Samstag,1.Juni Jesasja 12,1-6; 25,1.9.

Die beiden Teile des Dankliedes beginnen mit der Einführung: „An jenem Tag!“ „An jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, Herr ... Ihr werdet sprechen an jenem Tag: Preist den Herrn, ruft seinen Namen aus!“ In Jesaja 11 wird das Zukunftsbild des vollkommenen Friedens überwältigend gezeigt: „Das Land wird voll Erkenntnis des Herrn sein, wie Wasser das Meer bedeckt... Die Stätte, da er - der Messias - wohnt, wird herrlich sein.“ In unserem Kapitel hören wir von der vollendeten Rettung. Einmal wird für Israel und für alle Glaubenden die Rettung vollendet sein. Dann werden die Lobpreislieder erklingen, wie sie in der Offenbarung stehen: „Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blut und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater, ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ (Lies Offb.1,5b.6; 5,9-14; 15,3.4; 19,1.6.) Die Zukunft, die uns die Bibel zeigt, ist nicht losgelöst von unserer Gegenwart, sie ist vielmehr eng mit unserem Heute verbunden. Es ist unsere Bestimmung, „Kinder des kommenden Tages der Herrlichkeit“ zu sein. Die Rettung, die einmal vollendet sein wird, erfahren wir schon heute. „Gott hat uns jetzt schon mit Christus lebendig gemacht - aus Gnaden seid ihr gerettet - er hat uns mit auferweckt und mit versetzt in die himmlischen Welten in Christus Jesus“ (Eph.2,5.6; lies 1.Thess.5,5.8.9). Schon jetzt dürfen wir mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils. Sie fließen für alle, die durstig sind! „Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm gebe, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt“ (Joh.4,14; lies Joh.7,38.39).

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Sonntag,2.Juni Jesaja 12,1.2; 54,7-9.

„Ich danke dir, Herr, dass du bist zornig gewesen über mich und dein Zorn sich gewendet hat.“ Ist es nicht merkwürdig, dass Jesaja in seinem Lied zuerst dafür dankt, dass Gott zornig war? Kann man denn dafür danken? Meist ist es uns nicht nach Danken zumute, wenn wir Gottes Zürnen spüren. Asaf spricht darüber: „Meine Seele will sich nicht trösten lassen. Ich denke an Gott - und bin betrübt; ich sinne nach, und mein Herz ist in Ängsten. Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen?“ (Ps.77,3.4.10; lies 6,1-5; 85,1-8). Die Bibel lässt keinen Zweifel darüber, dass Gott zürnen kann. Es ist seine Antwort auf unser menschliches Verhalten. Er zürnt jedoch nicht, um zu vernichten, sondern um Raum für sein Heil in uns zu schaffen. Sein Zürnen verbirgt die liebende Absicht, dass er Rettung in unser Leben einströmen lassen will. Wenn wir das verstehen, lernen wir dafür zu danken, dass Gott zu einem Ungehorsam seinem Wort gegenüber nicht schweigt, auch nicht zu einem Unrecht oder einer Lüge. Sein Handeln mit uns soll uns zur Umkehr bewegen. Manchmal muss er uns einen Schmerz, ein Misslingen erleben lassen, weil es keinen anderen Weg gibt, uns zurückzuholen. Wer ein Ja für Gottes Tun hat, wer ihm stillhält, wird auch sein Trösten und Heilen erleben. „Vielleicht haben wir schon die Erfahrung gemacht: Abschnitte und Ereignisse in unserem Leben waren uns unverständlich und schienen uns sinnlos. Aber später erkannten wir, dass sie gut für uns waren. ‚An jenem Tag‘ werden wir Gottes Handeln dann ganz verstehen - auch die noch unverständlichen Abschnitte unseres Lebens“ (H.Schmidt). „Den Zorn des Herrn will ich tragen, ... Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue“ (Micha 7,9; lies Ps.103,8-13; 30,5.6; Jes.57,17-19; Hebr.12,8; Offb.3,19).

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Montag,3.Juni Jesaja 12,1.2; 40,1.2; 51,3.

„Herr, du zürntest mir; dein Zorn hat sich gewendet, und du tröstest mich.“ Gott selbst ist unser Gegenüber - nicht ein blindes Schicksal, nicht der Zufall, nicht ein Mensch, der uns hindert oder uns Böses zufügt. Wie Israel sollen wir erfahren, dass der zürnende Gott zum Gott unseres Heils wird. „Heil im biblischen Sinn sind wir Menschen dann, wenn unser zerbrochenes Verhältnis zu Gott geheilt ist. Das ist die Frucht von Golgatha und Ostern, dass unser Leben durch Vergebung neu werden kann“ (H.Schmid). „Gott, der wunderbar reich ist an Barmherzigkeit, hat uns, die wir tot waren in Sünden, mit Christus lebendig gemacht“ (Eph.2,4-6). „Gott ist mein Heil, ich bin sicher, ich vertraue und fürchte mich nicht!“ Wenn wir diese innere Heilung erlebt haben, kommt Vertrauen und Freude in unser Herz. (Lies Hiob 33,27.28; Luk.15,21-24; 2.Tim.1,10; 1.Joh.5,11.) Gott will uns in seiner Liebe zu dem Glauben führen, der die Furcht ablehnt. Wir sollen lernen, in alles Dunkel oder in alle Arbeitsfülle hinein zu sprechen: „Ich will vertrauen und lasse mir nicht grauen, denn der Herr ist meine Kraft und mein Lied, und er ward mir zum HeiI!“ „Jesus ist noch in jeder Situation, auch in der des größten Schmerzes und der härtesten Zumutung, für mich Heil gewesen, ein Heilmacher, ein Wunden-Verbinder. Er hat zwar sehr oft seinen Finger auf die schmerzlichsten Stellen meines Daseins gelegt, er hat niemals mit sich handeln lassen. Wenn es darum ging, Sünde zu verkleistern oder aufzudecken, hat er die Sünde immer hervorgezogen, vor mich hingebaut; aber - er hat sie auch vergeben! Er hat gesagt: Jetzt hör auf, dich zu quälen! Die Sünde muss ans Licht, damit sie nicht dein Inneres und dein Unterbewusstsein bestimmt und dich verkrüppelt. Dann bin ich für dich Lebensmöglichkeit und Hilfe und Heil und Rettung“ (E.Beysiegel). (Lies Hos.6,1-3; 1.Joh.1,7-9.)

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Dienstag,4.Juni Jesaja 12,1.2; Psalm 71,23.24.

„Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher - ich vertraue und fürchte mich nicht; denn Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil!“ Jakob Kroeker sagt zu dem Danklied der Erlösten: „Psalmen sind in ihrem Inhalt in der Regel Anbetung aufgrund einer erlebten Gottestat. Die gewaltige Gottestat, die Jesaja im 11.Kapitel sieht (V.11-16), hat den Zurückgekehrten die Inspiration zu der Anbetung gegeben, in der sie die Größe der Barmherzigkeit in dem durchlebten Gericht preisen.“ Brauchen wir eine Inspiration zur Anbetung? Haben wir vergessen, aus welchen Tiefen Gott uns gerettet hat? Haben sich Kleinigkeiten aufgebauscht, die uns die Liebe Gottes verdunkeln? Haben wir noch ein Lied für unseren Heiland? Wenn wir mit geöffneten Augen unser Leben betrachten, werden wir die zahllosen Liebesbeweise und Rettungstaten Gottes erkennen. In wie vielen Erfahrungen unseres Alltags, in wie vielen Begegnungen sehen wir seine Heils- und Liebesspur. „Siehe, da ist der Gott meines Heils!“ „Ich will rühmen die Taten des Herrn, denn ich gedenke deiner vorigen Wunder; ich besinne mich aller deiner Werke und ziehe deine großen Taten in Betracht“ (Ps.77,11-15; 103,1-3; 149,1-6a; Neh.8,6; 9,5). Im Loben und Danken sind wir auf dem Weg zu unserer wahren Bestimmung, „als seine Erlösten zum Lobpreis seiner Herrlichkeit zu dienen“ (Eph.1,12-14). Wenn wir unser Lebensziel noch nicht erreicht haben, an Gründen zum Gotteslob wird es keinem fehlen. Heinrich Suso, ein Mystiker aus dem 13.Jahrhundert, schreibt: „Es gehe, wie es wolle, ein Lob will ich sprechen, solange ein Atem in meinem Munde ist. Und wenn ich die Sprache verliere, so begehre ich, dass ein Aufheben meines Fingers eine Bestätigung und ein Beschluss all des Lobes sei, das ich dir je sprach.“ „Freut euch des Herrn, ihr Gerechten... dankt dem Herrn... Singt ihm ein neues Lied!“ (Ps.33,1-3.21; 40,1-4; 97,12; 145,1-3.21; 147,1).

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Mittwoch,5.Juni Jesaja 12,2.3; Titus 3,3-7.

Wie kommen wir zu der festen Gewissheit, dass wir sagen können: „Gott ist mir zum Heil geworden“? Die Wege, auf denen Gott Menschen zur Gewissheit ihres Heils führt, sind sehr verschieden. Einiges Grundsätzliche wollen wir uns heute vergegenwärtigen:

  1. Wir müssen uns unseres von Gott getrennten Zustandes bewusst werden, denn: „Eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, sie sind zu einer Mauer geworden, die sein Angesicht vor euch verbirgt“ (Jes.59,1.2; Ps.38,5-10).
  2. Durch Selbstverbesserungsversuche gelingt es nicht, Gott auf unsere Seite zu bringen. „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer. Alle haben gesündigt und können so, wie sie sind, die Herrlichkeit Gottes niemals erlangen“ (Röm.3,10.20.23; lies Gal.2,16; Eph.2,8.9).
  3. Jesus ist unser „Immanuel“, das heißt: Gott mit uns! Er wurde Mensch, um unser Erlöser zu werden. Er nahm am Kreuz unseren Platz im Gericht Gottes über die Sünde ein, und so wurde die trennende Mauer zwischen Gott und uns weggetan. (Lies 2.Kor.5,21; Jes.53,4-6.11.12.)
  4. Jeder Mensch kann die Erlösung im Glauben in Anspruch nehmen. Das kann ganz einfach geschehen, so wie man ein Geschenk annimmt - man dankt dafür: Herr Jesus, ich danke dir, dass du meine Sünde auf dich genommen hast. Ich danke dir, dass dein Blut mich rein macht von aller Sünde. (Lies Jes.1,18.19; 1.Petr.1,18.19.)
  5. Es ist hilfreich, vor einem Menschen, der mit Gott lebt, die Schuld unseres Lebens aufzudecken. Ein solches Bekenntnis kann wesentlich dazu beitragen, mit einer bewältigten Vergangenheit leben zu können. (Lies Ps.32,1-5; 1.Joh.1,7.9.)
  6. Wenn Gott uns die Gewissheit unseres Heils geschenkt hat, ist es wichtig, das Erlebte nicht für uns zu behalten. Das Bekennen und Weitersagen festigt das neue Leben und die Freude an Jesus. (Lies Röm.10,10; Apg.4,20; 2.Kor.5,14.15.20.)

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Donnerstag,6.Juni Jesja 12,1.2; Römer 5,1.

Auf einen Punkt, der schon manchmal im Bibellesezettel erwähnt wurde, möchten wir heute erneut hinweisen. Wenn wir sagen können: „Gott ist mir zum Heil geworden!“, dann ist es wichtig, nicht die eigenen Gefühle abzutasten oder sich etwa zu fragen: Bin ich so froh, wie andere bezeugen? Nicht unsere Gefühle sind entscheidend, sondern der Glaube. Das Fundament des Glaubens ist allein das Wort Gottes. „Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“ „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen!“ „So viele ihn aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ (Lies Joh. 3,16. 36; 5,24; 6, 47; 1. Joh. 5,10-13.) In unserem Alltag praktizieren wir oft, was es heißt, zu glauben. Wir vertrauen dem Arzt, dem Wort eines Freundes, zweifeln nicht an Zusagen, die uns auf verschiedene Weise gegeben werden. Und doch haben manche Menschen Schwierigkeiten, den Glaubensschritt zu Jesus zu tun. Eine junge Frau war in großer Not: Ich habe keine Heilsgewissheit. Ich war in verschiedenen Evangelisationsversamnlungen, habe mich ausgesprochen, aber ich fühle nichts. Wie kann ich Heilsgewissheit bekommen?“ Ihr half ein Vergleich: Was tun Sie, wenn Sie mit der Bahn wegfahren wollen? Ich schaue im Fahrplan, wann der Zug fährt. Und dann? Dann gehe ich rechtzeitig zum Bahnhof. Sie spüren aber doch nichts davon, dass ein Zug fährt, Sie sehen ihn nicht, und doch gehen Sie zum Bahnhof? Ja, es steht doch so im Fahrplan! Sie gehen also zum Bahnhof, ohne zu fühlen oder zu sehen, nur weil es im Fahrplan steht? - Da begriff sie. Als wir beteten, sagte sie: Herr Jesus, ich danke dir, dass ich wissen darf, dass ich gerettet bin, weil es in deinem Wort geschrieben steht. (Lies Joh.12,46; Apg.10,43; 13,38.39; 16,31; Phil.3,7-9.)

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Freitag,7.Juni 1.Timotheus 1,13-17; Epheser 1,5-7.

„Siehe, Gott ist mir zum Heil geworden.“ Wir hörten das bewegende Zeugnis eines Christen, wie er Gottes Heil in aussichtslosen Verhältnissen erlebte: „Ich wollte nichts von Gott wissen. Er war für mich uninteressant. Das war die Überschrift über den ersten Teil meines Lebens. - Dann führte mein Weg ins KZ. Unter den Häftlingen war einer, der mir besonders auffiel. Er schimpfte nicht wie alle anderen, sondern betete, wenn er den Napf mit dem dürftigen Tee oder Essen empfangen hatte. Als ich meine Verwunderung darüber äußerte, erzählte er mir die Geschichte Josefs und seiner Brüder (1.Mose 37; 39,1ff). ‚Was wäre aus Josef und seiner ganzen Verwandtschaft geworden ohne diesen Weg in die Tiefe?‘, fragte er mich... In mir erwachte eine Ahnung von Gottes Eingreifen in meinem Leben durch meine so schwere Führung. Das Verlangen nach Gott war plötzlich in meinem Herzen. Ich bat ihn um ein Zeichen. Äußerlich gesehen ging es mit mir immer weiter bergab, ich wurde sterbenskrank und lag bereits auf dem Haufen, der am nächsten Tag abtransportiert werden sollte. So stand mir mein Ende sichtbar vor Augen. Da kam das Zeichen durch den Mann, der mir die Geschichte von Josef erzählt hatte. Er kam ‚zufällig‘ vorbei, aber er ging nicht vorüber, sondern schleppte mich in die Baracke zurück und pflegte mich. In dieser Lage forderte er mich auf, mein Leben Jesus auszuliefern, und ich tat es. In dieser Stunde kam es zur Wende in meinem Leben. (Lies 1.Joh.4,9.10; Eph.2,1-7; Luk.19,9.10.) Der zweite Teil hatte begonnen. Jesus wandelte die Verhältnisse derart, dass ich bald wieder gesund wurde. Was niemand mehr gedacht hatte, vollbrachte Jesus in kurzer Zeit. Und das unter den aussichtslosesten Verhältnissen. Ich wurde gesund an Leib und Seele, erlebte also buchstäblich: ‚Siehe, Gott ist mir zum Heil geworden!‘“ (Lies 2.Kor.5,17; Röm.5,15-21; Tit.2,11-14.)

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Samstag,8.Juni Jesaja 12,3; 53,5; Sacharja 13,1.

„Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils!“ Der einzige Heilsbrunnen, von dem wir wirklich leben können, heißt Jesus Christus: „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Der Heilsbrunnen, der für uns geöffnet wurde, sind die Wunden Jesu. Durch Jesu Hingabe, durch seine Wunden wurde die Quelle des Heils für alle Menschen erschlossen. (Lies Joh.1,29; 1.Petr.2,24; 2.Kor.5,21.) Mit der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen sprach Jesus von der Quelle und der Gabe des lebendigen Wassers: „Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt“ (Joh.4,14). Am Laubhüttenfest in Jerusalem nahm er dieses Bild noch einmal auf: „Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!“ (Joh.7,37). Auch in der Offenbarung lesen wir zweimal von dem „lebendigen Wasser“ (Offb.21,6; 22,1). In Jesus haben wir die Quelle lebendigen Wassers. Mit ihm schenkte der Vater im Himmel uns das Wertvollste, das er hatte. „Er hat uns alles geschenkt, was zu einem Leben im Licht und zu wahrer Gottseligkeit nötig ist!“ Bei ihm ist der Ort der Erquickung für Durstige, die Stärkung für müde Gewordene. Erlebte Anfechtungen, Versuchungen, manchmal nur kleine Stolperstellen, können uns die Sonne verdunkeln, uns verwirren. Wie schnell sind wir am Ende. Großes und Kleines wirft uns zu Boden. Es fehlt uns die Kraft zum Überwinden. Doch in Jesus haben wir die Quelle des Heils und Heil bedeutet Sieg! So können wir bei ihm, wann immer der Feind gegen uns anstürmt, die Kraft zum Sieg bekommen. Er will uns „stark machen mit aller von oben kommenden Kraft, entsprechend der wunderbaren Macht seiner Herrlichkeit“ (Eph.3,16; lies Ps.84,6-8; 2.Kor.1,8-10; 12,9.10; Phil.4,13).

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Sonntag,9.Juni Jesaja 12,3; Psalm 36,8-10.

„Bei dir ist die Quelle des Lebens!“ Es hängt alles davon ab, aus welchen Quellen wir leben. Manchmal meinen wir, andere Zuströme für unser Leben zu brauchen, zum Beispiel die Liebe bestimmter Menschen oder die Bestätigung unseres Selbstbewusstseins, mehr Wissen oder eine uns entsprechendere Arbeit. Aber aus solchen Quellen kann man auf die Dauer nicht leben! „Mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nicht hilft. Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löcherige Zisternen, die kein Wasser halten“ (Jer.2,11.13; 17,13; Jes.5,12.13). „Du ließest Quellen und Bäche entspringen!“ Gottes Wort ist wie erfrischendes Quellwasser, es ist wie ein Bach, der neben unserem Wege fließt, aus dem wir jederzeit schöpfen können. „Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte“ (Jer.17,7.8). Wir müssen uns eine bestimmte Zeit am Tag reservieren als Zeit des Schöpfens aus der Quelle seines Wortes. (Lies Ps.1,2.3; 87,7; Kol.3,16.) Wenn wir das tun, werden wir staunen, aus welchen Versen oder Kapiteln Gott uns eine Quelle der Segnung entspringen lässt, die uns hilft, allem, was auf uns zukommt, Antwort zu geben - die Antwort der Liebe und des Geistes. Johannes fügte dem Wort Jesu von dem strömenden Lebenswasser hinzu: „Dies sagte er aber von dem Geist, welchen die an ihn Glaubenden empfangen sollten.“ Wort Gottes und Geist Gottes sind eng miteinander verbunden. „Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben“ (Joh.6,63; vgl.Spr.1,23; Jes.58,11; 59,21a; 1.Mose 49,22-24).

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Montag,10.Juni Jesaja 12,3; Psalm 63,1-8.

„Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils.“ Die Einsamkeit ist ein Schreckgespenst, vor dem vielen Menschen unserer Tage graut. Das Leben scheint zur Wüste zu werden, wenn es niemand mit uns teilt. Bewusst oder unbewusst ist ein leerer Raum in uns allen. Er kann nur gefüllt werden in der Gemeinschaft mit Gott. So sind wir geschaffen: „Unruhig ist des Menschen Herz, bis es Ruhe findet in dir!“ „Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue“ (Ps.42,3; lies Apg.17,27.28; Pred.3,11). Als Jesus durch Samarien zog und am Jakobsbrunnen eine Rast einlegte, kam eine Frau aus Sychar, um dort Wasser zu schöpfen. Jesus sprach mit ihr über ein anderes Wasser, das ihren Lebensdurst stillen sollte, der sie bis zu diesem Augenblick nur an geborstene Quellen getrieben hatte. Eindeutig sagte er ihr: „Wer von dem Wasser trinken wird“ - das die Welt bietet, „den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird nicht dürsten in Ewigkeit“ (Joh.4,1-42). Jesus will unseren Durst stillen, gerade dann, wenn unser Weg zu einem Weg durch die Wüste wird, sei es Vereinsamung durch eine Krankheit, oder ein Misslingen. Auch durch Erfolg können wir in eine Wüste geraten. Wenn es uns gut geht und man uns Anerkennung zollt, Schwierigkeiten leicht gemeistert werden, stehen wir in Gefahr, unser geistliches Leben vertrocknen zu lassen. Vor lauter Aktivität nehmen wir uns keine Zeit mehr, von dem Lebenswasser des Wortes Gottes zu trinken. Wir gehen unabhängig von Jesus unseren Weg, werden selbstbewusst, stolz und oberflächlich. Aber auch in solch einer Wüste ist Jesus nicht fern von uns und bietet uns das Wasser des Lebens an. (Lies Ps.110,7; Jes.55,1.6.7.)

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Dienstag,11.Juni Jesaja 12,3-5; Psalm 40,1-6.

„Ihr werdet sagen zu dieser Zeit: Danket dem Herrn, rufet an seinen Namen! Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündigt, wie sein Name so hoch ist.“ Damit beginnt der zweite Teil des Liedes der Erretteten, das Zeugnis von den Quellen des Heils. Die Frau aus Sychar verkörpert geradezu die Erfüllung von Jesaja 12. Sie nahm die Gnade der Vergebung für sich in Anspruch und auch die Gnade zu einem freudigen Bezeugen des Heils. Von dem quellfrischen Wasser gab sie spontan weiter und wurde so zur Quelle für andere (Joh.4,28-30.39-42). Bevor sie mit Jesus zusammengekommen war, konnte sie es nicht wagen, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen oder zu sprechen. Nun war der Ballast ihrer Sünde weggenommen, die Verwandlung war zu sehen, das machte ihr Rufen zu Jesus glaubwürdig. (Vgl.Apg.9,20; Gal.1,23.24.) „Machet kund sein Tun!“ Dieser Ruf gilt uns allen. Wer Gottes Heil und Hilfe erfahren hat, wird nicht darüber schweigen können. Wir wollen es in unserer Umgebung weitersagen, wo wir arbeiten und wo wir unsere Freizeit verbringen. Weitergegebene Gotteserfahrungen sind das höchste Gotteslob, sie sind das „neue Lied“, von dem David in Psalm 40 sagt: „Er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gelegt, zu loben unsern Gott... Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich!“ Aus der Quelle des Lebens, dem Brunnen des Wortes Gottes wollen wir uns für unseren Alltag stärken. Das macht frei zum Tun seines Willens und zum Reden von seinen Wundern. - Der Anfang unseres Kapitels sprach vom Zorn Gottes. Doch nun ist die Situation verändert: „Groß ist in deiner Mitte der Heilige!“ Über dem Dunkel unserer Tage wollen wir in sein Lob einstimmen: „Lobsinget dem Herrn, denn er hat sich herrlich erwiesen.“ „Deine Heiligen sollen dich loben.“ (Lies Ps.103,1-5.22; 34,2-4.)

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WIR HABEN EINEN UNSCHÄTZBAREN REICHTUM

Mittwoch,12.Juni Epheser 1,3-14; Psalm 36,8-10. Epheser 1,3; Offenbarung 3,11. 287

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.“ Sind wir uns bewusst, dass unser himmlischer Vater uns in Jesus alles gegeben hat, damit wir ein erfülltes Leben führen können? Nichts fehlt, und wir könnten von uns aus auch nichts hinzufügen, denn ohne unser Hinzutun sind wir „in Christus reich gemacht in allen Stücken“. (Lies 1.Kor.1,3-7; 2.Petr.1,3.4.) Eines müssen wir uns gleich zu Anfang klarmachen: Über Gottes Gaben und Geschenke können wir nicht nach unserem Gutdünken verfügen, wir können sie auch nicht mit größtem Fleiß verdienen. Es geht nicht nach dem Leistungsprinzip, vielmehr um das Prinzip der leeren Hände. (Vgl.Matth.14,16-20; Jak.1,5.) Unserem Stolz und dem Suchen nach der eigenen Ehre müssen wir absagen. Aber das Eingeständnis unseres Mangels und die vertrauensvolle Bitte um seine Kraft wird seinen Reichtum in und durch uns wirksam werden lassen, zum Beispiel seine Geduld bei der Begegnung mit einem schwierigen Menschen, seinen Mut, einem Kollegen von Jesus zu erzählen, seine Kraft, eine persönliche Belastung zu ertragen. - Es gibt ein Lied von Hedwig von Redern, in dessen fünf Strophen zwanzigmal gesungen wird: „Wir haben... einen Felsen, eine Wahrheit, eine Gnade, eine Freude ... wir haben alles, alles in dir, Herr Jesus Christ.“ Etwas von dem Reichtum, der uns in Christus Jesus geschenkt ist, kommt in diesem Lied zum Ausdruck. Paulus nennt diesen Reichtum einen „Schatz“, der „in einem irdenen Gefäß“ verborgen ist. Als ein zerbrechliches Gefäß sah er sein Leben an: schwach, begrenzt und wertlos in sich. Doch zugleich wollte er bezeugen, dass „die überschwängliche Kraft von Gott“ und nicht aus ihm kam (2.Kor.4,7; lies 2.Kor. 3,5; Joh.3,27; 15,5).

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Donnerstag,13.Juni 1.Korinther 2,9.12; 2.Korinther 8,9. 1.Korinther 2,12; 2.Korinther 8,9.“Wir haben!“, diese beiden Worte hören wir nicht selten, wenn Menschen sich darüber austauschen, was sie sich haben anschaffen „Wir haben!“ - ein Ausdruck, der zunächst auf Besitz und Eigentum hinweist. Wir hören ihn, wenn Menschen davon berichten, was sie besitzen und was sie sich leisten können. Manchem vermittelt es ein gutes Gefühl, dass er über einen angemessenen Lebensstandard verfügt. Es gibt aber auch Menschen, die inzwischen über den Wohlstand seufzen und sagen: Ja, wir haben..., eigentlich aber haben wir viel zu viel. Und wir haben nicht das, was uns wirklich zufrieden stellt. Damit bedeutet das „Wir haben“ nicht Erfüllung, sondern geradezu Belastung. (Lies Matth.6,19-21; Luk.12,13.14.) Anders ist es bei dem Geschenk, das Gott uns mit Jesus Christus macht und was wir „in ihm“ haben. „Wir haben alles, alles in dir, Herr Jesus Christ!“, so heißt es am Schluss des Liedes als Zusammenfassung. Es ist ein Besitz besonderer Art, der uns schon jetzt erfüllt und der wertbeständig bleibt bis in die Ewigkeit hinein. Wir haben, weil Christus uns unermesslich, unaufhörlich gibt. In ihm haben wir eine Hoffnung, die niemand uns nehmen kann. In ihm haben wir eine Zuflucht in Zeiten der Bedrängnis und eine besondere Speise: sein Leben spendendes Wort, das wirklich satt macht. Alle Angebote dieser Welt verblassen gegenüber dem Reichtum in Christus Jesus. (Lies Kol.2,3.9.10; Gal.4,6.7.) Doch jeder Reichtum hat seinen Preis, auch der göttliche. Paulus schreibt dazu: „Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ Der Preis, den Jesus bezahlte, war das Kreuz auf Golgatha. Durch die bezahlte Schuld sind wir frei und können zu „Habenden“ werden, wenn wir vor Gottes Thron treten und um Gnade bitten. Dort empfangen wir sie unverdient, kostenlos, unser Leben wird wertvoll durch Gottes „unaussprechliche Gabe“ (2.Kor.9,15; lies Röm.10,12b; Phil.4,19; Ps.16,5.6; 23,1.6).

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Freitag,14.Juni Johannes 1,14.16; Klagelieder 3,21-24. Johannes 1,14.16; Klagelieder 3,21-24.

Wir haben eine Gnade, die jeden Morgen neu

Welch ein Vorrecht für Kinder Gottes, dass sie beim Aufwachen schon neue Gnade vorfinden! „Gott kommt mir mit seiner Gnade entgegen.“ Weil das so ist, dürfen wir täglich die Bitte aussprechen: „Fülle uns frühe - fülle mich heute - mit deiner Gnade“ (Ps.90,14; 85,8). Bei Johannes lesen wir, wie er und die anderen Jünger lebten, wie sie durchhielten, wie sie Vollmacht empfingen und wie sie Kraft schöpften. Sie hatten Jesus. Er war der Gebende: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“ Die Tatsache, dass seine Gnade ewig währt und dass er täglich neue Gnade schenkt, sollten wir uns tief einprägen. „Seine Gnade waltet über uns mehr und mehr.“ (Lies Ps.5,13; 117,2; Hebr.4,16.) Können wir da nicht getrost sein heute, morgen und alle Tage? Für Augenblicke der Gefährdung haben wir die Zusage: „Wo die Sünde mächtig ist, erweist sich die Gnade noch unendlich mächtiger.“ Die Übermacht der Gnade will uns bewahren, sodass wir festbleiben: „Wenn ich sprach: Mein Fuß ist gestrauchelt, so hielt mich, Herr, deine Gnade“ (Röm.5,20.21; Ps.94,18). „Er gibt aber desto reichlicher Gnade“, so schreibt es Jakobus, und so können wir es erleben. Je mehr Not, desto mehr Gnade! (Lies Jak.4,6.7; 2.Tim.2,1; 1.Petr.5,10.) Wenn wir über uns nachdenken, meinen wir dann nicht manchmal, dass die Leere und Dürre unseres Herzens zunimmt? Doch unser Herr wird fertig mit allen Mangelerscheinungen - er hat vermehrte Gnade! Schon Salomo spricht in den Sprüchen davon: „Des Königs Gnade ist wie der Spätregen“ (Spr.16,15). Im Hören auf das Wort unseres Herrn Jesus, der der „König aller Könige“ ist, wird uns seine überströmende, neubelebende Gnade geschenkt. (Lies 2.Kor.9,7; 12,7.)

Sein Lieben ist ewig, die Gnad unerschöpflich, sein Können versagt nicht, allmächtig ist er;

denn aus dem unendlichen Reichtum in Jesus gibt er, gibt er wieder und gibt er noch mehr.

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Samstag,15.Juni Jesaja 63,7-9; Psalm 46,8.12.

Gottes Barmherzigkeit seinem Volk gegenüber lässt uns an die Beziehung eines Vaters zu seinem Kind denken. Wie kann die kleine Hand des Kindes die Hand seines Vaters fassen, der fast zwei Meter groß ist? Werden diese beiden Hände jemals zusammenkommen? Das kann nur gelingen, wenn der Vater sich herabbeugt und dem Kind seine Hand entgegenhält. - In Christus Jesus neigte Gott sich zu uns Menschen herab. Aus eigener Anstrengung hätten wir Gott nie erreichen können. Sein Herabneigen ist Gnade, unverdiente Liebe, die uns aus der ewigen Herrlichkeit entgegenkommt. Gottes Gnade hat ihren Grund in seiner unendlichen Barmherzigkeit. „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat... Der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit!“ (Ps.103,1-4; lies Tit.2,11; 3,4-7). Ein überzeugendes Beispiel für Gnade und Barmherzigkeit ist Jakob. Wie oft spricht die Schrift vom „Gott Jakobs“, der mit uns ist. Jakobs Lebensgeschichte ist geradezu von Schuld gekennzeichnet. Schon die Geburt weist hin auf seine charakteristische Schwäche, sich an der Ferse des anderen festzuhalten und ihn zu überlisten. Er verstand es, seinen Bruder Esau und seinen Vater zu betrügen. Gottes Plan mit Jakob können wir nur staunend verfolgen. Seine Liebe ließ Jakob nicht los, bis er aus dem Überlister einen Gotteskämpfer machen konnte. Aus Jakob wurde Israel. „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Lies 1.Mose 32,23-32.) Diesen schwierigen Charakter wandelte Gott mit anhaltender Zuwendung, sodass Jakob am Ende seines Lebens Gott als seinen Hirten bekannte: „Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag“ (1.Mos.48,15). Im Rückblick erkannte er, dass der große Hirte und „sein Stecken und Stab“ es gut mit ihm meinte und ihn auf beschwerlichen Wegen richtig geleitet hatte. (Lies 5.Mose 32,3.4; Ps.18,31.32; 145,17.18; Dan.4,34.)

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Sonntag,16.Juni 1.Mose 28,10-15; Psalm 34,7.8.19. Klagelieder 3,22.23; 1.Mose 28,13-15.

Jakobs Leben war bedroht. Den bei der Geburt verheißenen Segen hatte er mit Lug und Trug an sich gerissen. Ihm blieb nur die Flucht. Um sein Leben musste er laufen, denn Esau wollte ihn umbringen. „Und er kam an einen Ort, wo er über Nacht blieb, denn die Sonne war untergegangen. Unter seinen Kopf legte er einen der Steine, die dort herumlagen.“ In dieser Nacht der Angst und Verlassenheit kam Gott zu Jakob. Dem Schuldiggewordenen begegnete er im Traum und redete mit ihm. In seiner Gnade beugte sich Gott so tief zu Jakob herab, bis zu dem Platz, wo er auf einem Stein lag. Da erkannte Jakob, wer er war und wer er nach seiner Bestimmung sein sollte: der Erwählte Gottes mit einer großen Verheißung: „Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft.“ Gottes Wesen ist lauter Güte. Nur so konnte Jakob weiterleben. Statt Strafe empfing er die Verheißung. Er war zwar schuldig geworden, aber Gott ließ ihn nicht fallen. Er bestätigte die Verheißung, die sein Vater Isaak ihm zugesprochen hatte (V.3). - Was musste dieser Zuspruch Gottes Jakob in seinem Elend bedeutet haben! Nicht für immer musste er die Folgen seiner Sünde tragen. Gott wollte ihn wieder an den Ort der Verheißung zurückbringen. (Lies Micha 7,18-20; Hiob 8,5-8; Hos.2,16.17.) - „Barmherzig und gnädig ist der Herr!“ Wie er mit Jakob einen Erziehungsweg ging, so will er ihn auch mit uns gehen. Das ist oft ein schwerer Weg. Aber Erziehungswege sind letztlich Gnadenwege Gottes. Erziehung schließt uns nicht aus der Gemeinschaft mit ihm aus, bedeutet auch keine Verstoßung. Im Gegenteil: Erziehung ist zugleich die Zuwendung seiner unverdienten Gnade und Liebe, die zu unserer Veränderung führen will. (Lies Röm.8,28.29; Hebr.12,5b.6.9-11.)

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Montag,17.Juni Apostelgeschichte 8,26-39; Römer 14,17. Lukas 1,46.47; Apostelgeschichte 8,35-39.

Wir haben eine Freude, die niemand von uns nimmt

Freude stellt sich nicht ohne weiteres ein. Das erlebte der Finanzminister aus Äthiopien, der suchend und fragend nach Jerusalem kam und ohne Antwort zurückfuhr. Gott aber hatte ihn nicht übersehen. Er sandte Philippus auf den Weg, der mit ihm zusammentraf, als er auf seinem Wagen den Propheten Jesaja las. Als Philippus ihm das Evangelium von Jesus verkündigte, fand er, was er gesucht hatte. Er wusste nun, dass Jesus Gottes Sohn ist, dass er aus der Herrlichkeit auf unsere Erde gekommen war, um sein persönlicher Erlöser zu werden. Freude kam in das Herz des Äthiopiers, die ihm niemand mehr nehmen konnte. „Er zog seinen Weg mit Freuden.“ (Lies Ps.32,11; Jes.61,10; Luk.10,20.) - Schon David wusste von dieser himmlischen Freude, die es nur mit einem Leben in der Gegenwart Gottes gibt: „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich“ (Ps.16,11; 63,4-9; 84,11-12). Jesaja bezeugt es in seinem Danklied, dass echte Freude aus erfahrener Rettung erwächst: „Siehe, Gott ist mein Heil... Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils.“ Wenn Jesus unser Retter ist, wenn er uns erlöst, das heißt, heil gemacht hat, dann ist er unseres Herzens Freude und Trost. (Lies Jes.12,1-3; Apg.16,30-34.) Wie schnell werden wir mutlos, wenn wir die Vorgänge in der Welt beobachten, die Auseinandersetzungen in den Gemeinden sehen oder auch, wenn wir unsere eigene Unzulänglichkeit erkennen. Der Zuspruch Nehemias kann uns stärken: „Seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“ (Lies Neh.8,9-12.) Wie konnte Jakobus raten: „Erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt“? Er wusste, dass unser Glaube Bewährungsproben braucht. Aber diese dunklen Stunden sollen zu Freudenstunden werden, weil Gott sich gerade dann um uns kümmert, uns sehr nahe ist. (Lies Jak.1,2-4.12.)

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Dienstag,18.Juni Johannes 15,9-11; 17,13. Lukas 15,1-7; 10,17-21.

In den Evangelien wird uns von der Freude berichtet, in der Jesus lebte. In Hebräer 1,9 lesen wir, dass „der Sohn mit Freudenöl“ - mit dem Geist der Freude - „gesalbt war, wie kein anderer seiner Gefährten“. Die Jünger erlebten dies in besonderer Weise, da sie Tag und Nacht mit Jesus zusammen waren. Sie sahen seine Freude, wenn Sünder Buße taten und als das Gericht über Satan vollzogen wurde. Dass ihre Namen im Himmel eingeschrieben sind, darüber sollten seine Jünger sich mit ihm freuen. „Zu der Stunde freute sich Jesus im Heiligen Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater, so hat es dir wohlgefallen“ (Luk.10,18-21; 15,1-10.22-24). Die Freude Jesu wurzelte in der Gemeinschaft mit seinem himmlischen Vater. Er wollte sie nicht für sich behalten, sondern mit den Jüngern teilen. In den Abschiedsstunden sprach er davon, dass sie an seiner eigenen Freude Anteil bekommen sollten: „meine Freude in euch.“ Seine Freude soll zur Jüngerfreude werden! - Die Freude auf die Rückkehr zum Vater machte ihn stark, entschlossen und gehorsam, das Kreuz auf sich zu nehmen. (Lies Hebr.12,2.3; Jes.50,6.) Paulus erfuhr es ebenso auf schweren Wegen: „Wir haben allerlei Kummer und Herzeleid und können uns dennoch beständig freuen. Arm sind wir und machen doch viele reich; wir besitzen nichts, und doch ist alles unser.“ Wenn uns etwas genommen wird, kann uns das zwar arm machen; aber es reicht nie an das heran, was wir in Jesus Christus und aus der Gemeinschaft mit ihm empfangen. „Wir haben eine Freude, die niemand von uns nimmt!“ Darum: „Freut euch in dem Herrn, ihr Gerechten, und dankt ihm und preist seinen heiligen Namen.“ (Lies 2.Kor.6,4-10; 7,4; Phil.2,17.18.)

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Mittwoch,19.Juni Apostelgeschichte 5,40-42; 1.Thessalonicher 2,17-20.

Eine ungewöhnliche Erfahrung machten Petrus und Johannes, als sie verhaftet, verhört und gegeißelt wurden: Freude, die Jesus schenkt, kann im Herzen nicht „erschlagen“ werden. Nach ihrer Entlassung lesen wir nichts von Empörung oder Verzweiflung bezüglich der Frage, wie alles weitergehen sollte. Im Gegenteil, unentwegt und mit großer Freudigkeit setzten die Apostel ihr mutiges Zeugnis fort: „Sie gingen aus dem Hohen Rat fort, voller Freude, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Jesus Schmach zu leiden.“ Wir dürfen darum bitten: Herr, wenn wir in eine ähnliche Lage kommen, mach uns tapfer und freudig, wie es die Apostel waren. Erfülle uns mit „deiner Freude“, dass wir trotz Widerstand und Redeverbot entschlossen und unbeirrt die gute Botschaft weitergeben. (Lies 1.Petr.3,14-17; Apg.20,18-21; 2.Kor.4,1.) „Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude“ (Röm.15,13). Dieser Gebetswunsch galt den Christen in Rom. Wenn wir unseren Weg in der Gemeinschaft mit dem Herrn gehen, wird er uns bis zuletzt mit Freude erfüllen. Deshalb haben wir allen Grund, Menschen der Zuversicht, der freudigen Hoffnung zu sein. (Lies Hab.3,18; Ps.118,14-16.) Wie Jesus voller Freude der Rückkehr in den Himmel entgegensah, so sah Petrus dem Wiederkommen Jesu entgegen. Diese Begegnung mit Jesus steht uns noch bevor. Wir gehen nicht auf ein dunkles Ende zu, sondern auf eine helle Zukunft bei ihm: „Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.“ Welch eine Aussicht! Die anspruchvollste Erwartung unseres Herzens – hier wird sie erfüllt. „Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen!“ (1.Petr.1,8.9; Joh.16,22; lies 1.Kor.13,12; vgl.Hiob 19,25-27; Jes.65,17.18a).

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Donnerstag,20.Juni Psalm 30,12.13; Micha 7,8.18.19. Psalm 30,12.13; Johannes 17,13.

Wir wollen auch der Frage nachgehen: Was ist, wenn die Jesus-Freude doch von uns genommen zu sein scheint? Der Prophet Micha lässt uns einen Blick in sein Leben tun, wenn er schreibt: „Wenn ich im Dunkeln sitze...“ So mag es manchem von uns gehen, wenn schmerzliche Erlebnisse bedrücken und die Seele verdunkeln. Es kann sein, dass wir zu anderen Zeiten das Schwere mit dem Herrn tragen konnten - eine Enttäuschung, eine Verwundung, ein Versagen, eine Sorge, eine körperliche Erschöpfung. Vielleicht sind wir in Sünde gefallen und sitzen nun im Dunkel, weil die Freude fehlt. Michas Rat lautet: Lass dem Feind nicht den Triumph, stehe wieder auf! Gott will nicht, dass wir freudlos am Boden liegen bleiben, er hat einen Weg, der herausführt: ein offenes Bekenntnis der Schuld. David spricht offen von einer Zeit, in der er von Gott getrennt war: „Als ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine... So tat ich dir kund meine Sünde und deckte meine Schuld nicht zu... Und du, du hast vergeben die Schuld meiner Sünde... Glücklich der, dem Übertretungen vergeben, dem Sünde zugedeckt ist.“ Das Böse herausgeben lässt Freude einströmen. (Lies Ps.32,1-5.11; 51,12-14; Jes.57,14.15.) – Ein praktischer Weg aus innerer Freudlosigkeit wurde einem Belasteten gewiesen. Er sollte ein Freudentagebuch führen. Doch für ihn gab es nichts Erfreuendes. So schrieb er auf, was ihn alles hätte freuen können, „aber...“. Damit war der Ratgebende nicht zufrieden. So versuchte es der Belastete noch einmal mit kleinen Dingen. Er freute sich über eine Blume, über Kinderstimmen, die er durchs Fenster hörte, über einen Besuch, einen Brief, ein gutes Essen - alles ohne „aber“. Dann freute er sich über einen Bibelvers, ein Osterlied. Das Nachdenken lenkte seine Gedanken weg von der Trostlosigkeit und öffnete sein Herz für die große Freude, die ihm mit Jesus geschenkt war. (Lies Ps.13,6; 31,8.9; Jes.25,9.)

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Freitag,21.Juni Jeremia 15,16; Johannes 6,31-35. Johannes 4,31-34; 6,31-33.

Wir haben eine Speise, der Welt hier unbekannt

Zur Gesunderhaltung unseres Körpers gehört es, dass wir mehrmals am Tag Nahrung zu uns nehmen. Im Allgemeinen tun wir das mit der größten Selbstverständlichkeit, weil es lebenswichtig ist, leistungsfähig zu bleiben und unsere Kräfte zu erhalten. Große Aufmerksamkeit widmet man in unseren Tagen der gesunden Ernährung. Wie unser leibliches Leben, so braucht auch unser geistliches Leben Nahrung, wenn es sich normal entwickeln soll. Im Blick darauf sind wir allerdings manchmal ausgesprochen sparsam und zurückhaltend. Das kann sich jedoch heute ändern. Gott hält reichlich Speise bereit, nach der unser Innerstes hungert. Von den Israeliten wird berichtet, dass er ihnen „Himmelsbrot gab, Speise in Fülle“. (Lies Ps.78,23-25.) Unser innerer Mensch kann auch nur vom Himmel her recht ernährt werden - „von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Matth.4,4). Jeremia sagte einmal: „Dein Wort ward meine Speise, sooft ich's empfing.“ „Mit dem Begriff Speise verbinden wir den Gedanken an die geregelten Zeiten des Essens. Man geht nicht zum Essen, wenn man gerade Lust und Laune verspürt, sondern zu ganz bestimmten Zeiten. So sollte auch unser Umgang mit Gottes Wort - unserer geistlichen Nahrung - gestaltet sein. Wir dürfen, wenn das Wort wirklich Nahrung sein soll, unsere Begegnung mit ihm nicht nur von unserer guten oder schlechten Laune abhängig machen, auch nicht von irgendeinem subjektiven Bedürfnis. Ein ungeordneter Umgang mit dem Wort kann nicht zum Wachstum im Glauben führen.... ‚Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.‘ Die gleiche Erfahrung, wie Jeremia sie hatte, steht jedem von uns offen, wenn wir bewusst mit Gottes Wort leben von einem Tag zum andern, bis wir am Ziel sind“ (Th.Sorg). (Lies Kol.3,16; 2.Tim.3,16.17; Ps.119,9-11.30.72.133.)

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Samstag,22.Juni 1.Petrus 2,2; Hesekiel 2,8-3,3. 1.Petrus 2,2; Johannes 6,35.

„Wir haben...“ Die Dichterin des Liedes schreibt von der Speise, die wir haben, dass sie „der Welt unbekannt“ ist. Menschen, die Jesus nicht kennen und lieben, haben keinen echten Zugang zu Gottes Wort, es ist ihnen verschlossen und vielfach unverständlich. „Der natürliche, unwiedergeborene Mensch nimmt nicht wahr und nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist. Es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; es kann nur durch den Geist Gottes verstanden werden“ (1.Kor.2,14). Ganz anders ist es bei Kindern Gottes. Jesus spricht: „Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben“ (Joh.6,63; lies 5.Mose 32,47; Ps.19,7-9). Petrus ermutigt uns, nach Gottes Speise zu greifen: „Seid wie neugeborene Kinder begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes Gottes, damit ihr durch dieselbe wachst zu eurem Heil.“ Nur Gottes Wort ist kräftigende Nahrung für unser geistliches Leben. Wir können dieses Wort nie von der Person Jesu loskoppeln, denn das Wort Gottes und die Person Jesus Christus sind eins. (Lies Joh.1,1-5.14.) Das Wort hält uns in der Lebensverbindung mit unserem Herrn. Es baut auf, erfreut bis ins Innerste hinein, hilft uns auf dem Weg mit Jesus. Es tut wohl, auch dann noch, wenn es nicht nur als Verheißung und Trost kommt, sondern den Finger auf etwas in unserem Leben legt, was Gott nicht gefällt und um deswillen er uns „beschneiden“ muss. (Lies Joh.15,4-7.) Gottes Wort ist wahr und echt, es hat Kraft und ist absolut verlässlich. Petrus will uns sagen: Dieses Wort musst du unbedingt haben und zu dir nehmen. Kümmere dich darum, dass du genügend davon hast und halte dich an diese Quelle! „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern ... Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben in Ewigkeit.“ (Lies Joh.6,67-69; 14,15.21.23; Ps.107,20.)

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Sonntag,23.Juni Galater 6,1.2; Johannes 13,34.35. 4.Mose 11,10.11.16.17;

Wir haben Kraft zum Tragen, die keiner Last erliegt

Wir kennen das Bild vom Hirten, wie er ein Lamm auf dem Arm trägt. Möchten nicht auch wir so getragen werden? Die Bibel sagt uns vielfach, dass wir vom Herrn getragen werden. „Er erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit.“ „Ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben, tragen und erretten“ (Jes.63,9; 46,3). Gott fordert uns auf, Lasten anderer mitzutragen. „Einer trage des andern Last“ - nur auf solche Weise werdet ihr das Gesetz erfüllen, das Christus selbst bestimmte, als er hier auf Erden war, nämlich das Gesetz der Liebe. In Zusammenhang mit Vers 1 denkt Paulus wohl zuerst an die Lasten, die anderen infolge von Sünde auf dem Gewissen liegen. Verachtet sie nicht, vielmehr „helft ihnen zurecht“. Betet für sie, dass sie geheilt werden, innerlich zurechtkommen. „Trage ihre Last und Pein in das Heiligtum hinein.“ Es gibt aber auch viele andere Lasten, die wir mittragen sollen: Sorgen, Probleme, Not, Trauer. Lass nicht Teilnahmslosigkeit oder Gleichgültigkeit dein Herz erfüllen, wenn du Menschen erlebst, die in Not sind. Wie schnell kann der Gedanke aufkommen: Das hätte er vermeiden können. Nun muss er sehen, wie er fertig wird. „Bleibt niemand etwas schuldig als nur die gegenseitige Liebe.“ „Gottes Liebe“, die bereit ist, Lasten mit anderen zu tragen, „ist in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist“ (Röm.5,5; 13,8). Ob der Brunnen unserer Liebe erst vom Sand freigegraben werden muss, damit Lastenträger durch unser Mittragen ermutigt und gestärkt werden? Vielleicht sollten wir auch an die „zweite Meile“ denken, von der Jesus in der Bergpredigt spricht. (Lies Matth.5,41.42; 1.Joh.3,17.18; Jak.2,8.)

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Montag,24.Juni Galater 6,2; Psalm 78,18-25.

Die Bibel berichtet uns von Personen, die schwere Lasten zu tragen hatten. Da war Mose. Er sollte das geplagte Volk Israel aus Ägypten führen und durch die Wüste in das verheißene Land bringen. Das bedeutete für Mose viele Verhandlungen mit dem Pharao, intensive Gebetsarbeit, einsame Entscheidungen vor seinem Gott und Verantwortung für ein ganzes Volk. Als dann in der Wüste das Wasser knapp war oder es kein Fleisch zu essen gab, musste Mose dafür gerade stehen. Viele im Volk hatten bald das tägliche Manna über. Sie konnten es nicht mehr sehen. Sie waren unzufrieden und sahen die schwere Vergangenheit in Ägypten in einem rosigen Licht. (Lies 4.Mose 11,1-6.) Die Unzufriedenheit innerhalb einer Gemeinschaft kann schwer belasten. Wie leicht wird man davon angesteckt und stimmt in die Klagelieder ein. (Lies Klagel.3,39; Jud.16.) Wir wollen uns üben, den Sinn auf Jesus gerichtet zu halten und uns eine glaubende Haltung zu bewahren. Einmal ging Mose die Kraft aus, nur auf Gott zu sehen. Er trug seine Last zu Gott, warf sich vor ihm nieder und klagte: „Warum hast du an deinem Knecht so gehandelt?“ Und Gott erhörte ihn. Zwar nahm er die Last nicht einfach weg, aber er zeigte einen Weg, wie Mose die Last verteilen konnte. Er musste sie nicht allein tragen. Siebzig ausgesuchte Männer waren da, die ihm dabei helfen sollten (4.Mose 11,11-16). Die eigentliche Kraft zum Tragen kam für Mose aus dem Gebet. „Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft“ (Ps.138,3; Jes.40,31; 41,10). Joh.de Heer gibt uns den Rat:

Musst eine Last du tragen, die dir zu groß, zu schwer,

du darfst es Jesus sagen: Ach, Herr, ich kann nicht mehr!

Nimmt er dir gleich nicht immer die Last ab, die dich drückt,

und hast noch keinen Schimmer der Hilfe du erblickt,

so will er dein Berater am Thron der Gnade sein

und tritt für dich beim Vater voll Kraft und Liebe ein!

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Dienstag,25.Juni Jeremia 15,10.15.16; Römer 15,4. Jeremia 15,15.16; Nehemia 4,4.

Wie Mose, so trug auch der Prophet Jeremia schwer an seiner Berufung. Im Auftrag Gottes sollte er dem abtrünnigen Volk Gericht predigen. Das machte sein Leben so schwer, dass er sich einmal wünschte, nie geboren zu sein. Er wollte aus seiner Aufgabe aussteigen, doch Gottes Wort hielt ihn fest: „Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens, denn dein Name ist über mir ausgerufen, Herr, Gott der Heerscharen.“ (Lies 2.Kor.12,9.10.) - Als zu Nehemias Zeit die zerstörten Mauern Jerusalems aufgebaut werden sollten, brauchten die Bauleute Kraft und Mut. Zu der schweren körperlichen Arbeit kam die Angst vor den Feinden, die den Bau nicht zulassen wollten. Die Männer erlahmten und sprachen: „Die Kraft der Träger ist zu schwach, und der Schutt ist zu viel.“ Mussten die Männer und Nehemia vor den Schwierigkeiten nicht kapitulieren? „...zu schwach ...zu viel!“ (Neh.3,33-4,9). Wenn von allen Seiten Kampf und Bedrängnis auf uns einstürmt, dann kommt der Teufel dazu und versucht, uns durch Mutlosigkeit lahm zu legen. Je länger wir die Widerstände betrachten, desto unüberwindlicher erscheinen sie. (Lies 2.Kön.6,15-17; 2.Chron.20,1-13.22.) Doch Nehemia betete: „Höre, unser Gott...!“ Danach beeilte er sich, den furchtsamen und müde gewordenen Bauleuten den mächtigen Gott Israels vor Augen zu stellen. Vor allem richtete er ihren Blick auf das gemeinsame Ziel. Das gab den Bauarbeitern Kraft und Schwung, ihre Arbeit wieder aufzunehmen und zu Ende zu führen. (Lies Neh.4,6-12.) Woher bekommen wir Kraft, um Lasten zu tragen? Wir bekommen sie aus dem Vertrauen auf Jesus, aus dem Gebet, dem Lesen in seinem Wort, dem Blicken auf ihn. Treffend hat es M.Siebald formuliert: „Auch der Schwächste kann tragen, was andre bedrückt, wenn er selbst sich von Gott tragen lässt.“ (Lies Jes.53,4; Ps.68,20.)

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Mittwoch,26.Juni Galater 6,2; Römer 15,1. Galater 6,2; Römer 15,1.

„Lasten gibt es genug; jeder trägt sein Paket von den Sorgen und Ängsten der Zeit. Es gibt Arbeit, die über die Kräfte geht, es gibt Schuld, Hass und Lieblosigkeit“ (M.Siebald). Das kennzeichnet die heutige Situation, in der wir leben. In Jesus jedoch haben wir Kraft zum Tragen, und Kraft zum Ertragen. Vielleicht leben oder arbeiten wir mit einem Menschen zusammen, mit dem wir uns nicht verstehen. Man redet aneinander vorbei, und die Folge sind endlose Missverständnisse. Das wird zu einer fast unerträglichen Last. Wir wollen sie abschütteln, aber wir schaffen es nicht. Wir können auch nicht einfach davonlaufen oder eine andere Arbeitsstelle annehmen. Oft ist es notwendig, dass wir Schwierigkeiten ertragen und darunter bleiben. Gott will an uns etwas tun. Vielleicht sollen wir Geduld lernen oder Selbstbeherrschung, Liebe oder Demut. Es kann uns nur zum Besten dienen, wenn wir uns darin üben, den oder die Betreffende unseres Ärgernisses immer wieder zu umbeten und für sie zu danken. (Lies Ps.109,4.) - Und wie ist das, wenn jemand an einer Krankheit leidet und daran schwer trägt? Unser Herr hat manchem die Last einer Krankheit zugemutet. In der Regel können wir keine Antwort geben, warum es so ist. Wenn wir die Last der Krankheit mit Jesus tragen, werden wir erleben, dass er uns mitsamt unserer Last trägt, ja, dass er uns in unserer Krankheit segnet und wir auch andere segnen können. (Lies Matth.5,4; 2.Kor.1,3.4.) „Es ist unvorstellbar, welche Kraft Gott für uns bereithält. Paulus schreibt im Epheserbrief, dass wir mit derselben Kraft rechnen dürfen, mit der er Jesus von den Toten auferweckte. Mit anderen Worten: Wenn es darum geht, dass Gottes Kraft in unserem Leben zur Geltung kommt, dann gibt es keine Grenzen... Herr, ich bitte dich, dass deine Kraft in meinem Leben wirkt“ (J.Eareckson-Tada). (Lies Eph.1,18-20.)

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Donnerstag,27.Juni Psalm 57,2; 59,17.18. Sprüche 18,10; Psalm 59,17.18.

Wir haben eine Zuflucht in jedem Sturm und Not

Zuflucht sucht nur, wer in eine Lage geraten ist, die ihn hilflos und schutzbedürftig macht. Was ihm bisher Halt und Sicherheit gab, ist nicht mehr da. Er muss sich Herausforderungen stellen, die ihm zu groß sind. In Europa haben wir zwar noch keinen Krieg, aber eine plötzliche Kündigung nimmt uns den Arbeitsplatz, eine Krankheit legt uns lahm, eine Ehe zerbricht oder Kinder brechen aus. Vieles kann uns in Not stürzen, auch eigene oder fremde Schuld. Wenn wir Jesus kennen, haben wir eine Zuflucht, denn „der Name des Herrn ist eine feste Burg. Der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt“ (Spr.18,10). Wie leicht ist dieser Zufluchtsort zu erreichen. Von überall und zu jeder Zeit kann der Name Jesu angerufen oder im Glauben ausgesprochen werden. Und sogleich befinden wir uns in seinem Schutzraum. „Er deckt mich in böser Zeit, ... er birgt mich, ... erhöht mich auf einen Felsen.“ (Lies Ps.27,1-3; 28,1.6-9; 91,1.2.14-16.) Jesus selbst bekam auf Erden die ganze Feindschaft der Welt zu spüren. Aber er widerstand dem Bösen und wies den Satan ab, er ließ sich nicht aus dem Schutzraum seines himmlischen Vaters locken. (Lies Matth.4,1-11.) Deshalb kann er den Seinen Schutz und Zuflucht sein, wenn sie in Not geraten. Ohne Jesus bliebe uns nur der „Strohhalm“, an den wir uns klammern, der aber keine Hilfe ist. (Lies Ps.118,5.14; 62,6-9.) Wir gehen anders durch Zeiten der Bedrängnis, wenn wir uns bei Jesus bergen. Schade, dass wir uns manchmal so verhalten, als hätten wir diese Zuflucht nicht. Als die Jünger auf dem See Genezareth in einen heftigen Sturm gerieten, arbeiteten sie verzweifelt und wurden mit der Lage doch nicht fertig. Als sie aber Jesus anriefen, der bei ihnen im Boot war, „stand er auf und bedrohte den Wind... und es entstand eine große Stille“. (Lies Mark.4,35-41; Ps.145,18.)

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Freitag,28.Juni Psalm 91,4.9; Psalm 46,1-6.

„Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln ... Der Herr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht!“ Was bedeutet es doch, wenn wir sagen können: Meine Zuflucht ist der Höchste! Nicht irgendjemand. Niemand und nichts kann sich je über ihn, die höchste Majestät, erheben. „Unser Gott wohnt im Himmel, er kann machen, was er will.“ Niemand kann ihm wehren, alle Macht und alle Gewalt sind in seinen Händen. In allen Problemen, bei Fragen, Ängsten und bei kritischer Selbstprüfung habe ich eine Zuflucht - der Höchste ist meine Zuflucht. Ein Ausleger nennt diesen Zufluchtsort „die Schutzsphäre, die Gott selbst mit seiner Gegenwart garantiert“. „Eine Zuflucht ist der alte Gott, und unter dir breitet er ewige Arme aus.“ Können wir uns das vorstellen? Die Flucht zu ihm endet in seinen Armen. „Herr, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (Ps.90,1.2; lies 5.Mose 33,26.27; Ps.61,1-5; 143,8.9). Drei Missionarinnen befanden sich in der Hand von Rebellen. Die Lebensmittel gingen zu Ende, nichts besaßen sie, und auf Freilassung war nicht zu hoffen. Aber sie hatten einen Vorrat von immer gültigen Gottesworten bei sich. „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns betroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht.“ „Du sollst dich nicht fürchten vor dem Schrecken der Nacht.“ „Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.“ Diese Worte beruhigten ihr erregtes Gemüt und brachten sie zurück zum Festhalten an ihrem lebendigen und nahen Herrn. Immer wieder betonten sie nach ihrer Freilassung: „Verliere alles, nur nicht die Zuversicht auf den Herrn. Tu dem Teufel nicht den Gefallen, dass du an Gott und seiner Liebe zweifelst!“ „Andre Zuflucht hab ich keine; zagend hoff ich nur auf dich. Lass, o lass mich nicht alleine, hebe, Herr, und stärke mich!“ (Lies Jer.16,19a; 36,26; Ps.34,8; Hebr.10,35.39.)

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Samstag,29.Juni Psalm 16,5-7; Römer 8,16.17. Psalm 16,5-7; 4.Mose 18,20.

Wir haben dort ein Erbe, so reich und wundersam

Mit dem Erbe wird uns ein unverdient großes Geschenk zugesprochen, das wir durch Eigenleistung niemals erwerben könnten. So gab Gott dem Volk Israel das Land Kanaan als Erbe (3.Mose 20,24). Der einzige Stamm, der kein Erbteil an Land erhielt, war der Stamm Levi. Zu Aaron, dem ersten Hohenpriester, sagte Gott: „Ich bin dein Teil und Erbe.“ Das galt für alle Leviten, denn sie waren für den Tempeldienst bestimmt. Gott selber wollte ihr größter Besitz sein und ihr Denken vom Sorgen um das Irdische befreien. (Lies 4.Mose 18,20; 5.Mose 10,9; Hes.44,28.) „Ich bin dein Erbe“, das steht im Hintergrund der Aussage, die David in Psalm 16 macht: „Der Herr ist mein Gut und mein Teil! Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land; mir ist ein schönes Erbteil geworden.“ Welch ein Glück spricht aus diesem Wort! Gottes Kinder gehören nicht zu den Zu-kurz-Gekommenen oder Benachteiligten. Paulus erkannte den überragenden Wert von Jesus Christus, der ihm vor Damaskus begegnet war: „In Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm.“ „Was ich früher als großen Gewinn betrachtet habe, ist mir Verlust, seitdem ich Christus kenne. Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis von Christus Jesus, meinem Herrn“ (Kol.2,9; Phil.3,7.8; lies 2.Kor.8,9; 9,15). Versuchen wir unser Leben mit irdischen Reichtümern auszufüllen, bleibt in uns ein letztes Unbefriedigtsein, eine Sehnsucht und eine innere Leere. Die Schätze dieser Welt, auf die wir unser Vertrauen setzen, tragen den Stempel, dass „Motten und Rost sie fressen und Diebe nachgraben und sie stehlen“ (Matth.6,19.20). Wie tief neigt sich der allmächtige Gott herab, dass er selbst das Erbteil der Seinen sein will. In ihm haben wir alles, was wir brauchen, ja, wir haben unendlich viel mehr! (Lies Joh.10,10b; Ps.63,4-7.)

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Sonntag,30.Juni Hebräer 1,2; Galater 4,4-7.

„Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn.“ „... den hat er eingesetzt zum Erben über alles!“ Jesus ist der Haupterbe und seine Erbschaft teilt er mit allen, die durch ihn Kinder Gottes geworden sind. „So viele ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ „Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben von Jesus Christus“ (Joh.1,12; Röm.8,17; Gal.3,29). Kindschaft schließt Erbschaft ein. Wem Gott Kindesrecht schenkt, den macht er auch zum Erben aller seiner Güter, dem gibt er Anteil an dem Reichtum seiner Herrlichkeit. Paulus fordert die Christen in Thessalonich auf, „des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem eigenen Reich und zu seiner eigenen Herrlichkeit berufen hat“ (1.Thess.2,12). - Noch warten wir darauf, unser himmlisches Erbe anzutreten. Es wird im Himmel für uns aufbewahrt. (Lies Jak.2,5; 1.Petr.1,3-9; 2.Kor.5,1-9.) Die Verfasser der Bibel beschreiben uns nicht in Einzelheiten, wie unser Erbe aussieht. Unserer Vorstellungskraft sind mit dem Diesseits Grenzen gesetzt. Die Ewigkeit bleibt unvorstellbar. Dennoch ist unser himmlisches Erbe nichts Unbestimmtes oder Unsicheres. Es wird unbeschreiblich und unaussprechlich herrlich sein. In freudiger Zuversicht dürfen wir darauf zuleben. Der bekannte Naturforscher Isaac Newton sagte einmal: „Wir müssen das Evangelium nicht lesen wie ein Notar ein Testament liest, sondern so, wie es der rechtmäßige Erbe liest. Der Notar liest es mit juristischem Sachverstand, aber ohne Herz. Wie anders der Erbe: Er sagt sich bei jedem Satz voller Freude und Jubel: Das ist für mich, das ist alles für mich!“ (A.Kühner). „Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, auf dass sie meine Herrlichkeit schauen.“ (Lies 1.Petr.5,10.11.)

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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