GOTT KOMMT MIR MIT SEINER GNADE ENTGEGEN

Montag,1.Juli Psalm 59,2-5.10.11.17.18; Klagelieder 3,22.23.

Das Wort aus Psalm 59,11 kann auch übersetzt werden: „Gott kommt mir mit seiner Gnade entgegen.“ Wenn wir einen schwierigen Weg vor uns haben, hilft uns das Wissen, dass uns jemand auf diesem Weg entgegenkommt. In Davids Leben gab es viele solcher Wegstrecken. Psalm 59 wird in manchen Bibeln als ein „Gebet mitten unter Feinden“ bezeichnet. Und doch bleibt Davids Blick nicht auf die Feinde geheftet, die ihn umringt haben. Er sieht weiter, übersieht sie sozusagen. Er blickt auf Gott und vertraut darauf, dass Gott ihm mit dem entgegenkommt, was er in seiner Situation braucht. (Lies Ps.18,28-32.50.51a; 31,20; 103,11.) Was wir auf unseren Wegen am meisten brauchen, ist Gottes Gnade. Gnade gründet im Erbarmen Gottes, das sich aus der Höhe und Herrlichkeit in unsere Tiefe und Dunkelheit herabneigt. „Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen.“ „Aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es!“ Den Christen in Korinth schrieb Paulus: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen“ (Tit.2,11; 3,7; Eph.2,8.9; 1.Kor.15,10). Gottes Gnade reicht aus zum Leben und zum Sterben. „Meine Gnade ist genug für dich“, sagte der Herr zu Paulus, als er um Gesundheit und Kraft bat (2.Kor.12,9). Weil Gott sich uns gnädig zuwendet, gibt er uns alles, was wir für den heutigen Tag und für alle Tage unseres Lebens brauchen. (Lies Phil.4,13.19; Ps.23,1-3.)

Sein Lieben ist ewig, die Gnad unermesslich,

sein Können versagt nie, allmächtig ist er;

denn aus dem unendlichen Reichtum in Jesus gibt er,

gibt er wieder und gibt er noch mehr.

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Dienstag,2.Juli Psalm 59,10.11; Psalm 37,5.

Es gibt eine Karte, die von fünf verschiedenen schwierigen Wegstrecken spricht. Da ist von einer steilen Wegstrecke die Rede, auf der man viel Kraft braucht. Auf einer dunklen Wegstrecke hält man Ausschau nach Licht und Orientierung. Auf einem bitteren Wegabschnitt braucht man Trost. Eine einsame Strecke kann in uns den Gedanken wecken, verlassen und von niemandem geliebt zu sein. Ein gefahrvoller Weg kann in Sieg oder Niederlage enden. Doch die Bibel sagt, dass Gott unsere Wege kennt und sieht. „Ich habe das Elend meines Volkes gesehen...“ (Lies Hiob 31,4; 34,21; 1.Kön.19,7; Spr.5,21; Jer.32,19.) Zu den verschiedenen Wegen, die auf der Karte genannt werden, finden wir im Wort Gottes Zeugnisse von Menschen, die erlebt haben: „Gott kommt mir mit seiner Gnade entgegen“ - auf steilen Wegen mit seiner Kraft, auf einem dunklen Weg mit seinem Licht, auf einem bitteren Weg mit seinem Trost, auf einem einsamen Weg mit seiner Liebe und auf einem gefährlichen Weg mit seinem Sieg. (Lies Ps.27,1-14.) Wenn wir Davids Leben betrachten und seine Aussagen lesen, entdecken wir Erfahrungen, die Parallelen zu unseren Wegen darstellen. Zwar leben wir in einer völlig anderen Zeit und üben auch nicht das Amt eines Königs aus. Wir sind Menschen des Neuen Bundes. Aber das Menschenherz ist durch alle Zeiten hindurch dasselbe geblieben, und die Lebenssituationen gleichen sich vielfach. Zu unserem Glück ist der Herr derselbe geblieben wie zu den Zeiten Davids. Er sagt: „Ich, der Herr, wandle mich nicht, und auch ihr Menschen habt euch nicht verändert“ (Mal.3,6). Wie David sind auch wir angewiesen auf Gottes Gnade. Wie gut zu wissen, Gott kommt uns mit seiner Gnade entgegen. Auch heute wird er es tun. (Lies Ps.84,12; 89,2.3.18.29; 119,124.149; Jes.63,7.)

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Mittwoch,3.Juli 1.Samuel 17,1-54.

1. Gott kommt mir auf einem steilen Weg entgegen mit seiner Kraft

Ein Weg, der steil nach oben führt, verlangt uns eine große Anstrengung ab. Im übertragenen Sinn trifft das auf manchen Abschnitt unseres Lebensweges zu. Vielleicht erinnern wir uns an eine solche Wegstrecke, von der wir im Rückblick sagen: Das war eine Zeit, die mich viel Kraft gekostet hat. Vielleicht erlebt jemand jetzt gerade eine schwere Zeit, die ihm wie ein steiles Wegstück erscheint. Zeiten dieser Art, in denen viel von uns gefordert wird, in denen wir an unsere Grenzen kommen, fürchten wir mit Recht, weil uns fragende Gedanken quälen können: Ich schaffe das nicht. Meine Kraft reicht nicht, wie soll ich das nur bewältigen? (Lies Ps.38,11.12.) Eine steile Strecke hatte David einmal zu bewältigen, als Israel sich in Not befand. Er war noch unerfahren, und niemand hatte ihm aufgetragen, diesen Weg zu gehen. Doch seine Entscheidung stand fest, weil die Ehre Gottes auf dem Spiel stand. Der Spott Goliats über das Heer der Israeliten und über den Gott seines Volkes wirkte wie das Startzeichen bei einem Lauf. Im Lager der Israeliten hatte sich Mutlosigkeit breit gemacht. Keiner wagte es, gegen diesen Riesen zu kämpfen. Wenn man auf Goliat sah, so schien der Kampf von vornherein aussichtslos zu sein. David aber schaute über den Riesen hinweg, hinauf zu Gott. Gegenüber dem allmächtigen Gott schrumpfte die Größe und Kraft Goliats auf die eines Zwerges. David war sich darüber klar, worauf er sich einließ, wenn er mit Goliat den Zweikampf aufnahm. Aber er vertraute auf Gott, der sich seiner bereits angenommen hatte. „Dein Knecht will gehen und mit diesem Philister kämpfen. Der Herr, der mich von dem Löwen und Bären errettet hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister.“ (Lies Ps.18,30-37; Jes.40,26-31.)

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Donnerstag,4.Juli 1.Samuel 17,32-50; Psalm 118,6.

David wusste, dass er mit seiner eigenen Kraft den Riesen Goliat nicht besiegen konnte. Die Aufgabe war ihm eigentlich zu groß, aber in seinem Herzen war die Entscheidung gefallen - „ich will gehen und mit diesem Philister kämpfen“. Aus Liebe zu Gott war er bereit, sein Leben einzusetzen. Wenn wir uns dem Herrn zur Verfügung stellen, brauchen wir nicht stark zu sein, weil er stark ist. „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und handeln.“ (Lies 1.Sam.14,6; 2.Chron.20,12; 32,7; Hebr.11,33.) Ehe David den Weg zum Kampf beschritt, gab es eine gefährliche Stolperstelle für ihn. Sein Bruder Eliab fuhr ihn zornig an und beschuldigte ihn der Vermessenheit und eines bösen Herzens (V.28). David war in die Entscheidung gestellt, ob er der Verletzung durch Worte Raum geben und entsprechend reagieren sollte. Er tat es nicht, sondern blieb empfangsbereit für die Gnade und Kraft Gottes, um mit einem reinen Herzen den Kampf aufzunehmen. Sein Inneres war so erfüllt von der großen Aufgabe, bei der es um die Ehre des Gottes Israels ging, dass ihm das Kleine - seine eigene Ehre - völlig unwichtig war. Gott kam David auf seinem Weg entgegen und schenkte ihm Weisheit, Kraft und Sieg. „David überwand den Philister mit Schleuder und Stein und traf und tötete ihn.“ (Lies Ps.138,3; 118,14-17.) Mit Gottes Kraft überwand David noch andere steile Wegstrecken, für die er sich nicht entschieden hätte, wenn Gott ihn nicht so geführt hätte. Bei manchen Wegen, die wir zu gehen haben, würden wir uns ebenfalls lieber anders entscheiden, weil sie viel Kraft kosten und nicht zu überblicken sind. Und doch liegt in dem, was der Herr für uns geplant hat, eine wunderbare Gelegenheit, ihm zu vertrauen und sein Helfen neu zu erleben. (Lies Ps.31,20; 125,1; Jes.26,4.)

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Freitag,5.Juli Psalm 59,2-5.10.11; Jesasja 50,10.

2. Gott kommt mir auf einem dunklen Weg entgegen mit seinem Licht

Wenn wir in der Dunkelheit ohne Licht gehen müssen, werden unsere Schritte unsicher. Wir sehen den Weg nicht und fürchten uns. Immer wieder erleben wir Zeiten, in denen wir nicht wissen, wie es weitergehen kann und weitergehen wird. Eine dunkle Zeit besonderer Art war es für David, als er von Saul verfolgt wurde. Am Anfang von Psalm 59 finden wir den Hinweis, dass David den Psalm betete, „als Saul hinsandte und sein Haus bewachen ließ, um ihn zu töten“. Andere Psalmen Davids enthalten ähnliche Anmerkungen. (Lies Ps.52,1.2; 54,1.2; 56,1.2; 57,1.2.) Erstaunlicherweise enden diese Psalmen nicht in der Verzweiflung, sondern im Vertrauen, in das sich David aus Hilflosigkeit und Angst hineingebetet hat. „ Siehe, Gott steht mir bei, der Herr erhält mein Leben.“ „Ich aber will zu Gott rufen, und der Herr wird mir helfen.“ „Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich. Ich will Gottes Wort rühmen, auf Gott will ich hoffen und mich nicht fürchten.“ „Ich habe dir, Gott, gelobt, dass ich dir danken will, denn du hast mich vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, dass ich wandeln kann vor Gott im Licht der Lebendigen.“ „Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.“ „Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte, denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not“ (Ps.54,6; 55,17; 56,4.5.13.14; 57,3; 59,17). David rechnete immer mit Gott, selbst dann, wenn er nicht sehen konnte, wie sein Weg weiterging. Sollten wir David nicht zum Vorbild nehmen? „Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem“ - oder wovor - „sollte ich mich fürchten?“ (Lies Ps.27,1-14.)

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Samstag,6.Juli Psalm 84,12; 23,1-6.

Wenn wir dem Herrn auf einer dunklen Wegstrecke vertrauen, gleicht unser Vertrauen einem Licht in der Finsternis. In seinem Hirtenpsalm spricht David davon: „Ob ich schon wandern muss im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.“ „Diesem Satz geht das Reden Davids voraus von der rechten Straße und von der guten Führung. Nun fügt er hinzu, dass sein Weg mit Gott auch durch dunkle Täler führt. Dunkle Täler - wer von uns kennt sie nicht aus eigener leidvoller Erfahrung? Es ist so vieles, was uns zum finsteren Tal werden kann. Das kann eine schwere Krankheit sein, die harte Hand des Todes, die in unsere nächste Umgebung eingegriffen hat, Rückschläge und Enttäuschungen mit Menschen, vielleicht mit den allernächsten... - Täler, in denen uns Gottes Führung dunkel und rätselhaft wird. Auch der Weg an der Seite Gottes, auch die ‚rechte Straße‘ ist oft genug ein Weg durch Rätsel und Dunkelheiten. David machte gerade in dieser Lage die Erfahrung: Mitten in den Dunkelheiten und Rätseln meines Lebensweges hält und umfängt mich die Hand des guten Hirten. Und genau an dieser Stelle wechselt in seinem Gebet die Rede von der dritten in die zweite Person. Jetzt, wo es dunkel ist, geht es auf einmal ‚per Du‘: ‚Du bist bei mir.‘ - Unser ganzes Leben dürfen wir in diese starke Hand befehlen“ (Th.Sorg). In diesen Tagen schrieb uns ein Ehepaar von seinem Erleben mit dem „alten Liedvers“: „Wenn ich auch gar nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht! - Der Herr hat uns in den letzten Monaten begleitet. Wir lernen gerade (langsam), dass er einen Weg finden wird, den wir gehen können, auch wenn für uns vieles im Dunkel liegt.“ (Lies Jes.60,20; Micha 7,7.8.)

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Sonntag,7.Juli 2.Samuel 15,1-14.30; Psalm 16,8.

3. Gott kommt mir auf einem bitteren Weg entgegen mit seinem Trost

Bitter ist das Gegenteil von süß und angenehm. Eine bittere Arznei schlucken wir im Kampf gegen die Krankheit. Bei manchem Bitteren aber möchten wir am liebsten sagen: Das schlucke ich nicht, dagegen wehre ich mich. - Es war für David bitter, als er die Botschaft bekam: „Jedermanns Herz in Israel hat sich Absalom zugewandt.“ Der eigene Sohn hatte ihn hintergangen. David musste aus Jerusalem fliehen. Er weinte, aber er wurde nicht bitter. Das erkennen wir an seiner Aussage: „Werde ich Gnade finden vor dem Herrn, so wird er mich zurückbringen. Siehe, hier bin ich, er mach’s mit mir, wie es ihm wohlgefällt“ (V.25.26.30). Ein bitteres Erleben muss nicht zur Bitterkeit im Herzen führen. Wir müssen jedoch wachsam sein, denn schnell wächst eine „bittere Wurzel“ heran, wenn wir eine bittere, schmerzliche Erfahrung nicht bejahen. „Seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie unrein werden“ (Hebr.12,15). Dieses Wort zeigt, wie nötig wir Gottes Gnade brauchen, die der Herr für uns bereithält. Gottes Gnade nicht in Anspruch zu nehmen, kann schlimme Folgen haben für unser eigenes Herz und für andere, die mit uns zusammen leben. (Lies Eph.4,30-32; Jak.3,13-18; Jer.4,18.) David sah nicht nur seinen Sohn, der ihm diesen tiefen Schmerz zugefügt hatte, er sah vor allem Gott am Werk und nahm das Geschehen aus seiner Hand. Ein Ja zu bitteren Wegen ist das Heilmittel gegen Bitterkeit. Wir wollen beten: „Herr, wenn du uns Schweres, Bitteres auflegst, so hilf uns, dazu ja zu sagen und es in Geduld durchzustehen. Richte unseren Blick auf das Ziel, wo Leiden verwandelt wird in Herrlichkeit.“ (Lies 1.Sam.3,18; Hiob 1,21b; Joh.18,11; Apg.21,13.14.)

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Montag,8.Juli 2.Samuel 15,25.26; Jesaja 51,3.

„Der Herr tue mit mir, wie es ihm gefällt.“ Fällt es uns nicht manchmal schwer, alles aus Gottes Hand zu nehmen, besonders das Unrecht, das Menschen uns antun? Aber der Herr möchte bei seinen Kindern eine andere Haltung sehen, denn er weiß um das Geschehen, er hat es zugelassen. Pfarrer Paul Schneider, der sich weigerte, dem Regime Adolf Hitlers Gehorsam zu leisten, musste seine Frau und seine sechs Kinder verlassen. Er wurde in das KZ Buchenwald gebracht. Von dort schrieb er seiner Frau: „Der göttliche Plan ist fehlerfrei. Wie wir es bis heute getan haben, so wollen wir es auch in Zukunft halten: Wir wollen auf Gott allein trauen, in Demut und Geduld von ihm allein alles erwarten und ihn allein lieben, ihn fürchten und ehren von ganzem Herzen. Gott wird mit uns sein... Seid getröstet und treu im Glauben und fürchtet euch nicht... Neue Leiden sollen uns neue Erfahrungen mit unserem Gott bringen und neuen Glanz.“ (Lies Ps.18,31a; 77,14.20.21; Röm.8,28.29.) Gott kann Bitteres in Segen wandeln, uns zum Gewinn werden lassen. Zu einem inneren Verlust wird jedes Leid, wenn wir uns der Bitterkeit öffnen. - David blickte auf den Herrn und erlebte Gottes Trost und Fürsorge. Selbst auf dem bitteren Fluchtweg vor Absalom kam Gott ihm entgegen. Er empfing Trost durch die Treue Ittais aus Gat, der mit ihm zog, während zugleich Ziba, ein Knecht Mefi-Boschets, ihm und seinen Getreuen mit Nahrungsmitteln entgegenkam. Das wird David wie ein Gruß aus Gottes Hand gewesen sein. (Lies 2.Sam.15,19-21; 16,1.2; Ps.34,9.) Zu unserer Ermutigung wurde dieses Erleben Davids festgehalten (Röm.15,4). Sollten wir gerade auf bitteren Wegen gehen, so wollen wir bedenken: Gott gibt nicht immer, was wir uns wünschen, aber er verlässt uns nicht. (Lies 1.Mose 28,15; Ps.115,12; Matth.6,32; 1.Petr.5,7; Hebr.13,5b.6.)

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Dienstag,9.Juli Psalm 32,1-11; 51,1-11.

4. Gott kommt mir auf einem einsamen Weg entgegen mit seiner Liebe

Kennen wir einsame Wegstrecken? David kannte sie, darum betete er: „Sei mir gnädig, denn ich bin einsam und elend.“ Aber er machte eine wunderbare Erfahrung und gab sie weiter: „Er ist ein Gott, der die Einsamen nach Hause bringt und der die Gefangenen herausführt“ (Ps.25,16; 68,7). Aus Liebe zu uns will Gott uns aus der Einsamkeit herausholen. Davids einsamste Wegstrecke - die Gemeinschaft zwischen ihm und seinem Gott war zerbrochen - war jene Zeit, in der er vor Gott und den Menschen seine Schuld verbergen wollte. „Als ich es verschweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.“ Eine Sünde zog die andere nach sich. (Lies 2.Sam.11,1-27.) David wollte alles geheim halten und so erlebte er: „Eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch.“ Nichts macht so einsam wie Sünde, die zwischen dem Herrn und uns steht. Sünde führt in die Isolation. Sie wird nicht dadurch aus der Welt geschafft, dass wir sie einfach ignorieren und so tun, als ob nichts geschehen wäre. Sünde kann nur hinweggetan werden, wenn wir sie offen bekennen - am besten vor einem Seelsorger -, auch wenn das schmerzlich ist. „Gott ist Licht, und gar keine Finsternis ist in ihm.“ Wenn wir nicht weiterhin einsam und isoliert leben wollen, müssen wir uns dem göttlichen Licht stellen. Wie liebevoll lädt uns der Prophet Joel ein, Gottes vergebende Liebe in Anspruch zu nehmen: „Auch jetzt noch, kehrt um zu dem Herrn! ... Der Herr ist gnädig und barmherzig und von großer Güte.“ (Lies Joel 2,12.13; Ps.130,2-4; Jes.1,18.) Wenn jemand sich durch eigene Schuld auf einem einsamen Weg befindet: „Kommt, lasst uns wandeln im Licht des Herrn!“

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Mittwoch,10.Juli 1. Samuel 24,1-8; 1.Korinther 15, 57.

5. Gott kommt mir auf einem gefahrvollen Weg entgegen mit seinem Sieg

Ein Entgegenkommen besonderer Art erlebte David während der Verfolgung durch König Saul. Mit dreitausend Mann war Saul ausgezogen, um David gefangen zu nehmen. Das bedeutete, dass sein Leben in größter Gefahr war, und deshalb floh er. Dabei geriet David in eine nicht voraussehbare innere Gefahr. Saul trat unvermutet allein in die Höhle, in der sich David mit seinen Männern versteckt hielt. Das schien die einmalige Gelegenheit für David zu sein, womöglich vom Herrn vorbereitet, sich für immer von seinem Feind zu befreien. Als er heimlich einen Zipfel von Sauls Oberkleid abschnitt, schlug ihm das Herz. Noch rechtzeitig erkannte er die Gefahr. Was so einleuchtend erschien, war aber gänzlich gegen Gottes Willen. Auch wenn Davids Männer sagten: „Diese Gelegenheit hat dir Gott gegeben“, wusste David: Gott widerspricht sich nicht. Er hatte das Gebot Gottes vor Augen, das für ihn richtungsweisend blieb: „Gott sollst du nicht lästern und einem Obersten aus deinem Volk sollst du nicht fluchen“ (2.Mose 22,27). Hätte David danach gehandelt, was in den Augen seiner Männer richtig war, dann hätte er sich gegen Gottes Anruf in seinem Gewissen entschieden. Das Leben eines Menschen liegt allein in Gottes Hand. Wichtiger als das Ende seines Flüchtlingselends war in dieser Situation der Gehorsam Gott gegenüber. (Lies 1.Mose 39,9b; 1.Sam.15,22; Apg.5,29.) Wie ernst nehmen wir es mit dem Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber, wenn wir in einer brenzligen Lage unseren Vorteil für uns sehen und Menschen uns noch zureden, ihn zu nutzen? „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt, der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“ (Matth.26,41; lies Spr.18,10; Apg.20,31; 1.Petr.5,8).

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Donnerstag,11.Juli 1.Korinther 15,57; Prediger 12,13.

In der Stunde der gefährlichen Versuchung siegte David. Er sprach ein klares Nein zur Sünde. Er ließ sich nicht durch fromme Argumente täuschen. Er konnte seinen Weg Gott überlassen. „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird es recht machen.“ (Lies Micha 6,8; Jer.17,5.7; Ps.16,8.) Es war nicht Davids Verdienst, es war die Güte Gottes, die David hellhörig machte, nachdem er den Zipfel abgeschnitten hatte. „Da schlug David das Herz“ (1.Sam.24,6). Gottes Warnsignal erreichte ihn rechtzeitig. Auf viele verschiedene Weisen kann der Herr die Seinen vor verkehrten Wegen bewahren. Vielleicht geschieht es auch bei uns, dass uns das Herz schlägt. Vielleicht erinnert der Geist Gottes uns gerade jetzt an etwas, was nicht nach seinem Willen verlief. Man kann sein Gewissen verhärten, indem man die Warnungen übergeht oder die Maßstäbe, die heute in der Welt gelten, vor die Maßstäbe Gottes setzt. „Hütet euch davor, euch den Regeln und Sitten anzugleichen, die in dieser Welt gelten.“ Diese Gefahr war schon zu Davids Zeit da, nicht erst heute. Je nachdem, wie empfangsbereit wir für Gottes Warnungen sind, werden sie leiser oder deutlicher sein. - Wenn Gott uns an seine Gebote erinnert, wird uns die Entscheidung nicht abgenommen, aber wir haben Wegweisung bekommen: „Dies ist der Weg, den geht.“ Wenn wir uns entscheiden, ihm zu glauben und zu gehorchen, ist die Macht der Sünde gebrochen. So wird Sieg in schwierigsten Situationen möglich, denn Jesus hat auf Golgatha gesiegt über alle Machenschaften des Feindes. „Der Sieg kommt von dem Herrn!“ Seinen vollbrachten Sieg wollen wir dankend in Anspruch nehmen. „Danke, Herr, dass ich jetzt tun kann, was dein Wort sagt, auch wenn der andere Weg verlockender erscheint. Danke, dass ich zur Sünde nein sagen kann.“ (Lies Röm.7,24.25; 8,37; 12,21; Offb.3,12.)

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Freitag,12.Juli Jesaja 43,1-5a; Matthäus 14,22-27.

„Mein Gott kommt mir mit seiner Gnade entgegen.“ Im Neuen Testament lesen wir, wie Jesus seinen Jüngern sichtbar entgegenkam, als sie in bedrohlicher Lage seine Hilfe dringend brauchten. Eine stürmische Nacht - ohne Jesus im Boot - brachte die Jünger in Not, sodass sie hoffnungslos und der Verzweiflung nahe waren, als schließlich Jesus zu ihnen kam und sprach: „Fürchtet euch nicht, ich bin’s!“ Sein „Fürchte dich nicht“ enthält seine Fürsorge und tröstende Zusage, dass er alles Lebensnotwendige für die Seinen hat. - Kam der Herr Jesus uns nicht schon oft mit seiner Gnade entgegen? Stärkte er uns nicht in der Schwachheit? War seine Nähe nicht das Licht in der Dunkelheit? Wenn sich Bitterkeit im Herzen festsetzen wollte, hat er uns nicht zurechtgeholfen? Wurde nicht seine vergebende Liebe die Rettung aus der Einsamkeit? Schenkte er uns nicht seinen Sieg in der Stunde der Versuchung? Wir wollen es ganz persönlich für uns hören: „Fürchte dich nicht, ich helfe dir!“ (Lies Jes.41,10.13.14.) Es wird auch in der Zukunft steile Wegabschnitte geben, die viel Kraft kosten, es werden die dunklen Strecken nicht ausbleiben, Bitteres wird uns begegnen, und Menschen werden uns enttäuschen, auch die Versuchung zur Sünde wird kommen. Auf der am 2.Juli genannten Karte finden wir folgenden Text: „Was auf uns zukommen wird, ist uns verborgen: Freude oder Trauer, Schönes oder Schweres. Doch eines ist gewiss: Gott kommt uns immer als Erster entgegen. Wir wollen es nicht vergessen – heute und morgen und übermorgen nicht: Er ist der Entgegenkommende! Seine Gnade genügt!“ Sie genügt auf jeder Wegstrecke, in jeder Lebenslage. „Von seiner Fülle haben wir genommen Gnade um Gnade“, so schreibt der Jünger Johannes (Joh.1,16).

Nimm! Er steht da mit geöffneten Händen, nimm aus der Fülle, die Jesus dir gibt,

Gnade um Gnade, er will sie dir spenden, nicht, weil du’s wert bist, nein, weil er dich liebt!

E.Müller

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JAKOB SEGNET SEINE SÖHNE

Samstag,13.Juli Römer 15,4; Sprüche 19,21.

Wie vieler Leben gleicht dem des Patriarchen Jakob. Darum ist er manchen vertraut. Wir wollen uns ausschnittsweise mit Jakobs Leben beschäftigen, um zu verstehen, welche Bedeutung seine letzten Stunden auf Erden für ihn hatten. Der Schreiber des Hebräerbriefs führt sie als Beweis für Jakobs Glauben an. „Durch den Glauben...“ segnete er die beiden Söhne Josefs, sprach er ein letztes persönliches Wort über seine zwölf Söhne (1.Mose 48; 49). Jakob war ein Mann der rastlosen, ununterbrochenen Tätigkeit, und doch ein Mann des Glaubens. Es gibt kaum eine Begebenheit in seinem Leben, die nicht seine Glaubenseinstellung erkennen lässt; daneben aber ist er am Werk, Gott mit klugen Machenschaften zu Hilfe zu kommen. Sein Glaube verlangt nach dem Segen des Vaters - seine Angst sucht ihn auf dem Weg des Betrugs zu erlangen (1.Mose 27). Sein Glaube begehrt das verheißene Land - seine Angst drängt ihn, diplomatische Vorkehrungen zu treffen (1.Mose 32). Überlegte und handelte Jakob, ehe er betete? Der Glaube kennt einen besseren Weg: „An dem Tage, da ich mich fürchte, vertraue ich auf dich!“ Alles Planen brachte Jakob nicht zur Ruhe. Schließlich trieb ihn die Angst ins Gebet: „Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich fürchte mich vor ihm.“ So trat sein Glaube in Tätigkeit: „Du hast ja gesagt: Ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zählen kann an Menge.“ (Lies 1.Mose 32,1-31; 49,18.) Nicht nur Jakob schwankte zwischen Angst und Glauben, das ist eine Erfahrung, die wir heute auch kennen. Ebenso wie damals gilt auch immer noch: „An dem Tage, da ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt; in meiner Seele war Kraft.“ (Lies Ps.27,8-14; 34,4.5; 54,3-6.9; 55,23.24.)

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Sonntag,14.Juli Hebräer 11,1.2; Psalm 103,1-4.

In seinem Alter wurde Jakob innerlich wach für Gottes Willen. „Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen deine Pfade.“ Wie wichtig ist es, dass wir durch Gottes Geist erleuchtet werden und uns durch sein Wort bestimmen lassen, damit wir im Glauben handeln und nicht nach unserem Verstand oder unseren eigenen Wünschen. (Lies Gal.5,16.) Obwohl Jakob wie ein Flüchtling in Ägypten lebte, rechnete er mit Gottes Verheißungen und nahm die zukünftigen Segnungen für so gewiss, als ob sie schon sichtbar und greifbar wären (Hebr.11,13-16). Als Jakob die beiden Söhne Josefs segnete, betete er Gott an als den, der über allen Führungen seines Lebens wachte: „Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag, der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, der segne...“ (1.Mose 48,15.16). Schaute Jakob auf den Weg zurück, den Gott mit ihm gegangen war, dann wurde ihm überwältigend groß, wie Gott ihn sein Leben lang geführt hatte. Er hatte ihn durchgebracht und aus allem Unrecht herausgelöst, von allen Irrwegen zurückgebracht. (Lies Ps.23,1-6; Hes.34,11-16.) Es ist tröstlich, die Langmut Gottes im Leben Jakobs zu sehen. Was auch hinter uns liegen mag an Eigenwilligkeit und Versagen, es geht darum, dass wir heute Jesus vertrauen. Als ein Mann vor Jesus bekannte: „Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben“, da tat Jesus, was er von ihm bat (Mark.9,21-25). Er wird unserem Glauben antworten, sodass auch wir einmal bekennen können, dass der Glaube zum Sieg führt. (Lies Matth.8,5-11.13; Röm.4,17-22.)

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Montag,15.Juli 1.Mose 48,21; 49,1.2; Hebräer 10,35.

Jakob ging in seinem Leben durch viel Leid. Seine Söhne bereiteten ihm manchen Kummer mit ihren Eifersüchteleien, ihrer Zügellosigkeit und mit ihrer Bereitschaft zur Gewalt. Den wohl tiefsten Schmerz fügten sie ihrem Vater zu, als sie ihren Bruder Josef nach Ägypten verkauften und vorgaben, ein wildes Tier habe ihn getötet (1.Mose 37,12-35). Wenn auch die Söhne das wahre Schicksal Josefs vor ihrem Vater verbargen, vor dem „Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“ war alles offenbar. Er ließ aus der verabscheuungswürdigen Tat der Söhne eine Rettung für die ganze Jakobsfamilie werden. Ohne die Hilfe Josefs in Ägypten wären sie alle der Hungersnot zum Opfer gefallen. Josef spricht von Gottes Handeln: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen.“ (Lies 1.Mose 50,15-21.) Als Jakob in Ägypten war, blieb der Blick seines Herzens doch immer auf das verheißene Land Kanaan gerichtet. Er sah den Tag kommen, an dem die Nachkommen seiner zwölf Söhne in das Land ihrer Väter zurückkehren würden. Was Gott einmal versprochen hatte, vergaß er nicht. „Sein Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss“ (Ps.33,4). Es dauerte etwa 400 Jahre, bis aus den zwölf Söhnen zwölf Stämme und aus den zwölf Stämmen ein Volk wurde, das nach Kanaan zurückkehrte (Apg.7,6). – Auch wir müssen manchmal lange warten, bis eine Zusage eintrifft, die Gott gegeben hat. Aber die Erfüllung wird zur rechten Zeit kommen. Wir besitzen nichts, was so fest und gewiss ist wie das, was Gott uns in seinem Wort verspricht. (Lies 5.Mose 7,7-9; Ps.105,8-12; 119,38.)

Wohl, mein Herz, du kannst ihm trauen! Was er dir verheißen hat,

wirst du auch erfüllet schauen, kommt es auch nicht gleich zur Tat,

spart er’s oft auch weit hinaus, es wird doch ein Amen draus.

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Dienstag,16.Juli 1.Mose 49,1-4.28; Sprüche 8,32-36.

Als Jakob erkannte, dass sein Leben zu Ende ging, rief er seine zwölf Söhne zu sich, um jedem Einzelnen ein letztes persönliches Wort zu sagen. Diese letzten Worte machen offenbar, dass er seine Söhne gut kannte. Er stellte ihre Charaktereigenschaften, ihre Schwächen und Stärken ins Licht und sah mit prophetischem Blick, was einmal aus ihnen werden sollte. Jakobs letzte Worte über seine Söhne sind „gottgewirkte Aufschlüsse über ihre Zukunftsgeschichte“ (F.Delitzsch). So schwerwiegend waren diese Worte, dass Jakob sie zweimal zum Hören aufforderte: „Kommt und hört..., hört euren Vater Jakob“ (V.2; lies Spr.6,20-23). Zuerst wandte sich Jakob an Ruben. Er war sein erstgeborener Sohn. Damit hatte er eine Vorrangstellung vor allen seinen Brüdern und das Anrecht auf ein doppeltes Erbe. Seine Mutter Lea verband mit Rubens Geburt die Erwartung, dass Jakob sie nun lieben würde (1.Mose 29,31.32). Jakob dachte wohl, dass sein Erstgeborener einmal an seiner statt der Anführer der ganzen Familie würde. Beide wurden bitter enttäuscht. Lea erhielt nicht, was sie sich erhoffte, und Ruben brachte sich durch seine Leidenschaft um die Vorrechte des Erstgeborenen. So entsprach er nicht den Vorstellungen seines Vaters. - Wie viele unerfüllte Erwartungen gibt es auch in unseren Familien. Eltern erhoffen sich für ihre Kinder, dass aus ihnen einmal „etwas wird“, dass sie im späteren Leben eine gesicherte Position haben. Wie groß ist ihre Enttäuschung, wenn die Kinder sich anders entscheiden. Sie wollen nicht nach den Vorstellungen ihrer Väter oder Mütter leben, sondern ihre eigenen Erfahrungen machen. (Lies Spr.16,2.9; 23,26.) Das Gleichnis vom „verlorenen Sohn“ weist uns einen hilfreichen Weg: Der Vater ließ seinen Jüngsten ziehen, ohne ihm Vorhaltungen zu machen. Dann wartete er, sicher betend, auf seine innere Umkehr. So gewann er seinen Sohn zurück. (Lies Luk.15,11-13.20-24.)

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Mittwoch,17.Juli 1.Mose 49,3.4; Psalm 32,1-5.

Ruben war in eine schwere Sünde gefallen. In ungezügelter Leidenschaft hatte er sich an Bilha vergangen. Er und seine Nachkommen mussten die Folgen tragen (1.Mose 35,22; 1.Chron.5,1). Die Bibel warnt vor sexuellen Vergehen, denn sie zerstören die Beziehungen in der Familie wie auch unter Freunden und Kollegen. Leider „sind wir Zeugen eines in wenigen Jahrzehnten mit ungeheurer Wucht eingetretenen Verfalls" (G.Maier). Auch auf die Treue in der Ehe wird in unserer heutigen Zeit immer weniger Wert gelegt. Und wer von der „Enthaltsamkeit vor der Ehe“ spricht, trifft auf viel Unverständnis. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind „gesellschaftsfähig“ geworden. Die Bibel aber zeigt uns den anderen Weg. (Lies Röm.1,22-27; 1.Kor.5,1; 6,18-20; Eph.5,3-5; Kol.3,5; Matth.5,27.28.) Hat nicht Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen (1.Mose 1,26a.27)? Wie sehr hat die Sünde dieses Bild entstellt. Paulus mahnte die Gemeinde in Korinth: „Flieht die Unzucht! ... wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen seinen eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ - Niemand muss in diesen Sünden bleiben. Jesus ist es, der frei machen will und frei machen kann: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei“ (Joh.8,36). Der Weg zur Befreiung heißt Umkehr, heißt Buße tun. David ist uns ein Vorbild mit seiner Bereitschaft, nach seinem Ehebruch umzukehren: „Ich habe gesündigt gegen den Herrn. Da sprach Nathan zu David: So hat auch der Herr deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben.“ – „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und erneuere in mir einen festen Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir! Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils“ (2.Sam.12,13; lies Ps.51,1-16).

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Donnerstag,18.Juli 1.Mose 37,18-35; Epheser 4,25.

In Ruben lernten wir einen Mann mit einer unkontrollierten Leidenschaft kennen. Als es aber darum ging, den verhassten Bruder Josef zu beseitigen, bewies er einen „kühlen Kopf“ und verhinderte den Brudermord. Allerdings konnte er seine Brüder nicht davon zurückhalten, Josef zu verkaufen. Auch der Lügengeschichte von seinem angeblichem Tod durch ein Tier wehrte er nicht. Er sah seinen Vater Jakob leiden, hatte aber nicht den Mut, die Wahrheit zu bekennen. (Lies Spr.14,25; 6,16-19.) Wie belastend muss es sein, jahrelang mit einer Lüge zu leben, immer darauf bedacht zu verheimlichen, was wirklich geschehen ist. Meist bleibt es ja nicht bei einer Lüge. Wie viele Unwahrheiten müssen ausgesprochen werden, um eine Wahrheit zugedeckt zu halten. Da leiden die Beziehungen, ob das in der Familie ist, in der Gemeinde oder am Arbeitsplatz. Vor allem leidet die Beziehung zu Gott. (Lies Jes.59,2.) Ob Ruben sich noch an Gott erfreuen konnte, ist fraglich. Vielmehr wird er Gott aus dem Weg gegangen sein: nur nicht so viel über diese Sache nachdenken, sondern lieber versuchen, das Ganze zu vergessen. Das ist ihm vielleicht gelungen – bis zu dem Augenblick, da er und seine Brüder von der Vergangenheit eingeholt wurden (1.Mose 42,18-22). Unser Leben ist vor Gott wie ein aufgeschlagenes Buch. Alles liegt vor ihm offen da. Wir können vor ihm nichts verbergen oder bewusst verstecken. „Wer verkehrte Wege geht, wird ertappt werden“ (Spr.10,9; vgl.Jos.7,11.19-21). Das soll uns nicht in Angst vor Gott versetzen. Zwar ist er seiner Gerechtigkeit wegen zu fürchten. Sünde kann er nicht dulden, aber er liebt den Sünder, der mit seinem schuldbeladenen Leben zu ihm kommt und sich vor ihm ausspricht. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“ (Lies Spr.28,13.14; Jes.57,15.16; Luk.15,18.)

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Freitag,19.Juli 5.Mose 33,6; Richter 5,15b.16.

„Ruben lebe und sterbe nicht ...“ Der Segen Moses über den Stamm Ruben hat verheißen, dass er überleben wird. Aber die Bedeutung des Stammes sollte als Folge von Rubens Sünde gering bleiben. Er brachte keine herausragenden Männer hervor, keinen König und keinen Propheten. Dennoch wurde sein Name nicht ausgelöscht. Wir finden ihn im letzten Buch der Bibel wieder. Dort wird er zwar nicht mehr an erster Stelle genannt, doch ist er bei den Erlösten aus Israel dabei (Offb.7,5). – Die Rubeniter siedelten sich in den Gebieten östlich des Jordans an und wurden ein Hirtenvolk. Aus dem Siegeslied der Debora erfahren wir etwas über den Charakter dieses Stammes. Das wirft auch ein Licht auf das Verhalten vieler, die einmal angefangen haben, den Weg mit Jesus zu gehen, dann aber stecken geblieben sind: „Warum bliebst du zwischen den Hürden, das Flötenspiel bei den Herden zu hören? An den Bächen Rubens waren großartige Beratungen des Herzens.“ Die Rubeniter sollten sich an dem Kampf gegen einen Feind beteiligen und die Last mittragen. Sie waren wohl willig und unterhielten sich lange über den Ernstfall, konnten sich aber nicht wirklich in Bewegung setzen. Vielleicht kam es zu einem Entschluss, aber er wurde nicht ausgeführt. Das Sitzen bei den Herden war doch angenehmer und weniger gefährlich, als den Bruderstämmen in einem lebenswichtigen Kampf beizustehen. - So werden auch die Herausforderungen der Nachfolge bei vielen unter uns nicht mehr so wahrgenommen, weil Bequemlichkeit und Selbstsucht sich breit machen. (Vgl.Apg.13,13; 2.Tim.4,10a; Phil.2,21.) Jesus sagte seinen Jüngern: „Wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden“ (Matth.16,25; lies Apg.21,13.14; 2.Kor.5,15; Phil.1,21; 3,7-9).

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Samstag,20.Juli 1.Mose 49,5-7; 29,31.33.34.

Nach dem Ausspruch über Ruben wandte sich Jakob seinen Söhnen Simeon und Levi zu. Über sie konnte er sich ebenso wenig freuen. Mit der Nennung ihrer Namen verbindet sich die Erinnerung an einen grausamen Racheakt, den die beiden miteinander ausführten. Dabei ließen sie ihrem Zorn hemmungslos freien Lauf (1.Mose 34). Hat der Zorn auch bei uns Raum? Wir werden in der Bibel davor gewarnt, uns dem Zorn hinzugeben. Sicher gibt es manche empörende Ereignisse, von denen wir hören oder die wir miterleben. Was können wir dann tun? „Erbebt, aber sündigt nicht! Denkt nach in euren Herzen auf eurem Lager, aber seid still!“ „Lass ab vom Zorn und lass den Grimm! Entrüste dich nicht! Es führt nur zum Bösen.“ „Ein zorniger Mensch tut nicht, was vor Gott recht ist“ (Ps.4,5; 37,8; Jak.1,20; lies Spr.22,24.25; Eph.4,26.27). Und wenn Zorn doch in unser Herz eindringt? Der Aufblick auf Jesus kann verhindern, dass der Zorn über uns Macht gewinnt und uns Böses denken und tun lässt, dass wir vielleicht sogar „blind vor Wut“ werden und die Lage nicht mehr richtig einschätzen können. Denken wir daran, wie viel Unrecht dem Herrn Jesus angetan wurde. „Jesus aber schwieg still.“ (Lies Jes.53,7; Matth.26,62.63; Luk.23,9; 1.Petr.2,22.23.) - Simeon und Levi fügten ihrem Vater mit ihrem Zorn, ihrer ausgeübten Rache, großen Schaden zu: „Ihr habt mich ins Unglück gestürzt und in Verruf gebracht bei den Bewohnern dieses Landes ...“ (1.Mose 34,30). Jakob distanzierte sich von der Gewalttat seiner Söhne. Er verfluchte ihren Zorn, weil er so heftig und grausam war. - Simeon und Levi zeigten sich zunächst als ein unzertrennliches Brüderpaar. Gemeinsam planten sie, und gemeinsam führten sie ihr Vorhaben aus. Aber diese ungute Gemeinschaft konnte keine Zukunft haben: „Ich werde sie verteilen in Jakob und zerstreuen in Israel.“ Die Stämme Simeon und Levi nahmen später eine Entwicklung, die sie völlig voneinander trennte.

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Sonntag,21.Juli 1.Mose 49,5-7; 5.Mose 33,8-11.

Als Mose vor seinem Tod die Stämme Israels segnete, erwähnte er den Stamm Simeon in seinem Segen nicht. Dafür hatte er einiges über den Stamm Levi zu sagen. Der Stammvater war seiner Natur nach nicht besser als sein hitziger Bruder. Doch bei seinen Nachkommen zeichnete sich eine Veränderung ab. Die Worte Jakobs über Simeon, die ja auch Levi galten, stehen in krassem Gegensatz zu dem, was Mose später über die Leviten sagt. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, wie Licht und Finsternis. Bei dem Stamm Levi kann man sagen: „Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden“ (Röm.5,20b). Bei Levi finden wir ein „Einst“ und „Jetzt“. Wenn wir an Jesus gläubig geworden sind, dann sollte man diesen Unterschied auch bei uns bemerken können: „Einst wart ihr Finsternis - jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn“ (Eph.5,8; lies Eph.2,1-6; Kol.3,7-10; 1.Petr.2,9-12.24.25). Wie kam es zu der Umkehr des ganzen Stammes Levi? Als Mose vierzig Tage auf dem Berg Sinai war, um das Gesetz Gottes zu empfangen, dachten die Israeliten, er käme nicht mehr zurück. Sie kamen zu Aaron mit dem Ansinnen: „Auf, mach uns einen Gott, der vor uns hergehe.“ Und Aaron gab sofort seine Zustimmung die Herstellung des goldenen Kalbes, dieser Götzengestalt, um das Volk ruhig zu halten (2.Mose 32,1-4). Als Mose bei seiner Rückkehr das Volk um das Kalb tanzen sah, war er außer sich - denn er kam unmittelbar aus der Gegenwart des heiligen Gottes. Er erkannte: Hier muss schnell gehandelt werden, um zu erkennen, wer sich zu dem Gott Israels hielt und wer den Götzen diente. Mose rief: „Her zu mir, wer für den Herrn ist! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levis.“ Eindeutig stellte sich der Stamm Levi auf Gottes Seite. Durch dieses entschlossene Bekenntnis wurde Fluch in Segen verwandelt. (Lies 2.Mose 32,26-29; vgl.Jos.24,15; 1.Kön.18,21; Hebr.11,24-26.)

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Montag,22.Juli 5.Mose 33,8-11; Psalm 103,17.18.

Der Gehorsam der Leviten am Sinai war eine Tat jenes Glaubens, der weder Menschenfurcht noch Ansehen der Person kennt. Sie kämpften nicht wie ihr Stammvater Levi für das eigene Ansehen, sondern es ging ihnen um die Ehre Gottes. Nach ihrer inneren Veränderung standen sie Gott ganz zur Verfügung: „In jener Zeit sonderte der Herr den Stamm Levi dazu aus, ... vor dem Herrn zu stehen, um seinen Dienst zu verrichten und in seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag.“ Mose spricht in seinem Segen davon, wie sich die Leviten bewährten und Gott die Treue hielten. „Herr, deine Augen sind auf die Treuen gerichtet.“ (Lies Ps.101,6; 119,30.) Zu der Aufgabe der Leviten zählte, die Israeliten in den Geboten Gottes zu unterweisen. „Sie gaben dem Volk meine Weisungen weiter. Was sie sagten, entsprach dem Recht und der Wahrheit“ (Mal.2,4-7). Als einziger Stamm erhielt der Stamm Levi kein Erbteil im Land der Verheißung. Der Herr selbst sollte ihr Erbteil sein (5.Mose 10,8; lies Ps.16,5-7; Klagel.3,24; 1.Petr.1,3.4). Nach der Einnahme Kanaans lebten die Leviten inmitten aller anderen Stämme, zerstreut über ganz Israel. Auch die Nachkommen Simeons bekamen kein Land für sich, sondern mussten mitten im Gebiet des Stammes Juda siedeln. So erfüllte sich die Weissagung Jakobs über diese Söhne: „Ich will sie versprengen in Jakob und zerstreuen in Israel.“ Aber auch diese beiden Namen - Simeon und Levi - finden wir im letzten Buch der Bibel wieder, wo sie zu den Erlösten aus Israel gehören (Offb.7,3.7). „Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser.“ „Barmherzig und gnädig ist der Herr ... Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben“ (Jes.54,8; Ps.103,8.9; lies Ps.33,11; 73,24; Jes.28,29).

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Dienstag,23.Juli 1.Mose 49,8-12; 29,35; 5.Mose 33,7.

Nach seinen Worten über Simeon und Levi wandte sich Jakob seinem Sohn Juda zu. Lea verband mit seiner Geburt nicht mehr die Hoffnung, dass Jakob sie nun lieben würde. Ihre Einstellung hatte sich geändert: „Diesmal will ich den Herrn preisen. Deshalb nannte sie ihn Juda.“ Der Name Juda ist von dem Zeitwort „loben, preisen“ abgeleitet. Auch im Herzen Jakobs muß ein Gedanke des Lobes aufgestiegen sein, als er diesen Sohn vor sich sah: „Juda, du bist’s! Dich werden deine Brüder preisen.“ Warum sollten die Brüder Juda preisen? Weil aus dem Stamm Juda der „Held“ kommen sollte, dem aller Lobpreis gehört. Jakobs Weissagung über Juda ging weit über seine Zeit hinaus. Jakob sah bereits den Messias in seiner Machtfülle und Königswürde, den Trost Israels und die Hoffnung der Völker, der aus dem Stamm Juda kam. „Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt wunderbarer Berater, Gott-Held, Ewig-Vater, Friedefürst“ (Jes.9,5; lies Luk.1,68-70; Hebr.7,14a; Phil.2,9-11; Offb.5,12.13). - Das von Jakob für „preisen“ gebrauchte Wort wird im Hebräischen meist auf Gott bezogen: „Herr, du bist mein Gott, dich preise ich; ich lobe deinen Namen“ (Jes.25,1). Für Jakob war die Schau über Juda ein Lichtblick, ein hoffnungsvolles Zeichen unter seinen Söhnen. Für uns ist seine Geschichte auch ein Hinweis darauf, wie Gott mit sehr unvollkommenen Menschen seine Pläne durchführt. Vielleicht denkt einer unter uns, dass er zu nichts zu gebrauchen sei. Bei Gott sieht alles ganz anders aus. Er kann jeden gebrauchen, auch den, der meint, er sei zu schwach, zu ungeschickt und könne Gott nicht gefallen. „Herr, du bist meine Stärke, mein Lobpreis Tag für Tag, die Kraft in meinem Leben, in der ich viel vermag. Mein Heil bist du geworden, die Sünd nahmst du auf dich, hast mich an dich gebunden, den Preis bezahlt für mich.“ (Lies 1.Kor.1,27-31; vgl.Jes.42,3.8.)

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Mittwoch,24.Juli 1.Mose 49,8-12; 37,23-28.

Judas persönliches Leben zeigt uns, dass auch er Schuld auf sich geladen hatte. Als es darum ging, Josef zu beseitigen, war es seine Idee, den Bruder an die Ismaeliten zu verkaufen und ihn einer ungewissen Zukunft in Ägypten auszuliefern. Zwar verhinderte er auf diese Weise einen Brudermord. Doch ein Sklavendasein konnte für Josef auch ein langsames Dahinsterben bedeuten. (Lies Ps.105,17.18.) Vielleicht war Juda froh, dass er eine so gute Lösung gefunden hatte und Josef nicht mehr sehen musste. Doch der Gott Israels wachte über Josef, er wachte darüber, dass seine Heilsgedanken Schritt für Schritt verwirklicht wurden. Kein menschliches Versagen konnte das verhindern. Ohne es zu ahnen, trug Juda mit seiner Tat dazu bei, dass später die ganze Familie Jakobs vor dem sicheren Hungertod gerettet wurde (1.Mose 45,7-11; 50,20; lies Ps.33,11; Jes.46,9.10). Nach dem Verkauf Josefs trennte sich Juda von seinem Vater Jakob und den Brüdern. Er wohnte unter den Kanaanäern und nahm sich dort eine Frau (1.Mose 38,1.2; 24,1-4; 28,1). Suchte er das Weite, um alle unangenehmen Erinnerungen zu vergessen? Wollte er davonlaufen, weil er sein Versagen empfand? Hatte er im Sinn, sich auch von Gott zu lösen? (Lies Ps.139,7-10; Jer.16,17; 23,23.24.) Wir können nichts Königliches an Juda finden, wie es Jakob in seinem Segen über ihn sagte. Im Gegenteil - er wurde später an seiner Schwiegertochter Tamar schuldig, indem er sein Versprechen nicht einhielt, das er ihr gegeben hatte (1.Mose 38,12ff). Doch in der Rückschau können wir die Gnade Gottes im Leben Judas erkennen. Gott ließ ihn nicht fallen. Aber Juda musste leidvoll und beschämend erfahren, welch verkehrten Weg er eingeschlagen hatte. (Lies Hiob 34,21-23; Spr.5,21; Ps.1,1-3.6.)

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Donnerstag,25.Juli Psalm 109,21; 1.Mose 38,24-30.

„Du aber, Herr, handle an mir um deines Namens willen, denn gut ist deine Gnade, errette mich!“ Gott handelte an Juda. Er sollte ein Mann mit einem wahrhaftigen Herzen werden. (Lies Ps.51,8-11.) Die „Behandlung“ war allerdings sehr schmerzhaft. In aller Öffentlichkeit musste Juda beschämt und tief gedemütigt zugeben, dass seine Schwiegertochter Tamar im Recht war. Sein eigenwilliger Weg hatte ihn in diese Lage gebracht. Doch Gott, dessen Gedanken und Liebe größer sind als die krummen Gedanken und Taten des menschlichen Herzens, er kam mit Juda zum Ziel - er kommt auch mit uns zu seinem Ziel. Wenn wir durch eigene Schuld in eine Lage geraten, die uns beschämt und demütigt, dann ist das nicht gleich das Ende unseres Lebens mit Jesus. Jederzeit gilt uns seine Aufforderung: „Kommt zu mir mit eurer Last!“ – „Auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen.“ „Ratlos und ohne jede Orientierung seid ihr umhergeirrt wie Schafe, die sich verirrt hatten. Aber jetzt habt ihr zu eurem Hirten zurückgefunden, zu Christus, der euch auf den rechten Weg führt“ (Joel 2,12; 1.Petr.2,25; lies 1.Tim.1,15-17; vgl.Jes.54,7.8; 55,6.7). - Im Stammbaum Jesu lesen wir unter den Vorfahren Davids den Namen „Perez“. Er setzte die Königslinie fort, die mit Juda begonnen hatte und durch seinen selbst gewählten Weg beinahe abgebrochen worden wäre (Matth.1,2.3). - Voller Staunen sehen wir, wie groß Gottes Erbarmen ist. Er schaut nicht nur auf unsere Verkehrtheiten – er schaut auf das Opfer seines Sohnes Jesus, das er für uns gegeben hat. Nicht unser Wollen und Bemühen hat uns die Gnade gebracht, sondern Gottes freie Barmherzigkeit hat sich um uns angenommen und uns aus Eigenwillen und Sünde herausgerettet. (Lies 1.Joh.2,1.2; Offb.1,5.6.)

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Freitag,26.Juli 1.Mose 49,8-12; Jesaja 49,6.

„Juda, du bist’s! Dich werden deine Brüder preisen.“ Jakob sah nicht mehr das Versagen im Leben seines Sohnes. Juda hatte sich verändert. An die Stelle von Eigenwillen waren Entschlossenheit und Bereitschaft zur ganzen Hingabe getreten (1.Mose 43,8-14). Juda wurde damit die Vorrangstellung des Erstgeborenen gegeben (vgl.4.Mose 10,14; Offb.7,5). In seinem Segenswort verglich Jakob ihn mit einem Löwen, dem Zeichen für Kraft und Macht, ein Hinweis auf die Königsherrschaft Davids und darüber hinaus auf den König aller Könige, Jesus Christus: „Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids ...“ (Lies Offb.5,5-10.) Um die Königsherrschaft geht es auch im zehnten Vers des Segens, der das Kommen eines „Helden“ voraussagt. Wir haben bereites über die Tatsache nachgedacht, dass dieser „Held“, der kommende Messias, in Zukunft das Zepter übernehmen und auch über die Völker herrschen wird. (Lies Jes.42,1-4; Matth.12,15-21.) Der Schreiber des Hebräerbriefes bezeugt: „Denn es ist offenbar, dass unser Herr aus Juda entsprossen ist ...“ (Hebr.7,14a). - Jakob konnte nur ahnen, in welche Tiefen und Weiten der Pläne Gottes mit dieser Welt er hineinschauen durfte. Und Juda durfte seine schuldbeladene Vergangenheit hinter sich lassen. Vor ihm lag eine neue Zukunft mit neuen Aufgaben. Bis heute lebt sein Name in dem Volk der Juden weiter. Und das ist noch nicht das Ende der Geschichte. „Das Heil kommt aus den Juden“ (Joh.4,22). Jesus erfuhr viel Widerstand von ihnen. Auch Paulus erging es nicht anders, als er sich zu Jesus als seinem Messias bekannte. Dennoch ist es nicht aus mit ihnen: „Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen ... Denn Gott hat alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er sich aller erbarme.“ Gottes Erbarmen galt Juda, dem Sohn Jakobs, es gilt bis heute dem Volk der Juden. (Lies Röm.11,1-36.)

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JESUS ÜBERBIETET ALLES - Philipper 3,1-11

Samstag,27.Juli Philipper 3,1-11; Psalm 73,28.

Weitergehen - nicht stehenbleiben

„Weiter, liebe Brüder, freut euch in dem Herrn!“ Paulus wird nicht müde, die Gemeinde in Philippi an die Freude, die Jesus schenkt, zu erinnern. Zugleich ermutigt er sie, an dieser Jesus-Freude festzuhalten. Wie kam der Apostel dazu, immer wieder aufs Neue das Thema von der Freude aufzugreifen? Es gab sicher manches Erfreuliche in seinem Leben, aber konnte er sich in allen seinen Lebensumständen freuen? Die Gefangenschaft, seine ungewisse Zukunft und der Widerstand einiger Unruhestifter in der Gemeinde waren gewiss kein Grund zur Freude. „Unsere Umstände bilden ein viel zu unbeständiges Fundament für eine tiefe und anhaltende Freude. Aber Freude in dem Herrn kann in allen möglichen Situationen bestehen bleiben. Die Quelle liegt nicht in den wechselnden Umständen, sondern in unserem Erretter, der sich nie ändert, und in dem freudespendenden Wort, das er zu uns gesprochen hat“ (S.Ferguson). (Lies Hebr.13,8; Ps.33,4; Joh.15,11.) Deshalb konnte Paulus getrost dazu aufrufen: „Weiter, freut euch!“ Bleibt nicht hängen an dem, was euch in eurem Denken gefangen nehmen und das Leben beschweren möchte. Lasst euch auf keinen Fall aufhalten, bleibt nicht stehen, denn Stillstand wäre Rückgang. - Es ist gut, dass wir dieses Wort vom Weitergehen haben. In welcher Lage wir auch sind, wie unsere Umstände sich gestalten mögen, was uns bekümmern oder aufhalten oder lähmen möchte, wir wollen weitergehen! Mit Jesus können wir der Zukunft getrost entgegengehen. „Bete weiter, ob klein die Kraft, bete weiter, er ist’s, der’s schafft; bleib nicht zaghaft am Anfang stehn, bete, und du sollst Wunder sehn!“ (Lies Neh.8,10; Hebr.12,1-3.)

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Sonntag,28.Juli Philipper 3,1; Epheser 5,2.

„Weiter, liebe Brüder, freut euch in dem Herrn!“ Diesen Aufruf stellt Paulus allem voran, was er den Philippern in den folgenden Versen zu sagen hat. Damit unterstreicht er, wie wichtig die Gemeinschaft mit Jesus ist. Denn nur auf dieser Grundlage kann eine tragende Gemeinschaft unter Christen aufgebaut werden. Nur so kann sie lebendig und vor falscher Lehre geschützt bleiben. (Lies 2.Kor.13,11; Eph.4,15.16; Kol.3,12-15.) Vielleicht standen in der Gemeinde in Philippi die Belastungen im Miteinander wie eine unbezwingbare Mauer oder wie ein unüberbrückbarer Graben im Vordergrund. Paulus hatte die Gläubigen schon einmal darauf aufmerksam gemacht und ihnen geschrieben: „Tut nichts aus Streitsucht oder eitlem Ruhm, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst“ (Phil.2,3.4). Ermutigte Paulus sie hier erneut, Schritte zueinander hin zu tun, miteinander vorwärts zu gehen und gemeinsam Neues zu wagen? „Freut euch in dem Herrn!“ Ist die Freude am Herrn die Hauptsache in unserem Leben, dann werden viele Dinge, die uns vorher wichtig erschienen, zur belanglosen Nebensache. Die Freude am Herrn bringt auch in dunkelste Situationen Licht. Sie kann Mutlosigkeit und Angst vertreiben und uns wieder zuversichtlich und getrost machen. Die Freude an Jesus verändert unser Leben und füllt es mit bleibenden, krisenfesten Werten. (Lies Luk.19,1-10; Hab.3,18.19.) Ich kann mich also freuen, ja, ich darf mich freuen, weil ich in Jesus einen Heiland habe. In ihm ist mir alles geschenkt, was ich in der Gegenwart und in der Zukunft brauche, und über meine Vergangenheit hat er seine Vergebung ausgebreitet. Darum wollen wir weitergehen auf dem Weg der Nachfolge und dabei Jesus nicht aus den Augen verlieren! (Lies Ps.16,8.9; 141,8; Jes.33,17.)

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Montag,29.Juli Philipper 3,1; Nehemia 8,10.

„Freut euch in dem Herrn!“ Kann man Freude befehlen? Wenn das so einfach wäre, gäbe es vermutlich nur fröhliche Christen. Auch Christen erleben Jammer und Schrecken, Herzeleid und Unglück, zerbrochene Beziehungen und bittere Einsamkeit, und mancher sieht nur noch Schuld und Versagen bei sich. Was nützt es, jemandem in einer solchen Lage zu befehlen: „Freue dich!“? Diese Aufforderung zur Freude steht jedoch nicht unbegründet da, Paulus fügt hinzu: „Freue dich in dem Herrn!“ Er wird nicht müde, es immer neu zu betonen: Freut euch, dass ihr einen Herrn und Heiland habt für euren ganzen Jammer, für eure Alltagssorgen und die einsamen Stunden, für eure ausweglosen Situationen! Zu Jesus könnt ihr mit eurer Schuld und mit allem Versagen kommen. Aus der Freude in Jesus, der innersten Verbundenheit mit seinem Herrn, schöpfte Paulus in den unterschiedlichsten Situationen seines Lebens Kraft. Nur so konnte er aus dem Gefängnis in Rom andere ermutigen, an der Freude in Jesus festzuhalten. Das gab ihm Kraft, auch in Ketten Loblieder anzustimmen. Darum konnte er gelassen bleiben, auch wenn andere ihn durch üble Nachrede verleumdeten und betrübten. (Lies Phil.4,4; Apg.16,23-26; Phil.1,17.18.) Wir wollen uns nicht von den Umständen bestimmen lassen. Sie dürfen uns nicht bedrücken und mutlos machen. Zu einem aktiven, fruchtbaren Leben brauchen wir Freude, eine Freude besonderer Art, die unmittelbar von Gott in unser Herz gegeben wird, die aus dem Himmel kommt, wo Jesus lebt. „Sie blickten auf ihn und wurden erfreut.“ (Lies Ps.34,2-6.) „Wir haben das Recht, einen fröhlichen Optimismus und eine unerschütterliche Hoffnung zu pflegen. Willst du stark sein für die Arbeit deines Lebens, so erhalte dir ein fröhliches Herz ‚in dem Herrn‘! Deine Freude wird ansteckend sein, sie wird wie wohltuendes Licht auf traurige Herzen fallen“ (F.B.Meyer). (Lies Jes.12,2.3; Ps.57,8-12; 118,14-16.)

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Dienstag,30.Juli Philipper 3,1-6; 1.Korinther 15,10.

Nachdem Paulus von der Freude in Jesus gesprochen hat, fährt er mit ungewöhnlich scharfen Worten fort: „Nehmt euch in Acht vor den Hunden, nehmt euch in Acht vor den böswilligen Arbeitern, nehmt euch in Acht vor der Zerschneidung!“ Paulus sieht die Gefahr in Philippi und warnt gleich dreimal: „Nehmt euch in Acht... Gebt Acht... Passt auf!“ „Hunde“ nennt er die Verführer, „böswillige Arbeiter“ die Gesetzesverfechter, die auf ihr eigenes Können bauten und gute Werke als Voraussetzung des Heils forderten. Selten benützt Paulus so starke Ausdrücke, um die Gemeinde vor zerstörerischen Einflüssen zu warnen. Statt sich eigener menschlicher Werke zu rühmen, weist Paulus auf sein Leben hin. Auf den ersten Blick könnte man denken, Paulus tut es den anderen gleich. Aber gerade das sucht er zu vermeiden, er warnt davor. „Wir rühmen uns Jesu Christi und verlassen uns nicht auf Fleisch!“ Was heißt es, sich nicht „auf Fleisch“ zu verlassen? „Es heißt, ich verlasse mich nicht auf die natürlichen Mittel, die mir zur Verfügung stehen. (Lies Hiob 25,4-6; Luk.18,9-14.) Was konnte Paulus nicht alles an natürlichen Voraussetzungen ins Feld führen! Er tut es hier und sagt: Ist jemand geeigneter für Gott zu kämpfen? ‚Ich bin beschnitten am achten Tag. Ich komme aus dem Volk Israel‘, das heißt doch, ich gehöre zu den Erwählten. ‚Ich komme aus dem Stamm Benjamin.‘ Der Stamm Benjamin ist der Stamm, der in Israel eine Führungsaufgabe hatte. ‚Ich bin ein Hebräer von Hebräern‘, ein Volk, von allen andern Völkern ausgesondert. ‚Ich bin ein Pharisäer‘, ich kenne den Willen Gottes und kann ihn genau auslegen. ‚Vor Gott bin ich unsträflich‘“ (H.Krimmer). - All diese Vorzüge stellt Paulus auf die Verlustseite und sagt: Nicht mit meinen natürlichen Vorzügen kann ich mir das Heil erwerben, sondern allein durch Jesus Christus! „Wir rühmen uns des Christus.“ (Lies 2.Kor.10,17.18; Gal.2,20; Kol.2,9-14.)

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Mittwoch,31.Juli Philipper 3,4-7; Römer 5,1.

„Was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet.“ Was meint Paulus, wenn er von „Schaden“ spricht? Kann es sein, dass er die religiösen Vorzüge meint, die er aufgezählt hat: seine Beschneidung, seine Abstammung, sein ernsthaftes Bemühen, dass die Gebote Gottes eingehalten werden, und sein Eifer, mit dem er selbst das Gesetz bis in alle Einzelheiten zu erfüllen suchte? Daran ist nichts Schlechtes zu finden. Kann denn etwas, das keine Sünde ist, zum Schaden für unser Leben werden? Paulus hat einen anderen Maßstab gefunden. Darum schreibt er: „Um Christi willen sehe ich das alles als Schaden an.“ Bis zu dem großen Wendepunkt seines Lebens war Paulus der Meinung, durch seine Zugehörigkeit zum Volk Israel, zum Stamm Benjamin, zur Gruppe der Pharisäer und durch seinen persönlichen Einsatz für Gott sei zwischen ihm und Gott alles in Ordnung. Erst als ihm Jesus vor den Toren von Damaskus entgegentrat, leuchtete ihm das Licht der Gnade auf. Er erkannte, dass weder menschliche Vorzüge noch das eigene Bemühen vor Gott gerecht machen können, sondern allein die von Jesus geschenkte Gerechtigkeit. „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die Gott ihnen zugedacht hatte, und werden umsonst gerecht aus Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist“ (Röm.3,23.24; lies Eph.2,8.9; Kol.1,20; 2.Kor.5,19-21; Tit.3,4-7). „Gerade die guten, anständigen und hilfsbereiten Menschen sind offenbar in besonderer Weise gefährdet vor Gott. Denn es sieht so aus, als ob sie keine Vergebung und keine Erlösung nötig hätten. Und gerade dieser Schein hindert sie, sich zu bekehren und ihr Leben ganz dem lebendigen Gott zur Verfügung zu stellen“ (J.Blunck). Worauf bauen wir unser Leben auf? Auf unsere guten und frommen Taten? Oder verlassen wir uns allein auf die Erlösung, die uns durch Jesus Christus geschenkt ist?

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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