit, die uns schwer fällt, für Jesus tun, wird sie leichter und bekommt Sinn. (Lies Ps.100,1.2; Röm.12,11; Eph.6,5-8; Kol.4,17.) Mit den Gaben, die Gott uns geschenkt hat, können wir auch einander dienen. „Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter Gottes“ (1.Petr.4,10; lies Joh.12,25.26). Wie leer bleibt ein Mensch innerlich, wenn er mit seiner Begabung nur sich selbst und seiner Ehre lebt. Vielleicht spürt er dabei eine Unzufriedenheit und weiß nicht einmal, warum. Es ist zum Staunen, dass wir in jedem Beruf, an jedem Platz Gott verherrlichen können. Indem wir ihm die Ehre geben, werden wir reich beschenkt mit einem erfüllten Leben. Unser Dienst für Gott, der hier oft stümperhaft ist, wird im Himmel in vollendeter Weise geschehen.

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Donnerstag,17.Oktober Offenbarung 22,3.4; 2.Mose 33,18.20.

Die tiefste Sehnsucht, die die Menschen seit der Verstoßung aus dem Paradies begleitet hat, wird im Himmel erfüllt werden. „Seine Knechte werden sein Angesicht sehen.“ Seit dem Sündenfall gilt: „Niemand wird leben, der Gott sieht.“ Der Anblick von Gottes Herrlichkeit und Heiligkeit würde für den von der Sünde infizierten Menschen vernichtend sein. Mose, einer der größten Gottesknechte, bat Gott: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ Doch er bekam zur Antwort: „Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht!“ - Dass wir im Himmel tatsächlich Gottes Angesicht schauen dürfen, bestätigt uns, dass wir im Himmel frei von Sünde sein werden. Auch keine Sündenreste werden uns mehr ankleben, sonst wäre das Schauen von Gottes Angesicht für uns vernichtend und tödlich. So vollkommen und umfassend wird die Auswirkung des Kreuzes von Golgatha sein. Jesus sagte: „Selig sind, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“ (Matth.5,8; lies 2.Kor.7,1; 1.Joh.3,1.2). Aber wer ist schon reines Herzens? Wir können es uns von Jesus nur schenken lassen. Wer Jesus in sein Leben einlädt, empfängt es bei seiner Wiedergeburt. (Vgl.Hes.36,25-27.) Aber solange wir noch in dieser Welt leben, lauert die Sünde ständig vor unserer Tür (1.Mose 4,7). Noch sind wir nicht vollkommen, noch haben wir es nötig, dass Jesus immer wieder unser Herz reinigt. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ „Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.“ Jesus, der uns aus der Gewalt der Sünde erlöst hat, kann und will uns auch vor ihr bewahren! (Lies 1.Thess.5,23.24; 2.Thess.3,3; Jud.24.25.)

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Freitag,18.Oktober Offenbarung 22,3.4; 1.Korinther 1,9.

„Seine Knechte werden ihm dienen, und sie werden sein Angesicht sehen.“ - Gottes Angesicht zu schauen bedeutet, dass wir in der Herrlichkeit ungetrennte und ungetrübte Gemeinschaft mit Gott haben werden. Wie schnell schiebt sich hier auf Erden noch ein Schatten oder eine Sünde zwischen ihn und uns. Weil im Himmel die Sünde abgetan sein wird, wird unsere Gemeinschaft mit ihm nie mehr aufhören. David drückte es so aus: „Ich aber werde dein Antlitz schauen in Gerechtigkeit, an deinem Anblick mich sättigen, wenn ich erwache“ (Ps.17,15). Die Gemeinschaft mit Gott bedeutet schon hier Glück und Sättigung, wenn er durch sein Wort zu uns redet. (Lies Jer.15,16; Ps.19,8.9.) Doch das ist noch nicht das Endgültige. Wenn wir Gottes Angesicht schauen werden, wird dieses Glück nicht mehr enden. Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard lebte darauf zu. Auf seinem Grabstein war zu lesen: „Noch eine kleine Zeit, dann ist’s gewonnen, dann ist der ganze Streit in nichts zerronnen. Dann werd ich laben mich an Lebensbächen und ewig, ewiglich mit Jesus sprechen.“ - Gottes Angesicht zu schauen, bedeutet auch, dass wir ihm gleich sein werden. Der Apostel Johannes schreibt: „Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1.Joh.3,2). Dann wird sein Erlösungswerk an uns vollendet sein, wenn wir in sein Bild verwandelt sind. Darauf arbeitet Gott zu durch alle schwierigen Lebensführungen und das Wirken seines Geistes an uns. Trauen wir es ihm zu, dass er das auch bei uns fertigbringt? Paulus schreibt: „Er hat uns dazu bestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“ (Röm.8,29; lies Joh.17,22; 1.Kor.15,49).

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Samstag,19.Oktober Offenbarung 22,3.4; 1.Korinther 2,9.

Wenn wir Gottes Angesicht schauen, dann werden wir ihm nicht fremd sein, und er wird uns nicht fremd sein. Wir leben jetzt schon Tag für Tag mit ihm, hören seine Stimme und reden mit ihm. Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich... Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Joh.10,14.27.28). Schon Hiob kündigte an: „Meine Augen werden ihn schauen, ohne ihm fremd zu sein“ (Hiob 19,25-27). - Wenn wir Gottes Angesicht schauen werden, wird die Zeit des Glaubens für uns beendet sein. Jetzt kommen wir nur durch, wenn wir Gott und seinem Wort vertrauen. „Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen.“ Die Gläubigen, die schon bei Jesus sind, sind bereits vom Glauben zum Schauen gelangt. Nur hier auf Erden können wir Gott noch durch unser Vertrauen ehren und erfreuen. (Lies 2.Kor.5,6.7; 4,17.18; Hebr.11,24-27.) „Sein Name wird an ihren Stirnen sein.“ So wird Jesus die kennzeichnen, die zu ihm gehören, die sein Eigentum sind. Die Stirn stellt hier symbolisch das Wesen und Denken des Menschen dar. Das Wesen und Angesicht der Knechte Gottes wird Jesu Herrlichkeit widerstrahlen, und sie werden ihm gleich sein. Das wird keine Zwangskennzeichnung sein wie beim Antichristen, der den von ihm Beherrschten sein Zeichen und die Zahl seines Namens aufzwingen wird (Offb.13,16.17). Der Name unseres Herrn Jesus auf der Stirn der Seinen stellt vielmehr ein Zeichen der Liebe und Zusammengehörigkeit dar, so wie der Ring, den der Bräutigam der Braut am Hochzeitstag an den Finger steckt. (Vgl.Offb.3,12; 14,1.)

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Sonntag,20.Oktober Offenbarung 22,5; 1.Korinther 13,9.10.12.

„Es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten.“ In Gottes ewiger Welt wird es keine Finsternis mehr geben. Wir werden dort keine irdischen Lichtquellen mehr brauchen, die uns Orientierung geben. Gott selbst wird seine Knechte erleuchten. Von ihm werden sie Erleuchtung und Durchblick in überwältigendem Maß bekommen. Die vielen offenen Fragen unseres persönlichen Lebens, unserer Familie oder unseres Volkes werden wir in seinem Licht sehen. Auch die Rätselhaftigkeit des Verlaufs der Weltgeschichte wird in seinem Licht klar und durchschaubar. Es wird dann offenbar werden, dass in Christus tatsächlich alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen liegen (Kol.2,3). Die Bibliotheken mit ihren vielen Büchern und Datenträgern, in denen alle Weisheit dieser Welt festgehalten wurde, werden im Himmel nicht mehr nötig sein. Die großen und kleinen Lichter und Erkenntnisquellen, die uns hier wichtig waren oder die sogar gegen Gott und das Lamm antraten, werden bedeutungslos denn, „die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm“ (Offb.21,23; lies Joh.8,12; 1.Tim.6,16). „Sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Gott hat den Menschen zum Herrscher über seine Schöpfung bestimmt. Doch wie verzerrt und entstellt wurde dieser Herrscherauftrag durch die Sünde. Gott aber kommt zu seinem Ziel. Die Erlösten werden an seiner Herrschaft teilhaben. (Lies Dan.7,13.14.27; 2.Tim.2,11.12; Offb.3,21.) Wir können nur staunen, danken und Gott anbeten für alles, was er uns durch Jesus bereitet hat. „O welch eine Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (Röm.11,33.36).

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EINST UND JETZT

Montag,21.Oktober Epheser 2,1-8; Kolosser 1,12-14.

Es ist wichtig, dass wir nicht vergessen, aus welchem Hintergrund wir kommen, damit unser Leben vom Dank bestimmt bleibt. Darum schreibt der Apostel Paulus den Christen in Ephesus über ihr irdisches Einst und das himmlische Jetzt. „Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden ... Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden... und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus.“ Bis zur Umkehr zu Gott ist der Mensch „tot“. Damit ist nicht der leibliche Tod gemeint, sondern der geistliche Tod. Durch die Sünde lebten wir getrennt von Gott und hatten keinen wirklichen Kontakt mit ihm. Das Leben nach der Weise dieser Welt, bestimmt vom Zeitgeist, beherrscht von dem Willen und der Macht des Fürsten dieser Welt: das ist der Teufel - ist ein Leben ohne Gott. (Lies Spr.11,19; 14,12; 1.Kor.6,9-11; Luk.15,11-16.24.) „Wir tun gut daran, den Ernst der biblischen Botschaft vom geistlichen Tod des natürlichen Menschen nie und in keiner Weise abzuschwächen“ (H.Stadelmann). Menschen, die sich Gottes rettender Liebe in Christus nicht öffnen, sind tot bei aller „Lebendigkeit“, denn sie merken nicht, dass sie Gebundene sind an den „Mächtigen, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams, des Unglaubens“. Sie halten sich für frei und sind doch gebunden. Sie halten sich für aufgeklärt und sind doch rückständig. Sie träumen von Liebe und kämpfen um den Frieden, aber in Wirklichkeit sind sie „Kinder des Zorns“. (Lies Joh.3,16.36; Röm.5,12.) - Paulus bleibt nicht bei dem schrecklichen Bild des „Einst“ stehen, er hatte die wunderbare Botschaft von der Rettung aus dem Tod weiterzugeben, die viele in Ephesus schon glaubend für sich angenommen hatten. Triumphierend schreibt er: „Aber Gott...!“ (Lies Luk.1,78.79; 1.Joh.4,9.10.)

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Dienstag, 22.Oktober Epheser 2,4-8; Hebräer 2,14.15.

„Aber Gott...!“ Das Einst kann uns nicht zwingen, in den früheren Bahnen weiterzuleben. Bei den Menschen ist es zwar unmöglich, einen Schlussstrich hinter das Einst zu setzen, Gott aber macht einen Neuanfang möglich. „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden.“ Das Urteil „tot in Sünden“ trifft uns nicht mehr, weil Gott selbst eingegriffen hat; unsere Sünde ist gesühnt durch das Opfer unseres Herrn Jesus, der am Kreuz für uns starb. Der Liebe Gottes kann nur der froh und gewiss werden, der sie annimmt. (Lies Röm.5,12-18; 6,23; 10,13; Tit.2,11-14.) Aus Liebe zu uns nahm Jesus den Tod auf sich, und mit der Auferstehung wurde uns eine neue Lebensmöglichkeit geschenkt. Schon hier auf Erden werden wir mit den Lebenskräften des Auferstandenen beschenkt. (Lies 2.Kor.5,17; Röm.6,5-14.) - „Aber Gott!“ - diese Tatsache dürfen wir auch in jeder noch so schweren Situation festhalten. Dieses Wort - „aber Gott“ - sollten wir hineinnehmen in jede Angst, in jede Hilflosigkeit, in jedes Versagen, in jede Versuchung. Die Augen brauchen wir nicht zu verschließen vor den niederdrückenden Machenschaften des Teufels und des Zeitgeistes, dem wir ausgesetzt sind. Wir sind von uns aus zwar nicht in der Lage zu siegen und zu triumphieren, aber Jesus will uns an seinem Sieg Anteil geben. „Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Lies Joh.16,33; 1.Joh.5,4.)

Sei still zu Gott, der wunderbar zu sein noch nicht vergessen hat.

Harr seiner fest und glaub’s, dass er erschein und zeige mit der Tat,

wie leicht ihm’s ist, in allen Dingen das Herrlichste noch zu vollbringen.

Sei still zu Gott!

Joh.Chr.Blumhardt

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Mittwoch,23.Oktober Psalm 71,10-12.15; 2.Timotheus 4,16.17.

„Aber Gott!“ Wir wollen einige Aussagen im Alten und im Neuen Testament suchen, in denen es um diese Haltung geht: „Aber Gott!“ Als David auf der Flucht war und viele von ihm sagten: „Er hat keine Hilfe bei Gott“, berief er sich trotz der entmutigenden Lage darauf: „Aber du, Herr, bist der Schild für mich!“ In seiner gefährlichen Situation wusste er sich hinter Gottes Schild in Sicherheit. Zwar befand er sich noch mitten in den Schrecken, aber mit Gott sah er sie als überwunden an. (Lies Ps.3,1-9; 27,1-5.) Gottes Schutzschild umgibt auch uns. Er ist groß genug, selbst wenn feindliche Angriffe uns von allen Seiten bedrohen. Er, der sich in der Vergangenheit als ein „Schild“ für die Seinen erwiesen hat, als Ort der Geborgenheit und des Friedens, der hat sich nicht verändert. Unser Leben ist vom Herrn umschlossen. Petrus schreibt davon, dass Gott sich bis ans Ende als mächtiger Bewahrer erweisen wird für alle, die ihm vertrauen. (Lies 1.Petr.1,3-5.) - Ein Schild deckt gewöhnlich nur von vorn, man muss Geschicklichkeit und Intelligenz anwenden, ihn zu drehen oder sich selbst zu drehen, dass der Feind nicht von einer anderen Seite treffen kann. „Aber du, Herr, bist ein Schild um mich her.“ „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ „Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied“:

Du hältst mich geborgen, du allmächtger Gott,

meine sichre Zuflucht, wenn der Böse droht.

Unter deinen Flügeln, hinter deinem Schild,

o du Gott der Treue, ist mein Herz gestillt.

H.E.Alexander

(Lies Ps.91,1ff; 118,5-16; 121,1.2; Jes.31,5.)

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Donnerstag,24.Oktober Psalm 18,18-20; Psalm 31,8.9.

David hatte viele Feinde, die ihn hassten und die sehr mächtig waren. Darüber klagt er und rühmt gleichzeitig Gottes Hilfe: „Sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks, aber der Herr ward meine Zuversicht. Er führte mich hinaus ins Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.“ Beide Erfahrungen machen viele Kinder Gottes: den Angriff von außen und die Nähe des Herrn. „Aber der Herr!“ An ihm hielt David fest und erlebte oft, dass der Herr sich wunderbar an ihm erwies. „Der Herr hörte mein Schreien, er zog mich aus der grausamen Grube.“ - Lockt es nicht auch uns, Davids Siegesgeheimnis in unserem Alltag zu üben? Die dunklen Stunden sind entscheidend für Sieg oder Niederlage. Das lehren uns die Psalmen. „Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel thronst!“ - „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt“ (Ps.121,1-4; 123,1.2). Kennen wir das Lied: „Der Herr ist treu,... er richte eure Sinne ganz auf sich!“? Das können wir in Nöten singen. Denn Bewahrung und Rettung sollten kein Wunschtraum für uns sein, vielmehr eine immer neue Erfahrung. Niemand darf denken: Für mich gilt es nicht. Wenn wir den Herrn anrufen, werden wir dasselbe bekennen können: „Er zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels.“ Das ist Gottes Wesen: Versinkende und Bedrohte zu retten, Gefangene zu befreien - und seien sie in sich selbst gefangen. Jesaja ruft uns ein ermutigendes Wort zu: „So spricht der Herr: Du sollst erfahren, dass ich der Herr bin, an dem nicht zuschanden werden, die auf mich harren... Die Gefangenen sollen dem Starken weggenommen werden, und der Raub soll dem Gewaltigen entrissen werden. Ich selbst will deinen Gegnern entgegentreten“ (Jes.49,24.25; lies Ps.40,1-6; Hiob 36,5.6.16; Klagel.3,55-58).

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Freitag,25.Oktober Römer 15,5.6; Psalm 44,5-9.

Wie David und die Söhne Korachs lebte auch Paulus mit dem Siegesgeheimnis „Gott aber!“ An die Gemeinde in Rom schrieb er: „Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.“ Wenn eine Beziehung zwischen Menschen hoffnungslos verfahren oder gar gescheitert ist, dürfen wir auch dann noch vertrauend „Gott aber“ sprechen? Ja! Denn wer so mit dem Allmächtigen rechnet, bereitet ihm die Bahn, als Neuschöpfer zu handeln. „Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ „Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze.“ Gott wäre nicht Gott, wenn er das Böse nicht überwinden könnte und wollte (Joh.11,40; Röm.16,20; lies 1.Joh.3,8; Luk.10,19; Jer.32,17.27). Corrie ten Boom schreibt: „Wir stehen auf dem Boden des Siegers. Jesus, der auf Golgatha gesiegt hat, steht neben uns, er lebt sogar in uns, und er geht mit uns. Die Mächte und Kräfte, die auf unserer Seite stehen, sind viel stärker als die Mächte, die gegen uns sind. Als ich eines Tages an einen gefährlichen Ort gehen musste, wollte Angst in mir aufkommen. Da sagte eine Freundin zu mir: 'Wenn du dorthin kommst, tritt gleichzeitig Jesus ein.' Wie wahr ist das, denn wenn er in uns lebt und wir in ihm bleiben, ist er immer gegenwärtig.“ - Wir dürfen Jesus und unserem himmlischen Vater alles zutrauen! „Aber unser Gott ist im Himmel, er tut alles, was er will... Er kann schaffen, was er will“ (Ps.115,3; 136,5.6a). In Stunden der Versuchung können wir uns auf das Wort stützen: „Aber Gott ist treu, der euch nicht lässt versuchen über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt!“ (1.Kor.10,13; lies Jud.24.25).

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Samstag,26.Oktober Philipper 4,19; Kolosser 2,9.10.

„Gott aber ist reich an Barmherzigkeit!“ Es kommt immer wieder vor, dass wir in uns selber und in unserem Dienst einen Mangel empfinden, oder auch bei anderen. Dann resignieren wir schnell. Paulus jedoch weist verzagten Leuten einen Weg: „Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ Gott ist nicht kärglich oder zurückhaltend beim Geben, er wartet geradezu darauf, uns mit dem Reichtum seiner Herrlichkeit zu beschenken, damit auch wir reich sind. „Aber der Herr...“, wenn wir diese drei Worte in der Not glaubend aussprechen, werden die engen Grenzen unserer Situation gesprengt. Ganz offen sollen wir beim Namen nennen, was uns bedrückt, unser Minus dürfen wir an allerhöchster Stelle nennen. Damit geben wir unserem Herrn die Gelegenheit, mit uns zu tun, was ihm für uns wichtig ist. „Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen!“ „Ich werde Segen herabschütten die Fülle!“ „Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk.“ Wenn der Mangel wie ein großer Berg vor uns steht, sind wir in Gefahr, unsere Kraft noch durch Grübeln zu schwächen. Aber glaubensloses Grübeln lähmt! Darum: „Ich aber will zu Gott rufen, der Herr wird mir helfen!“ Vielleicht sollten wir uns immer wieder ein Wort oder eine Aussage aufschreiben, die uns Gottes Güte und seine Bereitschaft zu helfen vor Augen stellen. Auf dem Arbeitstisch einer unserer Schwestern lag heute ein kleiner Zettel mit den Worten: „Jesus, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, er kommt nicht zu spät mit seiner Hilfe.“ Diese Tatsache gilt selbst dann, wenn wir unseren Mangel stark empfinden. (Lies 2.Kor.8,9; Joh.1,16; vgl.Ps.34,9-11; Hiob 42,2.)

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Sonntag,27.Oktober Epheser 2,4-6; Römer 8,1.2.

„Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden.“ In diesen Versen ist das Wunder beschrieben, wie Gott das „Einst“ beendet und uns in das „Jetzt“ des neuen Lebens versetzt. Der einzige Grund für das göttliche Handeln ist seine Barmherzigkeit, Liebe und Gnade. In seiner Liebe hat er uns vom ewigen Tod erlöst, mit Christus lebendig gemacht in die himmlischen Welten versetzt. So überwältigend ist Gottes Liebe, dass er „seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingab - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken“? „So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, die in Christus Jesus sind.“ (Lies Röm.8,31-34; Kol.1,19-22.) Noch leben wir auf dieser Erde und haben unsere irdischen Aufgaben zu erfüllen, aber nicht mehr als geistlich Tote, sondern als Erlöste, die durch Glauben leben. Es ist für alle Menschen erfahrbar: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat... der ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen“ (Joh.5,24; 8,34.36). Jeder Versuch, in eine lebendige Gottesbeziehung einzutreten, ist ohne Jesus Christus unmöglich. Nur Jesus kann Menschen aus der Trennung von Gott herauslösen und in die Gotteskindschaft hineinführen. Er ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ „Durch ihn haben wir Zugang zum Vater.“ Und alles, was wir brauchen, um mit Gott in Frieden zu leben und Erben seines Reiches zu werden, erhalten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Wir, die wir tot waren, aber nun mit Christus leben, verdanken alles der Liebe Gottes! (Lies Offb.1,5b.6; Jes.53,5; Röm.5,1.2; Gal.4,4-7.)

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Montag,28.Oktober Epheser 2,4-8; Römer 5,8-10.

Gottes Gedanken, sich mit uns Menschen zu verbinden, wurzeln in seiner Liebe. Das bestätigte Jesus: „Er selbst, der Vater, hat euch lieb.“ Von der Liebe Gottes, die zum äußersten Opfer bereit war, sprach Jesus auch mit Nikodemus: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ „Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen“ (1.Joh.4,9.10.16). Liebe und Erbarmen erfüllen bis heute Gottes Herz. Ein Leben ohne die Erkenntnis dieser großen Gottesliebe lebt sich schwer. Darunter leiden viele Menschen, weil sie noch keinen Blick für Jesus und sein Opfer am Kreuz haben, auch nicht für ihre Sünde und Verlorenheit. Jesus starb, damit wir leben. Paulus schreibt: „Was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat“ (Gal.2,19.20; lies Joh.15,13). Das Bewusstsein, von Gott geliebt zu sein, schafft Freude und lässt seine verwandelnde Kraft in unserem Leben wirksam werden. Dabei schwinden Unzufriedenheit, Bitterkeit und Gleichgültigkeit. Menschen, die über Gottes Liebe staunen, sind glückliche Menschen. Als solche sind sie von Jesus beauftragt, die Botschaft der Liebe weiterzutragen. „So intensiv sich Paulus immer wieder dagegen wehrte, dass der Mensch durch gute Werke errettet wird, so intensiv betont er die Auswirkungen der Errettung in einem veränderten Leben mit entsprechenden Werken: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte. Der neue Mensch lebt aus, was Gott ermöglicht hat“ (H.Stadelmann). (Lies 2.Kor.5,14.15; Eph.5,2; 5,8.9; 1.Joh.3,16.18.)

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Dienstag, 29.Oktober Epheser 2,6-8; Kolosser 2,12.13.

Staunen wir noch darüber, was Gott in seiner großen Liebe für uns getan hat? „Er hat uns mit Christus lebendig gemacht und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus.“ Wir sind auferweckt mit Jesus. Unser Leben hier auf Erden soll ein Leben in der Kraft der Auferstehung sein. Das geschieht nicht automatisch, nicht ohne unseren Willen wirkt das Auferstehungsleben in uns. Wir sind geliebte Kinder Gottes, die einen eigenen Willen haben und ihn einsetzen müssen. „Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott“ (Kol.3,1.2). Das Auferstehungsleben ist „Christus in uns“, das heißt, dass seine Gesinnung, seine Art fortan mein Leben bestimmen. Wie wirkt sich das praktisch aus? Was machen wir, wenn wir in einer Sache gefordert werden und uns der Forderung nicht gewachsen fühlen? Eine solche Situation hat jeder schon erlebt. Werfen wir alles hin und laufen einfach davon? Denken wir daran, dass wir zu jeder Zeit, in jedem Augenblick das Angebot haben, zu Jesus zu beten, alles mit ihm durchzusprechen, unsere Ausweglosigkeit ihm kundzutun und ihn anzuflehen: Herr, beweise du jetzt, dass ich in dir und du in mir lebst, dass in diesem Augenblick nur das über meine Lippen kommt, was deinem Willen entspricht. Lass mich jetzt so reagieren, wie Menschen „in Christus“ es tun können. Das Auferstehungsleben in uns verleiht uns die überwindende Kraft zum Ablegen unseres alten Menschen und zum Anziehen des neuen Menschen. (Lies Eph.4,20-5,2; Kol.3,12-15.) Das ist mit innerem Kampf verbunden, aber der, der ein verborgenes Leben mit Christus führt, erfährt die Gotteskraft, die Jesus für uns bereithält. (Lies Eph.1,18.19; 3,16; Phil.4,13.)

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Mittwoch,30.Oktober Epheser 2,8-10; Philipper 4,13.

„Aus Gnaden seid ihr selig geworden“. Dreimal (V.5b.7.8) betont der Apostel Paulus die unverdiente Gnade Gottes, die sich an den Glaubenden erwiesen hat. Die Gnade Gottes ist kein kümmerlich zugemessenes Gut, im Gegenteil: „Überschwänglich“ erweist sie Gott an uns. Wie wir in Epheser 1,19 von der „überschwänglich großen Kraft an uns“ lesen, so hier „von dem überschwänglichen Reichtum seiner Gnade“. (Lies Eph.1,7; 3,14-19.) Dieser nicht erworbene, sondern geschenkte Reichtum soll sich in unserem praktischen Leben zeigen. Davon schreibt Paulus den Christen. Zuerst stellte er das „Aber Gott...“ in den Mittelpunkt, dann die Tatsache, „mit Christus lebendig gemacht, mit ihm auferweckt, mit ihm eingesetzt im Himmel“. Nun geht es um das entscheidende Thema: Wie wirkt sich das Neue in unserem Leben, unserem Tagesablauf aus? Wie lebt ein Christ, dass er Gott gefällt? „Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ Gerettet werden wir nicht durch das Tun guter Werke, aber wenn wir erlöst sind, werden „gute Werke“, gute Früchte von uns erwartet (Jak.2,17; 1.Joh.3,14; Joh.15,8). Weil Christus in uns wohnt, sind wir mit allem beschenkt, was wir zum Tun des Guten brauchen. In der Verbindung mit Christus liegen die großen Möglichkeiten! „Jesu Kraft hat sich an uns noch nicht erschöpft. Er hat noch einen großen Reichtum für uns bereit“ (H.Brandenburg). Das ist unser Vorrecht, im Glauben zu bitten, dass Jesus in uns wirkt, so zu leben und zu handeln, wie es seinem Willen entspricht. (Lies Hebr.13,21.) Ist es nicht anbetungswürdig: Gottes Gnade hat das Werk der Erneuerung an uns getan, dazu beschenkt er uns noch mit allem, was wir brauchen, um die „guten Werke“ - der Liebe, der Treue, der Güte, der Freundlichkeit - in unserem Alltag auszuüben! (Lies 2.Petr.1,3.4; Kol.1,9-11.)

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Donnerstag,31.Oktober Epheser 2,10; Ps.138,8.

Wenn Paulus schreibt, dass wir „Gottes Werk“ sind, so liegt darin der Gedanke, dass Gott an uns arbeiten will. Lassen wir es zu, dass er das an uns begonnene Werk weiterführen und vollenden darf? Weil Gott die Menschen liebt, entstand sein Rettungsplan, ebenso der Plan für unser Leben und wie er ihn zur Vollendung mit uns führen will. „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir fortdauern lassen meine Güte“ (Jer.31,3). David bittet: „Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen - was du angefangen hast, führe zu einem guten Ende.“ Keiner soll bleiben, wie er ist. „Alle, die Gott zuvor erkannt hat, die hat er auch dazu ausersehen und vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden“ (Röm.8,29; 1.Kor.15,47-49). Ein hohes Ziel mit jedem Einzelnen! In den Wechselfällen unseres Lebens, in den täglichen Geschehnissen hat es Gott im Auge. Er weiß, was er in den heutigen Tag hineinlegen muss, damit unsere Angewohnheiten, unser Verhalten, unser Reden und unsere Beziehungen verändert werden und an uns etwas von der Jesus-Gesinnung sichtbar wird. (Lies Kol.3,10-15.) Wenn unser himmlischer Vater an uns arbeitet, wollen wir uns nicht aus der Fassung bringen lassen, sondern uns vor Augen halten: Gott kann uns zwar hart anfassen, aber er wird uns nicht verlassen und uns nie Schaden zufügen. (Lies Joh.15,1.2; Hebr.12,9-11.) Wir sind nicht nur Gottes Werk, er hat uns auch „geschaffen zu guten Werken“. Vieles, was wir tun, ist nur wie ein Anfang. Vieles ist fehlerhaft. Oft erkennen wir erst später, dass wir Schaden angerichtet haben. Wie dankbar macht es, dass wir einen Heiland haben, der gnädig ist und vergibt und „der Anfänger und Vollender ist“, auch für das Werk, in das er uns hineingestellt hat und das wir so unvollkommen erfüllten. „Ich weiß, wem ich mich anvertraut habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, das ihm von mir anvertraute Gut auf jenen Tag zu bewahren“ (2.Tim.1,12; lies 1.Thess.5,23.24; 2.Thess.1,11.12; 2,13-17).

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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