Sonntag, 1. November

Psalm 65, 6; 73, 1-17. 28

»Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Herr, unser Heil, der du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer!« Damit macht David deutlich, in welche Richtung er seinen Blick wendet. Er gewinnt die rechte Sicht durch den Blick auf seinen Gott. »Tragfähiger Glaube, zuversichtliches Vertrauen ist die beste Basis für die Schlechtwetterzonen des Lebens« (P. Hahne). Der Psalmsänger Asaf beschreibt solch eine »Schlechtwetterzone« seines Lebens. Er sah nur noch, wie es den Gottlosen so gut ging. Für sie gab es scheinbar keine Qualen, sie strotzten vor Gesundheit, sie bewältigten das Leben spielend, sie trugen ihren Stolz zur Schau, in ihren Gesichtern spiegelte sich Bosheit wider, mit zynischen Worten spotteten sie. – Von Gott sagten sie: Er kümmert sich um nichts – wie sollte er auch? Selbstsicher und sorglos lebten sie in den Tag hinein. Asaf sah das alles, und es bedrängte ihn furchtbar. Er wäre mit seinem Glauben an Gott beinahe gescheitert. Jeder Tag war ihm eine Qual, und er versuchte zu begreifen, warum das alles so war. Doch es war zu schwer zu verstehen (V. 2. 14. 16). Dann erlebte Asaf die entscheidende Wende. Er ging zu Gott ins Heiligtum. Dort wurde ihm klar: Entscheidend ist, wie das Leben der Gottlosen endet (V. 17). Plötzlich sah er wieder seinen Gott. Die Situation hatte sich nicht geändert, aber seine Sicht, sodass er sagen konnte: »Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.« Wer heute Zuversicht gewinnen möchte, spreche mit David und Asaf: »Du, Herr, bist meine Zuversicht« und wehre so allen trübsinnigen, hoffnungslosen und niederdrückenden Gedanken. Der Blick auf Jesus macht uns zuversichtlich. (Lies 2. Kor. 1, 3-5; Hebr. 10, 23. 35; Ps. 46, 2-8; 71, 5. 7; 91, 1ff. )

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MONTAG, 2. NOVEMBER

PSALM 65, 7; 95, 4

»Du setzt die Berge fest in deiner Kraft und bist gerüstet mit Macht.« Wir rechnen oft nicht mit der unbegrenzten Kraft Gottes und kommen uns ohnmächtig, hilflos und ausgeliefert vor. In der Bibel sind viele Beispiele festgehalten, bei denen die unbesiegbare Kraft Gottes und seine Macht sichtbar werden. Sie wollen uns ermutigen, unser ganzes Vertrauen auf die Kraft Gottes zu setzen. Wie ohnmächtig stand der Hirtenjunge David dem bewaffneten Philister Goliat gegenüber – ohne Rüstung, ohne Schwert, nur mit einer Schleuder und fünf Steinen in der Tasche. Doch sein Vertrauen auf Gottes Kraft schaffte ihm Rettung. (Lies 1. Sam. 17, 4 -11. 32-37. 40-50.) – Später war es Saul, der keinen Versuch unterließ, David umzubringen. Hoch brisant war die Lage in der Wüste Sif. Doch im letzten Moment griff Gott vom Himmel her ein (1. Sam. 23, 14-28). – Ein anderes Mal standen David und seine Männer völlig hilflos und entsetzt den Amalekitern gegenüber. Sie hatten die Stadt Ziklag eingenommen, mit Feuer verbrannt, und die israeli-tischen Frauen, Söhne und Töchter entführt. Die Wut des ganzen Volkes rich tete sich gegen David. Sie beabsichtigten, ihn zu steinigen. David aber suchte Zuflucht bei seinem Gott, und das Vertrauen auf den Herrn gab ihm wieder Mut und Kraft (1. Sam. 30, 1-20). Ähnlich wie David verhielt sich auch der Prophet Jeremia: »Ach, Herr HERR , siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich« (Jer. 32, 17; 10, 6). Zu dem Gott, der mit seiner Kraft und Macht allem überlegen ist, dürfen wir mit unserer ganzen Hilflosigkeit und Ohnmacht kommen und ihn vertrauensvoll und ganz persönlich mit Du ansprechen: »Du, HERR , bist meines Lebens Kraft, vor wem sollte ich mich fürchten?« (Ps. 27, 1)

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DIENSTAG, 3. NOVEMBER

PSALM 65, 8. 9; JEREMIA 5, 22

»Du stillst das Brausen des Meeres, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker, dass sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor deinen Zei-chen.« Manchmal geht es in unserem Alltag so turbulent zu wie bei einem Sturm auf dem Meer. Unsere Welt wird von schweren Krisen erschüttert: Die fortschreitende Zerstörung der Schöpfung, Terrorakte und Attentate, zer-rüt tete Ehen und Familien, immer neue Seuchen, Krisen am Arbeitsmarkt . . . Aber mitten in alle Unsicherheit und Angst hinein verrät David uns sein Geheimnis zur Krisenbewältigung: Er schaut auf zu seinem Gott und spricht ihn wiederum mit diesem ganz persönlichen »Du« an: »Du stillst das Brausen des Meeres.« (Lies Ps. 89, 9. 10; 93, 3. 4.) Dieser Gott ist auch mein Gott. Ich darf ihn genauso persönlich und vertrauensvoll ansprechen: »Du stillst den Sturm« – in mir und um mich. »Gott kann das tosende Meer mit seinen gewaltigen Wellen augenblicklich in eine ruhige, spiegelglatte See verwandeln. Stille kommt von dem Gott des Friedens. Wir brauchen keinen Sturm zu fürchten, wenn Gott kommt . . . Die Völker sind so schwer zu beherrschen wie das Meer. Sie sind genauso trüge-risch, unbeständig, ruhelos und wild. Gesetze bringen es nicht fertig, die Völker zu bändigen. Regierungen können sie nicht in Schranken halten. Gott allein ist König aller Völker. Das Meer gehorcht ihm, und auch die Völker müssen ihm gehorchen . . . In Zeiten, wo die Ordnung sich auflöst und brutale Gesetzlosigkeit herrscht, finden Kinder Gottes ihre Zuflucht bei dem, der das Brausen des Meeres stillt. Nichts ist für ihn zu schwer!« (C. H. Spurgeon) Statt dass wir uns den Stürmen und Krisen unterwerfen, können wir ver-trauensvoll zu unserem Gott sagen: »Du, HE R R , stillst das Brausen der Stür-me – du!« (Lies Matth. 8, 23-27. )

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MITTWOCH, 4. NOVEMBER

PSALM 65, 9b; 1. SAMUEL 2, 1

»Du machst f röhli ch, was da lebt, im Osten wie im Westen!« Meint David mit der Angabe der Himmelsrichtungen, dass es keinen Ort auf dieser Welt gibt, an dem Menschen Gottes nicht fröhlich sein könnten? Dann müsste man Freude in jeder Lage von uns erwarten. Aber wie schaffen wir das? Erleben wir nicht täglich Dinge, die uns niederdrücken und belasten, Situationen, die enttäuschend sind, die uns einengen, traurig machen? Können wir in den »Schlechtwetterzonen« unseres Lebens, wenn ein »Tief« das andere ablöst, überhaupt noch fröhlich sein? Und wenn wir immer wieder an derselben Stelle versagen und sich Sünde in unserem Leben festsetzt, sind wir dann nicht bedrückt? Das ist wohl wahr. Schwere Umstände und Versagen können uns niederwerfen. Gott aber will uns aufrichten. In allem, was uns bewegt und erschüttert, dürfen wir uns ihm anvertrauen. David redet seinen Gott wieder mit diesem persönlichen, vertrauensvollen »Du« an – »Du machst mich fröhlich!« Diese frohe Gelassenheit wurzelt in der Gemeinschaft mit Gott. Er vergibt Sünde. Er hört, wenn wir in ausweg-losen Lagen zu ihm rufen. Er weiß Wege aus der Not, er befreit aus Bindungen und richtet die Niedergebeugten auf. Nicht die Umstände entscheiden über Bedrückt- oder Frohsein, sondern unsere Beziehung zu Jesus. Vertrauensvoll können wir sagen: »Herr Jesus Christus, du machst mich froh.« Jesus sagte zu seinen Jüngern: »Ich rede zu euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.« (Lies Joh. 15, 9-11.) Er kommt zu uns als der Gott, der die Quelle der Freude ist. So konnte Paulus selbst aus dem Gefängnis in Rom an die Gemeinde in Philippi schreiben: »Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich, freuet euch« (Phil. 4, 4; lies Ps. 66, 8-12; Apg. 5, 17-21. 40-42) .

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DONNERSTAG, 5. NOVEMBER

PSALM 65, 10; JESAJA 27, 2. 3

»Du suchst das Land heim und bewässerst es.« Wenn hier von »Heimsuchen durch Gott« die Rede ist, steht dahinter Gottes helfende und heilende Zu-wen dung. – »Ich, der HE R R , behüte meinen Weinberg und bewässere ihn jeden Augenblick.« Nur so kann Frucht wachsen und eine gute Ernte ein-gebracht werden. Im übertragenen Sinn können wir uns fragen: Wie be wäs-sert Gott unser »Land«? Jesaja benützt ein Bild aus der Schöpfung, um deut lich zu machen, wie das geschehen kann: »Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuch tet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie Samen gibt zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende« (Jes. 55, 10. 11). Hier wird deut lich, wie wichtig die Beschäftigung mit Gottes Wort für unser persönliches Glaubensleben ist. Nur so kann geistliches Wachstum gelingen, nur so kann Frucht in unserem Leben entstehen. Von Jim Fraser, der in China als Missionar unter dem Volksstamm der Lisu arbeitete, wird berichtet: »Von allen Seiten sah sich Fraser gerufen und ge-fordert. Von früh bis spät beansprucht, schien es nahezu unmöglich, einige stille Minuten vor Gott zu finden. Doch davon lebte Jim Fraser. Mehr als alles andere fürchtete er das langsame Abgleiten: vernachlässigtes Bibel-studium, mangelndes Hören auf Gott, Gebetslosigkeit. Das würde sich nicht nur in seinem persönlichen Leben, sondern auch im Leben der ihm anver-trauten Menschen auswirken.« In den massiven Herausforderungen, den Enttäuschungen und Rückschlägen seiner Missionsarbeit, schöpfte er aus Gottes Wort immer wieder neuen Mut und neue Zuversicht. (Lies Ps. 1, 2. 3; Jer. 17, 7. 8.)

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FREITAG, 6. NOVEMBER

PSALM 65, 10b; 2. KORINTHER 8, 9; 9, 8

»Du machst das Land sehr reich. Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle.« Der Bibel-Ausleger Franz Delitzsch bezeichnet Gott als einen »unerschöpflichen Segensspeicher«. Von Gott geht ein bis in alle Ewigkeit nicht endender Segens strom aus. (Lies Off b. 22, 1. 2.) Von dieser unversiegbaren Segensquelle kann jeder profitieren, der die Gemeinschaft mit Gott sucht. Oft wird ein Leben in der Jesus-Nachfolge als Einengung der persönlichen Freiheit, als eine vom Verzicht geprägte Lebensform beschrieben. Eine gewisse gesunde Einseitigkeit gehört zu einem Leben als Christ, aber das wesentliche Merkmal der Nachfolge kann mit dem Wort »Fülle« beschrieben werden. Jesus selber erklärt seinen Jüngern: »Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen.« Damit geht er weit über das Notwendige für unser Leben hinaus, und deutet den Überfluss an, mit dem er uns beschenken will. ( Li es Ps. 16, 11; 78, 15. 16; 107, 8. 9; 112, 1. 3; Mal. 3, 10.) – Fritz Woike (1890-1962), der als Arbeiterkind in sehr ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und durch viel Krankheitsnot gegangen war, schrieb im Rückblick auf sein nicht leichtes Leben: »Du hast mein Leben so reich gemacht, dem heißen Seh nen Erfüllung ge bracht. All meine Sünden decktest du zu, an deinem Her-zen fand ich die Ruh. Du gabst mir Frieden so tief und reich und eine Freude, dem Strome gleich. Bist drum mein Psalm und mein Jubelgesang, der schönste Ton und der liebste Klang. Du bist im Kampfe mir Burg und Hort, im wilden Sturme der Ruheort, du bist der Retter in jeder Not! Du bist mein Leben, kommt einst der Tod. Du bist mein Führer, an deiner Hand geh ich so sicher durchs Erdenland. Du bist mein Alles, bist Leben und Licht. Herr Jesus Christus, ich lass dich nicht!«

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SAMSTAG, 7. NOVEMBER

PSALM 65, 10; APOSTELGESCHICHTE 14, 17

»Du lässt ihr Getreide gut geraten, denn so baust du das Land.« Manchmal sorgen wir uns um das »gute Geraten und Gelingen« in unserem Auf gaben-bereich. Wir wollen gerne etwas Positives auf bauen und auch Früchte unse-res Einsatzes sehen. Doch sind es nicht die unvorhersehbaren Witterungs-ver änderungen durch Beziehungsstörungen, der Hagelschlag liebloser Worte, der Schädlingsbefall der Eifersucht oder die Orkanböen zerstörerischer Kri-tik, die das Wachstum beeinflussen, hemmen oder gar zerstören wollen? – Jesaja kam in seinem Leben an solch einen Punkt, an dem er fast zerbrochen wäre. Er beschreibt ihn so: »Ich dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz.« Doch dann berichtet er, wie Gott ihn ermutigte und ihm eine neue Perspektive für die Zukunft eröffnete: »Es ist zu wenig, dass du mein Knecht für Israel bist, ich habe dich auch noch zum Licht der Heiden gemacht, dass du mein Heil seist bis zum Ende der Erde« (Jes. 49, 4-6). – Auch Paulus rückt die Dinge für uns ins rechte Licht, wenn er sagt: »Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott« (2. Kor. 3, 5; lies Joh. 15, 4. 5; Hebr. 13, 20. 21). »So baust du das Land!« Ist es nicht erstaunlich, wie Gott auch unter widrigen Umständen, durch die oft kleine Kraft seiner Leute und trotz harten Widerstands Wachstum schenkt? Wir sollen wissen, dass Gott selber um den Bau seiner Gemeinde besorgt ist. Zu Josua sprach Gott: »Sei stark und mutig, dass du darauf achtest, zu tun nach dem ganzen Gesetz, welches mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche nicht davon ab zur Rechten noch zur Linken, auf dass es dir gelinge überall, wohin du gehst.« (Lies Jos. 1, 7-9; Apg. 9, 31. )

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SONNTAG, 8. NOVEMBER

PSALM 65, 11-14; 68, 10. 11

»Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.« Von Furchen spricht David, von Schollen, vom weichen Erdreich durch den Regen. Dieser ist notwendig, soll der ausgestreute Samen aufgehen und zu einer fruchtbringenden Pflanze heranwachsen. Genauso ist es auch in unserem geistlichen Leben. Wenn wir täglich die Verbindung mit Jesus suchen, brauchen wir uns nicht zu fürchten, auch wenn das Furchenziehen schmerzhaft sein kann und beim Umgraben manches ans Tagesl icht kommt, das der Bearbeit ung bedar f. Gott sel ber weiß am besten, wie er das Land unseres Herzens bearbeiten muss, damit der Same seines Wortes aufgehen und in unserem Leben Frucht tragen kann. Denken wir zum Beispiel an Saulus, den erfolgreichen Christen-Verfolger. Seine »Karriereleiter« zerbrach Sprosse um Sprosse, als Jesus ihm begegnete. Saulus, der hoch angesehene und vorbildliche Pharisäer, hatte gemeint, Gott einen Gefallen zu tun, wenn er die Jesus-Leute hinter Gitter brächte. Doch Jesus zerbrach seine selbstgerechte Frömmigkeit und wirkte die große Wende in seinem Leben: Wir lesen 1. Timotheus 1, 12-17. – Wie zeigt(e) sich die Barmherzigkeit Gottes ganz konkret in meinem Leben? Dabei muss es gar nicht so »dramatisch« zugehen wie damals bei Saulus von Tarsus. »Du krönst das Jahr mit deiner Güte, deine Pfade triefen von Segen!« Mit diesen letzten Worten kommt David zum Höhepunkt und fasst in einem Satz zusammen, was er bisher vom Tun seines Gottes im Einzelnen aufgezählt hat. Noch einmal spricht er seinen Gott mit dem vertrauten Du an. »Du krönst das Jahr mit Gutem . . . Die Wiesen in der Steppe sind saftig und grün, die Hügel hallen wider von Freudenrufen. Die Weiden sind voller Herden und die Täler hüllen sich in wogendes Korn – alles ist voller Jubel und Gesang.« (Lies 5. Mose 11, 11. 12; Ps. 32, 11; 89, 16-18. )

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LEBEN, DAS ZU JESUS EINLÄDT – 1. PETRUS 3, 1-22

MONTAG, 9. NOVEMBER

1. PETRUS 2, 11. 12; 3, 1. 2

Die Verse ab Kapitel zwei Vers elf beschäftigen sich mit konkreten Anwei-sun gen für Jesusnachfolger. Dabei geht es um ein Verhalten mit Zeugnis-funktion. Den Menschen ohne Verbindung zum lebendigen Gott soll an-schau lich vermittelt werden, dass Jesus Christus der Herr ist und was für ein Herr er ist. Auch Ehe und Familie haben in diesem Zusammenhang eine grundlegende Bedeutung. Das Neue Testament überlässt deshalb den Umgang zwischen Mann und Frau nicht dem privaten Ermessen oder einem gesellschaftlichen Trend. Wie war es um die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft bestellt? Die Gleichwertigkeit von Mann und Frau als gemeinsame Krone der Schöp-fung war im Judentum nicht mehr im Blick. Man gab der Frau die Hauptschuld an der Todesverfallenheit des Menschen. Deshalb wurde ihr alles, was den Umgang mit Leichen betrifft, übertragen. Frauen galten als Menschen zweiter Klasse. Es gab sogar ernsthafte Auseinandersetzungen über die Frage, ob Frauen eine Seele haben. Die Zurücksetzung und Verachtung der Frau entsprach dem heidnischen Denken des Vorderen Orients, nicht der Botschaft des Alten Testamentes. Im Hellenismus hingegen gab es auch gebildete und einflussreiche Frauen. Eine solche Vorzugsstellung fand sich jedoch nur in reichen Kreisen und war keineswegs Ausdruck echter Würdigung der Frau. Zugleich wissen wir von einer folgenschweren Abwertung der Ehe. Auf diesem Hintergrund sind die biblischen Aussagen geradezu revolutionär: • Die Ehe ist ein Geschenk Gottes an den Menschen, kein inflationäres Gut (1. Mose 2, 18. 24; Matth. 19, 6). • Das Verhalten zwischen Mann und Frau in der Ehe soll die Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde veranschaulichen (Eph. 5, 23). Wenn dieses Bild ernst genommen wird, kann in einer Ehe keiner den anderen für seine Zwecke missbrauchen. »Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi« (Eph. 5, 21). Zu dieser Gesinnung können Mann und Frau durch Christus befreit werden.

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Dienstag, 10. November

1. Petrus 3, 1. 2

Petrus bezieht sich auf den besonderen Problemfall, wenn in einer Ehe zunächst nur die Frau zum Glauben an Jesus Christus gefunden hat. Wenn ein Mann seine Rolle gar nicht in der Verantwortung vor Christus versteht, ist dann eine Unterordnung der Frau überhaupt möglich? Ist sie dem Mann nicht geistlich überlegen? Muss sie sich nicht von seinen Entscheidungen kritisch distanzieren und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln seine Bekehrung anstreben? Petrus scheint von solchen Konflikten zu wissen. Der Wunsch nach Harmonie und nach einem glücklichen christlichen Familienleben wird oftmals zu einer treibenden Kraft, die den Partner unter hohen Erwartungsdruck stellt. Doch wenn der Ehemann sich nur noch als »Missionsobjekt « sieht, einseitig beurteilt oder sogar abgelehnt, löst es genau das Gegenteil aus. Die weise Antwort von Petrus lautet: Ordne dich unter! Das heißt wörtlich: Begib dich unter seinen Schutzraum. Achte und respektiere ihn weiterhin. Nicht viele Überredungsversuche werden ihn gewinnen. Glaube braucht freien Raum zur eigenen Entscheidung. Aber im engen Miteinander kann nicht verborgen bleiben, wenn die Frau aus einer neuen Kraftquelle lebt und ihr Handeln nach Gottes Maßstäben ausrichtet. Dabei geht es nicht um einen fehlerlosen Lebensstil. Vielmehr wird es Eindruck hinterlassen, wenn sie Versagen eingestehen kann, auf das Rechthaben verzichtet, Lob und Anerkennung ausspricht. Das alles wird langfristig nicht ohne Wirkung bleiben. Von einer Erfolgsgarantie spricht Petrus allerdings nicht. Bereits Jesus stellte seinen Jüngern den Ernst der Nachfolge vor Augen. »Des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert« (Matth. 10, 36. 38). So kann der Glaube an Jesus Trennungen zur Folge haben. (Vgl. 1. Kor. 7, 15. 16.) Auf diesem Hintergrund investiert jedoch die Liebe, um zu gewinnen (1. Kor. 9, 19).

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MITTWOCH, 11. NOVEMBER

1. PETRUS 3, 3-6

Gab es Beispiele von Frauen, die durch raffinierte Gestaltung ihres »Outfits« ihre Männer beeinflussen wollten? Oder litten manche gläubige Frauen an einem Verlust ihres Wertgefühls, weil der Ehemann sie weniger mit Ge-schenken bedachte? Doch Garderobe und Schmuck bestimmen nicht den Wert einer Person, auch wenn im damaligen Umfeld so gerechnet wurde. Auf keinen Fall hat Petrus die Absicht, gepflegte Frisuren, wertvollen Schmuck und gute Kleider zu verbieten. Auch liegt ihm eine indirekte Beurteilung fern im Sinne von: »Wer Schmuck trägt und die Haare aufwendig frisiert, ist keine richtige Christin.« Der persönliche Umgang mit Gott im Glauben und im Gebet ist nicht von Äußerlichkeiten abhängig oder gar daran ablesbar. Er ist jedoch maßgeblich für die eigene Persönlich keits-entwicklung. Deshalb hinterfragt unser Text unsere Beweggründe und die Herzenseinstellung. Geht es mir als Frau um Gottes Ehre oder um Bewun-derung meiner Person? Gebe ich ewigen Dingen genügend Raum? (Lies Kol. 3, 2. 12. 16.) Gottes Gegenwart im Leben eines Menschen schenkt eine Ausstrahlung, die über äußerliche Vergänglichkeit hinweg Gewicht hat. Niemand ist jedoch damit angehalten, seinen Glauben durch ein blasses, langweiliges oder ver-nachlässigtes Erscheinungsbild zu bezeugen. Gott, unser Schöpfer, liebt Farben und Vielfalt. Es zählt in der Ehe zur Höflichkeit, im guten Sinne für-einander anziehend zu sein. Ein Blick ins Alte Testament bietet weitere Anschauungshilfe. Weshalb konnte Sara Abrahams Ruf in die Fremde teilen und die lange Wartezeit bis zur Erfüllung der Verheißung mittragen? Weil sie als eigenständige Per-sönlichkeit ihre Hoffnung auf Gott setzte. Der Hebräerbrief beschreibt es so: »Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft, Nach-kommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte« (Hebr. 11, 11). In der direkten Unterstellung unter Gott konnte sich Sara Abrahams Führung anvertrauen. (Vgl. Kol. 3, 18. )

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DONNERSTAG, 12. NOVEMBER

1. PETRUS 3, 7

Nun wendet sich Petrus an die Adresse der Männer. Sein Rat nimmt nochmals Bezug auf die Ebenbürtigkeit der Frau, die in jener Männergesellschaft unbeachtet blieb. Er nennt die Frauen »Miterben der Gnade«, wertet sie also als vollgültige Kinder Gottes (Joh. 1, 12; Eph. 1, 11). Die unterschiedlichen Aufgaben von Mann und Frau zum Zeugnis in dieser Welt sind damit von gleichwertiger Bedeutung. »Hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus« (Gal. 3, 28). In der ewigen Welt wird die Geschlechterfrage keine Rolle mehr spielen (Matth. 22, 30). Bis dahin aber überträgt Gott dem Mann in der Ehe eine besondere geistliche Verantwortung. An der Liebe zu seiner Frau soll die selbstlose Liebe von Christus erkennbar werden, der sich für die Gemeinde hingegeben hat (Eph. 5, 25-27). Wenn ein Mann seiner Frau solche Liebe und Ehre erweisen will, braucht es Zeit und Gesprächsbereitschaft. Und welcher Ehemann trägt in unseren Tagen Sorge, dass es nicht an einem lebendigen Gebetsleben fehlt? Im Urtext ist das gemeinsame Gebet nicht wörtlich erwähnt, indirekt aber eingeschlossen. Soll dieser sensible Bereich ohne Druck oder Routine gelingen, muss ein gemeinsamer Weg mit Christus eingeübt werden. »Um glücklich zusammenleben zu können, muss ein Paar es verstehen, in positiver Weise Gemeinschaft mit Gott zu haben. Besonders Eltern mit Kindern brauchen diese Zeit der Stille und des Gebetes miteinander. Jedes Ehepaar braucht Zeit, gemeinsam auf Gott zu hören und Gelegenheit, sich mit Glaubensfragen zu beschäftigen. Beide müssen sich im Lichte Gottes sehen wollen und dürfen sich nicht gegenseitig etwas vormachen. Es muss wirkliche Zweierschaft entstehen können. Verbringe also zusammen mit deinem Lebensgefährten Zeit im Gebet und im Austausch über Glaubens-fragen. Deine Familie wird nur dann in Ordnung sein, wenn ihr beide Ge-mein schaft mit Gott habt« (Watchman Nee).

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FREITAG, 13. NOVEMBER

1. PETRUS 3, 8

Nach Berücksichtigung verschiedener Zielgruppen bringt Petrus das Haupt-anliegen für alle auf den Punkt. Die moderne Bibelübersetzung »Hoffnung für alle« entfaltet es so: »Haltet fest zusammen! Nehmt Anteil am Leben des andern und liebt euch wie Brüder! Seid barmherzig zueinander und haltet nicht so viel von euch selbst.« Petrus kennt ja aus unmittelbarer Erfahrung seiner Beziehungen im Zwölferkreis das ganze Spannungsfeld von gelebter Bruderschaft. Er weiß von dem Problem, wenn die Bereitschaft zu vergeben an Grenzen stößt (Matth. 18, 21). Ihm ist der Ärger nicht fremd, wenn jemand einen Führungsposten anstrebt (Mark. 10, 37. 41) oder der Wunsch nach höhe rem Ansehen das Miteinander irritiert (Luk. 9, 46). Auch die Gefahr des Vergleichens ist ihm vertraut (Joh. 21, 21. 22). Er kennt aus der Zeit der ers-ten Gemeinde das Verhängnis der Scheinfrömmigkeit (Apg. 5, 3) und das unterschwellige Gären bei unausgesprochenen Konflikten (Apg. 6, 1). Auf die sem Hintergrund gewinnt seine Ermahnung besondere Bedeutung. Die Gegenwart von Jesus und die Kraft des Heiligen Geistes wirken eben nicht automatisch herzliche Bruderschaft. Man muss sie wollen, um ihre Gefähr-dung wissen und sie nicht leichtfertig aufgeben. Jesus hat in dem Verhältnis der Gläubigen zueinander ein wesentliches Zeichen und Zeugnis für die Welt gesehen. »Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe zueinander habt« (Joh. 13, 35). Unsere Schwierigkeiten sind dabei nicht nur negativ zu sehen. »Wenn alles glatt läuft und wir als eine freundliche Schar zusammenstehen, gibt es für die Welt nicht viel zu sehen. Wenn es aber zu einer wirklichen Auseinandersetzung kommt und wir kom-promisslos an den Grundsätzen festhalten, gleichzeitig aber wahrnehmbare Liebe beweisen, dann kann die Welt hier etwas sehen, etwas, woraus sie schließen kann, dass hier wirklich Christen sind und Jesus tatsächlich vom Vater gesandt worden ist« (F. Schaeffer).

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SAMSTAG, 14. NOVEMBER

1. PETRUS 3, 9

Wir kennen das übliche Verhaltensmuster: Er grüßt nicht – ich grüße auch nicht. Wir denken: »Das habe ich nicht nötig, mich wiederholt kränken zu lassen.« »Du hast es nicht nötig, mit gleicher Münze heimzuzahlen«, lautet die befreiende Perspektive des Neuen Testamentes. Petrus nennt einen dop-pel ten Grund: 1. Du bist gesegnet und berufen, den Segen zu erben. Unter Gottes Segen leben bedeutet, in seiner Nähe zu leben und unter der Obhut seiner Macht, die er zum Besten für den Menschen einsetzt. Bereits der Gläubige im Alten Testament durfte sich als ein Gesegneter des Herrn verstehen, der Himmel und Erde gemacht hat (Ps. 115, 15). In seinem Sohn Jesus Christus hat uns Gott mit allem geistlichen Segen beschenkt. Jesus Christus selbst ist unser Segen, in dem Gott uns nahe ist, uns liebt, erwählt, heiligt, erlöst, zu Erben einsetzt und mit dem Heiligen Geist versiegelt. (Lies Eph. 1, 3-14.) »Wenn wir gesegnet sind, dann ist alles, was zu uns gehört, auch gesegnet: unser Besitz, unsere Familie, unsere Arbeit und unsere Frei-zeit – sogar unsere Verluste und selbst unsere Enttäuschungen sind geseg-net. Gottes Segen ist tief und nachdrücklich wirksam« (H. Risch). 2. Du bist gesegnet und berufen, den Segen an andere weiterzugeben. Noch bevor Jesus seine Jünger zum Abschied für den Dienst in dieser Welt segnete (Luk. 24, 50), gab er ihnen Segensvollmacht: »Liebt eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen« (Luk. 6, 27. 28). Der Segensauftrag gilt allerdings nicht nur den Feinden gegenüber. Wir dürfen die verändernde Kraft des Segens wei-ter geben an Glaubensgeschwister, Ehepartner, Kinder, Mitarbeiter, Kranke. (Lies 4. Mose 6, 24-26; Hebr. 11, 20. 21.) Wir können beten: »Herr Jesus, ich segne . . . in deinem Namen und stelle sie/ihn unter deinen Schutz.«

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SONNTAG, 15. NOVEMBER

1. PETRUS 3, 10-12

Petrus sensibilisiert die Leser seines Briefes für ihr Verhalten in einer Um-gebung, in der sie vermehrt auf Ablehnung und Gegnerschaft gefasst sein müssen. Wie schnell kann Ungerechtigkeit und Kritik falsche Worte und Reaktionen hervorrufen. Doch »wer Böses tut, hat Gott frontal gegen sich« (U. Holmer). Zur Bekräftigung führt Petrus ein Zitat aus den Psalmen an: Psalm 34, 13-17. Auch im Alten Testament musste sich der Glaube des Einzel-nen an Wort und Tat messen lassen. Dabei ging es nicht nur um die Bereit-schaft, Böses auszuhalten und selber zu meiden. Als Gesegneter des all-mächtigen Herrn hält Gott nach positiver Aktivität Ausschau. »Gutes tun«, »Frieden suchen und ihm nachjagen« sind Formulierungen, die deutlich werden lassen, dass Entschlossenheit, Ausdauer und Mühe gefragt sind. (Vgl. 1. Mose 13, 5-9. 14-16. ) Eine Frau erzählt, dass sie nach einem Umzug von Seiten ihrer neuen Nachbarin nur Ablehnung erlebte. Diese beklagte sich über den Dreck und Lärm beim Neubau, über die verstellte Aussicht und behandelte sie wie Luft. Durch eine Freundin ermutigt, begann sie mit Segen zu antworten. Wenn sie morgens den Rollladen im Schlafzimmer hochzog, betete sie: »Lieber Herr, segne meine Nachbarin.« Wenn sie ihn abends herunterließ, lautete ihr Gebet: »Herr Jesus, ich segne sie in deinem Namen.« Außerdem bemühte sie sich, keinen Anlass zum Ärger zu geben und immer als erste freundlich zu grüßen. Nach vielen Monaten ergab es sich, dass das Eis brach und die Nachbarin ihr zuwinken konnte. Nach sechzehn Monaten anhaltenden Seg-nens gab es sogar ein entspanntes Gespräch über alltägliche Dinge. Noch immer ist langer Atem gefragt. Doch Segen ist wirksam. »Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden« (Röm. 12, 14. 17. 18; vgl. 1. Kor. 4, 12. 13).

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MONTAG, 16. NOVEMBER

1. PETRUS 3, 13-15

»Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn« (Ps. 27, 1. 3b). Ähnlich trutzig ermutigt Petrus, das Gute mit vollem Eifer zu tun. Daraus muss nicht zwingend Gefahr erwachsen. Aber selbst leere Drohungen können lähmen, einschüchtern und verstummen lassen. Wie viel mehr geben wirkliche Gefahren Anlass zu einem furchtsamen Rückzug. Der Men schen-furcht setzt Petrus die Gottesfurcht entgegen. Das sind keine Worte vom grünen Tisch gesprochen. Er hat an sich selbst erlebt, unter Druck allen Heldenmut schwinden zu sehen bis hin zur Lüge »Ich kenne Jesus nicht« (Mark. 14, 71). Und er hat andererseits unter ernster Bedrohung mit großem Freimut bekennen können: »Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben« (Apg. 4, 20). Deshalb rät er: »Heiligt den Herrn Christus in euren Herzen« (V. 15), das heißt: Räumt ihm den wichtigsten Platz ein und rechnet ganz praktisch mit seiner Macht und Gegenwart. In einem französischen Abreißkalender wird ein Vergleich mit Fischen der Tief see gezogen. Wie kommt es, dass Unterseebote mit zentimeterdicken Stahl wänden dem Druck in extremen Tiefen nicht standhalten können, wäh rend sich dort Fische mit einer Hautschicht von nur Millimetern munter bewegen? Der Druck innerhalb ihres Körpers entspricht genau dem Außen-druck. Wenn wir dem Druck dieser Welt gegenüber standhalten wollen, brauchen wir in uns eine Kraft, die dem Außendruck standhält. Die biblische Antwort lautet: Diese Kraft ist Christus in uns. »Der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist« (1. Joh. 4, 4; vgl. Kol. 1, 27). Nur durch ihn können wir siegreich standhalten und auch den Attacken des Feindes widerstehen. (Vgl. Joh. 16, 33.)

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DIENSTAG, 17. NOVEMBER

1. PETRUS 3, 15-17

Wir sollen nicht nur von Christus reden, wenn wir gefragt werden. Dazu ist unser Auftrag zu dringlich (Luk. 24, 46-48; 2. Kor. 5, 20). Aber wenn wir als Christen zur Rede gestellt werden, sollen wir Auskunft geben können. »Die hier verwendeten griechischen Wörter haben einen weiten Bedeutungsspielraum. Dadurch treffen sie alle Christen, jeden in seiner Lage. Ob ein Christ in ruhiger Zeit um ein Wort über die Hoffnung in ihm gebeten wird oder ob ein anderer in einem Verhör vor Behörden steht, jeder ist von Gott gefordert, immer bereit zu sein, und zwar für jeden« (U. Holmer). Den Anlass zur Stellungnahme sieht Petrus in der Hoffnung des Christen. In der Tat horchen Menschen auf, wenn sie hoffnungsfrohe Persönlichkeiten erleben. Entsprechende Fragestellungen bleiben nicht aus. Was lässt einen Menschen getroste Hoffnung haben angesichts einer unheilbaren Diagnose? Welche Hoffnung steht hinter dem getrösteten Abschied am Grab? Woraus erwächst hoffnungsvoller Einsatz, der auch materiellen Verlust annehmen und auf Macht und Ansehen verzichten kann? Was für eine Chance, wenn wir erzählen können, dass wir eine lebendige Hoffnung haben (1. Petr. 1, 3)! Paulus wünscht deshalb den Gläubigen: »Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes« (Röm. 15, 13). Wenn das Bekenntnis zu Jesus Kraft haben soll, hält Petrus einen weiteren Aspekt für wichtig: Es geht um das gute Gewissen, das Wort und Tat begleitet. Wichtiger als Abwesenheit von Leid ist die Ausrichtung auf Gott. Feinde und Kritiker sollen keinen anderen Anlass zur Anklage vorbringen können als die Freundschaft mit Gott (Dan. 6, 6). Dann zählt selbst Ungerechtigkeit und Leiden zu jenem Segen, von dem bereits Jesus in Matthäus 5, 10. 11 gesprochen hat.

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Mittwoch, 18. November

1. Petrus 3, 18

Unser normales Gerechtigkeitsempfinden lässt uns unverschuldetes Leiden als falsch und als sinnloses Unglück empfinden, das es unter allen Umständen abzuwenden gilt. Petrus zeigt auf, dass diese Einschätzung nicht der geistlichen Bedeutung entspricht. Er stellt seinen Lesern Christus vor Augen. Wenn jemand unverdient gelitten hat, dann er. Sein Leid als Gerechter, der doch nur Gutes tat, hat tiefgreifende Bedeutung. • Der Herr Jesus Christus hat uns auf diesem Weg, da er für unsere Sünde starb, mit Gott zusammengeführt (Jes. 53, 5; 2. Kor. 5, 21). Er hat nicht nur durch die Ungerechten, sondern er hat aus freiem Entschluss für die Ungerechten gelitten. Seine Wunden bedeuten Rettung (1. Petr. 2, 24). • Nach Verlust des irdischen, vergänglichen Lebens gewann er durch den Geist das Auferstehungsleben. Es bedeutet Sieg über Sünde und Tod (1. Kor. 15, 20. 54-57). Das stellvertretende Opfer von Jesus musste nur einmal geschehen und gilt für alle Zeiten. In dieser Hinsicht ist das ungerechte Leid von Jesus unvergleichbar. Dennoch soll es bedrängte Nachfolger aufrichten und aufzeigen, dass Leiden in seiner Spur nicht ohne Wirkung bleiben wird. Nie vergeudet Gott das Leben, Leiden und Sterben seiner Heiligen. (Vgl. Ps. 72, 14; 56, 9; 116, 15; Offb. 13, 10.) »Sag immer: Gott ist gut. Vertrau dich seinen Händen. Was er erlaubt und tut, das wird im Segen enden. – Sag niemals: Gott ist tot. Christus erstand zum Leben! Am Kreuz ist unsrer Not der Todesstoß gegeben. – Glaub fest: Wir sind geliebt. Nichts kann von Gott uns scheiden. Was immer uns betrübt, er steht uns bei im Leiden. – Frag Gott: Wo ist mein Ort, das Leid der Welt zu teilen? Die Tat gehört zum Wort, wenn Wunden sollen heilen. – So sage: Gott ist gut, wenn auch die Fragen brennen. Er gibt zum Leben Mut. Lass dich von ihm nicht trennen« (M. Krause).

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Donnerstag, 19. November

1. Petrus 3, 19. 20

Wiederholt hat Petrus auf das Leiden und Sterben seines Herrn hingewiesen, das Gottes leidenschaftlichen Rettungswillen offenbart (1. Petr. 1, 18. 19. 23; vgl. 1. Tim. 2, 4; 2. Petr. 3, 9). Aber ist Gott in der Durchführung seines Rettungsplanes wirklich gerecht? Was ist mit den Menschen, die wie jene Noah-Generation von Gott gerichtet wurden, ohne von Jesus Kenntnis zu haben? Petrus hat von Gott Einblicke in Zusammenhänge erhalten, die unsere Vorstellungskraft überfordern, weil sie in die unsichtbare Wirklichkeit hineinreichen. Es liegt deshalb in der Natur der Sache, dass er nur mit zurückhaltenden Worten Auskunft gibt, die manche Fragen offen lassen. Dennoch hilft er zu einer wesentlichen Klärung. Mit »Gefängnis« deutet er jenen Ort an, an dem die Toten, die im Unglauben gestorben sind, auf das Gericht warten. (Vgl. Luk. 16, 22. 23.) Wer aber im Glauben stirbt, darf wissen, dass er in der Gegenwart von Jesus sein wird. (Lies Phil. 1, 23; Luk. 23, 43; 2. Kor. 5, 1. 8.) Den Zustand der Verstorbenen vor der Auferstehung der Toten beschreibt Petrus mit der Bezeichnung »Geister«. Auch diese Menschen hat Gott im Blick. Wir bekennen im Apostolischen Glaubensbekenntnis: Jesus ist »hinabgestiegen in das Reich des Todes«. (Lies 1. Petr. 4, 6.) Jesus verkündigte im Totenreich seinen Auferstehungssieg, dem seine Auffahrt in den Himmel folgen sollte. Damit steht ein für alle Mal fest: Jesus ist nicht nur der Herr, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, sondern der Sieger, der auch im Totenreich (»dem unterirdischen Bereich«) die Oberherrschaft hat. (Lies Phil. 2, 9-11.) Die Verkündigung des auferstandenen Herrn im Totenreich spricht wohlgemerkt nicht von ihren Auswirkungen. Darum haben wir uns während unseres irdischen Daseins ernsthaft und anhaltend um die Evangelisierung der Menschen zu bemühen. »Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben«, bezeugt der Apostel Petrus vor dem Hohen Rat (Apg. 4, 20). Wie erfahren Menschen heute vom Rettungs-Angebot des Herrn Jesus Christus? Wie kann ich bei der Vermittlung des Evangeliums mitwirken?

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Freitag, 20. November

1. Petrus 3, 20. 21

Ausgehend von der Zeit der Sintflut entwickelt Petrus einen weiteren Gedanken: Die Rettung von Noahs Familie deutet er als ein Vorbild (wörtl. Gegenbild) für die Rettung durch Jesus, wie sie in der Taufe festgemacht wird. Es gilt zu beachten: • Die Taufe allein rettet nicht. Das Wasser bedeutete für die Menschen außerhalb der Arche Gericht und Tod. Wer leben wollte, musste Gottes Zufluchtsort in Anspruch nehmen. Noahs Familie folgte Gottes Ruf und wurde in der Arche durch die Wasserflut hindurch gerettet. Auch bei der Taufe geht es ihrem Sinn nach um Rettung durch das Wasser des Gerichtes. Sie zeigt an, dass der alte Mensch sterben muss. Der Sünder wird »ertränkt« (Röm. 6, 4-11). Sein Zufluchtsort ist das Kreuz. Wer leben will, ist gerufen, sich bei Jesus zu bergen. Petrus beschreibt diese Bergung bei Gott mit der Bitte um ein reines Gewissen. Im Bewusstsein der eigenen Schuld unterstellt sich der Mensch Gott. Nicht der äußere, sondern der innere Mensch muss gereinigt und erneuert werden. Allein Gottes Wort und Geist können die Gewissheit schenken, von ihm angenommen zu sein (Röm. 8, 16). • Taufe und Nachfolge sind nicht voneinander zu trennen. Der Wunsch nach dem guten Gewissen, mit Gott im Einklang zu sein, kann kein einmaliges Ereignis bleiben. Dankbarkeit und Liebe fragen immer wieder nach dem Willen Gottes. In seinem Bemühen um praktische Anwendung ist der Glaubende nicht auf sich selbst geworfen. Der Hinweis auf den Auferstandenen gewinnt hier entscheidende Bedeutung. Durch die Auferstehung hat Gott der Welt gegenüber besiegelt, dass der Tod seines Sohnes für die Sünden der Menschen gültig ist. Die Kraft und Macht des Auferstandenen ist nun für alle da, die ein bewusstes Leben in der Nachfolge führen wollen (Röm. 1, 18-20; Eph. 1, 18-20; Gal. 2, 20; 5, 22).

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Samstag, 21. November

1. Petrus 3, 22

Petrus schreibt als Augenzeuge des Auferstandenen. Er war dabei, als Jesus seinen Jüngern zusprach: »Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden« (Matth. 28, 18). Er war Zeuge der Himmelfahrt (Luk. 24, 51) und bezeugte das Geheimnis seiner Erhöhung (Apg. 2, 33-36; vgl. Mark. 16, 19; Matth. 26, 64; Apg. 7, 55). Jesus Christus ist durch Leiden als Sieger hervorgegangen. Der zurückliegende Textabschnitt entfaltet die Folgen mit weitem Horizont: Seine Macht reicht hinein ins Totenreich (1. Petr. 3, 19. 20), gilt den Lebenden auf Erden (V. 21) und umfasst die unsichtbare Wirklichkeit (V. 22). Durchgängig bezeugt das Neue Testament die Regierungsmacht des Gekreuzigten und Auferstandenen. • Er ist zur Rechten Gottes und vertritt uns (Röm. 8, 34). • Unsere Wünsche und Ziele sollen sich an dem Auferstandenen orientieren, der zur Rechten Gottes sitzt (Kol. 3, 1). • Der Platz zur Rechten der Majestät gehört ihm als Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit (Hebr. 1, 2-8). • Seine Herrschaft zur Rechten des Thrones Gottes ist umso eindrucksvoller, da er freiwillig Kreuz und Schande auf sich nahm (Hebr. 12, 2. 3). Auch dem Apostel Paulus ist es wichtig, dass Christusnachfolger zunehmend erfassen, wie groß seine Macht und Stärke ist. Der Vater der Herrlichkeit hat Christus »von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles« (Eph. 1, 20-22). Dieses Wissen entlastet: Ich bin alle-zeit in Gottes Hand. Es tröstet: Er versteht mein Leiden und wandelt es zum Segen. Es ermutigt: Ich bin mit dem verbunden, der in Ewigkeit regiert und seinen Plan vollendet.

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GOTT TRITT DEN ÜBERHEBLICHEN ENTGEGEN – 1. MOSE 11, 1 - 12, 3

SONNTAG, 22. NOVEMBER

1. MOSE 9, 19; 11, 1-4

1. Einheit macht stark (1. Mose 11, 1-4) . Die Völkertafel in 1. Mose 10 stellt uns das riesige Völkermeer vor Augen: Die Nationen bilden vor Gott eine große Menschenfamilie. Und doch tritt die Menschheit in eine Welt der Grenzen und Beschwernisse ein: Die weltweite Verbreitung der Völker vollzieht sich »nach ihrer Sprache, nach ihren Sippen, in ihren Nationen« (10, 5. 20. 31). Jedes Volk besaß also sein Land und seine Sprache. Wird nun Kapitel 11 mit der Feststellung eröffnet »Und die ganze Menschheit hatte eine Sprache und einen Wortschatz«, so ist das nur ein scheinbarer Widerspruch. Denn auch der Stammbaum von 1. Mose 10 geht von einer Sprache aus, wenn er die Völker auf die drei Söhne Noahs zurückführt. Brüder haben normalerweise dieselbe Sprache. Irgendwann kam es zum Zusammenbruch der einen Menschheitssprache, als sich geraume Zeit nach der Sintflut die damalige Welt in Bewegung setzte und sich in einer weiten Tal-Ebene zwischen Euphrat und Tigris im babylonischen Land Schinar niederließ, um dort zu wohnen. Der Mensch braucht eine Unterkunft, ein Zuhause, ein Eigenheim, eine Wohnung. Häuser werden gebaut. Da Bruchsteine und Mörtel an bestimmte Fundorte gebun-den waren, löste man sich von diesen bekannten Baumaterialien. Ziegel-bren nereien prägten das Bild. Asphalt diente den Bauleuten als Mörtel. Kreativität, Sachkenntnis, Fleiß, Energie, Sorgfalt, Ausdauer und nicht zu-letzt erfreuliche Teamarbeit sind als gute Gaben Gottes in die Verantwortung des Menschen gestellt. Entscheidend wird sein, mit welcher inneren Ein stel-lung der Mensch seine Arbeit verrichtet: »Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn« (Kol. 3, 17; vgl. Ps. 127, 1. 2; 1. Kor. 10, 31) .

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MONTAG, 23. NOVEMBER

1. MOSE 11, 2. 4

Auch in den Völkern nach der Sintflut schlummerte die Sehnsucht nach dem verloren gegangenen Paradies. »Im Osten« hatte Gott einst »einen Garten« gepflanzt (1. Mose 2, 8) und dem Menschen ein herrliches Zuhause ge schaf-fen. Nach dem Einbruch der Sünde aber trieb der Herr den Menschen aus dem Paradiesgarten »und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen« (1. Mose 3, 24). Das Paradies auf Erden ging der Menschheit verloren. Die Sehnsucht aber nach dem geborgenen Schutzraum in Gottes liebender Nähe blieb. Und so zieht es die damalige Welt »nach Osten«. Die Sehnsucht nach Harmonie, nach Frieden, nach dem inneren Gleichgewicht, nach Einheit ist aber beschädigt von einer tiefsitzenden Angst, der Furcht vor Zerstreuung. Das Heimweh nach dem Paradies lebt unverkürzt weiter. Aber der Heimweg ist mit des Menschen Eigenmächtigkeit gepflastert: »Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir nicht über die ganze Erde zerstreut werden.« Fest entschlossen tun die Menschen etwas gegen das Angst- und Unsicherheitsgefühl. Gemeinsam planen sie ein Bollwerk gegen alle Sorgen-ängste und Konflikte, ein Machtzentrum der Sicherheiten und Über zeu gun-gen. Eine Befestigungsanlage mit allem Drum und Dran: Stadt, Stadtmauer, Turm. Alle Energien konzentrieren sich auf das grandiose Bauvorhaben. »So weht um den Bauplatz zu Babel die Atmosphäre der 98- und 99-prozentigen Einstimmigkeit. Kein Miesmacher und Meckerer, kein Pessimist, kein Spiel-verderber kommt jetzt mehr auf. Das Werk muss gelingen« (W. Lüthi). Welch ein Kontrast zu Sprüche 14, 26; 18, 10; Psalm 31, 3. 4; 61, 4; 71, 3! Warum kann das Bauvorhaben im Land Schinar nicht gelingen? – Mit welcher Ge-sin nung »bauen« wir unsere Ehen und Familien, unsere Freundschaften und Gemeindekreise? (Vgl. 1. Kor. 3, 9 -11. )

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DIENSTAG, 24. NOVEMBER

1. MOSE 11, 4

Im gemeinsam angepackten Bauvorhaben saß von Anfang an der Wurm. Denn das Projekt »Babel« fing ohne Gott an. Die Menschen verwirklichen Ein heit und Gemeinschaft an Gott vorbei. Ein wenig »Religion« ist natürlich dabei. Die Spitze des Turms soll schließlich den Himmel erreichen. Doch bei Licht besehen ist der gigantische Steinriese eine Spitze gegen Gott. Es geht den Menschen gar nicht um den Namen Gottes, sondern um ihren eigenen Namen. »Anstatt an den ewigen Gott zu glauben, verewigen sie sich selbst« (W. Lüthi). Ob hier niemand merkt, dass die Einflüsterungen des Versuchers »ihr werdet sein wie Gott« laut werden? (Vgl. Jes. 14, 13. 14.) Ob niemand weiß, dass es allein bei Gott steht, den Namen des Menschen groß zu machen? (Siehe 1. Mose 12, 2.) Ob niemand daran denkt, dass alle mensch-lichen Verewigungsversuche der Vergänglichkeit unterworfen sind? »Man hat hier Gelegenheit, zutiefst zu erschrecken über der Entdeckung, was für ein vielschichtiges Wesen wir Menschen sind. Zusammen mit viel gutem Wil len, neben hohen Idealen gibt es in unserer Seele andere Schichten, Hunger nach Einfluss, Geltung, Macht und Ehre. Diese Tiefen der mensch-lichen Seele werden in der alten Geschichte vom ›Turmbau zu Babel‹ abge-deckt und liegen hier nackt vor uns. So ist offenbar der Mensch ohne Gott. Nicht nur wenn wir unsere babylonischen, unsere nationalen und inter-nationalen Türme bauen, nein, auch schon da, wo jeder von uns seine priva-ten Türmchen plant und bastelt, ja auch da, wo wir Kirchtürme bauen, ist das Erhabene und das Gemeine nah beieinander. Dem Menschen mit und ohne Gott gelingt manches. Eines gelingt ihm nie: loszukommen vom Eige-nen. Da bedarf es des Arztes« (W. Lüthi). Wir haben einen Arzt, einen heil-kundigen Fachmann, einen einzigartigen Helfer. (Vgl. 2. Mos e 15, 26; Ps. 103, 3; Jes. 53, 4. 5; Mark. 2, 17; Luk. 19, 10. )

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MITTWOCH, 25. NOVEMBER

1. MOSE 11, 4. 5; PSALM 14, 2 2.

Gott bricht dem stolzen Denkmal die Spitze ab (1. Mose 11, 5-9). Das Herabfahren Gottes ist die Gegenbewegung zum hochmütigen Hinauf-streben des Menschen. In den Augen der Menschen nimmt sich ihre Kultur-tüchtigkeit unermesslich und grandios aus. In den Augen Gottes erscheint das »Bravourstück Babel« erbärmlich, kümmerlich, ja lächerlich. »Wie ein Ameisenhaufen nimmt sich das Riesenwerk von oben aus. Gott muss erst hinabfahren, um es zu sehen – ein grimmiger Spott auf den gewaltigen Ein-satz zusammengefasster Menschenkraft« (H. Frey; vgl. Ps. 2, 4; 59, 9). Schon einmal hatte die Bibel ausdrücklich vom Kommen Gottes zu den Menschen berichtet. Nachdem Adam und Eva auf die Worte des Versuchers gehört und sich vom Gebot Gottes gelöst hatten, suchte Gott selber seine ungehorsamen Menschenkinder auf, um sie zur Rede zu stellen (1. Mose 3, 8ff). Und später, zur Zeit Abrahams, lesen wir, dass der Herr »hinabging«, um persönlich die Lage in Sodom und Gomorra zu prüfen (1. Mose 18, 21). Obwohl der Herr alles weiß und es nicht nötig hat, sich über Zustände und Umstände zu informieren, sind ihm die Menschen nicht gleichgültig. Um des Menschen willen geht Gott auf ihn zu und nimmt das Geschehen höchstpersönlich in die Hand. Er selbst entscheidet über Gericht und »Heim-suchung«. »Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen« (Hebr. 10, 31). An einer Nahtstelle der Geschichte aber hat Gott den Schrecken in Freude verwandelt, dort, wo er selbst in seinem Sohn zu uns gekommen ist (Joh. 3, 13; 1, 14), nicht um uns zu richten, sondern zu retten. (Lies Matth. 1, 21; Joh. 3, 16-18; 1, 12; Apg. 4, 12.) Ihm darf ich mich völlig anver-trauen. – Noch einmal wird der Herr zu uns »herabkommen« (1. Thess. 4, 16. 17). Dann bringt er uns nach Hause, in seine ewige Welt. Dann werden alle Schrecken, Schocks und Schwächen überwunden sein.

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DONNERSTAG, 26. NOVEMBER

1. MOSE 11, 5-7

Der selbstherrliche Mensch, der sich im babylonischen Denkmal selbst zu verewigen gedachte, der autonome Mensch, der den Himmel erstürmte und danach strebte, Gott gleich zu werden, ist der grenzenlose Mensch, der Macht mensch. Von ihm sagt der Herr: »Nun wird den Menschen nichts mehr unmöglich sein, was immer sie sich vornehmen zu tun.« Eine Menschheit, die sich nur noch mit sich selbst verbunden weiß, hat die Hände zu allem, das heißt zu jeder Maßlosigkeit, frei. Dabei war das Geschenk der einen Spr ache Vor aus s et zung f ür r ei bungsl os e Ver s t ändi gung der Mens chen unter-einander. »Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns.« Wenn sich schon der Beginn dieses ge-schlossenen Kraftaktes so überdimensional, so monumental zeigte, wie erst würde da die Fortsetzung aussehen? »Gott erkennt in diesem ungeheuren Kulturwerk nur den Anfang einer in der Tat vor Riesen- und Weltausmaßen nicht haltmachenden Entwicklung der Menschheit« (H. Frey). Der Herr weiß, wie ungeheuerlich die Folgen der absoluten Autonomie des Menschen sind. Darum setzt er der beginnenden Grenzenlosigkeit des Menschen eine Grenze: »Lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren.« »Mit die-sem ›Dort‹ wird unterstrichen, dass eben an dem Punkt, wo die Menschheit ihre Größe, ihren Ruhm, ihre Unsterblichkeit und Macht durchzusetzen glaubt, – ihr Weg ins Elend, in die Machtlosigkeit, ins Widereinander, in die Zerstreuung und in die Verwirrung sich auftut« (H. Frey). »Es rächt sich, dass du mir den Rücken gekehrt hast. Sieh doch ein, wie schlimm und bitter es ist, dem Herrn, deinem Gott, davonzulaufen und ihn nicht mehr ernst zu nehmen! Ich, dein Gott, der Herr der ganzen Welt, sage das« (Jer. 2, 19; aber: Hiob 22, 29; Jes. 57, 15; 1. Petr. 5, 6-9).

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FREITAG, 27. NOVEMBER

1. MOSE 11, 7

Dem zweifachen Entschluss der Menschen »Wohlan, lasst uns!« (V. 3. 4) setzt Gott sein überlegenes Machtwort entgegen: »Wohlan, lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!« Gott zerbricht der Menschheit das Fundament ihrer übersteigerten, unmäßi-gen Selbstsicherheit, indem er das Einheitsband »Sprache« zertrennt. Wört-l ich über setzt heißt es: »dass kei ner des ander n Sprache hören kann«. Es gibt das akustische und geistige Hören. Wir brauchen aber besonders das Hören mit dem Herzen. Hier geht es nicht nur um Worte, sondern auch um Emp-fin dungen, »Zwischentöne«, um die Bereitschaft, sich selbst zurückzu neh men, sich auf den Gesprächspartner wirklich einzulassen und ihm mit Ver trau en entgegenzukommen. Wer nicht zuhört, vermag auch nicht zu ver stehen. Wer den andern nicht versteht, tauscht mit ihm vielleicht nur Höfl ich keiten aus. Daran kann eine Gemeinschaft im Kleinen wie im Großen zerbrechen. Das Zerbrechen einer Gemeinschaft, die Entstehung von Zank und Zwist, Uneinigkeit und Unfrieden beginnt mit dem Nicht-mehr-hören-Können. Jede Nation spricht ihre eigene Sprache. Sie spricht gewissermaßen mit einer Zunge. Und doch geschieht es – auch im Raum der Jesusgemeinde –, dass wir einander nicht verstehen, einander falsch beurteilen und falsch deuten bis hin zu Verleumdung und Trennung. Wie können wir einander helfen? Beziehen wir in unser Nachdenken folgende Hinweise mit ein: Psalm 34, 14; 51, 17; 119, 171. 172; Matthäus 5, 33-37; 15, 8. 11; Jesaja 42, 20; Epheser 4, 29; Kolosser 3, 8; 1. Petrus 2, 1. Vor allem aber benötigen wir das Hören auf Gottes Stimme in seinem Wort und das Gespräch mit ihm (Ps. 5, 4). Bei dem Herrn können wir unser Herz ausschütten, ihn um Vergebung, um Rat und Weisheit bitten und vor allem für unseren Mitmenschen beten. Wer für den anderen betet, kann ihm nicht mehr die kalte Schulter zeigen und ihn in seinem Herzen nicht länger links liegen lassen.

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SAMSTAG, 28. NOVEMBER

1. MOSE 11, 7. 8

»Ein Baustopp vom Himmel herunter. Ein Baustopp Gottes. Höchst anstößig. Tief ärgerlich. Man fragt sich: Warum geht Gott so vor? Ist er eifersüchtig auf die Selbstständigkeit der Menschen? Mag er es nicht ertragen, entbehrlich zu s ei n? . . . Gleicht Gott jenem griesgrämigen Großvater, der aus dem dritten Stock seinen Enkelkindern zuschaut, wie diese unten im Hinterhof ›Gärtlis spielen‹, und nichts Eiligeres tun konnte, als mit dem Lift herniederfahren und den Kleinen ihr Gärtchen mit seinen Schuhen zu zertreten? – Dumm-dreistes Missverständnis! Wie wenn Gott in seinem eigenen Interesse hernie-dergefahren wäre! Nicht seinetwegen, unsretwegen geschieht es jeweilen, wenn Gott herniederfährt. Es ist Gott bekannt, dass alles, was immer wir Menschen ohne Gott und gegen Gott unternehmen, sich früher oder später zum Nachteil, zum Schaden der Menschen ausreift und auswirkt. Im gott-feindlichen Tun ist ein menschenfeindlicher Bazillus verborgen. In jedem gottfeindlichen Unternehmen ist sozusagen eine menschenfeindliche Zeit-bombe versteckt eingebaut, die früher oder später platzt. Und je höher ein menschliches Unternehmen ohne Gott sich auftürmt, umso tiefer ist dann der unvermeidliche Fall, umso größer die Zahl der Menschenleben, die solch ein Turm beim Einsturz unter sich zu begraben pflegt. So ist es nicht zum Ausdenken, was aus jenem Menschengeschlecht geworden wäre, wenn Gott jenen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reichen sollte, ungehindert hätte fertigbauen lassen. Mit seinem Niederfahren und Eingreifen, mit sei-nem Baustopp nimmt Gott jenes Geschlecht ohne Gott vor sich selbst in Schutz. Wenn Gott herniederfährt, auch wenn es zum Gericht geschehen muss, ist es zu unserem Heil. Gott ist Liebe. Liebe auch und erst recht im Gericht« (W. Lüthi). (Vgl. 1. Mose 3, 22-24; 4, 10-16. ) Die Adventssonntage, der Heilige Abend und die Christfesttage unterbrechen die fortlaufenden Themen mit jeweils eigenen Tagesabschnitten. (Siehe Inhaltsverzeichnis)

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SONNTAG, 29. NOVEMBER, 1. ADVENT

PSALM 24, 7-10

Psalm 24 ist ein kurzes, aber majestätisches Loblied auf Gott, den »König aller Könige und Herrn aller Herren«, und gehört zu den Königspsalmen. Vielleicht wurde es zum ersten Mal gesungen, als König David die Bundeslade nach Jerusalem überführte (2. Sam. 6, 1-5. 12-15). Endlich konnte Israel wieder seine herrlichen Gottesdienste feiern; denn Gott selber war ins Heiligtum »eingezogen«. Der Herr der Herrlichkeit war zu ihnen gekommen. Jahre später, nachdem der Tempel errichtet und die Bundeslade in dieses prachtvolle Bauwerk gebracht worden war, hielt die Herrlichkeit Gottes dort Einzug (1. Kön. 8, 1-6. 10. 11). Unter dem Eindruck dieser majestätischen Ankunft Gottes betete Davids Nachfolger, König Salomo, Gott an: 1. Könige 8, 22-53. Es ist ein Gebet, das Gott selbst bestätigt hat: »Ich habe dein Gebet erhört. Ich habe diesen Tempel, den du gebaut hast, erwählt und zu einer Stätte gemacht, an der mein Name wohnt für alle Zeiten. Meine Augen sind stets auf dieses Haus gerichtet, dort ist mein ganzes Herz euch zugewandt« (1. Kön. 9, 3). Doch Gott hatte noch einen größeren Plan: Er wollte sein Volk nicht nur an heiliger Stätte in Jerusalem besuchen, sondern der ganzen Welt sein ganzes Herz zuwenden. Er selbst wollte als Mensch bei uns auf der Erde Einzug halten und damit allen Menschen den Zugang zum Himmel, zu seinem ewigen Reich, dem Reich seiner großen Liebe, öffnen. Mit der Geburt seines Sohnes zeigt Gott uns sein Herz. Ob wir jetzt Johannes 3, 16 einmal auswendig sprechen und über einzelne Aussagen und ihre Bedeutung nachdenken? Zum Beispiel: So sehr (mit der ganzen Kraft seines Her-zens . . . ) – hat Gott (nicht irgendeiner, sondern der Größte, der Heilige, der G e r e c h t e . . . ) – die Welt (voller Gewalt, Schamlosigkeit, Hochmut, Lüge, Lieblosigkeit . . . ) – geliebt (ihr nicht die kalte Schulter gezeigt . . . ) – dass er (seiner Liebe gemäß) . . .

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MONTAG, 30. NOVEMBER

1. MOSE 11, 6-8 3.

Babylon ist mitten unter uns.

Die Geschichte vom Turmbau zu Babel macht gerade uns Menschen des 21. Jahrhunderts schwer zu schaffen. Gewöhnlich machen wir das Scheitern guter Werke und Projekte an der Bosheit des Menschen fest. »Hier aber wird uns das unbegreiflich Anstößige gesagt, dass ein Geschlecht auch an seinen idealen Zielen und Bestrebungen zuschanden werden kann, wenn es an-fängt, das Gute ohne Gott, aus eigener Kraft zu verwirklichen. Man kann an seinen Lastern verderben. Aber auch an seinen Tugenden. Man kann zu den Gesunden gehören, die des Arztes nicht bedürfen. Man kann am Arzt, am ewigen Heil, man kann an Christus vorbeileben. Die Erkenntnis, dass man auch mit seinen bestgemeinten Absichten scheitern kann, hat etwas tief Demü tigendes an sich. Es gilt hier sehr darüber zu wachen, dass wir uns durch diese Einsicht nicht entmutigen lassen. Denn Scheitern soll uns nach Gottes Absicht und Willen nicht zum Unheil, sondern zum Heil gereichen« ( W. Lüthi). Gerade dann, wenn mich mein Scheitern einholt und überrennt, will ich mich nicht in Resignation stürzen, sondern in Gottes Zusagen hinein fallen lassen. (Vgl. Jes. 38, 17; 55, 7-9; Jer. 33, 6-11; Hebr. 12, 10. 11. ) Warum darf ich so wagemutig, so beherzt in Gottes Ehrenwort »hinein-springen«? Weil Gott in seinem Sohn Jesus Christus zu uns herniederge-kommen ist. Bis dorthin, wo er am Kreuz stirbt und meiner Verzweiflung und Entmutigung, meinem Hochmut und Idealismus abstirbt. Ich darf mich an den Hals meines gekreuzigten Heilands hängen und innewerden, dass er mich mitnimmt in seinen Tod und seinen Auferstehungssieg. Fortan gewährt er mir, aus seiner Kraft und Liebe zu schöpfen, zu wirken, zu leben. Ich gehöre nicht mehr mir selbst, sondern ihm und ihm allein! (Lies Röm. 6, 4-11; Eph. 2, 8-10. )

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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Gottes Absicht und Willen nicht zum Unheil, sondern zum Heil gereichen« ( W. Lüthi). Gerade dann, wenn mich mein Scheitern einholt und überrennt, will ich mich nicht in Resignation stürzen, sondern in Gottes Zusagen hinein fallen lassen. (Vgl. Jes. 38, 17; 55, 7-9; Jer. 33, 6-11; Hebr. 12, 10. 11. ) Warum darf ich so wagemutig, so beherzt in Gottes Ehrenwort »hinein-springen«? Weil Gott in seinem Sohn Jesus Christus zu uns herniederge-kommen ist. Bis dorthin, wo er am Kreuz stirbt und meiner Verzweiflung und Entmutigung, meinem Hochmut und Idealismus abstirbt. Ich darf mich an den Hals meines gekreuzigten Heilands hängen und innewerden, dass er mich mitnimmt in seinen Tod und seinen Auferstehungssieg. Fortan gewährt er mir, aus seiner Kraft und Liebe zu schöpfen, zu wirken, zu leben. Ich gehöre nicht mehr mir selbst, sondern ihm und ihm allein! (Lies Röm. 6, 4-11; Eph. 2, 8-10. )

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