SONNTAG, 1.MAI

MARKUS 5, 35. 36

Wir haben ihn nicht vergessen, unseren Prominenten mit seinem drängenden Anliegen, das ihn zu Jesus trieb. Was mag er gedacht und empfunden haben bei diesem Stillstand auf der Straße? Wie nervös und mutlos können wir werden, wenn wir Jesus unsere Bitten vorgetragen haben und - es geht nicht vorwärts (vgl. Spr. 13, 12a). Vielleicht hat Jaïrus im Herzen die alten Gebete, die ihm vertraut waren, oder wenigstens ein paar Sätze davon gesprochen: »Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe ist und mein Gott« (Ps. 42, 6; vgl. 25, 1-6; 40, 13. 14. 18). Vielleicht konnte Jaïrus aber vor Kummer auch keinen klaren Gedanken fassen. Es kann einem wirklich angst und bange werden bei der Vorstellung: Jesus kann helfen, aber es könnte doch zu spät sein. - Zu spät! »Deine Tochter ist gestorben.« Wie ein Keulenschlag muss Jaïrus diese Nachricht getroffen haben, auch wenn er sie im Stillen erwartet hat. Doch viel schlimmer als die Todesnachricht bohrt die Frage: »Was bemühst du weiter den Meister?« Mit andern Worten: »Geh nach Hause, richte die Beerdigung aus - aber glaub nicht, dass Jesus hier noch helfen kann. Tot ist tot!« Wie grausam können Gedanken sein! Wie viele Zweifel und Ängste, wie viel Einsamkeit im Herzen anderer mögen unsere Worte in hilfloser und hoffnungsloser Lage schon ausgelöst haben? Wir sind oft überfordert, einer Not richtig zu begegnen. Umso wichtiger ist die Tatsache: Wir dürfen den Meister bemühen. Denn Jesus hat eine persönlich zugeschnittene Hilfe. - Der Herr »hörte das geredete Wort mit an« (so die wörtliche Übersetzung). Er mischte sich nicht ein, er tadelte nicht, sondern ermutigt. Sein Zuspruch »Fürchte dich nicht, sondern glaube nur!« schützt den Schwachen und richtet den Blick des Niedergebeugten auf Gottes Allmacht. Zur Ermutigung: Psalm 27, 1-10.

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MONTAG, 2.MAI

MARKUS 5, 36-42; JESAJA 43, 1-5a

In unserer Sprache hören wir oft nur die Befehlsform: »Fürchte dich nicht, sondern glaube nur!« In der biblischen Sprache schwingt viel mehr mit. Wenn Gott spricht: »Fürchte dich nicht!«, ist dies eigentlich eine Liebeserklärung an uns, die seine große Treue zu uns offenbart. Gerade jetzt, Jaïrus, wo dir der Boden unter den Füßen wankt, ist Gott da. Er steht zu dir. Er hat dich lieb. Auch der grausame Tod kann dich letztlich nicht von seiner Liebe trennen. (Lies Röm. 8, 35. 38. 39.) In diese Treue-Zusage des allmächtigen Herrn können wir uns selbst loslassen, wie ein übermüdeter Wanderer sich in ein warmes Bett fallen lässt. Das meint dieses »Glaube nur!« - denn Gottes liebevolle Fürsorge und seine grenzenlose Treue trägt. Oder haben wir uns je ernsthafte Sorgen darum gemacht, ob unser Bett uns aushält? Es trägt - und wen schon einmal der Drehschwindel gepackt hat, der weiß sein Bett besonders zu schätzen. Das Bett trägt uns, keine Frage, und wir liegen sicher und geborgen drin. Gerade jetzt, Jaïrus, da dir das Glauben schwer gemacht wurde und du dich ängstlich fragst, ob Jesus wirklich helfen kann, darfst du dich ihm ganz neu anvertrauen. Er steht am Ufer deiner Ohnmacht. Er geht den beschwerlichen Weg ins Trauerhaus mit. Es ist gut, wenn Jesus dabei ist. Er hat Großes vor. Neugierigen und Schaulustigen aber zieht der Herr mit heiligem Ernst eine Grenze (V. 37). Besondere Offenbarungen Gottes (V. 41. 42) sind keine Galavorstellung des Himmels, sondern Nachhilfestunde Gottes für glaubens-behinderte Leute. (Vgl. Matth. 17,1-8; 2.Kor.12, 1-9; siehe jedoch Matth. 4, 3. 5. 6.) Heute wollen wir uns fragen: Lasse ich Jesus meine armseligsten Schwachpunkte sehen? Kann ich mit ihm darüber sprechen? Was blockiert mein Vertrauen? In welches Trostwort von ihm möchte ich mich jetzt »fallen lassen«?

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DIENSTAG, 3.MAI

MARKUS 5, 38-43; JESAJA 65, 17; 66, 13a. 22 In unserem Kulturkreis wird oft und intensiv nach innen geweint und getrauert - im Orient viel mehr nach außen. Man drückt seinen Schmerz aus, ja schreit ihn heraus. Jesus verbietet nicht das Klagen und Weinen (vgl. Ps. 18, 5-7; Joh. 11, 34-36). Er will mit seinem denkwürdigen Hinweis (V. 39) und seiner Einhalt gebietenden Geste (V. 40) auch nicht einfach die Kultur auf den Kopf stellen. Was will der Herr dann, warum handelt er so? Es geht um das Verständnis seiner Person. o Jesus, der Sohn des lebendigen Gottes, ist das Leben in Person. »Ich bin das Leben« (Joh.14,6). Darum verweigert der Herr dem Tod, als dem ärgsten »Feind«(!) des Menschen, jede Ehrerbietung. o Jesus, der Sohn Gottes, ist dieAuferstehung in Person. »Ich bin die Auferstehung« (Joh. 11, 25). Darum ist der Tod für ihn wie ein kurzer Nachtschlaf. Mit dem anbrechenden Morgen steht man auf. Die Nacht ist vergangen. Der Tag ist da. o Mit Jesus, dem Sohn Gottes in unserem Leben, das noch dem Tod unterworfen ist, haben wir Zukunft und Hoffnung. Am Ufer unserer äußersten Ohnmacht, an der Grenze des Todes, steht Jesus und holt uns ab in seine ewige Herrlichkeit. So verbürgt es uns seine Auferstehung von den Toten. Jesus ist der Überwinder des Todes. »Wer Jesus hat, hat das Leben« - für immer (1. Joh. 5, 12). Wir brauchen bei unseren Trauer-Feierlichkeiten nicht ein Mehr an Aufwand, Ausstattung und Zeremonien, wir brauchen Jesus, den Herrn über den Tod. »Jesus, Jesus - nichts als Jesus« (W. Busch). Er trägt uns mit unseren Beklemmungen, mit unserer Krankheit, ja, mit unseren Schmerzen und mit unserem Sterben in sein herrliches Auferstehungslicht (vgl. Jes. 60, 19; Offb. 21, 4. 5. 23. 24). Zur persönlichen Vertiefung: 1. Korinther 15, 1-4. 12-17. 20-26.

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GOTT IST HERR ÜBER LEBEN UND TOD -

DIE PSALMEN DER SÖHNE KORACH (IV)

MITTWOCH, 4. MAI

PSALM 87, 1-7

Im Mittelpunkt dieses Psalms steht der Zion bzw. die Gottesstadt Jerusalem. Nicht patriotischer Stolz hat den Nachkommen Korachs dazu bewogen, dieses Lied zu dichten. Der Hinweis, dass Zion eine Gründung Gottes ist, zeigt uns die prophetische Bedeutung der so oft gerühmten Stadt. Das an ihr Sichtbare ist nur Anstoß, sich von dem vergänglichen Erscheinungsbild zu lösen, um im Licht Gottes ihre eigentliche Bedeutung zu schauen. Doch geht es nicht nur um einen Blick in die himmlische Wirklichkeit, der den Beter erfreut und zur Anbetung bringt. Letztlich wird uns die Frage gestellt: Wo bist du zu Hause, wo sind deine Quellen? Oder anders gesagt: Wo suchst du das Leben? »Von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem« (Jes. 2, 3b; vgl. Joh. 4, 22; Apg. 1, 8; Luk. 24, 46-48). Das Wort Gottes ist und bleibt unsere einzige Lebensquelle. Wir finden sie in der Bibel. »Die Bibel eröffnet uns den Zugang zu Kräften außerhalb unseres Herzens und unserer Möglichkeiten. Der einfachste Weg über sich hinaus ist das Lesen der Bibel. Da öffnen sich Bereiche, die uns sonst verschlossen bleiben. Da zeigen sich Wege, die wir allein nicht finden können. Da sehen wir Ziele, die uns über alles Eigene und Selbstgemachte erheben. Da begegnen uns Kräfte, die stärker sind als Leiden und Tod, als Böses und Irrtum, als Lüge und Wahn« (A. Kühner). - In unserem Psalm geht es nicht nur um das Leben Einzelner, sondern um das ganzer Völker. Der Zion wird einst für sie zum Ort der Sehnsucht und des Heils. Er ist für sie nicht in weite Ferne gerückt, er ist erreichbar und fassbar für alle, die sich aufmachen: »Und es wird geschehen am Ende der Tage . . . « (Lies Jes. 2, 2-5.)

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DONNERSTAG, 5.MAI

PSALM 87, 1-3; 118, 19

»Der Herr liebt die Tore des Zion.« - Warum ausgerechnet die Tore? Sie unterbrechen die abweisenden Mauern und schaffen Zugang zur Stadt Gottes. »Die Tore führen hin zu Gott als dem Fels, auf den der Glaubende sich verlassen kann« (D. Schneider). Sie gewähren Einlass in die heilige, von Gottes Licht durchdrungene Stadt, in deren Mitte er wohnt und alles mit seinem Glanz erfüllt. (Lies Offb. 21, 10-14. 22. 23.) Die offenen Tore verdanken wir dem Lamm Gottes. Jesus hat gesagt: »Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, der wird errettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden« (Joh. 10, 9). Er hat die Mauer der Trennung durchbrochen, er hat uns den Zugang zum Thron Gottes geschaffen. Wir sind nicht mehr ausgesperrt. Die Macht der Sünde kann uns nicht mehr davon abhalten, zum Vater zu gelangen. (Lies Hebr.4,14-16.) Warum heißt es in Vers 2, dass Gott den Berg Zion mit der Stadt Jerusalem mehr liebt als alle Wohnungen Jakobs? Eine Antwort gibt uns Psalm 78, 68. Der Heilsplan Gottes konzentriert sich auf Jerusalem im Stammesgebiet von Juda. In ihrer irdischen Erscheinungsweise ist sie Zeuge des Königtums Davids und hat den Leidensweg von Jesus gesehen, aber auch seinen Sieg über den Tod. Sie hat erlebt, wie nach der Verherrlichung des Herrn (Mark. 16, 19) seine Jünger mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und die erste Gemeinde sich zusammenfand (Apg. 2, 1-4. 41. 42). In ihrer himmlischen Gestalt ist Jerusalem die Erfüllung alles dessen, was Gott geplant hat. So weitreichend ist der Psalm in seiner Bedeutung. Deshalb heißt es mit Recht: »Herrliches ist über dich geredet, du Stadt Gottes« (V. 3). - »Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm; der Herr allein ist König, ich eine welke Blum. Jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ist's billig, dass ich mehre sein Lob vor aller Welt« (Paul Gerhardt).

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FREITAG, 6. MAI

PSALM 87, 4-6; JESAJA 2, 1-3; 55, 5

»Ich will Rahab (= Ägypten) und Babel erwähnen bei denen, die mich kennen; siehe, Philistäa und Tyrus samt Kusch (= Äthiopien).« - »Der prophetische Sänger spricht hier in der Ich-Form Verheißungen über bestimmte Völker aus. Er spricht die an, diemich (d.h. Gott) kennen, und Israel muss jetzt lernen, dass es noch andere Völker gibt, die in Gottes Heil hineingenommen werden - alles Feinde des Gottesvolkes! Die will Gott erwäh- nen, und zwar in einer Niederschrift. Das AT kennt das Buch des Lebens, in dem die, die wahrhaft vor Gott leben, registriert sind: 2. Mose 32, 31. 32; Psalm 139, 15. 16; Offenbarung 20, 15« (D. Schneider). Zweimal heißt es im Zusammenhang mit den Völkern: »Dieser ist dort geboren«, nämlich auf dem Zion (V. 4. 6b). Der Dichter spricht nicht von der natürlichen, sondern der geistlichen Geburt. Die Völker verlassen ihren heidnischen Hintergrund und suchen den einen wahren und lebendigen Gott, der ihnen das Leben schenkt. Seine Gebote werden ihnen zur neuen Lebensgrundlage. Damit ist aber die besondere Stellung Israels als Eigentumsvolk Gottes nicht aufgehoben. Sie sind »Mann für Mann« in Zion geboren. Das ist ihr geistliches Heimatrecht, an dem die Völker teilhaben, sich aber nicht an die Stelle des Gottesvolkes setzen können. Gott sind sie bis zum letzten Buch der Bibel der besonderen Erwähnung wert. (Vgl. Offb. 7, 1-12; 15, 2-4; 21, 9-14.) Unser geistlicher Geburtsort ist auf dem Zion, in Jerusalem. Vor ihren Toren stand das Kreuz, dort fand man das leere Grab. Dort geschah, was uns vom ewigen Tod befreit hat. Wir sind aus Gott geboren und haben Anrecht, seine Kinder zu heißen. Sein Wort ist unser Fundament, sein Heiliger Geist unsere Lebenskraft. Wir brauchen uns nicht unserer Herkunft zu schämen. Mit Paulus loben wir: »O welch eine Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis.« (Lies Röm. 11, 33-36.)

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SAMSTAG, 7. MAI

PSALM 87,7; JESAJA 12, 2. 3

»Der französische Dichter Saint-Exupéry war während des Zweiten Weltkrieges als Kurier und Aufklärungsflieger eingesetzt. Auf einem seiner Flüge musste er in einer verlassenen Wüstengegend Afrikas notlanden. Die Maschine ging zu Bruch, und Saint-Exupéry irrte tagelang durch die Wüste. Schon halb verdurstet, wurde er von Nomaden gefunden, die ihm kleine Schlucke Wasser zu trinken gaben und sein Leben retteten. Damals schrieb er in sein Tagebuch: Wasser, du hast weder Geschmack noch Farbe. Man kann dich nicht beschreiben. Es ist nicht nur so, dass man dich zum Leben braucht, du selber bist das Leben! Du durchdringst uns als Labsal, dessen Köstlichkeit keiner unserer Sinne auszudrücken vermag. Durch dich kehren uns alle Kräfte zurück, die wir schon verloren gaben . . . Du bist der köstlichste Besitz unserer Erde« (nach A.Kühner). Wie Recht hat er! Doch dieses Wasser stillt nur vorübergehend den Durst. Wir brauchen mehr, wenn wir wahrhaft leben wollen. Jesus spricht von dem »lebendigen« Wasser: »Wer von diesem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird nicht dürsten in Ewigkeit« (Joh. 4, 10-14). Der Prophet Hesekiel sieht in einer seiner Visionen aus dem Heiligtum Wasser hervorsprudeln, das zu einem mächtigen Strom wird und alles heilt, was mit ihm in Berührung kommt und sogar das Salzmeer in einen fischreichen Süßwassersee verwandelt, d.h. Leben wirkt, wo der Tod herrschte (Hes. 47, 1-12). Und Jesaja ruft im Auftrag Gottes seinem Volk zu: »Auf, ihr Durstigen alle, kommt zum Wasser, neigt euer Ohr und kommt zu mir! Hört, und eure Seele wird leben« (Jes. 55, 1. 3). Vielleicht sind einige unter uns gerade ermattet und ausgelaugt, aus ganz unterschiedlichen Gründen erschlafft und kraftlos. Sollte Jesus, der der Frau am Jakobsbrunnen neues Leben gab, nicht in der Lage sein, dem Müden und Enttäuschten heute dieses »lebendige Wasser« zu reichen?

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SONNTAG, 8.MAI

PSALM 88, 1-19

So hell und zukunftsfroh Psalm 87 ausklingt, so dunkel und ohne Hoffnung erscheint uns der Psalm 88. Er wird als der traurigste Psalm bezeichnet; denn der Beter dringt - im Gegensatz zu anderen Klageliedern - am Schluss nicht zu einem Gotteslob hindurch. Wir erfahren nichts, jedenfalls nicht direkt, von einer Antwort Gottes. Wir vermissen bei Heman diese leise Ahnung von einem Leben nach dem Tod, wie wir sie bei David in Psalm 16 lesen. Wir sehen aber, dass Heman den Tod sehr ernst nimmt und um seine Unausweichlichkeit weiß. Er verdrängt den Gedanken an ihn nicht. Dazu gehört Mut, den nicht alle haben. Menschen stürzen sich in ein Leben voller Ablenkungen. Sie bevölkern Fitnessstudios und Schönheitssalons. Sie wollen jung bleiben und nicht an den Tod denken, gar nicht mit ihm rechnen. Es sind nicht wenige, die von ihm plötzlich überfallen werden. Andere erfahren, dass sie eine unheilbare Krankheit haben und einem langsamen Sterben entgegengehen. Was dann? Heute muss niemand mehr in der Weise klagen, wie Heman es getan hatte. Zwar wurde mit Gewissheit sein Gebet im Himmel gehört und beantwortet - aber erst viel später. Gott hat etwas für uns getan, das jedem, der es glaubt, die erdrückende Todesfurcht nimmt (siehe Hebr. 2, 15). Als die Zeit gekommen war, die Gott für die richtige ansah, geschah es an einem ersten Wochentag in Jerusalem: Einige Frauen und Männer standen erschreckt und verwirrt vor einem leeren Grab, in das erst vor zwei Tagen jemand hineingelegt worden war. Man fand ihn nicht. Stattdessen sprachen zwei unbekannte Männer: »Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.« Der Tod, des Menschen Feind und Sold der Sünde, konnte den Gottessohn nicht halten - er wurde überwunden. (Lies Luk. 24, 1-12; Joh. 20, 1-10.)

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MONTAG, 9.MAI

PSALM 88, 2-8; JOHANNES 5, 24

»Wer mein Wort hört und glaubt an den, der mich gesandt hat, ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.« - Als Heman seine Klage gen Himmel schrie, kannte er diese Hoffnung noch nicht. Er bemühte sich verzweifelt, seine persönliche Lage zu verstehen. Schon lange litt er, aber nun ist er am Ende seiner Kraft. Aber nicht am Ende mit seinem Gott! »Herr, Gott meines Heils, meiner Rettung! Neige dein Ohr zu meinem Schreien!« Heman hält sein Bekenntnis zu Gott durch, auch in der Nacht. »Satt ist meine Seele vom Leiden.« Seine Beziehung zu Gott ist so persönlich, dass er es wagt, ihm diesen Überdruss entgegenzuschleudern. Wer getraut sich, so mit Gott zu sprechen? Das können wir von den Psalmdichtern lernen, vor dem Höchsten ohne Skrupel so persönlich zu werden und unser Inneres vor ihm auszuschütten. - Heman sieht sich am Rande des Todes und schaut im Geist schon das offene Grab, die Endstation allen Lebens und der Gott- verbundenheit. Jedenfalls denkt er so. Der Tod hat für ihn keine erlösende Funktion. Er ist kein Freund. Heman erkennt mit aller Schärfe, dass der Tod von Gott abschneidet, trennt. Das ist für Heman eine Katastrophe. Er will diese Trennung nicht. Wir sehen hier die tiefe Liebe zu seinem Herrn. Da Heman aber weiß, dass er als Sünder vor Gott nicht bestehen kann, zerreißt es ihn fast, in dem, was ihm geschieht, den Zorn Gottes zu erkennen. »Auf mir liegt schwer dein Zorn, und mit allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt.« Hat Heman sich nun wütend und enttäuscht von Gott abgewandt, wie es viele tun, die nicht verstanden haben, warum sie in dieser oder jener schweren Not sind? Nein! Heman hält sich an ihm fest. (Lies Ps.13,1-6; 18,1-7.)

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DIENSTAG, 10.MAI

PSALM 88, 7-10; KLAGELIEDER 3, 52-58

In Heman sehen wir einen Mann in tiefer Anfechtung, die ihn in jeder Beziehung einsam macht. Er leidet, obwohl er Gott treu ist und sich nicht von ihm abwendet. Von Martin Luther weiß man, dass er von Zeit zu Zeit im »finsteren Tal« saß, in dem er von Gott wie »abgeschnitten« war. Hier sein Zeugnis darüber: »Ich kenne einen Menschen, der versichert, solche Qualen oft durchlitten zu haben, zwar nur in ganz kurzer Zeitspanne, doch so gewaltig, so infernalisch, dass keine Zunge es aussprechen, keine Feder es niederschreiben kann, keiner es zu glauben vermag, der es nicht selbst durchgemacht hat. Eine halbe, ja nur eine zehntel Stunde länger - und wer das aushalten müsste, ginge darüber zugrunde, seine Gebeine würden in Asche verwandelt. Da erscheint Gott in fürchterlichem Zorn und zugleich mit ihm die ganze Schöpfung. Nirgends ein Entrinnen, nirgends ein Trost, weder innen noch außen, alles klagt an. Da heult er: Ich bin vor deinen Augen verstoßen (Ps. 31, 23)! Da wagt er nicht mehr zu sagen: Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn (Ps. 6, 2)! In solchen Augenblicken vermag die Seele - wie schrecklich - nicht mehr zu glauben, dass sie jemals erlöst werde, sie fühlt nur eins: noch ist die Qual nicht vollendet. Da bleibt nichts anderes übrig als der nackte Schrei nach Hilfe, ein schreckliches Seufzen, das nicht weiß, wo Hilfe zu finden ist« (nach H. Lamparter). Wer so in die Tiefe muss, ist dem Anfechtungsleiden von Jesus ganz nahe gerückt. Welche Qual war es für den Gottessohn, die Sünde der ganzen Welt auf sich geworfen zu sehen und für einen Augenblick die Gottverlassenheit zu durchleiden: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Jesus hat rückwirkend die Not Hemans mitgetragen und aller, die in ähnlicher Weise durch das Tal des Todesschattens gehen müssen. (Lies Ps. 22, 2. 3. 11-16. 20-27; 23, 1-6.)

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MITTWOCH, 11.MAI

PSALM 88, 9. 10; 38, 12; MATTHÄUS 26, 56 »Meine Vertrauten hast du von mir entfernt.« Heman fühlt sich einsam und verlassen, völlig isoliert. Seine Freunde und Bekannten, mit denen er eine gute Gemeinschaft hatte, wussten nicht mit der Not ihres Freundes umzugehen und zogen sich zurück. Heman war ihnen fremd geworden. (Lies Hiob 19, 13-19.) Das unerklärliche und unverstandene Leid beeinträchtigt nicht nur die Beziehung zu Gott, sondern trennt auch vom Mitmenschen. Die Freunde wissen sich nicht anders zu helfen als zu fliehen. Oder sie versuchen sich - wie bei Hiob - im Geben guter Ratschläge. Sie können sich nicht denken, dass bei ihrem Freund nicht Schuld die Ursache seines Zustandes ist. Heman kommt sich vor, als sei er im Gefängnis: »Ich bin eingeschlossen und kann nicht herauskommen.« Es treibt ihn, fortgesetzt Gott anzurufen: »Zu dir, Herr, rufe ich den ganzen Tag. Ich strecke meine Hände aus zu dir.« Heman ist - obwohl Gott schweigt - nicht bereit, an irgendeiner anderen Stelle um Hilfe zu bitten. Er hängt so sehr an seinem Herrn, dass er nicht ablässt, an seine Tür zu trommeln. Der Evangelist Markus berichtet von einer Frau, die ebenso hartnäckig blieb, ihre Hilfe bei Jesus zu suchen, obwohl er sie abgewiesen hatte. Sie ließ sich nicht wegschicken, sondern beharrte auf ihrer Bitte. Als Jesus ihren Glauben sah, gab er ihr, um was sie gebeten hatte (lies Mark.7,24-30; vgl. Luk. 18, 1-8). - Heman musste sich noch gedulden, bis Gott ihm Antwort gab. Vielleicht hat er erst jenseits des Todes erkannt, was er vorher nicht begreifen konnte. »Gott ist ja nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden« (Matth. 22, 31. 32). Warum sollte Heman im »Jenseits« nicht Mose, Elia oder Samuel begegnet sein und verstanden haben, dass der Gerechte durch den Glauben lebt - auch jenseits der Todesschwelle?

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DONNERSTAG, 12. MAI

PSALM 88, 11-14; 139, 7-12

»Wirst du an den Toten Wunder tun?« - Ja, Heman, genau das wird Gott tun: an den geistlich Toten und an denen, die im Buch des Lebens verzeichnet sind. Der Tod konnte den Sohn Gottes nicht festhalten, ebenso auch die nicht, die den Namen des Herrn angerufen haben. »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden« (Joel 3, 5). - »Oder werden die Gestorbenen aufstehen und dich preisen?« - Genau das werden sie tun, alle, die »im Herrn« gestorben sind. Eine unzählbare Schar preist Gott und das Lamm in der Herrlichkeit (lies Offb. 7, 9-12). Als Jesus am Kreuz starb, ging eine Welle der Erschütterung durch das Totenreich: »Siehe, die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Grüfte taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt; und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die Heilige Stadt und erschienen vielen« (Matth. 27, 51-53). In einer Beziehung hat Heman mit seiner Klage sogar Recht: Im Bereich der Finsternis, im Reich Satans wird tatsächlich von den Verstorbenen kein Lob zu hören sein. Dort ist die Klage über das unwiderrufliche Gericht, das ihrer wartet. - Pfarrer A.Kühner schreibt: »Auf einem Kalenderblatt lese ich einen Spruch, der mir zu denken gibt: Nimm das Leben nicht so ernst, denn du kommst am Ende ja doch nicht lebend davon! Das bedeutet: Nimm das Leben leicht und locker, denk nicht an morgen und die anderen, denn am Ende steht ja ohnehin der Tod! Das ist der Weg ins Aus und in den Untergang. Darum würde ich sagen: Nimm das Leben und Gott, dich und die anderen, deine Herkunft und Zukunft, nimm Gottes Wort und seine Liebe ganz ernst, und du kommst immer lebend davon.« (Lies 1. Kor. 15, 32b; 1. Joh. 5, 12.)

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FREITAG, 13.MAI

PSALM 88, 15-19; JESAJA 54, 7. 8; 60, 20

Heman konnte noch nicht zur Auferstehungshoffnung durchdringen, zu dem Leben, das den Tod besiegt. Dennoch steht schon über ihm die Verheißung Gottes, dass er sich seiner erbarmen wird. Was er gedenkt, mit seinem Volk Israel zu tun, das betrifft natürlich auch den Einzelnen, der an ihm festhält. Und das tut Heman mit seiner ganzen Kraft. Er schreit Gott sein Elend entgegen, seine einzige Anlaufstelle, die ihm geblieben ist, denn »meine Bekannten sind Finsternis«. Sie haben ihn im Stich gelassen, alle, denen er einmal vertraut hatte. Gott nahm ihm alle menschlichen Stützen, damit Heman sich allein auf den wahrhaft Allmächtigen lehnt. »Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand. Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade« (Spr. 3, 5. 6). Noch bäumt sich Heman gegen die Wege Gottes auf: »Warum, Herr, verwirfst du meine Seele, verbirgst du dein Angesicht vor mir?« Heman muss andere Zeiten mit Gott erlebt haben, wenn er jetzt klagt: »Ich trage deine Schrecken, bin verwirrt, ratlos, erstarrt.« An anderer Stelle heißt es: »Vor deinem Schrecken schaudert mein Fleisch, ich fürchte mich vor deinen Urteilen« (Ps. 119, 120). Der Psalmbeter hat vielleicht bisher seinen Gott nur von der Sonnenseite erlebt, als einen, der beschenkt, bewahrt und führt, der vergibt und Gnade walten lässt. Nun lernt er ihn als einen Gott kennen, der zu fürchten ist, weil er wirklich allmächtig ist, auch im Gericht, und weil ihm alle Ehre gehört. Über Gott ist keiner mehr, der ihm etwas zu sagen hätte oder ihn seines Zornes wegen zur Rechenschaft ziehen könnte. Die Liebe und der Zorn Gottes gehören auf geheimnisvolle Weise zusammen. Das muss Heman verstehen lernen, um seinen Herrn noch tiefer zu erfassen. (Lies Röm. 9, 20; Ps. 73, 1-3. 13. 21-28.)WIE DER HEILIGE GEIST PERSÖNLICHKEIT PRÄGT

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SAMSTAG, 14.MAI

1.MOSE 1,27; 2,7; PSALM 8,4-6

Als Gott den Menschen erschaffen hatte, lag er da wie ein lebloses Wesen. Es war alles »dran« und alles »drin« - formvollendet und schön, aber dieser »Erdklumpen« war unfähig zu leben. Erst die persönliche Zuwendung des Schöpfers und die Einhauchung des Lebensodems schenkte dem Menschen das Leben. Der Mensch ist und bleibt Gottes wunderbares Schöpfungswerk! Diese Geschöpflichkeit hat der Mensch nie verloren, wohl aber die persönliche Vertrauensbeziehung zu Gott. Wir kennen die furchtbare Geschichte aus 1.Mose 3, wie es dazu kam. Die schrecklichste Folge dieses Geschehens besteht darin, dass das Misstrauen Gott gegenüber von da an die Ge- schichte der gesamten Menschheit schreibt. Darum kann der Apostel Paulus sagen: »Die ganze Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen« und von den Menschen: »Sie sind alle (von Gott) abgewichen und allesamt verdorben« (Röm. 8, 20a; 3, 12. 23; vgl. 3, 11-18). Jenseits von Eden taugt niemand für den Himmel - es sei denn, er erlaubt es dem Schöpfer, an seinem Herzen eine »Operation« vorzunehmen, wie sie Hesekiel 36, 26. 27 beschreibt. (Vgl. Joh. 3, 3; 1. Kor. 6, 11; Tit. 3, 4-8.) Man fühlt sich nicht nur wie neu geboren, wenn das durch die Sünde versteinerte Herz dem Pulsschlag des ewigen Lebens weichen muss, sondern man ist auch neu geboren. Gott selber wirkt diese Neugeburt. Er tut es durch den Heiligen Geist. Es ist ein besonderes Schöpfungswunder, wenn in alten Verhältnissen ein neuer Mensch entsteht. Das Alte ist noch da, es zieht und zerrt an uns. Aber das neue Leben aus Gott ist größer und stärker. Denn Gott, der Heilige Geist, wohnt in uns. Er will unsere Persönlichkeit prägen, sodass unser Leben mehr und mehr wie ein blank geputzter Spiegel von Gottes Herrlichkeit ist (vgl. 2. Kor. 3, 18). Wird davon etwas in meinem praktischen Alltag sichtbar? Von 2. Timotheus 1, 7-9; 2, 16-19. 22-25 will ich mich befragen lassen.

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PFINGSTFEST, 15. MAI

JOHANNES 16, 7. 8. 13-15

Wie wirkt der Heilige Geist an uns, wie prägt er unsere Persönlichkeit? 1. Der Heilige Geist zeigt uns unser Herz. Es ist nicht nur peinlich und schädlich, dass Menschen aneinander geraten, einander beneiden, belügen und bekämpfen, sondern geradezu tödlich. Der Heilige Geist überzeugt uns von der Schrecklichkeit der Sünde, sodass wir eines Tages wie Paulus erschrocken feststellen: Ich erkenne, dass in meinem Herzen alle bösen Möglichkeiten vorhanden sind: Römer 7, 18. 19; dazu Markus 7, 21-23. 2. Der Heilige Geist macht uns Jesus groß. Welch eine Entlastung, dass es einen gibt, der mich durch und durch kennt und zugleich durch und durch liebt: Jesus Christus. Er hat sich an meiner Stelle zum Gerichtstod verurteilen lassen. Er trug die Strafe für meine Schuld, damit ich nicht zugrunde gehe, sondern vor dem heiligen Gott rein und richtig bin. Darum muss ich keine dunklen Geheimnisse mehr verstecken. Ich darf alles, was mich quält und drückt, Jesus offenbaren. Dann will ich ihm auch danke sagen, dass er aus Liebe zu mir die Strafe, die ich verdient habe, getragen und meine Schuld im Meer seiner Gnade versenkt hat. Micha 7, 18. 19 gilt mir persönlich. Dann lese ich Vers 19 so: Jesus hat sich wieder erbarmt über (setzen wir jetzt unseren Namen ein) ___________________________ . Jesus hat die Schuld von ___________________________ unter die Füße getreten und alle Sünden von ___________________________ in die Tiefen des Meeres geworfen. Was auch immer wir Böses dachten, fühlten oder taten, wie oft es auch geschah: Seine Vergebung ist groß genug. Vertrau ihm doch! (Lies Joh. 8,1-12; 1. Joh. 1, 8-2, 2.) Der Heilige Geist wird uns ein Leben lang helfen, dass wir uns selbst sehen lernen, wie Gott uns sieht. Und er schenkt uns zugleich eine »Vergrößerung« von Jesus, von seiner Güte, Liebe und Treue.

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PFINGSTMONTAG,16.MAI

RÖMER 8, 9. 16; 1. KORINTHER 3, 16

3. Der Heilige Geist schenkt uns Gewissheit. Wer sich Jesus Christus anvertraut hat, ist durch den Geist Gottes ein neuer Mensch geworden. (Siehe 14. Mai.) Wie leicht kann sich jemand verunsichert vorkommen, weil er wieder sündigte oder gar nicht spürt und fühlt, dass er ein neues Herz bekommen hat. Und doch ist es so, weil Gott es in seinem Wort zugesagt hat: »Gott hat uns das ewige Leben geschenkt, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn Gottes hat, hat das Leben; wer aber den Sohn Gottes nicht hat, hat auch das Leben nicht« (1. Joh. 5, 11. 12; lies Joh. 3, 16-21. 36). Der Heilige Geist lässt uns nicht im Unklaren über unseren Zustand. Er bestätigt uns tief im Herzen, dass wir Kinder Gottes sind. 4. Der Heilige Geist stärkt uns, Jesus zu gehorchen. Als der Apostel Paulus wegen seines Glaubens an Jesus im Gefängnis saß, schrieb er an die Christen in Ephesus: Ich bete, dass der Vater im Himmel »euch Kraft gebe . . . stark zu werden durch seinen Geist am inneren Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe (Gottes) eingewurzelt und gegründet seid« (Eph. 3, 14-17). Es geht darum, dass Jesus unser Lebenshaus immer mehr bewohnt. Dann wird es geschehen, dass er uns auf Gegenstände, Umgangsformen, Gewohnheiten aufmerksam macht, die nicht zu ihm passen, die uns schaden oder die unseren Nächsten kränken. Wie entscheiden und verhalten wir uns dann? Hören wir auf die leise Stimme unseres Herrn? Das ist nicht immer leicht. Manchmal tobt ein Kampf in unserem Herzen. Jesus kann uns verstehen (vgl. Hebr. 2, 16-18; 4, 15. 16); und der Heilige Geist hilft uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zur Vertiefung: Römer 8,1-6.12-15; 12, 9-15. 18.

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DIENSTAG, 17.MAI

2. TIMOTHEUS 3, 14-17

5. Der Heilige Geist macht uns die Bibel lieb. Wörtlich schreibt Paulus in Vers 16: »Die ganze Schrift ist vom Geist Gottes eingegeben.« Der Heilige Geist hat sehr unterschiedliche Männer erwählt, beauftragt und überwacht, um alles genau so aufzuschreiben, wie Gott es haben wollte. Wenn wir unsere Bibel aufschlagen und lesen, spricht Gott selber zu uns. Sein Geist berührt, bewegt, erschüttert, ermahnt, tröstet, erinnert, lehrt und korrigiert uns. Manchmal müssen wir uns überwinden, die Bibel(stellen) aufzuschlagen und sie betend zu lesen. Wir haben keine Zeit oder keine Lust. Wir sind müde, träge und bequem. »Ach diese Stelle kenne ich, brauche ich nicht zu lesen.« Ist es nicht »merkwürdig«, dass wir tagtäglich Brot essen, obwohl wir es kennen? Aber es stärkt uns dennoch, wenn wir es verspeisen. Kann Gott uns nicht auch durch bekannte Worte neu überraschen oder Dunkles aufhellen? »Trotz lobenswerter Bibel-Ermutigungen greift eine erschreckende Bibel- Magersucht um sich. Es ist, als ob gar kein Hunger mehr da ist nach dem Reden Gottes durch das Wort seiner Apostel und Propheten. Es ist sogar so, dass die meisten Bibelleser gar nichts mehr von dem bei sich behalten können, was ihnen eigentlich lebenserhaltende Kost sein sollte. Dem Teufel kann aber nur widerstanden werden mit dem Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes (Eph. 6, 17). Die Gemeinde des Christus braucht wieder Menschen, die mit von Gott geöffnetem Ohr anderen die Bibel in der Tiefe öffnen können. Gut gemeinter Small-Talk über einen Bibeltext ist zu wenig. Es ist auch zu wenig, allein an einigen biblischen Trostworten festzuhalten. Die großen Linien des Heilsplans Gottes gegen allen satanischen Widerstand sollen bekannt gemacht werden« (R. Scheffbuch). Wie ging Jesus selber nach Lukas 4, 1-22 mit dem Wort Gottes um?

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MITTWOCH, 18.MAI

RÖMER 8, 26. 27

Manchmal leiden wir so sehr an einer Not, dass wir nicht wissen, worum oder wie wir beten sollen. Doch der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche. Er verwendet sich für uns mit einem Seufzen, das sich nicht in Worte fassen lässt. 6. Der Heilige Geist tritt bei Gott für uns ein. Wir sind mit unserer Not, die uns sprachlos machen kann, nicht allein gelassen. Der Heilige Geist kann einen Problem-Knoten lösen, er kann uns die richtigen Worte schenken oder bei Gott für uns so »vorsprechen«, wie es dem Willen Gottes entspricht. Wir müssen keine Angst haben, dass Gott uns nicht versteht oder nicht (er)hört. Denn wir haben einen wunderbaren Fürsprecher. Damit hat Jesus seine Jünger getröstet; damit will er auch uns stärken und ermutigen: »Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein . . . Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe« (Joh. 14, 16-18. 26). 7. Der Heilige Geist gibt uns überall Frei-Raum zum Gebet. An welchem Ort, in welcher Lage wir uns auch befinden mögen: Wir haben bei Gott immer einen freien Platz zum Gespräch mit ihm (vgl. Joh. 4, 20- 24; Eph. 6, 18). Wenn in der Familie oder Gemeinschaft »dicke Luft« ist, nutze den freien Platz bei Gott zu einem stillen Herzensgebet. Breite alle Schwierigkeiten, alles Leid vor Gott aus und wage es, deinen Herrn anzubeten. Er ist immer noch größer. (Lies Ps. 123 und 130.)

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DONNERSTAG, 19. MAI

APOSTELGESCHICHTE 1, 8; 13, 2-4; EPHESER 4, 8. 11-13 Die Gabe des Heiligen Geistes eröffnet uns einen weiten Raum, die Aufgaben im Reich Gottes zu sehen und anzupacken. Dazu brauchen wir die Ausrüstung und Zurüstung von Gott. 8. Der Heilige Geist begabt uns zum Dienst. Jeder Christ, der mit Jesus lebt, hat mindestens eine Gabe oder mehrere bekommen, die er zum Bau des Reiches Gottes einsetzen kann. Der Herr kann eine natürliche Gabe in seinen Dienst nehmen. Aber er schenkt uns auch übernatürliche, geistliche Gaben - Gnaden-Gaben. Der Apostel Paulus widmet diesem Thema vier große Kapitel in seinen Briefen (Röm. 12, 1ff; 1. Kor. 12-14). Dabei ist es ihm sehr wichtig, den Jesus-Leuten besonders zwei geistliche Grundlinien zu zeigen: Zum einen geht es darum, die Einheit in der Vielfalt zur Ehre Gottes zu leben. So kann er einmal die Christen in Ephesus ermahnen: »Seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist« (Eph. 4, 3). Dafür hat auch Jesus gebetet: Johannes 17, 20-23. Zum anderen geht es darum, der Liebe Gottes, die er durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen hat (Röm. 5, 5), viel Raum unter uns zu geben. Christen müssen einander nicht beneiden und nicht bekämpfen. Gewiss sollen wir darum ringen, der Wahrheit des Wortes Gottes immer mehr gehorsam zu werden, aber »alles, was ihr tut, soll in der Liebe geschehen« (1.Kor.16,14). Behalten wir sorgfältig im Auge, dass Gott uns seine Gaben nicht zum Angeben, sondern zum Ausgeben geschenkt hat. Nicht die Gabe an sich ist großzumachen, sondern der Herr. Er ist der souveräne Herr, der gerne schenkt, aber wie er es will. Wir dürfen ihn vertrauensvoll bitten, uns aus seinem herrlichen Gnaden-Vorrat zu beschenken - zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen. Mit 1. Petrus 4, 7-14 will ich heute aufmerksam leben.

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FREITAG, 20.MAI

JOHANNES 7, 37-39; GALATER 5, 22

Worin liegt der Unterschied zwischen den Gnaden-Gaben Gottes und der »Frucht des Geistes«? Die Gaben des Heiligen Geistes sind gleichsam der Maß- Zuschnitt Gottes für jeden Christen persönlich (Eph. 4, 7). Die Frucht des Heiligen Geistes aber wächst bei allen Christen, die Jesus lieb haben und ihm gehorchen. Wir dürfen uns darüber freuen und Gott dafür danken: 9. Der Heilige Geist wirkt geistliche Frucht. Haben wir uns nicht manchmal gewundert und gefragt: Wie konnte es nur möglich sein, dass ich in dieser traurigen Verfassung eine stille Freude und einen tiefen Frieden im Herzen empfand? Auch wenn es andere Zeiten gibt, Stunden und Tage, in denen uns heftige Schmerzen plagen und der Kummer an unserer Seele nagt, sind unsere Unpässlichkeiten und Engpässe für den Heiligen Geist kein Hindernis, die Frucht der Geduld und Treue . . . zu entfalten. Dabei brauchen wir keinen sorgenvollen Gedanken daran zu verschwenden, ob der Geist Gottes auch tatsächlich die Frucht wirkt. Er tut es. Unsere Bestimmung besteht darin, bei Jesus zu bleiben (Joh. 15, 4. 7. 8. 16; Matth. 10, 19. 20) und ihn durch Vertrauen zu ehren. Manchmal gerät unser Vertrauen allerdings ins Wanken. Dann dürfen wir wie jener Vater zum Herrn schreien: »Ich glaube, hilf meinem Unglauben« (Mark. 9, 24; vgl. Matth. 9, 27-30; 15, 21-28; Luk. 17, 5. 6). Heinrich Georg Neuß (1654-1716), der sich als Lehrer und Superintendent besonders für das Singen geistlicher Lieder einsetzte, dichtete: »Lass deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt; und mache dann mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich; gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand. So will ich deines Namens Ruhm aus- breiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin.«

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SAMSTAG, 21.MAI

GALATER 5, 22; EPHESER 2, 4-10

Die Frucht des Heiligen Geistes ist menschlich nicht planbar und machbar. Sie wächst im Leben eines Jesus-Jüngers aber auch nicht einfach automatisch. Denn unser Wille, unsere Entscheidungsfähigkeit und unser konkretes Tun und Lassen will der Herr in sein Wirken einbeziehen. Doch Wachstum und Gedeihen liegen in Gottes Hand: 1. Korinther 3, 6. »Manche stellen sich den Besitz und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes wie etwas Unnatürliches, Geschraubtes vor. Nein, der Heilige Geist macht uns zu echten Menschen, - Menschen, die ihrer Bestimmung auf Erden entsprechen und ihrer Ewigkeits- und Herrlichkeitsbestimmung entgegenreifen! Das Ebenbild Gottes strahlt immer klarer aus einem Gläubigen, in welchem der Heilige Geist wirkt: Ihr werdet erneuert im Geiste eurer Gesinnung und habt angezogen den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit. (Lies Röm. 6, 4-11; 2. Kor. 4, 16.) - Die einzelnen Charakterzüge des neuen Menschen sind kostbar; der Heilige Geist bringt sie hervor. Er ist die Kraft des Lebens von Christus« (Chr. v. Viebahn). Schauen wir die Frucht des Geistes nun etwas genauer an! Der Heilige Geist wirkt: o Liebe: Gemeint ist die Agape-Liebe, die heilige, selbstlose Liebe Gottes. Sie bedeutet unendliche Güte und unbesiegbares Wohlwollen. Sie hat stets das Beste für andere im Auge, selbst dann, wenn diese Böses planen und tun (siehe Röm. 5, 8). »Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm« (1. Joh. 4, 16; vgl. Röm. 12, 9. 10; Phil. 1, 9). o Freude: Dieses Wort drückt in der Ursprache vor allem eine Freude aus, die sich auf Gott und den Glauben gründet. Herr, »du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich« (Ps.16,11; lies Ps.30,12.13; Röm.15,13; Phil.1,4.25).

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SONNTAG, 22. MAI

GALATER 5, 22; 2. PETRUS 1, 3-11

Der Heilige Geist wirkt in unser Herz und Leben hinein. Er entfaltet: o Frieden: Dieser ist eng verbunden mit der Liebe und Freude Gottes, die er bei uns zur Entfaltung bringt. »Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln« (Ps. 119, 165; vgl. Hes. 37, 26). Der Friede meint auch die heitere Gelassenheit des Herzens, die von dem Bewusstsein herrührt, dass wir in Gottes guter Hand sind. o Geduld: Der Begriff heißt wörtlich »Großmut« oder »Langmut« und beschreibt die Nachsicht einer Person, die sich auch dann nicht rächt, wenn sie die Gelegenheit dazu hat (vgl. 1. Kor. 13, 4. 5). Wie halten wir's mit Matthäus 18, 21-35 in unserem Miteinander? o Freundlichkeit und Güte sind eng miteinander verwandte Ausdrücke. Beide sprechen von wohltuender Milde. Dabei liegt der Akzent beim Begriff »Freundlichkeit« auf Hilfsbereitschaft pur, während »Güte« oder »Gütigkeit« auch Tadel und Korrektur mit einschließt. (Lies Röm. 15, 14; Eph. 5, 9; 2. Thess. 1, 11.) Wir brauchen als Christen die Güte, die freundlich und fest zugleich ist. o Treue ist das Merkmal zuverlässiger, unparteiischer Personen. Da Gott selber die Treue in Person ist und wir von seiner Treue leben, erweisen auch wir uns als treue Mitarbeiter und Diener in seinem Reich. »Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu« (Luk. 16, 10). o Sanftmut kennzeichnet ein Dreifaches: die Ergebung in den Willen Gottes (Matth. 11, 29; 21, 4. 5) und die innere Haltung der Lernbereitschaft. Es ist gut, wenn ein Christ nicht zu stolz ist, noch etwas hinzuzulernen. Zum dritten meint Sanftmut ein behutsames, sorgfältiges und überlegtes Handeln (siehe Spr. 18, 13; 25, 15. 28; Röm. 12, 8; Eph. 4, 2; 5, 15. 16). o Selbstbeherrschung bezeichnet die Selbstdisziplin des Wettkämpfers (1. Kor. 9, 25). Es geht für uns darum, uns selbst so zu disziplinieren, dass wir fähig werden, anderen Menschen zu dienen. Dazu Sprüche 16, 32 und Römer 14, 17. 18.

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MONTAG, 23.MAI

EPHESER 5, 17-20

Der Heilige Geist möchte eng mit uns zusammenarbeiten und uns vor allem durch das Wort der Bibel beraten, ermutigen, ermahnen und korrigieren. Es geht darum, dass wir dem Wirken des Geistes Gottes immer mehr Raum geben in unserem Herzen und praktischen Leben. Dabei wird der Herr uns tiefer von unserer Alt-Adamsnatur befreien. »Die Kraft des Heiligen Geistes hält den alten Menschen gekreuzigt und befreit mich von der Knechtschaft des Bösen. Sie wirkt aber nur so weit, wie mein Wille Gott ausgeliefert bleibt. Wenn ich mich zurückziehe, lebt mein alter Mensch wieder auf, und ich mache die schmerzliche Erfahrung des Sturzes. Die Befreiung durch den Geist geschieht Schritt für Schritt und ist keine Ausrottung. Manche meinen, eine solche Heiligung erlebt zu haben, bedeute, dass sie von nun an nicht mehr sündigen können. Sie sagen, ihr alter Mensch existiere nicht mehr und jede Sündenwurzel sei für immer aus ihrem Herzen gerissen. Sie nennen es vollkommene Heiligung oder auch Ausrottung. Es ist leicht zu sehen, dass die Schrift dergleichen nicht lehrt. Die Kapitel 7 und 8 des Römerbriefes zeigen, dass im Gläubigen der alte Mensch oft erschreckend aktiv ist und dass die Heiligung nur nach dem Maß unserer Hingabe und unseres Glaubens verwirklicht wird« (R. Pache). Darum: 10. Die Gabe des Geistes stellt uns in die Verantwortung. »Den Geist dämpfet nicht« (1. Thess. 5, 19. 20). Es ist wichtig, dass wir das Wirken des Heiligen Geistes in der Jesus-Gemeinde nicht wegdrängen, ersticken oder gar verachten. Der Heilige Geist ist der Geist des Lebens und der Freude. Aber er verursacht niemals Chaos. Vielmehr ordnet und besiegt er das Chaotische und prägt uns seine nüchterne »Besonnenheit« ein (1.Mose 1, 2. 3; 1. Kor. 14, 33; 2. Tim. 1, 7). An Kolosser 3, 12-14 lernen wir ein Leben lang.

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DIENSTAG, 24.MAI

SACHARJA 4, 6; APOSTELGESCHICHTE 1, 8

Gott stellt uns in die Verantwortung: »Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung« (Eph. 4, 30). Wenn uns der Geist Gottes mit leiser Stimme zum Beispiel auf eine schlechte Angewohnheit hinweist oder unsere inneren Gedanken und Motive beleuchtet, und wir gehen einfach zur Tagesordnung über, reagiert er mit Traurigkeit. »Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt, sondern seid brennend im Geist! Dient dem Herrn« (Röm. 12, 11). Der Heilige Geist befreit von Nachlässigkeit und Eigenmächtigkeit. Er bringt »in das inwendige Leben Glut hinein. Durch den Geist geschieht die Bildung des Willens in uns selbst; wir folgen dem Antrieb, den wir in uns selbst vernehmen, und handeln als die von innen Bewegten« (A. Schlatter). »Angetan mit der Kraft aus der Höhe«, bezeugten die Apostel mit großer Kraft die Auferstehung von Jesus Christus (Luk. 24, 49; Apg. 4, 33). »Der Heilige Geist macht mutig. Er verleiht unserem Dienst Frische, Lebendigkeit und Zeugenkraft« (Chr. v. Viebahn). Heute frage ich mich vor Gott: Nutze ich die Möglichkeiten, die der Herr mir bereitet, um Menschen ein Stück Jesus-Liebe zu schenken? Warum eigentlich schäme ich mich so oft, Jesus Christus zu bezeugen? Was möchte ich konkret tun, um meine Schüchternheit zu überwinden? Der Heilige Geist, der auch ein »Geist der Weisheit« ist, wird uns helfen und leiten, Jesus neu gehorsam zu werden. Denn derselbe Geist, der auf Jesus ruhte und ihn erfüllte (Luk. 4, 1a. 18), ist auch uns gegeben. Darum dürfen wir Jesaja 11, 2 als persönliche Ermutigung betrachten. »Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis verhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten musst du selbst in uns verrichten« (T. Clausnitzer).

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MITTWOCH, 25.MAI

OFFENBARUNG 2, 7. 11.17. 29; 3,6.13. 22

Wir befassen uns heute noch einmal damit, dass der Heilige Geist uns in die Verantwortung stellt: »Glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüfet die Geister« (siehe 1. Joh. 4, 1-6). Mit dem »Geist des Rates und des Verstandes « hilft Gott uns, unsere Lebenswurzeln tief einzusenken in den gesunden Nährboden des Wortes Gottes. In einer multireligiösen Welt können wir nicht alle möglichen Zeitströmungen kennen. Aber wir können und müssen das Gute gut kennen: Wir werden unsere Bibel, das unverfälschte, gute Wort Gottes, lesen, lesen, lesen. Dann werden wir zwischen »echt« und »unecht« unterscheiden lernen. »Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!« Diese Aufforderung beschließt jedes der sieben Sendschreiben in Offenbarung 2 und 3. Ist uns bewusst, dass unsere geistliche Hörfähigkeit auch innerhalb der Jesus-Gemeinde geschult wird? Ein Christ ist kein Solist. Gewiss, der Heilige Geist wird immer einer Einzelperson gegeben. Aber die Einzelnen zusammen bilden die Jesus-Gemeinde. Jeder Christ braucht die Gemeinschaft mit anderen Christen, braucht das gemeinsame Hören auf das Wort Gottes, das Glaubensgespräch, das gemeinsame Singen und Beten und den gemeinsamen Dienst. Welch ein Geschenk! Ob wir nicht neu füreinander danken sollten? Es ist schade, wenn wir im Seufzen und Stöhnen übereinander hängen bleiben. Der Heilige Geist will und kann uns eine echte und aufrichtige Dankbarkeit füreinander schenken, für die wunderbare Vielfalt an Gaben, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der andere darf doch anders sein. Darum lasst uns mit unseren Gedanken übereinander sorgfältig umgehen! Lasst uns die »argen Gedanken« (Matth. 15, 19) ablegen und »alles Denken gefangen nehmen in den Gehorsam gegen Christus« (2. Kor. 10, 5b). Schließlich lasst uns eine lebendige und warmherzige Dankbarkeit einüben. Wir lesen Apostelgeschichte 2,42-47; Kolosser 3,16; Epheser 2,19-22; 4,1-6.

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DONNERSTAG, 26. MAI

JOHANNES 3, 7. 8

11. Der Heilige Geist hält uns in der Demut. Jesus vergleicht die Gegenwart und das Wirken des Heiligen Geistes mit dem Wind: Wir merken genau, wenn draußen kein Lüftchen geht oder wenn der Wind weht. Und wir richten uns in der Regel nach Wind und Wetter. Aber wir können das Wehen des Windes weder anordnen noch abstellen noch organisieren. So verhält es sich mit dem Wehen des Heiligen Geistes. Wir nehmen sein Wirken wahr - beim Lesen und Hören seines Wortes, im Gebet, während eines Gespräches - aber wir verfügen nicht darüber. »Meinst du, es ließe sich organisieren und ausklügeln, wie man ihn erlangt? Wissenschaftliche Methoden, Fachzeitschriften, Bibliotheken, Schulungswochen, meisterhaft organisierte Konferenzen, Gemeinschaftsverbände, weihevolle Gottesdienste, hervorragend geleitete Anstalten, Evangelisationen samt allen Zweigen der Inneren Mission - meinst du, es wäre im Voraus zu berechnen, dass von dem allen göttliche Wirkungen ausgehen? Denkst du, man könne den lebendigen Gott in solche Unternehmungen einfangen? Es ist nie vorauszuberechnen, wohin es führt und wie weit die Wirkung reicht, wenn ein Mensch unter der Leitung des göttlichen Geistes etwas tut. Dass ein schlichter, gänzlich unbekannter Mann im Gehorsam gegen die Weisung von oben etwas tut, kann größere Wirkung haben als eindrucksvolle Zusammenkünfte. Zur geistlichen Erneuerung kommt es dadurch, dass einer Jesus gehorsam ist« (Ralf Luther, 1887-1931). Es war ein großer Irrtum des einflussreichen Zauberers Simon, als er meinte, die Kraft des Heiligen Geistes kaufen zu können (Apg. 8, 18-23). Geld regiert die Welt - ja - aber doch Gott nicht! Mit Geld sind Sündenvergebung oder die Kraft Gottes und sein Segen nicht zu erwerben. Sie sind nur durch Buße und den Glauben an Jesus Christus als unseren Erlöser zu bekommen. (Lies Apg. 2, 36-39; 3, 19; 1. Petr. 1, 18. 19.) Wie vertraut ist uns die Gebetserfahrung des Apostels Paulus in Epheser 1, 15-19?

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FREITAG, 27.MAI

JOHANNES 4, 10-15; OFFENBARUNG 22, 12-17. 20 Wie groß war die Sehnsucht der Samaritanerin nach wahrhaftiger Liebe! Sehnsucht sucht Erfüllung. Die Frau war dabei auf Abwege geraten. Sie hatte sich in etliche, mit vielen Verletzungen und Sünden belastete, Beziehungen verstrickt. Im seelsorgerlichen Gespräch mit Jesus erfuhr sie Vergebung für ihre Schuld und Befreiung zum Missionarsdienst in ihrer Heimatstadt. Sie erlebte: Sehnsucht findet Erfüllung. Die letzte Erfüllung aber schenkt Gott uns in der himmlischen Heimat. Noch sind wir dahin unterwegs, und: 12. Der Heilige Geist vertieft unsere Sehnsucht nach dem Himmel. »Der Heilige Geist wirkt in einem ihm aufgeschlossenen Herzen ein tiefes Sehnen, bald den Herrn Jesus Christus zu schauen und für immer bei ihm zu sein. Die ersten Christen lebten in der steten Erwartung der Wiederkunft ihres Herrn und freuten sich darauf. Gleich bei ihrer Bekehrung wurden sie vertraut gemacht mit der herrlichen Aussicht: Der Herr kann jeden Augenblick wiederkommen und all seine Erlösten in einem Nu zur himmlischen Herrlichkeit führen. Hatte er doch gesagt: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Dann komme ich wieder und will euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin (Joh. 14, 2. 3)« (Chr. v. Viebahn). Wir wissen nicht, wie viel Freude und wie viele Schmerzen uns noch begegnen werden. Aber wir kennen Jesus, der schon jetzt »am anderen Ufer« auf uns wartet. Zukunftsängste, Krankheitsnot, Altersbeschwerden, Sterben und der Tod eines geliebten Menschen können uns unfassbar hart beschweren. Doch Jesus lebt, und er spricht dir zu: »Ich lebe, und du sollst auch leben« (Joh. 14, 19). »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? . . . Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus« (vgl. 1. Kor. 15, 54-57). Zur Vertiefung: Welche Bedeutung hat 1. Thessalonicher 4, 13-18 für mein Leben?

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HELLER SCHEIN IN UNSEREN HERZEN -

2. KORINTHER 3, 1-4, 6

SAMSTAG, 28.MAI

2. KORINTHER 3, 1. 2; 1. KORINTHER 9, 2

In seinem zweiten Brief an die Gläubigen in Korinth gibt Paulus seiner Freude darüber Ausdruck, dass sie sich von falschen und verführerischen Wegen zurückrufen ließen (2. Kor. 7, 6-9; vgl. 1. Kor. 3, 3; 6, 18; 15, 33. 34). Im Blick auf seine eigene Person sieht er sich genötigt, unberechtigte Vorwürfe anzusprechen, damit sein Dienst als Apostel nicht in Misskredit gerät (2. Kor. 1, 13; 2, 17; 7, 2). Hier stellt er klar: Ich habe es nicht nötig, mich selbst zu empfehlen oder mich durch entsprechende Briefe in Korinth einzuführen. Solche Empfehlungsbriefe waren in einer Zeit ohne Ausweis oder moderne Medien notwendig, da die Identität eines Gesandten nicht ohne weiteres überprüft werden konnte. Um seine Vertrauenswürdigkeit zu beglaubigen, gab man entsprechende Empfehlungsschreiben mit. Auch Paulus handhabte es so bei der Sendung von Mitarbeitern (z. B. Röm. 16, 1. 2; 1. Kor. 16, 10). Für seine eigene Person weiß er jedoch einen viel eindrucksvolleren Ausweis: »Ihr seid unser Brief.« Die Gemeinde in Korinth ist ja durch seinen Dienst in Zusammenarbeit mit Silas und Timotheus entstanden (Apg. 18, 1ff). Paulus und die Korinther gehören durch die Verkündigung des Evangeliums engstens zusammen. Alle vorausgegangenen geistlichen Unstimmigkeiten können daran nichts ändern. Das veränderte Leben der Korinther ist wie ein offener Brief für alle Beobachter, ein beweiskräftiges Zeugnis, das der Geist Gottes durch Paulus und seine Mitarbeiter gewirkt hat. Gibt es eine bessere Empfehlung? Zugleich beschreibt Paulus diesen Brief als eingeschrieben im eigenen Herzen. Auch für ihn selbst ist Gottes Handeln in Korinth Vergewisserung seines Dienstes. Was aber ins Herz geschrieben ist, das ist von Bedeutung. Paulus kann die Korinther nicht innerlich »abhaken«. Ihre Anliegen bewegen ihn. Er trägt an ihnen und trägt mit ihnen. In Galater 6, 2 schreibt er: »Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.« Darin ist uns Paulus ein Vorbild.

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SONNTAG, 29. MAI

2. KORINTHER 3, 3; JEREMIA 31, 33

Paulus bleibt bei seinem Bild eines Briefes, entfaltet es aber in eine neue Richtung: »Ihr seid ein Brief von Christus.« Zwei Aspekte hebt Paulus hervor, die diesen Brief in besonderer Weise auszeichnen. o Er ist nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. Das Schreibmaterial »Tinte« ist totes Material. Tinte kann man wegwischen, auslöschen. Gottes Geist ist lebendig und schafft Lebendiges in den Menschen, die sich für Gott öffnen. Es wird nicht nur etwas »notiert«. Neues Leben beginnt und kann sich entfalten. o Ein Brief von Christus ist nicht auf steinerne Tafeln geschrieben, sondern auf fleischerne Herzens-Tafeln. Deutlich erkennen wir den Bezug zu den Gebote-Tafeln (2.Mose 24, 12). Die guten Worte Gottes verändern den Menschen nicht automatisch. Sie zeigen vielmehr den Anspruch Gottes an sein Leben. Davor kann man sich verschließen. Wo die Maßstäbe Gottes missachtet werden, spricht die Bibel von steinernen, geistlich toten Herzen. Nur ein neues Herz kann in diesem Fall noch Abhilfe schaffen. - Es war eine Weltsensation, als am 3. 12. 1967 der Herzchirurg Professor Barnard in Kapstadt die erste Herztransplantation wagte. Seit diesem Zeitpunkt hat es Herzverpflanzungen in aller Welt gegeben und zahlreiche Patienten sind mit ihrem Spenderherzen alt geworden. Für die Ewigkeit aber hatte es keine Bewandtnis. Doch wenn Gott mein altes, steinernes Herz nimmt und ein neues, fleischernes gibt, dann wird es mit meinem Leben gut für Zeit und Ewigkeit. »Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun« (Hes. 36, 26. 27). Diese Verheißung hat sich beim Pfingstfest erfüllt (Apg. 2, 1-21). Seitdem schreibt Gott seine ganz besondere Geschichte in Menschenherzen.

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MONTAG, 30.MAI

2. KORINTHER 3, 3; 1. KORINTHER 3, 9

»Ihr seid ein Brief Christi, durch unseren Dienst zubereitet.« Es fällt auf, wie sehr Paulus die Verbindung zwischen Christus und seinen Dienern betont. Der eigentliche Verfasser des Briefes ist jedoch Christus. Er wirkt die Umgestaltung im Leben der Korinther. Kein Mensch kann das Wunder neuen Lebens aus Gott hervorbringen. Damals diktierte man seinen Brief einem Schreiber. Mit diesem identifiziert sich Paulus einschließlich seiner Mitstreiter. Eine doppelte Würde ist damit ausgesprochen. o Obgleich Jesus Christus an Menschenherzen völlig allein wirken könnte, will er es nicht ohne uns tun. Er gebraucht seine Diener und nimmt sie mit hinein in sein Handeln. (Lies Joh. 15, 16; Matth. 28, 18-20.) Von Johann Heinrich Volkening, einem Erweckungsprediger im Ravensberger Land, stammt der Ausspruch: »Das Schreiben in die Tafeln des Herzens ist die beste Schriftstellerei.« Jesus schenkt unserem Leben die große Würde, daran beteiligt zu sein! Dazu braucht es keinen besonderen Missionseinsatz. Mein Alltag bietet dazu Raum. Aber vielleicht sollte ich dennoch prüfen, ob seine Beauftragung mein Leben in eine neue Richtung bringen möchte. Bin ich bereit, meinen vertrauten Lebensrhythmus zu durchbrechen und neue Schritte für Jesus zu wagen? o Eine Gemeinde wie Korinth, die keineswegs nur lobenswerte Fortschritte machte, wird dennoch als »Brief von Christus« bezeichnet. Wir sind gut beraten, falsche Idealvorstellungen und den Perfektionismus hinter uns zu lassen. Damit überfordern wir andere und uns selbst ebenso. Enttäuschungen sind vorprogrammiert. Vielleicht sind sogar die zurückliegenden Schwierigkeiten der Korinther ein besonderes Zeugnis von der Macht und der Treue von Jesus. Das macht Mut für unser persönliches Leben und für unsere Gemeinschaft, zu der wir gehören. Welche Bereiche stellen sich augenblicklich problematisch dar und belasten uns? Wir können sie heute zum Gebet machen mit dem Ziel, dass an diesen Punkten Jesus erfahrbar und ablesbar wird (Kol. 1, 9-12).

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DIENSTAG, 31.MAI

2. KORINTHER 3, 4-6a; 2.MOSE 34, 6

Die Gemeinde ist durch den Dienst von Paulus und seinen Mitarbeitern ein Brief von Christus geworden. Er spricht dies nicht in einem Anflug von Überheblichkeit aus, sondern im Vertrauen auf Gott. Noch einmal stellt er klar: »Wir bilden uns nicht ein, aus eigener Kraft etwas tun zu können. Was bei euch geschehen ist, das hat allein Gott getan« (vgl. Joh. 15, 5). Im selben Atemzug führt Paulus seinen Gedanken weiter, den er in Vers 3 bereits begonnen hat. Sie sind Diener des sogenannten Neuen Bundes. Der Alte Bund steht für den Bundesschluss am Sinai (2. Mose 19, 5). Auch dieser Bund beruhte auf Gottes Gnade, da das Volk Israel im Verlauf seiner Geschichte unablässig rechtsbrüchig wurde. Allein die Treue Gottes hielt Israels Untreue aus. Die Bezeichnung »Neuer Bund« bezieht sich auf das Evangelium von Jesus Christus. Die Einsetzung dieses Neuen Bundes bewertet den Alten Bund nicht als schlecht und ungenügend. Vielmehr ist der Neue Bund die Erfüllung des Alten (Gal. 3, 23-26). Paulus weiß, wovon er spricht, wenn er den Neuen Bund dem Alten vorordnet. Als Pharisäer und Schriftgelehrter orientierte er sein Leben an den Geboten Gottes und stand für Gottes Bund mit seinem Volk leidenschaftlich ein. Erst vor den Toren von Damaskus wurden ihm die Augen geöffnet, dass er in seinem blinden Eifer ein Gegner Gottes geworden war (Apg. 9, 3-5). Auch wir stehen in der Gefahr, das erste Gebot zu missachten. Es ist leider wahr, dass wir, die wir zu Jesus Christus gehören, vielen anderen Einflüssen Raum geben und Rechte zubilligen. Daran kranken wir. Allein Gottes Treue hält auch unsere Untreue aus und will uns immer wieder auf die richtige Spur helfen. »Sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege« (Ps. 139, 24).

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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