GOTTES GÜTE - GOTTES BARMHERZIGKEIT - GOTTES TREUE

Neujahr,1.Januar Jeremia 29,11; Klagelieder 3,22.23.

Der Übergang in ein neues Jahr ist für viele Menschen ein Anlass, ihre Situation neu zu überdenken und zu überlegen, was für Aussichten sie für die Zukunft haben und wie es weitergehen soll - im persönlichen Leben, in der Arbeit, im Einsatz für Gott. Traurig ist es, wenn wir Menschen erleben, die allem skeptisch gegenüber stehen und ohne jede Hoffnung leben. Sie haben es schwer. David sagt von ihnen: „Wer Gottes Weisungen in den Wind schlägt, der schafft sich Not und Schmerzen. Wer jedoch dem Herrn vertraut, den wird Gottes Güte umgeben.“ Zu Jeremia kam ein Wort Gottes in dunkler Zeit: „Ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und Hoffnung zu geben... Ihr werdet mich anrufen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen.“ Diese Zusage aus der Bibel dürfen wir auch für das vor uns liegende Jahr nehmen, denn der Herr selbst hat gesagt: „Ich, der Herr, verändere mich nicht“ (Mal.3,6; Hebr.13,8). Er ist der unveränderlich Liebende, der unveränderlich Rettende und der unveränderlich Segnende. „Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.“ Für ihn gibt es keine Grenze, nie ist er erschöpft, so müde wir vielleicht sein mögen: „Weißt du denn nicht? Hast du denn nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, ... wird nicht müde noch matt... Er gibt den Müden Kraft und Stärke genug den Unvermögenden... Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft.“ (Lies Ps.121,5-8; Jes.40,28-31.) „Sei getrost und unverzagt und hoffe auf den Herrn!“ „Der Herr ist mein Teil, darum will ich auf ihn hoffen!“

Gott, du bleibst Gott! Ob auch die Welt sich selbst auf alle Höhen stellt, um sich dir zu versagen, darf sich doch auf dem Erdenrund bei Tag und Nacht in jeder Stund nur, was du willst, zutragen.

Gott, du bleibst Gott in Ewigkeit, der Fels im Wechsel aller Zeit, der feststeht ohne Wanken. Es kann, wer seinen sichern Stand auf diesem ewgen Felsen fand, anbeten nur und danken.

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Mittwoch,2.Januar Klagelieder 3,22.23; Psalm 6,5.6.

„Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind. Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“ Wie war die Lage in Israel, als Jeremia diese Worte aussprach? Vor ihm war die zerstörte Stadt Jerusalem, kein Stein lag mehr auf dem anderen, alles sah hoffnungslos aus. Was Jeremia aber am meisten bedrückte, war die Gottlosigkeit, Israel hatte sich von Gott abgewandt. (Lies Jer.3,19; 7,23-28.) Aus seinem eigenen Leben konnte er ebenfalls nur von Leid und Not berichten: „Ich bin ein Mann, der Elend sehen muss. Gott hat mich geführt und gehen lassen in die Finsternis und nicht ins Licht. Er hat mich ringsum eingeschlossen und mich mit Bitternis und Mühsal umgeben. Er hat meinen Weg vermauert mit Qualen und meinen Pfad zum Irrweg gemacht. Ich bin ein Hohn für mein ganzes Volk und täglich ihr Spottlied“ (Klagel.3,1.2.5.9.14). Wir merken, um Jeremia herum und in ihm selbst war es dunkel. Nichts vermittelte mehr den Eindruck, dass irgendwo ein Licht, ein Funke Hoffnung, Mut oder Zuversicht aufleuchten könnte. Kennen wir diesen Zustand, wo alles im Dunkel liegt? (Lies Ps.17,6.7; 66,10-12.20.) Plötzlich geschieht etwas überraschend Neues in Jeremias Leben, eine Wende, die sein Reden veränderte. Scheinbar ohne erkennbaren Grund bricht Jeremia sein Klagelied ab und spricht von Gottes Güte, Barmherzigkeit und Treue. Vielleicht erinnerte er sich an den Tag, an dem Gott zu ihm gesprochen hatte: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte... Ich will dich wieder bauen ... Der Herr wird Jakob erlösen aus der Hand des Mächtigen“ (Jer.31,3.11). Vor Jeremias Augen leuchtete wieder die Güte Gottes. Er gewann neue Zuversicht aus den erfahrenen Wohltaten Gottes, und so konnte er mitten im Unglück mit seinen Worten Mut und Hoffnung wecken. (Lies Jes.63,7-9; Ps.31,8.17.18a; 33,18.22.)

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Donnerstag,3.Januar Psalm 31,20; 36,6; 86,13.15.

Kennen wir Gottes Güte? Womit können wir sie vergleichen? Ein Bericht von einem Schweizer Pfarrer trug die Überschrift: „Es kommt noch mehr!“ Dem Pfarrer wurden für eine in Not geratene Familie vierhundert Franken anvertraut. Bei der damals etwas unsicheren Postverbindung wollte er die ganze Summe nicht auf einmal schicken, so entschloss er sich, jeden Tag zwanzig Franken zu schicken und eine Notiz beizulegen: „Es kommt noch mehr!“ Die Familie erhielt nun einen Brief nach dem anderen, immer mit der Notiz: „Es kommt noch mehr!“ - Hatte Jeremia nicht schon von dem „noch mehr“ der Güte Gottes erlebt? Als die Israeliten in Babel gefangen waren, musste er ihnen im Auftrag Gottes schreiben: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen.“ Das war jedoch noch nicht alles, es kam noch mehr. In seiner Liebe versprach Gott: „Ich will ihnen alle ihre Missetat vergeben, womit sie wider mich gesündigt haben.“ - Es kam noch mehr: „Ich will dich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der Herr.“ Es kam noch mehr! „Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun!“ (Jer.29,12-14a; 30,17.22; 32,41; 33,8). Für Jeremia muss es wie ein Silberstreifen am Horizont gewesen sein, als ihm ganz persönlich von Gott zugesprochen wurde: „Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir große und unfassbare Dinge kundtun, von denen du nichts weißt“ (Jer.33,3). Immer neue Güte will Gott in unser Leben legen. Ist es nicht Güte, dass der Vater uns durch Jesus unsere Schuld vergibt? Ist es nicht Güte, dass er sich nach Gemeinschaft mit uns sehnt? Ist es nicht Güte Gottes, dass er uns in den verschiedensten Lebenssituationen sein Wort gibt? Unverdiente Güte Gottes in vielfältigster Weise! „Wie groß ist des Allmächtgen Güte! ... Der Herr hat mein noch nie vergessen, vergiss, mein Herz, auch seiner nicht!“

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Freitag,4.Januar Klagelieder 3,21-26.31.32; Jesaja 49,10.15.

Von der Barmherzigkeit Gottes sagt Jeremia: „Sie hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu!“ Unendliche Barmherzigkeit Gottes erlebte Jeremia. Wie oft verhielten sich die Israeliten widerspenstig und ungehorsam gegenüber Gott, und immer wieder wandte er sich ihnen mit erbarmender Liebe zu. „Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind?“ - und dann tun wir einen Blick in Gottes Herz: „Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz“ - man könnte auch übersetzen: „lärmt mir mein Herz“, ich komme nicht zur Ruhe, „dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der Herr“ (Jer.31,20). Gleich zweimal steht in diesem Vers das kleine Wort „muss“. „Ich muss mich seiner erbarmen!“ Gott wird von alters her so beschrieben: „Barmherzig und gnädig ist der Herr...“ Er hat sich nicht verändert. Bis zu dieser Stunde kommt er uns mit seinem Erbarmen entgegen. Als wir noch Feinde waren, liebte er uns schon und wandte uns seine Barmherzigkeit zu. „Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden“ (Eph.2,5; lies Luk.1,78.79). Immer, wenn wir auf einem falschen Weg sind, bietet er uns in seiner Barmherzigkeit den Rückweg an. Der Prophet Micha beschreibt diese Seite der Barmherzigkeit Gottes so: „Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig. Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen“ (Micha 7,18.19; lies Jes.43,25; 44,22; 54,10).

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Samstag,5.Januar Klagelieder 3,23; Psalm 89,2.

„Deine Treue ist groß!“ Jeremia spricht Gott ganz persönlich auf seine Treue an: „Deine Treue...“ Was bedeutet Treue? Ihr geht voraus, dass ein Bund geschlossen wurde, dass man sein Wort gegeben und versprochen hat, es zu halten. Aber dann folgt das Entscheidende der Treue: Am Versprechen festhalten, auch unter veränderten Umständen, auch wenn es schwierig wird, auch nach Enttäuschungen oder Missverständnissen. Treue heißt: Man kann sich aufeinander verlassen, einander vertrauen. (Lies 4.Mose 13,30; 14,24; 24,11.12; Ps.101,6.) Das Gegenteil von Treue ist untreu, treulos. Das bedeutet wortbrüchig werden, den anderen im Stich lassen, ihn verraten. Bei Gott kommt das nicht vor. Seine unverbrüchliche Treue begleitet uns. Jeder von uns kann sich unter allen Umständen und in jeder Verfassung auf ihn verlassen. „Er bleibt treu, auch wenn wir untreu werden; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“ Wir sind in Gottes Treue geborgen. (Lies 2.Tim.1,13; 1.Kor.1,9; 10,13; 1.Petr.4,19.) Als nach einem Gewitter ein Regenbogen aufleuchtete, fragte ein kleiner Junge seinen Vater: „Für wen macht der schöne bunte Regenbogen Reklame?“ - Uns erinnert der Bogen in den Wolken an den Bund, den Gott nach der Sintflut mit den Menschen schloss. Dabei versprach er ihnen seine unwandelbare Treue (1.Mose 9,8-17). „Obwohl wir den Regenbogen meist nur halb sehen können, ist Gottes Treue doch eine ganze und runde Sache, die nicht irgendwo am Horizont abbricht“ (A.Kühner). Der Regenbogen erinnert mit seinen Farben auch an das Licht um Gottes Thron. Hesekiel versucht in Worte zu fassen, was er davon erblickte: „... ein strahlend helles Licht war um ihn her. Wie der Bogen aussieht, der am Regentag in den Wolken erscheint... So war das Aussehen der Herrlichkeit des Herrn“ (Hes.1,26-28). Der Bogen, das Zeichen der Treue Gottes, erstreckt sich weit über die Erde bis in die Ewigkeit hinein. „Deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, soweit die Wolken gehen.“ Gott bleibt treu! (Lies Offb.4,2.3; Ps.103,8-11.)

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Sonntag, 6.Januar 5.Mose 32,3.4; Micha 7,20.

In den Liedern, die wir als Gemeinde gern singen, finden wir viele Aussagen über die erfahrene Treue Gottes. Den Dichtern wurde nicht die Aufgabe gestellt, ein Lied zum Thema „Gottes Treue“ zu schreiben, vielmehr war es ihr persönliches Erleben und Bedürfnis, die erfahrene Treue Gottes zu bezeugen. Wie viele Menschen wurden durch diese Lieder zum Vertrauen und zur Treue angespornt und auf „dem Weg der Treue“ (Ps.119,30) bewahrt. Ämalie Juliane Reichsgräfin von Schwarzburg-Rudolstadt (1637-1706): „Hab Lob und Ehr, hab Preis und Dank für die bisherge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen.“ (Lies 1.Sam.7,12; Jes.46,3.4; Ps.92,1-5.14.16.) Paul Gerhardt (1607-1676): „Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt.“ Rudolf Alexander Schröder, der die Zeit des Dritten Reiches erlebte, schreibt: „Wer kann der Treu vergessen, die du an uns getan, der Gaben unermessen, die wir von dir empfahn? Ging keins auf keinem Pfade der kurzen Erdenfahrt, dem du nicht deine Gnade tagtäglich offenbart.“ (Lies Ps.98,3; 100,4.5.) Gottes Güte - Gottes Erbarmen - Gottes Treue! Aufgrund dieses Wissens gewann Jeremia inmitten von allem Schweren und aller Dunkelheit immer wieder neue Zuversicht. Die Zusagen von Gottes Güte, Barmherzigkeit und Treue sind noch heute gültig. Gott ist es, „der Treue hält auf ewig“. (Lies Ps.146,5.6; 57,3.4.)

Groß deine Treue ist, o Gott, mein Vater, es ist kein Wechsel noch Schatten bei dir.

Du bleibst derselbe, du treuer Berater, voller Erbarmen begegnest du mir.

Groß deine Treue ist! Morgen für Morgen strömt Gnade aus dir.

Was ich bedarf, hast du selbst mir bereitet. Groß deine Treue ist, Herr, über mir.

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EIN LEBENSLANGES ÜBUNGSFELD - DAS GEBET

Montag,7.Januar Lukas 11,1; Psalm 65,3.

Im Blick auf den technischen Fortschritt und die vielen Veränderungen unserer Tage kommt es immer wieder vor, dass jemand sagt: Man lernt nie aus. Ja, wir haben immerzu zu lernen, wenn wir „dran“ bleiben wollen. Auch wir als Christen haben Übungsfelder, und es bedeutet viel, ob wir uns ihnen stellen oder achtlos daran vorübergehen. (Lies Hebr.4,1.2; 1.Kor.9,24.) Mit einigen Übungsfeldern, besonders unser Gebetsleben betreffend, wollen wir uns beschäftigen. Beten ist ein Kennzeichen von Kindern Gottes. Ob wir im Alten oder Neuen Testament lesen, es begegnen uns Menschen, die beten. Von ihnen wollen wir lernen, denn wie lernbedürftig sind wir gerade im Blick auf das Beten. „Herr, lehre uns beten“, die kurze Bitte der Jünger sollten wir zu unserer eigenen machen. „Das Gebetsamt ist das vornehmste Amt der Gemeinde Jesu und jedes einzelnen Christen, und was für ein Vorrecht! Im Blick auf die Welt und auch auf unser ganz persönliches Leben dürfen wir rechnen mit der Allmacht Gottes. 'Unser Gott ist im Himmel, er kann schaffen, was er will'„ (G.Maier). Beter vertrauen der Liebe Gottes und rechnen mit seiner unbegrenzten Macht. (Lies Ps.115,3; Eph.3,20.21; 1.Joh.5,14.15.) In der Bibel begegnen uns verschiedene Beter, solche, die Gott einfach danken, andere, die sich mit ihrem ganzen Leben unter seine Herrschaft stellen. Wir entdecken Beter, die in Kampfsituationen um Sieg bitten, andere, die nach Versagen ein Bußgebet sprechen. Auch das ist zu finden, dass einer im Gebet seine heilige Unzufriedenheit vor Gott zum Ausdruck bringt. Da sind Gebete, die in der Sterbestunde gesprochen werden, oder das gemeinsame Gebet der Gläubigen. - Das Gebet ist eine großartige Hilfe auf dem Weg der Nachfolge. In welche Situationen wir heute kommen, wissen wir nicht, aber wir wollen sie betend durchleben. „Ich aber bete!“ (Lies Ps.109,4; 138,3; Jer.29,13.14a; Joh.16,23.24.)

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Dienstag, 8.Januar Matthäus 7,7-11; Johannes l4,23; 15,7.

Das Gebet ist das von Gott gegebene Mittel, etwas von ihm zu empfangen. „Bittet, so wird euch gegeben... Denn wer da bittet, der empfängt.“ Bietet sich hier die Lösung der Frage an, warum Christen so oft von Mangel und Unvermögen geplagt sind? Jakobus schreibt: „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.“ Woher kommt es, dass ich wenig Veränderung bei mir feststelle? Woher kommt es, dass ich dazu neige, mich anzupassen, dass ich anfällig bin für Irrlehren, für den Unglauben? Dass ich immer schwarz sehe und nichts wage für Gott? Fehlt es einfach am Gebet? „Du sprichst: Suchet mein Angesicht. Dein Angesicht, Herr, suche ich.“ (Lies 2.Mose 32,7-14; 33,12-23; Hiob 5,8.9; Ps.50,15.) Ehe Jesus seine Jünger verließ, wies er sie noch besonders auf den Weg des Gebets. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben. Bittet, so werdet ihr nehmen, auf dass eure Freude völlig werde.“ Paulus erhoffte sich viel vom Gebet, besonders von der Fürbitte, dass er den Christen in Ephesus schrieb: „Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen und für mich, auf dass mir gegeben werde, meinen Mund aufzutun und zu reden, sodass ich den Menschen das Geheimnis der frohen Botschaft kundtun kann“ (Eph.6,18-20). Wenn wir durch Leiden geführt werden, brauchen wir in besonderem Maß Gnade von Gott, um durchzuhalten, bei ihm zu bleiben, ihn zu ehren. In solchen Zeiten ist es gut, sich immer wieder darin zu üben, vertrauend zum Herrn zu beten und nicht zu sorgen. „Alle eure Sorge werft auf den Herrn; denn er sorgt für euch!“ Das Gebet führt zum Frieden. (Lies Ps.55,23; Phil.4,6.7.)

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Mittwoch,9.Januar Psalm 28,7; Epheser 5,20.

Das Dankgebet

In den Psalmen Davids gibt es viele Dankgebete. Sein Leben war nicht leicht, weder in jungen Jahren noch als König Israels. Was veranlasste ihn dazu, dennoch zu danken? Er wusste, „der Herr verlässt seine Heiligen nicht“, und darum übte er sich im Danken. „Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder ..., denn du führst mein Recht und meine Sache.“ (Lies Ps.9,2-5; 30,9-13.) Was tun wir, wenn unsere Lebensumstände schwer sind? Erlebten wir den Herrn und sein wunderbares Tun nicht schon manchmal in schwierigen Zeiten? „Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ In Stunden der Kraftlosigkeit ist es so wichtig, dass wir nicht bei unserer Kraftlosigkeit stehen bleiben, vielmehr mit Gottes Zusagen an Kraft rechnen und wie David sprechen: „Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich dein.“ Ein Missionar, der durch schwere Zeiten ging und sehr entmutigt war, verbrachte einige Ferientage in einem Gästehaus. Dort hingen an der Wand die Worte: „Versuche es mit Danken!“ Das wurde ihm zur entscheidenden Hilfe. „Ich will dem Herrn danken..., denn er ist meine Stärke und mein Schild, auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen“ (Ps.52,11; lies Ps.57,8-12; 92,2-6; 107,1.2.19-22). David dankte seinem Gott auch für sein Leben, das wir für gewöhnlich so selbstverständlich nehmen: „Ich danke dir, Herr, dass ich wunderbar gemacht bin, wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele wohl“ (Ps.139,14). Viele von uns kennen das Lied: „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn, er hat dir viel Gutes getan...“ Könnte der heutige Tag nicht ein Danktag werden? (Lies Ps.100,1-5; 106,1.2.)

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Donnerstag,10.Januar Psalm 42,6.12; 43,4.5.

David hat Gott oft als einzigartigen Helfer erlebt, darum sprach er sich selbst Mut zu, auch in Zeiten der Betrübnis und Niedergeschlagenheit mit Gott zu rechnen: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre des Herrn, denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“ Er spricht vom Danken, schon ehe die Hilfe da ist. Danken war für ihn der Weg aus der Betrübnis hin zu Gott, der seine Freude und Wonne war. (Lies Röm.15,13; Ps.25,1-5.) - Ein anglikanischer Theologe stellte die Frage: „Wer, meinen Sie, ist wohl der beste Christ auf der Welt? Es ist nicht der, der am meisten betet oder am meisten fastet, auch nicht der, der am meisten spendet. Es ist der, der Gott immer dankbar ist. Der all das will, was Gott will. Der alles empfängt als Beweis der Güte Gottes und dem es ein Herzensbedürfnis ist, Gott für alles zu preisen und zu loben.“ (Lies Kol.3,15; 1.Thess.5,18.) Dankbarkeit ist das Öl, das unser Leben mit Gott, auch unser Gebetsleben, ohne Reibungen in Gang hält. Dankbarkeit vermittelt Kraft, mit Enttäuschungen und Problemen fertig zu werden. Meistens sind es kleine unvorhergesehene Dinge, die uns stark beschäftigen: Da kann eine Waschmaschine den Dienst versagen, ein Autoreifen die Luft verlieren oder ein unerwarteter Besuch, der unsere Pläne durcheinander bringt, vor der Tür stehen. Von unserer inneren Haltung gegenüber solchen Geschehnissen hängt es ab, ob wir zu Gott gezogen oder von ihm weggetrieben werden. Dankbarkeit zieht hin zu ihm, Groll treibt weg und macht bitter. Dankbarkeit ist ein geistlicher Lufterfrischer, der den schalen Geruch der Verdrossenheit und Bitterkeit ersetzt durch den erfrischenden Duft der Zuversicht und des Glaubens. (Lies Ps.103,1-13; Hebr.13,15.)

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Freitag,11.Januar Psalm 51,3-6.12-14; 79,9.

Das Bußgebet

David, der Mann nach Gottes Herzen, war schuldig geworden durch Ehebruch, Betrug und Mord (2.Sam.11,1-17). Fünf der zehn Gebote übertrat er in dem Augenblick der Versuchung. Das erste Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ David hatte Gott nicht Herr seines Lebens sein lassen, vielmehr bewusst sich selbst und seine Wünsche an die erste Stelle gesetzt. Das sechste und das zehnte Gebot übertrat er beim Anblick der schönen Batseba: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.“ „Du sollst nicht ehebrechen.“ Er missachtete das achte Gebot, als er Uria, Batsebas Mann, unter einem falschen Vorwand zu sich kommen ließ, um seine Schuld zu verheimlichen: „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ Schließlich übertrat er das fünfte Gebot: „Du sollst nicht töten.“ Erschüttert mögen wir fragen: Kann es für so viel Übertretung Vergebung geben? (Lies Ps.51,9; Jes.1,18.) Wir wollen uns fragen: Wie halten wir es mit Gottes Geboten? Leben wir danach? Erkennen wir unsere Übertretungen als Sünde (Matth.5,21-48)? David versuchte lange Zeit, seine Sünde zu verheimlichen. Gott ließ sie ihm nicht durchgehen. Er tut das bei den Seinen nicht, weil er sie liebt und sie segnen möchte. Sünde aber blockiert den Segen Gottes (Jes.59,1.2). - Als Nathan zu David kam und ihm sagte, wie Gott ihn sah: „Du bist der Mann, der gesündigt hat“, wich er nicht mehr aus, sogleich bekannte er seine Sünde und tat Buße (2.Sam.12,1-13). - Solche Stationen der Buße sollten auf unserem Weg der Nachfolge nicht fehlen. Nichts Verborgenes, nichts Heimliches soll in unserem Leben bleiben. Wenn der Geist Gottes uns überführt, wollen wir sofort sagen: „Herr, du hast recht; ich habe unrecht. Vergib mir meine Schuld.“ Es gibt keine Sünde, keine Schuld, die Jesus nicht auslöschen könnte. (Lies Spr.28,13.14; Jes.43,24.25.)

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Samstag,12.Januar Psalm 32,1-11; 34,19.

Kein falscher Stolz sollte uns hindern, unsere Sünde vor Gott und einem Seelsorger zu bekennen. „David sprach zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den Herrn.“ Darauf antwortete Nathan: „So hat auch der Herr deine Sünde weggenommen.“ „Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt, aber es ist mir nicht vergolten worden. Gott hat mich erlöst, mein Leben freut sich des Lichts“ (Hiob 33,27b.28; Micha 7,18.19). „Buße tun heißt umkehren in die offenen Arme Gottes. Dazu gehört, dass wir die Sünden erkennen, vor Gott und in gewissen Fällen auch vor Menschen bekennen, bereuen, hassen und lassen und im Glauben an Jesus Christus in einem neuen Leben wandeln“ (M.Luther). Ein kurzes, aber echtes Bußgebet hat Jesus im Gleichnis von dem Vater und seinen zwei Söhnen weitergegeben. Einer der Söhne, der nach einem ausschweifenden Leben im Elend gelandet war, fasste in der großen Not den Entschluss: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt. Ich bin nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße“ (Luk.15,16-24). Buße ist mehr als Reue, es ist der Entschluss zur Abkehr und Umkehr, um im Glauben an Jesus Christus in einem neuen Leben zu wandeln. Wer Buße tut, sehnt sich danach, mit Gott wieder in Ordnung zu kommen, er weiß aber auch, dass es nur Gnade ist, wenn das geschieht. Diese neue Lebensmöglichkeit war gemeint, als Jesus im Sterben ausrief: „Es ist vollbracht.“ Dass es die Buße gibt, das ist die Chance unseres Lebens. (Lies Röm.3,22b-25; 1.Petr.1,18.19; 2,24.) Die persönliche Vergebung ist das Kernstück unseres Glaubens. Ohne sie schwankt alles, und der Zweifel hat leicht Zugang bei uns. Welch ein Reichtum, wenn wir wissen: „Der dir alle deine Sünden vergibt!“ Damit fängt die große Freude für uns an, in uns ist freie Bahn zu einem erfüllten Leben. (Lies Ps.130,1-4.)

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Sonntag,13.Januar Apostelgeschichte 22,1-11; 1.Timotheus 1,12-17.

Das Gebet der Hingabe

„Herr, was soll ich tun?“ Was sich in einem Augenblick vor den Toren von Damaskus ereignete, veränderte nicht nur das Leben eines Menschen, sondern eine Welt. Als Saulus die Worte sprach: „Herr, was willst du?“, lag er als Überwältigter am Boden. Kurz zuvor war er noch der bevollmächtigte Abgesandte des Hohen Rates, die Leuchte der theologischen Fakultät in Jerusalem, die Hoffnung der jüdischen Führerschaft, der gefürchtete Verfolger der Christengemeinde. In blindem Eifer hatte er gewütet in der irrigen Meinung, dass Jesus nicht der Sohn Gottes ist, und dass er mit Recht auf Golgatha mit dem Tod bestraft wurde. Das „große Licht vom Himmel“ und die Stimme, die er hörte, überführten ihn von seiner Verblendung und zeigten ihm, wer „Herr“ ist. Er konnte nicht anders, als diesem Herrn sein Leben zu übergeben. Darum sprach er als Bitte die entscheidende Frage aus: „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“ Mit diesen kurzen Worten legte er sein Leben vertrauensvoll in die Hand Jesu. Ihm wollte er gehören, ihm dienen! Diese Haltung hat Paulus bis ans Ende seines Lebens bewahrt. „Das Leben ist für mich Christus.“ „Was ich noch lebe im Fleisch, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“ (Phil.1,21; Gal.2,19.20). Gott hat viele Möglichkeiten, Menschen in den Weg zu treten, ihre Augen aufzutun und sie zurechtzubringen. - „Siehe, er betet“, mit diesen Worten wies der Herr den zögernden Hananias in Damaskus auf die Verwandlung des bisher so eigenmächtigen Verfolgers der Gemeinde hin, den er aufsuchen sollte. Und nicht nur in jener Damaskusstunde betete Saulus, der später Paulus hieß. Die kurzen Gebetsworte waren der Anfang eines Lebens der Hingabe an Jesus. „Mir ist es nur um das Eine zu tun, Christus zu gewinnen und in ihm erfunden zu werden.“ (Lies Phil.3,7-14; 2.Tim.4,6-8.)

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Montag,14.Januar Matthäus 16,24-26; Apostelgeschichte 20,24.

Mit der Bitte, die eigentlich ein Gebet war, „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“, lieferte Paulus sein Leben Jesus Christus aus, dem er ganz gehören wollte. Das war ein totaler Herrschaftswechsel. Von dem hingegebenen Leben sprach Jesus mit seinen Jüngern, als er ihnen erklärte, was Nachfolge ist: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst... wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.“ Unsere Antwort im Blick auf die Nachfolge wird verschieden sein, sie sollte sich aber so auswirken, wie Fr.R.Havergal es in ihrem Lied ausdrückte: „Nimm mein Leben, Jesus, dir übergeb ich’s für und für.“ - „Wenn es etwas gibt, was wir dem Herrn nicht auszuliefern wagen, oder wenn wir glauben, es nicht zu können, dann wollen wir beten: 'Herr, bereite du mich zu, dass ich willig werde, dir mein Leben völlig und ohne Einschränkung zu übergeben.' Er, der uns so sehr liebt, wird unsere Bitte erfüllen“ (C.ten Boom). (Lies Ps.143,10; Röm.14,8; 2.Kor.5,15.) - Gebete, die die Bereitschaft ausdrücken, ganz für Gott verfügbar zu sein, finden wir schon im Alten Testament. Auf Gottes Anruf antworteten Menschen ebenso kurz und prägnant wie Paulus. Oft waren es nur drei Worte, die sie sagten: „Hier bin ich!“ Abraham sagte: „Hier bin ich“, als er noch nicht wusste, was Gott von ihm wollte (1.Mose 22,1.11-14). Mose sagte: „Hier bin ich“, danach kam der große Auftrag Gottes (2.Mose 3,1-10). „Siehe, hier bin ich, er mache es mit mir, wie es ihm gefällt“, sagte David, als er Schweres durchlebte. Er nahm es aus Gottes Hand, selbst als ihm Hass und Fluch entgegenschlugen (2.'Sam.16,5-12). Ob wir im Blick auf das Übungsfeld der Hingabe sagen: Das will ich lernen und leben und immer neu festmachen, wenn eine Lockerung eingetreten ist: Jesus, dir gehört mein Leben!

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Dienstag,15.Januar 2.Mose 17,8-13; Psalm 125,1.

Hilft beten angesichts eines großen Feindes?

„Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel.“ Die Israeliten zogen durch die Wüste, und eigentlich ging es auf diesem Weg von Wunder zu Wunder. Man konnte die Situationen allerdings auch anders sehen und sagen: Sie zogen von Schwierigkeit zu Schwierigkeit, darum waren Wunder notwendig, sonst hätten sie nicht überlebt. Leider nahmen die Israeliten die falsche Blickrichtung ein, sie sahen nur auf die Schwierigkeiten und ihr Unvermögen, und das machte sie unzufrieden. So wurde aus dem geretteten und singenden Volk ein murrendes Volk (2.Mose 15,1-3.20-25; 16,1-3; 17,1-3). Eine neue Schwierigkeit kam auf die Israeliten zu. Dieses Mal waren es Feinde, die gegen Israel kämpften. Sie aber waren nicht zum Kampf gerüstet. Viele Frauen, Kinder und alte Menschen gehörten zum Volk. Wie sollten sie den Kampf bestehen? Ähnliche Fragen bewegen uns manchmal, vielleicht auch heute: Wie soll das denn gehen? Wie soll ich das bewältigen, was da auf mich zukommt? Wie soll ich das wissen, was ich bei der Prüfung wissen muss? Wie soll ich mich verhalten, wenn es zur Begegnung mit dem schwierigen Menschen kommt? - Wie leicht ist es so, dass wir vor allem die Schwierigkeit sehen und darüber vergessen, dass Gott uns oft schon wunderbar geholfen hat. (Lies Ps.103,1.2.) Was für ein Vorrecht haben wir, dass wir dem Herrn die Schwierigkeit und alles Unüberschaubare übergeben dürfen: Herr, ich kann es nicht, hilf mir, leite mich, beschenke mich. Ohne dich muss ich unterliegen. - Dass sie im Kampf unterliegen würden, das befürchteten die Israeliten, als sie den Amalekitern gegenüberstanden. Gottes wunderbare Zusagen aber gelten in solchen Situationen. (Lies Ps.50,15; 2.Mose 14,14; 2.Chron.20,15-22; Hebr.13,6.)

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Mittwoch,16.Januar 2.Mose 17,8-13; Psalm 118,1-16.

Als die Amelekiter näher rückten, wusste Mose, dass sein Volk im Kampf gegen diese Feinde eigentlich nur unterliegen konnte. Darum gebot er Josua, in den Kampf gegen die Amalekiter zu ziehen, während er mit Aaron und Hur auf den Berg stieg und dort als Beter seinen Platz einnahm. „Ich will oben auf dem Hügel stehen mit dem Stab in der Hand.“ Welche Bedeutung kam dem Stab zu? Im Zusammenhang mit Moses Führerschaft findet man diesen Stab immer wieder erwähnt (2.Mose 14,15-22; 17,3-7). Es war kein Wunderstab, vielmehr das Zeichen des Glaubens. Der Unglaube hätte gesagt: Ich mache mich lächerlich vor dem Volk, wenn ich den Stab über das Wasser halte oder wenn ich damit gegen den Felsen schlage. Der Glaubende aber tut das Seine in dem Wissen, dass Gott der Handelnde ist und das Eigentliche tun kann. So hielt auch Mose zum Zeichen des Vertrauens zu Gott seinen Stab hoch, und Gott schenkte den Sieg. - Es geht auch bei uns oft um Sieg oder Niederlage. Der Weg der Nachfolge wird im Wort Gottes nicht mit einem Spaziergang verglichen, sondern mit einem Lauf in der Kampfbahn. (Lies 1.Kor.9,24; Phil.3,14; 2.Tim.4,7.8.) Schauen wir auf uns, auf unsere Kampfkraft oder unsere Siegeschancen, dann wissen wir, dass wir nur unterliegen können in den vielen Herausforderungen unseres Alltags. Aber als Gliedern des Volkes Gottes ist es unser Vorrecht, Verbindung mit dem Siegesthron der Herrlichkeit zu haben, und in scheinbarer Aussichtslosigkeit den Stab des Vertrauens hochzuhalten. „Zu Gott, dem Höchsten, will ich rufen... Vom Himmel wird er Hilfe senden und mich retten.“ „Dann werden meine Feinde zurückweichen, wenn ich dich anrufe.“ „Die Rechte des Herrn tut mächtige Taten, die Rechte des Herrn behält den Sieg!“ (Lies Ps.56,10; 57,3.4; 118,14-17; Röm.8,37; 1.Joh.5,4.)

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Donnerstag,17.Januar 1.Chronika 4,9.10; Richter 1,12-15.

Ein Gebet um Erweiterung der Grenzen

In dem Geschlechtsregister der Söhne Judas begegnet uns Jabez. Wir erfahren in wenigen Versen etwas über sein Lebensgeheimnis. Jabez war ein Mann, der klar umrissene Bitten vor Gott brachte. 0Man kann nicht sagen, dass er bescheiden gewesen wäre, er begnügte sich nicht mit wenigem. Er rechnete mit dem Herrn, der reich ist über alle, die ihn anrufen. Was meinte Jabez wohl, als er Gott bat: „Ach, dass du mich segnetest und mein Gebiet mehrtest“? Man könnte einwenden, dass wir doch mit den Grenzen, die uns gesetzt sind, leben müssen. Muss man sie nicht bejahen und zufrieden sein, auch wenn es einem schwer fällt? Wir kennen Grenzen, die uns gesetzt sind, und wir erleben es täglich, dass wir an unsere Grenzen kommen. Wir kennen die Grenzen der Kraft, Grenzen der Begabung, Grenzen, die das Alter setzt und mit denen man sich ganz neu auseinandersetzen muss, weil sie früher nicht da waren. An solchen Grenzen, die man im Vergleich mit anderen und angesichts der Aufgaben als sehr hart empfindet, reiben sich viele Menschen wund, das zeigt sich nach außen als Unzufriedenheit und Bitterkeit. Aber Grenzen, mit denen wir leben müssen, können in Segen verwandelt werden, wenn wir sie bejahen und zulassen, dass Gott an uns handelt. (Lies 2.Kor.12,7-10.) Jedoch nicht mit allen Grenzen unseres Lebens müssen wir leben. Jabez bat um Grenzerweiterung. War es die Unzufriedenheit mit seinem geistlichen Leben, dass er um erweiterte Grenzen bat? Wollte er heraus aus aller Durchschnittlichkeit seines Glaubenslebens, wollte er mehr, weil es mehr gab, wollte er voll und ganz ausschöpfen, was Gott für ihn bereit hatte? (Lies 1.Kön.3,5-13; Jer.33,3; 2.Kor.9,8; Phil.4,19.)

Herr, gib uns mehr von deinem Leben, von deiner Art, von deinem Geist;

zu dir wir Herz und Hände heben, weil du uns dich zu bitten heißt.

Wir danken dir, dass du uns liebst, und jedem, der dich bittet, gibst.

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Freitag,18.Januar 1. Chronika 4,9.10; Jesaja 55,1.

Die Bitte des Jabez war eine Bitte nach dem Herzen Gottes. In einer Übersetzung heißt sie so: „Ach, dass du mein Gebiet mehrtest“ oder „erweitern mögest“. Die Grenzen, in denen er lebte, waren Jabez zu eng, deshalb bat er darum, aus der Enge in die Weite geführt zu werden. Hatte er die Größe Gottes in seinen Zusagen erkannt und empfand nun im Vergleich dazu schmerzhaft sein begrenztes inneres Leben? Gottes Segensverheißungen waren größer als das, was er bisher besaß. - Es bedeutet Verarmung für unser inneres Leben, wenn wir genug haben und satt sind. Aber es ist etwas Großes, wenn wir unsere geistlichen Grenzen erkennen, unter ihrer Ohnmacht leiden und darüber das Gespräch mit unserem himmlischen Vater suchen, der „reich ist über alle, die ihn anrufen“. Er will, dass wir im Glauben vorwärtsgehen, dass wir in Besitz nehmen, was Jesus uns um einen hohen Preis erworben hat. Der Vater im Gleichnis sagte zu seinem unzufriedenen Sohn: „Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein“ - du könntest ganz anders leben, wenn du nur offen dafür wärest! (Lies Luk.15,25-32.) Kennen wir eine heilige Unzufriedenheit? Diese Art der Unzufriedenheit gefällt dem Herrn, und er schenkt uns die Erweiterung gern. Wenn wir mit unserem geistlichen Leben unzufrieden sind, weil es nicht dem entspricht, was Gott bereit hat, dann wollen wir um Grenzerweiterung bitten: „Herr, erweitere meine Grenzen!“ Paulus schrieb den Christen in Ephesus, was er für sie vom Herrn erbat: „...dass ihr mit allen Heiligen begreifen könnt, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe Christi erkennt, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.“ (Lies Eph.3,14-21; Offb.3,14-19.)

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Samstag,19.Januar Apostelgeschichte 4,23-31; Matthäus 18,19.20.

Das gemeinsame Gebet

„Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott.“ Hatte die versammelte Gemeinde in Jerusalem etwa Ermutigendes gehört? Nein - die beiden Apostel berichteten von dem Gebot des Hohen Rates, „keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu“. Das war ein eindeutiges Verbot. Mussten sie diese Anweisung der religiösen Obrigkeit nicht akzeptieren? Für Petrus und Johannes gab es in Dingen des Glaubens eine höhere Instanz, der sie Gehorsam schuldeten. „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg.5,29b). Von der allerhöchsten Stelle waren sie beauftragt, Zeugen ihres auferstandenen Herrn zu sein. Obwohl sie und die Gemeinde um die Folgen wussten - denn Jesus selbst hatte vor dem Hohen Rat als Angeklagter gestanden, und seine Ankläger hatten erreicht, dass er hingerichtet wurde -, schreckten sie nicht ängstlich zurück: „Wir können es nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg.4,20). Mit ihrer entschiedenen Haltung standen die beiden Apostel nicht allein, sie waren eins mit der Gemeinde. Nach ihrer Haftentlassung konnten sie mit den Gläubigen „einmütig ihre Stimme zu Gott erheben“. Zuerst beteten sie Gott an. „Herr, du hast Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht.“ War jetzt nicht ein anderes Gebet dran? Musste man jetzt nicht bitten, Sturm beten? Die Lage war doch mehr als ernst. Nein, sie beteten Gott an, über ihren Bedürfnissen und Nöten sahen sie auf zu ihm und rühmten seine Überlegenheit und Macht. Dann erst erbaten sie sich mehr Glaubensmut zur weiteren Verkündigung des Wortes Gottes. Christen, die ihrem Herrn vertrauen, starren nicht in den Abgrund, der sie verschlingen will. Sie schauen auf zu Jesus, der seinen Platz im Himmel eingenommen hat, der alle Macht in Händen hat. Mit seinem Handeln rechnen sie. (Vgl.1.Kön.8,22-26; Ps.95,3-7a; 113, 5-7a; 146,5.6.)

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Sonntag,20.Januar Apostelgeschichte 4,23-31; 1.Petrus 3,22.

Die Christen in Jerusalem richteten ihren Blick auf die Größe und Herrlichkeit ihres Herrn. Wenn uns beim Beten die persönlichen Anliegen das Größte sind, dann beten wir leicht verzagt und kleinmütig, der Größe unserer Probleme entsprechend. Wir dürfen aber erwartungsvoll beten, der Größe unseres Herrn entsprechend, denn „größer als der Helfer ist die Not ja nicht“. „Siehe, Gott ist mein Helfer, ich werde nicht zuschanden werden“ (Ps.54,6). Unsere Blickrichtung ist entscheidend in Stunden der Anfechtung und Not. Deshalb: „Lasst uns unverwandt auf den Herrn Jesus hinblicken, der seinen Weg auf Erden im Vertrauen begann und im Vertrauen vollendete... Nun hat er sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt“ (Hebr.12,2.3; lies Ps.16,8; 118,7; Jes.50,7). Die Christen in Jerusalem jammerten nicht über die große Gefahr, sie hielten auch keine langen Beratungen ab, sie erhoben ihre Stimmen einmütig zum Herrn. Beteten sie darum, dass das Redeverbot aufgehoben wurde oder dass Gott ihnen grünes Licht zur Flucht aus Jerusalem gab? Nein, sie beteten gemeinsam um etwas, was ihr Leben vermutlich schwerer machte als bisher. Aber sie wollen nicht zurückweichen, sondern vorwärtsgehen. Miteinander suchten sie den Herrn und erbaten seine Hilfe, dass sie tun konnten, was sie eigentlich nicht mehr tun durften und doch nicht lassen konnten. (Lies Apg.20,24; 2.Kor.5,14-16.) Der Herr antwortete auf das Gebet seiner Gemeinde. Die Stätte bewegte sich, und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt. Sie erlebten nicht ein neues Pfingsten, jedoch eine Neubelebung. Es ist kein Ausnahmefall, was die Gemeinde in Jerusalem erlebte. Vielleicht stellt sich mancher die Frage: Warum bewegt sich bei mir, bei uns nichts? Beten wir vielleicht zu wenig miteinander, oder lassen wir den Herrn zu wenig Herr sein?

Sind wir treu im glaubensvollen Beten? Sind wir treu, vor Gottes Thron zu treten? Herrlich offenbart er seine Macht, wunderbar, wie du es nie gedacht.

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Montag,21.Januar Apostelgeschichte 6, 1-15; 7,54-60.

Ein von Jesus erfüllter Beter

„Stephanus, ein Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, voll Gnade und Kraft“, war einer der sieben Diakone, die für den praktischen Dienst in der Gemeinde eingesetzt wurden. Sein Leben hatte nur ein Thema: Es war erfüllt von Jesus. Das bestimmte auch seinen praktischen Dienst. Auch als Christen können wir leider noch von mancherlei erfüllt sein: von Angst, von Sorgen, vom Besorgtsein um unsere eigene Ehre, auch von Unzufriedenheit und Bitterkeit, von Groll und Nachtragen. Was uns innerlich erfüllt, das prägt uns und zeigt sich im Äußeren. Stephanus war von Jesus erfüllt. Wie geschieht es, dass ein Mensch von Jesus erfüllt wird? Für Georg Steinberger war die Antwort auf diese Frage scheinbar ganz einfach: „Gehorsam dem Herrn gegenüber verschafft ihm viel Raum in uns.“ (Lies Joh.14,23; Eph.5,15-20; Kol.1,9.) Neben seinem praktischen Dienst ging Stephanus in die Synagogen der Juden, um dort aus der Schrift vorzulesen und sie auszulegen. Damit begab er sich jedoch in große Gefahr. Aber auch für ihn galt: „Wir können es nicht lassen, dass wir nicht reden sollen von dem, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg.4,20). Selbst dann, als sein Leben bedroht war, konnte er von Jesus nicht schweigen. Wir können meist viel besser von Jesus schweigen als von ihm reden. Woran liegt das? In Matthäus 12,34 lesen wir: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ Stephanus war einfach voll von Jesus. Sind wir das vielleicht zu wenig? Ist bei uns zu viel andere Füllung? Oder würden wir gerne von Jesus reden, schrecken aber zurück vor den Folgen? Stephanus wurde draußen vor der Stadt gesteinigt. Seine letzten Worte waren Gebetsworte: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ Wer so betet, weiß, dass er zu Jesus geht. (Lies Ps.73,24; Luk.23,43; Joh.14,3; Phil.1,20-24.)

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Dienstag,22.Januar Apostelgeschichte 7,54-59; Lukas 23,32-46.

Stephanus hatte ganz für Jesus gelebt, und so übergab er sich auch im Sterben ganz seinem Herrn: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ Seine allerletzten Worte waren Gebetsworte für seine Gegner. Das hatte er bei Jesus erlebt, der selbst im Sterben nicht an sich dachte, sondern betete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Wie sie lebten, so starben sie. Kann man das lernen und üben, was man als Allerletztes sagen und beten wird? Hat dieses Übungsfeld nicht viel zu tun mit den vorausgegangenen Übungen und vielen anderen, die nicht erwähnt sind in unserem Thema? Wenn wir ein Gebetsleben geführt haben, wird unser Leben auch am Ende ein Gebetsleben sein, in großer Schwachheit vielleicht, aber unverkennbar lebendig und echt. Manfred Siebald fragt in einem Lied: „Letzte Worte, was werden meine sein, was werden deine sein, was fällt uns wohl zum guten Schluss noch ein? Letzte Worte, ob dann sich niederschlägt, was unser Leben prägt und ob uns das durch jene Stunde trägt?“ Das Dankgebet, das Gebet der Hingabe oder der Buße, das Gebet mitten im Kampf oder um Grenzerweiterungen, das gemeinsame Gebet und unser Erfülltsein von Jesus, es prägt uns und lässt unser Sterben ein gewisses Heimgehen sein. Es lohnt sich, dass wir uns Zeit nehmen und über die verschiedenen Übungsfelder noch einmal nachdenken. Sollten wir nicht ganz neu bereit sein zu lernen, darin zu leben? „Bedenke dies alles sorgfältig; lebe in den göttlichen Dingen, damit alle erkennen können, dass du Fortschritte in deinem inneren Leben machst“ (1.Tim.4,14; lies Eph.5,20; Röm.8,35.37; Ps.23,5.6; Apg.2,42).

Sei wachsam in des Tages lautem Treiben, wenn arbeitsvoll die Stunden dir vergehn. Such immer neu, ein Weilchen still zu bleiben, vertrauend, betend aufzusehn! Zu jeder Zeit üb Wachsamkeit; ja, sei wachsam auch heut.

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MITARBEITER IM TEAM DES PAULUS - Philipper 2,19-22.

Mittwoch,23.Januar Matthäus 9,37.38; 5,14-16.

Timotheus - ein einsatzbereiter, treuer Mitarbeiter

Paulus hat den Christen in Philippi einige Tipps gegeben, wie sie durch ihr Lebenszeugnis Menschen in ihrer Umgebung auf Jesus Christus aufmerksam machen konnten. „Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, in dem ihr scheint als Lichter.“ Dies konnte nur gelingen, wenn sie sich mit Gottes Wort beschäftigten und im Glauben daran festhielten (Phil.2,14.15). Wenn wir mit Gottes Wort leben, wird es unser Leben hell machen und andere zum Nachdenken bringen. „Wer jeden Morgen sein Leben in die Glut des Wortes Gottes hinein hält, der nimmt das Leuchten des Wortes mit in den Tag.“ „Das Licht der Gerechten brennt fröhlich!“ Gottes Wort ist die Quelle, aus der wir für unsere bewegten Tage Freude und Kraft schöpfen können. Es ist die Quelle, die selbst in dunklen Stunden und in ausweglosen Lagen nicht versiegt. Paulus hatte das erlebt, und so konnte er trotz seiner ungewissen Zukunft schreiben: „Ich freue mich und ihr sollt euch mit mir freuen.“ (Lies Ps.34,6; 119,105; Jer.15,16; Neh.8,10.) Ein Liederdichter drückte seine Erfahrung mit den Worten aus: „In dir ist Freude in allem Leide... Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hast’s in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not.“ Der Blick auf Jesus ermutigt uns, vertrauensvoll und mit Freuden in den Tag zu gehen. So werden Menschen in unserer Umgebung von der Freude an Jesus angesteckt. (Lies Apg.28,15; Luk.15,8-10.)

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Donnerstag,24.Januar Philipper 2,19-23; Johannes 13,35.

„Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, dass ich Timotheus bald zu euch senden werde, damit ich auch erquickt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht.“ In Timotheus hatte Paulus einen Mitarbeiter, den er nach Philippi schicken konnte, weil es nicht abzusehen war, wann er selber einen Besuch dort machen konnte. Erstaunlich ist die Begründung, die Paulus für den Besuch des Timotheus anführt: „...damit auch ich erquickt werde.“ „Paulus gehörte nicht zu den verkrampften Christen, die mit verbissenem Gesicht klagen, dass sie nie Zeit haben, auch einmal an sich zu denken, sondern sich immer aufopfern für die anderen. Natürlich wollte er Freude und Erquickung in seinem Leben haben. Was aber war seine Freude?“ Die Freude, nach der Paulus sich sehnte, hatte keinen egoistischen Grund, es ging ihm darum, „dass ich erfahre, wie es um euch steht“. Die Liebe des Apostel war echt, eine herzliche Verbindung bestand zwischen ihm und den Gläubigen in Philippi, er betete für sie, und nahm mit Interesse an ihrem Ergehen teil. (Lies Phil.1,3-5.8; 4,14.16.) „Jemand benutzte das Bild vom Rad, um daran das Wesen christlicher Gemeinschaft deutlich zu machen: In der Mitte befindet sich die Nabe. Von ihr zweigen die Speichen nach allen Richtungen ab. Je näher die Speichen an der Nabe sind, um so näher sind sie sich untereinander. So ist es auch mit der Gemeinde. In ihrer Mitte ist Jesus. Je näher der einzelne Christ Jesus steht, je mehr er mit Jesus in einem herzlichen, persönlichen Verhältnis verbunden ist, desto näher kommen sich Christen auch untereinander. Wie nah muss Paulus seinem Herrn gestanden haben, dass er auf so enge Tuchfühlung mit den Glaubensgeschwistern in Philippi war“ (J. Blunck). Hier ist unsere persönliche Anwort gefragt: Wie ist meine Beziehung zu Jesus und was bedeutet mir die Gemeinschaft mit Schwestern und Brüdern? (Lies Ps.16,8; 119,63; 122,1; Kol.3,11.13.)

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Freitag,25.Januar Philipper 2,19-21; 1.Korinther 10,24.

Wenn Paulus auch eine herzliche Verbindung zu den Christen in Rom hatte, so ließ er die Philipper doch wissen, dass ihm manches in der Gemeinde dort Not bereitete. „Ich habe keinen - außer Timotheus - der so ganz meines Sinnes ist.“ Er klagte die Gemeinde nicht an, er sprach ihnen auch nicht ihren Glauben ab, aber er stellte traurig fest, „sie suchen das Ihre“. Diese Not hatte er schon in ähnlicher Weise erwähnt: „Etliche predigen Christus aus Neid und Streitsucht, jene aus Eigennutz und nicht lauter.“ Paulus wusste um die Gefahrenstellen in der Gemeinde. Er wusste, wie schnell Selbstsucht den Blick für den anderen trübt, wie schnell sich Uneinigkeit breit macht, wenn man nur noch sich selbst im Auge hat - die eigenen Gedanken, Pläne und Wünsche. In seinen Briefen schrieb Paulus deshalb immer wieder von der Liebe, die er das „Band der Vollkommenheit“ nennt (Kol.3,14). Auch die römischen Christen hatte er schon darauf aufmerksam gemacht: „Die Liebe sei ohne Falsch... Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor... Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen. Haltet euch nicht selbst für klug“ (Röm.12,9.10.16; 14,7.8). Die Frage: Suche ich das Eigene oder bin ich für Gott und damit für den anderen da?, muss immer wieder neu von uns beantwortet werden. Eine Christin, die mit diesem Problem kämpfte, erhielt den Rat: „Eine neue Hingabe an Jesus würde Ihr Problem lösen.“ „Denkt nicht immer zuerst an euch, sondern kümmert und sorgt euch um die anderen. Orientiert euch an Jesus!“ „Christus ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist“ (Phil.2,4.5; 2.Kor.5,15; lies Eph.4,1-3; Gal.5,25.26).

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Samstag,26.Januar Philipper 2,19; Sprüche 3,5.6.

Ehe Paulus von seiner Zusammenarbeit mit Timotheus berichtet, schreibt er, wie er darauf kam, Timotheus nach Philippi zu senden. „Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, dass ich Timotheus bald zu euch senden werde.“ In seinen Briefen benutzte Paulus häufig die Redewendung „in dem Herrn“. Für ihn waren es keine leeren Worte, auch keine wohlklingende Ergänzung, vielmehr Ausdruck seiner engen Verbindung mit Jesus. „Durch Gott sind wir in Christus“, schreibt er an anderer Stelle. „In Christus“ war sein Lebensraum. Obwohl Paulus eine starke Persönlichkeit war, ein Mann mit einer umfassenden Bildung, blieb er in allem Überlegen und Planen abhängig von seinem Herrn. „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“ (Lies Apg.22,10; Ps.40,9.10.) „In dem Herrn“ zu sein, war für Paulus das Lebenselement, wie es das Wasser für den Fisch ist. „In dem Herrn“ - das war für ihn der Ort der Geborgenheit, des Friedens. Zu seinem Herrn konnte er fliehen, wenn er angegriffen wurde oder keinen Ausweg aus einer Situation sah. (Lies Spr.18,10; Ps.32,6a.) „In dem Herrn“ zu leben, war nicht nur das Vorrecht von Paulus, Timotheus, Epaphroditus und den Christen in Philippi – es ist auch unser Vorrecht! Seit Jesus um unserer Schuld willen am Kreuz starb, ist für jeden, der an ihn glaubt, die Tür zur Gemeinschaft mit ihm weit geöffnet. (Lies Röm.6,11; 8,1; 1.Kor.1,30; 2.Kor.5,17; Kol.1,2.) „In Christus“ ist uns ein unvorstellbarer Reichtum geschenkt: Erlösung, Vergebung unserer Schuld, Leben im Überfluss, Hoffnung und Zuversicht, echte Geborgenheit. (Lies Eph.1,3-14; Kol.2,1-3.6.7.9.10.) In der Gegenwart von Jesus zu leben ist unser Vorrecht. Er will uns leiten in all den Herausforderungen unserer Tage. „In Christus“, das ist das Geheimnis eines siegreichen Lebens. Wenn wir das Bleiben in Jesus üben, gilt uns die Verheißung: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht“ (Joh.15,5).

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Sonntag,27.Januar Phipper 2,19-22; 1.Korinther 4,17.

Während der schweren Zeit, die Paulus in Rom durchlebte, hatte er in Timotheus einen treuen Begleiter. Timotheus war nicht nur bereit, Jesus zu dienen, sondern auch dem Apostel Paulus. Paulus schreibt von ihm, dass er sich bewährt hatte, „denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir am Evangelium gedient“. Der große Auftrag verband die beiden Männer. Nur eines war ihnen wichtig: die frohe Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen. Wer hat heute noch den Mut, sich als Diener zu bezeichnen? „Wir sind nicht groß, weil wir an der Spitze stehen, sondern dadurch, dass wir bereit sind, zu dienen. Sich darin zu üben, ist ein wesentlicher Bestandteil der Nachfolge“ (M.Bönig). Als es im Jüngerkreis einmal um die ersten Plätze ging, sagte Jesus ihnen: „Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener“ (Matth.20,26; 23,11.12). - Paulus betonte eine weitere Eigenschaft des Timotheus: „Er wird herzlich für euch sorgen!“ Das war dem Apostel wichtig, wenn er an die Menschen in Philippi dachte. Herzlich würde Timotheus sich der Gemeinde zuwenden, sich um ihre Nöte und Probleme annehmen. Herzlich würde er auch auf die einzelnen Gläubigen zugehen und ihnen ein offenes Ohr schenken für ihre Fragen. Freundlichkeit, Herzlichkeit statt Härte und Ablehnung baut trennende Mauern ab und baut Beziehungen auf. Wie wohltuend und helfend ist es, wenn wir mit Herzlichkeit auf andere zugehen! In einem afrikanischen Gedicht heißt es: „Seit ich an Christus glaube, ist der Nächste mehr als ich.“ An die Thessalonicher-Christen gibt Paulus einen Wunsch weiter, es darf auch unser Wunsch sein: „Der Herr erfülle euch - mich - mit überströmender Liebe zu denen, die mit auf dem Weg sind, und zu allen Menschen“ (1.Thess.3,12).

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Montag,28.Januar Philipper 2,19-22; 1.Korinther 10,24.

„Ich habe sonst niemand, der so ganz in meinem Sinne handelt, der so herzlich für eure Anliegen sorgen wird.“ Liest man in den verschiedenen Übersetzungen, wie Paulus Timotheus vorstellte, so entsteht ein anziehendes Charakterbild. Er schildert ihn als einen Mann, „ganz meines Sinnes, herzlich, aufrichtig, redlich, echt, selbstlos für euch besorgt, bewährt, zuverlässig, der wie ein Kind dem Vater hilft im Dienst des Evangeliums“. Ihm konnte er den Dienst in Philippi anvertrauen. Wie die Schilderung unseres Lebens wohl aussehen würde? Könnte man von uns sagen: gesinnt wie Jesus, der im Gehorsam den Weg bis zum Tod am Kreuz ging? Gesinnt wie Paulus, der sein Leben bedingungslos für die Sache Jesu einsetzte? (Lies Matth.26,39; Apg.20,24; 2.Tim.4,7.) Gesinnt wie Timotheus, der sich an den von Gott bestimmten Platz zum Dienst rufen ließ? - Der junge Missionar Jim Elliot - er war erst neunundzwanzig Jahre alt, als er sein Leben bei den Aucas verlor - schrieb in sein Tagebuch: „Der ist kein Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann, auf dass er gewinne, was er nicht verlieren kann.“ (Lies Röm.12,1; 2.Tim.4,5-8.) - E.Thurneysen wusste um die Auseinandersetzung, in der wir uns manchmal befinden, wenn es darum geht, der Sache von Jesus Christus den ersten Platz einzuräumen und für andere da zu sein. Er betete: „Nimm mich heraus aus all dem Engen, Kleinen, Persönlichen, aus all dem Eigenen, dem, was ich so eifersüchtig, so stolz und verzweifelt hüte. Nimm mich heraus aus all dem Selbstmitleid und Selbstvertrauen, heraus aus den engen Schranken, in denen ich immer wieder anstoße, nimm mich heraus! Mache du deinen Namen, dein Reich, deinen Willen groß in mir, mache mich frei für dich, mache mich freudig und lebendig, mache du mein Herz weit, dass ich laufe, laufe den Weg deiner Gebote.“ (Lies 1.Thess.3,12.13; Gal.6,2.9.10.)

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Dienstag,29.Januar 2.Timotheus 1,5; 3,14-17; Jesaja 55,9.

Wie wurde Timotheus der Mitarbeiter, den Paulus den Christen in Philippi vorstellt? Durch seine Mutter Eunike und seine Großmutter Lois hatte er das Wort Gottes kennen gelernt. Die beiden Frauen legten damit den Grund, dass Timotheus sich früh für ein Leben mit Jesus entschied. Der Same des Wortes Gottes wurde in das Herz eines Kindes gesät, dadurch entstand viel Frucht. Timotheus persönlich berichtet nichts davon, doch aus dem 2.Timotheusbrief geht hervor, dass Paulus darin die Quelle seiner Verbindung mit Jesus sah: „Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast, weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche dich weise machen können zum Heil durch den Glauben an Christus Jesus. Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit. So reift der Mensch Gottes zur Vollkommenheit heran und ist zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ Das Wort, das Jesus den Jüngern sagte, hat heute noch eine große Bedeutung: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn ihnen gehört das Himmelreich!“ (Lies Ps.71,17-19; 5.Mose 6,4-7.) „Was die junge Generation in unserer Zeit der Orientierungslosigkeit, der Haltlosigkeit und Unverbindlichkeit braucht, sind Vorbilder im Glauben, die ihnen helfen, klare Maßstäbe für ihr Leben zu finden. Eine Hilfe ist, dass man ihnen Gottes Wort lieb macht, sie beten lehrt und ihnen die Ehrfurcht vor dem lebendigen Gott vermittelt“ (M.Bönig). Ein Referent hielt bei einer Glaubenskonferenz seine Bibel hoch und sagte: „Zwischen diesen beiden Buchdeckeln steht alles geschrieben, was du wissen musst, um ein Leben im Gehorsam Gott gegenüber zu leben! Willst du ein erfülltes Leben, so lies Gottes Wort und lebe danach!“ Timotheus war ein Mitarbeiter, „der sich nährte von den Worten des Glaubens und der guten Lehre“ (1.Tim.4,6).

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Mittwoch,30.Januar 2.Timotheus 1,3-7; Johannes 16,33.

Von seiner Veranlagung her war Timotheus kein besonders mutiger junger Mann, wohl eher still und zurückhaltend, vielleicht sogar ängstlich. Paulus sprach ihn mehrmals darauf an und ermutigte ihn: „Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ „Tritt als tapferer Soldat in die Kampfes- und Leidensgemeinschaft Jesu Christi ein!“ An die Gemeinde in Korinth schrieb der Apostel: „Wenn Timotheus kommt, so seht zu, dass er ohne Furcht bei euch sein kann; denn er treibt auch das Werk des Herrn wie ich“ (1.Kor.16,10; lies 2.Tim.2,1-5). Erstaunlich ist, dass Timotheus sich trotz der Steinigung des Paulus in seiner Heimatstadt Lystra von Jesus in die Nachfolge rufen ließ und mit Paulus zum Dienst aufbrach (Apg.14,19.20; 16,1-3a). Diesen Entschluss konnte allein Gottes Geist in ihm wirken. In der Kraft, die Gott ihm schenkte, konnte er ihn in die Tat umsetzen. Wenn wir uns Jesus überlassen und seinem Ruf folgen, wird er auch uns mit den Gaben ausrüsten, die wir für unseren Auftrag brauchen. Und denen, die ängstlich sind, spricht er immer neu zu: „Fürchte dich nicht! Sei fern von Angst, denn du hast dich nicht zu fürchten.“ Mit seiner eigenen Person stellt er sich neben die, denen der Mut fehlt. „Sei stark und mutig, erschrick nicht und fürchte dich nicht..., schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott. Ich stütze dich, ja ich helfe dir!“ (Jes.41,10.14; 43,1.2; Joh.14,1.27). Eine stille, zurückhaltende Art ist kein Hindernis für die Mitarbeit im Reich Gottes. Die Worte des Paulus sollen eine Ermutigung sein: „Der Herr hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen, den Ängstlichen mächtig“ (2.Kor.12,9; lies Ps.119,30-33.133.165).

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Donnerstag,31.Januar Römer 8,28; Psalm 16,8.

Ein weiterer wesentlicher Zug für die innere Entwicklung von Timotheus war sein Ja zu den Verhältnissen, in die Gott ihn hineinstellte. Da gab es viele Gelegenheiten zum Wachsen und Reifen im geistlichen Leben. Kein Wort der Anklage oder der Auflehnung kam über seine Lippen. Nach seiner Bekehrung hatte er die Führung seines Lebens Jesus anvertraut und war sich gewiss, dass er ihm den rechten Weg zeigen würde. „Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn“ (Ps.143,10). Als junger Christ bewährte er sich in der Gemeinde in Lystra. Man kannte sich dort und konnte auf Dauer nichts voreinander verbergen. Und Timotheus hatte nichts zu verbergen, vielmehr hatte er „einen guten Ruf bei den Brüdern“ (Apg.16,1.2). - Auf der Missionsreise an der Seite des Apostels Paulus teilte er die Freude der Gemeinschaft, hatte jedoch auch die Anfangsschwierigkeiten durchzustehen und die Ungewissheit ihrer Reiseroute. Unverständlich mögen ihm die Widerstände erschienen sein, die ihnen den Weg zu ihrem Ziel versperrten. In Philippi erlebte er den Widerstand gegenüber dem Missionsteam und die Gefangennahme von Paulus und Silas. Wie werden ihm diese Tage und Nächte zugesetzt haben! In Thessalonich wartete Verfolgung auf sie, sodass sie während der Nacht nach Beröa abreisten. Auch dort musste Paulus fliehen und Timotheus und Silas allein zurücklassen (Apg.16 und 17). Auf diesen oft unerklärlich schweren Wegen lernte Timotheus sein Vertrauen ganz auf Gott zu setzen. In Angst und Gefahr hielt er durch und blieb ein Zeuge seines Herrn und Erlösers. „Ich hielt meinen Fuß auf seiner Bahn und bewahrte seinen Weg und wich nicht ab.“ Wenn wir von Jesus in Dienst genommen werden, so erwartet er Treue von uns, auch wenn ein Weg hart ist und Opfer von uns fordert. (Lies Hiob 17,9a; Ps.84,6-8; Hebr.10,38.39.)

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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