DONNERSTAG, 1.MÄRZ

2.KORINTHER 13, 5. 6

Die Gemeinde und jeder Einzelne stehen in letzter Verantwortung vor Gott. Vor seinem Eintreffen ruft Paulus deshalb zur Selbstprüfung auf. In unseren Tagen erwarten wir nicht Apostelbesuch, sondern die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus (Matth. 24, 42-44). Die entscheidende Frage lautet: Stehen wir im Glauben, und ist Jesus Christus in uns? Doch wie kann man dies bei sich selbst prüfen? Auf keinen Fall geht es darum, sich ständig selbst zu beobachten und in sich hineinzuhorchen, ob wir etwas von Christus fühlen und bei uns Glaubensmut vorfinden. Das würde uns entsetzlich auf uns selbst zurückwerfen. David betete: »Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine« (Ps. 139, 23). Sich selbst prüfen bedeutet, sich von Gott anschauen zu lassen und auf Christus zu sehen. Um dies praktisch werden zu lassen, wählte eine Gruppe von Christen folgenden Weg. Angeregt durch John Wesleys Predigten stellte sie einen Katalog von 27 Fragen zusammen, zu denen folgende fünf zählen: o Verbreite ich, bewusst oder unbewusst, den Anschein, besser zu sein, als ich es in Wirklichkeit bin? Bin ich, anders ausgedrückt, ein Heuchler? o Bin ich der Sklave meiner Kleidung, meiner Freunde, meiner Arbeit und Gewohnheiten? o Räume ich Gottes Wort jeden Tag genügend Zeit ein, in der es zu mir reden kann? Bete ich gern? o Ist da irgendjemand, den ich fürchte, nicht mag, nicht anerkenne, verstoße, kritisiere, gegen den ich Vorurteile hege? Was tue ich dagegen? o Wann habe ich zuletzt mit jemandem gesprochen, um ihn für Christus zu gewinnen? Wir tun gut daran, Jesus Christus das Herrschaftsrecht in jenen Bereichen neu zu übergeben, die durch Rückeroberungsversuche des Feindes gefährdet sind. Unser Glaube aber hat Zukunft, denn Christus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit (Eph. 3, 17; Kol. 1, 27).

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FREITAG, 2.MÄRZ

2.KORINTHER 13, 7-10

Von ganzem Herzen ist es der Wunsch des Apostels, dass er seine Autorität nicht durch Anwendung von Strafe geltend machen muss. Lieber will er sich wieder der Kritik aussetzen, in ihrer Mitte unscheinbar und schwach zu sein (2. Kor. 10, 10), wenn nur ihr Leben in Christus befestigt wird. Sein Hauptanliegen: ihre Vollkommenheit (V. 9)! Ist dieses Ziel nicht zu hoch gegriffen? Aber nicht Sündlosigkeit und Fehlerlosigkeit sind gemeint. Der hier verwendete Begriff bedeutet im Bericht von der Jüngerberufung das »Instandsetzen, Flicken« gerissener Netze (Matth. 4, 21). An anderer Stelle wird er mit Blick auf Spaltungstendenzen in der Gemeinde im Sinne von »zusammenhalten« verwendet (1. Kor. 1, 10). Paulus hat also die Wiederherstellung und Festigung ihrer Gemeinschaft im Blick. Diese ist noch immer gefährdet. Es ist ja nicht nur der Kampf in der Auseinandersetzung mit Götzendienst und falschen Aposteln, der die Gemeinde zu spalten droht (2.Kor. 6, 16-18; 11, 13). Wie viele Streitigkeiten und Verletzungen liegen hinter ihnen, die das Vertrauen der Glaubensgeschwister untereinander erschüttert haben (1.Kor. 1, 11-13; 6, 1-8)! Der langjährige Leiter des Missionswerkes Operation Mobilisation George Verwer appelliert an dienstbereite Nachfolger, nicht nur Missionsmethoden, sondern bewusst den Umgang mit Kränkungen zu lernen. »Wer dies nämlich nicht lernt, der wird unweigerlich in einen Sog der Bitterkeit und Gehässigkeit, der für die meisten Gemeinden typisch ist, hineingezogen . . . Wenn Sie ganz ehrlich zu sich selbst sind, dann müssen Sie sehr wahrscheinlich zugeben, dass es mindestens einen Menschen gibt, auf den Sie sehr zornig sind - und dieser Mensch ist wahrscheinlich ein Christ. Es gehört nun einmal zum Leben auf diesem Planeten, dass man Kränkungen erfährt, und ohne Vergebung kann man nicht mit ihnen fertig werden.« Das gelingt nicht aus eigener Kraft. Manchmal mangelt es bereits an der Bereitschaft dazu. Deshalb betet Paulus (V. 9; Eph. 3, 14-17). Und wir?

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SAMSTAG, 3.MÄRZ

2.KORINTHER 13, 11

In Liebe und in väterlicher Sorge hat Paulus sich in den zurückliegenden Kapiteln bemüht, die Gemeinde in Korinth vor dem Zerbruch zu bewahren. Alle Ermahnungen sind auf diesem Hintergrund zu sehen (vgl. 2.Kor. 10, 8). In einem wohlüberlegten Schlusswort spornt Paulus in fünffacher Weise an, das Gesagte in die Tat umzusetzen. Uns überrascht, welche Aufforderung den ersten Platz einnimmt. »Freuet euch!« Unsere Erfahrung bestätigt: Mitten in geistlichen und persönlichen Auseinandersetzungen kann Freude unbemerkt entschwinden. Wir leben zunehmend problemorientiert und verlieren die Antriebskraft, uns den Herausforderungen zu stellen. Da wird es kalt und glanzlos in unseren Tagen, weil die Gegebenheiten keinen Grund zur Freude bieten. »Freuet euch«, sagt Paulus! Kinder Gottes kennen doch den EINEN, o an dem sich wahre Freude entzündet. »Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes« (Luk. 1, 46b. 47). (Lies Jes. 41, 16b; 61, 10; Jer. 31, 13b; Hab. 3, 18; Joh. 16, 22.) o in dem trotz Schmerz und Not tiefe Freude zu finden ist. »Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!« (Phil. 4, 4) o durch den es Grund zu ewiger Freude gibt. »Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind« (Luk. 10, 20). Paulus erinnert daran, diese Freude lebendig zu erhalten. (Lies Jer. 15, 16.) Sie belebt und setzt Kräfte frei, die notwendigen Schritte im Glauben zu wagen. Lasst euch zurechtbringen - beseitigt, was von Gott und dem Bruder trennt. Lasst euch mahnen - nehmt Trost, Korrektur und Ermunterung an. Habt einerlei Sinn - richtet euer Denken auf dasselbe Ziel aus zum Bau der Gemeinde. Haltet Frieden - gebt empfangene Vergebung und Versöhnung Gottes weiter. »Über allen diesen Aufrufen aber steht die große Verheißung, dass der Gott, von dem Liebe und Friede ausgeht, sich zu ihnen bekennen und ihnen etwas von seiner Art mitteilen wird« (O. Schmitz).

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SONNTAG, 4.MÄRZ

2.KORINTHER 13, 12. 13

Mit den letzten Versen werden wir gedanklich hineinversetzt in den Gottesdienst in Korinth. Der inhaltsschwere Brief ist verlesen worden. Nun sind die Gottesdienstbesucher zu einer Reaktion aufgefordert. Sie sollen sich einander zuwenden und mit einem Kuss auf die linke und rechte Wange grüßen. So begrüßten und verabschiedeten sich damals Angehörige. So ehrte man einen Gast. Innerhalb der Gemeinde war dieser Kuss Ausdruck ihrer Verbundenheit durch die Liebe Gottes in Jesus, ein heiliger Kuss (vgl. Röm. 16, 16; 1. Thess. 5, 26). Während sie auf diese Weise ihre Zusammengehörigkeit hautnah vergegenwärtigen, übermittelt ihnen Paulus die Grüße aller Heiligen in Mazedonien. Geistliche Verbundenheit ist ja nicht eine Frage des Gefühls und der räumlichen Nähe, sondern Realität durch den Glauben an Jesus. Wie kann Gemeinde gedeihen trotz Zerrissenheit in den eigenen Reihen und inmitten einer eitlen, grausamen Welt? Nur unter dem Segen Gottes. Und nun legt Paulus auf seine Geschwister in Korinth diesen Segen. »Segnen heißt, die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott« (D. Bonhoeffer). Trotz aller schmerzlichen Vorfälle und Verwirrungen: Die Korinther gehören Gott. Sie sind gesegnet durch die Gnade in Christus! Jesus Christus hat sein Leben für sie in den Tod gegeben und wirkt mit seiner Auferstehungskraft unter ihnen (Röm. 6, 4. 5; Gal. 2, 20). Sie sind gesegnet durch die Liebe Gottes. Nichts kann sie von dieser Liebe scheiden (Röm. 8, 38. 39). Sie sind gesegnet durch den Heiligen Geist, der Gemeinschaft mit Gott besiegelt und untereinander stärkt (Röm. 8, 16; Eph. 4, 1-6). Keinen anderen Brief schließt Paulus mit einem so umfassenden Segensgruß. Wenn auch das Eigentliche dem menschlichen Auge verborgen bleibt, so darf der Gesegnete und der Segnende mit Gottes Macht und Liebesabsichten rechnen. Es gilt: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes ist mit dir!GEWISSHEIT, BESTÄNDIGKEIT, ZUVERSICHT

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MONTAG, 5.MÄRZ

RÖMER 14, 8. 9; APOSTELGESCHICHTE 9, 36-39 Was bleibt? Bei einer Beerdigung wurden drei Eigenschaften, die das Leben des Verstorbenen als Jesus-Nachfolger kennzeichneten, bezeugt: Gewissheit, Beständigkeit, Zuversicht. Sollten solche Merkmale nicht bei jedem Christen zu finden sein? Wir leben in einer Welt voller Unsicherheiten, Treulosigkeit und Perspektivlosigkeit. Da braucht es Menschen, die Hoffnungsträger sind und mit ihrem Leben auf DEN zeigen, der ihnen »Zukunft und Hoffnung« gegeben hat (Jer. 29,11). - Was sehen die Menschen unserer Umgebung bei uns? Weisen wir auf Jesus hin, der uns Gewissheit, Beständigkeit und Zuversicht für ein Leben mit ihm verliehen hat? Es lohnt sich, diese Kennzeichen näher zu betrachten.

1. Gewissheit

»Wer glaubt, weiß mehr«, lautete das Thema einer Predigt. Da heißt es: »Als Christen haben wir einen Informationsvorsprung vor denen, die den lieben Gott einen guten Mann sein lassen« (Chr.Morgner). Die Aussage »wir wissen« finden wir im Wort Gottes an vielen Stellen, und manches Mal wird sie verstärkt durch das Wörtchen »aber«. In der Formulierung »wir aber wissen« klingt ein Gegensatz und ein Informationsvorsprung an. Wer an Jesus glaubt, weiß um Dinge, die andere Menschen, die ohne diesen Glauben leben, nicht wissen und nicht verstehen können. »Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen . . . « (1. Kor. 2, 14a; lies 2. Tim. 1, 12; Eph. 1, 9; 1. Joh. 3, 14). Wer glaubt, weiß mehr, viel mehr. »Ich weiß, woran ich glaube. Ich weiß, was fest besteht, wenn alles hier im Staube wie Sand und Staub verweht; ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt, wo Wahn die Weisen treibet und Trug die Klugen prellt« (E.M.Arndt).

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DIENSTAG, 6.MÄRZ

1. JOHANNES 2, 20. 21; 1.KORINTHER 2, 9-16 Wer glaubt, weiß mehr. Wenn wir die Bibel lesen, erfahren wir sehr viel Wissenswertes. Dennoch muss unterschieden werden zwischen Wissen und Wissen, weil vieles nur Kopfwissen bleibt. Wo aber das Kopfwissen zum persönlichen Besitz wird, kommt es zur Gewissheit des Herzens. So ist Gewissheit viel mehr als pures Wissen; sie prägt unseren Charakter und unser praktisches Leben als Christ. Aus der Heiligen Schrift kennen wir viele Zusicherungen, dass wir mit Gottes Wort gewiss leben können. Wir können gewiss sein, dass wir gerettet sind. Wenn Jesus Christus der Herr unseres Lebens geworden ist, dürfen wir wissen, dass wir sein Leben in uns tragen: »Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes« (1. Joh. 5, 13; vgl. Joh. 1, 12; Röm. 8, 16; Kol. 1, 13). Wir wissen außerdem, »dass wir nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst sind von unserem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes« (1. Petr. 1, 18. 19). Gott selber bestätigt, was wir wissen dürfen: Die Erlösten sind sein Eigentum (Jes. 43, 1). Wir wissen auch, dass wir Himmelsbürger sind, denn unser Herr sagt: »Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind« (Luk. 10, 20). Freuen wir uns (noch) darüber? Das Wort Gottes bestätigt es uns: »Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben durchgedrungen« (Joh. 5, 24). Danken wir dem Herrn für die Gewissheit der Vergebung aller Sünden, denn: »Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit« (1. Joh. 1, 9). Gewissheit macht froh!

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MITTWOCH, 7.MÄRZ

HIOB 19, 25; JOHANNES 19, 30

Unsere Glaubensgewissheit gründet sich nicht auf menschliche Weisheit. Gegen alle sichtbare Not halten Menschen an Gottes Zusagen fest, dass Verderben und Tod nicht das Letzte sind. Was Hiob, der Hoffnung gewiss, ausrief, bestätigte Jesus, als er am Kreuz starb: »Es ist vollbracht!« Jesus sprach diese Worte in der Gewissheit des vollbrachten Opfers aus. Darum soll auch bei uns keine Ungewissheit darüber herrschen, dass unsere Schuld bei Gott getilgt ist. Nur so können wir vor dem Heiligen bestehen. Dass wir mit herrlichen Gewissheiten leben dürfen, heißt nicht, dass es für uns keine Ungewissheiten und keine Unsicherheiten mehr gibt. Manches bleibt ungewiss. Wir wissen zwar, wo wir unsere Ewigkeit zubringen werden, aber wir wissen nicht, was der morgige Tag bringt. Zwar wissen wir wie David, dass unser Herr uns recht führt, aber wir wissen nicht, welche Wege er uns führt. (Lies Ps. 23, 1-3.) Wir wissen, dass wir von unserem Herrn bewahrt werden, aber nicht immer bewahrt er uns vor Nöten, jedoch oft in den Nöten. (Lies Ps. 37, 28; 91, 15; Jes. 43, 2.) Gerade für den Umgang mit unzähligen Ungewissheiten, die zu unserem Leben gehören, brauchen wir die Verankerung im Wort Gottes und in dem, was Gott für uns getan hat. Sicherheit, die auf das eigene Handeln gründet, schafft nur Angst . . . Gewissheit, die auf dem Handeln Gottes in Christus ruht, schafft Frieden im Herzen und Frieden in den Turbulenzen des Alltags. Deshalb gilt es, sich selbst immer wieder diese Gewissheit, die ja auf das Wort Gottes gegründet ist, zuzusprechen: »Ich bin Gottes geliebtes Kind, nichts und niemand kann mich aus seiner Hand reißen.« (Lies Joh. 10, 27. 28; Röm. 8, 35-39.)

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DONNERSTAG, 8.MÄRZ

APOSTELGESCHICHTE 4, 1-13; RÖMER 8, 28 In einer angefochtenen Situation formulierte Petrus die Gewissheit des Heils. »Es ist in keinem anderen das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.« Petrus und Johannes erfuhren auf ihrem Weg mit Jesus starken Gegenwind. Nachdem sie einen Gelähmten im Namen des Herrn geheilt hatten, verkündigte Petrus den fragenden und verwunderten Menschen die Botschaft von Jesus Christus und rief sie zur Buße (Apg. 3, 1-26). Da setzte der Widerstand ein. Die junge Christen-Gemeinde erlebte zum ersten Mal den Angriff auf Leib und Leben. Das war die erste Nacht von vielen Nächten, die Jesus-Nachfolger seitdem im Gefängnis verbringen mussten, weil sie um des Evangeliums willen zum öffentlichen Ärgernis wurden. Solche harten Situationen, die der Herr den Seinen zumutet, obwohl er sie verhindern könnte, können mit seiner Hilfe bestanden werden, weil die Seinen der Gegenwart ihres Herrn gewiss sein dürfen. - Als Paulus und Silas im Gefängnis saßen, sangen sie Loblieder; denn sie waren gewiss, dass Jesus Christus in allen Wechselfällen derselbe bleibt. Er hatte es zugelassen, dass sie geschlagen und in den Block gespannt wurden. Aber sie quälten sich nicht mit nahe liegenden Problemen wie etwa: Ob nicht Menschen mehr Macht hatten als Gott, warum sie so bald nach ihrer Aussendung ins Gefängnis kamen. Sicher haben die beiden Missionare nicht umgehend gesungen. Es heißt ja: »Um Mitternacht beteten Paulus und Silas . . . « Sie haben sich aber entschlossen und unter großen Schmerzen durchgerungen, das Gespräch mit Gott nicht abreißen zu lassen, sondern ihn durch Vertrauen zu ehren. Denn sie waren gewiss: Der Herr hat uns nicht verlassen, er hat auch darin seine Segensabsichten mit uns und anderen. (Lies Apg. 16, 23-34.)

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FREITAG, 9.MÄRZ

APOSTELGESCHICHTE 4, 5-13

Äußerlich gebunden standen Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat. Innerlich aber waren sie frei durch die Verbundenheit mit ihrem Herrn. Von ihm, der sogar die Macht des Teufels gebrochen hat, wussten sie, dass er unvergleichlich mehr Macht hat als alle Machthaber der Welt zusammen. Jesus hatte versprochen, in jeder Lage bei ihnen zu sein, und sie waren gewiss, dass er zu seinem Versprechen steht. (Lies Matth. 28, 20; Luk. 12, 11. 12.) Darum konnte Petrus vor den Anklägern unerschrocken reden. Obwohl sie die Missionare foltern und töten lassen konnten, wie sie es bei Jesus erwirkten, sprach Petrus mit großem Freimut. Er war sich dessen gewiss, dass der Herr mehr tun will als kranke, gelähmte Körper zu heilen. Er will, dass Sündern das Heil angeboten wird. Dazu war Petrus beauftragt; er sollte es weitersagen, dass das Heil ausschließlich an Jesus Christus gebunden ist. Für ihn war Petrus bereit zu leiden. »Bei allem Widerstand, der sich erhebt gegen die Gemeinde und ihre Botschaft, geht es immer wieder, wie der Meister es selbst mit Betonung vorausgesagt hat, um diesen einen Namen Jesus. So drehen sich die ganzen Verhandlungen und Verhöre vor dem Hohen Rat immer wieder allein darum, und die ganze Wut der Hohenpriester richtet sich nur gegen diesen Namen. In besonderer Weise leuchtet der sieghafte Name Jesus aus den Berichten der Apostelgeschichte heraus. Was bedeutet uns dieser Name? Seine einzigartige Bedeutung ist weithin aus dem Bewusstsein vieler Gemeinden geschwunden« (O. S. v. Bibra). Bei allen Ansprüchen, die andere Namensträger erheben, darf unsere Gewissheit sein: Der Jesus-Name ist der größte. Alle, wirklich alle, werden einmal vor ihm in die Knie gehen und bekennen, dass er der Herr über alles ist. Wir lesen Philipper 2, 5-11 betend.

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SAMSTAG, 10.MÄRZ

PSALM 73, 23-28

2. Die Beständigkeit

Der Begriff Beständigkeit hat zu tun mit »stehen«, »einen festen Stand haben«. Wenn Sicherheiten zerbrechen, wenn Katastrophen über uns hereinbrechen, wenn Depressionen nicht weichen wollen, brauchen wir einen sicheren Standort, aber auch ein beständiges Vertrauen, dass der Grund, auf dem wir stehen, felsenfest ist (vgl. Ps. 62, 8). Es ist wichtig, dass wir erstens in einer Haltung des Vertrauens bleiben.

Ein Mann der Bibel geriet sehr ins Wanken: »Ich wäre fast zu Fall gekommen. Beinahe hätte ich den Boden unter den Füßen verloren. . . . War es denn völlig umsonst, dass ich mein Herz rein hielt und kein Unrecht beging? Jetzt habe ich nichts als Sorgen von früh bis spät, jeder neue Morgen bringt mir neuen Kummer« (Ps. 73, 2. 13. 14). Doch dann wächst in ihm die Einsicht: »Da erkannte ich, wie verbittert ich war und welcher Zorn in mir aufstieg, als ich all dies sah. Wie dumm und unwissend bin ich gewesen - ich muss dir wie ein unvernünftiges Tier erschienen sein« (V. 21. 22). Wie kam der Beter zu dieser Einsicht? Der entscheidende Schritt bestand darin: »Eines Tages ging ich in das Heiligtum Gottes und dachte darüber nach, wie ihr Leben endet« (V. 17). Danach sah Asaf wieder klar. Er war sich gewiss: Obwohl ich nicht alles verstehen kann, weiß ich, »dass ich immer noch zu dir gehöre, du hältst meine rechte Hand. Du wirst mich nach deinem Rat leiten und mich schließlich in Ehren aufnehmen« (V. 23. 24). Wir dürfen Gott sagen, was uns den Glaubensmut nimmt, der Herr will alle Hilfe schenken, festzubleiben. Schon der Entschluss zum Gebet bringt unser Wollen zum Ausdruck. Wir wollen uns von ihm festhalten und führen lassen und unser Vertrauen nicht wegwerfen. (Lies Hebr. 10, 35; Ps. 27, 1-4.)

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SONNTAG, 11.MÄRZ

PSALM 33, 4; 19, 8-12

Wie können wir unserem Herrn beständig vertrauen? Dazu hilft der Entschluss, die Verheißungen Gottes zu suchen und mit ihnen zu rechnen. »Die Bibel ist voll von Verheißungen. Auf alle diese Verheißungen darf ich meine Hand legen und sagen: Herr, gib mir nach deinem Wort . . . Was für ein kostbarer Schatz ist doch das Wort Gottes! Wie kann ein Wort dieses wunderbaren Buches einen verzagten und bekümmerten Menschen trösten und aufrichten. Wenn Gott sagt: Ich will dich nicht verlassen noch versäumen, ist das wie Balsam für eine Wunde, und wenn er sagt: Sei getrost und fürchte dich nicht!, was für ein Friede kommt da ins Herz« (E.Modersohn)! Standhaft zu bleiben heißt zweitens in Jesus zu bleiben. In seinen Abschiedsreden redete Jesus mit seinen Jüngern über das Leben derer, die sich IHM anvertraut haben. Der Herr fordert sie auf: »Bleibt in mir, wie ich in euch bleibe.« Er sagte nicht: Nun seid stark und standhaft, ihr werdet es schon schaffen. Er wusste, dass sie das nicht schaffen konnten. Darum sagte er ihnen: »Wenn ihr in mir bleibt, werdet ihr fest bleiben. Ohne mich könnt ihr nichts tun.« (Lies Joh. 15, 1-5.) In Jesus ist alles, was ich brauche. In ihm zu sein heißt, geborgen zu sein, geführt und geleitet zu werden. In ihm zu sein, bedeutet bewahrt und gehalten zu werden. (Vgl. Ps. 139, 5; Joh. 16, 13; Jes. 41, 10.) Unsere Beständigkeit ist eine Frucht, die er in der Verbindung mit ihm schenkt. »Es geht um den organischen Lebenszusammenhang mit Jesus. Aber während die Rebe selbstverständlich am Weinstock bleibt, wenn sie nicht gewaltsam von ihm entfernt wird, bleibt der Jünger nicht ohne eigenen Willen in Jesus. Sein Bleiben ist eine Sache seiner eigenen Freiheit und Verantwortung « (W. de Boor).

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MONTAG, 12.MÄRZ

APOSTELGESCHICHTE 4, 13-22

Bei Petrus und Johannes entdecken wir eine bemerkenswerte Beständigkeit: Sie blieben in ihrer schwierigen Situation fest. Beständig sein meint auch drittens bei dem zu bleiben, was man erkannt hat. Durch ein Redeverbot sollten die Zeugen stumm gemacht werden. »Lasst uns sie ernstlich bedrohen, damit es nicht weiter ausgebreitet werde unter dem Volk.« Die beiden Männer sollten eingeschüchtert werden - und zwar mit aller Macht, die in den Händen des Hohen Rates lag und von der Petrus und Johannes doch wussten, dass sie nichts war im Vergleich zur Allmacht Gottes. Darum blieben sie fest und erklärten mit großem Freimut, dass sie sich nicht an dieses Redeverbot halten würden: »Es ist uns unmöglich, zu schweigen von dem, was wir (gewiss) gesehen und gehört haben. Wir können es (gewiss) nicht lassen.« Die Bindung an ihren Herrn machte sie frei von Menschenfurcht. Wenn die Befehle der Obrigkeit den Befehlen ihres Herrn widersprachen, mussten sie dem Herrn gehorchen. ER nahm den ersten Platz in ihrem Leben ein, und darum nahmen auch seine Anweisungen den ersten Platz ein. Martin Luther schrieb in seiner Auslegung zu diesen mutigen Worten vor dem Hohen Rat: »Das könnten wir wohl noch leiden (ertragen), wenn es die Not fordert, dass sie uns unsere zeitlichen Güter, Ehre und Leben und was wir sonst haben, hinraubten, dass wir uns aber das liebliche, tröstliche Evangelium, den Glauben und Christus sollten rauben lassen, das ist zu viel, und das können und sollen wir nicht leiden, und es tut mir nur im Herzen wohl, dass man mich in dieser Sache halsstarrig, eigensinnig und trotzig nennt, denn ich bekenne es öffentlich, dass ich in dieser Sache fest, trotzig und eigensinnig bin und solchen Trotz auch behalten will und nicht um ein Haarbreit weichen, es gehe, wie es wolle.« (Lies Apg. 20, 24; 1. Thess. 3, 2. 3; Hebr. 10, 39; 1. Kor. 15, 58; Gal. 5, 1.)

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DIENSTAG, 13.MÄRZ

PSALM 40, 9-11; APOSTELGESCHICHTE 4, 18-21 Die Begründung der beiden Männer für ihre Standhaftigkeit, ihre Entschiedenheit, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen, ist zum Maßstab für viele Jesus-Nachfolger geworden. Wie steht es um unseren Gehorsam Gott gegenüber? Denn Standhaftigkeit und Beständigkeit haben mit unserem Gehorsam zu tun. Darum wollen wir viertens gehorsam sein. Gehorchen geht uns entschieden gegen die Natur, viel lieber wollen wir bestimmen. Gehorchen bedeutet Angleichung des eigenen Willens an den eines anderen. Das setzt dem unbegrenzten Entfaltungsdrang meines Willens Grenzen, und diese scheinen für viele Menschen inakzeptabel. Der Mensch will sich nicht nach den Vorstellungen eines anderen richten. Deshalb will der natürliche Mensch auch nicht tun, was Gott will. Das Ideal der Griechen in der Antike war die totale Selbstbestimmung des Menschen. Dieser Haltung gegenüber vertritt das Christentum von Anfang an die Unterordnung des Einzelnen unter den Willen Gottes. Für Christen ist das Vorbild ihres Herrn hilfreich und maßgebend. Der Sohn Gottes war bereit, seinem Vater zu gehorchen, indem er Mensch wurde und sein Leben ganz am Willen Gottes orientierte. Schließlich war er gehorsam bis zum Tod am Kreuz (Phil. 2, 8). Jesus war der gehorsame Gottesknecht, der beständig das Ziel verfolgte, den Vater zu ehren und zu verherrlichen. Der Gehorsam des Sohnes war keine zähneknirschende Unterwerfung, sondern ein Gehorsam, der sein Zuhause am Vaterherzen Gottes hatte. (Vgl. Jes. 50, 5-7.) Die Liebe zum Vater und die Freude am Vater waren - wie die Luft zum Atmen - das Lebenselement des Sohnes. In dieser »Luft« können auch wir atmen und Kraft schöpfen, um dem Herrn Schritt für Schritt zu gehorchen, um ihm aus Liebe und mit Freude zu dienen. (Lies Psalm 37, 31; 100, 2; 143, 10; Matth. 12, 50; Joh. 14, 15; Eph. 6, 6; 2. Joh. 1, 6.)

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MITTWOCH, 14.MÄRZ

RÖMER 12, 1. 2

Sehnen wir uns nach einem beständigen Gehorsam? »Gott liebt keine Frage so sehr, wie die Frage nach seinem Willen. Die meisten Menschen haben wenig Interesse, nach Gottes Willen zu fragen, sie tun, was sie selber wollen. Aber wir Christen verstehen unter Heiligung, dass durch das Wirken des Geistes Gottes die alte Gesinnung, die allein nach dem eigenen Willen und nicht nach Gottes Willen fragt, immer mehr außer Kraft gesetzt wird. Bei der Heiligung geschieht es, dass das egozentrische Leben unterbunden wird, damit wir in allen großen und kleinen Dingen im Willen Gottes ruhen können und in unserem Leben nichts anderes zu tun wissen, als jeden Tag Gottes Willen heraus- zufinden und zu praktizieren. Am Leben von Jesus erkennen wir, dass das auch das Ziel für unser Leben ist. Er sagt: Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat (Joh. 4, 34). Hier erkennen wir die eigentliche Trennungslinie zwischen Gotteskindern und den Kindern der Welt. Der Apostel Paulus erinnert uns: Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Die eigentliche Trennungslinie zwischen der weltlichen Gesinnung und unserer Gesinnung als Kinder Gottes besteht also darin, dass wir Gottes Willen tun möchten. Der Wille Gottes ist den Kindern Gottes nicht als äußeres Gesetzesgebot auferlegt, sondern er ist ein lebendiger Ausdruck der neuen Gesinnung . . . Prüfen wir uns: Gehört es zu unserem täglichen Leben, nach Gottes Willen zu fragen, oder haben wir leise und unmerklich begonnen, uns dieser Welt gleichzustellen, sodass wir bei der täglichen Arbeit unserer eigenen Lust und unserem eigenen Willen folgen?« (O.Hallesby) (Lies Matth. 6, 10; 7, 21; 21, 28-31; Apg. 21, 14; Jak. 1, 22. 25; 4, 13-15.)

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DONNERSTAG, 15.MÄRZ

PSALM 90, 1. 2; 103,1.2

3. Die Zuversicht

Während es bei den Gewissheiten der Kinder Gottes sehr um die Vergangenheit und Gegenwart geht und bei der Beständigkeit um das Fest-Stehen in der Gegenwart, geht es bei der Zuversicht um Gegenwart und Zukunft. Zuversicht hat es mit dem Heute und dem Morgen zu tun, aber auch mit der Vergangenheit; denn was hinter uns liegt, kann zum Kapital der Zukunft werden: Was ich mit meinem Herrn erlebt habe, kann mich ermutigen, auf ihn hoffend weiterzugehen. »Denn Jesus lebt! Lasst uns deshalb von Jesus noch viel erwarten, für uns persönlich und für das Reich Gottes. Wir bleiben auch künftig nicht vor Krisen gefeit, die nächste kommt bestimmt, . . . aber eins steht fest: Das Blicken auf Jesus und das Rechnen mit ihm trägt durch. Jesus hat alles für uns gegeben. (Lies Joh. 17, 6-11; 1. Kor. 1, 4-9. 30; 2. Kor. 8, 9.) Er bittet uns: Verlass dich ganz auf mich, ich bin dein stabiler Halt, wenn alles wackelt. Ich bin dein Licht, wenn es in dir dunkel ist. Ich bin dein Trost, wenn du weinen musst. Ich bin deine einzige Hoffnung fürs Leben und dann auch einmal fürs Sterben. Ich trage dich durch. Wir alle stehen in der Gefahr, zu wenig mit Jesus zu rechnen, wir ordnen ihn manchmal ein wie solche, die den Menschen Ansichten geliefert haben, an denen sich viele orientieren. Aber diese sind längst tot und die Menschen begnügen sich damit, dass sie ihre Rezepte haben. Bei Jesus ist das ganz anders. Wir haben nicht nur Worte von ihm, sondern wir haben ihn selbst. Er lebt heute, und er wirkt heute. Und wenn wir etwas von ihm wollen, dann gehen wir nicht in die Bibliothek oder in das Museum, sondern ins Gebet« (Chr.Morgner). (Lies Jes. 55, 1; Matth. 7, 7. 8; Röm. 10, 12.)

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FREITAG, 16.MÄRZ

APOSTELGESCHICHTE 4, 23-31; 2.KORINTHER 4, 17. 18 Zuversicht ist die Sicht auf den Herrn und die Gewissheit, dass er unverändert derselbe bleibt in allem, was sich auch ändern mag. Zuversichtliche Menschen wissen, dass sie einen Zufluchtsort haben bei ihrem Herrn. »Herr, du bist unsere Zuflucht für und für« (Ps. 90, 1).Wer das mit Mose sagen kann, der weiß um einen Fluchtweg besonderer Art. Er kann sich immer wieder abwenden von den Trümmerstätten der Sorge und des Versagens und zu dem Ort fliehen, an dem er Schutz findet und in Sicherheit ist. Wer den Herrn seine Zuflucht nennt, hat einen offenen Fluchtweg zum Allerhöchsten - »für und für« - das heißt zu jeder Zeit. Unser Fluchtweg ist vor allem das Gebet. (Lies Ps. 91,4; 2.Chron.20, 12.) Zuversichtliche Menschen sehen auf das Unsichtbare, auf das Ewige. »Dem Menschen, der in Christus lebt, ist ein total neues Sehen geschenkt. Es ist dies freilich ein Sehen eigenster Art. Der paradoxe Ausdruck Sehen auf das Unsichtbare macht uns das klar. Aber das noch nicht Sichtbare ist für uns nicht einfach unsichtbar, sondern es ist das, was noch nicht gesehen werden kann und soll. Aber die Glaubenden können durch den Horizont sehen. Ihr Blick bleibt nicht hängen bei dem, was für jedermann sichtbar ist, ihr Blick geht auf das Nicht-Sichtbare in dem Wissen, dass dieses das Bleibende, das Ewige ist« (W.de Boor). Mit dieser Sicht auf den Herrn lebte auch die Christen- Gemeinde in Jerusalem, zu der die beiden Missionare nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis zurückkehrten. Sie kamen zurück nach einer harten Nacht und mit einem Redeverbot. Sie jammerten nicht über die große Gefahr, sie hielten auch keine großen Beratungen ab, sondern sie beteten miteinander. Der Herr war ihre Zuflucht. (Lies Ps. 55, 23; 138, 3.)

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SAMSTAG, 17.MÄRZ

APOSTELGESCHICHTE 4, 23-31

Kennen Sie das »schielende« Beten? Wenn uns eine Not ins Gebet treibt, sind wir in der Gefahr, mit dem Herrn zu reden und dabei gleichzeitig auf die Not zu schauen, das begrenzt unseren Blick auf Jesus. Als die Gemeinde in Jerusalem betete, tat sie es ohne zu schielen. Die Christen damals schauten in ihrem Gebet den Herrn an. Zuerst lobten sie ihn. War in dieser Situation nicht das Bitten dran? Die Lage war sehr ernst, denn die das Redeverbot ausgesprochen hatten, hatten große Macht. Darum musste doch das Bitten den Vorrang haben! Aber sie beten den Herrn an, als gäbe es nichts Dringenderes und Wichtigeres zu tun. Sie schauten miteinander die Größe und Herrlichkeit Gottes an. Sie blickten zuerst auf seine Macht, denn sie rechneten mit Gottes Allmacht. Auch König Hiskia hielt sich einst in kritischer Lage daran, zuerst den Herrn zu loben. Er hielt einen Drohbrief in Händen, den wollte er vor dem Herrn ausbreiten: »Herr, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht. « - Von König Joschafat lesen wir, dass ihn die Feinde in eine aussichtslose Lage gebracht hatten. Joschafat betete: »Herr, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag.« (Lies 2. Kön. 19, 15-19; 2. Chron. 20, 1-9.) Wie Hiskia und Joschafat dürfen wir am Anfang unserer Gebete bedenken, dass wir mit einem großen und wunderbaren Herrn reden, mit dessen Machterweise wir rechnen dürfen. So richten wir konzentriert unseren Blick auf den Herrn und gewinnen große Zuversicht. (Lies Ps. 46, 1-12; 68, 20.)

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SONNTAG, 18.MÄRZ

APOSTELGESCHICHTE 1, 8; 4, 26-31

Am Anfang unserer Gebete darf das Wissen stehen: Ich rede mit dem großen, allmächtigen Herrn. Nachdem die versammelte Gemeinde in Jerusalem den Herrn angebetet hatte, kamen sie mit ihren Bitten. Sie haben nicht darum gebeten, dass das Redeverbot aufgehoben wird, sie baten den Herrn auch nicht um die Erlaubnis, aus Jerusalem zu fliehen, sie erbaten etwas anderes, und ihre Bitte entsprach der Größe ihres auferstandenen Herrn. Sie baten den Herrn sogar um etwas, das ihr Leben schwerer machen würde, und sie wussten, dass sie seine Hilfe brauchten: »Gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort.« Ihr Herz brannte für Jesus und das Reich Gottes, darum wollten sie nicht zurückweichen, sondern mit dem Blick auf ihn vorwärtsgehen, entsprechend seiner Größe und seinem Auftrag und entsprechend seinen Verheißungen. Jesus hatte gesagt: »Gehet hin . . . , und siehe, ich bin bei euch alle Tage.« »In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden« (Matth. 28, 19; Joh. 16, 33b). Die Christen damals baten um Kraft, dem Missionsauftrag ihres Herrn gehorsam zu sein. Wer zur Ehre Gottes leben will, betet nicht aus Angst die Nöte und Schwierigkeiten weg. Der Herr wird vielmehr durch unser Leben verherrlicht, wenn wir in den Schwierigkeiten aus seiner Kraft leben und von ihm abhängig bleiben. So sind wir lebendige Wegzeichen, die auf Jesus hinweisen. (Lies Ps. 116, 6; 2. Kor. 12, 9. 10; Phil. 4, 13.) Die betende Gemeinde erlebte damals, dass Gott die Erde durch ein Beben erschütterte. So kann der Herr auch Barrieren sprengen und vor allem harte Herzen weit öffnen, dass Raum wird für ihn selbst und für seinen Geist. Das tut er bis heute. Und wir dürfen ihm, unseres Glaubens gewiss, beständig und zuversichtlich folgen. (Lies Ps. 107, 16; Jes. 45, 2; Apg. 16, 14.)

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JESUS RINGT UM RELIGIÖSE MENSCHEN -

MARKUS 12, 1-44

MONTAG, 19.MÄRZ

MARKUS 3, 6. 22; 11, 27-30. 33; 12, 1

Immer noch ringt Jesus um die geistlich Verantwortlichen. Seit Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit hatten sie ihn beargwöhnt, belauert und bespitzelt. Gehen wir noch einmal großzügig durch die bisherigen Kapitel und suchen einige Konfliktsituationen zwischen Jesus und den Schriftgelehrten. »Zu ihnen«, den Führenden des Volkes, »fing er an, in Gleichnissen zu reden.« Gewiss war das Gleichnis, wie ja schon das Bild vom Weinberg nahelegt, auch ans jüdische Volk gerichtet. Aber jetzt geht es besonders um die Zielgruppe der geistlichen Verantwortungsträger (V. 9. 10. 12), die vor allem seit der Tem- pelreinigung vor Wut kochten und Jesus am liebsten auf der Stelle umgebracht hätten (Mark. 11, 17. 18). An Jesus fällt auf, dass er nicht nur »die Seinen liebte« (Joh. 13, 1), sondern auch seine Feinde. Er zeigte ihnen weder die kalte Schulter noch ließ er sich auf faule Kompromisse ein. Er machte die Gegner nicht fertig und ließ sie auch nicht einfach fallen. Er, der seinen Jüngern gebot, »liebet eure Feinde«, lebte die Feindesliebe. Dazu gehörte, dass der Herr nicht ängstlich einen Bogen um sie machte, sondern sich Zeit nahm und sich gründlich mit ihnen, mit ihren Gedanken und Fragen, mit ihrer Lehre, mit den unzähligen Vorwürfen und vor allem mit ihrem geistlichen Leben befasste. Wie viel Schwierigkeiten haben ihm ausgerechnet »die Frommen« bereitet! Aber »die Liebe lässt sich nicht erbittern«. Zur persönlichen Vertiefung: 1. Korinther 13, 4-7. Und doch ist die Liebe Gottes kein Gummiband, das man dehnen kann, wie man's gerade braucht. Gottes ewige Liebe, seine Liebe ohne Ende, endet am harten Nein dessen, der sie partout nicht will. Jesus ringt darum: Macht doch ein Ja aus dem Nein! Denn es gibt ein furchtbares Zu-spät. (Vgl. Ps. 95, 7-11; Hebr. 3, 12. 13; Luk. 13, 25-29; 16, 23-31; Joh. 3, 18-21.)

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DIENSTAG, 20.MÄRZ

MARKUS 12, 1-5

Mit seinem Weinberg-Gleichnis zeichnete Jesus o ein natürliches Bild. Der »Mensch«, der einen »Weinberg pflanzte«, bebaute und pflegte, hatte harte Knochenarbeit geleistet, bevor er überhaupt einen Gewinn erzielen konnte. Dringende Geschäfte führten den Besitzer ins Ausland, und er verpachtete seine große Weinberganlage an mehrere Weingärtner. Der Pachtvertrag sah unter anderem einen am Ernteertrag bemessenen Naturalzins vor, den der »Knecht«, das heißt der Bevollmächtigte des Besitzers, von den Pächtern einholte und zu Geld machte. o Ein symbolhaltiges Bild. Von jeher galt das auserwählte Volk Israel als Weinberg Gottes, den der Herr mit großer Sorgfalt und Liebe gepflanzt, gehegt und gepflegt hatte (Ps. 80, 9-16; Jes. 5, 1-7; Hos. 10, 1). Doch mit der Zeit zerstörten kleine und große Füchse der Sünde den herrlichen Weingarten Gottes (Hohel. 2, 15). Darum sandte der Herr unermüdlich Boten, seine Propheten, in seinen Weinberg und zu seinen Verantwortlichen, den Weingärtnern. »Aber sie verhöhnten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verspotteten seine Propheten, bis der Zorn des Herrn gegen sein Volk so stieg, dass es keine Heilung, kein Vergeben mehr gab« (2. Kön. 17, 13. 15; 2. Chron. 36, 15. 16). o Ein übernatürliches Bild. Über alles menschliche Begreifen hinausgehend erscheint die Geduld des Weinbergbesitzers. Nur EINER kann so sehr lieben, hoffen und warten: Trotz gravierender Verluste und schmerzlich empfundener Verachtung seiner Person wirbt er beständig um einen Neuanfang und sucht nach der ihm gehörenden Frucht. - »Bringt nun der Buße würdige Frucht!« (Matth. 3, 8; Apg. 26, 20). »Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht aufgedeckt wird« (Eph. 5, 9-13; vgl. Spr. 13, 2; Phil. 1, 11; Jak. 3, 18).

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MITTWOCH, 21.MÄRZ

HEBRÄER 1, 1. 2; MARKUS 12, 6-8

Die duldende Liebe, mit der der Herr des Weinbergs den Vertragsbrüchigen nachgeht, gipfelt in der Sendung seines Sohnes. Er ist sein »einziger«, sein »geliebter Sohn«. - Jeder schriftkundige Jude dachte sofort an Abraham, zu dem Gott sprach: »Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und . . . und opfere ihn als Brandopfer!« (1.Mose 22, 2) Was Abraham aber letztlich erspart blieb, das wollte Gott selber tun. Aus Liebe riss er sich seinen einzigen und geliebten Sohn Jesus Christus vom Herzen, opferte ihn - den Abtrünnigen, ja der ganzen Welt zugute - um sie mit einem neuen Bund zu segnen. (Lies 2. Mose 22, 15-18; Röm. 5, 8; 8, 32; 1. Joh. 4, 9.) Konnten die Zuhörer, vornehmlich die Schriftgelehrten, das schon erkennen? Sicher noch nicht so deutlich wie wir heute; denn Jesus war noch nicht gestorben und auferstanden, und der Heilige Geist noch nicht gekommen. Aber sie wussten, dass Jesus »lehrte wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten« (Mark. 1, 22). Sie wussten, dass Jesus Sünden vergab, dass er die finstere Macht Satans zerbrach, wie kein anderer es vermochte. Sie wussten, dass Jesus sich selbst als der Menschensohn verstand, wie er in Daniel 7, 13. 14 beschrieben wird, und sie wussten auch, dass viele im Volk Jesus als den messianischen Davidssohn erkannt und ausgerufen hatten. Nun gehört es zur Würde des Menschen, dass er für das Erkannte voll verantwortlich ist. Dazu gehört auch, dass der Mensch sich seinem bösen Herzen stellen und mit dem Bösen zu Jesus gehen muss. (Dazu Mark. 2, 3-5; vgl. Ps. 38, 19; 103, 12; 130, 4; Spr. 28, 13; Dan. 9, 9; 1. Joh. 1, 9. 10.) Aber die Schriftgelehrten »ließen Jesus stehen und gingen davon« (V. 12). Sie haben ihre Chance nicht genutzt; denn sie wollten nicht. (Lies Matth. 23, 37-39.) - Wie gehen wir mit unserem geistlichen Wissen und dem Erkannten um?

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DONNERSTAG, 22.MÄRZ

HEBRÄER 4, 12; MARKUS 12, 8-12

Was wird mit den bösen Weingärtnern geschehen, die den einzigen und geliebten Sohn töteten und ihn, von tiefer Verachtung erfüllt, aus dem Weinberg - ohne ordentliche Bestattung! - hinauswarfen? »Was wird der Herr des Weinbergs mit ihnen tun?«, will Jesus von seinen Zuhörern wissen. Aber er erntet nur trockenes Schweigen. (Vgl. Mark. 3, 4; Luk. 14, 1-4; 20, 26.) Sie gehen auf den Umkehrruf, den sie nach Vers 12 genau verstanden hatten, nicht ein, sondern marschieren ihren Weg weiter. (Vgl. Hebr. 2, 1-3.) Es ist schlimm, wenn wir uns im Licht des Wortes Gottes als treulos, lieblos und herzlos erkennen, und wir uns dann herauswinden und weitergehen, als wäre nichts gewesen, und zur Tagesordnung übergehen. Bei den Hohenpriestern, Schriftgelehrten und Ältesten hing das Weggehen allerdings damit zusammen, dass sie Jesus selber ablehnten. Sie warfen ihn weg, wie Bauleute einen Stein als untauglich ausrangieren. Doch ausgerechnet dieser Stein war von Gott ausersehen, der »Eckstein« zu sein, der Grundstein, der dem Fundament Halt gibt, und der zugleich als Abschluss-Stein das vollendete Gebäude zusammenhält. (Lies Jes. 28, 16; Apg. 4, 11; Eph. 2, 20; 1. Petr. 2, 6-9.) Der getötete Sohn wird Lebensgrund für den neuen Tempel, das geistliche Haus, und für ein heiliges Priestervolk aus allen Völkern. Die Frage des Herrn »Habt ihr nicht gelesen?« (nämlich Psalm 118, 22. 23) ist in ihrem Kern ein Weckruf, ein Mahnruf mit einer Chance. Das Gericht über alles Böse wird kommen. Aber es wird ausschließlich diejenigen treffen, die den einzigen und geliebten Sohn nicht wollen und steif und stur bei ihrer Ablehnung bleiben. Die aber, die Jesus, den Sohn Gottes, anerkennen und lieben, werden in die Obhut des einzigartigen Weingärtners genommen und eine Rebe am Weinstock sein, die bleibende Frucht trägt: Johannes 15, 1-8. 16.

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FREITAG, 23.MÄRZ

PSALM 2, 2; MARKUS 3, 6; 12, 13-15

Merkwürdig, die verantwortlichen Männer, die im Begriff standen, Jesus zu verwerfen, kommen doch nicht von ihm los. Das kann uns Hoffnung geben für unseren Nächsten, den wir gern bei Jesus hätten und der IHM den Rücken zugekehrt hat. Wir dürfen hoffen und beten für alle verlorenen Söhne und Töchter, Ehepartner, Freunde und Kollegen. Von den führenden Männern, die damals nicht von Jesus loskamen, wird gesagt, dass sie nun andere vorschickten, um den Herrn bei einem unbedachten Wort zu erwischen und kaltzustellen. Kurios, wen die geistliche Behörde zusammenspannte und losschickte: Abgeordnete von den Pharisäern und von den Herodianern! Die einen verkörperten das Gesetz Gottes, die anderen waren Platzhalter Roms. So gegensätzlich diese »Parteien« waren, so eins waren sie sich darin, Jesus einen Strick zu drehen. Sie fädeln ihr Anliegen diplomatisch ein (V. 14a). »Es ist schon eine finstere Stunde, wenn Leute, die nur darauf warten, die Handschellen hervorholen zu können, einen auffordern: Fühle dich ganz frei, du kannst hier offen sprechen!« (A. Pohl). Wie verdorben ist doch das Menschenherz! »Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken« (Mark. 7, 21a). - Jesus aber durchschaut die Scheinheiligkeit und bringt mit seiner Frage auf den Punkt, dass die Glieder des Volkes Gottes als Diener des Versuchers fungieren: »Was versucht ihr mich?« Es lag noch nicht lange zurück, dass Jesus den Versucher, der ihn vom Weg ans Kreuz abzudrängen gedachte, energisch zurückweisen musste (Mark. 8, 31-33). Jetzt sollte Jesus vom Weg des leidenden Menschensohnes auf die Straße des politischen Messias gezogen werden. Es ging den Fragestellern also nicht um Hilfe für ihr Gewissen und Verantwortungsbewusstsein. Allein der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit, kann hier Durchblick und Klarheit schenken. (Vgl. Joh. 14, 16. 17; 1. Joh. 4, 6; Eph. 4, 25; 2. Kor. 10, 3-5; Hebr. 5, 14.)

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SAMSTAG, 24.MÄRZ

MARKUS 12, 15-17

Jesus lässt sich nicht auf die Ebene des politischen Messias ziehen. »Mein Reich ist nicht von dieser Welt« (Joh. 18, 36). Aber »sein Reich« schwebt nicht bloß über den Reichen der Welt, sondern ragt in diese hinein. Mit dem Kommen von Jesus in unsere Welt ist das Reich Gottes »mitten unter euch« (Luk. 17, 21). Aber nicht so, dass es die gegenwärtigen Herrschaftsstrukturen aushebelt, schon gar nicht mit Gewalt, wie es seinerzeit die Zeloten versuchten. Wie dann? »Was des Kaisers ist, gebt dem Kaiser zurück!« Jesus anerkennt grundsätzlich und ohne Diplomatie den Kaiser als Landesherrn. Doch dann legt er das Schwergewicht auf die Gottesbeziehung: »Gebt Gott, was Gott gehört!« Hier konnte sich jeder Fromme, besonders die Pharisäer, wiederfinden. Aber was war das für eine Frömmigkeit? Das Verhältnis zu Gott erschöpfte sich in der Gesetzeserfüllung - buchstäblich bis zur Erschöpfung. Ein Ausleger schreibt: »Der Fromme war der chronisch überanstrengte Mensch. Weil ihm nichts geschenkt wurde, schenkte er auch anderen nichts. Jeder Fehler am anderen wurde registriert und nachgetragen . . . Unter diesen Umständen konnte sich Nächstenliebe nur schwer entwickeln. Selbst überlastet, war man kaum noch belastbar.« Jesus aber lehrte Gott ganz anders. Wer Jesus begegnet, den berührt Gottes Hand, die befreit, segnet, sendet. Eine Hand, die sich blutig schlagen lässt, ohne zurückzuschlagen. Eine Hand, die hineingestreckt bleibt in die Menschenwelt: »Lasst euch versöhnen mit Gott!« In diesem Licht will der Herr nun auch seine Anweisung »gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört« verstanden wissen. Wer die ausgestreckte Hand Gottes ergriffen hat, übersieht und übergeht nicht innerweltliche Verhältnisse. Staaten und Behörden tun zwar oft unrecht, aber sie haben ihr gutes Recht. Ohne sie wäre die Selbstzerfleischung der Gesellschaft eingeleitet. Darum ist es für Menschen Gottes wichtig, Steuern zu zahlen, ihre Steuererklärung zu machen und niemanden zu beschwindeln, zu erpressen oder auszunutzen. (Lies Spr. 24, 21; Dan. 6, 5-11; Matth. 17, 25-27; Röm. 13, 1-4. 7; 1. Petr. 2, 12-17; aber: Dan. 3, 14-18; Apg. 5, 29.)

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SONNTAG, 25.MÄRZ

MARKUS 12, 18-27

Während die Pharisäer an den Glaubensüberlieferungen der Väter und an den rabbinischen Lehr-Entfaltungen festhielten, dazu ihre Frömmigkeit sorgfältig nach außen hin abdichteten, hatte die gegnerische Gruppe der Sadduzäer aus dem Glaubensgut Wesentliches gestrichen: die Engel, Satan und die Dämonen, endzeitliche Erwartungen, die Auferstehung und das Endgericht. Die Beispielgeschichte, die sie Jesus vortragen, soll ihn lächerlich machen und so sein Ansehen herabsetzen. Die Sadduzäer argumentieren mit der Heiligen Schrift (5.Mose 25, 5-10: Schwager-Ehe nach dem Tod des Ehemannes). Ihre Logik bestand darin: Wenn es eine Auferstehung gäbe, wären die Frauen im Leben nach dem Tod zu einer Vielmännerei gezwungen. Das kann ja wohl nicht sein, also gibt es keine Auferstehung der Toten. Die Antwort des Herrn ist scharf: »Ihr irrt« - gemeint ist das Abtrünnigwerden von Gott - »ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes.« Die Auferstehung aus den Toten ist nicht stofflicher Wiederaufbau des irdischen Lebens, sondern ein bahnbrechendes, einzigartiges Wunder der Allmacht Gottes. Von alters her (»Abraham, Isaak, Jakob«) hat ER sich, über Sterben und Tod hinaus, als der Lebendige erwiesen. Immer war und ist er für die Seinen da. Nichts anderes bekannte Hiob: »Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Und ist meine Haut noch so zerschlagen und mein Fleisch dahingeschwunden, so werde ich doch Gott sehen. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust« (Hiob 19, 25-27). Diese Sehnsucht wird sich erfüllen, denn der auferstandene Jesus »hat die Macht des Todes zerbrochen und Leben und ein unverwesliches Wesen ans Licht gebracht« (2. Tim. 1, 10). Zur Vertiefung: Römer 8, 11. 38. 39; 1.Korinther 15, 42-44a. 50-58.

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MONTAG, 26.MÄRZ

5.MOSE 6, 4; 1. JOHANNES 4, 10; MARKUS 12, 28-30 Wie erfrischend anders ist dieser Schriftgelehrte! Ehrlich beeindruckt von Jesus, von seiner Vollmacht, Klarheit und Souveränität, stellt er dem Herrn seine Lebensfrage. Er wollte das eine Gebot wissen, nicht, um die anderen zu vergessen, sondern um in allen das Größte zu erfüllen. Dieser Mann wollte wirklich Gott in seinem Leben haben und nicht nur religiös rotieren, wie er es bei seinen Kollegen sah. - Wie antwortet Jesus diesem Schriftgelehrten? o Das Erste ist: Gott - der eine und einzigartige! Auf ihn gilt es zu hören, wahrzunehmen, zu verinnerlichen, dass er uns aus purer Liebe erwählt hat. (Dazu 5. Mose 5, 7. 8; Hos. 11, 4; Eph. 2, 4. 5; 3, 19; 1. Joh. 3, 1.) Kannst du es (noch) glauben, dass Gott dich liebt? Kannst du es glauben, dass er dich, ja gerade dich, so sehr liebt, als gäbe es nur dich auf der Welt? Kannst du es glauben - wenn man krank, abgespannt, leistungsschwach, missbraucht, entwürdigt, behindert, einsam, gebrechlich, verschuldet, enttäuscht über andere und sich selber ist und scheinbar weniger oder fast gar nichts mehr wert ist? Wovon machen wir unseren Wert eigentlich abhängig? »Gott liebt uns nicht, weil wir so wertvoll sind, sondern wir sind wertvoll, weil er uns liebt« (H. Thielicke). Anders gesagt: Gott liebt uns nicht aufgrund unserer Gesundheit, Stärke, Intelligenz, Begabung, Opferbereitschaft, Treue, Leistungsfähigkeit, Disziplin, Sparsamkeit, Bescheidenheit, . . . ; das sind zweifellos gute Eigenschaften, aber um deretwillen liebt er uns nicht. Gott liebt uns, weil er uns liebt. Der Grund seiner Liebe liegt nicht in uns, sondern allein in Gott. Denn Gott ist die Liebe in Person. Trotz schlechter Erfahrungen, trotz vieler Sorgen, trotz Mutlosigkeit, Jammer und Kummer will ich den, der mich so geliebt hat und liebt, anbeten mit Jesaja 43, 4; 63, 9; 49, 15. 16; Jeremia 31, 3; Offenbarung 1, 5b. 6.

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DIENSTAG, 27.MÄRZ

MARKUS 12, 30-32; RÖMER 13, 9; EPHESER 2, 5 Nun geht es darum, den, der uns so sehr liebt, auch zu lieben - das ist das Herzstück des Lebens: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben.« Kann man Liebe befehlen? Normalerweise nicht, aber hier ist es möglich. Denn »er hat uns zuerst geliebt«, und Geliebte können lieben. Wirklich lieben kann man nicht »zwischen Tür und Angel«, kann man auch nicht mit einem halben Herzen. Liebe nimmt sich Zeit, sucht das vertrauensvolle Gespräch, den freien Gedanken-Austausch, befasst sich mit den Interessen, der Lebenswelt des Geliebten, Liebe setzt sich für den anderen ein, erweist ihm gern einen Dienst, bereitet gern eine Überraschung. Das alles und noch viel mehr schenkt uns Gott, und es ist nur normal, wenn wir seine Liebe beantworten. Wie äußert sich meine Liebe zum Herrn ganz konkret in meinem persönlichen Glaubensleben?





o Das Zweite ist: der Nächste. Die Liebe Gottes zu uns und unsere Liebe zu ihm vollziehen sich nicht im luftleeren Raum. Es gehört zum Wesen der Liebe, dass sie sich einem Du zuwendet, dass sie missionarisch, verkündigend, sozial, diakonisch, seelsorgerlich, beratend, tröstend und auch ermahnend tätig wird. Diese Liebe opfert sich auf, aber sie reibt sich nicht auf wie ein Radiergummi, der zerbröckelt. Liebe setzt Grenzen und ist doch selber grenzenlos. Sie ist ein richtiges Abenteuer, das nur bestanden werden kann, wenn wir von der Vergebung leben und anderen Vergebung gewähren. (Lies Matth. 6, 12; 18, 21. 22; Luk. 6, 36. 37. 41. 42; 1. Petr. 4, 8.) Dann werden wir wie ein blank geputzter Spiegel der herzlichen und wahrhaftigen Liebe Gottes sein. »Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt« (Joh. 13, 35). Wir vertiefen uns betend in 1. Johannes 4, 9-21.

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MITTWOCH, 28.MÄRZ

PSALM 143, 10; MARKUS 12, 32-44

Endlich ein Schriftgelehrter, der Jesus aufrichtig schätzte und ihm zustimmte! Wie ein Schüler wiederholte er die Weisung des Meisters mit eigenen Worten. Dabei fällt seine Anspielung auf den Tempelkult (»Brandopfer und Schlachtopfer «) auf. Seit der Reinigung des Tempels durch Jesus (Mark. 11, 15ff) war der Konflikt zwischen ihm und den führenden Geistlichen erneut mit lebensbedrohlicher Schärfe aufgebrochen: »Die Hohenpriester und Schriftgelehrten. . . suchten, wie sie ihn umbringen könnten« (Mark. 11, 18). Ob unser Schriftgelehrter erkannte, dass die Liebe zu Gott sich darin zeigt, dass sie Schluss macht mit jeglicher Art von Sünde und falschem Gottesdienst und nicht nur das Gotteshaus, sondern auch das Herzenshaus frei macht und frei hält für den EINEN, den wahren Gott? Man möchte es dem Mann wünschen. Vielleicht bewegten ihn in diesem Zusammenhang auch zentrale Aussagen aus dem Alten Testament, in dem er sich bestens auskannte. (Vgl. 1. Sam. 15, 22; Spr. 21, 3; Jes. 1, 11-17; Micha 6, 6-8.) Jesus ist sichtlich bewegt von der Antwort seines Gesprächspartners. Er lobt ihn: »Du bist nicht fern vom Reich Gottes.« Aber der Herr spricht ihn nicht ins Gottesreich hinein, so als ob er schon dazugehörte. Der Schriftgelehrte ist nah dran, aber noch nicht drin. Man möchte ihm zurufen: »Das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.« So komm, und folge Jesus nach! (Joh. 1, 17) Unser Text aber schweigt. Vielleicht um unsertwillen, damit wir unsere ganz persönliche Antwort geben. Bibelwissen ist wichtig, Gebete sind Gott hoch willkommen, über Gottesdienstbesuche freut sich der Herr, aber das alles darf kein »frommer Stoff«, keine »religiöse Übung« bleiben, sondern das hohe Glaubensgut muss vom Kopf in unser Herz und von dort ins Leben wandern. Dazu Johannes 3, 1-16 und Apostelgeschichte 16, 27-34.

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DONNERSTAG, 29.MÄRZ

HEBRÄER 10, 12. 13; MARKUS 12, 35-37 Bisher hatten die »religiösen Parteien« Jesus befragt. Jetzt aber fragt Jesus seine Zuhörer - nach Matthäus 22, 41 waren es die Pharisäer: »Wieso sagen die Schriftgelehrten, der Christus sei Davids Sohn?« Stimmte es nicht, dass Jesus der Sohn Davids war? Doch, es stimmte. (Siehe Mark. 10, 47; Matth. 15, 22; Joh. 7, 42.) »Sohn Davids« war eine sehr gebräuchliche Bezeichnung für den Messias, die im Alten Testament verwurzelt ist (2. Sam. 7, 12. 13; Jes. 9, 6). Das war den Pharisäern natürlich klar. Aber sie lehnten es ab, in Jesus den Messias zu sehen. Darum trat der Herr den indirekten Beweis nach der Prophetie Davids in Psalm 110, 1 an. Vom Heiligen Geist geleitet, tat er gewissermaßen einen Blick in den Thronsaal Gottes. Dort sprach der HERR (Gott) zu meinem (König Davids) Herrn (Messias): »Setze dich auf den Ehrenplatz zu meiner Rechten, ICH will dir deine Feinde unterwerfen, sie als Schemel unter deine Füße legen.« - Nun ist er da: der »irdische« Sohn Davids, der zugleich der »himmlische« Sohn ist, der »eingeborene Sohn vom Vater, voller Gnade und Wahrheit« (Dan. 7, 13. 14; Joh. 1, 14). Er wird leiden und sterben und am dritten Tag auferstehen, wie er es euch gesagt hat, und dann wird er wieder zum Vater zurückkehren und seinen Königsthron einnehmen. Krippe - Kreuz - Grab - Auferstehung - Himmelfahrt - Wiederkunft und Überwindung aller Feinde Gottes: Das alles betrifft den Christus, der jetzt vor euch steht und mit euch redet. Lasst es euch doch sagen! Lasst euch entlasten! Lasst euch diese Brücke bauen! - Jahre später hat sich der strengste aller Pharisäer von Christus überwinden lassen (Apg. 26, 5; Phil. 3, 5-10). Sollte der Herr, der das »Schnauben, Drohen und Morden« des Saulus überwand, nicht auch unsere Sünden, Nöte und Leidenschaften besiegen können? (Lies Ps. 118, 5. 6. 9. 13-17; 1.Tim.1,12-17.)

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FREITAG, 30.MÄRZ

1. THESSALONICHER 2, 5; MARKUS 12, 37b-40 Jesus warnt nicht vor bestimmten Personen, sondern vor einer Geisteshaltung und einem Lehr-System, das so nicht dem Willen Gottes entsprach, auch wenn es superfromm aussah. Hierin waren besonders die Pharisäer und Schriftgelehrten verstrickt (Matth. 23, 1. 2. 4ff). »Hütet euch! Seht euch vor, nehmt euch in Acht!«, beginnt Jesus seine Lehre. Dann nennt er einige augenfällige Beispiele für eine selbstgefällige, egozentrische und habsüchtige Herzenshaltung. - Jesus warnt uns: o vor der Leidenschaft, etwas Besonderes darstellen zu wollen. Wie schnell können wir der Versuchung erliegen, mit Äußerlichkeiten vor den anderen glänzen zu wollen. Wir reden von beachtlichen Teilnehmerzahlen in unseren Veranstaltungen, von wunderbaren Anbetungsgottesdiensten, wir glänzen mit einer perfekten technischen Ausstattung, können ganz beiläufig unsere Spenden erwähnen, wir fahren die schicksten Autos und wissen uns modisch zu kleiden. Wir wollen und dürfen das nicht madig oder schlecht machen. Aber wir müssen uns immer wieder vor dem Herrn prüfen und ihn bitten: »Herr, reinige meine Motive.« Es gibt ein paar Testfragen, die uns zur Überprüfung helfen können: Woran hängt mein Herz wirklich? Wer bin ich, wenn mich niemand beobachtet? Welchen Raum nehmen Bibelstudium, Sündenbekenntnis, Anbetung, Fürbitte in meinem Leben ein? o vor dem Wunsch nach Unterwürfigkeit anderer uns gegenüber. Wir sind beständig in Gefahr, uns selbst immer ein wenig größer zu sehen oder vor anderen erscheinen zu lassen, als es einem Diener Gottes gebührt, der sich ganz dem Herrn unterworfen hat. Frage: Kann ich mir - auch von jüngeren Christen - etwas sagen lassen, oder muss letztlich ich das Sagen haben? Wir wollen uns Zeit nehmen, um Römer 12, 9-15 betend zu lesen, vielleicht auch einmal abzuschreiben und den Zettel bei uns zu tragen. Wir können das, was uns wichtig wurde, als kleines Gebet verfassen.

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SAMSTAG, 31.MÄRZ

PSALM 34, 10; MARKUS 10, 29-31; 12, 41-44 Alles geschieht unter den Augen Gottes. »Jesus sah zu, wie das Volk Geld in den Schatzbehälter einlegte.« Das mag manchem als indiskret erscheinen, seine Gegenwart aber will uns seelsorgerlich helfen. Dazu muss man schon sorgfältig sehen und hören können. Lassen wir uns vom Herrn sagen, was auch für unser Leben zu bedenken wäre. o Echte Gaben sind Opfer. Dabei kommt es niemals auf die Höhe eines Betrags an, sondern darauf, was diese Gabe für uns persönlich bedeutet. Nicht die Größe der Gabe zählt, sondern das Opfer, das sie bedeutet. Ein englischer Ausleger merkt an: »Nur wenige Menschen sind bereit, wirkliche Opfer für das Reich Gottes aufzuwenden, indem sie um dieser Arbeit willen auf Annehmlichkeiten oder Vergnügungen verzichten.« o Echte Gaben kennzeichnet ein stilles Gottvertrauen. Die arme Witwe wusste genau, dass sie mit (umgerechnet) einem Cent nur einen halben Spatzen kaufen oder eine Drittelmahlzeit zubereiten konnte. Dann stand sie vor dem Nichts! Aber sie lamentiert nicht: »Was soll's, was bringt's, ich hab nichts, ich bin nichts, ich kann nichts, also sterbe ich doch lieber gleich.« Nein, die Ärmste bringt Gott ihre Armut, ihr Nichts, ihren Minimal-Beitrag. Indem sie das tut, legte sie sich gewissermaßen selber in den Gotteskasten: Herr, hier hast du mich. Ich bin in deiner Hand. Und nun sorge DU für mich. - Für Gott zählt nicht die Menge an Geldern und Gaben, sondern unsere Hingabe. Diese Geschichte gibt Anlass zu fragen: Was enthalte ich dem Herrn vor? Warum eigentlich? Was will ich ihm schenken? Wie halten wir's mit der Aufforderung Gottes in Maleachi 3, 10? Zur weiteren Vertiefung: Sprüche 3, 9. 10; Jesaja 58, 7; 2. Korinther 9, 7; Philipper 4, 16-19; Hebräer 13, 16.

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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