DIENSTAG, 1.MÄRZ

PSALM 57, 1-5; SPRÜCHE 29, 25

David schaute auf zu Gott! Wie geschah das im Verborgenen der Höhle? Der Beter machte sich bewusst, was ihm in der Gemeinschaft mit Gott geschenkt ist. Für David war nicht nur der hasserfüllte Vernichtungswille seiner Feinde Realität, die ihn wie Löwen umlagerten, sondern vor allem der starke Helferwille seines Gottes. Mitten in der Bedrohung war Davids Herz getrost, weil er sich unter der Schutzmacht Gottes geborgen wusste: »In dir ist meine Seele geborgen. Unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht.« David aber blieb nicht allein deshalb unverzagt, weil er um den sicheren Zufluchtsort in seinem Gott wusste: viel mehr noch stärkte ihn die Gewissheit, dass sein Gesprächspartner der »Allerhöchste« war, der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat. Der Schöpfer, der mit seiner Schöpfung einen guten Anfang gemacht hat, ist durchaus in der Lage, die Sache des Beters zu einem guten Ende zu bringen (V. 3). Für diesen Herrn ist es eine Leichtigkeit, Feindmächte außer Kraft zu setzen. Vielleicht erinnerte David sich an das wunderbare Eingreifen Gottes, als das Volk Israel, von den Ägyptern verfolgt, in der Klemme saß und die Wassermassen Spalier stehen mussten, damit das Volk des Herrn trockenen Fußes ans andere Ufer gelangte. Vielleicht dachte David auch an die massiven Mauern von Jericho, die absolut uneinnehmbar schienen, und auf das Geheiß Gottes fielen. Für Gott, den Allerhöchsten, ist bis zu dieser Stunde nichts unmöglich. (Lies 2. Mose 14, 1-31; Jos. 6, 1-16. 20.) Wie ein Wanderer sich in einer Felshöhle vor Unwetter verbirgt und abwartet, bis es sich ausgetobt hat, so verbarg David sich vertrauensvoll bei Gott. »Gott will's machen, dass die Sachen gehen, wie es heilsam ist; lass die Wellen höher schwellen, wenn du nur bei Jesus bist« (J. D. Herrnschmidt).

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MITTWOCH, 2.MÄRZ

PSALM 57, 4; JESAJA 25, 9

David hielt daran fest, dass Gott vom Himmel her eingreifen kann. »Er sende vom Himmel und helfe mir von den Schmähungen dessen, der mir nachstellt. Gott sende seine Güte und Treue.« Missionsdirektor Martin Auch berichtet von den schwierigsten Wochen in Bangladesh: »Ein übler Verräter aus einer Dorfgemeinde hatte ebenso üble Schlägertypen angeheuert, um mir die Arbeit in dem Ort unmöglich zu machen. Verbunden mit Drohungen verbot er mir, die kleine Christengemeinde zu besuchen. Was sollte ich tun? Der nächste Gottesdienst war in vier Wochen angesetzt. Mir wurde klar, dass mich die Drohung und die Angst nicht hindern durften, hinzugehen. Ich war für Gottes Sache unterwegs und stand unter seinem Schutz. Zu der Zeit waren wir fast die einzigen Weißen in der Stadt. So wurden weiße Weltenbummler direkt zu uns geschickt, wenn sie im Hafen an Land kamen. Einen Tag bevor die kritische Reise in jenes Dorf anstand, brachten junge Bengalen einen Touristen zu uns. Er war über zwei Meter groß. Das sorgte für Aufsehen bei den eher zierlichen Einwohnern. Wir kamen ins Gespräch über die Bibel. Es stellte sich heraus, dass der Tourist an Jesus glaubte. Er erwähnte, dass er gerne an einem Gottesdienst teilnehmen würde. Ich erzählte ihm von meiner bevorstehenden Reise und den Schwierigkeiten. Er wollte trotz der sehr ungewissen Situation mitgehen. Auf dem schmalen Pfad zum Dorf hielt ich gespannt nach beunruhigenden Anzeichen Ausschau. Nichts geschah, alles blieb ruhig. Der Mann, der mich bedroht hatte, kam nicht mehr in die Gemeinde. Die hundert Schlägertypen vom letzten Mal waren nirgends zu sehen. Nach unserer Rückkehr reiste der Mann gleich weiter. Er hinterließ keine Adresse. Uns aber wurde deutlich: Dieser hochgewachsene Gast war uns von Gott geschickt!« (Lies Ps. 91, 1-4. 11-14; 63, 8. 9.)

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DONNERSTAG, 3.MÄRZ

PSALM 57, 4-7; 108, 5-7; 5.MOSE 33, 26-29; 2.CHRONIK 14, 10 »Er sende vom Himmel und helfe mir von der Schmähung dessen, der mir nachstellt. Gott sende seine Güte und Treue!« Wir dürfen eine persönliche »Hilfssendung vom Himmel« erwarten: innere Freiheit, wenn uns böse Nachrede verletzte, Güte und Treue von Gott, die uns in der Not aufrecht hält. »Erhebe dich über den Himmel, o Gott, und deine Herrlichkeit über alle Welt!« Welch eine mutige Bitte! David stellt höchste Ansprüche an seinen Gott: »Erhebe dich über den Himmel!« Über dem Himmel ist der Thron Gottes. Von dort aus wird regiert. König Saul schien erdrückend mächtig, der göttliche König aber ist »darüber«. »Dein, Herr, ist die Größe und die Stärke und die Herrlichkeit und der Glanz und die Majestät; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein. Dein, Herr, ist das Königtum, und du bist über alles erhaben als Haupt« (1. Chron. 29, 11). Gott ist größer als die größten Machthaber aller Zeiten und Länder. Und zugleich ist dieser überragende König »in der Not« nahe bei denen, die ihn aus der Tiefe anrufen. (Lies Ps. 91, 15; 130, 1; 145, 18.) David rechnet sogar mit dem siegreichen Eingreifen der Herrlichkeit Gottes »über alle Welt«. Damit zeigt er uns schon den »Vater der Herrlichkeit, der Christus aus den Toten auferweckt hat und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt. Dort thront er hoch über alle Macht und Gewalt und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird« (vgl. Eph. 1, 17-22; Jes. 9, 5. 6; Micha 5, 1; Matth. 28, 18). Jesus hat alle Macht. Sollte sie nicht ausreichen für unsere Ohnmacht? Seine Gnade erweist sich mächtig in unserer Schwachheit. Darum ist es nur gut, wenn wir unser Vertrauen nicht wegwerfen, sondern unser Herz ganz auf ihn ausrichten. (Lies 2. Chron. 14, 10; 2. Kor. 12, 9; Phil. 4, 13; Hebr. 10, 35.)

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FREITAG, 4.MÄRZ

PSALM 57, 4-6; 93, 1-5

Die äußerst gefährliche Situation Davids, wie er sie in Psalm 57, 4-6 beschreibt, erinnert an den Propheten Daniel. Dieser befand sich in ähnlicher Lage, als eifersüchtige und arglistige Rivalen ihn bekämpften (Dan. 6, 5-10) und er zu allem Übel den Löwen vorgeworfen wurde (Dan. 6, 17. 18). Doch mit seinem Gott an der Seite machte Daniel die Erfahrung, dass er selbst in der Löwengrube genauso sicher war wie im Obergemach seines Hauses, das er dreimal am Tag zum Beten aufsuchte. Der Herr hatte seine bewahrenden Hände über ihm gehalten. Daniel machte die Erfahrung: Was auch immer geschieht, meine Sicherheit ist in Gott. Bei ihm kann ich überall geborgen sein, wenn ich mit ihm in Verbindung bleibe. »Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit« (Jes. 41, 10). Wenn David Gott bittet: »Erhebe dich, Gott, über den Himmel und deine Herrlichkeit über aller Welt« (V. 6), ist er tief überzeugt, dass Gott handeln wird. Auch im Leben von Daniel wird es deutlich, dass Gott größer ist als alles, was ihm Not machte. Gott kann sogar den Rachen von Löwen verschließen. Nach der Befreiung Daniels erließ König Darius die Verordnung, dass alle Völker auf Erden den Gott Daniels ehren sollten, »der da rettet und befreit und Zeichen und Wunder tut im Himmel und auf der Erde; denn er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet« (Dan. 6, 28). Gott hat sich nicht verändert. Er weiß auch heute eine Hilfe zu schaffen dem, der sich danach sehnt (Ps. 12, 6). Es lohnt sich, Daniel 6 zu lesen und zu überlegen: Was genau möchte ich für meine Lage lernen und neu beachten?

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SAMSTAG, 5.MÄRZ

PSALM 57, 6-8; 2.CHRONIK 20, 1-6. 20-22

David richtet sein ganzes Vertrauen auf Gott und rechnet felsenfest mit seinem Sieg. »Sie haben meinen Schritten ein Netz gestellt und meine Seele gebeugt; sie haben vor mir eine Grube gegraben - und fallen doch selbst hinein. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe.« Noch ehe David den feindlichen Angriffen entkommen konnte, noch ehe er vor ihren listigen Attacken in Sicherheit war, gewann er Mut und eine erstaunliche Zuversicht. Der Beter hielt daran fest, dass nicht der Feind das letzte Wort hat, auch wenn die Gegner ihn mit allen Mitteln niedermachen wollten. David war davon überzeugt, dass das Unheil, das die Feinde planten, ihnen selbst zum Verhängnis werden würde. Er jedenfalls war entschlossen, sein ganzes Vertrauen auf Gott zu setzen und fing an, den Herrn zu loben. So ließ der Lobsänger die dunkle Höhle des Kummers und der Angst hinter sich zurück. »Von der ängstlichen Sorge um sich selbst befreit, sorgte David sich um Gottes Ehre und machte aus dieser Sorge ein stürmisches, zum Himmel gerichtetes Gebet: Erhebe dich, Gott, über den Himmel und deine Herrlichkeit über alle Welt« (H. Lamparter)! Wer mitten in der Bedrängnis vertrauensvoll zu Jesus aufschaut, hat schon den ersten Schritt aus dem »Netz« der Befangenheit und verwickelter Gedankenrunden gewagt. Erinnern wir uns an Paulus und Silas, als sie um ihres Glaubens willen im Gefängnis saßen! Als sie um Mitternacht anfingen, Gott zu loben, griff der Herr durch ein Erdbeben ein, befreite sie von ihren Fesseln und sprengte die verschlossenen Türen und Schlösser. Doch das wohl Größte geschah, als der Gefängnisdirektor zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fand. Welch gewaltige Folgen kann unser Gotteslob haben! (Lies Apg. 16, 23-34; vgl. Hiob 35, 10.)

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SONNTAG, 6.MÄRZ

PSALM 57, 7; 143, 1-12

»Meine Seele haben sie niedergebeugt«, bekennt David. Wer weiß nicht um ähnliche Erschütterungen, die einen in bodenlose Tiefe zu stürzen drohen? Wie leicht kommt man in Versuchung, aufzubegehren, anzuklagen oder sein Recht einzufordern. David schlägt einen anderen Weg ein. Er verdrängt seine Gefühle nicht, fasst aber den Entschluss: »Bei dir birgt sich meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel nehme ich Zuflucht, bis vorübergezogen das Verderben.« David sieht das Unglück an wie ein vorüberziehendes Gewitter. Es wird berichtet, dass Athanasius, Bischof von Alexandrien, von Kaiser Julians Politik, die von dem Bestreben geprägt war, heidnische Traditionen wiederzubeleben und das Christentum zurückzudrängen, sagte: »Es ist nur eine kleine Wolke, sie geht vorüber!« David machte immer wieder die Erfahrung: »Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus all dem hilft ihm der Herr« (Ps. 34, 20; Spr. 10, 25; 12, 7). Der Beter rechnete mit dem Beistand des Herrn. Das gab ihm Mut und Zuversicht ins Herz und die Kraft, in der schweren Situation durchzuhalten. (Lies Jes. 8, 23; 9, 1. 2; 54, 7. 8. 10.) Paulus, der sehr oft feindlichen Angriffen ausgesetzt war, erinnert uns daran: »Ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll« (Röm. 8, 18). Unser Leid mag zentnerschwer auf uns lasten, im Vergleich zur ewigen Herrlichkeit ist es wie eine vorüberfliegende leichte Feder. Es ist gut, wenn wir im Schmerz und unter Tränen an die erlösende Herrlichkeit denken, die alle Vorstellungen übersteigt und kein Ende hat. »Legt hin eure Bekümmernisse; nichts sind sie, wenn ihr das Eine glaubt, dass Christus auferstanden ist. Haltet dies Eine fest, so habt ihr genug; denn er lebt, der endlich aus allem Herrlichkeit schafft« (B. v. Clairvaux). (Lies Joh. 17, 24; Röm. 8, 17; 2. Kor. 4, 17; 1.Petr. 5, 1.)

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MONTAG, 7.MÄRZ

PSALM 57, 8-10; 71, 7. 8

Wiederholt spricht David von seiner Bereitschaft, Gott alle Ehre zu geben. »Ich will singen und spielen. Ich will mit dem Morgenrot erwachen. Ich will dich preisen unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.« Gott kann aufrichten und neue Kraft schenken, selbst dort, wo unser Herz noch zittert und keinen Weg sieht. Dieses kindliche Vertrauen, das singen und danken kann, ist nicht unserer eigenen Charakterstärke zuzuschreiben. Es ist ein Stück Gotteskraft, die durch unser Vertrauen auf Gott aktiviert wird. »Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft« (Ps. 138, 3). Von Hudson Taylor, der viele Jahre als Missionar in China arbeitete, wird erzählt: »Einmal war er mit einem jungen Missionar unterwegs auf einer längeren Reise. Beide waren sehr hungrig. Da hörte der junge Mitarbeiter, wie Hudson Taylor zu singen begann: Wir danken dir, o Herr, für diese unsere Speise. Der junge Missionar konnte es sich nicht verkneifen, Taylor zu fragen, wo denn etwas zu essen wäre. Es kann jedenfalls nicht weit sein, gab Taylor zur Antwort. Unser himmlischer Vater weiß, dass wir sehr hungrig sind und wird uns bald ein Frühstück schicken. Aber Sie werden dann erst warten müssen, bis Sie das Dankgebet gesprochen haben, während ich gleich essen kann. Und tatsächlich, wenige Schritte weiter trafen sie einen Mann, der gekochten Reis verkaufte. Hudson Taylors Humor war erfrischend. Aber war es nicht vielmehr sein kindliches Vertrauen, mit dem er felsenfest mit Gottes Fürsorge rechnete?« »Wir müssen uns nicht bemühen, Glauben zu haben, sondern wegzusehen von uns auf den Treuen; das ist es, was wir nötig haben«, schrieb er später seiner Schwester. (Lies Hebr. 12, 2; 5. Mose 32, 3. 4; Ps. 95, 1-7.)

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DIENSTAG, 8.MÄRZ

PSALM 57, 9; MARKUS 13, 37

»Wach auf, meine Seele . . . !« Mit ganzer Kraft rüttelt David sein Innerstes auf, so, als ob er etwas Eingeschlafenes wecken wollte. War sein geistliches Leben müde und matt geworden? Wünschte er sich eine innere Neubelebung für seine Beziehung zu Gott? Wie leicht kann sich Mutlosigkeit in unser Herz schleichen, wenn wir in der Klemme sind und bei Gott um Hilfe gebetet haben, aber sich scheinbar nichts ändert. Wie tief können wir ermüden auf dem Weg der Nachfolge, wenn wir über Monate und Jahre als Christ allein in der Familie oder am Arbeitsplatz stehen! Es gibt viele und ganz unterschiedliche Gründe, warum wir in unserem Glaubensleben nachhaltig ermüden können: Überlastung und Überarbeitung, Krankheitsnöte, festgefahrene Situationen, schlechte Gewohnheiten, übertriebene Liebhabereien, das Festhalten von Sünde . . . Was auch immer uns lähmen und ermüden mag, wir müssen uns damit nicht abfinden. Zwar können wir gewisse Tatbestände nicht ändern, aber wir selber können dennoch in unserer müden Seele aktiv werden, indem wir alles, was uns bewegt und belastet, alle unsere Nöte und Sorgen, unser Kämpfen und Versagen, auf den werfen, der uns ermutigt: »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken« (Matth. 11, 28). Jesus wird »das geknickte Rohr nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er das Recht hinausführt zum Sieg« (Matth. 12, 20). Darum dürfen wir uns den alten Weckruf zusprechen (lassen): »Wache auf, wache auf! Kleide dich, Zion, in deine Macht! Schüttle den Staub von dir ab, erhebe dich und stehe auf, setze dich auf deinen Thron, nimm deinen Platz ein« (Jes. 52, 1. 2)! Welchen »Staub« will ich heute abschütteln, um hellwach für den Sieg meines Herrn zu sein? Römer 13, 11-14 und Epheser 5, 10-20 wollen dabei helfen.

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MITTWOCH, 9.MÄRZ

PSALM 57, 10-12; JESAJA 49, 6

Mehrfach hatte David seinen Willen aktiviert, seinen Blick abgewandt von all den Gefahren und Angriffen seiner Umgebung und sich dem allmächtigen Gott zugewandt. Da auf einmal öffnet sich ein weiter Horizont. Der ganze Erdkreis rückte in sein Blickfeld. »Herr, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Erhebe dich über den Himmel, o Gott, über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit!« David bekam eine völlig neue Sicht. Es genügte ihm nicht, dass Gott ihm allein seine Herrlichkeit offenbarte. Er wünschte sich so sehr, dass die ganze Welt etwas von dieser Herrlichkeit, etwas von der Macht und Größe Gottes zu sehen bekommt. Jeder Mensch soll erfahren und erfassen, dass Gott mit seiner unendlichen Güte für ihn in seiner Lebenssituation ganz persönlich da ist. David vergleicht die Güte Gottes mit der grenzenlosen Weite des Himmels und den großartigen Wolkengebilden, die am Horizont ihre Bahnen ziehen. Es ist, als wolle er uns aufmuntern und mit seiner Erfahrung ermutigen: Schau doch über deine Alltagssorgen hinauf zum Himmel! Denke daran: »der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann« (P. Gerhardt). Gott überrascht die Seinen mit seiner großen Güte immer neu. (Lies Ps. 31, 20; 36, 6; 89, 2. 3.) In das Herz Davids war neue innere Freude eingezogen. Die will er mit anderen teilen, indem er ihnen von der alles überragenden Herrlichkeit Gottes erzählt. Ist unser Herz so erfüllt von Jesus, dass wir von ihm, dem Sieger über alle Gewalt des Feindes, weitersagen? (Lies Luk. 10, 19; Apg. 4, 20; Röm. 1, 14-16; 1. Kor. 9, 16; vgl. Jer. 20, 9; Ps. 66, 16; 71, 15.) EIN GUTER DUFT VON JESUS (2. KORINTHER 2, 1-17)

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DONNERSTAG, 10.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 1-4

Mit diesen persönlichen Worten berührt Paulus Ereignisse, die sich zwischen dem ersten und zweiten Korintherbrief abgespielt haben. Ein kurzer Rückblick ist notwendig, um den Zusammenhang in Erinnerung zu bringen: Nach Abfassung des ersten Korintherbriefes, der zentrale Fragen des Gemeindelebens klären (1.Kor. 7, 1), Irrlehren und Spaltung entgegenwirken sollte (1. Kor. 3, 3. 4; 6, 9), blieb die Situation in Korinth bedenklich. Selbsternannte Apostel stellten Paulus als unglaubwürdig dar (1. Kor. 4, 18; 9, 12), sodass man seinen Anweisungen mit Misstrauen begegnete. Ein kurzer Zwischenbesuch (2. Kor. 2, 1; 13, 1. 2) blieb ohne Erfolg. Weitere betrübliche Ereignisse, die nicht genau beschrieben werden (2.Kor. 2, 5), bewegten Paulus zum so genannten »Tränenbrief« (2. Kor. 2, 4), der uns nicht mehr vorliegt und vermutlich von Titus überbracht wurde (2.Kor. 12, 18). Er bewirkte die erhoffte Wende (2. Kor. 7, 7. 8). Damit war der Weg frei, den zweiten Korintherbrief zu schreiben und seinen dritten Besuch zu planen (2. Kor. 12, 14), den er vermutlich gegen Ende seiner dritten Missionsreise in die Tat umsetzte (Apg. 20, 2). »Ich schrieb euch, damit ihr die Liebe erkennt, die ich besonders zu euch habe« (V. 4). Wir spüren es Paulus ab, wie sehr er sich nach ungetrübter Gemeinschaft mit den Glaubensgeschwistern sehnt trotz aller Enttäuschungen und Rückschläge. Er hat sie zu keinem Zeitpunkt innerlich aufgegeben. Unsere Liebe ist oft sehr begrenzt, wenig opferbereit und neigt zur Ungeduld. Schnelle Lösungen sind erwünscht, um Belastungen möglichst bald loszuwerden. »Paulus konnte warten. Solche Geduld lernen wir nur in der Seelsorge des Herrn Jesus Christus, wenn wir staunend sehen, wie lange er bei uns warten kann« (E. Schnepel). In Kolosser 3, 12 erinnert Paulus: »So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld.« Das entlastet. Wir müssen die Geduld nicht in uns als Reserve haben, sondern können sie von Jesus dankbar erbitten. Sein Vorrat erschöpft sich nicht.

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FREITAG, 11.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 5-8

Ein Gemeindeglied hat gesündigt und verhängnisvollen Zündstoff geliefert. Paulus umgeht das schwierige Thema nicht. Er tritt es aber auch nicht unbedacht aus. Wer war die Person, die in Korinth für Unruhe sorgte? Was hat sie im Einzelnen Beschämendes gesagt und getan? In diesem Brief an Korinth, der auch die ganze Provinz Achaja durchlaufen wird, schützt Paulus den schuldig gewordenen Bruder. Sünde ist kein Thema, das zur Unterhaltung dient oder gar Sensationslust befriedigen will. Da die Angelegenheit nach seinem Tränenbrief geordnet wurde (2.Kor. 7, 11), kann Paulus nun zu neuer brüderlicher Annahme ermutigen. Das Ziel der Gemeindezucht ist ja nicht, einen unliebsamen Missetäter loszuwerden, sondern ihm zurechtzuhelfen. Sie sollen dem Betroffenen vergeben, ihn trösten und lieben, ihn damit wieder vollgültig in die Gemeinschaft aufnehmen. »Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus« (Eph. 4, 32). Wie gehen wir nach Versagen miteinander um? Tragen wir das Ereignis nach oder tragen wir es weiter? Oder geben wir die Chance zu einem Neuanfang, indem wir das Versagen zudecken (vgl. Spr. 10, 12)? »Man wird in dieser Welt schnell schuldig. Da ist es von kaum zu überbietender Schönheit, wenn in einem Haus oder in einer Gemeinde ein Klima der Vergebung besteht. Ein Klima, nicht eine grundsätzliche Befürwortung. Ein Klima entsteht durch solche, die selbst Vergebung brauchen und sich darum kümmern. Denen der Weg zu Beichte und Abendmahl geläufig ist. Im Ernstfall kann man sie klar erkennen« (H. Wolfsberger). Vers 8 lautet wörtlich: »Darum ermahne ich euch, die Liebe gegen ihn rechtskräftig zu machen.« Diese »amtliche« Sprache zeigt, dass wir Liebe und Vergebung nicht mit starken Gefühlen verwechseln dürfen. Es geht um praktische Schritte auf den anderen zu.

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SAMSTAG, 12.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 9-10

Die Gemeinde in Korinth hat sich bewährt, indem sie den Schuldfall klärte. Paulus ist es wichtig, diesen Gehorsamsschritt zu betonen. Sünde bedeutet nicht allein Gefahr für den Einzelnen, sondern für die ganze Gemeinschaft. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament treffen wir auf erschreckende Beispiele, die uns den ganzen Ernst vor Augen stellen (vgl. Jos. 7; Apg. 5, 1-11). Eine Gemeinde, die Sünde in ihrer Mitte toleriert, bringt sich selbst ins Aus. Ihr Dienst wird nach außen vielleicht nicht automatisch erfolglos, für das Reich Gottes jedoch fruchtlos. Die Korinther haben die Gefahr erkannt und geistlich Verantwortung wahrgenommen. So kann Paulus sich auch ganz mit ihrer Vergebung eins machen. Zwei Aspekte fallen dabei auf. Er vergibt »um euretwillen«. Es ist nicht persönliche Großherzigkeit, die Paulus zur Vergebung bewegt. Auch er weiß sich in den Gesamtzusammenhang gestellt. »Er hat verziehen, weil ihm an dem Schicksal der Gemeinde liegt . . . Er will ihr helfen, aus ihren gegenwärtigen Verwicklungen herauszukommen. Darum musste er alles verzeihen, was geschehen war, damit die schmerzlichen Dinge der vergangenen Jahre ihre Kraft verlören und keinen Schaden mehr anrichten könnten« (E. Schnepel). Zum anderen zeigt Paulus auf: »Ich habe vergeben vor Christi Angesicht.« In allen Entscheidungen weiß sich Paulus der letzten Instanz verantwortlich, führt sein Leben unter den Augen Gottes. In der Gegenwart von Jesus erfährt er selbst Freispruch von seiner Schuld. Es ist der Ort, an dem er mit allen Jüngern das Gebet sprechen und leben lernt: »Und vergib uns unsere Sünden; denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden« (Luk. 11, 4). Herr, wenn der heutige Tag mich in diese Schule nimmt, dann will ich mich der Herausforderung stellen. Danke, du lebst und wirkst in mir.

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SONNTAG, 13.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 11; 1. PETRUS 5, 8

Unsere Schwierigkeiten im Miteinander lassen sich längst nicht immer an einem speziellen Fall von Versagen festmachen undmit ihmlösen. Oft gleichen sie einem schwer zu entwirrenden Knäuel von Missverständnissen, Schuld, gut gemeinten und doch folgenschweren Handlungen. Paulus gibt den wichtigen Gedankenanstoß: Bedenke, dass es einen Drahtzieher im Hintergrund der Ereignisse gibt, der zerstörerische Absichten verfolgt. »Er sucht, wen er verschlingen kann«, beschreibt Petrus bildhaft. Gottes Widersacher will auseinander bringen und letztlich für seine Zwecke gewinnen. Wir wollen uns aber nicht für seine Interessen benutzen lassen. Welchen Rat gibt Petrus? o »Alle miteinander haltet fest an der Demut. Den Demütigen gibt Gott Gnade« (1. Petr. 5, 5b). Wir können Demut auch als »dienende Gesinnung« beschreiben, die von Aufrichtigkeit gegenüber Gott und Menschen geprägt ist. Hochmut trennt. Demut hingegen achtet den Wert des anderen und eröffnet damit Raum zur Gemeinschaft. o »Widersteht fest im Glauben« (1. Petr. 5, 9) Unsere Auseinandersetzungen sind weder neu noch einzigartig auf der Welt. Sie gehören zum geistlichen Kampffeld aller Kinder Gottes. Darum gibt es keinen Grund, überrascht oder hoffnungslos zu sein. Es gilt weiterhin, Vertrauen zu wagen und sich an Gottes Wort zu halten. Jesus hat uns in der Versuchungsgeschichte ein Beispiel gegeben (Luk. 4, 1-13). Wenn uns der Feind irremachen will, ob es sich lohnt, bei aller Unterschiedlichkeit in unsere Gemeinschaft zu investieren, haben wir etwas entgegenzusetzen: »Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet« (Apg. 2, 42). o »Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch« (1. Petr. 5, 7). Ich muss nicht für mich und meine Sache mit allen Mitteln kämpfen. Diese Kampfkraft kann ich in Gebet investieren. Gott sorgt wirklich und verlässlich für mich und meine Belange.

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MONTAG, 14.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 11; LUKAS 22, 31

Jesus gebraucht ein weiteres Bild, um die Absicht Satans zu veranschaulichen. »Er will euch sieben wie den Weizen.« Dabei können wir uns folgenden Vorgang vorstellen: Der Landmann nahm den bereits gedroschenen Weizen und schüttete ihn durch ein Sieb. Diese Bearbeitung trennte Spreu, Steine und anderes Beiwerk von den Weizenkörnern. Es handelt sich um einen Vorgang, der im Alten Testament Gottes Gerichtshandeln veranschaulicht (Amos 9, 9). Wer wird sich, wenn er im Glauben durcheinander gerüttelt wird, als echt erweisen? Satan wünscht natürlich ein Ergebnis zu seinen Gunsten. Er möchte Jünger ausschalten, indem sie enttäuscht am Boden liegen bleiben, Glaubwürdigkeit verlieren, am Glauben verzagen. Manchmal lässt sich seine Absicht leicht durchschauen. Viel öfter beginnt der Feind mit kleinen Enttäuschungen und Ärgernissen unsere Vertrauensbeziehung zu Jesus zu unterwandern. Diese eher unscheinbaren Angriffe bergen große Gefahren in sich. Welche Hilfe zeigt Jesus auf? »Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre« (Luk. 22, 32; vgl. Hebr. 7, 25). Jesus betet für uns hier und heute. Das darf ich hoffnungsfroh ins Auge fassen. Jesus lässt sich die Fäden nicht aus der Hand nehmen. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Lebens und Glaubens (Hebr. 12, 2). Petrus konnte diese Wahrheit erst nach dem Versagen seiner eigenen Kraft richtig erfassen. Angefochtenen Christen schreibt L. Hofacker: »Du wirst dein Herz hier auf Erden niemals in der Gestalt sehen, wie du es gerne hättest . . . Zäume also den Gaul nicht beim Schwanze auf, sondern fange an, kindlich dem Herrn und seinem Worte zu glauben gegen alles dumme Geschwätz deines verzagten Herzens; dann wirst du nach und nach stark werden.« Wir wollen uns deshalb weder von unserer Stärke noch von unserer Schwäche beeindrucken lassen. Wir wollen heute sagen: »Herr, ich bin beeindruckt von deiner Stärke und deiner Treue.«

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DIENSTAG, 15.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 12. 13; JESAJA 45, 1-3

Troas war eine bedeutende Hafenstadt nördlich von Ephesus in der römischen Provinz Asien. Sie wurde von Paulus auf seiner zweiten Missionsreise erstmals besucht. Es kam jedoch nur zu einer Kurzvisite, da Gott ihn von dort weiter nach Europa rief (Apg. 16, 8-11). Seine Evangelisation, die er an dieser Stelle erwähnt, ermöglichte nicht nur einen verlängerten Aufenthalt, sondern fand unter besonders günstigen Umständen statt. »Mir war eine Tür aufgetan von dem Herrn.« Es bleibt ein Geheimnis, wann der Augenblick gekommen ist, dass einMensch auf die Nachricht von Jesus hört, Fragen stellt oder gar mit persönlichem Glauben antwortet. Wir wünschen uns solche offenen Türen zum Dienst. Aber keiner von uns kann sie durch seinen Einsatz bewirken und sollte sie niemals gewaltsam aufbrechen wollen. Geistliche Türen können nur von dem geöffnet werden, der dazu die Schlüsselgewalt hat. Das ist einzig Jesus Christus. »Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auftut, und niemand schließt zu, der zuschließt, und niemand schließt auf: Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, und niemand kann sie zuschließen« (Offb. 3, 7. 8). Diese Verheißung an die Gemeinde in Philadelphia ist bis heute eine große Ermutigung. Fühlen wir uns zu klein und zu schwach, um etwas für Jesus ausrichten zu können? Die Gläubigen in Philadelphia zeichneten sich nicht durch besondere Kraft aus. Sie besaßen nur eine kleine Kraft. Sie konnten auch keine eindrucksvolle Erfolgsstrategie vorweisen (Offb. 3, 8. 9). Jesus sah ihre Treue zum Wort und zu ihm als Retter der Welt. Er handelte und gab ihnen offene Türen. Paulus weiß sich in seinem Dienst durchgängig von diesem Handeln Gottes abhängig. Deshalb zählt das Gebet um eine offene Tür zu seinen dringlichen Anliegen (Kol. 4, 3).

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MITTWOCH, 16.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 12. 13

Mit Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass Paulus trotz günstiger Bedingungen seinen Missionseinsatz in Troas abbricht. Muss nicht jede offene Tür genutzt werden? Handelt Paulus aus Ungeduld und eigenmächtig? Manche bewerten in der Tat diesen Schritt als Fehler. Doch hüten wir uns vor einem ungerechten Urteil. Fragen wir uns lieber, ob denn wir alle günstigen Möglichkeiten zum Zeugnis ausnutzen, in den Medien, in der Nachbarschaft, auf der Straße oder im Krankenhaus? Da können wir in der Regel nicht guten Gewissens mit »Ja« antworten. Wir bleiben hinter den Möglichkeiten zurück. Wir müssen unser eigenes Versagen eingestehen, aber auch nüchtern feststellen, dass wir nicht jede offene Tür nutzen können. Wir werden vielmehr immer wieder abwägen müssen, welche Aufgabe Priorität hat. Folgende Fragen können bei einer Entscheidung weiterhelfen: a) Könnte ich das neue Vorhaben im Namen von Jesus tun? (Kol. 3, 17). b) Wird Gott in irgendeiner Weise geehrt? (1. Kor. 10, 31). c) Wird mein geistliches Wachstum gehemmt? (Hebr. 12, 1). d) Werde ich einen anderen Christen beleidigen, ihn zu Fall bringen oder ihm schaden? (Röm. 14, 21). e) Wird mein Tun für die Ungläubigen um mich herum eine Hilfe oder ein Hindernis sein? (Matth. 5. 16). Wir können beten: »Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte« (Ps. 86, 11). Für Paulus ist die damals noch ungeklärte Situation mit den Korinthern nach Abfassung des Tränenbriefes von hochrangiger Bedeutung. Deshalb reist er Titus entgegen und kann erst nach diesem Zusammentreffen entlastet und mit neuer Freude seinen Dienst andernorts fortsetzen (2. Kor. 7, 6. 7). »So tief ist die geistliche Verbindung - das sollen die Korinther hier verstehen - des Apostels zu ihnen, dass der Christusbote bis ins Innerste umgetrieben ist. So ist die Liebe« (H. Krimmer).

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DONNERSTAG, 17.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 14; PSALM 118, 15

Erst in Kapitel 7 wird Paulus seine Erzählung um die Ereignisse in Korinth und über das Zusammentreffen mit Titus fortsetzen. Jetzt hält er inne, um unabhängig vom Ausgang aller problematischen Vorgänge Gott zu danken und zu loben. »Gott loben heißt, die Dinge von ihrem Ziel her sehen, sie von den großen Zielen und Erfüllungen Gottes her betrachten«, schreibt Helmut Thielicke. In diesem Sinne handelt Paulus und zeigt uns eine weitere geistliche Wahrheit auf. »Gott sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug mitführt.« So lautet die wörtliche Übersetzung von Vers 14a. Römische Feldherren führten am Ende eines siegreichen Feldzuges Triumphzüge durch. An der Spitze erschien der Feldherr stehend in seinem Prachtwagen. Hinter ihm folgten seine Soldaten, die in ihrer Mitte Beutestücke und Gefangene präsentierten. Paulus identifiziert sich und alle anderen Mitstreiter von Jesus mit den im Triumphzug heimkehrenden Soldaten. Der Sieger jedoch, dem alle Ehre gilt, ist Jesus Christus. Am Kreuz schien Jesus machtlos den zerstörerischen Mächten ausgeliefert. Als Auferstandener demonstriert er, dass er gerade auf diesem Weg scheinbarer Ohnmacht die Sünde, den Tod und den Teufel besiegte. Noch besitzt Satan in dieser Welt Einfluss, aber seine Aktionen sind in Wahrheit nur noch Rückzugskämpfe nach verlorener Schlacht. Noch gehört die Sünde in dieser Welt zu unserem Alltag, und doch sind Christen erlöst von ihrer Macht und ihrem Fluch. Noch ist der Tod schmerzvolle Realität, aber er hat über Menschen, die zu Jesus gehören, nicht mehr das letzte Wort. Für sie ist das Sterben Durchgang hinein zum ewigen Leben. »Die Gemeinde geht an der Hand des Herrn. Sie wird von ihm geführt, gedemütigt, begabt, gesegnet und einmal in Ewigkeit vollendet. Stets heißt es für sie: Bis hierher und noch weiter« (K. Vollmer)!

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FREITAG, 18.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 14; PHILIPPER 2, 14. 15

Die Siegeszüge wurden in jeder Hinsicht großartig gestaltet. Dazu gehörte auch das Entzünden von Weihrauch an mehreren Positionen des Zuges. So kündete bereits der besondere Geruch an: Hier kommt der Sieger! Auch durch uns verbreitet sich solch ein guter Geruch, deutet Paulus, indem wir mithelfen, dass Menschen von Jesus Christus erfahren. »Wenn wir die Geschichte von Erweckungsbewegungen oder von einzelnen Zeugen des Herrn betrachten, steht dieses Bild vom Geruch überraschend deutlich vor uns. Es liegt da nicht an den Anstrengungen und Künsten von Menschen. Erkenntnis Gottes, Furcht Gottes, Heil Gottes, Freude an Gott verbreiten sich, wie der Lindenduft an Sommerabenden ganze Straßen erfüllen kann. Ob wir nicht oft viel zu viel machen und mit immer neuen Mitteln zu erzwingen suchen und darüber versäumen, so in Gott zu leben, dass Christusduft von uns ausgeht« (W. de Boor)? Unser Leben ist eine Predigt besonderer Art, die von Fernstehenden sehr bewusst wahrgenommen wird. Davon weiß ein junger Mann zu berichten, der mit seinem Freund vier Jahre lang die Bibel studierte, bis dieser Christ wurde. Einige Zeit später hielten sie Rückschau. »Weißt du, was mich bewogen hat, mein Leben Jesus Christus anzuvertrauen?«, fragte sein Freund. Natürlich dachte sein Gegenüber an das gemeinsame Bibellesen und die vielen Gespräche. Aber die Erklärung lautete: »Als du mich zum ersten Mal in deine Familie einludst, saß ich da und beobachtete, wie ihr miteinander umgegangen seid. Ich erkannte, dass mir etwas Entscheidendes fehlte. Damals beschloss ich, Christ zu werden.« Wir wollen Jesus Christus um ein glaubwürdiges Leben bitten o in der lebendigen Beziehung zu ihm o im Umgang mit dem Wort der Bibel o in Offenheit und Aufrichtigkeit anderen gegenüber o im Wissen, dass Menschen ohne ihn ewig verloren gehen.

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SAMSTAG, 19.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 15

In diesen Versen wird das Bild vom »Geruch« weiterentwickelt. Christus offen- bart nicht nur durch uns guten Duft. Wir selbst sind für Gott ein Wohlgeruch von Christus. Tatsächlich steht im Grundtext erst hier die gesteigerte Ausdrucksform »Wohlgeruch«, die im Luthertext bereits in Vers 14 statt »Geruch« zu lesen ist. Was bedeutet es, für Gott ein Wohlgeruch von Christus zu sein? Zwei Antworten ergänzen sich. 1. Gott nimmt uns als Wohlgeruch wahr, wenn wir an Jesus Christus glauben. Dann wohnt in uns der Sohn Gottes (Joh. 14, 23), der den Vater voll und ganz zufrieden stellt. Unsere Hingabe und unsere Bemühungen können den tiefen Graben, den die Sünde zwischen Gott und uns gerissen hat, nicht überwinden. Sein Tod begleicht meine Schuld, und ich kann mit Gott Gemeinschaft haben. »Christus hat uns geliebt und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch« (Eph. 5, 2; vgl. 1. Mose 8, 21). Unter denen, die gerettet werden, ist dieser Duft das Erkennungszeichen. »Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben« (Joh. 1, 12). Nur unter dieser Voraussetzung erfüllt sich die göttliche Einschätzung »ein Wohlgeruch von Christus«, von Gott mit Freuden wahrgenommen auch mitten unter denen, die ihn ablehnen. Teilen wir Gottes Freude, oder haben wir uns vielleicht daran gewöhnt, zu ihm zu gehören und Vater sagen zu können? Die Jünger standen nach erfolgreichem Dienst in Gefahr, dieses Privileg falsch zu bewerten. Jesus korrigierte ihre Einstellung (Luk. 10, 20).

Mein Gott und Herr, ich darf es wagen

und zu dir lieber Vater sagen,

in deiner Liebe glücklich sein.

Wie lässt das Angst und Sorgen schweigen, weiß ich ja doch: Ich bin dein Eigen, weil du mir zusprichst: »Du bist mein.« H.Winkel

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SONNTAG, 20.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 15. 16; APOSTELGESCHICHTE 4, 20 2. Gott nimmt uns als Wohlgeruch wahr, wenn wir von Jesus Christus weitersagen. Diese Nachricht stellt Menschen vor eine Entscheidung zwischen Leben und Tod. Sie ist damit die dringlichste und wichtigste Nachricht aller Zeiten. Wohlstand und Freizeit allein befriedigen den Menschen bei seiner Suche nach einem sinnerfüllten Leben nicht. Viele öffnen sich verführerischen Angeboten, Sekten und Irrlehren - und werden betrogen. In einer Zeit tiefer Verunsicherung und Zersetzung biblischer und ethischer Werte stehen wir unter Dauervertrag: »Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker« (Matth. 28, 19). Das kann auf ganz unterschiedliche Weise geschehen. Von dem amerikanischen Politiker Benjamin Franklin stammt der Ausspruch: »Gebt mir 26 bleierne Soldaten, und ich werde die Welt erobern.« Er meinte die 26 in Blei gegossenen Druckbuchstaben des Alphabetes. Wir können die Chance nutzen und mit guten Büchern und Schriften »Wohlgeruch von Jesus« verbreiten. Duft ist ja nichts Gewaltiges, Kraftvolles, aber etwas Durchdringendes. Oft haftet er Räumen lange an. Man wird immer wieder an einen Menschen oder an ein Ereignis erinnert. So will sich Jesus durch uns bei den Menschen in Erinnerung bringen. Nach einem Unfall musste sich ein gläubiger Mann mit der Tatsache auseinander setzen, nun für immer querschnittsgelähmt an den Rollstuhl gebunden zu sein. Da begann er, in seinem Wohnzimmer missionarische Schriften zu sammeln. Die Todesanzeigen in der Zeitung nahm er zum Anlass, den Angehörigen eine Schrift mit Trostworten zu schicken. Aber auch Geburten und Hochzeiten wurden von ihm bedacht. So nahm er auf unscheinbare Weise Einfluss auf seine Umgebung und wurde vielen Menschen zum Segen. »Wer aber ist dazu tüchtig?« In 2. Korinther 3, 5 gibt Paulus selbst eine Antwort: »Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott.«

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MONTAG, 21.MÄRZ

2.KORINTHER 2, 17; MATTHÄUS 10, 32

Nochmals fragen wir: Wer ist angesichts der Größe der Aufgabe und der Schwere der Verantwortung dazu tüchtig? Untüchtig sind auf jeden Fall die Vielen, die mit dem Wort Gottes »Geschäfte« machen bzw. »unrechten Handel treiben«. Dieser Begriff aus der Geschäftswelt beschreibt ein betrügerisches Gewerbe, bei dem man minderwertige, nachgemachte Waren verkaufte. Paulus grenzt sich und seine Mitarbeiter entschieden von der Verkündigungspraxis seiner Gegner ab. Diese verfälschen das Evangelium, um daraus eigenen Vorteil und Gewinn zu erzielen. Der Gedanke ist bis heute keineswegs abwegig. »Es droht uns laufend die Gefahr, dass wir eigene Zielsetzungen mit dem Jesus-Dienst verbinden: Wir suchen unsere Ehre, unsere Geltung, unsere Befriedigung, unseren Vorteil, unsere Position. Es ist nicht leicht, das fremde Feuer auszuschalten« (E. Schnepel). Paulus setzt vier Kennzeichen für echte Christusboten entgegen. Sie verkündigen Jesus o aus Lauterkeit. Wir haben dabei an eine innere Transparenz zu denken. Ihre Motive und Ziele sind nicht heimlicher und eigensüchtiger Natur. o aus Gott. Ihr Leben ist verwurzelt in Gott und bezieht von dieser Mitte die Kraft zum Leben und Dienst. o vor Gott. Sie handeln in der Verantwortung vor Gott unter seinen Augen. o in Christus. In der inneren Verbundenheit mit Christus gilt für seine Jünger, dass er nicht nur in ihnen lebt, sondern sie ebenso geborgen sind in ihm (Joh. 17, 21). Wohin wir uns heute auch begeben, sei es in der vertrauten Nähe oder sei es ein ferneres Reiseziel, wir gehen und kommen mit Christus. Uns mag das Gefühl von Unsicherheit und Bangnis begleiten, aber der Herr bereitet unsere Umstände vor. Wie können vielleicht nicht viele Worte machen, aber sein Wort selbst ist guter Geruch. Nicht ich muss mich siegreich durchsetzen. Er hat bereits gesiegt. Gott sei Dank!

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WER JESUS HAT, HAT DAS LEBEN

DIENSTAG, 22.MÄRZ

JOHANNES 3, 1-10; 1, 12. 13

Zu Jesus kommt ein Mann, der alles im Leben erreicht hat: Er war einer der Frömmsten (Pharisäer), einer der Angesehensten (Oberster, Mitglied im Hohen Rat), einer der Gebildetsten (Lehrer Israels, V. 10) und einer der Erfahrensten (ein betagter Mensch, wie wir aus Vers 4 schließen). Dennoch ist Nikodemus nicht selbstzufrieden. Offenbar hat er sich mit Jesus beschäftigt. Dieser Lehrer lässt ihn nicht mehr los, und Nikodemus bekundet seine hohe Wertschätzung: Vers 2. Dahinter steht die Frage: Wie muss der Mensch es angreifen, dass er eine Vollmacht bekommt, wie Jesus sie hat? Jesus geht auf das angesprochene Thema ein und bringt es auf den springenden Punkt: Vollmacht »von oben« hat, wer Leben »von oben« hat. Solches bekommt er aber nur durch eine Geburt von oben. Ohne diese Geburt von oben ist dem Menschen das Reich Gottes verschlossen. Nikodemus gerät ins Stocken: Was du verlangst, ist völlig ausgeschlossen. Der Mensch kann doch nicht aus seiner Haut fahren (V. 4)! Jesus erklärt dem »Lehrer Israels«, dass wir Menschen von Haus aus anderer Art sind als Jesus und sein Reich. Wir sind »Fleisch«, das meint den von Gott abgeschnittenen Menschen, der aus sich selbst schöpft und für sich selbst lebt (vgl. Röm. 8, 5-8). Darum haben wir Menschen den Artwechsel nötig. Er wird »von oben«, von Gott, gegeben. Das geschieht »aus Wasser und Geist« (V. 5). Wasser deutet auf das Wort Gottes hin. »So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort von Christus« (Röm. 10, 17). Das Wort Gottes hat neu schaffende, reinigende und befreiende Kraft. (Lies. Ps. 1, 2. 3; Joh. 15, 3; Eph. 5, 26; 1. Petr. 1, 22. 23; Jak. 1, 18.) »Herr, öffne mir die Herzenstür, zieh mein Herz durch dein Wort zu dir, lass mich dein Wort bewahren rein, lass mich dein Kind und Erbe sein.« J.Olearius

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MITTWOCH, 23.MÄRZ

JOHANNES 3, 5-21

Die Neugeburt des Menschen geschieht »aus Wasser und Geist«. Es gehört zur Prophetie des Alten Testaments, dass in der messianischen Endzeit der Heilige Geist ausgegossen werden sollte (vgl. Jes. 32, 15; 44, 3; lies Hes. 36, 25-27). Johannes der Täufer prophezeite, dass Jesus mit dem Heiligen Geist taufen werde (Matth. 3, 11; Joh. 1, 33); und in der Tat ist der Empfang des Heiligen Geistes ein Hauptmerkmal der Jesus-Gemeinde (vgl. Apg. 2, 1ff; lies Röm. 8, 9. 14. 16; 1. Kor. 6, 11; Tit. 3, 4-7). Jesus veranschaulicht die Neugeburt durch ein Bild: Der Geist Gottes, der Geistesmenschen schafft, gleicht dem Wind. Er weht ohne unser Wort und Wirken. Wir nehmen sein Sausen wahr. Dabei ist es nicht nötig, das Wesen des Heiligen Geistes von Anfang bis Ende erklären zu können. Entscheidend ist, dass wir sein Wehen ausnützen, wie es der Seefahrer beim Segeln macht. In den Versen 11-21 zeigt Jesus den Weg, der zum Neuwerden führt: o Nimm das Zeugnis der Zeugen Gottes ernst (V. 11-13) o Sieh deine Verdorbenheit und Verlorenheit ein (V. 14-16) o Betrachte und beherzige die Tat Gottes am Kreuz (V. 14-16) o Glaube lebenslang an den Sohn Gottes (V. 16-18) o Komm ins Licht Gottes und lebe im Licht (V. 19-21) Ob Nikodemus den Jesusweg betreten hat? Drei Hinweise des Evangelisten Johannes lassen uns hoffen: In Johannes 7, 50ff verteidigt Nikodemus Jesus mutig im Hohen Rat. Nach Kapitel 12, 42 ist es möglich, dass auch Nikodemus zu den Obersten gehörte, die an Jesus glaubten. Die letzte Notiz finden wir in Johannes 19, 38ff. Dort kümmert sich Nikodemus gemeinsam mit Josef von Arimathia um die Grablegung von Jesus: »Es kam aber auch Nikodemus . . . « (Joh. 18, 39). »Man merkt dem Bericht des Johannes noch heute die Überraschung an. Auch er tritt aus der Heimlichkeit heraus! Auch er wagt den Schritt in die Öffentlichkeit« (G. Maier)!

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DONNERSTAG, 24.MÄRZ

JOHANNES 3, 14; 4.MOSE 21, 4-9

Die Geschichte von der ehernen Schlange legt eine Spur zum Kreuz von Jesus. Verfolgen wir diese Spur ein wenig! Hinter dem Volk Israel lagen 38 lange Wanderjahre durch die Wüste. Wieder standen die Israeliten am Schilfmeer, dem ehemaligen Ausgangspunkt ihrer Befreiung aus der Sklaverei (2.Mose 14, 13ff). Sie waren kein bisschen weitergekommen. Schuld daran war die ältere Generation (4.Mose 14, 1ff). Sünde bringt uns niemals weiter. Sie führt immer zu einem Umweg. Die Alten haben versagt, aber die junge Generation ist kein Haar besser. Da hört man auf einmal dieselben Töne wie früher (V. 5). Und Gott handelt streng an den Seinen, indem er feurige Schlangen sendet. Damit will er ihnen die Schrecklichkeit der Sünde zeigen. Die Schlange symbolisiert in der Bibel immer den Satan und die Sündenmacht. Dazu: 1. Mose 3, 1-5; Psalm 58, 5 und Matthäus 12, 34. 35. Sünde ist wie ein giftiger Schlangenbiss. Was waren es für Sünden, die das Volk Israel damals begangen hatte? o Die Sünde des Missmuts. Man verlor die Geduld, dass es nicht vorwärts ging. Aber lag das an Gott? Lies 4. Mose 14, 21-23. o Die Sünde der Vergesslichkeit: »Warum hast du uns aus Ägypten geführt?« Hatten sie vergessen, dass sie früher Sklaven waren? o Die Sünde der Undankbarkeit: »Uns ekelt vor dieser mageren Speise.« Was am Anfang zum Wundern und Staunen war, ist jetzt Gegenstand der Verachtung. Wie Giftschlangen - so zerstörerisch und todbringend - ist die Sünde. »Denn der Lohn der Sünde ist der Tod« (Röm. 6, 23a; vgl. 5, 12; 3, 10-13). Seit jenem Geschehen im Garten Eden gibt es keinen Menschen, in dessen Leben nicht das Sündengift zirkuliert. Es gibt aber auch keinen Menschen, der nicht geheilt werden könnte. »Die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn« (Röm. 6, 23b).

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KARFREITAG, 25.MÄRZ

4.MOSE 21, 6-9; JOHANNES 3, 14-18; 19, 16-18. 30 Was haben die erhöhte Schlange und der am Kreuz erhöhte Sohn Gottes ge- meinsam? Die giftigen Schlangen in der Wüste verkörperten den Fluch Gottes und die Macht der Sünde. Sie zeigten, welche Wirkungen von der Sünde ausgehen: Zerstörung, Tod, Gericht, Verdammnis, Hölle. Wenn Mose die Kupfer-Schlange auf der Stange hochhält, meint das: Seht dorthin! Da hängt der Fluch. Da hängt die Sünde: gekreuzigt, getötet, erledigt. Das dürfen wir auch am Kreuz von Golgatha sehen: Da hängt der Fluch, der mich treffen sollte. Da hängt meine Sünde. Da hängt mein Tod. Das alles ist gekreuzigt, getötet, erledigt. Jesus wurde am Kreuz an meiner Stelle zum Fluch und zur Sünde gemacht: »Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt« (2. Kor. 5, 21; Gal.3,13; lies Jes.53, 3-7. 11.12). Noch einmal im Bild gesprochen: Satan, die alte Schlange, darf den Sohn Gottes beißen. Der Teufel darf Jesus mit seinem Giftzahn das Gift der ganzen Welt einspritzen. Das Gift der Sünde und des Todes trifft den, der nie gesündigt hat und keinen Tod kennt. Jesus stirbt am Kreuz. Er schreit entsetzt: »Mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Aber nun entsteht im Blut des Sohnes Gottes ein Serum, ein Gegengift gegen den Tod, und Jesus kann rufen: »Es ist vollbracht.« Jesus stirbt am Kreuz. Aber er bleibt nicht tot, sondern überwindet Tod und Teufel. Durch seine Auferstehung zieht er der Schlange den Giftzahn. »Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg« (1. Kor. 15, 55)?»Kommt und seht: Unsre Schuld hat den Herrn am Kreuz durchbohrt, so viel tiefer als die Nägel seinen Leib. All der Stolz, alles Leid, alles, was uns von Gott trennt, und die Strafe lag auf ihm zu unserm Heil. Dein Tod hat uns befreit, die Gnade triumphiert, und dein Liebesstrom wäscht unsre Herzen rein. Zur Sünde wurdest du und warst doch ohne Schuld, und ein Herz der Liebe ruft: Vater, vergib!« G. Kendrick

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SAMSTAG, 26.MÄRZ

4.MOSE 21, 9; JESAJA 45, 20-25

Jedes Kind im damaligen Israel wusste: Wer am Schlangenbiss leidet, soll aufsehen zur Kupferschlange auf der Stange. Dann wird er am Leben bleiben. So hatte Gott es zugesagt. Die Rettung hängt nicht am Kupfer, sondern sie hängt mit Gott und seiner Verheißung zusammen. »Gott bindet die Rettung an den Glauben. Man kann nun glauben oder nicht glauben. Es geht dabei nicht um Gefühle. Man muss aus dem Glauben heraus etwas ganz Bestimmtes tun. Man muss vors Zelt wanken oder sich zum Bild der Schlange tragen lassen. Es geht darum, zu glauben und zu tun, was Gott gesagt hat. Es gab damals sicher Leute, die alles Mögliche versucht hatten, um gegen das Gift der Schlangen anzugehen. Bis zum Schluss haben sie mit dem Blick auf die erhöhte Schlange gewartet. Für manche kam dann sicherlich jede Hilfe zu spät. Aber alle, die zur erhöhten Schlange kamen und dem Wort Gottes Vertrauen schenkten, konnten tatsächlich gerettet werden. Nikodemus, der sich in jener Nacht mit Jesus unterhielt, hatte auch schon alles Mögliche versucht, um mit der Schuld seines Lebens fertig zu werden. Aber er wurde den Eindruck nicht los: Es fehlt noch etwas Entscheidendes. Es genügt noch nicht. Und er hatte Recht (vgl. Joh. 3, 1-3). Nikodemus lernte: Jesus genügt. Der Blick auf Jesus reicht aus. Wenn ich an ihn glaube, dann habe ich das ewige Leben« (M.Wanner). Was auch immer mich bedrücken mag, ich will nicht länger auf mich selbst schauen - weder auf mein Unrecht noch auf meine Selbstgerechtigkeit - ich will zu Jesus aufschauen und ihm sagen: Herr Jesus, rette mich, tröste mich, erneuere mich! Du hast dein Leben für mich hingegeben, darum soll es das Höchste meines Lebens sein, dich mehr zu lieben und dir treuer zu dienen. (Lies Römer 5, 1-10. 17.)

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OSTERSONNTAG, 27.MÄRZ

MATTHÄUS 20, 17-19; JOHANNES 20, 1-10 Jesus war gestorben und begraben. Einen toten Jesus kann man nur betrauern und beweinen. Er kann weder helfen noch trösten noch retten. Bestenfalls lässt er sich in der Erinnerung verehren. Aber er ist tot. Wir können die Jünger verstehen: Siehe Verse 2. 9. 11. 13-15. 19. 25! Dagegen steht der Ostermorgen: Er beginnt mit tiefer Enttäuschung und großem Schock. Der schwere Stein ist weggewälzt, das Grab offen und leer. Maria Magdalena war im Dunkel des anbrechenden Sonntagmorgens mit anderen Frauen gekommen (Mark. 16, 1), um den Leichnam zu salben. Doch das Grab war offen und leer. Voller Entsetzen sucht Maria Magdalena die Jünger Petrus und Johannes auf und berichtet: »Sie haben den Herrn . . . weggenommen, und wir wissen nicht, . . . « Beachten wir, dass Jesus für sie auch im Tod »der Herr« geblieben ist. »Es gibt kaum ein größeres Zeichen der Treue als diese beiden Worte. Und doch wohnt daneben die völlige Ratlosigkeit« (G. Maier). Petrus und Johannes überprüfen nun eiligst den geschilderten Sachverhalt. Mit welchem Ergebnis? Das Grab ist tatsächlich leer. Sollte Maria an den Raub des Leichnams gedacht haben, sprechen die ordentlich zusammengelegten Tücher dagegen. Ein anderer müsste den Herrn »weggenommen« haben. Einer, der stärker ist als der Tod! Der Jünger Johannes blickt es buchstäblich: »Und er sah und glaubte« (V. 8). Was glaubte er denn? Im Zusammenhang mit Vers 9 müssen wir festhalten: Johannes kam zum Glauben - so die wörtliche Übersetzung - an die Auferstehung von Jesus. Wie konnte Johannes zum Glauben kommen? Er verband das Sehen des leeren Grabes und der »Ordnung « in der Gruft mit den herrlichen Jesusworten, die der Herr den Seinen eingeprägt hatte: »Ich lebe, und ihr sollt auch leben!« Welch ein Trost auch für uns persönlich: Johannes 11, 25. 40; 14, 2ff. 18ff; 16, 7ff. 16ff.

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OSTERMONTAG, 28.MÄRZ

JOHANNES 20, 11-18

Im Herzen des Johannes war schon ein Glaubensanfang gemacht. Zwar konnte auch er in dieser Situation noch nicht die alttestamentlichen Schriftworte, die prophetisch auf die Auferstehung des Christus hinweisen, verstehen (V. 9; vgl. Ps. 16, 8ff; 22, 22ff; 49, 16). Die Echtheit des Glaubens hat nichts mit Perfektion zu tun, aber mit beständigem Wachstum. Davon spricht auch die Begegnung zwischen Maria Magdalena und dem vermeintlichen Gärtner. Zeichen - offenes und leeres Grab - genügen nicht, sie sind mehrdeutig und vermögen es nicht, geschockte und traurige Herzen zu trösten. Es braucht eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus selbst. Gott schenkt sie. Wie erfüllt sich das Jesus-Wort »Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden « (Joh. 16, 20) bei Maria Magdalena? o Durch eine gezielte Warum-Frage. Meist fragen Menschen »Warum?«, Gott aber kann bisweilen auch die Warum-Frage stellen. Denn er will aus der »Benommenheit« zur Besinnung, zur nüchternen Erkenntnis bringen. Hat Maria etwa keinen Grund mehr zum Weinen? o Indem wir uns aussprechen. Maria Magdalena schüttet ihr Herz aus. Sie benennt den Grund ihrer Traurigkeit. Jesus ist nicht mehr da, er ist weggeschafft. Einen toten Jesus kann man tatsächlich wegschaffen. Und doch hält Maria in der Tiefe ihres Herzen fest an dem Bekenntnis: Jesus, »mein Herr«. o Durch wiederholtes Nachfragen. Jesus ergänzt die Warum-Frage um die entscheidende Frage nach seiner Person. »Wen suchst du?« Darauf muss ich antworten können. An dieser Stelle will und wird er Gewissheit schenken: 1. Johannes 5, 12. 13. o Indem er uns beim Namen ruft. »Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein« (Jes. 43, 1). »Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir« (Joh. 10, 27). o Indem er die Seinen beauftragt. Nichts ehrt einen Jesus-Jünger so sehr wie seine Verordnung zum Dienst. (Lies Ps. 100, 1ff.)

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DIENSTAG, 29.MÄRZ

JOHANNES 20, 19-23; 17, 18

Was Maria Magdalena geschenkt wurde, soll auch im Jüngerkreis zünden: »In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes. Ich habe die Welt überwunden « (Joh. 16, 33). Jesus möchte unter keinen Umständen, dass Menschenfurcht seine Leute zu Fall bringt. Darum hilft er den Bedrängten. Wie das geschieht?1. Jesus kam. Ganz schlicht heißt es, er »trat in die Mitte«. Körperlich personal ist er gegenwärtig. Doch da Jesus den Auferstehungsleib trug, war er nicht mehr Raum und Zeit unterworfen. Verschlossene Türen und Herzen können ihn nicht hindern. Jesus hat immer Mittel und Wege, die unser Denken übersteigen. 2. Jesus sprach. Sein Friedensgruß ist mehr als »Guten Tag«, ist auch mehr als »Grüß Gott«. Wenn Jesus den Jüngern jetzt seinen Friedensgruß entbietet, spricht er damit aus, dass er der im Leid bewährte messianische Friedenskönig ist und zugleich das Lamm, das überwunden hat: Dazu Jesaja 9, 5. 6 und 53, 5; Offenbarung 5, 6-10; vgl. Johannes 14, 27; Römer 5, 1. 3. Jesus zeigte seine Wundmale. Die Jünger erkennen Jesus nicht durch das »Naturwunder«, durch verschlossene Türen zu kommen; da könnte man auch an einen Geist denken (Luk. 24, 36-39). Nein, sie erkennen den auferstandenen Jesus an seinen Wunden - so und nur so werden sie froh. Hier liegt das Geheimnis des Glaubens: Gott wird Mensch; der Herr wird Knecht; der Sieger ist das Opfer; der Auferstandene ist der Gekreuzigte. 4. Jesus sendet. Diese Sendung erfolgt im Namen des dreieinigen Gottes (vgl. Matth. 28, 19). Welch ein Geschenk: Jesus sucht die Kleinmütigen, tröstet und bevollmächtigt sie! Besonders eindrücklich an der zeichenhaften Handlung von Jesus (V. 22) ist der darin verborgene Hinweis auf den Schöpfungsakt des ersten Menschen in 1. Mose 2, 7. Damit ist gesagt: Ohne den Hauch des Schöpfers kein leibliches Leben und ohne den Hauch des Auferstandenen kein geistliches Leben. (Lies 1. Kor. 15, 45-50.)

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MITTWOCH, 30.MÄRZ

JOHANNES 20, 24-28; 1. JOHANNES 1, 1-4

Warum war Thomas am Auferstehungsabend nicht bei den anderen Jüngern? Der biblische Bericht schweigt. Wir erkennen aber, dass Thomas sich von der Jüngergemeinschaft nicht generell abgesetzt hatte. Er blieb mit seinen Zweifeln im Kreis der Jesusleute, und diese haben ihn wegen seines Unglaubens nicht weggeschickt. Die anderen waren ja auch keine Glaubenshelden! (Lies Luk. 24, 10. 11. 25; Mark. 9, 19; 16, 14.) Als die Jünger aber Glauben gefasst hatten, konnten sie nicht schweigen. Sie erzählten Thomas von ihrer Begegnung mit Jesus, und Thomas glaubte kein Wort. Zehn Augenzeugen vermochten es nicht, einen einzigen Zweifler für den Auferstandenen zu gewinnen. Das haben die Zehn ertragen. Ob sie spürten, dass Thomas so heftig zweifelte und seine Forderungen stellte (V.25), weil er unbedingt die Wahrheit wissen wollte? Es ist besser, Zweifel offen und ehrlich auszusprechen, als sich schweigend im Unglauben zu verbergen. Darf man denn eine solche Zeichenforderung, wie Thomas sie verlangte, stellen? »Gewohnheitsmäßig sicher nicht. Aber in suchender Glaubensnot ist sie möglich. Allerdings hat der Mensch niemals auf ihre Erfüllung Anspruch. Er darf auch aus ihrer Ablehnung nicht ohne weiteres den Schluss ziehen, dass dann das, was er mit dem Zeichen sucht, nicht existiere. Hier sind wir im Bereich der schenkenden Gnade, die sich eben nicht zwingen lässt« (G. Maier). Wie gut, dass wir in Jesus den besten Herzenskenner haben! Darum überlassen wir besonders den im Glauben Angeschlagenen der Seelsorge des Herrn. Jesus geht auf Thomas zu und auf dessen Forderung ein. Der Herr gibt sich auch Thomas als der Gekreuzigte zu erkennen und fordert den Zweifelnden auf: »Sei nicht ungläubig, sondern gläubig!« Dieser Herausforderung musste sich Thomas stellen. Der Glaube an Jesus hat zu tun mit einer klaren persönlichen Willensentscheidung. Thomas trifft sie: »Mein Herr und mein Gott!«

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DONNERSTAG, 31.MÄRZ

JOHANNES 20, 28-31; JEREMIA 29, 13. 14a

Wie Gott einst Israel aus der Gefangenschaft befreite, so erlebte es Thomas mit der Gefangenschaft seines Herzens. So mächtig ihn Zweifel und Unglaube gefangen hielten, so intensiv und nüchtern suchte er Klarheit und Gewissheit. Wer aufrichtig sucht, wird finden (vgl. Luk. 11, 9-13). Thomas legt ein gewaltiges Bekenntnis ab: »Jesus ist mein Herr und mein Gott.« Damit ist gesagt, dass Jesus größer ist als alle Menschen und Mächte, stärker als Tod und Teufel und Sünde. (Lies 1. Kor. 15, 3-5. 17. 20-22. 25. 26.) Das herrliche Zeichen, das Jesus seinem Jünger gab, sollte Hilfe zum Glauben sein. Mehr nicht. Der Glaube an Jesus Christus darf sich nicht auf Zeichen und wunderbare Erfahrungen stützen, sondern soll sich zutiefst auf den Herrn selbst gründen. Darum muss Thomas sich auch der Korrektur durch Jesus stellen: »Weil du mich gesehen hast, hast du Glauben gefasst. Glücklich zu preisen sind die, die nicht sehen und doch glauben.« Jesus beglückwünscht alle, die - obwohl sie durch Täler des Zweifels und der Anfechtung gehen - sich im Glauben an ihn selbst und an sein Wort halten. Dafür hat er gebetet: Johannes 17, 20. Wie wertvoll dieser Glaube ist, bezeugte Jahrzehnte später der Apostel Petrus: »Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit« (1. Petr. 1, 6-9).

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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