Mittwoch,1.März Johannes 14,25.26; 16,13.

Der Heilige Geist ist unser Lehrer und Erinnerer. "Der Heilige Geist wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe." In den praktischen Situationen des Alltags, in denen es darauf ankommt, dass wir die Worte Jesu parat haben, um richtig reagieren zu können, erinnert er uns daran. Er ist auch unser Beistand beim Bibellesen. Sonst geht es so, wie jemand es einmal ausdrückte: "Wenn ich die Bibel lese, ist es mir, als müsste ich trockenes Stroh essen." Das ist Bibellesen ohne den Heiligen Geist. Aber wir dürfen Gott um seinen Geist bitten, ehe wir unsere Bibel aufschlagen. Er will es uns schenken, dass sein Wort uns anspricht und wir Hilfe finden für unsere Probleme. (Lies Luk.12,12; 1.Kor.2,9-14; Ps.119,105.162; 1.Joh.2,20.27; Jer.15,16; 31,34.)Es besteht ein wunderbares Zusammenwirken zwischen dem Wort Gottes und dem Heiligen Geist. Durch ihn ist Gottes Wort eingegeben. Deshalb kann er es auch auf uns anwenden und es in unserem Herzen lebendig machen. "Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk ausgerüstet" (2.Tim.3,16.17; lies 2.Petr.1,20.21). So wirken der Heilige Geist und das Wort Gottes zusammen. Niemals wirkt der Heilige Geist gegen das Wort der Schrift! Wer tiefere Gemeinschaft mit Jesus haben möchte, sollte sich mehr Zeit für seine Bibel nehmen. Das Echtheitszeichen des Heiligen Geistes ist es, dass er uns Jesus groß macht. "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen."

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Donnerstag,2.März Johannes 14,25.26; 1.Johannes 4,13.

"Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe, und euch helfen, es zu verstehen." Magister Hellmuth Frey berichtete, wie er als junger Pfarrer bei einer Freizeit das Wirken des Heiligen Geistes erfuhr. Pastor Erich Schnepel redete von dem guten Hirten, der keins der Seinen fallen lässt. Während seiner Ausführungen war es Frey, als ob die Umgebung vor ihm versänke und nur noch ein Unsichtbarer mit ihm Zwiesprache halte. "Ich spürte, dass mich eine bisher nicht gekannte Traurigkeit und zugleich unaussprechliche Freude durchdrangen. Gefühle vergehen. Sie vergingen auch bei mir. Bleibend aber war: Ich erkannte, dass ich auf eine mir bis dahin unbekannte Großmacht gestoßen war. Ich wusste von dieser Stunde an um 'den Herrn, den Heiligen Geist'. Was für ein Umsturz damit in mein Leben getreten war, sollte mir erst allmählich zum Bewusstsein kommen. Wenn ich auf der Kanzel stand, hatte ich früher gemeint, mit der letzten Faser meines Lebens mich für den Herrn einsetzen zu müssen. Jetzt fühlte ich, ich müsse nach Möglichkeit zurücktreten und einem andern Raum geben. Bei seelsorgerlichen Gesprächen ging mir auf, dass der Herr der Seelsorger ist und ich nur Werkzeug sein könne, wenn und solange er mich einsetzt. Bei Entscheidungen ebenso wie in Gesprächen lernte ich kennen, dass es so etwas gibt wie ein mir bis dahin unbekanntes Lauschen auf eine Stimme, die manchmal spricht, manchmal sich versagt. Meine soziale Arbeit, die mich ein Stück meiner Gesundheit gekostet hatte, enthüllte sich mir immer mehr als Leerlauf. An Stelle der Aktivität wurde das Wichtigste das Gebet. - Vorher war mir die Bibel ein historischer Niederschlag gewesen. Nun wurde sie zur Anrede Gottes an mich." (Lies Mark.1,8; Luk.2,25.26; 11,13; Apg.1,8; 4,31; 8,29; 16,6.7.)

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Freitag,3.März Johannes 14,16.18.25.26; 2.Korinther 3,17.18. "Solches habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin; der Beistand aber, der Heilige Geist, den mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."Unser Abschnitt spricht deutlich vom dreieinigen Gott: Der Sohn redet zu uns, was der Vater ihm sagt. Der Heilige Geist lässt das Wort in unserem Herzen aufleuchten, erklärt es uns und übersetzt es in unseren Alltag. Wir können Gott danken und uns freuen, dass der Heilige Geist unser unsichtbarer "innerer Lehrer" ist, der zu uns redet, uns korrigiert, erzieht und erneuert, uns erinnert und führt und uns ins Gebet zieht und drängt. Er ist nicht nur eine unpersönliche Kraft, sondern eine Person, die uns die fortdauernde Gegenwart Jesu bringt und uns in sein Bild umwandelt. Das ist sein Ziel. (Lies Röm.8,11.29; 1.Kor.15,49; 2.Kor.4,6.7; 1.Joh.3,2.) Als Velcurio, Professor zu Wittenberg, krank lag, besuchten ihn seine Freunde und erkundigten sich, wie es ihm geht. Er antwortete fröhlich: "Der Vater hat mich lieb, der Sohn ist mein Erlöser, der Heilige Geist mein Tröster. Wie sollte ich traurig sein können?" - Gerade in unserer Zeit der Verwirrung auf religiösem Gebiet gilt, was schon in der Zeit des Nationalsozialismus geraten wurde: "Predigt heute nur ja den dreieinigen Gott und lasst euch auf nichts anderes ein. Dadurch allein schon scheidet ihr die Geister und zwingt sie, dass sie sich selber scheiden. Sagt es so oft wie nur möglich: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Der Gott der Christen ist der dreieinige Gott!" (Th.Häcker). (Lies Joh.5,23; 15,26; 1.Joh.2,23; Matth.28,19; 2.Kor.13,13.)

WAS JESUS SEINEN GEMEINDEN ZU SAGEN HAT

Der Brief an die Gemeinde in Sardes

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Samstag,4.März Offenbarung 3,1-6; Psalm 143,8.10.

Die Briefe an die kleinasiatischen Gemeinden sind heute noch aktuell. Wir erfahren vom Herrn direkt, worauf es ihm im Leben der Seinen ankommt. Jede Gemeinde hatte ihr Gesicht, jede Gemeinde bekam ein anderes Wort. Sardes war einmal eine schöne und reiche Stadt, die Hauptstadt des Königreiches Lydien. Kyrus, der medische König, der das Perserreich gründete und den nach Babel verschleppten Juden die Heimkehr nach Israel ermöglichte (2.Chron.36,22.23; Esra 1,1.2), hatte bei seinem siegreichen Feldzug auch den reichen lydischen König Krösus vom Thron gestürzt und sein Land erobert. Von dieser Zeit an war Sardes nur noch eine Provinzstadt. Eine kleine Zahl ihrer Bewohner fand einen anderen König, der unendlich viel reicher als Krösus und unvergleichlich mächtiger als Kyrus ist: Jesus Christus, den „König aller Könige und Herrn aller Herren“ (Offb.19,16; lies Joh.1,49; 18,37; 1.Tim.6,15.16). In Sardes gab es also eine Christengemeinde. Von den anderen Gemeinden wissen wir, dass sie es schwer hatten. Sie litten unter Verfolgung, hatten es mit Irrlehrern zu tun (Offb.2). Wie war es in Sardes? Hätte jemand die Christen dort gefragt, so hätte man wohl zur Antwort bekommen: Es geht uns gut. Gut ging es ihnen, wie es auch uns heute gut geht. Während unzählige Christen in der Welt leiden, sogar gewaltsam sterben, haben wir noch die ganze Freiheit, als Christen zu leben und die Botschaft weiterzugeben. (Lies 2.Kor.5,10-20.) Ging es der Gemeinde in Sardes aber wirklich gut? Nein! Sie stand in großer Gefahr, denn Jesus Christus, ihr König und Herr, hatte seinen Platz nicht mehr in ihrer Mitte. Jesus aber ließ die Christen in Sardes nicht laufen, er sprach sie auf ihren Zustand an, weil er sie vom Todesweg auf den Lebensweg zurückbringen wollte. (Lies Spr.1,23.24; Hos.6,1.)

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Sonntag,5.März Offenbarung 3,1; Jeremia 17,10.

Schein oder Wirklichkeit

Dass Jesus um unsere Lage weiß, das kann für uns sehr tröstlich sein. Haben wir nicht manchmal geseufzt: Ach, Herr, du weißt, wie es um mich steht, du kennst meine Lage. Und wir erfuhren: „Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt die, die ihm vertrauen.“ Aber kennen wir auch den Zustand, wo es uns peinlich ist, dass Jesus alles weiß, jeden Schritt von uns kennt? „Siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles weißt.“ (Lies Jer.23,24; Mark.2,8.) - In den ersten Briefen sahen wir, dass Jesus sich den Gemeinden ihrem inneren Zustand entsprechend vorstellte. Das tut er auch bei Sardes. Er bezeichnet sich als den, „der die sieben Geister Gottes hat“. Das heißt, dass bei dem zum Himmel erhöhten Herrn die Fülle des Geistes ist, das heißt, alle Kräfte der Gnade und des Segens sind bei ihm. Alles, was die Gemeinde braucht, hat nur er. (Vgl.Jes.11,2; Luk.11,13; Joh.4,14.) „Er hat die sieben Sterne.“ Die Gemeinden werden mit Sternen verglichen, die Jesus in das Dunkel dieser Welt gesetzt hat. Er weiß, wo ein Stern nicht mehr im göttlichen Licht steht, wo ein Licht unter den Scheffel gestellt ist, sodass es erstickt. Er freut sich aber auch, wenn ein „Stern“ ihm die Treue hält und das Licht der Liebe Gottes hell leuchtet. (Lies Ps.34,6; Apg.6,15; Phil.2,14.15.) Jesus Christus als Herr der Seinen übersieht nichts, vor ihm kann man nichts verbergen. Mögen wir immer wieder über etwas hinweggehen, etwas übersehen, Jesus übersieht nichts. Das Verborgene unseres Herzens ist vor ihm offenbar. Nichts ist ihm mehr zuwider, als wenn wir an einer Form der Frömmigkeit festhalten, ohne dass unser praktisches Leben dahinter steht. Manches gilt heute als „lebendig“ und ist doch nicht von Gottes Geist gewirkt.

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Montag,6.März Offenbarung 3,1; Matthäus 15,8.

Im Gemeindebrief an Sardes lesen wir nichts von Irrlehrern und von Verführung, auch nichts von Verfolgung. Warum ließ der Teufel die Gemeinde in Ruhe? Nach dem Urteil des Herrn: weil sie tot war. Nach außen stimmte zwar alles. Vermutlich hatten sie einen guten Gottesdienstbesuch. Es gab immer neue Ideen, viele Programme, viele Kreise. Die Gemeinde hatte Anziehungskraft. Vielleicht kamen sogar Christen aus anderen Gemeinden, um von ihnen zu lernen. Es lief alles - und doch sagte Jesus: „Ich weiß deine Werke, du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot.“ Welch ein unbestechliches Urteil des wahrhaftigen Herrn! Vom Himmel her sieht manches anders aus. Jesus kann man nicht täuschen, er sieht bis auf den Grund (Offb.2,18-29; 3,14-19). Eine tote Gemeinde! Ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst? „Ich bin das Leben“, sagte Jesus seinen Jüngern, und „wer an mich glaubt, wird leben“. Demnach war im größten Teil der Gemeindeglieder der Glaube erloschen. Ein Ausleger schreibt: „In der Gemeinde in Sardes herrschte ein Leben wie in einem Museum, Scheinleben, Gewohnheitschristentum, nach außen Christen, aber nicht wirklich von Herzen, keine echte Lebensbeziehung zu Jesus Christus. Wir leben im sogenannten ‚christlichen Abendland'. Diesen Namen haben wir noch, aber was ist noch dran am echten Christsein?“ Sucht der Herr bei uns vergeblich das echte Leben? Das Leben aus Glauben, das Leben im Licht, in der Buße? Gottes Wort hinterfragt uns. Und wir wollen den Herrn fragen: Wie siehst du mich? Nur was wir in der Gemeinschaft mit Jesus leben, nur was wir in unserem Alltag in der Kraft des Heiligen Geistes leben, ist wirkliches Leben. „Du bist tot.“ „Ein furchtbares Wort, das nur dadurch erträglich wird, dass es noch in diesem Leben gesagt wird..., heute können wir noch Buße tun. Darin liegt die Hoffnung“ (H.Bezzel). (Lies Ps.139,1.2.23.24; Spr.28,13.14; 1.Joh.1,5-7.)

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Dienstag,7.März Offenbarung 3,1; Jesaja 25,1.

Nach dem Maßstab Gottes war Sardes eine tote Gemeinde. Gott legt nicht die Maßstäbe an, die uns so schnell beeindrucken: den Maßstab der Zahl, des Ansehens, des Erfolgs. Der Maßstab, den der Herr bei seiner Gemeinde anlegt, könnte so lauten: Aus welchem Antrieb heraus wächst das alles? In Sardes sah alles verblüffend ähnlich dem, was vom Geist Gottes gewirkt ist. Aber lag nicht bei Sardes der Antrieb in dem „Du hast einen Namen"? Eine christliche Gemeinde in aller Mund, von der man beständig hörte: "Sardes, Sardes, Sardes."Bis heute ist das ein echtes Kriterium, um echte Frömmigkeit von falscher zu unterscheiden: Wessen Lob wird gesprochen? Wer wird geehrt? In den Evangelien lesen wir von Jesus nicht: Und das Volk lobte und ehrte Jesus von Nazareth, was er alles tat und alles konnte. Nein wir lesen: „Das Volk pries und lobte Gott.“ Jesu Reden, Denken und Tun geschah alles im Namen des Vaters. Jeder wußte: Gott gebührt die Ehre. (Lies Joh.5,41.44; 11,41; 17,1.2.) „Du hast den Namen.“ Wie sieht es bei uns persönlich aus? Kommen die Menschen ins Fragen: Was muss das für ein Herr sein, für den sie oder er so freudig im Einsatz steht? - „Du hast den Namen!“ Schon am Anfang der Menschheitsgeschichte wollten sich die Menschen einen Namen machen: „Lasst uns einen Turm bauen... damit wir uns einen Namen machen“ (1.Mose 11,1-4; Röm.1,21). Es ist die alte Versuchung im frommen Gewand, dass wir uns einen Namen machen wollen. „Du hast den Namen.“ Ja, die Gemeinde hat einen Namen - den Namen Jesus -, der über alle Namen ist. Aber den Leuten in Sardes ging es in erster Linie um ihren eigenen Namen, ihr Name sollte bekannt werden. (Lies Phil.2,9-11; Ps.115,1.2.)

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Mittwoch,8.März Offenbarung 3,1; Jesaja 54,10.

„Du hast den Namen, dass du lebst, und in Wirklichkeit bist du tot.“ „Es heißt nicht: Ich habe gegen dich, dass du in meinem Dienst müde geworden bist oder oberflächlich, nein, es heißt tot. Das geistliche Leben ist abgestorben, auch wenn dein Name nach außen einen guten Klang hat. Geistlichen Tod gibt es in erschreckender Wirklichkeit in unseren Gemeinden. Die Mühlen der Routine klappern weiter, aber es ist nichts dahinter. Es gibt wohl kaum etwas Gefährlicheres als eine solche Selbsttäuschung“ (Th.Sorg). Im Sendschreiben an Sardes finden wir

vier Schritte auf dem Weg zur Zurechtbringung.

Es ist die große Barmherzigkeit Gottes, die niemanden aufgibt, auch solche Glaubenden nicht, die vom echten Verbundensein mit Jesus abgekommen sind und nun geistlich im Tode liegen. Wenn der Herr uns im Spiegel seines Wortes zeigt, wo wir stehen, sagt uns gerade dieser Brief: Keiner muss verzweifeln, es gibt Hoffnung. Mag die Zurechtbringung auch durch Schmerzen gehen, die uns nicht erspart bleiben können, Jesus will uns zurechtbringen. „Er bringt meine Seele zurecht“, so bezeugt es David, der Vergebung erfuhr. Petrus, der seinen Herrn verleugnete, weinte bittere Tränen und kam wieder zurecht. Hernach wurde er ein treuer Zeuge Jesu. (Lies Luk.22,31.32; Joh.21,18.) Wenn der Herr uns zeigt, dass in unserem Christsein Unechtes, Totes ist, dann können wir tun, was der Herr den Christen in Sardes zurief. Der erste Schritt: „Werde wach!“ Es ist der dringliche Anruf des guten Hirten, wenn wir in Lebensgefahr sind. Vielleicht sagen wir: Herr, ich kann das doch gar nicht machen, ich kann mich nicht selbst aus dem Tod aufwecken. Wenn Jesus zu uns sagt „werde wach“, dann liegt in seinem Anruf auch die Kraft, aufzuwachen. Es ist nur die Frage: Will ich mich wecken lassen? Will ich heraus aus Sünde und Selbsttäuschung? Will ich Buße tun, umkehren? (Lies Ps.130,2-4; 51,12-14.)

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Donnerstag,9.März Offenbarung 3,2; Sprüche 6,9-11.

„Werde wach!“ Der Herr will die tote Gemeinde in Sardes wieder aufwecken. Sie ist abgestorben durch ihre Ehrsucht, dadurch, dass es bei ihnen immer nur um den Status nach außen ging. Es gab keine Zerreißproben, sie mussten sich auch nicht Irrlehrern stellen. Die Welt hatte wohl auch nichts an ihnen auszusetzen. Man passte sich an, einigte sich auf Kompromisse. (Lies 1.Joh.2,15-17.) „Werde wach!“ Als Christen haben wir einen Auftrag in der Welt, weil Jesus die Welt liebt. Wir sollen Licht und Salz sein, um die Welt vor Fäulnis und Dunkelheit zu bewahren. (Lies Matth.5,14-16; Joh.8,12; Apg.13,47.) In Esra 1,5 lesen wir von Gliedern des Volkes Gottes, deren Geist Gott neu erwecken musste, um hinaufzuziehen nach Jerusalem. Christen, die einmal wach waren, können wieder in Schlaf versinken. Selbst die drei Jünger, die Jesus nahestanden, schliefen ein. Wenn Jesus sie nicht zur rechten Zeit wachgerüttelt hätte, wären sie um die neue Schau Jesu gekommen. „Als sie völlig aufgewacht waren, sahen sie seine Herrlichkeit!“ (Luk.9,28-32). „Wache auf!“ Dieser Weckruf ist heute dringender denn je. Paulus sprach die Christen in Rom auf ihre schläfrige Verfassung an: „Und nun noch dies: Ihr wisst ja, in was für einer Zeit wir leben. Die Stunde ist gekommen, da wir völlig aus dem Schlaf aufwachen müssen; denn ganz nahe gerückt ist jetzt unsere Herausrettung aus der Welt zum Himmel - viel näher als zu der Zeit, da wir bekehrt wurden“ (Röm.13,12). „Werde wach!“ Die Gefahr, zu schlafen, besteht immer - nicht wach zu sein für den Herrn, für seine Stimme, seinen Auftrag. Lassen wir uns wach machen? „Wer Ohren hat, der höre.“ Es kommt darauf an, dass wir innerlich wieder hören, was der Geist Gottes uns sagen will. Das ist die allerpersönlichste Entscheidung jedes Einzelnen!

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Freitag,10.März Offenbarung 3,2; Hebräer 3,12.13.

Nach dem Ruf aufzuwachen gibt der Herr der Gemeinde einen weiteren Hinweis im Blick darauf, was zu lebendigem Christsein gehört. Der zweite Schritt: „Stärke das andre, das sterben will.“ Nichts hält besser wach, als wenn wir die bedrohliche Lage anderer in der Gemeinde Jesu sehen und uns um sie kümmern, ihnen den Weg der Hilfe zeigen. Wir tragen Verantwortung füreinander, die Verantwortung der Liebe. Keiner soll gleichgültig sagen: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Jesus hat mit seinen Jüngern deutlich über die Pflichten der Liebe gesprochen. (Lies Joh.13,34.35; 15,12; Mark.10,42-45.) In den Briefen werden wir darauf hingewiesen: „Lasst uns sorgfältig aufeinander achten.“ „Macht einander Tag für Tag Mut, solange es noch heute heißt.“ „Stärkt die erschlafften Hände, richtet die matten Knie wieder auf, und macht gerade Bahn für eure Füße; dann werden die, die vom rechten Weg abgekommen sind, geheilt werden“ (Hebr.12,12-15; lies Eph.4,11-14; 1.Thess.3,12; 1.Petr.4,8). Unter „stärken“ können wir auch „stützen“ verstehen. Schwache Menschen brauchen die helfende Unterstützung von anderen, wenn sie aufgerichtet werden sollen oder um wieder laufen zu lernen. Unterstützender Dienst ist in der Gemeinde Jesu wichtig: Schwache stützen, ihnen die Hand entgegenstrecken, sie festhalten, damit sie wieder „gewisse Tritte" tun können. Lasst keinen liegen! Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, kann auch „Tote“ neu erwecken. (Vgl.Hes.37,1-10.) Wir wollen darum beten, dass uns dieser Hilfsdienst wieder wichtig wird, dass der Herr uns dazu befähigen kann, schläfrige Christen aufzuwecken, sie zu ermutigen, ihren Platz erneut einzunehmen. Paulus schreibt vom Kampf der Liebe, den er für jeden Einzelnen und für die Gemeinden führt. „Ich mühe mich ab und ringe in der Kraft des Heiligen Geistes.“ (Lies Kol.2,1-3.)

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Samstag,11.März Offenbarung 3,3; Matthäus 6,24.

„Ich habe deine Werke nicht vollkommen befunden vor meinem Gott.“ Was meint der Herr mit „vollkommenen“ Werken? Erwartet Jesus, dass wir perfekte Christen sind? Wenn das so wäre, dass wir erst perfekt sein müssen, ehe er uns gebrauchen kann, dann müssten wir wohl alle antworten: Herr, es tut mir leid, davon bin ich weit entfernt, aber ich wünsche mir, dass du dein Werk in mir tust, dass das neue Leben, das du geschenkt hast, in mir wirksam wird. (Lies Röm.7,18-25.) Was können wir uns denn unter einem vollkommenen Werk vorstellen? Jesus sucht ungeteilte Herzen. „Euer Herz sei ungeteilt mit dem Herrn, eurem Gott.“ „Des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“ Es freut den Herrn und ist vor ihm wohlgefällig, wenn wir ihm sagen: Herr, ich will dir ganz gehören mit allem, was ich bin und habe. Es freut ihn, wenn es unsere Bitte ist: Herr, reinige du mich, ich will nichts festhalten, was dir nicht gefällt, ich will in keiner Sünde verharren. Ich will mich von dir durchlichten und durchrichten lassen. (Lies Matth.6,33; 1.Sam.7,3; 16,7; 1.Thess.5,23.24.) Paulus schreibt von dem Vollkommensein in der Liebe: „Dass eure Liebe völlig, vollkommen werde“. Nur was Jesus in uns wirken kann, ist vollkommen. Er benützt das Gleichnis von der Rebe und dem Weinstock und sagt dabei: „Ohne mich könnt ihr nichts tun“ - das heißt, ohne Jesus keine vollkommenen Werke! (Lies Joh.15,1-8; Phil.4,13.) Bin ich bereit, Jesus an mir wirken zu lassen? Wenn er die Regie in meinem Leben bekommt, dann werde ich mich nicht egoistisch um mich selbst drehen. Jesu Liebe in mir macht mich geschickt, „das andere zu stärken, das sterben will“.

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Sonntag,12.März Offenbarung 3,3; Psalm 103,1-4.

Der auferstandene Herr zeigt der Gemeinde in Sardes einen weiteren Schritt, wie sie zurechtgebracht werden konnten. Er wollte ihnen alle Möglichkeiten vor Augen stellen, die zu ihrer Neubelebung helfen konnten. Es sollte nicht so bleiben, wie es war - nicht in der Gemeinde, nicht im persönlichen Leben der Einzelnen. Der dritte Schritt: „So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast!“ Wenn wir merken, dass unsere Liebe zum Herrn erkaltet ist, kann es eine Stunde von großer Bedeutung sein, wenn wir einmal zurückdenken an die erste Zeit, die wir mit Jesus auf dem Weg waren. Paulus erinnerte die Galater im Blick auf ihren Anfang: „Wie seid ihr da so glückselig gewesen.“ (Lies Jer.2,2b; Offb.2,4.) Erinnern hilft zu einer eindeutigen Bestandsaufnahme: Wie war es damals? Wie ist es heute? Wo liegt der Grund, dass die Freude, der Dank, der Gehorsam nachgelassen haben? Die Freude dürfte noch die gleiche sein, denn der Herr ist noch der gleiche. Das Staunen dürfte noch das gleiche sein, denn was der Herr am Anfang tat, das will er immer noch tun. - Amy Carmichael schreibt: „Ihr seid im Innersten eurer Seele kalt geworden, weil ihr das Gedächtnis dessen, was euer Gott in der Vergangenheit tat, habt fahren lasssen. Irgendwie verblasste die Erinnerung an das, was er getan hat. ‚Ihr vergaßet seine Werke.‘ Möge der Herr durch seinen Geist unser Gedächtnis auffrischen." (Lies 5.Mose 8,2; Ps.106,21; 143,5-8; Jes.63,7.) Vielleicht sehen wir bei solch einem Rückblick vieles, was uns traurig macht - vor allem über uns selbst. Was wir an Sünde und Versagen sehen, sieht er auch. Aber nichts in mir kann ihn dahin bringen, dass er mich nicht mehr liebte. „Du, Herr, bist mein Vater, mein Erlöser von Ewigkeit her!“ (Lies Jes.43,24b.25.)

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Montag,13.März Offenbarung 3,3; Jeremia 22,29.

„Ein wichtiger Punkt, wie eine tote, geist- und lieblose Gemeinde wieder lebendig werden kann, ist das Zurückkehren zum biblischen Wort: 'Halte fest, was du empfangen und gehört hast.' Das Wort Gottes und die flehende Bitte um den Heiligen Geist macht eine tote Gemeinde wieder lebendig, zündet sie an zur Liebe und macht sie fruchtbar zum Zeugnis und Dienst in der Welt. Gemeinde heute stirbt, wo sie das biblische Wort aufgibt, wo sie nicht festhält, was sie vom Herrn im Wort empfangen und gehört hat. Unsere Gemeindenot ist heute weithin eine Bibelnot. Wo das Wort verlassen wird, welkt der Glaube, stirbt die Liebe, weicht der Geist Gottes“ (H.Krimmer). Psalm 119 beginnt mit den Worten: „Glücklich sind, die im Weg untadelig sind, die im Gesetz des Herrn wandeln. Glücklich sind, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen... In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich sündige!“ (Lies Ps.119,1-11.51-53.105.116.133; Jes.66,2.) Der Herr sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht sehen ewiglich.“ Und der Gemeinde in Philadelphia lässt er schreiben: „Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird.“ „So ist die Grundvoraussetzung dafür, dass wir Zeiten der besonderen Verführung und Verfolgung, auch der endzeitlichen, recht durchstehen können, das Bleiben bei der Schrift, ohne Wenn und Aber, ohne etwas davon und ohne etwas dazu zu tun!“ (Joh.8,51; Offb.3,10; lies Matth.22,29; Kol.3,16).

Herr, dein Wort, die edle Gabe, dieses Gold erhalte mir,

denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für.

Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn?

Mir ist’s nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun!

N.L.von Zinzendorf

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Dienstag,14.März Offenbarung 3,3; Psalm 51,3-14.

Der vierte Schritt: „Tue Buße!“ Den bisher aufgezeigten Schritten, aus dem Schein der Frömmigkeit herauszukommen, folgt noch ein wesentlicher Schritt. Nur auf dem Weg der Buße wird etwas Neues im geistlichen Leben, anders nicht! Nicht nur gottferne Menschen müssen Buße tun und umkehren von ihren verkehrten Wegen, auch Christen, die eingeschlafen, „tot“ sind, kommen nur durch Buße und Umkehr wieder zurecht. Zur Buße gehört das Bekenntnis: „Ich habe gesündigt.“ Das ist für viele ein schwer auszusprechender Satz. Wir sagen leichter: Ich weiß gar nicht, was über mich gekommen ist, ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe mich getäuscht. Oder wir entschuldigen uns auch mit den Worten: Alle Menschen sind Sünder. Buße tun heißt: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir!“ (Luk.15,18-21). Wagen wir es, offen zu sein vor dem Herrn, der „Augen hat wie Feuerflammen“. Bekennen wir, was uns von ihm trennt, was uns schläfrig gemacht hat, innerlich tot. David sagte in Psalm 32: „Ich wollte dir meine Schuld verschweigen... Endlich gestand ich dir meine Sünde... Und wirklich: Du hast mir meine ganze Schuld vergeben.“ - Der Herr verschweigt der Gemeinde in Sardes die große Gefahr nicht, in der sie sich befindet: „Wenn du aber nicht...“ - wenn du nicht auf das eingehen willst, was ich dir als großes Angebot mache, „so werde ich kommen wie ein Dieb in der Nacht“ - unverhofft, unvermutet. Im 1.Johannes-Brief lesen wir im Zusammenhang mit dem Kommen Jesu: „Ein jeder, der diese Hoffnung auf ihn im Herzen hat, der reinigt sich.“ Zur Buße und Umkehr ist es nicht zu spät, solange wir ein Heute haben. „Tue Buße“ ist kein Drohwort, es liegt darin die Chance zum Neuanfang! (Lies Joel 2,12.13; Jes. 57,14-19; vgl.1.Kön.21,29a.)

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Mittwoch,15.März Offenbarung 3,3; 1.Korinther 3,11-15.

Noch einmal klingt auf, was der auferstandene Herr seiner Gemeinde in Sardes als ersten Schritt auf dem Weg der Zurechtbringung sagen ließ: „Werde wach!“„Wenn du aber nicht wachen wirst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich kommen werde.“ Wir erkennen etwas von dem Ernst, der - neben der Freude - mit dem Kommen Jesu für die Gemeinde verbunden ist. „Ein jeder wird für sich selbst Gott Rechenschaft geben müssen.“ Es ist nicht das Endgericht gemeint, von dem wir in Offenbarung 20 lesen. Paulus schreibt an die Christen in Korinth von dem Preisgericht für Nachfolger Jesu: „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse gewesen.“ „Soviel ist gewiss: Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, und das ist Jesus Christus.“ Aber auf das Fundament muss während unseres Lebens etwas aufgebaut werden. Es kann ganz verschieden aussehen, was dann offenbar wird: „Gold, Silber, köstliche Steine“ - zur Verherrlichung des Herrn. Oder „Holz, Heu, Stroh“. Damit sind Aktivitäten gemeint, die nichts bedeuten für unser persönliches geistliches Leben, auch nichts für den Bau des Reiches Gottes. (Lies Röm.14,10-12; Gal.6,3.7.) Auch hinter den ernsten Worten ist noch einmal Jesu große Liebe für seine Gemeinde verborgen. Er zeigt erneut die Chance, jetzt noch eine Kurskorrektur in ihrem Glaubensleben vorzunehmen. Wenn wir auf Jesu Stimme hören und gehorchen, „haben wir Freudigkeit und müssen uns nicht schämen vor ihm bei seiner Wiederkunft“. (Lies 1.Joh.3,1-3; 2.Kor.7,1.)

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Donnerstag,16.März Offenbarung 3,4-6; Psalm 119,10.11.30.31.

Echte Christen - echtes Christsein

Jesu Urteil war kein Pauschalurteil, als er sagte, „du hast den Namen, dass du lebst, und bist doch tot“. Nicht alle in Sardes waren tot. Er sah die kleine Gruppe, die anders lebte, „die ihre Kleider nicht besudelt hatten“. Kleider sind in der Bibel häufig ein Bild für die Lebensgewohnheiten, den Lebensstil. Da waren Christen, die einen anderen Lebensstil hatten, die lebten, wie es Gott gefiel. Es waren Einzelne, die sagten: Herr, wir wollen nach deinem Wort leben, wir wollen, dass du unser Leben bestimmst. Wenn wir an unsere Tage denken, würde das bedeuten, dass wir sagen: Herr, ich will, dass du das Sagen hast bei meinen Hobbys, meiner Freizeit, meinen Geldangelegenheiten, meinen Freundschaften. Ich will vor der Sünde fliehen, ich will nichts tun, was dich betrübt. Gib mir ein waches Gewissen der Sünde gegenüber. Ich will bestimmte Literatur nicht lesen, ich will bestimmte Fernsehfilme nicht ansehen. Ich will mich nicht dem anpassen, was „man“ tut. Ich möchte leben, wie es dir gefällt. (Lies Röm.12,1.2; 1.Petr.1,14-16; 2,11.12.) Diese kleine Christengruppe in Sardes hatte es sicher nicht immer leicht, als Menschen des Gegensatzes zu leben. Aber sie hielten sich in Versuchungen und Schwierigkeiten an ihren Herrn. Und wenn sie versagten, gesündigt hatten, dann ließen sie es nicht lange bestehen, sondern riefen zu Jesus, bekannten ihre Schuld und baten um Vergebung. Das ist das Wichtige, wenn wir gesündigt haben, dass wir gleich zu Jesus gehen und sagen: Herr, da habe ich es an der Liebe fehlen lassen, habe ich über andere gerichtet, habe ich die Unwahrheit gesagt, habe der Lust nachgegeben. „Das Blut Jesu Christi macht uns rein von aller Sünde.“ (Lies 1.Joh.1,5-2,1; Ps.32,1-5.)

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Freitag,17.März Offenbarung 3,4-6; Matthäus 26,41.

Wir alle wissen, dass auch solche Christen, die bewusst und wach Jesus nachfolgen wollen, „leicht fehlen“ können. Jakobus spricht im Zusammenhang mit der Zunge davon (Jak.3,2a). Wir alle sind bewahrungsbedürftige Leute! Aber es ist auch das Vorrecht derer, die „mit Ernst Christen sein wollen“, dass sie den Herrn bitten dürfen: „Bewahre mich, Gott, denn ich traue auf dich.“ Wir haben einen Bewahrer! Er schläft und schlummert nicht. Der Psalmist sagt: „Sooft ich sprach: Mein Fuß ist wankend geworden, hat deine Gnade, o Herr, mich gestützt.“ Judas schreibt an Christen, die in großen Auseinandersetzungen standen, und bezeichnet sie als„vom Vater Geliebte und in Christus Jesus Bewahrte“: „Dem aber, der euch zu bewahren vermag, dass ihr nicht zu Fall kommt, und der es euch schenken kann, vor seiner Herrlichkeit tadellos und mit jubelnder Freude zu erscheinen - dem alleinigen Gott, unserem Retter durch unseren Herrn Jesus Christus, ihm gebührt Herrlichkeit und Macht, Majestät und Gewalt wie vor aller Zeit, so auch jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ (Lies Jud.1-25; vgl.Jes.27,2.3.) Eine unserer Schwestern erzählte, wie sie zum Beispiel in kritischen Situationen, in denen sie in Gefahr ist, ungut zu reagieren, oft verborgen ihre Hände faltet und betet: „Bewahre mich, Gott, denn ich traue auf dich! - Ich brauch dich allezeit, o Jesu, steh mir bei, dass ich bis in den Tod dir bleibe stets getreu.“ Es liegt so viel in diesen vertrauenden Worten: zuerst das Eingeständnis, ich kann mich nicht selbst bewahren, und zugleich das Wissen um die beste Stelle, an die man sich um Hilfe wenden darf: Ich brauche dich, Herr Jesus! (Lies 2.Thess.3,3; 2.Tim.1,12; Hebr.4,16.) Der Herr will uns helfen, „unsere Kleider nicht zu besudeln“, sondern treu und wahr und klar und rein durchzukommen bis zum Ziel.

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Samstag,18.März Offenbarung 3,5.6; 1.Johannes 5,4.

Jedes Sendschreiben endet mit einem besonderen Verheißungswort an die Überwinder oder Sieger. Das Wort an die „wenigen oder etlichen“ wachen Christen in Sardes soll uns anspornen, uns dieser Schar anzuschließen. Der Herr stellt seine Leute auf einen Kampfplatz. Leicht ist es für Christen nicht, Treue zu halten. Das gilt für alle Glaubenden auf der ganzen Welt. Wissen wir, wie ansteckend die Umgebung auf uns wirken kann? „Täuscht euch nicht, schlechter Umgang verdirbt gute Sitten“ (1.Kor.15,33). Oft haben wir uns einem förmlichen Sog zu widersetzen. Das gilt nicht nur für junge Menschen, das gilt uns allen. Nicht nur von außen kommt Versuchung und Verführung auf uns zu, auch im eigenen Herzen steckt der Verführer. Da gibt es den heißesten Kampf, wenn man nicht erliegen soll. Doch Jesus spricht hier nicht nur vom Kampf, sondern auch vom Sieg! (Lies Eph.6,10-17; 1.Joh.2,14; 4,4.) „Wer überwindet“ - wer schon am Morgen sagt: Herr, an deiner Hand gehe ich an meinen Arbeitsplatz, in meinen Betrieb, zur Uni, in die Schule. An deiner Hand gehe ich an meine Arbeit im Haushalt, an deiner Hand will ich diesen Besuch machen, an deiner Hand will ich das ausführen, was du mir heute zeigst. Ich will mich nicht in die Schläfrigkeit hineinziehen lassen, ich will mich nicht anpassen. Wer so in Verbindung mit Jesus lebt, der wird erfahren, dass „der, der in euch ist, mächtiger ist als der, der in der Welt wirksam ist“! In Jesus Christus ist die Kraft für uns zum Überwinden, zum Sieg. Keine guten Vorsätze und keine Willensanstrengung machen uns zu Überwindern, wohl aber die festgehaltene Hand Jesu kann uns siegreich durchs Gedränge des Alltags leiten bis zum Ziel! (Lies Ps.118,6-16; 1.Kor.16,13; 2.Tim.2,1-5.)

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Sonntag,19.März Offenbarung 3,5; Matthäus 5,8.

Dreierlei verheißt der Herr den Überwindern. Als Erstes: „Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden.“ Bei unserer Wiedergeburt wurden uns die alten Kleider, die durch die Sünde verdorben waren, abgenommen. So konnten wir freudig bekennen: „Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet!“ (Jes.1,18; 61,10; Sach.3,3.4; Pred.9,8). Die weißen Kleider der Überwinder sind ein Bild dafür, dass Jesus denen, die ihn um ein reines Herz bitten, die Sünde vergibt, sodass sie mit neugewonnener Reinheit ihren Weg mit ihm gehen können. „Er wird Gott bitten, der wird ihm gnädig sein... und ihm seine Gerechtigkeit wiedergeben“ (Hiob 33,26-28). Die weißen, festlichen Kleider zeigen auch, dass Überwinder teilhaben dürfen am Hochzeitsmahl des Lammes. (Lies Offb.7,14; 19,6-9.)Das Zweite, das Jesus verheißt: „Ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens.“ Dieses Buch wird an vielen Stellen des Alten und Neuen Testaments erwähnt. Gott hat ein Verzeichnis mit den Namen aller, die sich in Buße und Glauben zu ihm bekennen. Sie dürfen seiner Treue jetzt schon und in alle Ewigkeit gewiss sein. „Freuet euch, dass eure Namen im Himmel eingeschrieben sind!“ Es soll ein Ansporn für uns sein, immer wieder zu überwinden, was dem Herrn nicht gefällt. Der Gedanke: Du bist unvergessen, dein Name ist im Himmel bekannt, kann uns dabei helfen. (Lies Luk.10,20; Mal.3,16-18.) - Das Dritte, was Jesus verheißt: „Ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater.“ Wir haben in Jesus einen Fürsprecher, der sich zu uns bekennt. Wen er vertritt vor seinem Vater, der kommt nicht ins Gericht, sondern ist schon vom Tod zum ewigen Leben durchgedrungen. (Lies Röm.8,34; Hebr.7,25.)

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Montag,20.März Offenbarung 3,6; Sprüche 20,12.

"Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." Diese Mahnung steht am Ende jedes Sendschreibens. Es geht dabei um das innere Hören, um das Hören unseres Gewissens; es hat nichts mit äußerer Taubheit zu tun. Vom Lärm und der Hektik unserer Tage wird Gottes Reden leicht übertönt. Deshalb müssen wir lernen, immer wieder bewusst abzuschalten. Sind es vielleicht die Alltagssorgen, die wir aus unserer Hand in Jesu Hand abgeben sollten? Oder gilt es, die Zeitung beiseite zu lassen, das Fernsehen abzuschalten? Viele fürchten auch die Stille, in der Gott zu ihnen sprechen will, weil sie nicht gern in sein Licht treten. Und doch: Höre auf ihn, höre ihm zu! Wenn wir auf diesen mahnenden Ruf des Herrn nicht hören, bringen wir uns um viel Segen. Wir haben kein Licht auf dem Weg, kein Schwert im Kampf. „Selig sind die Ohren, die hören!“ „Der Herr weckt mir das Ohr, dass ich wie ein Jünger höre“, bekennt Jesaja. (Lies Matth.13,9.23; 17,5b; Hebr.2,1; Offb.1,3.) „Das geöffnete Ohr ist ein einmaliges Geschenk. An dieser Stelle müssen wir uns fragen lassen, ob wir Jünger sind, deren Ohren täglich von Gott geschärft werden. Es scheint für unseren Umgang mit der Bibel oft nur zweierlei möglich zu sein: Das Wort bleibt stumm, oder wir meinen, schon vor dem Lesen zu wissen, was der Abschnitt zu sagen hat. Der Jünger dagegen erlebt täglich das Wunder des Hörens. Wir wollen heute den Herrn bitten: Gib uns den Mut, Hörende zu sein. Lass uns jeden Tag aufs Neue erleben, dass du uns das Ohr zum Hören weckst. Hörbereite Menschen fragen: Herr, willst du aus diesen Worten zu mir reden?“ (H.J.Bräumer). „Schein oder Wirklichkeit“ haben wir über das Sendschreiben an die Gemeinde in Sardes geschrieben. Schein-Christentum nützt nichts. Zu echtem Christsein mit einem wunderbaren Ziel sind wir eingeladen! (Lies Ps.101,6; 1.Petr.1,14-16; 1.Joh.1,5.6.)

WER IST WIE JESUS!

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Dienstag,21.März Hebräer 12,2.3; Kolosser 2,3.9.10.

Vor einiger Zeit schrieb uns eine Bibellesezettel-Leserin, die eine für sie entscheidende Entdeckung gemacht hatte: die Einzigartigkeit Jesu. "Welch eine unfassbare Gnade, wenn uns der Heilige Geist neu aufschließt,was wir in Jesus haben. Ich glaube, mir gehen erst jetzt die Augen dafür auf, obwohl mir schon lange seine Gemeinschaft lieb und kostbar ist. Von dieser Erfahrung her kann ich meinen oft negativen und schweren Alltag anders bewältigen. In mir ist das große Verlangen, meinen Herrn noch besser kennen zu lernen... " Den gleichen Wunsch brachte der Apostel Paulus den Philippern gegenüber zum Ausdruck: "Seit ich Christus kenne, ist für mich alles ein Verlust, was ich früher als großen Gewinn betrachtet habe... Um Jesus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennenlernen!" Was es bedeutet, Jesus zu kennen und ihn stets vor Augen zu haben, sagt der Schreiber des Hebräerbriefes: "Achtet auf ihn! Seht auf ihn... dann werdet ihr in Zeiten der Not und des Kampfes nicht müde werden und den Mut verlieren." Pfarrer Wilhelm Busch schrieb: "Es gibt so viele flügellahme Christen, die den Kopf nicht mehr heben. Seht auf den Bahnbrecher und Vordermann, seht auf zu Jesus, den Anfänger und Vollender eures Glaubens!" Martin Luther verwies auf Jesus: "Seht auf ihn! Nichts ist wirksamer gegen die Sünde und die Versuchungen als das Aufsehen auf Jesus, wie es in der ehernen Schlange abgebildet wird." "Und Mose machte eine Schlange von Erz und tat sie auf eine Stange. Und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte, und er schaute auf die eherne Schlange, so blieb er am Leben." (Lies 4.Mose 21,4-9; Joh.3,14.15; Ps.16,8.)

Schau hin auf ihn - o tu es Tag für Tag, so wird, was groß und schwer dir scheinen mag,

in nichts vergehn, denn seine starke Macht hat deiner Nöte schon vorher gedacht.

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Mittwoch,22.März Hebräer 1,1-14; 3,1.

Wenn wir einen Menschen kennen lernen wollen, kann das nicht im Vorübergehen geschehen. Wir müssen uns Zeit für ihn nehmen, und erst dann entdecken wir Seiten und Gaben am andern, die sonst verborgen bleiben. Bei näherem Kennen erleben wir manchmal Überraschendes - ungeahnte Freude oder auch das Gegenteil: Enttäuschung. Jesus besser kennen lernen bedeutet immer reichen Segen für unser Leben. Unser Horizont weitet sich - nicht nur für die Dinge der sichtbaren Welt, vor allem für die der unsichtbaren, aber ewigen Welt. (Lies 2.Kor.4,18.) Das Hauptthema des Hebräerbriefs ist Jesus Christus. Beim fortlaufenden Lesen des Briefes ist es interessant zu beobachten, wie der Heilige Geist immer mehr unsere volle Aufmerksamkeit auf ihn richtet. (Lies Joh.16,13.) Gleich im ersten Kapitel des Briefes lernen wir Jesus in seiner Einzigartigkeit und Erhabenheit kennen. "Gott hat zu uns geredet durch den Sohn!" Wörtlich heißt es "im Sohn", das heißt in der Person seines Sohnes. Jesus ist Gottes Sohn. "Denn zu welchem der Engel hätte Gott jemals gesagt: Mein Sohn bist du... Ich will ihm Vater sein, und er soll mir zum Sohne sein...Von dem Sohn aber spricht er: Dein Thron, o Gott, steht fest in Ewigkeit!" Jesus ist in vollkommenem, einmaligem und unvergleichlichem Sinn "der Sohn" - Gott gleich. Er, "den alle Engel anbeten", opferte freiwillig seine göttlichen Hoheitsrechte. "Obwohl er Gott in allem gleich war und Anteil an Gottes Herrschaft hatte, verzichtete er darauf... wurde uns Menschen gleich... und erniedrigte sich bis zum Kreuzestod." Um unsretwillen verzichtete Jesus auf die Herrlichkeit. Der Höchste wurde der Niedrigste, damit wir zu Söhnen und Töchtern Gottes werden können. (Lies Hebr.2,14.15; Gal.1,4.5; Offb.1,5b.6.)

Gottes Sohn! Anbetend schauen wir in dir des Vaters Bild, Gottes Herrlichkeit und Gnade, seine Liebe unverhüllt... Littest stille, ohne Klagen, ließest dich für unsre Schuld - o der wunderbaren Huld - willig an das Fluchholz schlagen. Dank dir, teures Opferlamm, Gottes Sohn am Kreuzesstamm.

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Donnerstag,23.März Hebräer 1,2; Galater 4,6.7.

"Gott hat ihn zum Erben über alles eingesetzt." Jesus Christus, der Sohn, ist auch der alleinige Erbe. Ihm gehört nicht nur dieses und jenes wie einem Teilhaber, sondern er hat als Universalerbe Anspruch auf alle Dinge, das ganze All soll sein Eigentum und Herrschaftsgebiet werden. (Lies Ps.2,6-9; Eph.1,20-23.) Auch wir sind ein Teil seines Erbes, zugleich aber auch seine Miterben. "Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi." Miterben! Ein Jurist, der als Christ auf einer Konferenz über dieses Thema sprach, formulierte es so: "In einer Erbengemeinschaft, wie sie hier vorliegt, darf keiner ohne den anderen etwas unternehmen. Miterbe Christi sein heißt: Ohne ihn kann ich nichts tun, ich bin an ihn gebunden. Aber es heißt auch, dass Jesus sich an mich gebunden hat. Er kann ohne mich auch nichts tun, es sei denn, dass er die Erbschaft aufgibt. Doch wenn eines sicher ist, dann dieses: Jesus gibt die Erbengemeinschaft nicht auf! Weil er einen hohen Preis für uns bezahlt hat, wird er niemals aus ihr austreten. Auf Gedeih und Verderb bin ich mit ihm zusammengekettet. In Ewigkeit will ich es ihm danken, dass er mich zu seinem Miterben gemacht hat!" (Lies 1.Kor.6,20; 1.Petr.1,18.19; Joh.17,24.) Der Herr Jesus gibt uns schon jetzt Anteil an dem Reichtum seiner Herrlichkeit. Darum preist der Apostel Paulus "Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns schon jetzt gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung" (Eph.1,3-5; 2.Kor.9,8). Paulus erwähnt noch eine andere Seite der Erbengemeinschaft: "Wir sind Miterben Christi, vorausgesetzt, dass wir mit Christus leiden, um dann auch mit ihm verherrlicht zu werden." Miterbe sein heißt damit auch, mit Jesus den Weg der Leidensgemeinschaft und des Kreuztragens zu gehen. (Lies 2.Tim.2,11.12a; 1.Petr.2,20-23; 4, 12-14; 5,1.10.11.)

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Freitag,24.März Hebräer 1,3; Sprüche 3,19.20; 8,22-31.

Wir können nie groß genug von Jesus denken. "Durch ihn hat Gott die Welt gemacht." "Du, Herr, hast im Anfang der Erde Grund gelegt, und die Himmel sind deiner Hände Werk." Von Jesus, der auch "das Wort" heißt, schreibt Johannes: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht." "Weil alles durch ihn geschaffen ist, gehört ihm alles. Ihm gehören alle Menschen, ob sie für oder gegen ihn sind. Ihm gehört die Weltraumstation, die die Erde umkreist, weil er das menschliche Gehirn schuf, das alles erdachte. Er wusste nicht nur um die Geheimnisse des Alls, längst ehe ein Mensch anfing, sie zu ergründen, er selbst hat alle Geheimnisse in das All hineingelegt" (Fr.Grünzweig). (Lies Joh.1,1-3.14; 1.Kor.8,6; 1.Joh.1,1.2; Offb.19,13.) Ohne Jesus wäre diese ganze Welt ein Nichts. Er ist sozusagen der Programmierer der ganzen Schöpfung. "Es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen", nicht nur was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, nein, auch das Unsichtbare. Nichts kann sich ihm entziehen. Alles findet seine Erfüllung in ihm. Wenn er seine erhaltende Kraft zurücknähme, würde das ganze All in ein tödliches Nichts zusammenfallen. "Wer hat den ganzen Erdkreis hingestellt? Wenn er wollte, könnte er seinen Geist und seinen Lebensatem aus dieser Welt zurückziehen, dann würde alles Leben mit einem Schlage sterben, und die Menschen zerfielen zu Staub" (Hiob 34,14.15; Ps.104,27-30). Angesichts dieser unvergleichlichen Größe und Herrlichkeit Jesu spüren wir die Grenzen unseres menschlichen Denkens. Wir können nur mit dem Psalmisten anbeten: "Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter!"

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Samstag,25.März Hebräer 1,3; Johannes 1,16; 12,46.

"Jesus ist der Abglanz der Herrlichkeit Gottes, und er trägt das Gepräge seines Wesens." Wir können es gut verstehen, dass der Jünger Philippus den großen Wunsch hatte, Gott, den Vater, zu sehen. Deshalb sagte er zu Jesus: "Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns." Es war auch der Wunsch Moses: "Lass mich deine Herrlichkeit sehen." Mose erhielt von Gott die Antwort: "Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht" (2.Mose 33,18-20). Philippus bekam von Jesus die Antwort: "Wer mich sieht, sieht den Vater.""Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der den Vater genau kennt, hat uns gezeigt, wer Gott ist." Jesus ist das untrügliche Ebenbild des Vaters. In ihm ist der Unsichtbare sichtbar geworden. Die große Sehnsucht der Menschheit ist erfüllt. Wir haben das Bild Gottes - Jesus! In allem Gefordertsein wollen wir uns immer wieder vergegenwärtigen: Wir haben einen Heiland, der größer ist als alles, in ihm ist Gott gegenwärtig. Nicht nur damals, als er auf Erden war, auch heute. Er ist nicht fern von uns. Er ist da, wo ihn jemand braucht, sich nach ihm sehnt, Gemeinschaft mit ihm sucht. Er ist bei uns alle Tage. So hat er es versprochen, und er hält sein Wort. Bei Jesus findet die Suche nach Gott ihre Erfüllung. Durch ihn fällt Licht in unser Leben, auch in unseren oft so grauen Alltag. "Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?" Der Blick empor zu ihm ist ungemein wichtig. "Sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes." (Lies Matth.17,5; 28,18; Röm.14,9.)

Jesus sehen, Jesus hören, habe ich es je begehrt?

Er, der Herr der ganzen Schöpfung hat mir diese Huld gewährt...

Jesus sehen, Jesus hören macht das Herz unendlich reich!

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Sonntag,26.März Hebräer 1,3; Jesaja 46,3b.4.

"Jesus trägt alles durch das Wort seiner Macht." Was Jesus erschaffen hat, erhält er auch. Er ist gleichsam die Hand Gottes, die die ganze Welt hält und trägt, dass sie nicht in ihr Nichts zusammenfällt. Er tut es durch sein mächtiges Wort! "Es fürchte sich vor dem Herrn die ganze Erde... denn er spricht, so geschieht's; er gebietet, so steht es da." Über allem ist seine Hand, sein Walten zu sehen. Wenn wir durchs Land fahren oder durch Wiesen, Feld und Wald gehen, über Berg und Tal wandern, dann wissen wir: Hier war und ist der Herr am Werk. Wenn wir zum Sternenhimmel aufschauen und die unzählbaren Sterne betrachten, die den vom Schöpfer bestimmten Platz einnehmen und sich mit mathematischer Genauigkeit in ihren Bahnen bewegen, dann wissen wir: Alles geschieht auf den Befehl des Sohnes Gottes, unseres Heilandes. Können wir noch furchtsam oder mutlos sein, wenn solch ein wunderbarer Herr bei uns ist? Es ist ihm ein Kleines, uns in den großen Entscheidungen zu helfen. Es ist ihm etwas Großes, wenn wir ihn auch im Kleinen bestimmen lassen. (Lies Neh.9,6; Ps.100,3-5; Apg.17,24-27.) Sein Wort trägt! Er ist über allem! "Ich musste einmal der Frau eines Freundes, der durch eine Unvorsichtigkeit und durch Schikane von anderen für einige Wochen ins Gefängnis kam, einen helfenden Brief schreiben. Ich wusste wirklich nicht, was ich schreiben sollte. Da floss es mir in die Feder - anders kann ich es gar nicht sagen: Jesu Wort trägt! Er ist immer oberhalb! - Später hat mein Freund mir geschrieben: Du glaubst nicht, was dieser Brief meiner Frau bedeutet hat. Sie hat ihn immer in der Tasche getragen und hat diese Sätze gelesen. Jesu Wort trägt! Jesus ist immer oberhalb, auch wenn es uns über die Maßen schwer geht" (H.Brandenburg). (Lies Jes.51,7; 54,10; Jer.31,3.)

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Montag,27.März Hebräer 1,3; 1.Petrus 3,18.22.

"Er hat die Reinigung unserer Sünden vollbracht." Durch seinen Tod hat Jesus uns von der Last unserer Schuld befreit. Er betete zum Vater: "Ich habe das Werk vollendet, vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tue." Das Werk Jesu, "die Reinigung von unseren Sünden", erforderte ein Ganzopfer. Um das All aus dem Nichts hervorzurufen, um Welten zu schaffen und zu tragen, bedurfte und bedarf es eines Wortes. Auf einen Ruf entstehen und vergehen Himmelskörper. Sein Wort hat Vollmacht. Aber die Reinigung der Sünden, die Tilgung unserer Schuld konnte nur dadurch vollbracht werden, "dass er sein Leben für uns hingab". "Christus sprach bei seinem Kommen in die Welt: Schlachtopfer und Speisopfer forderst du nicht, doch einen Leib hast du mir bereitet - den ich dir darbringen kann. Siehe, ich komme; in deinem Buch steht von mir geschrieben. Deinen Willen, mein Gott, zu tun, ist meine Lust." (Lies Joh.17,4; Hebr.10,5-10.12; Tit.2,11.14; Gal.1,4.5.) Die Reinigung von Sünde und die Vergebung wurde durch Jesu Opfertod am Kreuz errungen. Paulus spricht aus der Erfahrung seiner eigenen Seele, die im Kampf mit der Sünde unterliegen musste, weil er als Sünder nicht konnte, wie er wollte: "Das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich" (Röm.3,23; 7,18.19). Jubelnd spricht er hernach: "Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus sind wir befreit!" Die Macht der Sünde ist zerbrochen, Rettung und Vergebung sind da. "Er hat unsere Sünden auf sich genommen und sie selbst an das Kreuz hinaufgetragen... durch seine Wunden hat Christus uns geheilt" (Röm.7,25; 1.Petr.2,24.25; lies 2.Kor.5,21; Röm.8,1.31).

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Dienstag,28.März Hebräer 1,3; Apostelgeschichte 7,56.

"Jesus hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät Gottes in der Höhe!" "Wir sehen aber Jesus, der für kurze Zeit in seinem Todesleiden unter die Engel erniedrigt war, nunmehr mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, nachdem er durch Gottes Gnade für alle den Tod geschmeckt hat." "Christus hat ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht und dann für immer seinen Platz zur Rechten Gottes eingenommen" (Hebr.10,12). Sein Erlösungswerk ist unwiderruflich und endgültig! Der Platz zur Rechten des Vaters ist der Lohn für seine Schmerzen. Er, der in Armut und Verachtung über diese Erde ging, der die Last der Sünde auf sich nahm und den Weg zur Rettung, zur Gemeinschaft mit Gott und zum ewigen Leben bahnte - er ist das "Lamm", er sitzt auf dem Thron. Auf diesen Platz hat Jesus ein Anrecht. Er ist seiner würdig. Er erbringt den Beweis, dass Gottes Forderungen zufriedengestellt sind und den Glaubenden Gottes Gerechtigkeit zuerkannt wird, weil ihre Sünden ausgelöscht sind für immer. "Um unserer Sünden willen ist er in den Tod gegeben worden, und damit wir gerecht gesprochen werden könnten, ist er auferweckt worden." Dass Jesus zur Rechten Gottes sitzt, hat für jeden von uns eine herrliche persönliche Bedeutung: Für mich ist Jesus in den Himmel eingegangen! Als mein Hoherpriester erscheint er vor Gottes Angesicht und vertritt mich! "Jesus hat, weil er in Ewigkeit lebt, ein unvergängliches, ewiges Priestertum. Weil er in Ewigkeit lebt, vermag er auch alle völlig zu retten, die durch ihn Gott nahen!" Weil Jesus durch den Vater auf diesen Platz erhoben wurde, "so lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben". (Lies Hebr.2,17.18; 4,15.16; 10,19-22; Luk.22,31.32.)

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Mittwoch,29.März Hebräer 1,4.5; Philipper 2,9-11.

"Jesus ist unendlich erhabener geworden als die Engel, wie ja auch der Name, den er ererbt hat, unendlich höher ist als ihr Name. Denn zu welchem der Engel hätte Gott jemals gesagt: Mein Sohn bist du?" Noch einmal wird erwähnt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Was Gott niemals zu einem Engel sagte, das sagte er noch einmal ausdrücklich zu Jesus bei seiner Rückkehr in den Himmel: "Mein Sohn bist du!" Die von Ewigkeit her bestehende Gottessohnschaft Jesu hat eine Erweiterung erfahren: dass Jesus als Mensch Gottessohn und Menschensohn in einzigartiger Weise ist. Wahrer Mensch und wahrer Gott! Vor seiner Geburt sagte der Engel zu Maria: "Das Heilige, das geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden." Seine Jünger erkannten Jesus als Sohn Gottes. Petrus sprach es aus, als Jesus seine Jünger fragte: "Wer sagt denn ihr, dass ich sei? ... Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!" Und Johannes: "Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." (Lies Röm.1,3.4; Matth.26,63.64; 27,54; Joh.1,14.34.) Als Sohn Gottes ist Jesus nun im Himmel "und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm untertan". Als Sohn und Mitregent wird der Vater ihm einmal alle seine Feinde zum Schemel seiner Füße machen (V.13). In 1.Korinther 15 lässt Paulus uns einen Blick in diese Zukunft tun. Der Augenblick wird kommen, dass der letzte Feind besiegt ist. "Wenn aber alles ihm, dem Sohn, unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem!" Dann beginnt das ewige Lob Gottes im Himmel. "Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer... Sie beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit!" (Lies 1.Kor.15,20-28; Offb.4,1-11.)

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Donnerstag,30.März Hebräer 1,10-12; Psalm 102,26-28.

Der Briefschreiber beleuchtet uns in den Versen 10-12 noch einmal, wer Jesus ist, diesmal in Verbindung mit der Schöpfung von Himmel und Erde. "Sie werden einmal vergehen, du aber bleibst. Sie werden veralten wie ein Kleid, wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie werden umgewandelt werden. Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre werden nie zu Ende gehen." Wie Jesus von Ewigkeit her war, so bleibt er auch in Ewigkeit. Er ist der Unwandelbare, der Ewige, während alles Geschaffene einem steten Wandel und Vergehen unterworfen ist. Die Erde und selbst die geschaffenen Himmel altern. Davon spricht Jesaja: "Und alles Heer des Himmels wird dahinschwinden, und der Himmel wird zusammengerollt werden wie eine Buchrolle, und all sein Heer wird hinwelken, wie ein Blatt verwelkt am Weinstock und wie ein dürres Blatt am Feigenbaum" (Jes.34,4; 51,6). "Himmel und Erde werden vergehen" - allerdings nicht ohne in veränderter Gestalt für ewig erneuert zu werden. "Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird" (Jes.65,17; 2.Petr.3,10-13; Offb.20,11; 21,1). Während die Herrscher dieser Welt und ihre Throne im Wandel der Geschichte fallen und vergehen - Jesus bleibt! Sein Thron steht immer und ewig, sein Leben ist "unauflöslich" (Hebr.7,16). "Du, o Herr, bist hoch erhoben, weilst zur Rechten Gottes droben, nichts kommt deiner Größe gleich! Ja, dein Thron ist unumstößlich und dein Leben unauflöslich und dein Reich ein ewges Reich." "Du aber bleibst!" Auf diesem Hintergrund verstehen wir besser, was es heißt: "Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." Ihn erkennen, das ist Leben und Seligkeit in Ewigkeit!

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Freitag,31.März Hebräer 1,10-12; 13,8.

"Du aber bleibst, und deine Jahre werden nicht aufhören." Dass Jesus Christus der Ewige ist, davon lesen wir im letzten Kapitel des Briefes noch einmal. "Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit." Auf die Frage nach seinem Namen gab sich Gott Mose zu erkennen: "Ich bin, der ich bin!" Oder: "Ich werde sein, der ich sein werde - das ist mein Name auf ewig" (2.Mose 3,14.15). Jesus ist "der da ist, der da war und der da kommt". Inmitten aller Veränderungen bleibt er für alle Zeiten derselbe! Wir werden auch auf der neuen Erde und dem neuen Himmel keinem Fremden begegnen. Hiob sagte: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staube stehen ... meine Augen werden ihn schauen, ohne ihm fremd zu sein." "Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt" (Hiob 19,25; 1.Kor.13,12). "Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige!" Wann der Augenblick kommt, in dem die Zeit in die Ewigkeit übergeht, das wissen wir nicht. Aber Jesus wird uns durch alle Ewigkeiten führen. Er bleibt der Mittelpunkt auch auf der neuen Erde und in dem neuen Himmel. "Das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und leiten zu Quellen des Wassers des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen." (Lies Offb.21,22.23; 22,3-5.) Wer ist Jesus?, so lautete unsere Frage. Wir haben ihn gesehen als Sohn - als Erben - als Schöpfer und Erhalter des Weltalls - als Abglanz der Herrlichkeit Gottes - als Sündentilger - als den, der zur Rechten Gottes sitzt und einen Namen hat, der über alle Namen ist. "Du bleibst derselbe in alle Ewigkeit!"

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