Samstag,1.März 1.Mose 49,23.24; Psalm 18,32-37.

„Gott rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel.“ - Wir lesen nichts davon, dass Josef gegen seine Brüder rebelliert hätte. Er ließ sich widerspruchslos von seinem Vater zu ihnen auf die Weide schicken (1.Mose 37,12-17). Er sollte nach dem Rechten sehen. Das war für die älteren Brüder unerträglich, und so planten sie einen Anschlag auf sein Leben. Nur Ruben hatte Mitleid und wollte Josef retten (1.Mose 37,18-22). Gefährliche Pfeile waren auf den Lieblingssohn gerichtet. Wer kann ermessen, wie ihm zumute war, als er unten in der Zisterne saß und seine Brüder oben ihre Mahlzeit hielten? (1.Mose 37,23-25; lies Jer.38,5-13; Klagel.3,52-58). Hätte Gott das nicht verhindern können, dass Josef so gequält wurde? - Es wird uns immer wieder begegnen, dass wir schwere Führungen nicht verstehen, weil wir den Ausgang und das Ziel nicht kennen. Wenn wir trotzdem unserem himmlischen Vater vertrauen, können wir in das Lied von Hedwig von Redern einstimmen: „Hier hast du meine beiden Hände, ich kann ja nichts aus eigner Kraft: du weißt den Weg, du weißt das Ende, bring du mich durch die Fremdlingschaft.“ - Gott mutete es Josef zu, fremden Händen ausgeliefert zu werden; er mutete ihm zu, an einem empfindlichsten Punkt seiner Gefühle durch die Frau des Potifar versucht zu werden. Er verhinderte nicht, dass er zu Unrecht ins Gefängnis geworfen und dort fast vergessen wurde. Pfeil auf Pfeil wurde auf ihn abgeschossen - aber keiner erreichte sein Ziel. Josef blieb seinem Gott treu. Welch ein geistlicher Kraftmensch, welch ein Überheld - so könnte man ihn bewundern. Doch Josef war ein Mensch wie wir. Sein Durchhaltevermögen verdankte er dem Mächtigen Israels: Er blieb stark „durch die Hände des Mächtigen Jakobs, durch ihn, den Hirten und Fels Israels“. (Lies 2.Mose 15,2; Jes.12,2; Eph.6,10.)

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Sonntag,2.März 1.Mose 49,22-24; Epheser 6,16.

Wir können uns nicht auf unsere Geschicklichkeit verlassen, auch nicht auf unsere Schlagfertigkeit oder Weisheit, auf unser Wissen oder unsere körperliche und seelische Kraft, wenn die feindlichen Pfeile auf uns abgeschossen werden. Das alles wird uns nicht schützen können. Wir brauchen eine andere, eine bessere Waffe: „Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.“ Als Josef im Gefängnis saß und nichts für sich selbst zur Rettung tun konnte, entschloss er sich, auch an diesem Ort so zu leben, wie es Gott gefiel. Nur so wehrte er die Pfeile ab und überwand das Böse mit Gutem. (Lies 1.Mose 39,19-23; Röm.12,18-21.) Jahre später, als seine Brüder vor ihm standen und ihm die Macht auch über sie gegeben war, ließ er sie nicht gefangen setzen, sondern vergab ihnen ihre Schuld. Damit wehrte er die giftigen Pfeile des Nachtragens und der Unversöhnlichkeit ab. (Lies 1.Mose 45,1-15; Matth.6,14; Eph.4,31.32; Kol.3,13.) - Vielleicht erleben wir manchmal, dass wir keine Kraft mehr haben, den Schild des Glaubens hochzuheben und die bösen Pfeile abzuwehren. Trotz allem können wir füreinander bitten, wie es Paulus für die Gemeinde in Ephesus tat: „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, ... dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen“ (Eph.3,16). - Wie die Segensworte Jakobs ein Licht auf Josefs Leben werfen und uns Einblick in sein Herz geben, so sind sie gleichzeitig eine prophetische Aussage über seine Söhne und deren Nachkommen. Auch auf sie werden feindliche Pfeile gerichtet sein. Sie werden nichts ausrichten können, solange Ephraim und Manasse sich auf den Mächtigen Israels stützen. (Lies 2.Chron.13,18; Ps.9,11; Spr.16,20; Jer.17,7.8.)

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Montag,3.März 1.Mose 49,25.26; 41,37-41.

Wir betrachten nun das dritte Bild:

Josef, der Geweihte unter seinen Brüdern

Das Wort, das im Urtext für den „Geweihten“ steht, kann auch als „der Abgesonderte“ oder „der Fürst“ übersetzt werden. Josef war von Anfang an ein „Abgesonderter“ in der Familie, dazu berufen, einmal die ganze Sippe Jakobs vor dem Hungertod zu retten. Darüber hinaus ist er ein wichtiges Glied in der Heilsgeschichte Gottes mit seinem Volk Israel. Als er jedoch seine Träume erzählte, wurden seine Brüder böse auf ihn (1.Mose 37,5-11). Sie konnten es sich nicht vorstellen, dass er einmal für sie eine lebenrettende Bedeutung haben würde. Sie wollten ihn nicht mehr bei sich dulden. Mit vereinten Kräften sorgten sie dafür, dass Josef aus ihrem Blickfeld verschwand, täuschten ihren Vater und erklärten den Bruder für tot (1.Mose 37,29-35). - Das Verhalten der Söhne Jakobs gegenüber Josef erinnert uns daran, welche Ablehnung Jesus von seinem Volk erduldete: „Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (Joh.1,11; lies Lukas 19,14.47; Matth.12,14; 21,37-39; 26,3.4). Als Jesus der Prozess gemacht wurde, waren sich fast alle unter den Priestern und Schriftgelehrten einig: Der muss weg! (Luk.23,18). Selbst das Volk wurde mitgerissen. Sie konnten oder wollten nicht daran denken, dass Jesus als der Gesandte Gottes zu ihnen gekommen war, um sie von ihren Sünden zu erretten (Matth.1,21). Es ist verhängnisvoll, die dargebotene Hand Gottes auszuschlagen oder willentlich zu übersehen, die in Jesus Christus zu unserer Hilfe ausgestreckt ist. (Lies Jes.65,1.2; Jer.5,3; Matth.23,37; Joh.5,39.40.) – Während Josefs Brüder weiter jahraus, jahrein ihre Herden hüteten und dachten, dass ihr gut gehütetes Geheimnis nie ans Licht käme, wurde Josef aus dem Sklavenstand in den Fürstenstand erhoben, um seinen Brüdern mit ihren Familien und seinem Vater das Leben zu retten. (Lies Jes.55,8.9; Jer.29,11.)

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Dienstag,4.März 1.Mose 49,26b; 41,17-25.

„Gott verkündet dem Pharao, was er vorhat.“ Das sagte Josef zu dem ägyptischen Herrscher, als dieser ihm seinen Traum erzählte, der ihn so beunruhigt hatte. Josef war mit „Weisheit von oben“ ausgerüstet, dass er den Willen Gottes erkannte. (Lies Spr.2,6.7; Pred.2,26; Dan.2,20-23; Luk.21,14.15; Jak.1,5.) Als er nun vom Pharao zum „zweiten Mann im Staat“ erhoben wurde, dachte er da noch an seine Brüder und seinen Vater? Oder war er jetzt so mit dem Sammeln von Vorräten beschäftigt, dass er keine Zeit hatte, sich mit seiner Vergangenheit zu befassen? War alles tief in seinem Innern versunken? Konzentrierte er sich nur noch auf die Gegenwart? Das Sklavendasein war vorbei. Er hatte jetzt eine Familie und konnte sich alles leisten, was das Leben am ägyptischen Hof ihm bot. (Lies 1.Mose 41,44-52.) Wie im Haus des Potifar und im Gefängnis war er auch jetzt mit ganzem Herzen bei der Sache. Im Text lesen wir nichts davon, dass Josef sich um einen Kontakt nach Kanaan bemühte, wo seine Großfamilie lebte. Vielleicht wollte er nicht mehr an dem schmerzlichen Erleben rühren. Aber Gottes Absichten waren höher als Josefs Gedanken über sein Leben in Ägypten. Als die Hungersnot begann, ließ der Herr es zu, dass die Sippe Jakobs in Existenznot geriet. Nur in Ägypten gab es aufgrund der weisen Wirtschaftspolitik Josefs noch Lebensmittel zu erwerben. (Lies 1.Mose 41,54-57; 42,1-4.) „Was seht ihr euch lange an? ... Zieht hinab und kauft uns Getreide ...“ Das waren die entscheidenden Worte Jakobs, die den Stein ins Rollen brachten. Außer Benjamin machten sich alle Brüder auf den Weg nach Ägypten. Weder sie noch Josef ahnten, dass Gottes Stunde gekommen war, ihre Vergangenheit aufzurollen und zu bereinigen.

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Mittwoch,5.März 1.Mose 42,6-9; Psalm 105,17-19.

Als die Söhne Jakobs in Ägypten ankamen, um Getreide für ihre Familien einzukaufen, standen sie unvermutet ihrem Bruder Josef gegenüber, aber sie erkannten ihn nicht. Voller Ehrfurcht vor dem „ägyptischen“ Regenten fielen sie nieder und verneigten sich tief vor ihm. „Und Josef dachte an die Träume ...“ (1.Mose 37,5-11). Der Augenblick ihrer Erfüllung war gekommen. Die Träume stellten nicht die Hirngespinste eines Hochstaplers dar, wie seine Brüder meinten. Gott selbst hatte ihnen sagen wollen, was er mit Josef vorhatte. Jetzt waren sie genau in die Position geraten, gegen die sie sich so heftig gewehrt hatten: „Willst du unser König werden und über uns herrschen?“ Nun „fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Angesicht“. - Hier klingt an, wie es auch einmal bei Jesus sein wird. Gott hat ihm, dem Verachteten und Geschmähten, „den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Phil.2,9-11; lies Jes.45,22-24; Offb.5,13). - War es für Josef eine Versuchung, seine Brüder, die ihm einst so übel mitgespielt hatten und ihm sogar nach dem Leben trachteten, die Macht spüren zu lassen, die er nun hatte? Sie waren ihm völlig ausgeliefert. Ihr Geschick lag in seiner Hand. Die Gelegenheit war günstig, Rache zu nehmen und das Unrecht zu vergelten. Es waren für ihn wohl keine leichten Minuten, als er seine Brüder nach so vielen Jahren vor sich sah und das Vergangene so plötzlich wieder lebendig wurde. Wie würden wir eine solche Gelegenheit nützen? (Lies Röm.12,19-21; 3.Mose 19,18; Spr.19,11; 20,22; 24,29; 1.Thess.5,15.)

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Donnerstag,6.März 1.Mose 42,9-17; Psalm 32,1-5.

Einst waren es die Brüder, die Josef packten und ihn in eine Zisterne warfen. Jetzt verfügte der „Ausgesonderte unter seinen Brüdern“ über sie. Sie mussten für drei Tage ins Gefängnis. Damit hatten Jakobs Söhne nicht gerechnet. Sie wollten so schnell wie möglich mit dem eingekauften Getreide zurück zu ihren wartenden Familien. Aber Josef machte es ihnen nicht leicht. Er stellte Bedingungen. Er wollte sie prüfen, ob sie wirklich unbescholtene Leute waren. Schließlich fiel die Entscheidung, dass Simeon so lange als Geisel zurückbleiben sollte, bis auch Benjamin nach Ägypten gebracht wurde. (Lies 1.Mose 42,18-20.) Die unerwarteten Hindernisse veranlassten die Brüder zum Nachdenken. Sie sahen sich zu Unrecht der Spionage verdächtigt - dennoch waren sie nicht unbescholten. Das stand ihnen plötzlich sehr klar vor Augen. Sie wussten sich für eine alte, scheinbar verjährte Schuld bestraft. (Lies 1.Mose 42,21-23.) Die Vergangenheit hatte sie eingeholt. Jahrelang lebten sie mit einer Lüge, ignorierten ihr schlechtes Gewissen und verbargen vor Jakob die Wahrheit über Josef. Und Josef selbst musste aus dem Mund seiner Brüder hören, dass er nicht mehr existierte (1.Mose 42,13b). - Aber Schuld verjährt nicht. Wenn sie nicht geklärt und bereinigt wird, belastet sie das Leben schwer. Oft muss man mit viel List und Unwahrheit verhindern, dass Schuld aufgedeckt wird. Wie viele Beziehungen von Menschen leiden darunter. - David hatte sich sehr bemüht, seinen Ehebruch und die Anstiftung zum Mord zu vertuschen. Gott sei Dank gelang es ihm nicht: „Als ich es verschweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir ... Darum bekannte ich dir meine Sünde ...“ (Lies Ps.38,5; 51,3-14; 1.Joh.1,5-10.) Wer Jesus als seinen Retter und Herrn kennt, muss seine Schuld nicht mehr selber tragen, er kann alles Jesus aufladen und von der Last befreit werden.

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Freitag,7.März 1.Mose 43,1-3.6-14; 45,1-3.

Josef wartete lange, bis er sich seinen Brüdern zu erkennen gab. Als sie zum zweiten Mal nach Ägypten kamen und auch Benjamin mitbrachten, wurden sie im Hause Josefs freundlich empfangen. Doch Josef stellte sie vor manche Schwierigkeiten, um ihre innere Haltung zu prüfen (1.Mose 43,15-34; 44,1-17). Wollten sie noch immer ihre Probleme mit Gewalt aus der Welt schaffen? Oder suchten sie jetzt nach anderen Wegen? Die Rede Judas, mit der er sich für Benjamin einsetzte, dürfte Josef davon überzeugt haben, dass sich bei seinen Brüdern wirklich etwas geändert hatte. Sie hatten gelernt, Erbarmen mit anderen zu haben. „Da konnte Josef nicht länger an sich halten ...“ Er gab sich seinen Brüdern zu erkennen und vergab ihnen, was sie ihm einmal angetan hatten. (Lies 1.Mose 45,4.5.) Vielleicht erkannte er erst jetzt die Tragweite der weisen Führung Gottes. Von Anfang an war die Rettung der ganzen Familie Jakobs das Ziel Gottes, dessen Handeln Josef sicherlich oft nicht verstehen konnte. Nun aber beurteilte er die dunklen Jahre seines Sklavendaseins ganz anders, als Gottes Licht darauf fiel: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen.“ - „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind“ (1.Mose 50,18-21; Röm.8,28). - Jakob nennt Josef „den Geweihten, den Abgesonderten unter seinen Brüdern“. Diese Bestimmung war nicht leicht durchzustehen. Die Brüder stießen sich an seiner Sonderstellung. Nun aber erwies sich gerade das Anstößige als Hilfe zum Überleben. (Lies 1.Mose 45,6-14.) Die Rettung der Sippe Jakobs war für die Heilsgeschichte Gottes unbedingt notwendig. Aus ihnen sollte ja ein Volk werden, aus dem einmal der Messias kommen sollte, der Retter der Welt (1.Mose 12,3; 22,18; 49,10; Röm.10,5; Joh.4,22).

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Samstag,8.März 1.Mose 49,27; 5.Mose 33,12.

„Benjamin ist ein reißender Wolf.“ Das letzte Wort Jakobs über seinen jüngsten Sohn überrascht uns, hatte er ihn doch bei seiner Geburt „Sohn des Glücks“ genannt (1.Mose 35,16-18). Mose bezeichnet in seinem Segen Benjamin sogar als den „Liebling des Herrn“. - Wir können annehmen, dass Jakob nach Rahels Tod und dem Verlust Josefs seine ganze Zuneigung Benjamin zuwandte. Diesmal stießen sich die übrigen Brüder nicht daran, obwohl der Jüngste vermutlich alle Vorzüge und Freiheiten eines Lieblings genoss. Als man sich für die zweite Reise nach Ägypten rüstete und Jakob schweren Herzens Benjamin mit den übrigen Brüdern ziehen ließ, stand er im Mittelpunkt des Geschehens. Von Benjamin hing es ab, ob ihnen der „strenge Regent“ in Ägypten Getreide verkaufte oder nicht (1.Mose 43,3-5). Ob es Benjamin gefallen hat, eine so wichtige Person zu sein? Als sie alle im Hause Josefs zum festlichen Essen eingeladen wurden, bekam Benjamin die fünffache Portion. Diesmal wurden die Brüder angesichts einer solchen Bevorzugung nicht neidisch auf ihn (1.Mose 43,34). Wie groß aber war der Schrecken, als sie, schon auf der Rückreise, ausgerechnet im Getreidesack des jüngsten Bruders den silbernen Becher Josefs fanden und man sie des Diebstahls bezichtigte (1.Mose 44,1.2.5.12). Benjamin wurde zum Prüfstein für seine Brüder. Josef stellte sie noch einmal auf die Probe. Würden sie sich für den jüngsten Bruder einsetzen? Juda nahm es auf sich, für ihn zu kämpfen und hatte Erfolg. (Lies 1.Mose 44,34; 45,1.14-28.) Mit der Versöhnung reihte sich Josef wieder in den Kreis seiner Brüder ein. Das bedeutete für Benjamin einen Wendepunkt in seinem Leben. Josef war wieder da, und seine Vorzugsstellung bei Jakob hatte damit ein Ende. Er musste zurücktreten und dem älteren Bruder den Vorrang lassen. Vielleicht war dies der Anlass, dass aus dem „Sohn des Glücks“ ein „reißender Wolf“ wurde?

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Sonntag,9.März 1.Mose 49,27; Sprüche 12,19-21.

Benjamin, der „Sohn des Glücks“, war wohl für Jakob am Ende seiner Tage keine reine Freude mehr, sodass er ihn mit einem Wolf verglich, gefährlich und aggressiv. Solche Eigenschaften zeigten sich später auch im Stamm Benjamin. Er gab Anlass zu einem schlimmen Bruderkrieg zwischen ihm und allen anderen Stämmen (Richt.19 u. 20). „Zu der Zeit war kein König in Israel, und jeder tat, was ihn recht dünkte“ (Richt.21,25; lies Ps.14,1-3; Röm.3,11.12). - Wenn in einer Familie oder Gemeinschaft jeder tut, was er für gut findet, ist das Chaos vorprogrammiert. So kann man nicht miteinander auskommen und dabei auch noch glücklich sein. Man macht sich gegenseitig das Leben schwer. Jeder sieht nur sich selbst. Die Bibel zeigt uns einen anderen Weg, wie wir miteinander leben können, ohne uns ständig zu bekriegen. Unter den Söhnen Jakobs gab es viel Streit und Uneinigkeit. Als Josef seine Brüder nach Kanaan entließ, um Jakob und die ganze Familie nach Ägypten holen zu lassen, ermahnte er sie eindringlich: „Zanket nicht auf dem Wege“ (1.Mose 45,24; lies 2.Kor.12,20; Gal.5,14.15; Jak.4,1-3; Röm.12,10; Phil.2,1-4). - Wir wollen nun die Spur Benjamins weiter verfolgen. Aus seinen Reihen stammte der erste König des Volkes Israel: Saul. Zuerst war Saul demütig, zeigte aber bald mit seiner unbeherrschten Art seine „Wolfsnatur“ und verlor sein Königtum an David aus Juda (1.Sam.10,21-24; 15,22.23). Die Benjaminiter bildeten später zusammen mit dem Stamm Juda das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem. Als auch das Südreich ins Exil kam, zeigte sich, dass Benjaminiter sich nicht zwingend wie „Wölfe“ verhalten mussten. Ein Mann aus Benjamin namens Mordechai verhinderte zusammen mit seiner Pflegetochter Hadassa, die wir als Königin Ester kennen, eine groß angelegte Judenverfolgung im Persischen Reich (Est.2,5-8.17; 4,16).

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Montag,10.März 5.Mose 33,12; Psalm 16,5-7.

„Der Geliebte des Herrn wird sicher wohnen; allezeit wird er die Hand über ihn halten.“ Auch für eine Wolfsnatur gibt es Hoffnung. Niemand muss so bleiben, wie er ist. Mose schaute die lichte Seite Benjamins. Dieses Licht kam allerdings nicht aus ihm selbst, sondern von Gott. Der Herr war Benjamin gnädig und ließ die Benjaminiter in seiner Nähe wohnen. Zu ihrem Erbteil in Israel gehörten die Städte Bethel und Jerusalem. Dort wurde der Tempel gebaut, dort war der Herr gegenwärtig. - Einst war Benjamin der Liebling Jakobs, der die Lücke ausfüllen sollte, die Josef hinterlassen hatte. Nun wurde der ganze Stamm „Liebling des Herrn“ genannt. Das bedeutete viel mehr. Niemand konnte ihm diesen Platz in der Nähe Gottes nehmen. „Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.“ (Lies Ps.73,23-26; Klagl.3,24.) - Im Neuen Testament begegnet uns ein Benjaminiter, der von seiner „Wolfsnatur“ befreit wurde. Er hatte den gleichen Namen wie der erste König Israels: Saul. Mit „Schnauben und Morden“ verfolgte er alle, die zum Glauben an Jesus Christus gefunden hatten. Aber Gottes suchende Liebe ging ihm nach. Jesus selbst stellte sich ihm in den Weg. Das warf Saulus zu Boden. Drei Tage lang musste er in völliger Finsternis zubringen. In dieser Zeit bewirkte der Herr eine tiefgreifende Veränderung in ihm, er machte aus dem Saulus einen Paulus. Aus dem „Wolf“ wurde ein „Schaf“ in der Herde des guten Hirten. Jesus Christus kann jede Wolfsnatur besiegen, dass aus einem Verfolger ein Nachfolger und treuer Diener wird. (Lies Apg.8,1.2; 9,1-19; Phil.3,5-7; 1.Tim.1,12-14.) Für den Benjaminiter Paulus galt nur noch dies: „Ich achte mein Leben nicht der Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium von der Gnade Gottes zu bezeugen“ (Apg.20,24).

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VOM RECHTEN HÖREN

Dienstag,11.März Psalm 40,7.9; Psalm 85,9.

Das Geheimnis vieler Männer und Frauen der Bibel offenbart sich in den Worten: „Du hast mir Ohren gegeben, um zu hören!“ „Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, und ich, ich bin nicht ungehorsam gewesen, bin nicht zurückgewichen." Das Hören auf das, was Gott sprach, war nicht immer einfach für sie, es forderte Gehorsam, verbunden mit Einsamkeit und der Bereitschaft, das eigene Leben einzusetzen. Als Königin Ester nach Fasten und Beten erkannte, dass sie wegen ihres bedrängten Volkes vor den König treten sollte, sprach sie: „Ich will zum König hineingehen ... Komme ich um, so komme ich um.“ Mancher Christ, der auf einem für ihn unverständlichen Weg geführt wird, mag im Glauben an das Wort Jesu gesprochen haben: Falle ich dabei in die Erde, wie es einem Weizenkorn zukommt, so wird Gott daraus Leben schaffen. Mir ist wichtig, dass ich den Willen Gottes erfülle (Est.4; Joh.12,24; lies Apg.13,22b.36). In der Regel ist Gottes Reden eindeutig und sein Leiten klar. Komplikationen, Unklarheiten, die zu Problemen führen, hängen meistens damit zusammen, dass wir zu ängstlich sind und nicht gelernt haben, dem erkannten Willen Gottes vorbehaltlos vertrauend zu gehorchen. Es liegt nicht am „Sender“, wenn wir Gottes Wort nicht deutlich vernehmen, es liegt am „Empfänger“. Auf vielfältige Weise redet Gott, um uns mit seiner Botschaft zu erreichen. Wir schaden uns selbst, wenn wir nicht recht auf ihn hören. Gottes Reden zu verstehen, hängt nicht von einer besonderen Begabung ab; es ist eine Sache des Herzens und des Willens. „Hören will ich“, sagte Jesaja. „Rede, denn dein Knecht hört“, antwortete der junge Samuel (Jes.50,4.5; 1.Sam.3,10). Dem rechten Hören muss das rechte Umsetzen in unserem praktischen Leben folgen. Gottes Wort ist immer ein Tatwort. „Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert“, sagte Gustav Werner. (Lies Jak.1,22-24; Matth.7,24-27; Luk.8,21; 1.Kor.8,2.)

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Mittwoch,12.März 1.Mose 12,1-5; Philipper 3,12-14.

Wie Gottes Reden ein Leben völlig veränderte und in Bewegung brachte, sehen wir bei Abraham. Er hörte Gottes Anruf in Ur in Chaldäa: „Gehe aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land, das ich dir zeigen werde.“ Hatte er recht verstanden? Sollte er seine Heimat Ur und die Großfamilie verlassen, vom Stadtbewohner zum Nomaden werden? Abraham war bereit, sich auf Neues, vollkommen Unbekanntes einzulassen. So konnte Gott ihn aus dem Götzendienst führen, und Abrahams Leben mit dem wahren und lebendigen Gott nahm seinen Anfang. Wie geht es uns, wenn Gott uns in seinem Wort oder durch Menschen anspricht, unser gewohntes und scheinbar abgesichertes Leben aufzugeben? Haben wir vielleicht in einer verborgenen Ecke unseres Herzens bestimmte Pläne, die wir festhalten und uns von ihnen nicht trennen wollen? (Lies Ps.45,11.12; Luk.14,26-33; 9,62.) Abraham vollzog die Lösung. Er ging den von Gott gewiesenen Weg. Nie wusste er, wie der nächste Tag aussah. Doch er blieb in Bewegung, tat beständig Schritte ins Ungewisse. Er folgte Gottes Befehl, und darum erreichte er das Ziel. „Weil Abraham Gott vertraute, gehorchte er, als Gott ihn rief. Er machte sich auf den Weg in ein Land, das er als Geschenk bekommen sollte, und verließ seine Heimat, ohne zu wissen, wohin es ging. Weil er Gott vertraute, lebte er in dem Land, das Gott ihm versprochen hatte, als ein Fremder ... Er wartete auf die Stadt mit dem festen Grund, die Gott selbst entworfen und gebaut hat“ (Hebr.11,8-10; Apg.7,2-4). Das ist eine Herausforderung für jeden, der dem Herrn vertraut, den Weg zu beschreiten, auf den er uns ruft. In solchen Augenblicken sollten wir uns an Gottes Wort erinnern und festhalten: „Er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.“ (Lies Ps.23,3.4; 5.Mose 32,3.4.)

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Donnerstag,13.März 1.Mose 31,3-18; Jesaja 41,10-14.

Lange Zeit plante Jakob sein Leben selber und handelte entsprechend. Eines Tages aber sprach Gott klar und unmissverständlich zu ihm, sodass es auch der vielbeschäftigte Mann hören konnte: „Ziehe wieder zurück in das Land deiner Väter und zu deiner Verwandtschaft; ich will mit dir sein. Da sandte Jakob hin und ließ Rahel und Lea zu sich aufs Feld rufen ... Jakob machte sich auf und hob seine Kinder und seine Frauen auf die Kamele ..., um zu seinem Vater Isaak in das Land Kanaan zu kommen.“ Jakob handelte unverzüglich, nachdem der göttliche Befehl ihn erreicht hatte. Das lässt vermuten, dass er durch lange Jahre hindurch als Wartender lebte und sich nicht in Haran beheimatet hatte. Er hatte wohl nicht vergessen, was Gott ihm auf seiner Flucht zugesagt hatte: „Ich will dich wieder zurückbringen in dieses Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe“ (1.Mose 28,13-15). Jakob wusste allerdings, was ihm auf dem für ihn neuen Weg des Gehorsams bevorstand: die Verfolgung durch Laban und die Begegnung mit seinem Bruder Esau. Die Vergangenheit stand plötzlich wieder auf. Doch ohne bereinigte Vergangenheit gibt es keine Zukunft. Darum klammerte sich Jakob an Gottes Zusage, dass sie sich erfüllen möchte, wenn er der Stimme Gottes Folge leistete. Und er erfuhr buchstäblich, dass Gott ihn nicht verließ. Am gefährlichsten Punkt seiner Reise umgab ihn das Heerlager Gottes, und Gott selber rang mit Jakob, um aus dem Überlister einen „Israel“, d.h.einen Gotteskämpfer zu machen. (Lies 1.Mose 32,1.2.22-32.) Obwohl es Stunden in seinem bewegten Leben gab, in denen er nur noch klagen konnte: „Alles kommt über mich“, so bekannte er doch im Rückblick: „Gott ist mein Hirte gewesen mein Leben lang bis auf diesen Tag ... Er hat mich erlöst von allem Übel“ (1.Mose 48,15.16; lies Ps.37,3-5; 34,1-10).

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Freitag,14.März 2.Mose 3,1-14; Jesaja 63,7-9.

Auf dem Weg des Gehorsams ist uns Gottes Gegenwart sicher! - In den Rettungsplan, den Gott für sein Volk Israel hatte, sollte Mose einbezogen werden. Am Horeb beauftrage Gott seinen Diener: „So geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden.“ Mose erschrak. Sollte er die gewohnte Einsamkeit verlassen und wieder die politische Bühne betreten? Deshalb erwiderte er: „Wer bin ich?“ Was für Gedanken mögen Mose bewegt haben, als er sich weigerte, die Aufgabe zu übernehmen, und Gott vorschlug, den oder jenen Israeliten zu nehmen. Aber Gott ging nicht auf Moses Vorschläge ein, er wollte ihn und keinen anderen. Alle Bedenken zerstreute Gott mit der einzigartigen Zusage: „Ich werde mit dir sein!“ Das gehorsame Handeln nach Gottes Plan hat Mose nie bereut, obwohl das Volk Israel ihm viel Mühe machte. Gott, der sich ihm mit seinem Namen „Ich bin, der ich bin“ offenbart hatte, verließ ihn nie. In der Wolken- und Feuersäule begleitete Gott sein Volk sichtbar. (Lies 2.Mose 13,21; 14,19.20; 4.Mose 10,34-36.) Selbst in einem kritischen Moment konnte sich Mose auf Gottes Zusage stützen und sagen: „Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, so führe uns nicht hinauf.“ (Lies 2.Mose 33,12-14.) Das Reden Gottes und das Leben in seiner unmittelbaren Gegenwart erfuhr Mose vierzig Jahre hindurch in der Wüste. Der Glaube tut keinen Schritt allein. Das niedergeschriebene Wort „Ich werde mit dir sein“ gilt jedem, der die Bibel liest und das Wort ernst nimmt. So brauchen wir keine Stunde ohne Gottes Gegenwart zu sein, in den Schwierigkeiten können wir mit seinem Eingreifen rechnen. Sollte selbst ein Hindernis wie das Rote Meer vor uns liegen, Gott kann die Fluten teilen. Auf jeder Strecke unseres Lebensweges ist Gottes Engel, ist sein Angesicht bei uns. (Lies Röm.8,31-39.)

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Samstag,15.März Josua 1,1-9; 5.Mose 33,3.

Auch Josua hörte deutlich die Stimme Gottes. „Nachdem Mose gestorben war, sagte der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Diener Moses: Mein Diener Mose ist tot ... Führe das ganze Volk Israel über den Jordan.“ Viele Jahre seines Lebens hatte Josua das Vorrecht, an Moses Seite Gott zu erleben, obwohl er im Hintergrund stand und nur ausführte, was Mose ihm gebot. Nun stand Josua selbst in der Verantwortung, unmittelbar vor Gott, der ihn mehrfach ermutigte, sich ebenfalls auf seine Führung zu verlassen. Josua durfte nicht seiner Trauer um Mose nachgeben. Neue Schritte waren von ihm gefordert, jedoch mit demselben Grundsatz: Gehorsam gegenüber Gottes Bestimmungen. Ein unbekanntes Land lag vor Josua und dem Volk. Aber Gott nahm sich selber um Josua an, denn eine menschliche Stütze hatte er nicht mehr. Ein eindeutiger Befehl des Herrn erging an ihn: „Führe das ganze Volk Israel über den Jordan.“ Und Gott unterstrich ihm noch einmal die Verheißung: „Jeder Fleck Erde, den ihr betreten werdet, gehört euch, wie ich es Mose versprochen habe.“ (Lies 5.Mose 11,24; Jos.3,9-17.) Der sehr persönlichen Zusicherung für Josua fügte Gott hinzu: „Kein Feind wird sich gegen dich behaupten können; denn ich werde dir dein Leben lang zur Seite stehen, genauso wie ich es bei Mose getan habe. Niemals werde ich dir meine Hilfe entziehen, nie dich im Stich lassen.“ Nachdem der Auftrag mit der Ermutigung an Josua ergangen war, ließ Gott ihn wissen, worauf er zu achten hatte: „Lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht.“ Josua bekam zuerst den schweren Auftrag, dann kam Gottes wunderbares Wort: „Ich werde mit dir sein!“ (Lies Jes.43,2.16; 5.Mose 11,18-25; Ps.37,30.31; 119,45.)

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Sonntag,16.März Richter 6,11-27; 7,9-25.

Ein unerwarteter Besuch überraschte den fragenden Gideon unter der Eiche bei Ofra. Während des Dreschens war sein Herz unablässig mit der jämmerlichen Lage seines Volkes und mit den Wundern beschäftigt, die Gott zur Zeit der Väter gewirkt hatte. Er konnte es nicht fassen, dass sein Volk, dem die Zusagen Gottes galten, so geknechtet wurde. Die Anrede des Engels beantwortet er mit der Klage: „Wenn Gott wirklich mit uns ist, wie konnte uns dann so viel Unglück treffen?“ Auf Gideons Anfrage kommt keine erklärende Antwort, vielmehr eine klare Anweisung Gottes: „Geh hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erretten aus den Händen der Midianiter. Siehe, ich habe dich gesandt.“ Er soll handeln, vorwärtsgehen. Dabei täuschte sich Gideon nicht über seine Person. Er wusste: Ich bin der Ärmste, der Schwächste, der Jüngste. Deshalb sagte er: „Ach, mein Herr, womit soll ich Israel erretten?“ Nun hörte er die wunderbare Zusage, die andere Gotteskämpfer schon vor ihm gehört hatten: „Ich werde mit dir sein.“ Nur so konnte er den Kampf wagen. „Sei stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ Ähnlich erging es den Jüngern, als Jesus ihnen den weltweiten Auftrag gab: „Geht hin! Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ - zu jeder Zeit, an jedem Ort! (Lies Matth.28,19.20; 2.Kor.12,9.10; Jes.60,22.) - Wenn uns die Not der ungeretteten Menschen bewegt, die wie gefangene Knechte unter dem Fürsten dieser Welt leben und leiden, dann wollen wir fragen: Was will Gott durch mich tun, dass ihnen geholfen wird? Gott handelt nicht durch Zufälle, sondern durch Christen, die bereit sind, sich vom Herrn beauftragen zu lassen. Mit der Aufgabe gibt Gott die Gabe, die scheinbar fehlt. Darauf können wir uns verlassen, denn es ist sein Wille, dass viele Menschen Rettung in Jesus Christus finden. (Lies Joh.20,21; Apg.1,8; 2,4.37-41; 1.Tim.1,12-16.)

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Montag,17.März 1.Könige 17,1-16; Psalm 33,18.19.

Elia war es gewohnt, auf Gottes Wort zu hören und danach zu handeln. So schreckte er nicht davor zurück, sein Leben für die Ehre Gottes und für die Rettung des Volkes Israel einzusetzen. Aber nachdem er Gottes Wort an Ahab ausgerichtet hatte, war ihm klar, dass es für ihn selbst fortan keinen Ort der Sicherheit mehr gab. „Da kam das Wort des Herrn zu ihm: Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit.“ Der Bach Krit führte nur wenig Wasser. Welche Gedanken durchzogen wohl Elias Herz? Wird dieser Bach mir eine Lebensmöglichkeit bieten, wenn drei Jahre lang kein Regen fällt? Doch Gott nahm ihm die Sorge um sein Leben, denn er sprach weiter: „Du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.“ Erkennen wir darin nicht Gottes treue Fürsorge, wenn wir uns an dem Ort befinden, an dem er uns haben will? Wie bei Elia kann Gott uns ebenso durch „Raben“ wie durch „Witwen“ ernähren. Solange wir auf die Stimme Gottes hören, können wir darauf vertrauen, dass er die ganze Verantwortung für uns übernimmt. (Lies Richt.15,18.19; Jer.37,21; Matth.6,25-33.) Als die Zeit der Einsamkeit für Elia vorüber war, gab der Herr ihm einen neuen Auftrag: „Gehe hin und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf die Erde“ (1.Kön.18,1). Sollte sich Elia seinem Todfeind zeigen? Brachte er sein Leben nicht wiederum in höchste Gefahr? Elia jedoch gehorchte und machte sich auf den Weg zu Ahab. - Vielleicht spricht der Herr zu uns in ähnlicher Weise: Verlass deinen sicheren Platz, ich habe einen Auftrag für dich! Dann solltest du nicht zweifeln, sondern vertrauen, dass der Segen Gottes dich begleiten wird und das Licht seines Angesichts dir leuchtet. (Vgl.5.Mose 2,24.25.31-36.)

Leite mich nur mit festen Händen, so wie ich bin, ganz nah bei dir;

halte mich stets gehorsam im Glauben, hast du doch deinen Plan mit mir.

H.E.Alexander

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Dienstag,18.März Richter 4,4-7; 5,12; Sprüche 21,31.

Als die Kinder Israel unter der zwanzigjährigen Bedrückung durch die Kanaaniter zu dem Herrn schrien, erreichte Gott Deboras Ohr. „Wache auf, wache auf, Debora! Wache auf, wache auf und singe ein Lied." Vom Sieg zu singen und zum Kampf ermutigen - das war Deboras Auftrag. Die Wirklichkeit, in der Israel lebte und die sie nur zu gut kannte, war Unterdrückung. In Israel wurde nicht einmal mehr gekämpft, viel weniger gesiegt. Aber Gottes Absicht für sein Volk ist Sieg. Gott hatte den Zeitpunkt, um seine Macht offenbar zu machen, und Israel sollte den Sieg ergreifen. Das konnte nicht geschehen durch Zittern vor dem Feind, durch Anerkennen seiner Stärke. Deshalb sollte Israel damals, sollen wir heute die Größe Gottes anschauen und seinen Sieg ausrufen. „Meine Stärke und mein Gesang ist der Herr, er ist mir zur Rettung geworden. Die Stimme des Jubels und der Rettung ist in den Zelten der Gerechten; die Rechte des Herrn tut mächtige Taten, die Rechte des Herrn ist erhoben, die Rechte des Herrn behält den Sieg!“ (Lies Ps.118,1-16; 2.Kor.2,14; 2.Chron.20,14-22.) Loblieder hatte man im Gefängnis in Philippi vorher noch nie gehört, bis „Paulus und Silas Gott priesen und die Gefangenen ihnen zuhörten“. Diese singenden Christen bezeugten ihren Herrn und das Wunder geschah: Mauern zersprangen, eiserne Riegel zerbrachen, die Gefangenen wurden befreit, und der Kerkermeister fand mit seiner Familie das Heil in Jesus. So zeigte sich die Siegesmacht unseres Gottes! (Lies Apg.16,25-30.) - Sollten wir nicht laut und deutlich in unserer Zeit, in der es viele Gefangene der Sünde gibt, bezeugen: Jesus ist Sieger!? Er hat den Feind überwunden, den Kopf der Schlange zertreten! In seinen Sieg will er uns, und andere die glauben, hineinnehmen. „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!" (1.Kor.15,57.58; lies Luk.10,19; 1.Joh.5,4; Ps.44,6-8).

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Mittwoch,19.März Jesaja 55,8.9; Johannes 15,16.

Auf das rechte Hören kommt es an! Gott redet deutlich, er kann von uns verstanden werden. Und wenn es uns schwer scheint, ihm zuzustimmen, wie er uns führt, dann wollen wir an das Jesaja-Wort denken: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Dass sich in unserem Leben der Plan Gottes erfüllt, ist das Wichtigste, selbst wenn sich unser Leben dann anders gestaltet, als wir es geplant hatten. „Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist?“ „Du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an“ (Ps.77,14; 73,23.24). Eine große Gefahr liegt darin, dass wir auf dem Weg der Nachfolge zu stark mit uns und unseren Verhältnissen beschäftigt sind. Dabei überhören wir leicht das leise Reden des Herrn, der uns durch seine Stimme persönlich leiten will. Manchmal nehmen wir uns zu wenig oder gar keine Zeit, ihn zu hören. Sollten wir es nicht mit dem Psalmisten halten, der spricht: „Hören will ich, was Gott zu mir redet“ (Ps.85,9a). Nichts gibt so tiefe Ruhe und lässt uns so getrost in einen neuen Tag hineingehen, als wenn wir Gottes Stimme gehört haben. Unser himmlischer Vater wird uns durch sein Wort zeigen, wie der nächste Schritt aussehen soll. Eines wird immer nötig sein: Schritte des Glaubens und Gehorsams zu tun. Jeder Schritt, der aus dem rechten Hören kommt, bringt uns seinem großartigen Ziel näher. (Lies 2.Kor.5,1-9.)

Lass meinen Gang hier durch das Land der Erde in deinem Wort gewiss und grade sein!

Dass nie ein Unrecht in mir herrschend werde, davor bewahrt mich Gnade nur allein.

Lass meinen Gang der Sonn entgegengehen, mach ihn gewiss bis zu dem Ziele hin, wo meine Augen dich in Schöne sehen und ewig ich bei dir, mein König, bin.

H.v.Redern

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EIN WEITREICHENDER ENTSCHLUSS

Donnerstag,20.März Psalm 73,1-28.

„Ich wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt wäre beinahe geglitten“, klagt Asaf, der Sänger dieses Psalmes. Mit dem, was sein Leben persönlich überschattete, und auch mit dem, was er im Leben anderer beobachtete, kam er nicht mehr zurecht. Denn von sich selber musste er sagen: „Meine Plage ist alle Morgen da“, während es den anderen gut ging. „Für sie gibt es keine Qualen, gesund und feist ist ihr Leib, sie sind nicht in Mühsal wie sonst die Leute und werden nicht wie andere Leute geplagt.“ Und das waren Leute, die ohne Gott lebten und sogar über ihn spotteten. Asaf bekennt ehrlich, wie nahe er dem Fallen war und dass er aus dem Glaubenskampf ausscheiden wollte. Er, der sein Leben dem Gotteslob geweiht hatte, gehörte zu den täglich Geplagten: „Soll es denn umsonst sein, dass ich mein Herz rein hielt und meine Hände in Unschuld wasche?“ So fragte er sich. Asaf hielt sich nicht für fehlerlos, aber ihm lag alles daran, mit Gott im Reinen zu sein oder ins Reine zu kommen, wenn Schuld vorgefallen war. Nichts sollte zwischen ihm und seinem Herrn stehen. (Lies Ps.26,6; Eph.5,27; 2.Petr.3,14.) Trotzdem machten ihm die Anfechtungen zu schaffen. Mit dem Vergleichen hatte alles angefangen. Sind nicht bis heute viele Christen durch Vergleichen und das Nachdenken über die verschiedenen Führungen angefochten und fragen sich: Was bringt’s, dass ich vertraue, wenn es mir dabei schlechter geht als den anderen? Mit dem inneren Groll konnte Asaf nicht mehr die zuversichtlichen Glaubensschritte tun wie bisher und nicht mehr daran festhalten, dass Gottes Führung mit dem Einzelnen vollkommen ist. Denken wir an das Wort, das Jesus zu einem Zweifler sprach: „Sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Selig sind, die nicht sehen“ - oder die noch nicht verstehen - „und doch glauben“ (Joh. 20,27b.29b; lies Joh.13,7; Hab.2,4).

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Freitag,21.März Psalm 73,16-28; Psalm 62,9.

Mit der Schilderung der beklagenswerten Lage endet der Psalm nicht. Trotz der schweren Führung und der berechtigten Klagen wurde Asaf nicht bitter, sondern redete sich die Not vom Herzen. „Bis ich ins Heiligtum ging“, so lautet das Bekenntnis des Asaf. Mit diesem Schritt trat die entscheidende Wende ein. Im Bild gesprochen ist bis heute der Schritt ins Heiligtum die Voraussetzung für eine Wende in unserem Leben. Nicht immer bedeutet das eine Veränderung der äußeren Lebensumstände, vielfach bleibt die Situation sogar bestehen. Aber in der Gegenwart Gottes, unter seinem Wort bekommen wir eine neue Schau der Dinge. Asaf sah plötzlich das erschreckende Ende der Menschen, denen es zwar gut ging, die jedoch ohne Gott lebten. So lernte er, das Leben vom Ziel her zu sehen und zu beurteilen (V.16-19; vgl.Jes.37,1-7.14ff). In einer Zeit, in der David viele Widersacher hatte, reagierte er ähnlich wie Asaf: „Ich aber bete.“ Beide Männer fassten einen Entschluss, dem die Tat folgte. Hätte Asaf das Gehen ins Heiligtum nicht schon vorher geübt, hätte er womöglich diesen Weg nicht eingeschlagen. Wir lesen noch in anderen Psalmen, wie er sein verwirrtes Herz vor Gott ausschüttete (Ps.74,1ff; 77,1ff). „Liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus!“ Martin Luther sagt dazu: „Das ist ein guter Rat. Klagt nur frei alles, was euch Not macht, verbergt nichts vor ihm. Er hört’s gern, will auch raten und helfen. Scheut euch nicht und denkt auch nicht, es sei zu groß oder zu viel. Gott ist größer als alles!“ Wenn wir das Herz „vor dem Herrn ausschütten“ heißt das wörtlich, dass wir es ganz in seiner Nähe tun, sozusagen direkt vor seinen Füßen. „Siehe, Gott allein ist mächtig, doch verachtet er niemand, groß ist die Kraft seines Herzens.“ (Lies Matth.7,7.8; Ps.55,23; Hebr.4,16.)

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Samstag,22.März Psalm 73,13-17; Psalm 138,3.

Es war ein weittragender Entschluss, den Asaf traf, als er sich nicht mehr allein mit seinen Fragen herumquälen, vielmehr mit seinem Herrn über alles reden wollte, was er nicht verstand. Was machen wir, wenn sich Warumfragen in unserem Herzen festhaken, wenn wir aus dem Vergleichen nicht mehr herausfinden? Wir kennen Asafs persönliche Worte nicht, die er vor Gott aussprach, aber wir merken, dass es sich lohnt, ins Heiligtum zu gehen. Es brachte ihm die Hilfe, die er im Augenblick brauchte. In der Gegenwart Gottes bekam er eine neue Sicht über alles Quälende - über sein persönliches Leben und über das Leben der anderen. (Vgl.Ps.10,1.2.14; 140,13.14; Jes.64,3.) Sieben Schätze durfte Asaf heben, die ihm längst gehörten, die er aber wieder neu entdecken musste. Durch sein von Neid begleitetes Grübeln über das Augenfällige blieben die Kostbarkeiten verschüttet und das Bewusstsein, wie reich er aufgrund seiner Verbindung mit Gott war. Ist das nicht auch unsere Gefahr, dass wir mehr darauf starren, was andere haben, wir aber nicht haben? Unsere Gedanken kreisen darum, was andere können, wir aber nicht können. Schnell kommen wir uns benachteiligt und bedauernswert vor, obwohl wir als Kinder Gottes „reich gemacht sind in allen Stücken“. Mit Jesus sind wir „reich beschenkt mit allem“, was wir zum Leben, Dienen und vertrauenden Hoffen brauchen. (Lies 1.Kor.1,4.5; 2.Kor.8,9; Eph.1,18; 3,8; Kol.2,3.9.10.) Unser Reichtum in Christus übertrifft allen Reichtum dieser Welt bei weitem. Das gilt es immer aufs Neue zu erfassen, damit wir auf dem Glaubensweg durchhalten. In den letzten Versen des Psalmes (V.23-28) nennt Asaf sieben Kostbarkeiten, die jedem gehören, der in der Gemeinschaft mit Jesus lebt.

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Sonntag,23.März Psalm 73,23-28; Jesaja 41,10.

Die von Asaf wieder entdeckten Schätze werden uns nun vor Augen gestellt. Vielleicht hat sich bei manchem von uns ebenso der Staub des Alltags auf diese Kostbarkeiten gelegt, sodass sie nicht mehr leuchten. Lassen wir von neuem Gottes Licht darauf fallen!

Asafs erste Entdeckung:

Ich bin gehalten

Der Entschluss Asafs, ins Heiligtum zu gehen, war mit dem Verlangen verbunden, wieder einen festen Halt zu bekommen. Das Rätsel seiner Führung belastete ihn so sehr, dass er innerlich aus dem Gleichgewicht kam. In diesem Zustand wollte er nicht weiterleben. Vor Gottes Angesicht erkannte er: Mein Leben ist dem Herrn nicht gleichgültig und vor seinen Augen nicht verborgen. Gott hält mich fest, auch wenn mir anscheinend nichts als das Straucheln bleibt. „Du hältst mich bei meiner rechten Hand!“ Diese Zuversicht setzte sich durch: Du hast mich ergriffen und lässt mich nicht wieder los! Das Wissen, dass Gott uns hält, vermittelt Sicherheit und Geborgenheit. Gottes Hand umschließt unser ganzes Leben, selbst wenn wir es nicht spüren. Er hält uns fest in Anfechtung und Versuchung. Jesus sagt von seinen Nachfolgern: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Joh.10,28.29; lies Ps.23,1-6; 145,18-20a). „Wenn ich sprach: Mein Fuß ist wankend geworden, da hielt mich, Herr, deine Gnade.“ Wir wollen es einmal wieder bewusst bedenken, wie oft wir schon gehalten und vor dem Absturz bewahrt wurden. (Lies Ps.94,18.19; 37,23.24.28; 66,8.9; 138,7.8.)

Stark ist meines Jesu Hand, und er wird mich ewig fassen,

hat zu viel an mich an mich gewandt, um mich wieder loszulassen...

Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, fürcht ich auch zu unterliegen:

Christus beut die Hand mir dar, Christus hilft der Ohnmacht siegen...

Seiner Hand entreißt mich nichts! Wer will diesen Trost mir rauben?

Mein Erlöser selbst verspricht’s; sollt ich seinem Wort nicht glauben?

Jesus lässt mich ewig nicht, das ist meine Zuversicht!

C.B.Garve

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Montag,24.März Psalm 73,23; Jesaja 42,6

„Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ Voller Vertrauen spricht Asaf das „Dennoch des Glaubens“. Damit klammert er sich an seinen Herrn, obwohl seine äußeren Lebensumstände sich noch nicht geändert haben. „Hier redet einer, der nicht sieht und doch glaubt. Glauben ist für ihn das Festhalten an seiner Lebensbeziehung zu Gott in der Gewissheit, von ihm gehalten zu sein, wo er allein nicht mehr gehen kann“ (Th.Sorg). „Dennoch bleibe ich stets bei dir“- das ist ein Wort, das wir Asaf nachsprechen können. Bei Problemen und unüberwindbaren Hindernissen, bei allen Anläufen des Feindes können wir ihm entgegenschleudern: Gehe hinter mich, Satan, ich bleibe bei dem Herrn! (Vgl.Matth.16,21-23.) Haben wir diesen Widerspruch schon entdeckt, wenn wir uns gläubig nennen und Gott nicht vertrauen? „Unser Glaube ist der Sieg“, der die Welt mit allen Anfechtungen und Leiden überwindet. Der liebenden Hand unseres guten Hirten kann uns nichts entreißen. (Lies Ps.91,1-15; Jud.24.25.) Eine unbekannte Christin sagte: „Wenn ich meine Augen vertrauend auf den Herrn gerichtet halte, kann ich es ihm überlassen, mich zu retten. Bei geistlicher Schwäche, in Furcht vor Menschen und Verantwortung stärkte er mir oft den Mut und bewahrte mich vor Voreiligkeit und Feigheit.“ „Auf ihn hat mein Herz vertraut und mir wurde geholfen.“ „Sei nur still, meine Seele; Gott ist meine Hoffnung. Er ist meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde. Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre; der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott.“ „Die auf den Herrn vertrauen, werden nicht fallen...“ (Lies Ps.125,1; Jes.26,3.4; 50,10.) Wir wollen das „Dennoch“ als ein Schlüsselwort unseres Glaubens mitnehmen. Wenn noch so vieles dagegen spricht, „bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich“!

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Dienstag,25.März Psalm 73,23.24; Jesaja 30,21.

Asafs zweite Entdeckung:

Ich werde geleitet nach Gottes gutem Plan

„Du leitest mich nach deinem Rat!“ Was bedeutete diese Entdeckung für Asafs Lage, und was bedeutet sie im Augenblick für uns? Können wir dieser Aussage voll zustimmen? Oder gestalten sich unsere Wege gerade rätselhaft, sehr dunkel oder auch hart? Erleben wir Enttäuschungen, bewegen unerfüllte Wünsche unsere Herzen? In Psalm 77 lesen wir ein ähnliches Bekenntnis Asafs: „Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger Gott wie du!“ (Lies Ps.18,31-34; 5.Mose 32,11.12; Jes.49,10.) Nach der besonderen Erfahrung im Heiligtum konnte Asaf seine Hand erneut vertrauensvoll in Gottes Hand legen. Viele Christen sind seinem Beispiel gefolgt. Heinrich Albert (1604-1665) betete: „Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort. Sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als von dir allein kann ich recht bewahret sein.“ - An vielen Stellen im Wort Gottes finden wir die Bitte um Führung. „Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit, erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.“ Wer so bittet, überlässt die Wahl des Weges dem Herrn und vertraut darauf, dass er einen guten Weg für uns wählt, selbst wenn es ein schwerer Weg für uns werden sollte. „Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich.“ Gottes Führung vertrauen und dankbar annehmen, befreit aus den inneren Fesseln der Not, wie immer sie heißen mag. (Lies Röm.8,18; 2.Kor.4,17.18.)

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Mittwoch,26.März Psalm 32,8; Psalm 19,8-12.

Wenn wir Jesus die Führung unseres Lebens übergeben haben, dann werden wir erleben, dass er uns nicht nur bei entscheidenden Fragen den Weg weist, er führt uns auch in den kleinen Dingen unseres Alltags. Sein Wort spricht uns an, wenn wir es lesen oder hören und durch seinen Geist erinnert oder ermahnt werden. „Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ „Bei Psalm 119,105 können wir an einen Wanderer denken, der bei Nacht in einer unbekannten Gegend unterwegs ist. Er hat eine Taschenlampe dabei, damit kann er den Weg erkennen und die Wegweiser lesen. Wir wohnen in der Nähe eines Flughafens. Wenn es dunkel wird, erstrahlen Hunderte von Markierungsleuchten auf den Start- und Landebahnen. Sie sind ein entscheidender Sicherheitsfaktor für die startenden und landenden Maschinen. Die Flugkapitäne richten sich nach diesen Lichtern in der Nacht. (Lies 2.Petr.1,19; Jos.1,7-9.) - Gottes Wort ist das Licht auf unserem Lebensweg. Als Christen tappen wir nicht im Dunkeln, wir wissen, wo es langgeht. Bei den tausend Fragen, die das Leben heute stellt, können wir uns an Gottes Wort orientieren. Wenn andere sich nach den Irrlichtern der Philosophie richten, wieder andere sich von den trüben Lichtern der Psychologie Wegweisung erhoffen, andere ein Opfer der verführerischen Lampen der Esoterik, der Astrologie und des Spiritismus werden, dann haben wir Christen den hellen Scheinwerfer des Wortes Gottes“ (nach Fr.Vogel). „Sende dein Licht und deine Wahrheit, sie sollen mich leiten.“ (Lies Ps.43,3.4; Spr.6,20-23; 2.Tim.3,16.17.)

Ich will mich nicht mehr selber führen, du sollst als Hirte mich regieren,

so geh denn mit mir aus und ein. Ach, Herr, erhöre meine Bitten

und leite mich auf allen Tritten, ich gehe keinen Schritt allein.

Wenn du mich führst, kann ich nicht gleiten, dein Wort muss ewig feste stehn;

du sprichst: Mein Auge soll dich leiten, mein Angesicht soll vor dir gehn.

K.H.Bogatzky

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Donnerstag,27.März Philipper 1,21-24; 3,20.21; Lukas 10,20.

Asafs dritte Entdeckung:

Ich habe eine gewisse Zukunftsaussicht

Im Heiligtum entdeckte Asaf, was ihn am Ende seines Lebens erwartet. Obwohl er noch im Alten Bund lebte, wusste er: „Herr, du nimmst mich am Ende mit Ehren an.“ Jesus als der gute Hirte verheißt den Glaubenden: „Ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen“ (Joh.10,28-30). Die Bibel lässt uns über die Zukunft nicht im Dunkel. Wir erfahren darin, dass die Namen aller, die zu Jesus gehören, im himmlischen Lebensbuch eingeschrieben sind. Gehören wir zu ihnen, dann sind wir jetzt schon Himmelsbürger. Das Ziel unserer Wanderschaft ist der Himmel, wo wir die ewige Heimat finden. Dort werden wir keine Fremdlinge sein, dort sind wir „heimatberechtigt bei ihm“ (Eph.2,19; lies Joh.14,1-3; 1.Petr.1,3.4; Offb.21,27). Der irdische Tod steht uns noch bevor, aber wir wissen, dass der Tod das ewige Leben nicht vernichten kann. „Die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Röm.6,23; lies Joh.3,16.17; 5,24; 1.Joh.5,11.12). Der Tod spricht über die Erlösten nicht das letzte Wort, auf Golgatha wurde er entmachtet. Zwar setzt er vielem ein Ende, dem Leben aus Gott aber setzt er einen herrlichen Anfang. Der englische Prediger C.H.Spurgeon kommentiert das Bekenntnis Asafs folgendermaßen: „Diese Aussage heißt wörtlich: ‚Du nimmst mich hernach mit Ehren an.‘ Hernach! Ein herrliches Wort. Wir können getrost unser gegenwärtiges Los annehmen, wenn wir auf die Zukunft blicken. Wie gerade jetzt unsere Umstände sein mögen, das ist von geringer Bedeutung im Vergleich zu dem, was zukünftig unser Teil sein wird. Wir sollen der vollen ungetrübten Gemeinschaft mit dem herrlichen Gott teilhaftig werden. Er wird uns auf diesen unvergleichlichen Gipfel führen, vor dem alle Erdenhöhen zu Maulwurfshügeln werden.“ (Lies 2.Kor.5,1-9; Kol.3,4.)

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Freitag,28.März Psalm 73,23-28; 131,1-3.

Asafs vierte Entdeckung:

Ich kann still sein

Ist das nicht eine Haltung, die wir alle annehmen möchten? „Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.“ Ehe Asaf seine Not vor Gott ausschüttete, tobten viele Fragen in seinem Herzen. Danach konnte er sagen: Hauptsache, ich habe den Herrn, daneben ist alles andere nicht so wichtig. Ich bin still geworden trotz unbeantworteter Fragen. Wenn der Herr mir zumutet, damit zu leben, dann hat er alle Hilfe und Gnade, die ich brauche. David spricht in Psalm 131 auch von dem „Stillgewordensein“: Er drückt es mit den Worten aus: „Nicht mehr... “ „Mein Herz ist nicht mehr hoffärtig, ... meine Augen sind nicht mehr stolz, ... ich gehe nicht mehr um mit großen Dingen, die mir zu wunderbar sind.“ David wollte seinem Herrn, sich selbst und uns zusprechen, dass er seine Grenzen und Schwierigkeiten bejahte. Er wusste, dass er längst nicht alles verstehen, begründen und erklären konnte. Er wollte sich an seinen Grenzen nicht mehr reiben, sich auch nicht mehr mit anderen vergleichen. Seine Seele war still und ruhig geworden. (Lies Ps.46,11; Phil.4,6.7.) David benützt ein Bild, das uns vertraut ist: eine liebende Mutter hält ihr Kind in den Armen. Bei ihr ist es zur Ruhe gekommen, in ihrer Nähe ist es geborgen. Dass die Mutter mit ihrer Liebe und Fürsorge für das Kind da ist, das genügt. Ebenso genügte es Asaf, dass er einen Herrn hatte, dessen Liebe und Treue ihm von neuem zuteil wurde, sodass er sagen konnte: „Wenn ich nur dich habe...“ Wollen wir nicht diese Worte mit Asaf sprechen, wie unsere derzeitige Lebenssituation auch sein mag? Gottes Wort hat seine Gültigkeit noch nicht verloren: „Gott ist ein Fels, vollkommen ist sein Tun, und alle seine Wege sind recht.“ „Ich werde dich nicht verlassen und dich nicht versäumen.“ (Lies Ps.16,1-11; 84,6.12.13; 116,1.2.5.)

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Samstag,29.März Psalm 73, 23-28; Jesaja 38,17.

Asafs fünfte Entdeckung:

Gott tröstet - ich bin getrost

„Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ Welch eine Dimension umschließt doch diese Aussage! Nach den Zeiten der Not mit der Versuchung, seinem Gott das Vertrauen zu entziehen, bevor er ins Heiligtum ging, kommt nun diese Erklärung. Sie gleicht einer Generalvollmacht, die Asaf seinem Gott erteilt. Das erinnert an Hiobs Erleben. (Lies Hiob 42,5.) Überwältigt von Gottes Größe und Güte, die ihm zuvor als Unrecht erschien, weiß er sich mit ihm im Tiefsten verbunden: „Du, Gott, bist allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ Im Heiligtum hatte sich Gott ihm als „Gott alles Trostes“ offenbart. Ihm vertraute er völlig, dass sein Trost auch in zukünftigen Tagen für ihn da sei. Nicht weil er sich einredete: „Es ist alles halb so schlimm!“, konnte Asaf zuversichtlich weitergehen. Er war ein Realist, der wusste, dass schwere und dunkle Wegstrecken plötzlich kommen können. Gerade dafür rechnete er mit dem Trost und der Treue Gottes. (Lies Ps.23,4; 86,17; Jes.66,13; 2.Kor.1,5; 7,6.) In unserer Bibel stehen viele Trostworte. Wie oft lesen wir: „Fürchte dich nicht!“ Dieses Wort ist ein wunderbarer Trost in Angst und Schrecken: „Wenn du durch Wasser gehst, oder durch Feuer, will ich bei dir sein, fürchte dich nicht!“ „Fürchte dich nicht!“ sagt nicht irgendeiner, sondern der, der größer ist als alles, was uns Angst macht. Er hat die tiefste Todesnot durchschritten, in der er nur noch rufen konnte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ „Worin er selbst gelitten hat und versucht worden ist, kann er denen helfen, die versucht werden.“ Das ist unser Trost im Leben und im Sterben. (Lies Hebr.2,14-18; Jes.43,2.)

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Sonntag,30.März Psalm 73,23-28; Psalm 91,2.

Asafs sechste Entdeckung:

Ich bin zuversichtlich

Asaf hatte ein neues Lebensmotto gewonnen: „Ich setze meine Zuversicht auf den Herrn.“ Erfahrungen, die wir im Heiligtum machen, enthalten stets die Anfrage beziehungsweise Herausforderung an uns, ob wir das Empfangene im Glauben annehmen und es uns zu eigen machen. Das wird unseren Alltag prägen. Oder vergessen wir schnell das außergewöhnliche Geschenk, dass Gott uns begegnet ist? Nachdem Gott an Asaf so wunderbar gehandelt hatte, wollte er sich im zuversichtlichen Leben üben. „Aber das ist meine Freude, dass ich ... meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn.“ In Zukunft sollte es nicht mehr so weit kommen, dass das Vergleichen und Grübeln ihn in tiefe Zweifel stürzen konnte (V.2-16). Schneller als bisher wollte er seine Zuflucht zu Gott nehmen. Der Zutritt zum Heiligtum war ihm jederzeit möglich. (Lies Ps.90,1-16; Hebr.4,16; 10,19-22.) Für alle Menschen, die ihren Alltag bestehen wollen, ist es hochaktuell, dass sie zuversichtlich leben können. Menschen, die auf sich vertrauen, wollen erst sehen, dann glauben. Doch die Erlösten des Herrn sollten wissen, Glauben heißt sehen! „Unser Glaube ist der Schlüssel zu den Rätseln des Lebens, der Faden durch das Labyrinth der göttlichen Führungen, der Polarstern, der uns auf dem pfadlosen Ozean des Lebens den Weg zeigt“ (C.H.Spurgeon). „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch den Glauben haben die Vorfahren Gottes Zusagen empfangen... Ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer Gott naht, der muss glauben, dass er da ist, und dass er denen, die ihn suchen, ein herrlicher Belohner ist“ (Hebr.11,1.2.6; lies Dan.3,17; Ps.37,5; Eph.6,16).

Wer glaubt, der lebt von jedem Wort, das Gottes Mund verspricht;

hier ist die Quelle seiner Kraft und seiner Zuversicht.

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Montag,31.März Psalm 73,1-28; 92,13-16.

Im Heiligtum erkannte Asaf seine Berufung. „Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.“ Seine siebte und letzte Entdeckung war:

Ich bin beauftragt

Vom Herrn beschenkte Leute haben Wesentliches weiterzugeben. „Rede und schweige nicht!“ Es gibt so viele Christen um uns herum, die sich auf ihrem Weg mühen und plagen. Für ihren Alltag brauchen sie dringend eine neue Offenbarung des Herrn. Vielleicht gehören auch wir zu ihnen. Deshalb wollen wir uns an das große Angebot unseres Herrn Jesus erinnern lassen: „Komm her zu mir, wenn du mühselig und beladen bist, ich will dich erquicken.“ Oder: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Matth.11,28; Joh.6,37). Vor allem wollen wir an Menschen denken, die ohne Jesus leben. Sie haben ein besonderes Recht darauf, von uns zu erfahren, wozu Jesus in die Welt gekommen ist und was er uns im täglichen Leben bedeutet. Wir wollen weitersagen, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist und dass Gott will, dass alle gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Bei einem Zeugnis über unseren Glauben ist es hilfreich, wenn wir sagen können: Das habe ich mit Jesus erlebt, so ist er! (Lies Apg.4,20; 1.Joh.1,1-3.) Asaf konnte berichten, wie er durch Gott gehalten, geführt, getröstet und froh gemacht wurde. Von Gottes wunderbarem Tun wollte er nicht schweigen. Was Mose bezeugte, das hatte er erlebt: „Vollkommen ist sein Tun, und alle seine Wege sind recht.“ (Lies 5.Mose 32,3.4.) Damit sind wir wieder am Anfang von Psalm 73, den Asaf so beginnt: „Gott ist gut zu allen, die ihm vertrauen.“ Auch wenn er Tage durchleben musste, in denen „Leib und Seele verschmachteten“, so wollte er „dennoch“ bei Gott bleiben, der über seinem Leben so liebevoll wachte. (Lies Ps.34,9; Jes.63,7-9; Nah.1,7.)

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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