REICH IN GOTT - Psalm 63

Sonntag,1.Juli Psalm 63,1-9; Psalm 40,6.9.18.

Wir können hier ein Gespräch mithören, das David mit Gott führte. Sein persönliches Verhältnis zu ihm kommt zum Ausdruck, indem er betete: „Du bist mein Gott.“ Gott stellt seinen Geboten die Zusage voran: „Ich bin der Herr, dein Gott“ (2.Mose 20,2). David ergreift diese Verheißung für sich, deshalb kann er antworten: „Ja, du bist mein Gott!“ Gottes Gebote zu erfüllen, war für ihn keine bittere Pflicht. Er liebte Gott, und sein Verhältnis zu ihm war so, wie Gott es sich dachte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft!“ (5.Mose 6,5; lies Ps.18,2.3; 25,1.2; Joh.14,15.21.23; 21,15-17). „Frühe - oder ernstlich - suche ich dich.“ Ein Übersetzer drückt es so aus: „Zu dir erwache ich des Morgens.“ In welche Richtung erwachen wir? Stehen unsere Sorgen gleich wieder am Bettrand? „Zu dir erwache ich des Morgens!“ Das kann ein hilfreiches Motto sein, um in den neuen Tag einzusteigen. David suchte Gott ernstlich. Vielleicht sind wir erstaunt, dass die Gemeinschaft mit Gott ihm nicht in den Schoß fiel. Sie erforderte von ihm, dass er Anderes ausblendete. Wie schwer fällt es uns oft, unsere Arbeit zurückzulassen, um auf Gott zu hören. Doch wenn wir auf ihn eingehen und offen für ihn sind, empfangen wir einzigartige Impulse für unser Leben. Manchmal erfahren wir auch, was er bei uns verändern will. Wir können uns an Gott wenden mit der Bitte Davids: „Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin und leite mich auf ewigem Wege“ (Ps.139,23.24; lies Ps.7,10; 17,3-5; 26,2).

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Montag,2.Juli Psalm 63,2; Psalm 84,1.2.

„Meine Seele dürstet nach dir in einem dürren Land, wo kein Wasser ist.“ An manchen Tagen nehmen wir stark die „Dürre des Landes“ um uns her wahr: die Gottesferne und innere Leere der Menschen, denen wir begegnen (Jer.2,13). Hinzu kommen unsere eigenen Probleme und Nöte. Das kann ermüden und uns die Kraft rauben. Ein Evangelist schrieb uns: „Ich bete für Sie, besonders darum, dass die Bedrängnisse des Lebens Sie nicht innerlich austrocknen und entmutigen dürfen. Ich erlebe so viele Gläubige, die nichts mehr weiterzugeben haben. Doch seine unerschöpflichen Quellen vertrocknen niemals.“ Wir stehen tatsächlich in der Gefahr, innerlich auszutrocknen. Der Feind versucht uns auszudörren, uns müde und erschöpft zu machen, damit nichts Lebendiges von uns ausgeht. (Lies Ps.143,6-10; 84,3.6-13; Jes.41,17; 43,19.) „Es ist beunruhigend, wie sehr auch evangelikale Christen über Müdigkeit und Anfälligkeit durch Nebensächlichkeiten klagen. Nicht wenige der Engagiertesten unter ihnen fühlen sich innerlich ausgebrannt, ohne Inspiration und geistliche Leidenschaft, wie ein erloschener Vulkan. Mancher lebt ohne innere Überzeugung und Kraft und hat Mühe, seiner Berufung treu zu bleiben“ (R.Frische). Wie entgeht David dem Austrocknen im dürren Land? Sein erster Schritt war, dass er Gott suchte - "den ich suche". Er verspürte einen tiefen Durst nach Gott. Es ging ihm wie den Kindern Korach: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott“ (Ps.42,2.3). „Beide Psalmen (63 und 42) legen Zeugnis davon ab, dass es nicht nur den Lebens- und Wissensdurst unter den Menschen gibt, den Durst nach Macht und Glück, nach Liebe und Ehre, sondern ein Dürsten nach dem lebendigen Gott, der selbst die lebendige Quelle des Lebens ist“ (H.Lamparter). „Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“ (Lies Ps.36,8-10; 107,8.9; 138,3.)

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Dienstag,3.Juli Psalm 63,2; Markus 1,35.

„Gott, mein Gott bist du. Nach dir suche ich. Meine Seele dürstet nach dir, mein Fleisch schmachtet nach dir in einem dürren, müden Land, wo kein Wasser ist.“ So wird vor allem Jesus gebetet haben. Für ihn war diese Erde stärker als für uns dürres Land ohne Wasser. Er kam ja aus der Herrlichkeit des Vaters. Sicher kannte er dadurch noch mehr den Durst nach Gott. Deshalb suchte er den Vater immer wieder, etwa am Morgen oder am Ende eines Tages. Er fragte nach dem Willen seines himmlischen Vaters vor der Wahl seiner zwölf Jünger. Wenn Jesus immer wieder vor das Angesicht des Vaters kam, wie viel mehr haben wir es nötig. (Lies Mark.6,46; Luk.6,12.13; Matth.21,22; Joh.14,13.14; 1.Joh.5,14.15.) David dürstete nach Gemeinschaft mit Gott. Das hebräische Wort für „Seele“ heißt in seiner Ausgangs- und Grundbedeutung „Kehle“, es bezeichnet also das Organ unseres Hungers und Durstes. Wir sind von unserem Wesen her zutiefst Hunger- und Durstmenschen. Erinnert uns das nicht an kleine Vögel, die fast nur aus einem riesigen Schnabel bestehen, den sie weit aufreißen, damit die Vogeleltern ihn füllen? Seit der Urtrennung von Gott hungert unsere Seele vor allem nach ihm, auch wenn sich das unter Umständen nur in einem unbestimmten Gefühl der Sehnsucht bemerkbar macht, das wir nicht richtig einordnen können. Wir hungern ganzheitlich nach Gott. „Meine Seele, mein Fleisch dürstet und schmachtet nach Gott.“ Haben wir es schon erlebt: Wenn unser Verhältnis zu Gott gestört ist, wirkt sich das auch auf unser körperliches Befinden aus. Unsere Nerven sind dann nicht eingebettet in seinen Frieden. "Hören will ich, was Gott der Herr reden wird; denn Frieden wird er reden zu seinem Volk." „Das habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt“ (Ps.85,9; Joh.16,33; lies Phil.4,7; Kol.3,15.16).

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Mittwoch,4.Juli Psalm 63,3; Johannes 6,27.33-35.

Wie wird unser Hunger nach echtem Leben gestillt? Die Angebote dieser Welt können unser innerstes Dürsten nicht stillen. Vorübergehend können sie uns zwar faszinieren. Doch selbst das glänzendste Angebot kann niemals die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott ersetzen. „Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und doch Schaden an seiner Seele nimmt?“ (Matth.16,26; lies Luk.12,15-21; 1.Joh.2,15-17). Petrus antwortete Jesus auf die Frage, ob seine zwölf Jünger auch weggehen wollten: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes bist“ (Joh.6,67-69). „So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.“ Gott hatte seine Gegenwart verbunden mit dem Heiligtum seines Volkes Israel, das sie auf seine Anweisung hin errichtet hatten. „Sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich mitten unter ihnen wohne“ (2.Mose 25,8). An der Stätte, wo Gott versprochen hatte, gegenwärtig zu sein, hat David ihn gesucht. Konnte er jetzt aus der Wüste Juda ins Heiligtum kommen, wo er Gottes Macht und Herrlichkeit erlebt hatte? - Wo finden wir unser Heiligtum? Wenn wir Gottes Wort betend lesen, treten wir gleichsam ins Heiligtum der Gegenwart Gottes ein, und er kann zu uns reden. Kennen wir Erfahrungen im Heiligtum, in denen Gott uns in sein Licht stellte, Schuld vergab, uns reinigte und uns zum ersten Mal oder wieder neu beauftragte? Nicht immer erleben wir beim Lesen des Wortes Gottes Höhepunkte. Aber sein Wort wirkt dennoch an uns, und wir werden gesegnet. (Lies Jes.55,10.11; Luk.24,32; Joh.10,27.28; Jer.15,16; Ps.119,50.72.) Täglich wollen wir den Herrn suchen und erwartungsvoll unsere Bibel aufschlagen mit der Bitte:

Rede, Herr, ich harre auf ein Wort von dir; lauschend blick ich aufwärts: O begegne mir.

Was du irgend redest, o mein Heiland-Gott, ist für meine Seele das wahrhaftge Brot.

Um Erkenntnis deines Willens flehe ich; und dein Wohlgefallen wirke, Herr, durch mich,

dass mein Leben werde wie ein Gartenquell, dessen Strom nicht trüget, dessen Wasser hell, der die Müden tränket, Durstige beglückt, und an dem dein Auge, Heiland, sich erquickt.

(nach E.M.Grimes)

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Donnerstag,5.Juli Psalm 63,3; 2.Mose 33,18-23.

„So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.“ David möchte gern Gottes Herrlichkeit sehen. Er hat dabei einen Vorgänger in Mose. Wenn Mose Gott bat, seine Herrlichkeit zu schauen, erbat er damit, Gottes Angesicht zu sehen. Aber Mose musste durch Vertrauen leben wie wir, ohne Gott zu schauen. Doch dabei „hielt er sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn“ (Hebr.11,27; lies 2.Kor.4,16-18). Auch wenn wir wie Mose und David am liebsten jetzt schon Gottes Herrlichkeit sehen würden, so haben wir es doch viel leichter als sie. Wir kennen den, der Gottes Abglanz ist und sein Wesen verkörpert: Jesus! Johannes bezeugt: „Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh.1,14; lies Hebr.1,1-3). Eines Tages werden wir Gottes Angesicht schauen. Das verspricht uns sein Wort, und das verbürgt uns sein Geist, den er uns als Unterpfand auf unser Erbe gegeben hat. Jetzt leben wir noch im Glauben und noch nicht im Schauen (Eph.1,14; 2.Kor.5,7). - Paulus schreibt aber auch: „Wer Gottes Geist nicht hat, der ist nicht sein“ (Röm.8,9). Wenn jemand nicht sicher ist, ob er Gottes Geist hat, kann er Jesus heute bitten, in sein Herz und Leben zu kommen und ihm dann dafür danken, dass er nun Gottes Kind ist und den Heiligen Geist empfangen hat. Suchen wir aber für dieses Handeln Gottes an uns nicht eine Bestätigung in unserem Gefühl, sondern in Gottes Wort! (Lies Joh.1,12; 6,37; Röm.8,15.16.) Jesus hat uns gereinigt von unseren Sünden, damit wir einmal Gott von Angesicht schauen werden. Das wird dann höchste Lebenserfüllung und unaussprechliche Freude für uns bedeuten, weil wir für die Gemeinschaft mit Gott geschaffen und bestimmt sind. (Lies Matth.5,8; 1.Joh.3,1.2; Offb.22,3-5; Ps.16,11.)

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Freitag,6.Juli Psalm 63,4; Psalm 84,12.13.

Im Heiligtum erkannte David: „Deine Gnade ist besser als Leben.“ Der hebräischen Wortbedeutung nach ist Gottes Gnade seine Herzensgüte gegenüber den Menschen, mit denen er einen Bund geschlossen hat. Doch Gott schloss nicht nur mit Israel und mit David einen Bund, sondern auch mit uns. Am Kreuz von Golgatha geschah dieser Bundesschluss, der uns in die Gemeinschaft mit Gott zurückbrachte. Deshalb können wir mit Gottes Gnade, Herzensgüte und Liebe rechnen, wenn wir im Namen Jesu zu ihm kommen. Wir müssen dabei nicht auf besondere Gefühle warten. Seine Zusagen gelten! (Lies Hebr.9,13-15; 12,22-24; 13,20.21.) „Nicht das Leben als solches, sondern die huldvoll gewährte Gemeinschaft mit Jahve ist das Beste, was der Mensch empfangen kann“ (H.J.Kraus). In Gemeinschaft mit Gott zu leben ist das Höchste, das wir hier auf Erden haben können. Doch man kann diese Gemeinschaft auch unbemerkt verlieren. „Wenn du nicht betest, also nicht die persönliche Beziehung zu ihm suchst, nicht mit ihm zusammen bist, vergisst du ihn auf einmal. Er entschwindet deinem Gedächtnis, du erkennst ihn nicht mehr, kannst ihn nicht mehr lieben. Aus den Augen, aus dem Sinn – dieses Sprichwort bewahrheitet sich nicht nur für menschliche Beziehungen, sondern in schmerzlicher Weise auch in der Beziehung zu Gott. Liebe überwindet alle Schwierigkeiten, um den zu treffen, den man liebt. Wenn du also nicht betest, Gott nicht nachgehst – ist es deshalb, weil du ihn nicht liebst? Oder weil du wirklich keine Zeit hast?“ David liebte Gott und brachte seine Liebe ihm gegenüber zum Ausdruck: „Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Stärke.“ Er forderte auch andere dazu auf: „Liebet den Herrn, alle seine Heiligen!“ Lieben wir ihn wieder, der uns so sehr geliebt hat! (Ps.18,2; 31,24; lies Joh.21,15-17; 1.Joh.4,9.10.19; Offbg.2,4.5).

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Samstag,7.Juli Psalm 63,4-7; Psalm 57,8-12.

David kam immer wieder ins Loben hinein, wenn er an Gott dachte und mit ihm sprach. Lob wird auch unsere Antwort sein, wenn wir Gottes Gnade und Güte in der Begegnung mit ihm erkennen. Fällt es uns schwer, Gott zu loben? Fehlen uns die Worte dafür? Eine Hilfe ist es manchem gewesen, einen Bibelabschnitt zu lesen und mit Gott darüber zu sprechen. Es gibt Abschnitte im Wort Gottes, die uns gleichsam an der Hand nehmen und uns direkt ins Loben hinein führen - z.B. Epheser 1,3-14 oder die Psalmen 95,1-7; 103; 145; 146. Wir werden gestärkt und ermutigt, wenn uns neu Gottes Größe und Herzensgüte vor Augen tritt und wir ihn darüber preisen. „Die Gnade macht den Menschen fröhlich von innen heraus, sodass er nicht mehr um sich selbst kreisen muss, sondern Gott preisen und in solchem Gotteslob die eigentliche Bestimmung seines ganzen Lebens erkennen darf“ (H.Lamparter). - „Meine Seele wird satt wie von Fett und Mark, und mit jauchzenden Lippen lobt dich mein Mund, wenn ich in den Nachtwachen über dich sinne.“ Als David über Gott nachsann, wurde er innerlich gestärkt wie von einem Festmahl. Wenn er in der Nacht wach lag, dachte er über Gott nach. So blieb sein Denken bewahrt. Womit beschäftigen wir uns in unseren Gedanken? Die Heilige Schrift ist deshalb so einzigartig und mit keinem anderen Werk der Weltliteratur vergleichbar, weil Gott selbst sich uns hier offenbart. C.H.Spurgeon sagte: "Wer Gott betrachtet, wählt einen Gegenstand, der so unermesslich ist, dass unsere Gedanken sich in seiner Tiefe verlieren, dass unser Stolz in seiner Unendlichkeit ertrinkt... Nichts bereichert unsere Einsicht oder erweitert unsere ganze Seele so sehr wie ein andächtiges, ernsthaftes Forschen nach Gott." Deshalb lohnt es sich, über Worte aus der Bibel nachzusinnen. (Lies Ps.1,2; 4,9; 19,8-12.15; 77,12-14; 119,18.55.78.99.147.148; 139,17.18.)

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Sonntag,8.Juli Psalm 63,8-12; Römer 8,35-39.

„Du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten deiner Flügel juble ich.“ David ist geborgen bei Gott, und er kann trotz mancher Nöte jubeln. Seine Geborgenheit beschreibt er mit dem Bild von den Flügeln. Vielleicht denkt er an eine Glucke, die ihre Küchlein unter ihren Flügeln verbirgt. Oder hat David die beiden Cherubim vor Augen, die ihre Flügel über die Bundeslade, den Ort der Gegenwart Gottes, breiteten? (Lies 2.Mose 25,20; Matth.23,37.) „Meine Seele hängt dir an, deine Rechte hält mich fest.“ Mit seinem ganzen Willen und seiner ganzen Seele hing David in Liebe an Gott und hielt ihn fest. Und wie er sich an Gott klammerte, so umklammerte die Hand Gottes seine ausgestreckte Hand. Die Festigkeit der Verbindung kam vom Festhalten Gottes. (Lies Ps.73,23-28; 91,1.2.14-16; vgl.Matth.14,22-32.) Nichts kann David von Gott scheiden. Das erinnert uns an die Frage des Apostels Paulus: „Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?“ Er kam zu dem Ergebnis: „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ Davids Verhältnis zu Gott war angefochten und umkämpft. Er spricht von denen, die seine Seele, sein Leben zu verderben trachten. Damit können seine persönlichen Feinde gemeint sein oder auch „Lügner, die die Wahrheit und Wirklichkeit Gottes bestreiten, mit der Absicht, die Gottesfürchtigen zum Abfall zu verleiten und damit von der Quelle des Lebens zu trennen. Doch Gott wehrt sich, dass seine Treuen nicht zur Beute werden“ (H.Lamparter). In Psalm 63 haben wir teil an Davids Glück in Gott. Wunderbar ist, dass das nicht allein David vorbehalten ist. Gott hat uns als seine Kinder dazu bestimmt, dass wir in der Gemeinschaft mit ihm Tag für Tag leben. "Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn" (1.Kor.1,9; lies Joh.14,20-23;15,4.5; 1.Joh.1,3).

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NACHFOLGE - EINE HERZENSSACHE

Montag,9.Juli Apostelgeschichte 11,19-24; Kolosser 1,28.

„Eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn.“ Als die Nachricht von der Entstehung der Gemeinde in Antiochia nach Jerusalem zu den Leitern der Gemeinde kam, da mischten sich in die Freude auch Fragen und Bedenken. Musste man nicht nach den jungen Christen dort schauen? Wer war fähig und bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und eine Brücke zwischen den beiden Gemeinden Jerusalem und Antiochia zu bauen? Barnabas hatte sich schon als Brückenbauer bewährt, und als Mann voll Heiligen Geistes ließ er sich dorthin senden, wo er gebraucht wurde. Hinter dem Auftrag, den die verantwortlichen Brüder ihm übertrugen, sah er den Herrn Jesus als seinen Auftraggeber, ihm wollte er dienen und in allen Dingen seinen Willen tun. (Lies Apg.9,26-28; vgl.Jes.6,8; Ps.48,15.) So wurde Barnabas Zeuge der großen Freude, die die erste Gemeinde in heidnischer Umgebung erfüllte. „Als er dort hingekommen war und die Gnade Gottes sah, wurde er froh und ermahnte sie alle, mit festem Herzen an dem Herrn zu bleiben.“ Als Mitarbeiter der "Urgemeinde" hätte Barnabas vielleicht das Anderssein betonen können, und es wäre nicht falsch gewesen. Ihm ging es jedoch um das, was Gott weiter an den Glaubenden tun wollte. Deshalb wies er eindrücklich auf die Hauptsache eines lebendigen Glaubens hin, auf die Herzensverbindung mit Jesus, dem Erlöser und Herrn. Auch im Leben von Christen besteht die Gefahr, dass die Hauptsache zur Nebensache wird. Vieles stürmt auf uns ein und versucht uns zu beschlagnahmen: der Beruf, die Familie, Freunde, ein Hobby oder anderes. Barnabas ermahnte die Christen, "mit festem Herzen" - d.h. entschlossen und zielgerichtet - "am Herrn zu bleiben". Dieser seelsorgerliche Rat entspricht dem, was unser großer Brückenbauer Jesus seinen Jüngern einprägte: "Bleibt in mir!" (Lies Joh.15,1-5; 1.Joh.2,28.)

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Dienstag,10.Juli Apostelgeschichte 11,23; 1.Samuel 16,7.

„Er ermahnte sie, mit festem Herzen am Herrn zu bleiben.“ Die Bibel spricht an vielen Stellen vom Herzen des Menschen. Im biblischen Sinn ist das Herz die Zentrale unseres Menschseins, von der alles in unserem Leben ausgeht. Gottes Wort enthält klare Aussagen über die natürliche Art unseres Herzens: „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding, wer kann es ergründen?“ „Von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen böse Gedanken....“ (Jer.17,9; Mark.7,21). Wir merken, unser Herz ist dringend erneuerungsbedürftig. Schon Jeremia und Hesekiel verkündigten, dass Gott "ein neues Herz" anstelle des alten Herzens schenken will. (Lies Jer.31,33; Hes.11,19; 36,26.) Das neue Herz haben Jesusnachfolger bei ihrer Wiedergeburt bekommen. "Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden" (2.Kor.5,17). Unser altes Wesen versucht zwar immer wieder uns zu bestimmen. Mancher Christ hat sich damit abgefunden, „dass wir eben noch Menschen auf Erden sind“. Jesus aber hat ein ganzes Erlösungswerk vollbracht. Unser Herz soll vom Geist Gottes bestimmt werden. Paulus schreibt: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet, erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn“ (Eph.4,22.23). Wir sind mit dieser Aufforderung nicht überfordert. "In Christus" können wir der Anweisung folgen. Darum werden wir herausgefordert, das Alte nicht mehr zu wollen, sondern das, was uns mit Christus geschenkt ist, auch anzunehmen, nämlich „in einem neuen Leben zu wandeln“. Jesus-Nachfolge ist Herzenssache. Wenn wir etwas zur Herzenssache erklärt haben, dann werden wir mit ganzem Herzen danach trachten, dass Jesus unser Denken, Wollen und Tun bestimmt. "Euer Herz sei ungeteilt bei dem Herrn" (1.Kön.8,61; lies Röm.12,1.2; Hebr.12,1-3).

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Mittwoch,11.Juli Matthäus 5,8; 2.Chronik 29,17.

Wir wollen zehn Aussagen über die Beschaffenheit des menschlichen Herzens betrachten und die Bitte hinzufügen: "Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine" (Ps.139,23.24).

Eine erste Beschaffenheit: Das reine Herz

"Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Menschen mit einem reinen Herzen nennt Jesus glücklich. Können wir überhaupt ein reines Herz haben? Wenn damit die Sündlosigkeit gemeint ist, dann nicht. Und doch gibt es einen Weg: Wir können es bekommen durch unseren Herrn Jesus. Wenn unsere Sünden der Vergangenheit vergeben sind und wir die gegenwärtige uns bewusste Sünde bekennen und um Vergebung bitten, dann haben wir in Gottes Augen das reine Herz. "Wenn wir unsere Sünden bekennen, dann ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit" (1.Joh.1,8.9; lies Luk.18,9-14; Eph.1,7). Nach dem vergeblichen Fischfang forderte Jesus Petrus auf, noch einmal auf den See zu fahren: und sie fingen viele Fische. Da erkannte Petrus plötzlich sein unreines Herz, und er bat Jesus: „Herr, gehe von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch“ (Luk.5,1-11). Wie es im Herzen des Petrus aussah, wusste Jesus bevor er zu ihm ins Boot stieg. Trotzdem wendet er sich von keinem ab, dessen Herz durch Sünde verunreinigt ist. Aber er wartet auf das freiwillige Eingeständnis. Nur so kann Reinigung geschehen, nicht durch Schuldvertuschung oder Schuldverschiebung. (Lies Jes.1,18-20; Micha 7,18.19.) Menschen mit einem reinen Herzen empfangen die Verheißung: „Sie werden Gott schauen.“ In der Ewigkeit werden alle Glaubenden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Doch schon jetzt sollen unsere Herzensaugen für die göttliche Liebe und Herrlichkeit geöffnet werden. (Lies 1.Kor.1,9; 2.Kor.3,18; Kol.2,9; 3,2-4.)

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Donnerstag,12.Juli Hebräer 13,9; Jakobus 4,8.

Eine zweite Beschaffenheit: Das feste Herz

„Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.“ Barnabas sprach zu den Christen in Antiochia vom festen Herzen. Das feste Herz ist nötig, um beim Herrn zu bleiben. Wenn Jakobus vom Herzen der Wankelmütigen spricht, so meint er das unentschiedene Herz. Im Leben eines Nachfolgers gibt es viele Entscheidungssituationen, meistens kleine und wenig große. Dabei ist es jedoch wichtig zu wissen, was man für sein Leben will und was man nicht will. Man kann nicht auf Dauer zwischen den Fronten bleiben, denn das feste Herz fragt nach dem Willen Gottes, den Jesus uns kundgetan hat: Bei weniger eindeutigen Situationen kann die prüfende Frage den Ausschlag geben, ob das, was verlockend vor mir steht, von Jesus ist oder nicht. Wenn mir nicht klar wird, dass die Sache vom Herrn kommt, dann lasse ich mich nicht darauf ein. Wir brauchen ein festes Herz, um in unserem Alltag nahe bei Jesus zu bleiben. In einem früheren Bibellesezettelabschnitt ist zu lesen: „Wir selbst können unser Herz nicht fest machen, das einmal himmelhoch jauchzend und dann todtraurig sein kann, das oft so trotzig und verzagt ist. Ein durch Jesus festgemachtes Herz ist zur Ruhe gekommen, befestigt unter der guten Herrschaft Gottes. Der Feind wird uns nicht überwinden können, wenn unser Herz unbeirrt beim Herrn bleiben will.“ Viele Menschen - auch Christen - haben ihr Herz an anderen Dingen festgemacht. Solche Bindungen können zu harten Fesseln werden. Eine heilsame Anbindung gibt es nur bei Jesus. (Lies Ps.78,8; Jer.15,20; 1.Kor.1,8; 7,37.) Wie das praktisch geschehen kann, finden wir bei Paul Gerhardt in einer Liedstrophe so ausgedrückt:

Du bist mein, weil ich dich fasse

und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse.

Lass mich, lass mich hingelangen,

da du mich und ich dich ewig werd umfangen.

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Freitag,13.Juli 2.Chronik 16,9; 1.Könige 15,3.

Eine dritte Beschaffenheit: Das ungeteilte Herz

Wirklich glücklich werden wir in der Nachfolge nur mit dem ungeteilten Herzen. Muss Jesus vielleicht unser Herz mit etwas anderem teilen? Ist es ein Mensch, der uns wichtiger ist als er? Oder gehört unser Herz der Arbeit, die wir tun? Vielleicht ist es sogar der Dienst im Reich Gottes. Mit ganzer Treue sollen wir unsere Aufgaben erfüllen, aber unser Herz soll zuerst dem Herrn gehören. "Er soll in allen Dingen der Erste sein, den Vorrang haben" (Kol.1,18). Es gibt auch Freizeitbeschäftigungen, die das Herz von Christen in Beschlag nehmen. Mancher hat sein Hobby zur Herzenssache gemacht. Die Sorge um die Zukunft, die den Erwerb und Erhalt von Hab und Gut in den Mittelpunkt rückt, kann unser Herz einnehmen. Dazu schreibt Paulus:„Alles ist euer, ihr aber seid Christi.“ Dieses Wort bezieht sich auf alle Bereiche unseres Lebens. Sie sollen unter der Regie Jesu stehen. Das ungeteilte, auf Jesus ausgerichtete Herz gewinnt die rechte Einstellung zu irdischen Dingen. (Lies Matth.6,33; Joh.3,30; Phil.3,7-12.) Der schärfste Konkurrent zu Jesus im Kampf um unser Herz ist unser eigenes Ich, das alles bestimmen und den Thron unseres Herzens einnehmen will. - „Ein Lehrer brachte im Deutschunterricht seinen Schülern bei, dass 'ich' als erste Person, 'du' als zweite und 'er' - 'sie' - 'es' als dritte Person bezeichnet wird. Danach hatte er die gleichen Schüler im Religionsunterricht. Da sagte er ihnen: 'Wisst ihr, es gibt auch eine göttliche Grammatik. Die ist genau umgekehrt: da heißt die erste Person 'er', die zweite 'du' und die dritte 'ich'! Und dann erklärte er, das 'Er' stehe für Jesus, der alles für uns dahingab. 'Er' hat das Recht, an erster Stelle in unserem Leben zu stehen. Leben wir nach der irdischen Grammatik oder nach der göttlichen?“ (W.Lohrmann). (Lies Röm.4,25; 6,13; Sprüche 23,26.)

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Samstag,14.Juli Psalm 34,19; Matthäus 26,69-75.

Eine vierte Beschaffenheit: Das zerbrochene Herz

„Der Herr ist nahe denen, die ein zerbrochenes Herz haben.“ Petrus sah nur noch Trümmer in seinem Leben, nachdem er Jesus verleugnet hatte. Es war nicht lange her, dass er sich vor Jesus im besten Licht darstellte: „Wenn sie auch alle Ärgernis nehmen, so will ich doch niemals Ärgernis nehmen an dir... Und wenn ich mit dir sterben müsste, will ich dich nicht verleugnen“ (Matth.26,32-35). Bis zum Augenblick der Verleugnung hatte Petrus diese Meinung von sich. Jesus wusste, wozu Petrus fähig war, schließlich wusste auch er es. Im Licht Jesu sich selbst erkennen, bleibt keinem auf dem Weg der Nachfolge erspart. (Lies 1.Joh.1,7-9; Luk.5,8; 15,18.19; 18,13.) Obwohl Jesus die Herzensverfassung des Petrus kannte, rief er ihn dennoch in die Nachfolge. Der innere Zerbruch war notwendig. So arbeitete Jesus an ihm, und nur so konnte Petrus brauchbar werden für Jesus. (Lies Jer.18,1-4.) "Zerbrochenwerden tut weh, Zerbrochensein ist selig. Zerbrochen werden heißt leer werden für die Fülle, die Gott geben will“ (A.Murray). Wir können uns zwar wehren, aber "Leben und volle Genüge" finden wir erst dann, wenn wir uns von dem befreien lassen, was Jesus nicht gefällt. Es gibt eine Verheißung für alle, die den schmerzhaften Eingriffen nicht ausweichen. "So spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen“ (Jes.57,15). Wenn Jesus uns ein inneres Zerbrochenwerden zumutet, sollen wir wissen: Er will uns tiefer segnen und mehr geben, als er uns nimmt. (Lies Ps.51,19; 2.Kor.7,10.)

Herr, beuge mich, mach aus dem Ton, der doch zu nichts sonst für dich wert,

ein dir gebräuchliches Gefäß, das dich gebeugt, zerbrochen ehrt.

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Sonntag,15.Juli Lukas 17,11-19; Psalm 9,2.

Eine fünfte Beschaffenheit: Das dankbare Herz

„Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben?“ Zehn Männer waren durch Jesus von der schrecklichen und unheilbaren Krankheit des Aussatzes befreit worden. Neun von ihnen dankten Jesus nicht für das Wunder, das er an ihnen getan hatte. Nur einer kehrte um, als er sah, dass er gesund geworden war. Darüber verwunderte sich Jesus sehr. Neun Undankbare, ein Dankbarer! Welch ein Verhältnis zwischen Dankbarkeit und Undankbarkeit dem Sohn Gottes gegenüber!Wo würden wir uns einordnen? "Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.“ (Lies Ps.69,31; 106,1.2; 107,1-9; 136,1-4.) „Der dankbare Christ nimmt alles als Beweis der Güte Gottes. Es ist ihm ein Bedürfnis, dem Herrn dafür zu danken. Danken heißt ja Gott die Ehre geben, ihm das geben, was ihm zusteht. Dankbarkeit vermittelt uns Kraft, auch mit Enttäuschungen umzugehen. Dankbarkeit zieht hin zu Gott, Groll und Undankbarkeit treiben von ihm weg. Dankbarkeit ersetzt den schalen Geruch der Verdrossenheit durch einen lieblichen Geruch. Es ist geradezu gefährlich, nicht zu danken, es ist für den Christen so gefährlich wie für einen Autofahrer, auf den Sicherheitsgurt zu verzichten“ (G.Thomas). Es lohnt sich, das Danken einzuüben. Wenn wir einmal darüber nachdächten, was wir täglich durch Gottes Güte empfangen, würden die meisten von uns eine lange Liste von kleinen und größeren Dingen füllen, für die wir danken können. Wir beschränken unseren Dank nur zu leicht auf angenehme Dinge. Wenn aber das himmlische Licht auf alles fällt - selbst auf Leiden -, werden wir ihm auch dafür danken können. (Lies Ps.100,4; 1.Thess.5,18.) „Danke, mein Vater, für alles, was du schenkst, danke, dass selbst im Kleinsten du heute an mich denkst.“

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Montag,16.Juli Galater 2,19.20; Epheser 3,14-19.

Eine fünfte Beschaffenheit: Das von Jesus bewohnte Herz

Paulus redet sehr persönlich von der Beschaffenheit seines eigenen Herzens: „Nicht mehr lebe ich, Christus lebt in mir.“ Seit dem ersten Pfingsttag ist es möglich geworden, dass Jesus durch den Heiligen Geist im Herzen derer wohnen kann, die ihm ihr Leben anvertrauen. Für die Epheserchristen betete Paulus: "Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater..., dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne." Fr.Rienecker schreibt zu diesem Wort: "Wir fragen zuerst: Welches sind die Voraussetzungen, dass Jesus Christus in uns Wohnung nimmt? Die Antwort: Nur in eine leere Wohnung zieht er ein. Die Wohnung wird leer, wenn die eigenen Kräfte ausziehen und alles eigene Vertrauen und Hoffen auf Menschen vorbei ist. Wenn nichts übrig bleibt als ein leerer Raum, dann zieht Jesus ein und schmückt die leere Wohnung mit Kräften des Himmels... Wenn er in uns gegenwärtig ist, dann haben wir alles, was wir brauchen. Da ist dem Schwachen der starke Heiland nahe, dem Ohnmächtigen der Allmächtige!" (Lies 2.Kor.12,9.10; Phil.4,13; Jes.41,10.) Nicht nur Gast will Jesus in unserem Herzen sein, sondern Herr, auf den es zu hören gilt und nach seinem Wort zu tun. Das verkürzte Motto könnte so lauten: Nicht mehr ich, Christus in mir! "Was ich jetzt lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat." Diese Aussage des Apostels hat A.Schlatter so weitergegeben: "Christus lebt, und er lebt nicht nur für mich in der Herrlichkeit, sondern er lebt auch in mir und macht, dass sein Leben mich durchdringt und an mir erscheint, sodass ich eine Schöpfung und ein Zeugnis seines Lebens bin." (Lies Röm.6,3-11; 2.Kor.4,7.10.11.)

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Dienstag,17.Juli 1.Könige 3,5-10; Römer 16,19.

Eine siebte Beschaffenheit: Das gehorsame Herz

„Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben.“ Der junge König Salomo konnte über seine Notlage offen sprechen. Viele Menschen tun das nicht, weil es ihnen schwer fällt, ihren Mangel zuzugeben. Warum fällt uns das so schwer? Sind wir nicht bedürftig genug? Wollen wir um jeden Preis stark sein? Seinen Mangel einzugestehen, dazu braucht es Demut, den Mut, klein zu sein. Der junge Salomo war ein vielversprechender Thronfolger, er hatte die beste Erziehung und Ausbildung erhalten und hatte den Herrn lieb (1.Kön.3,3; 2.Sam.12,24.25). Was konnte ihm noch fehlen, um das Regierungsamt anzutreten und ein guter König zu werden? Salomo wusste, was er unbedingt brauchte: das gehorsame Herz. Mit der Regierung des Volkes Gottes war Salomo eine große Verantwortung übertragen. Lag es nicht nahe, Gott um Kraft und Weisheit zu bitten? Brauchte er dazu ein gehorsames Herz? Brauchten nicht vielmehr seine Untertanen ein solches Herz, um ihm zu gehorchen? Denn er stand an der Spitze seines Volkes. Aber Salomo wollte ein König unter Gott sein. Er wusste, dass er nur dann ein guter König sein konnte, wenn er sich von Gott führen und raten ließ. Und dazu brauchte er das zum Gehorsam bereite Herz. Alle anderen Wünsche mussten hinter diesem einen Wunsch zurückstehen. (Lies 1.Sam.15,22; Micha 6,8.) Wir sind keine Könige. Aber auch wir stehen immer wieder vor dieser Entscheidung, ob wir an unserem Platz "Menschen unter Gott" sein wollen oder nicht. Menschen unter Gott hören und tun, was er sagt. Weil wir von Natur aus kein gehorsames Herz haben, dürfen wir darum bitten, wie Salomo das tat. „Das gefiel dem Herrn gut, dass Salomo darum bat“ (V.10; lies Ps.51,12-14; 2.Kor.10,5).

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Mittwoch,18.Juli Apostelgeschichte 5,27-33; 5.Mose 5,29.

Eine achte Beschaffenheit: Das gottesfürchtige Herz

Es war nicht das erste Mal, dass den Aposteln verboten wurde, von Jesus zu reden. Dem ersten Verbot hatten sie mit der Begründung widerstanden: "Wir können es nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben" (Apg.4,15-21). Wiederum standen sie vor dem Hohen Rat als Angeklagte. „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, war dieses Mal ihre Anwort. Als Menschengebot gegen Gottes Gebot stand, entschieden sich Petrus und die Apostel eindeutig für das Halten des göttlichen Gebotes. Das Ernstnehmen der Gebote Gottes ist das kennzeichnende Merkmal echter Gottesfurcht. Was meint aber Johannes, wenn er schreibt: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus“? (1.Joh.4,17). "Wir sollen Gott fürchten und lieben", so haben viele von uns in der Erklärung der Zehn Gebote gelernt. Müsste es nicht heißen: Gott fürchten oder lieben? Was gilt nun für unsere Beziehung zum Herrn? Die Bibel meint nicht die sklavische Furcht unter einem Tyrannen, vielmehr die Ehrfurcht, die wir auch mit Achtung und Wertschätzung übersetzen können. „Wenn Gott für uns nicht nur ein theologischer Gedanke ist, sondern wir in dem Bewusstsein leben, dass er gegenwärtig ist, dann wird in dieser heiligen und lichten Gegenwart Gottes das Leben bei aller Freude tiefernst. Die Gottesfurcht ist dann nicht Angst vor Strafe, es ist vielmehr die Scheu vor jeder Befleckung durch Sünde, durch die wir Gott betrüben“ (W.de Boor). Der Schreiber des Hebräerbriefes zieht aus der Zukunftsschau, die das Evangelium eröffnet, die Konsequenzen für die Gegenwart: "Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt" (Hebr.12,26-29; lies Röm.6,1.2.12-14; Gal.5,24; 1.Petr.2,24).

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Donnerstag,19.Juli Lukas 24,13-35; Jesaja 42,3.

Eine neunte Beschaffenheit: Das brennende Herz

Verzagt und mutlos erleben wir die beiden Männer, die nach dem Kreuzestod Jesu unterwegs waren. In ihren Herzen glimmte nur noch eine kleine Glaubensflamme. Würde sie vollends verlöschen angesichts ihrer zerschlagenen Hoffnung? In ihre Hoffnungslosigkeit hinein trat der Auferstandene zu ihnen. Er hörte ihre Klagen, er legte ihnen das Wort der Schrift aus und blieb auf dem ganzen Weg bei ihnen. So ist Jesus! Es ist heute noch sein Anliegen, erlöschende Glaubensflammen neu anzufachen und sie zur hellen Flamme werden zu lassen. Keinen Einzigen übersieht der Herr, schon gar nicht den Traurigen, scheinbar Getäuschten. (Lies 1.Mose 28,15; Jes.54,10; 2.Tim.4,16.17.) Durch sein Reden mit ihnen über das, was die Propheten gesagt hatten, wurde das Herz der Männer wieder froh. "Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete?" So persönlich will der Her auch heute zu uns treten, wenn wir ihn aufrichtig suchen. Er geht mit uns, wenn wir mit ihm gehen wollen. Er redet mit uns, wenn wir hören wollen. Er kennt alle unsere Kümmernisse und hört unsere Klagen. Sehnen wir uns nach dem brennenden Herzen, weil unsere Glaubensflamme nur noch kümmerlich brennt und den grauen Alltag nicht mehr erhellt? Gottes Geist will unser Herz neu entzünden: "Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen." Können wir etwas dazu beitragen, dass es geschehen kann? Ja, wir müssen die Begegnung mit Jesus ernstlich suchen. Es ist wichtig, dass wir uns mit seinem Wort beschäftigen. Wir dürfen uns geöffnete Augen des Herzens erbitten. (Lies Amos 5,4; Hab.2,1; 2.Tim.3,16.17; Eph.1,15-23.) Als ihr Herz von Jesus und für Jesus neu entzündet war, vergaßen die Männer ihre Müdigkeit und machten sich sofort auf den Weg mit der frohen Nachricht: Jesus lebt! (Vgl.Apg.22,14.15.)

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Freitag,20.Juli Lukas 8,5-15; Johannes 15,1-5.

Eine zehnte Beschaffenheit: Das feine, gute Herz

Wir staunen, dass Jesus von Menschen mit einem solchen Herzen spricht. Mehrmals finden wir in der Bibel, dass "das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist von Jugend auf" (1.Mose 6,5; 8,21). Und wenn wir das Geschehen in unserer Welt einbeziehen, finden wir das Negative bestätigt. Um dieses Widerspruchs willen wurde Jesus Mensch. Im Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld spricht er von Menschen, „die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen“. Gottes Wort hat verändernde Kraft, dass aus dem bösen Herzen ein feines, gutes Herz werden kann. Wenn wir Jesu Wort hören und auf unser Leben einwirken lassen, dann wird unser Herz nicht bleiben, wie es ist. (Lies Hes.36,26.27; 2.Kor.5,17.) Das neue Herz, das Jesus schenkt, ist nicht automatisch das feine, gute Herz, es bedarf der sorgsamen Pflege. Fr.Rienecker beschreibt die Herzensmöglichkeiten, von denen Jesus im Gleichnis spricht. “Bei den einen ist es so: Solange die guten Tage sind, glauben sie, aber wenn es gilt, das alte Temperament völliger in den Tod zu geben, das Ich gefangen zu nehmen unter den Gehorsam Christi, dann weichen sie zurück (V.13). Andere haben solch ein Herz, dass sie ihr bequemes Leben behalten wollen, sie sind nicht entschlossen, dem Herrn alles zum Opfer zu geben, sie haben zwar das Heil angenommen, aber ihr Herz ist geteilt (V.14). Und dann gibt es die feinen, guten Herzen. Sie sind wie lockeres, tiefes und reines Ackerland. Ein feines, gutes Herz ist durch die Buße locker und rein gemacht. Es verlangt nach dem Trost des Gotteswortes und nimmt es wirklich auf. Ein feines Herz hat sich alle Herzenshärtigkeit nehmen lassen. Ein feines, gutes Herz kämpft alle Tage in Jesu Kraft gegen alles, was ihm schaden könnte.“ (Lies 1.Mose 39,7-10; Ps.119,2.34-36.115.116.)

Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt;

gib mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt,

präge du im Herzen ein, lass es mir zur Frucht gedeihn.

B.Schmolck

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Samstag,21.Juli Psalm 139,23.24; 1.Thessalonicher 3,13.

Zehn Charakterisierungen des Herzens haben wir im Wort Gottes gefunden. Es gibt noch mehr. David betete: "Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne, wie ich's meine." Der Herr Jesus kennt unser Herz am besten. Darum wollen wir ihn auch bitten, dass er uns zeigt, ob wir

(Lies Ps.78,5-8; Jer.15,16.) - Im Herzen Jesu sind alle guten Kennzeichen der Herzensbeschaffenheit zu finden. Sein Herz war rein, denn er war "ohne Sünde". Er hatte ein festes Herz, denn er hielt unbeirrt an dem Auftrag seines Vaters fest, mit ungeteiltem Herzen war er auf ihn ausgerichtet. Er war von Herzen demütig, empfing alles dankbar aus der Hand seines Vaters. In seinem Tun stand er nicht vor Menschen, sondern vor seinem Vater im Himmel. Sein Herz brannte in Liebe für die verlorenen Menschen, und er hatte ein feines, gutes Herz, mit dem er uns die Frucht der Erlösung schaffen konnte. (Lies 2.Kor.5,21; Matth.11,28.29; Joh.3,16; 6,37; 11,41.) Jesu hohes Ziel mit uns beschreibt Paulus in Römer 8: "Wir sind vorherbestimmt, dass wir gleich sein sollen dem Bild Jesu." In unserem Zusammenhang bedeutet das, dass unser Herz seinem Herzen immer ähnlicher werden darf. Und das geschieht, indem wir ihn anschauen, dabei werden unsere Herzen verwandelt. Nachfolge ist Herzenssache!

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DIE ZEIT GOTTES: SIEHE, JETZT!

Sonntag,22.Juli 2.Korinther 6,2; Matthäus 24,36-39.

Es gibt Menschen, die dazu neigen, immer nur von der guten alten Zeit zu schwärmen, und andere, die nur von der unbekannten Zukunft träumen. Eine solche Flucht in die Vergangenheit oder in die Zukunft birgt die Gefahr in sich, dass man nicht im Heute lebt. Auch wir Christen sind dafür anfällig. Wir sollen aus der Vergangenheit lernen und auch aus dem, was wir über die Zukunft aus Gottes Wort wissen, aber dabei dürfen wir nicht übersehen, was Gott in unserer heutigen Zeit tut. Nicht nur einmal wird uns in der Bibel ein "Siehe, jetzt!" zugerufen. In jedem Zuruf liegt die liebevolle Aufforderung zur Aufmerksamkeit, zum Sehen auf das, was Gott jetzt tut. Ebenso wichtig ist der Zeitpunkt, die Stunde, in der Gott uns etwas zeigen will, was bisher für uns oder für mich persönlich noch keine Geltung hatte. "Ist denn die Hand des Herrn zu kurz? Du sollst jetzt sehen, ob sich dir mein Wort erfüllt oder nicht" (4.Mose 11,23; lies 2.Mose 33,17; Jos.5,12.14; Ps.12,6). "Siehe, jetzt!" In dieser Aufforderung ist das Frohe der Mitteilung nicht zu überhören. Denn Gott will uns mit seiner Schau der Dinge überraschen. Das geschieht manchmal mit einem persönlichen Zuspruch, ein anderes Mal betrifft es die Gemeinschaft oder wir werden mit einer Botschaft beschenkt, die wir weitersagen sollen. Paulus schreibt im zweiten Korintherbrief: "Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist die Zeit des Heils!" Sind wir uns dessen bewusst, dass wir im Jetzt der Gnadenzeit leben? Überfluss an Gnade ist für jeden da, der jetzt seine Zuflucht zu Jesus nimmt. "Gott kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk" (2.Kor.9,8; lies Joh.1,16; Eph.3,8-10; 2.Tim.1,8-10).

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Montag,23.Juli 2.Korinther 6,2; Lukas 4,18-21.

"Siehe, jetzt!" Wenn wir die Bibel lesen, wollen wir darauf hören, was uns diese beiden kleinen Worte zu sagen haben. Was Paulus den Korinthern schreibt, gilt auch uns: "Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!" Werden wir von diesem Ruf noch bewegt, dass jetzt die Zeit des Willkommens bei Gott ist, der Tag, an dem wir und unsere Zeitgenossen Gnade und Rettung empfangen können? Die Tür zu dem "Gott der Gnade" ist noch weit offen. "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen." "Also gibt es keine Verdammnis mehr für die, die in Christus Jesus sind" (Joh.6,37; Röm.8,1.2). Wie wunderbar sind diese Zusagen! Wir alle sind bei ihm herzlich willkommen an jedem Tag, in jedem Augenblick. Wenn wir auf das Opfer Jesu am Kreuz schauen und ihm danken, dass er sein Leben für unsere Schuld gab, dann "haben wir jederzeit die vollste Freiheit, in Gottes Heiligtum einzutreten" (Hebr.10,19; lies Röm.5,1.2; Eph.2,13; 3,11.12; Hebr.4,16). Jesus hat "ein Opfer für Sünden dargebracht, ... hat mit einem Opfer für immer die vollendet, die geheiligt werden". Durch sein unschuldiges Leben und Sterben hat er unsere Sünde gesühnt und uns frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. Diese rettende Botschaft dürfen wir nicht für uns behalten, sondern mit des Herrn Hilfe dieses wunderbare "Jetzt des Willkommens bei Gott" auch anderen weitersagen. Der Heilige Geist, der in uns wohnt, wird uns den richtigen Augenblick zum Zeugnis erkennen lassen, und wir wollen auf sein "Siehe, jetzt!" achten, damit wir dienstbereit sind, wenn Jesus uns einsetzen will. Unser Zögern kann uns und anderen den Segen rauben, den Gott geben will. "Gott braucht mutige Verkündiger, Gott braucht dich, versag dich nicht!" (Lies Apg.8,26-41; Eph.5,15.16; Kol.4,5.6.)

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Dienstag,24.Juli Jesaja 43,15-21; Sacharja 6,12.

Eine belebende Botschaft für sein Volk schenkte Gott Jesaja: "So spricht der Herr, euer Erlöser, ... Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt sprosst es auf... Das Volk, das ich mir bereitet habe, soll meinen Ruhm verkündigen." Dieser Zusage geht die Erinnerung an den Sieg über Pharao voraus: "Wagen und Rosse, Heer und Held, sie liegen da, stehen nicht wieder auf. Sie sind erloschen, verglommen wie ein Docht." Vielleicht denken wir: Ja, damals war es so, aber heute? Wir brauchen aber nicht nur von vergangenen Erfahrungen zu zehren. Gott spricht: "Gedenkt nicht an das Frühere, und über die Dinge der Vorzeit denkt nicht nach" - siehe, jetzt! Gott ist heute nicht weniger lebendig, nicht weniger mächtig: "Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es auf" - das soll unsere Erfahrung werden. "Ja, ich mache durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde... " (Lies Jes.40,3-5.31; 48,6; 54,3.7.8.) Natürlich dürfen und sollen wir an wunderbare Durchhilfen, Wohltaten, Rettungen und Gottes Begleiten in tiefen Tälern zurückdenken. "Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!" Wenn wir aber sagen müssen: In meinem Leben ist es nicht mehr wie früher. Erloschen, verglommen wie ein Docht, so sieht mein inneres Leben aus. Meine Liebe ist erkaltet, mein Eifer tot. Eigentlich ist alles aus. Dann dürfen wir der Zusage des Herrn vertrauen: "Ich wirke Neues!" Es ist nicht aus! Jesus hat nicht nur einmal einen Anfang geschenkt, er will fortlaufend Neues schaffen. "Siehe, jetzt sprosst es auf!" Im Haus des Töpfers erlebte Jeremia, dass aus einem missratenen Gefäß vom Töpfer ein neues gemacht wurde, wie es ihm gefiel! "Sollte mir, dem Gott alles Fleisches, etwas unmöglich sein?" (Lies Jer.18,1-4; Jes.42,3; Joel 2,12.13; 2.Tim.1,6.7.)

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Mittwoch,25.Juli Jesaja 43,18; 4.Mose 17,22.23.

"Siehe, ich wirke Neues! Siehe, jetzt sprosst es auf!" Vor einiger Zeit schrieb uns jemand von einem solchen "neuen Aufsprossen". "Plötzlich war das Eis gebrochen. Wir konnten uns im Gebet über unser Versagen beugen, und ich konnte die jahrelange Bitterkeit hinter mir lassen. Eine große Freude kehrte ein ... ich bin so dankbar, dass Jesus alles gewendet und neu gemacht hat." - Nie muss es beim Alten bleiben. Jesus heißt "der Spross", und mit ihm hängt es zusammen, wenn etwas Neues in unserem Leben aufsprosst. "Siehe, jetzt soll es geschehen." Paulus schreibt: "Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir." Damit sagt er aus: Ich lebe ein neues Leben. Es wird nicht mehr von meinem menschlichen Ich bestimmt, sondern von dem auferstandenen Christus, der in mir wohnt. (Lies Röm.7,18.19.24.25.) Gottes Wort hat diese geheimnisvolle Kraft, Neues hervorzubringen. "Gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel herabfällt und nicht dahin zurückkehrt, er habe denn die Erde getränkt und befruchtet und sie sprossen gemacht ... also wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht, es wird nicht leer zu mir zurückkommen, sondern es wird ausführen, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe. Statt der Dornsträucher werden Zypressen aufschießen, und statt der Nesseln werden Myrten wachsen" (Jes.55,10-13). Dazu bemerkt F.B. Meyer: "So wirkt die wiederherstellende Gnade. Gott will dein Inneres verwandeln. Da wachsen Dornen und Disteln, das musst du zu deiner Beschämung bekennen. Gib dich nicht zufrieden damit, dass sie ausgerottet werden, sondern bitte Gott, dass er sie in ihr Gegenteil verwandelt. Dann wird da, wo die Dornen der Rücksichtslosigkeit üppig wuchsen und die Nesseln des Neides und der Bosheit sich breit machten, das neue Leben aus Gott zu sehen sein." (Lies Hos.6,1-3; 10,12; Hes.36,31.33-38.)

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Donnerstag,26.Juli 1.Samuel 9,27; Matthäus 6,6.

Samuel sprach mit Saul über das Jetzt der Stille vor Gott: "Du aber steh jetzt still, dass ich dir kundtue, was Gott gesagt hat." Gott liegt viel daran, dass wir ihm in der Stille begegnen, damit unser Leben die Höhe unserer Berufung erreicht. Das kann nur geschehen, wenn wir zum Jetzt der Stille vor Gott finden. "Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen", sagte Gott zu Mose (2.Mose 33,21). "Siehe, ich will dich fruchtbar machen." Diese Verheißung erhielt Abraham. Sie gilt auch jeder Rebe am Weinstock. Der Lebensstrom, der die Frucht wirken soll, wird in der Stille aufgenommen. "Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht" (1.Mose 17,6; Joh.15,5). - Jesus suchte als Menschensohn die Stille. Er hätte sich unentwegt um Menschen kümmern können, denn es gab viel Not in Israel. Aber gerade nach solchen Begegnungen musste er in die Stille gehen, um mit seinem Vater im Himmel allein zu sein. (Lies Mark.1,35; 6,46.47; Luk.5,15.16; 6,12; 9,18; 22,41.42.) - "Du aber steh jetzt still!", sagte Samuel zu Saul - jetzt, d.h.nicht später, nicht morgen. Meistens sind wir mit "später" oder mit "morgen" einverstanden; aber mit "jetzt", mit "heute"? Heute sind wir zu beschäftigt oder nicht in der Verfassung. Auf diese Verschiebungstaktik fallen wir nur zu leicht herein. So entziehen wir uns der Stille. Was für ein Verlust! Ohne Stille Zeit wird unser Leben bedeutungslos, denn Gottes Wille und Plan kann uns nicht offenbart werden. Brauchen wir nicht alle immer wieder die Ermutigung, den Entschluss und den Glauben, um dem Ruf zu gehorchen: "Du aber steh jetzt still, dass ich dir kundtue, was Gott gesagt hat"? (Lies 4.Mose 9,8; Dan.6,10.11.)

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Freitag,27.Juli Habakuk 2,20; Psalm 62,2.6.

Ein kleines Buch des norwegischen Professors O.Hallesby trägt den Titel: "Unsere Kraft wächst aus der Stille." Es ist aus der Erfahrung eines Lebens mit Gott geschrieben. "Vor dem Herrn still zu sein, ist die größte und schwierigste Glaubenstat, denn es gibt vieles, was diese heilige Stille stören will. Auch wir Christen sind tief betroffen von dem Lärm unserer Zeit. Man ist versucht, zu fragen, ob es in den vergangenen Jahrhunderten je eine so lärmende und turbulente Generation gegeben hat wie die unsrige. Es gab eine Zeit, da nannte man die Christen 'die Stillen im Lande' - aber das ist lange her. In den skandinavischen Ländern wurden die Gotteskinder einst 'die Leser' genannt, aber ich bin nicht sicher, ob sie diesen Namen noch mit Recht tragen. 'Sei stille dem Herrn' - gibt es eine Botschaft, die wir nötiger brauchen? Er, der in ewiger Ruhe thront, beobachtet unsere Hektik, und er möchte uns - jetzt - etwas von der ewigen Freude und Kraft mitteilen, die durch Stillesein kommt. Darum flüstert er freundlich jedem rastlosen, erschöpften, oberflächlichen und geistlich ausgelaugten Christen zu: Halt ein! Werde doch endlich einmal still! Der Prophet Elia erfuhr: Der Herr war nicht im Wind und nicht im Erdbeben und auch nicht im Feuer, sondern er war im stillen, sanften Säuseln (1.Kön.19,11.12). Gottes Stille wird vernommen, wenn wir uns von ihm in die Stille führen lassen." - Dann folgt der nüchterne, konkrete Rat: "Es ist weit, weit besser, sich tatsächlich je und dann in einsame Stille zurückzuziehen und so neue Kraft für den Kampf zu suchen, als sich sentimental nach einem vom Getöse der Welt abgeschiedenen Leben zu sehnen." "Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend" (Ps.84,11; lies Ps.27,4; Hab.2,1).

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Samstag,28.Juli Jesaja 30,15; Psalm 73,28.

"Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein, spricht der Herr." O.Hallesby schreibt weiter: "Such die Stille, such deine stille Kammer auf. Zieh dich öfter als bisher dahin zurück... Der größte Segen, den die Stille bringt, ist der, dass wir die Ewigkeit hören können. Wir können die Stimme des Ewigen hören, die uns ins Gewissen redet. Dann steht die Sünde riesenhaft vor uns auf. Welche Gnade ist es, Sünde zu erkennen! Wie treibt und zieht es uns zu dem großen Arzt! In der Stille hören wir die Botschaft des Ewigen an die Sünder, die Botschaft von seinem Sohn, von dem Stellvertreter, von dem Kreuz und vom vergossenen Blut. Wir vernehmen Gott, die Worte der Gnade und des Erbarmens, die er an uns richtet. Ein stilles Wort von ihm genügt, um uns Frieden und Gewissheit zu schenken und uns mutig und stark zu machen. (Lies 2.Mose 25,22; Luk.10,39; Apg.10,9-23.) Sei stille dem Herrn, wenn Feindschaft und Leiden dich ängstigen; wenn Ungeduld, Eigenwille und Leidensscheu in dir aufsteigen. Gerade dann suche die Stille vor dem Angesicht Gottes. Bleib lange in der Einsamkeit mit Gott, das wird deine Seele zur Ruhe bringen. Dann wirst du wunderbare Dinge vom Herrn hören. Du wirst das Leid in einem anderen Licht sehen. - Mein entmutigter Freund, warum bist du so niedergeschlagen? Hast du vergessen, dass ich Gott bin, dass ich dein Freund und Erlöser bin? Lass dir an meiner Gnade genügen! - Ja, seine Gnade reicht aus für uns täglich, selbst in den Stunden des Todes." (Lies Ps.46,2.11.12; Klagel.3,24-26; 2.Kor.12,8.9.) Dora Rappard betete:

Herr, mein Heiland, mach mein Herze für und für,

so in Freuden wie im Schmerze, still vor dir!

Wenn in lauten dunklen Stürmen Wogen sich auf Wogen türmen,

halt mich unter deinem Schirmen still vor dir!

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Sonntag,29.Juli Psalm 63,1-9; Hesekiel 12,8.

"Ringet danach, dass ihr stille seid!" Der junge Missionar Jim Fraser kämpfte um die Stille vor Gott. Sie fiel ihm nicht zu:" Das ganze Leben war dazu angetan, den Umgang mit Gott in den Hintergrund zu drängen. Immer wieder wird dann Enttäuschung an die Stelle der Hingabe treten. Ein beinahe unmerklicher Abstieg beginnt. Das Endergebnis ist der Verlust der Freude in der Gemeinschaft mit dem Herrn, der Verlust der Vollmacht. Jim Fraser erkannte diese Bedrohung seines Lebens und Dienstes. Er wusste, dass sie nur durch den regelmäßigen Umgang mit Gott überwunden werden konnte. Doch der Weg vom Wissen zum Praktizieren war durch vielerlei Hindernisse verstellt. Man ließ ihm keine Ruhe zur Stille. Das Wort 'privat' stand nicht im Vokabular der Menschen, unter denen er lebte. Und doch - er musste eine Möglichkeit zu ungestörter Zwiesprache mit seinem Gott finden. Ehe der Morgen dämmerte und die Unruhe der aufbrechenden Karawanen und Händler das Haus erfüllte, stand er auf. Er fand Gebetsstätten, ein Gebüsch oder eine verborgene Talsenke, und wenn es regnete ein Wachsein in der Tiefe der Nacht, während die Männer um ihn herum im Schlaf oder im Opiumrausch lagen. Ein weiter Horizont, Raum für Gott, das war lebensnotwendig für ihn" (J.Lorch). (Lies 2.Mose 16,4.7a; 34,2-8; Ps.5,4; l7,15; 59,17.) Nicht nur in der Mission, auch im Alltag vieler Frauen und Mütter, vieler Männer im Beruf ist das ganze Leben dazu angetan, den Umgang mit Gott in den Hintergrund zu drängen. Aber Gott hat für jeden Einzelnen, der ihm in dieser lebenswichtigen Angelegenheit vertraut, einen Weg. "Gott führt uns freundlich durch die Zeiten, aber vor allem führt er uns zu sich" (D.Bonhoeffer). (Lies 5.Mose 4,7; Ps.145,18.19.)

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Montag,30.Juli Josua 5,13-15; Jesaja 43,1-3.

"Siehe, ... ich bin jetzt gekommen." Gott sprach sein Jetzt vor uneinnehmbaren Mauern - menschlich gesehen. Das erlebte Josua, als er vor dem verschlossenen Jericho stand. "Es begab sich aber, dass er seine Augen aufhob und sah..." Hatte er bis dahin nur die stark befestigte Stadt und die eigene Ohnmacht wahrgenommen? Hatte ihn nur die Unmöglichkeit beschäftigt, dass diese Mauern sich je öffnen würden, damit Israel die Stadt einnehmen konnte? "Und siehe, ein Mann stand ihm gegenüber, der hatte ein Schwert in der Hand. Und Josua ging zu ihm hin und sprach zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden? Er sprach: Nein, sondern als der Fürst des Heeres des Herrn bin ich jetzt gekommen." Josua erfasste sofort, dass der Herr selbst den Kampf aufnahm und an die Spitze des israelitischen Heeres trat. Vor dem verschlossenen Jericho kam er zu ihnen und übernahm die Führung. Als er und seine Männer am Ende waren und nicht mehr weiterkamen, da bahnte Gott den Weg zum Sieg. (Lies Jos.6,1.2.16.20; 5.Mose 2,24.25.31-36; 20,1-4; Jes.42,16.) "Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde und betete an und sprach: Was sagt mein Herr zu seinem Knecht? Und der Fürst des Heeres des Herrn sprach zu Josua: Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig." Dass zu Josua dasselbe Wort kam wie zu Mose, ehe er Israel aus Ägypten herausführen sollte, muss ihn zutiefst beeindruckt haben, denn nun stand er vor der Aufgabe, Israel in das Land der Verheißung zu führen (2.Mose 3,5; lies Jos.1,1-9). Nach dem Gespräch sah Josua den Mann nicht mehr, aber er wusste, dass sie mit Gottes Hilfe rechnen konnten. - Halten wir in unserer Situation fest: "Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann ein Mensch mir tun?" (Lies 1.Kor.16,13; Hebr.6,11.12.)

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Dienstag,31.Juli Josua 5,15; 2.Mose 3,1-12.

In dem Augenblick der Begegnung mit dem Fürsten über das Heer des Herrn empfing Josua noch keine Kampfanweisungen, das geschah erst später. Jetzt aber war er als der Verantwortliche persönlich angesprochen. "Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig. Und Josua tat so." Hat diese Aussage für uns Bedeutung: "Ziehe ... aus..."? Was müssen wir ausziehen, wenn wir in die heilige Gegenwart unseres Herrn Jesus treten? Paulus schreibt vom Ausziehen und Ablegen des alten Menschen (Kol.3,8.10; Eph.4,22). Ist der Ort heilig, an dem wir gegen verschlossene Festungen kämpfen? Kann der Herr selbst gegenwärtig sein, um Tore zu öffnen? Wenn Jesus neben uns steht, ist der Ort heilig. Seine Gegenwart heiligt unseren Platz. Dann ist er bei unserem Planen, beim Reden miteinander, beim Beten, beim Ringen mit Unmöglichkeiten aller Art neben uns, und wir sind nicht allein, weil er mit seiner Macht eingreift. (Lies Matth.28,18.20b; 18,19.20.) Josua warf sich nieder vor dem Fürsten des Heeres des Herrn und unterstellte sich ihm. Unter dieser Führung fielen die Mauern Jerichos. Gott gab ihnen die Stadt (Jos.6,20). - Von "Festungen" schreibt auch Paulus. Ob er an Jericho dachte? "Die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus" (2.Kor.10,4.5). Wenn wir vor verschlossenen Festungen in Menschenherzen stehen, dann wollen wir uns an die Macht Jesu erinnern, vor der alle feindlichen Widerstände fallen müssen, auch verschlossene Menschenherzen. "Bei Menschen ist es unmöglich, sie zu öffnen, aber bei Gott sind alle Dinge möglich!" (Lies Hebr.11,1.2.6; 1.Joh.5,4.)

Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus.

Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kommen, der starke Erlöser!

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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