Dienstag,1.Mai Philipper 1,27-30; Epheser 4,1-3.

Obwohl Paulus noch keine Klarheit über die Zukunft hatte, blieb er doch nicht bei seinem eigenen Ergehen stehen, sondern wandte seinen Blick in seelsorgerlicher Weise der Gemeinde in Philippi zu. Ihm lagen drei wesentliche Punkte am Herzen. Das Gemeindeleben muss sich vom Leben der Nichtchristen unterscheiden. Darum lautet der erste Punkt: "Wandelt nur würdig des Evangeliums." Der Lebensstil der Christen hat einen anderen Maßstab - das Evangelium. Unser Verhalten, die Art und Weise, wie wir innerhalb der Gemeinde miteinander umgehen, im Berufsleben, in der Familie, gegenüber Nachbarn, oder wie wir in Gremien unsere Meinung vertreten und wie wir zum Trend der Zeit stehen, das alles soll am Wort Gottes gemessen werden und ihm entsprechen. "Vor allem seht darauf, dass euer Leben und Betragen in Einklang sei mit Christi froher Botschaft, der Würde dieser Botschaft entsprechend." An die Christen in Kolossä, die Paulus nicht persönlich kannten, schreibt er noch detaillierter, er empfiehlt ihnen geradezu einen Kleiderwechsel. "Legt ab", so beginnt die Aufzählung von Verhaltensweisen, die nicht zu einem an Christus orientierten Leben passen: "Lasst euch nicht mehr vom Zorn und Hass beherrschen. Hört auf, euch gegenseitig zu belügen. Ihr habt doch euer früheres Leben mit allem, was dazu gehört, wie alte Kleider abgelegt. Zieht jetzt neue Kleider an, denn ihr seid neue Menschen geworden. Lasst euch von Gott erneuern. So entsprecht ihr immer mehr dem Bild, nach dem Gott euch geschaffen hat." Dem Ablegen unguten Verhaltens folgt das Anlegen geistlicher Eigenschaften: "Zieht an als die Auserwählten Gottes, als seine Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; ertragt einander und vergebt euch untereinander, wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr. Über alles zieht die Liebe an" (Kol.3,7-15). Ob Außenstehende bei uns etwas von dem neuen Leben in Christus entdecken? (Lies Eph.5,1-10; 1.Joh.4,19-21.)

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Mittwoch,2.Mai Philipper 1,27-30; 1.Petrus 1,14.15.

An verschiedenen Stellen der Bibel lernen wir Menschen kennen, die ihr Leben bewusst mit Gott führten. Im Gegensatz zu anderen Namen wird von Henoch berichtet: „Alle Tage Henochs waren dreihundertfünfundsechzig Jahre. Und Henoch wandelte mit Gott.“ Die Zahl dreihundertfünfundsechzig kann uns an die Tage eines ganzen Jahres erinnern. Jeder unserer Tage ein Tag mit Gott!? - „Noah wandelte mit Gott unter seinen Zeitgenossen!“ Die Menschen zu Noahs Zeit waren auf ihr äußeres Wohlergehen bedacht. "Sie hatten Lust auf... und wollten ihr Leben genießen" - schon damals war es so. Für die Botschaft, die durch Noahs Bekenntnis und das andere Leben zu ihnen kam, fanden sie kein Verständnis. „Aber Noah glaubte an Gott und befolgte seine Anweisungen. Er baute ein großes Schiff, obwohl von einer Gefahr weit und breit nichts zu sehen war. Deshalb wurde er mit seiner ganzen Familie gerettet. Durch seinen Glauben wurde auch der Unglaube und der Ungehorsam der anderen Menschen offenkundig. Und dieser Glaube war es, durch den Noah Gottes Anerkennung fand“ (Hebr.11,7). - Johannes will uns zu einem Wandel im Licht gewinnen. „Wandelt im Licht, wie er im Licht ist, so finden wir zur Gemeinschaft untereinander!“ Wenn wir anderen gegenüber aufrichtig und ehrlich sind, wenn wir nichts verbergen oder vertuschen müssen, kann echte Gemeinschaft gelingen. Das bleibt in unserer Umgebung nicht verborgen. - Petrus schreibt an die Christen, die aus ihrer Heimat vertrieben, im Ausland lebten: „Alles, was wir brauchen, um ein Leben zu führen, wie es Gott gefällt, hat uns Christus geschenkt. Denn durch ihn haben wir Gott kennen gelernt, der uns in seiner Macht und Herrlichkeit zu einem neuen Leben berufen hat....Deshalb setzt alles daran, und beweist durch einen vorbildlichen Lebenswandel, dass ihr an Gott glaubt. Jeder soll sehen, dass ihr Gott kennt“ (2.Petr.1,3.5; lies Jak.3,13-18).

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Donnerstag,3.Mai Philipper 1,27-30; Johannes 17,20.21.

Der zweite Punkt, den Paulus ausspricht, lautet: „Ich möchte, dass ihr alle ein Ziel habt und wie ein Mann für die Ausbreitung des Evangeliums kämpft.“ Als Bewohner einer römischen Garnisonsstadt verstanden die Philipper sehr gut, was Paulus ihnen deutlich machen wollte: Fasst das eine Ziel ins Auge, Menschen die frohmachende und befreiende Botschaft von Jesus zu sagen. Dabei ist euer gemeinsames Handeln von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam seid ihr stark! Im Kampf darf man sich nicht teilen. Leider kommt es in der Gemeinde Jesu vor, dass sich Fronten bilden. Dann kämpft man nicht miteinander, sondern gegeneinander, und dabei reibt man sich gegenseitig auf. Im Kleinkrieg der Meinungen verliert man schließlich das eigentliche Ziel aus den Augen. Wie sehr ist es dem "Durcheinanderbringer" daran gelegen, die Einheit zu zerstören und so jeden Einsatz für das Evangelium zu untergraben. Unser Eigenwille, unsere Selbstgerechtigkeit, die festgefahrene, anscheinend richtige Meinung kommt dem pharisäischen Denken nahe, das alles macht uns hart und unbeweglich. Wenn dann noch unsere Antipathie gegen den andern eine Rolle spielt, wird die Kluft immer größer. Ob Paulus diese Gefahr in Philippi entdeckte? Jedenfalls wurde er nicht müde, dieses Thema aufzugreifen und zu zeigen, dass egoistische Wesenszüge Christen nicht länger beherrschen sollen. „Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“ (Röm.15,5-7; lies 1.Kor.1,10-17; Eph.4,15.16). Für die Ausbreitung des Evangeliums ist Einmütigkeit notwendige Voraussetzung für ein Gelingen. Wir wollen nicht als „Publikumschrist“ aus den Rängen kritische Bemerkungen einwerfen, sondern Mitkämpfer sein. Dann wird unser Zeugnis gehört werden.

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Freitag,4.Mai Philipper 1,27-30; 1.Petrus 5,8.9.

Der dritte Punkt, auf den Paulus die Gemeinde aufmerksam macht, lautet:

„Lasst euch von euren Gegnern nicht einschüchtern! Denn ihre Feindschaft gegen das Evangelium ist nur ein Zeichen dafür, dass sie verloren sind, für euch aber der Beweis, dass ihr von Gott gerettet seid.“ Gottes Volk war immer und zu allen Zeiten von Feinden bedrängt. Jesus selber hat seine Jünger von Anfang an auf diese Tatsache hingewiesen: „Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat“ (Joh.15,18). Auch Paulus erfuhr viel Widerstand. Der auferstandene Herr beauftragte Ananias, Paulus auf das Kommende vorzubereiten: „Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen“ (Apg.9,16). „Egal wie gütig und anziehend unser Lebensstil ist, Widerstand wird kommen... Die Frage ist nicht, ob wir Widerstand erleben werden oder nicht, sondern wie wir damit umgehen“ (S.Ferguson). Paulus ermutigte die Christen, sich nicht erschrecken zu lassen. Christa von Viebahn schreibt in ihrem Buch "Vom Leben im Geist": "Manche von uns möchten gern bereit sein zum einmütigen Kämpfen für das Evangelium, aber sie sind schnell erschrocken. Der Fürst dieser Welt ist sehr darauf aus, Nachfolger Jesu lahmzulegen... Deshalb sagt ihnen Paulus, dass alles, das Feststehen und die Unerschrockenheit, 'von Gott' zu ihnen kommt. Von ihm kommt der ihnen verordnete Kampf und auch die Gnade für das damit verbundene Leiden. 'Denn euch wurde in Bezug auf Christus die Gnade verleihen, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden.'" Was bedeutet doch diese Zusage für solche, die in Kämpfen und Leiden stehen! "Der Gott der Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst wird euch, die ihr kurze Zeit zu leiden habt, vollenden, befestigen, stärken und gründen." (Lies Matth.5,11.12.)

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Samstag,5.Mai Philipper 1,27-30; 1.Petrus 4,14.

„Lasst euch von den Gegnern des Evangeliums nicht einschüchtern! Gott will ihnen durch eure Standhaftigkeit zeigen, dass sie verloren sind, ihr aber gerettet werdet.“ Widerstand, der aus dem Zeugnis für Jesus erwächst, kommt unerwartet. Aber er soll uns nicht erschüttern, vielmehr die Gewissheit, dass wir für immer zu Jesus gehören, festigen. „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen... Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden.“ (Lies Matth.10,22; Apg.5,41.) "Euch ist die Gnade gegeben, nicht allein an Jesus zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden." Ist es nicht erstaunlich, dass "das Leiden für Jesus nicht ein notwendiges Übel ist, sondern ein Geschenk, eine Gnade"? (P.Murdoch). Wenn wir das als Vorrecht ansehen, dann können wir unerschrocken bleiben und für unsere Widersacher beten, die den großen Reichtum, der uns in Jesus gschenkt ist, nicht kennen, sondern arm und verloren sind. (Lies Phil.3,10; vgl.Apg.16,23-25; 2.Tim.2,8-12a.) Heute stehen Christen in vielen Ländern in dieser Auseinandersetzung, von der Paulus den Philippern schrieb. Unter der Überschrift "Zusammengepfercht in einer kleinen Zelle" lasen wir: "Zehn Männer - Diebe und Mörder - saßen in einer Zelle. Spät in der Nacht wurde ein Mann zu ihnen hineingestoßen. 'Was hast du auf dem Kerbholz?' war die erste Frage. 'Ich glaube an Jesus Christus', war seine freundliche Antwort. Und dann konnte er ihnen sagen, was ihm das bedeutet, dass Jesus ihn liebt und dass er zu ihm beten kann. Fragen auf Fragen hatten die Mitgefangenen. Plötzlich sagte einer: 'Wenn du wieder betest, willst du dann auch für uns beten?'" - Es ist nicht immer so, dass sich die Tür zu Menschenherzen so schnell öffnet. Wir wollen für die verfolgten Christen beten, dass ihnen die Freude am Herrn erhalten bleibt, damit sie ein Zeugnis für Suchende haben. (Lies Apg.12,1ff; Hebr.13,3; Phil.1,19; Kol.4,2.3.)

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EINER, DER NICHT DAVONLIEF

Sonntag,6.Mai 1.Könige 18,1-16; Sprüche 29,25.

In wenigen Versen erfahren wir von Obadja, der in einer sehr schwierigen Zeit am Hof des Königs Ahab und der heidnischen Königin Isebel lebte. Von Ahab wird gesagt, dass "er tat, was dem Herrn missfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren... Er nahm sogar Isebel, die Tochter Etbaals, des Königs der Sidonier, zur Frau und ging hin und diente Baal und betete ihn an" (1.Kön.16,29-33). In dieser dunklen Zeit beauftragte Gott Elia, eine Botschaft an Ahab auszurichten: "So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn" (1.Kön.17,1). Kein Tau und kein Regen - das bedeutete Dürre und Hungersnot und zugleich Verfolgung der Propheten durch Isebel. Wie war es möglich, dass Obadja unter solchen Umständen seinen Dienst am Hof tun konnte? Das wird uns nicht berichtet, aber er blieb selbst in dieser für ihn gefährlichen Situation, was sein Name bedeutete: "Ein Knecht des Herrn"! (Lies Hiob 23,11.12; vgl.Jer.38,4-13.) Obadjas Glaubensmut beeindruckt zutiefst. Er ging ein großes Risiko ein, als er sich entschloss, hundert Propheten zu verbergen und zu versorgen. Hätte Isebel etwas davon erfahren, sie hätte gewiss schnell einen Weg gefunden, ihn zu beseitigen. Obadja wusste: Ich bin an diesem Platz, um Gottes Auftrag zu erfüllen. Obwohl er den lebendigen Gott nicht mit Worten bezeugen konnte, diente er ihm doch, indem er in aller Stille für die Propheten handelte, die wie er Gott fürchteten. Ob das Gebet des Psalmisten auch sein Gebet war: "Lass meinen Gang in deinem Wort fest bleiben"? Gottes Kraft war es, die Obadja durchbrachte, nicht sein Verdienst. "Ich will sie stärken in dem Herrn, dass sie wandeln in seinem Namen, spricht der Herr" (Sach.10,12; lies Ps.25,20; 108,13.14; 119,10.30.63.133).

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Montag,7.Mai 1.Könige 18,1-15; 5.Mose 10,12.

Pfarrer Winrich Scheffbuch gibt dem Leben Obadjas die Überschrift: "In Konflikten leben." Er schreibt dazu: "Als König stellte Ahab einen traurigen Rekord auf: 'Er tat mehr, den Herrn zu erzürnen, als alle Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.' Wie konnte denn Obadja als frommer Mann überhaupt an diesem Königshof als Chefminister tätig sein? Hätte er nicht sein Amt niederlegen müssen? Nein! Er wurde gebraucht. Um seiner eigenen Ehre willen hat Obadja gewiss nicht an diesem Posten ausgehalten. Vielmehr konnte der gottlose König Ahab auf den korrekten Dienst dieses Mannes nicht verzichten, obwohl ihm seine Glaubenstreue sicher ein Dorn im Auge war. Gott stellt seine Diener mitten in die Spannungen dieser Welt. Hier haben sie ihren Platz. (Lies 1.Mose 5,22.24; 6,8.9; 39,7-12; Dan.6,1-5.11; Jes.51,7.8.) - Ob es uns hilft, zu erfahren, dass auch Obadja sich fürchtete? Er weigerte sich anfangs, dem Wunsch Elias nachzukommen und dem König Ahab zu berichten, er habe den steckbrieflich gesuchten Propheten getroffen. Er hätte ihn ja gleich verhaften müssen. Obadja jedoch überwand seine Angst, ging zum König und berichtete, dass Elia sich ihm stellen wollte. Woher nahm Obadja solchen Mut? Er fürchtete sich vor dem lebendigen Gott mehr als vor den tobenden Tyrannen dieser Welt! Wir wissen nicht, wie es in Obadja aussah, als er zum König ging. Er kannte seinen schwierigen Chef zu genau, als dass es ihm nicht mulmig zumute gewesen wäre. Aber noch schlimmer, als von Ahab hingerichtet zu werden, empfand es Obadja, den lebendigen Gott zu betrüben." (Lies Matth.10,28; Ps.56,4.5.10; 118,5-7a; 119,87.88.105.)

Ja, Jesus siegt! Wir glauben es gewiss, und glaubend kämpfen wir.

Wie du uns führst durch alle Finsternis, wir folgen, Jesu, dir.

Denn alles muss vor dir sich beugen, bis auch der letzte Feind wird schweigen. Ja, Jesus siegt!

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Dienstag,8.Mai 1.Könige 18,7-16; Psalm 86,2.11.

"Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an." - Ob Obadja sich manchmal fragte, warum ausgerechnet er an diesen Platz am Hof des Königs gestellt war? Die einfache Antwort lautet: Gott brauchte ihn an dieser Stelle! Aber er konnte für Gott nur dann brauchbar sein, wenn er kompromisslos seinem Wort gehorsam war. - Unser Platz als bewusste Christen ist auch heute mitten in dieser Gott entfremdeten Welt. Macht uns der immer stärker werdende Druck der Welt nicht Angst? Natürlich. Aber wir sind nicht allein gelassen, denn wir haben Jesus, unseren großen Hohenpriester, der für uns beständig betet, wie er einst für Petrus betete: "Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre." Im Hohepriesterlichen Gebet betet Jesus für alle, die zu ihm gehören: "Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen" (Luk.22,32a; Joh.17,15.16; lies Röm.8,34; Hebr.7,24.25). Das Feststehen in der Welt wird möglich, weil Jesus die Welt überwunden hat. "In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden" (Joh.16,33; lies 2.Thess.3,3; 2.Tim.4,17.18). Es mag Augenblicke geben, in denen uns die Angst so belastet, dass wir Gefahr laufen, Jesus untreu zu werden. Aber gerade dann sollten wir uns zu ihm flüchten. "Bewahre mich, denn ich traue auf dich", kann unser Notschrei sein. Konflikte und Spannungen wird es für Christen geben bis zum Ende der Welt. In Verbindung mit unserem auferstandenen Herrn können wir sie überwinden. "Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? ... In dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat." "Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwindet!" (Röm.8,35.37; 1.Joh.5,4; lies 1.Kor.15,57; 2.Kor.2,14; Jes.41,10; 43,1.2).

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Mittwoch,9.Mai 1.Könige 18,3; 2.Timotheus 1,12.

Obadjas Name bedeutet: Diener, Knecht des Herrn. Diener Gottes sein ist unser Lebensprogramm. Denken wir an Jesus, der von sich sagte: "Ich bin unter euch wie ein Diener." Und der von ihm gewiesene Weg heißt: "Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer der Erste sein will, der sei euer Knecht" (Matth.20,26.27). Paulus sagte von seiner Beziehung zu Jesus: "Dem ich gehöre und dem ich diene." Jesus zu dienen war ihm ein Vorrecht. Der Dienst für den Herrn versetzte ihn in den weiten Raum der göttlichen Pläne. (Lies Apg.27,23; 1.Tim.1,12; Ps.100,1-4.) - Ob Obadja jemals den Gedanken an eine Flucht erwogen hatte? Bei Fr.Krummacher, einem "Knecht des Herrn" in der Erweckungsbewegung des 19.Jahrhunderts, lesen wir: "Jenen bequemen Grundsatz, der die Flucht gebietet, wo das Bleiben unerfreulich ist, konnte Obadja unmöglich zu dem seinen machen. Er wusste: Mein Herr hat mich an diesen Platz gesetzt; warum, das wird er wohl wissen, und ihm ist's ja ein Geringes, mich auch in dieser 'Löwengrube', in diesem Konflikt zu bewahren. - Geht hin und tut desgleichen, ihr, die ihr euch wie Obadja in ähnlicher Lage befindet! Wie viel Schlechtes ihr in eurer Stellung auch sehen müsst, wie viel Widriges ihr erfahrt, und wie ihr verspottet, gedrückt und angefeindet werdet, es sei euch das kein Grund, euch eigenwählerisch von einem Posten wegzuschleichen, auf den der Herr euch stellte. Haltet aus um seinetwillen, bis er euch selber losmacht. Wenn man euch gewaltsam verstößt oder Verhältnisse und Umstände eine Änderung eurer Lage oder Stellung herbeiführen, dann zieht mit ruhigem Gewissen, der Herr hat euch gerufen. Bis dahin aber haltet aus und seid ein Salz in der Fäulnis. 'Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten.'" (Lies Ps.34,8.20; 121,2.3; 145,18; Spr.18,10; Jes.25,4.)

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Donnerstag,10.Mai 1.Könige 18,11-16; Jakobus 1,3.4.12.

"Steht fest im Glauben, seid mutig und seid stark." In allen Anfechtungen, durch die Obadja ging, handelte er in der "Furcht des Herrn" - in Ehrfurcht vor Gott. Er wusste sich auf dem Platz, den Gott für ihn gewählt hatte. Das gab ihm die Kraft durchzuhalten, für Gottes Sache etwas zu wagen. - Eine Missionarin aus Uganda berichtet aus ihrem Erleben: "Ich war plötzlich verunsichert über das, was ich als meinen Ruf und Auftrag betrachtet hatte. Hatte ich mich geirrt? Ich war nun schon seit fünf Monaten in Uganda und hatte noch nichts zustande gebracht. Von einer geistlichen Entwicklung, die ich von einem Missionsauftrag erwartet hatte, zeigte sich keine Spur. Ich fühlte mich unsicher und deplaziert. Ich erschien mir nutzlos und überflüssig. Ein Trost in dieser Zeit war mir eine Erkenntnis, die ich aus einem Bibelstudium gewann. Damals beschäftigte mich gerade Israels Auszug aus Ägypten (2.Mose 13,17-14,31). Beim Lesen fielen mir einige Parallelen zu meiner eigenen Situation auf: Gott hatte Mose einen klaren Auftrag gegeben. Mose packte an, und worauf stieß er? Auf nichts als auf Widerstände. Alles verlief anders, alles schien schief zu gehen - aber am Ende erreichten sie das verheißene Land... Allmählich löste ich mich aus dem starren Denken, in dem ich bis dahin gefangen war. Wenn Gott mich auf Umwegen führen wollte, dann würde ich das akzeptieren. Schließlich war das ganze Unternehmen seine Verantwortung... Meinen Platz sehe ich immer noch in Uganda. Wenn Jesus eine Veränderung für mich will, soll sie durch sein Eingreifen zustande kommen: durch eine zugeschlagene oder eine sich öffnende Tür, aber nicht durch meine Initiative"(E.Bär). (Lies 4.Mose 9,15-23; 5.Mose 32,3.4; Ps.18,31; 23,3.)

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Freitag,11.Mai Johannes 15,16; Psalm 138,7.8.

"Es gibt Berufe, in denen es besonders schwer ist, in der Furcht Gottes zu wandeln. An einem solchen Platz stand Obadja ohne Zweifel. Er, der gottesfürchtige Mann, war Hofmeister des gottlosesten Königs von Israel. Welche inneren Kämpfe mag sein Beruf ihm gebracht haben! Der Geist, der am Hof Ahabs herrschte, war so, dass sich ein frommer Mann dort unmöglich heimisch fühlen konnte. Immer wieder begegnete er Isebel, deren Feindschaft und Abneigung gegen den Gott Israels ihm gewiss große Not bereitete. In schwierigster Lage hatte er seine Gottesfurcht zu beweisen. (Lies Ps.56,4.5; 121,1.2; 124,8.) Der Gedanke an die Schwierigkeiten Obadjas kann Trost für solche unter uns bringen, die an ähnlich schwierigen Plätzen aushalten müssen. Gott weiß, wo sie wohnen. (Lies Offb.2,13; Jes.49,15.16.) Gott hat einem Josef am ägyptischen und einem Daniel am babylonischen Hof durchgeholfen. Er hat die gläubigen Soldaten oder Sklaven am Hof des tyrannischen und sittenlosen Nero bewahrt (1.Mose 39,1-3.21.23; 50,20; Dan.1,8.9; Phil.4,22). Er will uns in jeder noch so schwierigen Lage Gnade zum Feststehen und Durchhalten geben. Mancher hat an seinem Platz vielleicht schon gedacht: Hier lässt sich unmöglich etwas für Gottes Sache tun. Solange dieser oder jener die Macht hat, kann man nur still auf bessere Zeiten hoffen. Aber so dachte Obadja nicht. Er zeigte, dass er nicht nur Obadja hieß, sondern dass er wirklich ein Knecht des Herrn war, der ihm stets zur Verfügung stand. Er hätte sonst nicht den Mut gehabt, die Propheten des Herrn in Höhlen zu verstecken und sie treu zu versorgen. Gesegnete Tat! Sie wird ihren Lohn in der Ewigkeit finden" (A.Christlieb). "Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße eurer Arbeit und der Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt" (Hebr.6,10a; lies Jes.21,14; 58,7; Matth.25,34-40).

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Samstag,12.Mai 1.Könige 18,11-16; Sprüche 29,25.

Das Letzte, was wir von Obadja lesen, war sein Gehorsam Elia gegenüber. Er befolgte Elias Auftrag, obwohl sein Verstand ihm klar sagte, was geschehen konnte. Was Jesaja von dem wahren "Gottesknecht" schreibt, könnte auch als Überschrift über Obadjas Leben stehen: "Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück" (Jes.50,5). Nach der Begegnung mit Elia hören wir nichts mehr von Obadja. Vermutlich hat er in weiteren Glaubens- und Gehorsamsproben seinem Gott die Treue gehalten. (Lies Ps.119,30; Jos.24,15; Kol.2,6.7.) - Vor einiger Zeit lasen wir im Bibellesezettel im Blick auf den Gehorsam Folgendes: "Sind wir manchmal in Gefahr, uns dem Herrn zu widersetzen, mit ihm zu verhandeln, ihm Ersatzangebote zu machen, wenn er mit uns geredet hat? Vielleicht sagen wir: So kann es Gott doch nicht gemeint haben, wenn er uns einen Auftrag gibt, der uns so schwer fällt. Denken wir daran: Zu allem, was der Herr uns aufträgt, gibt er uns auch die Ausrüstung und die Kraft." Gottes Geist wird uns beistehen, dass wir an einem schwierigen Platz den Herrn durch Vertrauen und Gehorsam ehren können. "Ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn empfangen habe", schreibt Paulus (Apg.20,24; 21,13; lies Ps.5,9; 86,11; 143,8.10). Als Christen sind wir heute mehr denn je gefordert, mit der Tat zu zeigen, wem der erste Platz in unserem Leben gehört. Obadjas Vorbild kann uns anspornen, in Ehrfurcht vor Gott zu leben und "uns nicht der Welt gleichzustellen", den guten Kampf des Glaubens zu führen. "Weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt" (Hebr.12,28).

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ÜBERFORDERTE BEGEGNEN JESUS

Sonntag,13.Mai Jesaja 63,8.9; Johannes 10,14.

In unseren Tagen begegnen uns oft Menschen, die gehetzt sind und überfordert wirken. Vielleicht haben wir selbst schon gedacht und auch gesagt: Ich fühle mich einfach überfordert. Was meinen wir, wenn wir von Überforderung sprechen? Es gibt Lebenssituationen, in denen Dinge von uns gefordert werden, von denen wir meinen, dass wir sie unmöglich bewältigen können. Wir haben Lasten zu tragen, die uns zu Boden drücken, und wir wissen nicht, wie wir sie bewältigen können. Wir erleben am Arbeitsplatz ein beständiges Mobbing oder haben Menschen in der nächsten Umgebung, die uns das Leben "zur Hölle" machen. (Vgl.Ps.13,3; 56,2.3.) Als Jesus in Israel unterwegs war, begegneten ihm immer wieder Menschen, die überfordert waren. Es war gut, dass Jesus in ihr Leben trat. Dabei sah er den Einzelnen und ging individuell mit ihm um, denn er begegnete jedem als Seelsorger. Er sah die wirklichen Probleme und Nöte und nicht nur das, was vor Augen war. Er hörte nicht nur, was die Einzelnen redeten oder andere über sie sagten, denn „er wusste, was im Menschen war“ (Joh.2,25b). Jesus wusste genau, was sie innerlich durchlebten und durchlitten. In den Sendschreiben sagt der Herr: "Ich kenne deine Bedrängnis, deine Armut!" "Ich weiß, wo du wohnst, da wo der Thron Satans ist." (Lies Ps.139,1-3; Hiob 34,21; Spr.5,21.) Wir dürfen wissen: Jesus hat einen Blick für überforderte Nachfolger. Als unser Herr, der allezeit gegenwärtig ist (Matth.28,20b), will er uns in jeder Lebenssituation, in jeder Schwierigkeit und Ratlosigkeit helfen. Er ist die beste Anlaufstelle, an die wir uns wenden können, gerade dann, wenn wir in einer Lage sind, in der wir sagen: Ich kann nicht mehr, ich bin überfordert, es ist zu schwer, was ich zu tragen habe. (Lies Ps.50,15; Matth.11,28; Joh.10,14.15.)

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Montag,14.Mai Johannes 5,1-9; Apostelgeschichte 10,37.38.

Menschen, die es schwer hatten

Jesus kam an den Teich, der von fünf Säulenhallen umgeben war. Der Ort hieß Bethesda, übersetzt: Haus der Barmherzigkeit. Barmherzig ging es dort allerdings nicht zu. Viele Kranke und Elende gab es an diesem Platz, die alle auf die Bewegung des Wassers warteten, "denn von Zeit zu Zeit bewegte ein Engel Gottes das Wasser. Wer dann als Erster in den Teich kam, der wurde gesund". Man musste beweglich und schnell sein. Aber das war ja die Not der meisten, die hier lagen, dass sie das nicht waren. Auch der Mann, der schon achtunddreißig Jahre an einer schweren Krankheit litt, erreichte nie das heilende Wasser. War seine Not die größte? Bei diesem Kranken blieb Jesus stehen und fragte ihn: „Willst du gesund werden?“ Der Gefragte sagte nicht nein und nicht ja, aber seine Antwort war ein Hilfeschrei, der die große Not deutlich machte. Seine Lebensumstände waren hart. Er musste damit zurechtkommen, dass er schon so lange Zeit krank war und keinen Menschen hatte, der ihm half. Vielleicht hat dieser Unglückliche manchmal gedacht und auch geseufzt: Es ist zu schwer, ich kann nicht mehr. Immer wieder lesen wir im Wort Gottes von Menschen, die es sehr schwer hatten. Kranke, belastete, trauernde, angefochtene und verfolgte Menschen gab es schon immer. (Lies Matth.11,2.3; Mark.9,17.18; Luk.7,12; 13,11.) In einer Predigt mit dem Thema "Das Elend muss zu Jesus" sagte Pastor Klaus Vollmer unter anderem: "Viel Elend wurde zu Jesus gebracht. Aber nicht alle Elenden konnten zu ihm kommen, nicht alle hatten Freunde, die sie zu ihm bringen konnten. Wie gut, dass Jesus dann zum Elend und zu den Elenden kam... Er tut es auch heute. Jesus weicht dem Elend nicht aus." (Lies Ps.10,12-14.17; 25,16.17; 35,9.10; Matth.4,23.24; 20,34; Mark.6,54-56.)

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Dienstag,15.Mai Johannes 8,1-11; Römer 3,23.24.

Es ist zu schwer! Ob auch die Frau, die vor Jesus stand, so über ihre Situation dachte? Es stand nicht gut um sie, denn sie war nicht freiwillig zu Jesus gekommen, sondern war vor ihn geschleppt worden. Nicht von Erbarmen bewegte Menschen hatten sie zu Jesus gebracht. Eine Verstrickung von Schuld und Heuchelei umgab die Frau und Jesus. Sie hatten einen Anklagegrund gegen die Frau gefunden und suchten einen gegen Jesus. Die Frage nach der Sündlosigkeit der Verkläger wurde auf erstaunliche Weise beantwortet. Plötzlich stand sie allein vor Jesus. Ehebruch wurde nach dem israelitischen Gesetz mit Todesstrafe belegt. Was konnte diese Frau anderes erwarten als das Todesurteil aus Jesu Mund? (Lies 3.Mose 20,10; 5.Mose 22,22; Matth.5,17-20.) Wir wissen nicht, wie sie selber ihre Schuld sah. Vielleicht litt sie darunter und hatte nicht mehr die Ehe brechen wollen; aber die Sünde hatte doch wieder Macht über sie gewonnen. Vielen Menschen ergeht es ähnlich, dass sie zu sündigen aufhören wollen und es gelingt ihnen trotzdem nicht. Ihre guten Vorsätze helfen nicht, immer wieder werden sie von der Sünde überwältigt. Man ist wirklich überfordert und kann unter der Macht der Sünde sehr leiden. Martin Luther beschreibt es so: „... mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat mich besessen.“ (Lies Röm.7,14-20.) Als Luther dieses Lied dichtete, hatte er zuvor Jesus als die Gerechtigkeit Gottes erkannt, der in unsere Welt kam, „um die Werke des Teufels zu zerstören“. Deshalb konnte er sein Lied mit den Worten beginnen: „Nun freut euch, lieben Christen gmein, und lasst uns fröhlich springen!“ Seit Jesu Sieg auf Golgatha stehen die Zeichen im Kampf gegen die Sünde auf Sieg. Das sollen auch wir erleben. (Lies Röm.7,24.25; 1.Kor.15,54b-57; 2.Kor.5,17.)

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Mittwoch,16.Mai 2.Korinther 4,7-12; Psalm 66,10-12.

Der Apostel Paulus hätte allen Grund gehabt, zu sagen: Es ist sehr schwer und fast zu viel, was mir an Leiden auferlegt ist. Aber in den verschiedenen Abschnitten seiner Briefe, in denen er von Leiden spricht, finden wir, dass er die Leiden nicht höher bewertete, als sie es wert waren. "Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll" (Röm.8,17.18). - Den Christen in Korinth war Paulus manchmal zu schwach. Dadurch sah Paulus sich gezwungen, von sich zu reden und von seiner Beziehung zu Jesus. Ihm lag alles daran, dass seiner Botschaft geglaubt wurde, so berichtete er den Korinthern von seinem Leiden und einem damit zusammenhängenden Erleben mit seinem Herrn. Ein besonderes, aber ungenanntes Leiden wurde dem Apostel so schwer, dass er Gott bat, es wegzunehmen. Im Ringen darum bekam er eine neue Schau und die Kraft, auch mit der verbliebenen Last seinen Weg weiterzugehen. (Lies 2.Kor.12,1-8.) Der englische Erweckungsprediger C.H. Spurgeon sagte: „Gott, unser Vater, ist ein guter Vater. Er hat Mitleid mit uns wie ein Vater mit seinem Kind und neigt sich zu uns hernieder. Er zählt die Sterne am Himmel und ruft einen jeden bei seinem Namen, dennoch heilt er, die zerschlagenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Derselbe Gott, der die Sonne flammend erhält, hat gesagt: 'Den glimmenden Docht will ich nicht auslöschen.' Kommt mit euren großen und kleinen Anliegen zu ihm, er wird euer Vertrauen nicht enttäuschen, denn er hat gesagt, wer auf ihn vertraut, soll nimmermehr zuschanden werden." (Lies Eph.3,12; Hebr.4,16; 10,35.36.)

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Donnerstag,17.Mai Psalm 73, 1-28; Johannes 20,24-29.

Asaf gehörte auch zu den Menschen, die Schweres ertragen mussten; an jedem neuen Morgen war dieselbe Plage für ihn da. In seiner Umgebung lebten gottlose Menschen, und ihnen ging es sehr gut. Das löste eine tiefe Not bei ihm aus: „Ich wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt wäre beinahe geglitten, als ich sah, dass es den Gottlosen so gut ging... Soll es denn umsonst sein, dass ich mein Herz rein hielt und meine Hände in Unschuld wasche? ... Es war mir zu schwer!“ Asaf ist nicht der Einzige, der am Vergleichen fast gescheitert wäre. So leiden auch heute viele darunter, dass sie Gott nicht verstehen, es nicht begreifen, warum er es so macht, wie er es macht. Diese Last der Anfechtung und des Zweifels kann selbst bei ernstlich glaubenden Christen zu einer Krise führen. Es ist ein Irrtum zu denken, dass man den Herrn, den man kennt und liebt, in allen Dingen verstehen könnte. Er hat uns nicht versprochen, für die Wegführung und sein Handeln mit uns Erklärungen abzugeben. Er hat vielmehr gesagt: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jes.55,8.9). Diese Tatsache anzunehmen fällt uns manchmal schwer, obwohl es uns auch froh machen kann, dass Gott göttliche Gedanken mit uns hat. Durch den Propheten Jeremia lässt er uns sagen: „Ich weiß wohl, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“ (Jer.29,11; lies Ps.37,5; Ps.77,12-14). Gott wirbt in seiner großen Liebe um unser uneingeschränktes Vertrauen. Vertrauen wir ihm, denn "seine Wege sind vollkommen"! (5.Mose 32,4; Ps.18,31).

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Freitag,18.Mai Johannes 5,8.9; Lukas 5,4-6.

Wir haben Menschen der Bibel betrachtet, die in ihren Augen mit Überforderungen lebten und Grund hatten, zu sagen: Es ist sehr schwer, ich kann nicht mehr. Bei dem Kranken am Teich Bethesda und bei Paulus waren es Krankheit und körperliche Schwäche, die eine unerträgliche Last bedeuteten. Bei der Ehebrecherin fanden wir die Last der Sündenmacht. Asaf war belastet und angefochten, weil er seinen Gott nicht mehr verstehen konnte. Kann es sein, dass Gott seine Kinder überfordert? Was geschah bei den genannten Menschen, nachdem sie Jesus begegnet waren?

Jesus und die Überforderten

Jesus wandte sich ganz dem Kranken zu, der keinen Menschen hatte. Aber er kam nicht zu ihm, um ihn in das Wasser zu führen, sondern um ihm aus Krankheit, Einsamkeit und Sünde herauszuhelfen. Vor uns steht Jesus nicht als sichtbarer Mensch wie vor dem Kranken, aber wir haben es besser als er. Der Kranke konnte nur mit Jesus reden, weil er zu ihm kam; wir können in jedem Augenblick zu Jesus gehen und mit reden, denn er ist uns allezeit nahe. "Der Herr ist nahe denen, die zu ihm beten... Er hört ihren Hilfeschrei." Was erwarten wir, wenn wir mit Jesus über das geredet haben, was uns zu schwer erscheint? Was erwartete jener kranke Mann am Teich Bethesda? Wenn er Mitleid erwartet hatte, wurde er enttäuscht. Jesus bemitleidet die Überforderten nicht, vielmehr fordert er sie heraus. Was ist unter einer Herausforderung zu verstehen? Herausforderungen sind immer Aufforderungen, denen zu folgen uns nicht leicht fällt. Eine Herausforderung kann man annehmen oder ablehnen. Herausforderungen stellen unweigerlich in die Entscheidung. „Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!“ Nun galt es, der Aufforderung zu folgen, dem Herausforderer zu trauen und zu vertrauen. Der Kranke tat es und wurde geheilt. (Lies 1.Mose 12,1.4; Jos.1,1.2.9; 1.Kön.17,3.4.9.)

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Samstag,19.Mai 2.Korinther 12,7-10; Psalm 55,23.

Unser Glaubensweg verläuft nicht nach einem Schema oder nur geradlinig. Jeder von uns erlebt Höhen und Tiefen, gesegnete Zeiten und Zeiten, die uns in einer nie gekannten Weise herausfordern. So erging es Paulus, der seinen Herrn schon lange kannte und ihm mit ganzer Hingabe diente, sodass er sagen konnte: „Christus ist mein Leben!“ In lebensbedrohenden Stunden hatte er ihn als Retter und Helfer erlebt (Phil.1,21; Apg.16,23-32; 27,44 u.v.a.). Doch als er den Herrn inständig um die Befreiung von der schweren Last eines Leidens bat, fiel die Antwort anders aus als erwartet. Jesu Antwort war eine Herausforderung. Paulus wurde nicht gefragt: Traust du mir zu, dass ich dich heile? Das hätte Paulus nicht irritiert, denn seine Bitte um Heilung geschah ja um des Dienstes willen. Aber statt der Erhörung kam die Aufforderung, weiter zu leben mit dem, was ihm schwer und hinderlich war. Jesus befreite ihn von dem "Pfahl im Fleisch" nicht, sondern forderte Glauben: Paulus, traust du mir zu, dass meine Gnade für dich ausreicht? "Verlass dich ganz auf meine Gnade, denn gerade wenn du schwach bist, kann sich meine Kraft an dir besonders zeigen.“ Paulus verstand das Nein seines Herrn und nahm die Herausforderung an. „Und so trage ich alles, was Christus mir auferlegt hat, denn ich weiß, gerade wenn ich schwach bin, bin ich stark durch Christus.“ Jesus überfordert die Seinen nicht, das würde im Widerspruch zu seiner Liebe stehen. Vieles, was wir als Überforderung bezeichnen, ist im Grund eine Herausforderung Jesu: „Vertraue mir, rechne mit meiner Kraft, mit meiner Gnade.“ Halten wir es für uns fest: Je größer die Not, umso größer die Herausforderung. Aber der Herr überfordert die Seinen nicht. (Lies Ps.125,1; Sprüche 3,5; Jes.66,2.)

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Sonntag,20.Mai Johannes 8,10.11; Lukas 15,17-24.

Allein vor Jesus - so erging es der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde. Ihre Ankläger hatten unbewusst das Beste für sie getan: sie brachten die Sünderin zu Jesus. Der Kirchenvater Augustin sagte: „Zwei werden zurückgelassen: die Erbärmliche und das Erbarmen.“ Ob die Frau dem zugestimmt hätte? Wer will sich schon als erbärmlich bezeichnen lassen? Erbärmliche sind erbarmungs- bedürftig, sie haben es nötig, dass man sich über sie erbarmt. Durch den Ehebruch hatte diese Frau den Tod verdient. Aber Jesus hatte Erbarmen mit ihr im Gegensatz zu den selbstgerechten und unbarmherzigen Anklägern. Als sie ganz allein und von allen Menschen verlassen vor ihm stand, sprach er zu ihr: „So verurteile ich dich auch nicht.“ Damit handelte er nicht gegen Gottes Wort und Gebot; vielmehr überwand er die Schuld durch Gnade. Er konnte ihre Sünde vergeben, weil er selber die Strafe für ihre Sünde am Kreuz auf Golgatha aushalten wollte. Darum vergibt er heute jede Sünde, die mit der Bitte um Erbarmen zu ihm gebracht wird. "Jesus hat selbst unsere Sünde an seinem Leibe auf das Holz getragen, ... durch seine Wunden ist uns Heilung geworden" (1.Petr.2,24; lies Jes.53,5; Joh.1,29). Der Liederdichter Philipp Friedrich Hiller kannte Gottes Erbarmen und bezeugte es im Lied:

Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert!

Das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hat's nie begehrt.

Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit.

Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein;

Gott hat mich mit sich selbst versühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein.

Wo kam dies her, warum geschieht's? Erbarmung ist's und weiter nichts.

Philipp Friedrich Hiller wusste auch, dass er dieses Erbarmen immer wieder brauchte, darum betete er: „Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir....“ Jesus erbarmt sich über alle, die kommen und sagen: Herr, allein schaffe ich es nicht. (Lies Luk.18,13; 1.Joh.2,1.2; 2.Chron.7,14.)

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Montag,21.Mai Johannes 8,1-11; Römer 6,11-14.

„Mir ist Erbarmung widerfahren“, so hätte auch die Frau, die vor Jesus stand, nach ihrem Freispruch singen können. Von diesem wunderbaren Freispruch sprach Gott schon durch seinen Propheten Jesaja: „Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden“ (Jes.1,18b). Vielleicht war das Herz der Frau auch von der Frage bewegt: Wie geht es nun weiter? Jesu Aufforderung „Sündige hinfort nicht mehr!" gab ihr eine klare Wegweisung. Hätte sie nicht denken können, wie jeder von uns: Das schaffe ich nicht, das ist eine Überforderung. Aber die Frau hatte Jesus kennen gelernt, Vergebung erfahren. Mit der Aufforderung war wohl das Angebot da: Bleibe in Verbindung mit mir. Ich vergebe nicht nur deine Sünden, die geschehen sind, ich helfe dir auch, dass du nicht mehr sündigen musst. Die Befreiung von der Knechtschaft der Sünde gibt es nur in Verbindung mit mir. Erlöste sind von der Sünde losgekauft, sie dürfen wissen, dass sie "nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst sind vom eitlen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes" (1.Petr.1,18.19). Jesu unschuldiges Sterben am Kreuz und seine Auferstehung versetzt uns Glaubende in ein ganz neues, ewiges Leben. Die Sünde ist vergeben, aber sündlos werden wir erst im Himmel leben. Jetzt können wir wohl noch sündigen, müssen es aber nicht. Wer mit Jesu Hilfe rechnet, kann ein Nein zur Sünde sagen. Paulus schreibt den Christen in Rom die frohe Botschaft: "Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit Christus gekreuzigt worden ist, damit wir ... nicht länger der Sünde als Sklaven dienen." Nehmen wir dieses Angebot an, das uns zum kindlichen Vertrauen herausfordert? (Lies Luk.10,19; Röm.6,6.7.14.17; Gal.5,1.13.)

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Dienstag,22.Mai Psalm 73,1-28; Psalm 94,18.19.

Wie geht Gott mit Menschen um, die ihn nicht verstehen und darum zu zweifeln beginnen? Er nimmt sie ernst, geht auf sie ein, weil er sie liebt. Asaf war ein Mann des Alten Bundes, doch auch zur Zeit Jesu gab es Zweifler, selbst im engsten Jüngerkreis. Thomas konnte es nicht fassen, noch weniger sich mit der Tatsache abfinden, dass Jesus am Kreuz sterben musste. Und mit der Nachricht von der Auferstehung kam er auch nicht zurecht: „Das glaube ich erst, wenn ich seine durchbohrten Hände sehe.“ (Lies Joh.20,24-29.) Hat Jesus ihn deshalb aus dem Jüngerkreis weggeschickt oder als unbrauchbar entlassen? Nein! Geduldig und liebevoll ging er auf die Bedingung ein, die Thomas gestellt hatte. Mit angefochtenen Leuten geht der Herr behutsam um, denn er ist der Erbarmer, der den glimmenden Docht nicht auslöscht. Aber er fordert auch von Zweiflern, dass sie glauben: “Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Nicht sehen, nicht verstehen und doch glauben? Diese Herausforderung können wir annehmen oder ablehnen. (Lies Joh.11,40; vgl.Röm.4,20.21.) Asaf ist mit dem verlöschenden Funken seines Glaubens den richtigen Weg gegangen. „Ich ging in das Heiligtum Gottes.“ Im Heiligtum sah er die Dinge im göttlichen Licht und bekam eine andere Perspektive. Worte, die er dort aussprach, haben vielen Angefochtenen nach ihm geholfen: „Dennoch bleibe ich stets bei dir! Wenn ich nur dich habe! Herr, du genügst!“ (Lies Ps.16,1-10; 18,36; Jes.41,10.) Haben wir Fragen und Zweifel an Gottes Güte und Gerechtigkeit, dann ist auch für uns der Weg ins Heiligtum frei. Dort können wir unser Herz ausschütten. Jesus lädt uns dazu ein: „Kommt her zu mir, wenn ihr mühselig und beladen seid.“ David schreibt von seiner Erfahrung: "Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich... Wenn ich mitten in der Angst wandle... hilfst du mir mit deiner Rechten." (Lies Ps.138,3-8; Hebr.4,16.)

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Mittwoch,23.Mai Matthäus 21,21; Lukas 17,5.6.

Es gibt Führungen und Lebensumstände, die unendlich schwer zu tragen sind, aber es kann doch nicht sein, dass Jesus die Seinen überfordert. „Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt." „Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch“ (1.Kor.10,13; Ps.68,20). Es wird immer wieder Situationen geben, in denen wir uns überfordert fühlen. Wir wollen sie als Herausforderungen unseres Herrn annehmen. "Wenn ich auch gar nichts fühle von deiner Macht, du bringst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht!" Jeder Vertrauensschritt vertieft unsere Gemeinschaft mit dem Herrn. Wir werden Jesus besser kennen lernen, weil er der beste Seelsorger und der beste Pädagoge ist. Eine pädagogische Weisheit heißt: Wer fördern will, muss fordern. Wollen wir im Glauben wachsen, dann müssen wir die Herausforderungen zu vorbehaltlosem Vertrauen annehmen, es wagen, auf Jesu Wort hin scheinbar Unmögliches zu tun, wie es der Kranke am Teich Bethesda tat: "Steh auf, nimm dein Bett und geh... Und der Kranke nahm sein Bett und ging hin." Wenn Jesus uns als seine Zeugen gebrauchen will, müssen wir unter Umständen auch zu Begrenzungen und Schwachheiten ja sagen, damit seine Kraft in unserem Leben offenbar wird, wie es bei Paulus geschah (2.Kor.12,7-11). "Sündige hinfort nicht mehr!" Stellen wir uns dieser Forderung Jesu? Josef antwortete, als er zur Sünde des Ehebruchs versucht wurde: "Wie sollte ich ein so großes Übel tun und gegen Gott sündigen?" (1.Mose 39,7-12). Sind wir bereit, uns den Herausforderungen des Herrn zu stellen? Wenn wir in unserem Glaubensleben wachsen und nicht verkümmern wollen, müssen wir uns aus Verzagtheit und Glaubenslosigkeit lösen und in die Gegenwart Jesu treten. (Lies Ps.73,26; 84,1-13.) Im Refrain eines Liedes heißt es:

Wag es mit Jesus, was deine Not auch sei, wag es mit Jesus, er macht dich frei.

Vorwärts mit Jesus, wie schwer der Kampf auch sei, vorwärts mit Jesus, er steht dir bei!

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DER MICH KENNT, IST IN DER HÖHE

Himmelfahrt,24.Mai Johannes 20,17; Lukas 24,50-53.

Gleich nach seiner Auferstehung ließ Jesus durch Maria Magdalena den Jüngern die Nachricht zukommen: "Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott." Wenn wir daran denken, dass Jesus dreiunddreißig Jahre wie wir Menschen auf Erden lebte, den Tod für uns erlitt und danach zurückkehrte in die himmlische Welt, dann möchten wir gern etwas von dem Ort wissen, an dem er sich jetzt befindet und von wo aus er Einfluss auf unsere Welt nimmt. Jesus ging zu seinem Vater zurück, der durch ihn auch unser Vater geworden ist. Von ihm sagte er: "Der Vater selbst hat euch lieb." (Lies Joh.16,27; Röm.8,16; 2.Kor.6,18.) - "Und Jesus führte die Jünger hinaus bis nach Betanien, hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel." Die Himmelfahrt Jesu war kein trauriges Ereignis, von dem die Seinen in tiefer Trauer hätten still nach Hause gehen müssen. Nein, "sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude, und sie waren allezeit im Tempel und priesen Gott". Jesu Himmelfahrt war der Höhepunkt seines irdischen Lebens, und so erlebten es auch die Jünger. Sein Abschied bedeutete nicht den Abschluss ihrer Verbindung, vielmehr den Anfang einer herrlichen, wenn auch unsichtbaren Verbundenheit mit ihm. Im Jüngerkreis hatte er auf die Zeit vorbereitet; wenn er nicht mehr sichtbar unter ihnen wäre, sollte ihr Dienst dieselbe vollmächtige Wirkung haben: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere tun als diese, weil ich zum Vater gehe." (Lies Joh.14,1-3.12-14.18.19; 1.Petr.3,18; Eph.2,8.) "Größere Werke", wie z.B. die Bekehrung von Menschen, geschehen auch heute durch vertrauensvolles, anhaltendes Gebet!

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Freitag,25.Mai Psalm 16,10.11; 17,15.

Schon im Alten Testament beschäftigten sich die Menschen Gottes mit der Auferstehung und der Himmelfahrt. David wusste, dass es für ihn einen Durchbruch aus dem Tod in die Welt Gottes gab. "Du wirst mich nicht dem Tode überlassen." "Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir" (Ps.23,4). Er rechnete mit der himmlischen Welt, in der "Fülle von Freude vor Gottes Angesicht" sein wird und "Wonne zu seiner Rechten ewiglich". Unser irdisches Leben endet mit dem Tod, nicht aber unsere Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus und unserem himmlischen Vater. (Lies Joh.11,25; 17,24; 1.Petr.1,3-5; 5,10.11.) - Schon Hiob lebte in der Gewissheit: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt... Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz." (Lies Hiob 19,25-27.) Psalm 68, ein Lied Davids, gibt einen deutlichen Hinweis auf die Himmelfahrt Jesu, sein Tun zur Rechten Gottes: "Du bist aufgefahren in die Höhe, du hast die Gefangenschaft gefangen geführt, du hast Gaben empfangen." (V.19; vgl.Eph.4,8-10). Unsere Gefangenschaft in Sünde und unsere Trennung von Gott hat Jesus hinweggetan. Damit machte er uns zu freien Menschen. Vom Himmel her schenkt er jedem die Rettung, wenn er sie sucht. (Lies Apg.16,30-34; Röm.4,25; 5,17; 6,18; Gal.5,1.13.) - Der Platz zur Rechten Gottes gehört nun in Ewigkeit Jesus, von dort aus ist er der Gebende und Segnende. Als Beschenkte dürfen wir ihm dienen. Darum sind seine Forderungen erfüllbar. Selbst "Widerspenstige" erfahren seine erbarmende, schenkende Liebe. Jesu Leben auf Erden und sein Wirken vom Himmel her hat nur das eine Ziel, "damit der Herr, Gott, eine Wohnung habe". (Lies Eph.2,19-22; 1.Petr.2,4.5.)

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Samstag,26.Mai Hiob 16,19; Psalm 33,13-18.

"Siehe da, mein Zeuge ist im Himmel. Und der mich kennt, ist in der Höhe!" Das schrie Hiob aus tiefster Not heraus, um sich gegen gut gemeinte, aber verletzende Worte zu wehren: "Er hat mir eine Wunde über die andere zugefügt. Er ist an mich gelaufen wie ein Gewaltiger. Ich habe mein Horn in den Staub gelegt. Mein Antlitz ist verschwollen vom Weinen, und meine Augenlider sind verdunkelt." Wie gut, dass er in seinem elenden, verzweifelten Zustand einen Blick und Seufzer zu dem empor schicken konnte, "der in der Höhe ist" (vgl.Hiob 33,26). - Vom Himmel her ist unser Herr Jesus "Zeuge" all dessen, was uns auch heute betrifft. Er kennt uns ganz, und er weiß alles. Alles Notvolle, das uns stark umtreibt, mit dem wir allein nicht fertig werden, hat er vor Augen. Er sieht nicht nur zu, seine Macht setzt er gezielt für uns ein, das merken wir oft erst später. (Lies Ps.115,5-8; Joh.10,14; 2.Tim.2,19; Offb.2,9.13.) Im Markusevangelium und im Hebräerbrief lesen wir von dem Platz im Himmel, der einmalig ist. "Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, ... wurde Jesus in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes." "Er hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät Gottes in der Höhe." Überraschend ist, wie stark er mit uns Menschen auf Erden verbunden ist. "Christus ist in den Himmel eingegangen, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen." "In allem musste er seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott" (Hebr.2,17.18; 9,24; 7,24.25). Jesus lebt im Himmel für uns, "er setzt sich für uns ein". Alle unsere Anliegen unterbreitet er Gott. Selbst wenn wir schuldig geworden sind, wendet er sich nicht von uns ab, sondern ist für uns da: "Wir haben einen Fürsprecher beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten." (Lies 1.Joh.2,1.2; Röm.8,32-34.)

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Sonntag,27.Mai Apostelgeschichte 7,55-60; Psalm 12,6.

Stephanus durfte während seines mutigen Zeugnisses vor dem Hohen Rat einen direkten Blick in den Himmel tun. "Er sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zu Rechten Gottes stehen." Menschlich gesprochen, ist Jesu Platz am Schaltpult der Weltgeschichte! Als sie Stephanus steinigten, sprach er: "Herr Jesus, nimm meinen Geist auf." Sein Platz in der Herrlichkeit beim Vater war nicht zu fern, um den Ruf des sterbenden Nachfolgers zu hören. Im Gegenteil, Jesus stand bereit, um Stephanus zu empfangen. Er ist auch "nicht fern von einem jeden von uns". "Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen." Der Himmel ist ein Ort in Reichweite und in Hörweite, ein Ort, zu dem wir beständig Verbindung haben können. Dieses Vorrecht haben wir Glaubenden, denn der Ort, an dem Jesus lebt und wirkt, ist mit den modernsten menschlichen Mitteln nicht zu erreichen. Freuen wir uns und nutzen wir die beständige Verbindung zum Thron Gottes? (Lies Ps.57,3.4; Hebr.10,19-22.) Der Epheserbrief eröffnet uns eine Dimension, die wir uns niemals hätten denken können: "Gott hat uns mit ihm auferweckt, uns im Geist in die himmlischen Welten versetzt und lässt uns dort schon jetzt mit unserem Herrn und Erlöser thronen" (Eph.2,6). Dieses Wort zeigt, dass das Mit-ihm-Sein an dem himmlischen Ort nicht nur bedeutet: bei ihm geborgen sein, Verbindung mit ihm und dem Vater haben, vielmehr auch mit ihm thronen, mit ihm herrschen. Das muss Folgen für unseren praktischen Alltag haben. Vielleicht fühlen wir uns gerade am Ende unserer Kraft, trotzdem werden neue Forderungen an uns gestellt. In Konfliktsituationen stehen wir in Gefahr auszurasten, den Herrn zu verunehren. In solchen Lagen zu "herrschen", das überfordert unsere menschliche Kraft, nur das Leben Jesu in uns ist dem gewachsen. (Lies 2.Kor.12,9.10; 13,4; 1.Joh.4,4; vgl.Sach.10,12; 2.Sam.22,40.)

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Montag,28.Mai Jesaja 9,5; Matthäus 28,18.

"Die Himmel herrschen", sagte Daniel. Paulus schreibt, dass wir zu den "Himmlischen" gehören, den "Hausgenossen Gottes" (Dan.4,23; 1.Kor.15,49; Eph.2,19). Wir sind verbunden mit dem, "der in den Himmel aufgefahren ist, der zur rechten Hand Gottes thront und dem Gewaltige und Mächtige untertan sind". Es war die ursprüngliche Bestimmung der Menschen zu herrschen: "Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar... füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrschet." Zu Kain sagte er: "Die Sünde lagert vor der Tür, du aber herrsche über sie" (1.Mose 1,26.28; 4,6.7). Haben wir uns bisher von der Sünde beherrschen lassen, so können wir durch Jesus frei werden und so unserer hohen Stellung entsprechen. "Alle, welche die Fülle der Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit empfangen haben, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus" (Röm.5,17). Ergreifen wir im Glauben die Macht des Sieges Jesu über die Sünde, die uns gefangen nehmen will. Wir selbst bestimmen das Niveau, auf dem sich unser Glaubensleben vollzieht. (Lies Luk.10,19; 2.Kor.10,4-6; Offb.12,11; vgl.Ps.118,14-16.) Paulus ermutigte die Christen, ihre Einstellung zu ändern, das heißt, sich bewusst auf den Platz zu begeben, wo Jesus sie haben wollte. Platzanweisung ist Sache des Herrn. "Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist, denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott" (Kol.3,1-3). Dieser Tatsache wollen wir uns freuen und darüber nachdenken, dass wir zum Staunen und Danken kommen. Christus hat uns an einen ganz neuen Platz versetzt - wir sind "mit Christus in Gott". Das Herrschen im Leben soll nicht in der späteren Zukunft geschehen, jetzt schon sollen wir die Erfahrung machen: "Du aber herrsche über die Sünde!" Das ist unsere Berufung, das ist unser Reichtum in Christus. (Lies 2.Thess.1,11.12; 1.Petr.2,9-12.)

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Dienstag,29.Mai Apostelgeschichte 1,9-11; 1.Thessalonicher 4,13-18.

Zur Himmelfahrt Jesu gehört das Versprechen seiner Wiederkunft. "Als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus wird wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen." Jesus hatte mit seinen Jüngern über seine Wiederkunft gesprochen: "Sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit." Das Wort von der Wiederkunft Jesu wird oft mit Gottes Gericht auf der Erde verbunden. Aber es gibt auch Worte Jesu, die uns erkennen lassen, dass er die Glaubenden zu sich holt, bevor er Gericht über die Welt hält. "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben durchgedrungen." "Und wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht; so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil" (Joh.5,24.28.29; Hebr.9,27.28). Jesu Kommen für die Seinen, für alle die, "die auf ihn warten", hat nichts mehr mit der Rettung von Sünden zu tun. Wenn wir durch Jesu Opfertod gerettet sind und das ewige Leben empfangen haben, sind wir für immer geborgen. "Ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen." "Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, wollen wir uns entschlossen reinigen von jeder Befleckung an Leib und Seele und in der Weihe für Gott vorwärts gehen, in tiefer Ehrfurcht vor ihm." (Lies Dan.12,2; Röm.5,6-8; 1.Thess.5,8-10; 1.Joh.3,1-3.)

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Mittwoch,30.Mai 1.Thessalonicher 1,9; 5,1-6.

Das Wort vom Wiederkommen Jesu sollte für seine Nachfolger eine frohe Aussicht sein. "Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf dass, wo ich bin, auch ihr seid." Echte Erwartung auf das Kommen Jesu wird sich im Leben und Planen der Christen auswirken. "Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt... Da wir nun so Großes erwarten, meine Lieben, so lasst es euch angelegen sein, ohne Flecken und tadellos vor ihm, unserem Gott, erfunden zu werden in tiefem Frieden" (2.Petr.2,13.14; 2.Kor.7,1). Jesus sprach davon, dass er zu einem Zeitpunkt wiederkommen wird, den weder die Jünger noch die Engel wissen und den er selbst nicht wusste. "Es ist nicht eure Sache, Zeiten und Stunden zu erkennen, die der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat..." (Mark.13,32; Apg.1,7). Die Zeit ist Gottes Geheimnis. Wenn er uns den Termin der Wiederkunft Jesu vorenthält, so will er, dass wir uns immer darauf bereiten, ja, dass wir jederzeit bereit sind, ihm zu begegnen. "Selig die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wacht, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde." "Umgürtet eure Lenden und macht euch fertig zum Vorwärtsschreiten, seid beständig in innerer Bereitschaft. Seht alles mit nüchternem Blick im Licht der nahen Ewigkeit und rechnet freudig auf die wunderbare Gnade, die euch bei dem Offenbarwerden Jesu Christi entgegenkommt!" Wir leben auf Abruf, in der Zeit "bis Jesus kommt". "Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er offenbar wird, Zuversicht haben und nicht zuschanden werden, wenn er kommt!" (Lies Luk.12,35-40; Jak.5,7-9; 1.Petr.1,13-17; 4,7.8.)

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Donnerstag,31.Mai Hebräer 10,37; Römer 13,11-14.

Die Erwartung der Wiederkunft ist geradezu ein Gradmesser für unsere lebendige Beziehung zu Jesus, die sich in unserer Lebenshaltung und der Zukunfshoffnung zeigt. Wir wollen uns mit einigen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, beschäftigen. Eine erste Konsequenz ist Heiligung. "Seht alles mit nüchternem Blick im Licht der nahen Ewigkeit... Wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, so seid auch ihr heilig in eurem ganzen Lebenswandel und Benehmen" (1.Petr.1,13-16; lies Phil.1,9-11; Hebr.12,14). Eine zweite Konsequenz ist Eifer. "Wir sind voll Eifer und setzen alles daran, ihm wohlzugefallen, mögen wir uns in der Heimat oder noch in der Fremde befinden, wenn er kommt." (Lies Matth.24,45-47; 25,19-21.) Eine dritte Konsequenz ist Vorsicht. "Lasst euch nicht verführen!" "Wir bitten euch, liebe Brüder, im Blick auf die nahe Wiederkunft des Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin: Lasst euch nicht so schnell verwirren, aus der Fassung bringen..." (Lies 2.Thess.2,1-3; Matth.24,4.5.) Eine vierte Konsequenz ist Dienen. "Ihr seid bekehrt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten" (1.Thess.1,9.10). - Eine fünfte Konsequenz ist Freude. "Freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget" (1.Petr.4,12.13). Eine sechste Konsequenz ist Mut zum Zeugnis. Heute wissen viele Menschen nichts von einem Leben nach dem Tod und noch weniger, wie sie gerettet werden können vor dem Gericht Gottes, dem sie entgegengehen. Wir sollen ihnen den Weg der Rettung zeigen. "Vor Gott und vor unserem Herrn Jesus Christus, der wiederkommen wird..., bitte ich dich eindringlich: Verkündige den Menschen Gottes Wort. Setze dich dafür ein, und zwar überall und zu jeder Zeit!" (Lies 2.Tim.4,1-5; 2.Kor.5,11.20.)

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