2001WERFT EUER VERTRAUEN NICHT WEG

Neujahr,1.Januar Hebräer 10,35-39; 1.Johannes 5,4.

"Wir erweisen uns nur dann als Gefährten Christi, wenn wir das Vertrauen, das uns in den ersten Tagen unseres Glaubenslebens erfüllte, bis zum Ende unerschütterlich festhalten." Da Jesus "der Anfänger und Vollender unseres Glaubens" ist, gibt es nur den Weg des Glaubens, auf dem wir seine Gefährten bleiben können. Mit dem schlichten, aber persönlichen Vertrauensbekenntnis: Ich glaube dir, ich vertraue dir, können wir auch in schwierigen Situationen an Jesu Seite aushalten.

Ob auch tausend Fragen bohrend an mir nagen,

will ich dennoch es dir sagen: Ich vertraue dir!

Wenn auch Riesenwellen drohn mich zu zerschellen,

will ich doch zu dir mich stellen: Ich vertraue dir!

Lasst die Stürme toben! Unser Herr wacht droben,

und so will ich neu ihn loben: Ich vertraue dir!

Was hilft uns außerdem, im Vertrauen nicht wankend zu werden? Das Wort Gottes! Aus der Schrift erfahren wir, wie groß und herrlich der Herr ist, dem wir uns anvertrauen. "Durch den Glauben wissen wir: Die Welt ist durch sein Wort geschaffen worden; das Sichtbare ist aus dem Unsichtbaren entstanden" (Hebr.11,3; lies Ps.145,1-8; Kol.1,15-18). Jesus hat Zugang zu allen Bereichen und herrscht über alles, was uns heute, am Anfang eines Jahres, ängstigen kann. (Lies Jes.9,5.) Wir wissen nicht, was kommen wird, aber weil wir einen einzigartigen Herrn haben, darf die Angst uns nicht beherrschen. "Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln." Jeremia betete glaubensvoll, obwohl die Stadt Jerusalem, in der er sich befand, von den Babyloniern belagert war: "Ach, Herr, siehe, du hast mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm den Himmel und die Erde gemacht; dir ist nichts zu wunderbar" (Jer.32,16.17). "Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es auf dich vertraut. Vertrauet auf den Herrn immerdar - auch im Jahr 2001; ja, vertraut auf Gott, den Herrn, den Fels der Ewigkeiten!" (Jes.26,3.4; lies Ps.118,1-8.13-16; 125,1.2; Spr.3,5.6).

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Dienstag,2.Januar Hebräer 10,35; Psalm 31,20.

Am Vertrauen festhalten

"Werft euer Vertrauen nicht weg!" Das ist das Vorrecht der Kinder Gottes: Jeden Augenblick haben sie Zutritt zu Gott, weil er ihr himmlischer Vater ist, dem sie freimütig alles sagen können, was sie bewegt. "Wir haben die vollste Freiheit, jederzeit in das Heiligtum der Gegenwart Gottes einzutreten auf Grund des Blutes Jesu... Darum lasst uns auch wirklich hinzutreten zum Thron Gottes in freudiger Glaubensgewissheit." "Ihr Lieben, wenn uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir Zuversicht zu Gott, und was wir bitten, werden wir empfangen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist" (1.Joh.3,21.22; lies Hebr.10,19-22; 4,16; Eph.3,12). Allerdings kann es vorkommen, dass jemand dieses Vorrecht gering achtet und verwirft, wie ein Kind etwas Wertvolles wegwirft, um dafür Geringeres festzuhalten. So kann man statt Vertrauen eine Bitterkeit im Herzen festhalten. Wenn wir das tun, so verlieren wir die nahe Beziehung zu unserm himmlischen Herrn und die Freude schwindet. Ein Mensch, ein Schmerz, eine Sorgenlast, irdischer Besitz können unser Herz ausfüllen, dass wir darüber die Gemeinschaft mit Jesus vernachlässigen. Darum wollen wir den Zuspruch nicht überhören: "Wirf dein Vertrauen, deine Glaubensverbindung mit Jesus, nicht weg!" (Lies Jes.50,10; 1.Sam.30,6; Spr.3,5.6.) Vertrauen muss die Basis unserer Gemeinschaft mit ihm sein, wenn wir das Ziel unseres Glaubensweges erreichen wollen. Sonst verzichten wir auf die wahre Hilfe und begeben uns in Gefahr, falsche Wege einzuschlagen. Der Rat eines bewährten Christen: "Wirf lieber alles andere weg, nur dein Vertrauen nicht! Wirf deine Last auf den Herrn, der sie dir abnehmen will, aber verzichte nie auf dein großes Vorrecht, allezeit dem Herrn alles sagen zu dürfen!" - "Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen" (Ps.55,23; lies Phil.4,6.7; Ps.27,7-14).

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Mittwoch,3.Januar Hebräer 10,35; Psalm 40,1-3.

"Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat." Kommt es bei uns Christen nicht auch vor, dass wir schnell entmutigt sind? Bleibt eine Antwort auf unsere Gebete längere Zeit aus, geben wir auf, anstatt weiterzubeten. Johannes Busch schrieb an seine Frau: "Ich stehe in den letzten Wochen so sehr unter dem Eindruck, dass wir den Herrn durch nichts so betrüben, als wenn wir ihm nicht vertrauen. In dieser Zeit voll losgelassener Mächte ist unsere tägliche Hauptübung, kindlich zu glauben und trotz allem fröhlich zu bleiben. Es geht zwar durch Proben hindurch und oft ist das schwer. Aber wenn die Sorgen kommen wollen, dann überkommt es mich jedesmal wie ein ganz großes Glück, dass wir ja fest in Gottes Hand sind. Wir sollten nicht kleingläubig sein. Wirklicher Glaube überdauert auch eine harte Zeit." (Lies 1.Mose 49,18; Ps.119,166; 130,6.7; Klagel.3,22-26.) - Verdient das Vorrecht, dass wir immer und in allen Lagen mit unseren Anliegen zum Herrn kommen können, auch noch eine Belohnung? Aber so steht es im Wort Gottes. Unbedingtes Vertrauen, dass alles, was Gott mit uns tun wird, gut ist, erquickt das Herz unseres himmlischen Vaters. Und dieses Vertrauen belohnt er. "Man wird sagen: Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns helfe. Das ist der Herr, auf den wir harrten; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil" (Jes.25,9). Die Wasser der Trübsal und der Angst können steigen und der Boden unter unseren Füßen unsicher werden, aber Gott bleibt dem Vertrauenden nahe, er nimmt teil an unserem Erleben. "Sagt den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott" (Jes.35,4; lies Dan.3,16-18.23-25; 6,17.21-24; 2.Kön.6,14-17). Der Höhepunkt der göttlichen Belohnung besteht darin: "Wir werden bei dem Herrn sein allezeit!"

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Donnerstag,4.Januar Hebräer 10,36; Jakobus 1,2-4.

Die Geduld nicht verlieren

"Geduld, Standhaftigkeit, Ausdauer ist allerdings nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und alles erlangt, was Gott euch durch seine Verheißung zugesagt hat." "'Geduld habt ihr nötig', schreibt der Apostel an die Hebräer-Christen, und er zieht damit eine erste Konsequenz aus seinem Aufruf zum Gottvertrauen. Geduld, das ist eine Aktivität des Glaubens, kein tatenloses Gewährenlassen, sondern eine zielgerichtete Beharrlichkeit, die von dem Glauben lebt, dass Gott uns treu ist. Die Geduld stellt sich den Problemen, sie weicht ihnen nicht aus, sondern versucht, sie mit Besonnenheit und Augenmaß zu lösen. Sie macht sich für uns Christen fest an dem Bild Jesu Christi, der im Leiden und im Sterben am Kreuz ausgehalten hat, in dem Vertrauen, dass sein himmlischer Vater auch durch das Sterben hindurch seine Pläne verwirklicht" (Th.Sorg). Geduld, Standhaftigkeit sind Zeichen echten Glaubens. Von Abraham wird gesagt: "Er wartete in Geduld und erlangte die Verheißung." Darauf kommt es an, dass wir nicht auf halbem Weg aufgeben und auf der Strecke bleiben, sondern den Lauf konsequent bis zum Ziel fortsetzen. (Lies Ps.13,2.6; Hebr.11,1.2.6; 12,1-3.) Am geduldigen Drunterbleiben, am Durchhalten liegt alles. "Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende." Ähnlich diesem Wort drückte es Teresa von Avila aus: "Nichts verwirre dich! Nichts erschrecke dich! Alles geht vorüber. Gott ändert sich nicht. Die Geduld erreicht alles. Wer sich an Gott hält, dem mangelt nichts. Gott allein genügt." Wenn wir dem Druck und dem Kampf des Alltags Geduld, ausharrende Beständigkeit entgegensetzen, selbst wenn diese Haltung ganz im Verborgenen unseres Herzens geschieht, der Herr erkennt sie und anerkennt das Bemühen. "Ich kenne deine Werke und deine Mühsal und deine Geduld... du hast Geduld und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht müde geworden" (Offb.2,2.3; lies Offb.3,10.11; 2.Tim.4,5-8).

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Freitag,5.Januar Hebräer 10,36; Hiob 23,11.

"Geduld habt ihr nötig." Diesen Rat brauchen wir heute mehr als die ersten Christen. So scheint es uns wenigstens. Wenn uns eine Arbeit zu mühsam oder langweilig wird, dann streben wir nach einem anderen Platz oder wechseln gar den Beruf. Wer in einer Ehe nicht mehr die Erfüllung seiner Wünsche zu finden meint, sieht sich nach einem anderen Partner um. Wem die Schwierigkeiten im menschlichen Miteinander lästig werden, der beantragt eine Versetzung. Wir alle sind reif für die Schule der Geduld, die den Charakter stählt und uns für den Weg der Nachfolge Jesu fähig macht. Aber unter Belastung bleiben und nicht ausweichen oder weglaufen, das heißt geduldig sein, ausharren. (Lies Jak.5,7-11; 2.Kor.6,4-10; 2.Thess.1,4.5.) Wir Menschen lieben die Abwechslung, das ganz andere, das Außergewöhnliche. Doch es kann nicht alle Tage Sonntag sein, die Wegstrecke des Alltags ist die längere, und sie muss auch bewältigt werden. "Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi" (2.Thess.3,5). Wenn Jesus nicht die dreißig verborgenen Jahre in Nazareth ausgeharrt, und nicht die mühevolle Zeit seines öffentlichen Dienstes bestanden hätte, nicht auf dem bitteren Weg nach Golgatha geblieben wäre, dann könnten wir nie die Verheißung erlangen, bei Gott zu Hause zu sein. "Wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten." "Sei stark und dein Herz fasse Mut, und harre auf den Herrn!" (Hebr.3,1.12-14; Ps.27,14). Der Weg zum himmlischen Ziel ist kein Weg beständigen Wohlergehens. Wir können nicht nur mit friedevollen Zeiten rechnen, mit Anerkennung und Ehre. Anfechtungen und Kämpfe werden wir zu bestehen haben. Aber wenn wir auf dem Weg des Glaubens und der Geduld bleiben, dann dürfen wir uns der Gemeinschaft mit Jesu erfreuen bis in alle Ewigkeit. (Vgl.Joh.6,66-69; 10,28-30; Luk.22,28-30.)

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Samstag,6.Januar Hebräer 10,36; Psalm 40,9.

Den Willen Gottes tun

"Geduld habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut." Unser Leben wird gesegnet, wenn es unter der Lebensregel Jesu steht: "Ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat." "Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk." So lebte Jesus sein Leben auf der Erde, auf diesen Weg möchte er uns mitnehmen. Mit Geduld und Ausdauer nach Gottes Willen fragen, von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Jahr zu Jahr ihn zu tun suchen - so erfüllt sich Gottes Plan für unser Leben, das Gott am Herzen liegt. Der Apostel Paulus schreibt den Kolossern: "Wir beten für euch und lassen nicht ab zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes" (Kol.1,9-11; lies Ps.143,10; Hebr.12,28; 1.Petr.2,15.16; 4,1.2). Es ist ein großer Unterschied, ob wir uns damit zufrieden geben, unsere Pflicht zu erfüllen, oder ob wir unseren Auftrag in dieser Welt nach Gottes Willen wahrnehmen. Wie anders wird sich unser Alltag gestalten, wenn wir ihn mit der Frage durchleben: "Herr, was willst du, dass ich tun soll?" Paulus lebte so und deshalb schreibt er: "Um eins möchte ich euch noch bitten, liebe Brüder. Wir haben euch bereits gesagt, wie ihr leben sollt, damit Gott Freude an euch hat. Wir wissen auch, dass ihr unseren Anweisungen folgt. Doch nun bitten wir euch eindringlich im Namen unseres Herrn Jesus, dass ihr euch mit dem Erreichten nicht zufriedengebt... Denn das ist der Wille Gottes für euch: eure Heiligung" (1.Thess.4,1-3a; lies Matth.12,50; Jak.4,13-15; Hebr.13,21).

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Sonntag,7.Januar Hebräer 10,37; Johannes 14,1-3.

Eine unvergleichliche Aussicht für Vertrauende

"Denn nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben." Welche Zukunftshoffnung haben doch Christen! Wir werden einmal Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen und nie mehr von ihm getrennt sein. "Ihn habt ihr noch nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt haben werdet, nämlich der Seelen Seligkeit." (Lies 1.Petr.1,3-12; 1.Joh.3,2.3.) Das ganze Alte Testament kündigte den "Kommenden" an. "Gesegnet ist, der da kommt im Namen des Herrn!" (Lies Ps.118,22.26; 5.Mose 18,15; Jes.9,5.6; 11,1ff.) Für uns, die wir jetzt leben, ist Jesus der Kommende, und der, dem wir entgegengehen. Seinen Jüngern damals hatte er zugesagt: "Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen" (Joh.16,16; Apg.1,11; 1.Thess.1,10). Uns scheint allerdings das Durchleben der Zeitspanne, die unser Leben ausmacht, keine kleine Weile. Vielleicht steht schon der heutige Tag wie ein unüberwindbarer Berg vor uns. Aber wenn Jesus wiederkommt und wir vor ihm stehen werden, werden wir zugeben müssen: Es war eine kleine Weile. "Dann werdet ihr jubeln, wenn ihr auch, wo es nötig ist, eine kleine Zeit betrübt seid durch mancherlei Prüfungen und Anfechtungen." Dann wird alles, was uns jetzt so groß und bedrängend erscheint, hinter uns liegen wie dahingeflossene Wasser. Deshalb wollen wir den Blick über die Abgründe und Berge hinweg auf den Kommenden richten. Er hat gesagt: "Ich lebe, und ihr sollt auch leben." "Schaut auf ihn ... dann werdet auch ihr im Glaubenskampf den Mut nicht sinken lassen!" (Lies Hebr.12,2.3; Ps.34,6; 121,1.2; Apg.7,55.56.59.60.)

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Montag,8.Januar Hebräer 10,37; Römer 13,11.12.

"Der da kommen soll, wird nicht lange ausbleiben." "Der Kommende" - ein Name unseres Herrn, den wir vielleicht noch nicht in seiner ganzen Bedeutung erfasst haben. Johannes der Täufer liebte diesen Namen und sagte zu seinen Jüngern: "Mitten unter euch steht der nach mir Kommende." "Der Kommende ist stärker als ich." Und aus dem Gefängnis ließ er Jesus fragen: "Bist du der Kommende?" (Joh.1,15.27; Luk.7,19.20). Die Welt, in der wir leben, ist voller Unsicherheit und Angst im Blick auf alles, was kommt. Paulus schreibt an Timotheus: "Der Heilige Geist sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, weil sie auf Irrgeister und teuflische Lehren achten..." "Dies musst du auch wissen, dass für die letzten Tage schlimme Zeiten bevorstehen, denn da werden die Menschen eigenliebig und selbstsüchtig sein, geldliebend und geldgierig, prahlerisch und hochmütig... lieblos, unversöhnlich, treulos, wortbrüchig" (1.Tim.4,1ff; 2.Tim.3,1ff). Christen halten sich an die feste Gewissheit: "Der Kommende wird kommen!" Diese Aussicht taucht die dunkle Zukunft in helles Licht. Der allvermögende Herr wird uns von allem Übel erlösen, und sein Gericht wird vollkommen gerecht sein. "Er ist einmal geopfert worden, um die Sünden vieler zu tragen. Zum zweiten Mal aber wird Christus denen, die verlangend auf ihn warten, zur Seligkeit erscheinen, ohne dass betreffs der Sünde noch irgendetwas zu ordnen wäre." "Er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, ... herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei ihm sein allezeit." (Lies 1.Kor.15,51-57; 1.Thess.3,13; 4,13-17; 5,1-11.)

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Dienstag,9.Januar Hebräer 10,38; Habakuk 2,4.

Aus Glauben leben

"Der Gerechte wird aus Glauben leben." Dieses Schriftwort ist eine zentrale Aussage der Bibel und wird im Neuen Testament dreimal wiederholt - in unserer Ausgangsstelle im Hebräerbrief, ebenso im Römer- und im Galaterbrief (Röm.1,17; Gal.3,11). Uns interessiert auch, wie es die Menschen der Bibel machten, "aus Glauben zu leben". Deshalb wollen wir Habakuk befragen und von ihm lernen, der als Erster dieses Lebensgeheimnis formulierte. Er lebte in einer Zeit, die in vielem unserer Zeit gleicht. Darum ist es nicht schwer, Habakuks Erfahrungen und seine Botschaft auf unsere Verhältnisse zu übertragen. Im ersten Kapitel seines

Buches erleben wir Habakuk als Klagenden. Er ist tief erschüttert über die Zustände seines Volkes, erregt über die Sünde, in der Gottes Volk lebte. "Unterdrückung und Gewalt, wohin ich blicke, Zank und Streit nehmen kein Ende. Niemand nimmt mehr das Gesetz Gottes ernst - wie soll da noch ein gerechtes Urteil gefällt werden. Das Recht wird in Unrecht verdreht." Habakuk als Gerechter konnte nicht gleichgültig bleiben. Er stellte viele Fragen: "Wie lange? Warum?" Könnte es sein, dass Gott bei seinen "Gerechten" heute den Schmerz um die Not und Gotteslosigkeit des eigenen Volkes und der Welt vermisst? (Vgl.Hes.9,3.4; Dan.9,3-19.) Habakuk trägt seine Betroffenheit und die unbeantworteten Fragen vor Gott. Den ganzen Jammer seiner Zeit sprach er im anhaltenden Gebet vor ihm aus. Er beschritt den einzig gangbaren Weg, der in allen Ausweglosigkeiten bleibt. Wenn wir niedergeschlagen sind, weil eine Not, ein Unrecht uns keine Ruhe lassen, dann sollten wir nicht im Gespräch mit anderen uns zu erleichtern suchen. Das zieht uns von dem Herrn weg; wir sollten vielmehr die Nähe des Herrn aufsuchen, der auf das Gebet der Gerechten wartet und es erhört. "Herr, du Gott des Himmels und der Erde, schau vom Himmel herab und rette dein Volk!" (Ps.80,15.20; Jer.33,2.3; Klagel.3,22-26).

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Mittwoch,10.Januar Habakuk 1,5-12; Psalm 93,3.4.

"Herr, wie lange soll ich schreien?" Nicht auf sich und seine klugen Überlegungen, nicht auf seine Umgebung und die Hoffnungslosigkeit schaute Habakuk, sondern auf den Herrn, über die bedrückenden Verhältnisse hinaus. Und Gott antwortete ihm, aber diese Antwort fiel anders aus, als er sich gedacht hatte. Er erfuhr, dass noch Schlimmeres über sein Volk kommen wird. "Siehe, ich will die Chaldäer erwecken, ein grimmiges und schnelles Volk, das hinziehen wird, so weit die Erde ist, um Wohnstätten einzunehmen, die ihm nicht gehören. Grausam und schrecklich ist es." Manchmal kann man es kaum fassen, dass Gott unsere Gebete nicht mit Entlastung und der uns notwendig scheinenden Hilfe beantwortet, sondern noch Schwereres auferlegt (Röm.11,33b; Jes.45,15). Wir staunen, welche Haltung Habakuk einnimmt. Da ist keine Bitterkeit, kein Wort der Widerrede Gott gegenüber. Der Sinn der Gerichte ist ihm klar und er bittet: "O Herr, lass sie uns nur eine Strafe sein, dass sie, o unser Fels, uns nur züchtigen." Diese Erziehungsmaßnahme will Habakuk vertrauensvoll annehmen, denn Strafe zielt auf Besserung. Sind wir vielleicht zu stolz, uns erziehen zu lassen? Nur das ganze Ja zu Gottes Tun befreit uns. Habakuk und andere "Gerechte" wissen, wenn Gott uns züchtigt, dann sterben wir nicht. "Wohl hat der Herr mich gezüchtigt, aber dem Tod hat er mich nicht übergeben... Ich danke dir, Herr, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen" (Ps.118,18.21; lies Ps.94,12.13; Jona 2,3-7; Hebr.12,5-11). Nach der Gerichtsankündigung ruft Habakuk aus: "Mein Gott, mein Heiliger." Der Prophet hält im Glauben daran fest, dass Gottes Volk in der verhängten Drangsal nicht untergehen wird, vielmehr geläutert werden soll, um danach zur Segnung geführt zu werden. Er lässt in seinem Herzen keinen Zweifel an Gottes Gerechtigkeit, Weisheit und Liebe aufkommen. In diesem äußersten Konflikt klammert er sich glaubend an seinen Gott! (Lies Ps.73,1-18; 77,14.20.21.)

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Donnerstag,11.Januar Habakuk 2,1-4; 1.Mose 49,18.

In dem zweiten Kapitel lesen wir, wie Habakuk sein Lebensgeheimnis "aus Glauben leben" verwirklichte. Dabei erleben wir ihn als den Wartenden. Habakuk fasste den Entschluss: "Auf meine Warte will ich treten und auf den Turm mich stellen, und will spähen, um zu sehen, was Gott mit mir reden wird, und was ich erwidern soll auf meine Klage." Habakuk bleibt inmitten aller Schrecken ruhig beim Warten. So verhält er sich, während wir uns oft von Sorgen oder panischer Angst beunruhigen lassen und darum nicht hörbereit sind. Das Hören auf Gott fordert einen bewussten Schritt heraus aus aller Betriebsamkeit: "Auf meine Warte will ich treten und harren", bis der Herr das, was mich bewegt, klar, durchsichtig und eindeutig macht. Habakuks Vorbild ermutigt zum Nachahmen. Gott gibt Wartenden eine Antwort. Er lässt uns wissen, was wir tun und was wir sagen sollen. (Lies Ps.25,1-5.12; 32,8; 130,5.6.) "Ich will warten!" Manchmal sind die einfachsten Befehle der Bibel am schwersten zu befolgen, so zum Beispiel: "Sei stille dem Herrn und warte auf ihn!" Stillsein und warten ist nichts Passives, sondern gespannteste innere Aktivität. Darum fällt es uns so schwer, still zu sein in einem Augenblick, wenn man die Ungerechtigkeit hinausschreien möchte; still zu sein, wenn es die größte Entlastung wäre, einmal offen und ungefiltert über alles zu klagen, was einen so zermürbt. Ein Bekannter sagte einmal: "Die schwierigste Übung des Glaubens ist Warten." Aber: "Das Warten der Gerechten wird Freude sein." (Lies Jes.30,15.18-21.) Habakuk wartete entschlossen darauf, was Gott tun wollte. Wie lange er warten musste, bleibt uns verborgen, aber er hielt aus, und so kam in sein Warten hinein Gottes Antwort (V.3). Habakuk erfuhr auf eine besondere Weise, dass Gott in allen Rätseln und Konflikten des Lebens seinen Plan zu Ende führt. (Lies Jes.46,10.11; 48,3.)

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Freitag,12.Januar Habakuk 2,4; Römer 1,17.

Auf der Warte, während Habakuk auf die Antwort Gottes harrte, wurde ihm das Geheimnis des Lebens mit Gott offenbart: "Der Gerechte wird durch Glauben leben." Was das für uns heute praktisch bedeutet, das wollen wir uns noch einmal klar machen. Mit meinem Herzen will ich mich an Gott hängen, mich ganz auf ihn verlassen. Zu ihm will ich beständig aufblicken, ihm allein das Unmögliche zutrauen; auf die Verheißung im Wort Gottes bauen, das heißt intensiv sein Wort lesen und es mir einprägen. Aus dieser Kraft kann ich leben und mich an seiner Erlösung festhalten, die uns in Jesus zugesprochen ist. "Durch Glauben leben" heißt auch in der Freude und Dankbarkeit leben, das Sorgen dem Herrn überlassen, von ihm reden, "mit den anvertrauten Pfunden handeln". (Lies Röm.4,3.20.21; Hebr.11,1.6.) Habakuk vergleicht die beiden Lebensweisen: "Siehe, wer halsstarrig ist, aufgeblasen, nicht aufrichtig, der wird keine Ruhe haben in seinem Herzen. Der Gerechte aber wird durch Glauben leben." Letztlich gibt es nur die zwei Lebensweisen, die Paulus aufgreift und sie einander gegenüberstellt: das Ichleben und das Glaubensleben. Man kann entweder sich selbst und aus eigener Kraft heraus leben oder "Gott leben". "Ich bin mit Christus gekreuzigt: nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Das Leben, das ich jetzt - noch im sterblichen Fleische - führe, lebe ich durch Vertrauen, durch Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst an meiner Stelle dahingegeben hat" (Gal.2,19.20; lies Röm.6,8-11; 8,10; 2.Kor.4,10.11). Wir haben einen Herrn, dem wir gänzlich vertrauen können, was auch im persönlichen Leben oder im Berufsleben auf uns zukommt. "Ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben" (Jer.29,11; 30,18-20).

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Samstag,13.Januar Habakuk 2,4; 3,18.19; Psalm 33,20-22.

"Der Gerechte wird durch Glauben leben." Dieses Leben im Glauben sehen wir an Habakuk, nachdem der Herr ihm die schreckliche Zukunft gezeigt hatte: "Der Feigenbaum wird nicht grünen, es wird kein Gewächs sein an den Weinstöcken. Der Ertrag des Ölbaums bleibt aus, und die Äcker bringen keine Nahrung; Schafe werden aus den Hürden gerissen, und in den Ställen werden keine Rinder sein" (Hab.3,17). "Aber ich will mich freuen und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. Denn der Herr ist meine Stärke!" Habakuks Glaube an seinen Gott, das ungebrochene Vertrauen zu ihm, ließ ihn auch die Zeit der Verwüstung durchstehen. Er wusste: Gott ist gegenwärtig. Trotz allem beherrscht er die Lage und führt seinen Plan durch, denn er allein ist der Mächtige, größer als alle und alles. (Lies Ps.86,8; 135,5.14; Jer.10,6.) "Aber ich will mich freuen", so lautete Habakuks Antwort. In einer anderen Übersetzung heißt es: "Und doch kann ich jubeln." Kann man angesichts so vieler Probleme und Enttäuschungen jubeln? Jubeln - auch bei persönlichen Begrenzungen und Unmöglichkeiten? Paulus schreibt aus dem Gefängnis an die Christen in Philippi: "Abermals sage ich euch: Freuet euch! Freut euch zu aller Zeit und auf allen Wegen" (Phil.3,1; 4,4; 2,17.18; 1,15-18). Habakuk gibt eine Erklärung für sein Vertrauen: Gott ist mein Heil! Gott ist meine Kraft! Er ist mein Helfer, mein Heiland. Gott will das auch bei uns sein, ob es sich um entscheidende Fragen unseres Lebens oder um alltägliche Dinge handelt! "Mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut" (Ps.13,6; lies 5.Mose 33,26.27; Ps.37,39.40; 109,26.27.30.31). Um jeden Preis am Vertrauen festhalten, das hatte Habakuk gelernt und übte es in kritischer Zeit. Sein Leben will uns Vorbild sein, damit wir mit neuem Glaubensmut unseren Weg unter die Füße nehmen.

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Sonntag,14.Januar Hebräer 10,39; Lukas 9,62.

"Mein Gerechter wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm." Die beiden Möglichkeiten, den Weg des Glaubens und den Weg des Unglaubens zu beschreiten, liegen dicht nebeneinander, führen aber zu entgegengesetzten Zielen. Der Weg des Glaubens führt zum ewigen Leben, der Weg des Unglaubens führt ins Verderben. Besonders traurig ist ein Rückgang im Glaubensleben. Leider gibt es nicht nur eine Umkehr zu Gott, sondern auch eine Umkehr von Gott weg. (Lies 2.Petr.2,20.21; vgl.Hes.18,24-32; Jes.1,2-4.) "Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen..." Der Schreiber verbindet sich mit den Hebräerchristen in diesem Entschluss, nicht zu der Gruppe zu gehören, die zurückweicht, vielmehr zu der, die am unbedingten Vertrauen festhält. Jesaja bezeugt, wie er auf dem Weg des Vertrauens bewahrt wurde. "Gott weckt jeden Morgen, er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet, und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wange denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott der Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden" (Jes.50,4-6; lies Hiob 17,9; 23,11.12). Auch die Söhne Korachs konnten aus bitterer Erfahrung so sprechen: "Wir sind zum Hohn unseren Nachbarn, zum Spott denen, die uns umgeben... Herr, dies alles ist über uns gekommen, und wir haben deiner nicht vergessen. Nicht ist unser Herz zurückgewichen noch unsere Schritte abgebogen von deinen Wegen" (Ps.44,17-22; lies 1.Kor.16,13). Der bedrängten Gemeinde in Smyrna lässt Jesus sagen: "Fürchte dich nicht! ... Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben." (Lies 2.Thess.2,15-17; Phil.1,27-30; 4,1.6.7.)

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DURST NACH GOTT - Psalm 42 und 43

Montag,15.Januar Psalm 42,2.3; Jesaja 43,1.

In den Psalmen lassen uns die Beter in ihr Herz schauen. Ihre Gebete berühren uns, weil es in unseren Herzen manchmal ähnlich aussieht. "Jeder, in welcher Lage er sei, findet in den Psalmen Worte, die sich auf seine Sache reimen und ihm so gleich sind, als wären sie um seinetwillen so gesetzt. Er selber könnte die Worte nicht besser finden noch wünschen" (M.Luther). - Psalm 42 ist ein Gebet aus der Tiefe. Wir können es heute nachsprechen, wenn wir uns in der Tiefe befinden und uns die Wogen eines schweren Schicksals über den Kopf gehen. "Alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich" (V.8; vgl.Jona 2,2-8). "Wer hat den Sehnsuchtspsalm gebetet? War es ein Heimatvertriebener, der weit weg war, im Norden Israels, weit entfernt vom Heiligtum, losgelöst von allem, was einen Menschen natürlicherweise von seinem Glauben und seiner Herkunft nach trägt? ... Viele innerlich heimatlose Menschen gibt es auch heute, Menschen, die nichts mehr von der verlässlichen Grundlage des Lebens wissen, die keine Zuflucht, keine Zielperspektive haben. - Bei einer Umfrage gab es ein brennendes Problem: Was gibt meinem Leben einen Sinn? Die Talsohle der Verzweiflung ist bei vielen erreicht" (Th.Sorg). Auch der Psalmist war am Ende. Alles hatte sich gegen ihn gewendet (V.4.8.11). Dunkelheit und Nacht umgab ihn. In dieser Situation suchte er Hilfe im Gebet. Er rief nicht ins Blaue hinein, sondern betete zu dem lebendigen Gott, dem Schöpfer und Erlöser Israels. "Meine Seele schreit, Gott, zu dir!" In Psalm 50,15 lesen wir Gottes noch immer gültige Aufforderung: "Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen." (Lies Ps.91,15; Jes.65,24; Jer.33,2.3; Luk.11,9.)

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Dienstag,16.Januar Psalm 42; Psalm 43.

Ursprünglich war Psalm 42 und Psalm 43 nur ein Psalm. Derselbe Kehrreim weist darauf hin: "Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist" (Ps.42,4.12; 43,5). In diesem Kehrreim wird uns der Weg gezeigt, wie wir aus Traurigkeit zur Freude gelangen können: "Harre auf Gott!" David bezeugte: "Ich harrte des Herrn, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien... Er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott" (Ps.40,2-4; lies Ps.33,1-5; 145,1-10). Wir wollen fünf Themen aus den beiden Psalmen herausgreifen, die uns stärken und uns neuen Mut geben können.

1. Durst nach Gott

Der Beter vergleicht seinen Zustand mit dem eines durstigen Hirsches, der an einem ausgetrockneten Bachbett steht. "Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt , so sehne ich mich nach dir, o Gott." Kennen wir diesen Durst? Verlangt es uns so nach der Gemeinschaft mit Gott? Sehnen wir uns danach, dass er wieder zu uns redet? Wer Gottes Nähe noch nie erlebt hat, kann dieses Verlangen nicht nachvollziehen. Wir können es ihm auch nicht vermitteln. Aber der Geist Gottes kann es jedem aufschließen, wenn er Gott darum bittet. Ein Mensch kann alles haben, was sein Herz begehrt, und doch gleicht er einem Verdurstenden, wenn ihm die Hauptsache fehlt: die Verbindung mit dem lebendigen Gott. Er hat uns zur Gemeinschaft mit sich geschaffen und erlöst (1.Joh.1,2.3). Ohne seine Nähe sind wir wie ein Fisch am Strand, der im Ufersand eingeht. "Ohne Gott bin ich ein Fisch am Strand, ohne Gott ein Tropfen in der Glut, ohne Gott bin ich ein Gras im Sand und ein Vogel, dessen Schwinge ruht..." (J.Klepper). (Lies Ps.16,2.5; 63,2; 73,25.26; Klagel.3,24.)

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Mittwoch,17.Januar Psalm 42,2.3; Lukas 10,41.42.

"Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht sehe?" Ist der lebendige Gott unser Lebenselement, auf das wir nicht verzichten können und nach dem wir uns sehnen, wenn er schweigt? Die Sehnsucht nach ihm soll uns mitten in vieler Arbeit immer wieder zu ihm hintreiben. Wir wollen es ihm sagen: "Wie ein Hirsch nach Wasserbächen lechzt, so lechzt meine Seele, o Gott, nach dir! Meine Seele dürstet nach dir." Oder sind wir vielleicht in der Gefahr, unsere Gemeinschaft mit ihm auf Eis zu legen, weil wir gerade viel Arbeit haben? R.Scheffbuch schildert treffend, wie wir sein können, wenn er von Menschen spricht, "denen jedes Aufarbeiten des Schreibtisches wichtiger ist als das Lauschen auf Gottes Wort; denen jeder Telefonanruf vorrangiger zu sein scheint als das Sprechen mit Jesus, die Gott so behandeln, als sei er eine Wüste, in der nichts zu holen ist, und die ihre eigene Aktivität für so wichtig ansehen". (Lies Ps.39,7.8; Pred.2,11.22.23; 6,7; Jes.57,10; Matth.6,33.) Gott möchte Zeit mit uns verbringen, mit uns teilen, was uns bewegt, und mit uns reden durch sein Wort. "Meine geschöpfliche Ungeduld lässt mich oft wünschen, es möge doch eine Methode geben, die dem modernen Christen mühelos durch kurze, leichte Lektionen zu einem tieferen geistlichen Leben verhilft; aber solche Wünsche sind töricht. Es gibt keine Abkürzungen auf dem Weg geistlicher Erfahrungen. Gott hat sich unserer Hetze nicht angepasst... Wer danach trachtet, Gott zu erkennen, muss ihm Zeit geben. Je früher wir diesen nüchternen Grundsatz anerkennen, desto besser ist es für uns. Wer Gott erkennen will, darf keine Zeit für unnütz vertan halten, die der Vertiefung dieser Bekanntschaft gewidmet ist. Ungezählte Stunden muss er sich im Lauf seines Lebens dem Gebet und betenden Bibelstudium hingeben. So haben es jedenfalls die Großen im Reich Gottes von alters her gehalten" (A.W.Tozer). (Lies Jer.6,16; Dan.6,11; Mark.1,35; 2.Tim.3,16.)

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Donnerstag,18.Januar Psalm 42,3; 2.Mose 33,17-23.

"Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?" Der Beter wusste, dass sein tiefster Durst nach Gott erst gestillt wird, wenn er Gottes Angesicht schauen darf. Er sehnte sich nach der unmittelbaren Gemeinschaft mit Gott, die einmal im Schauen von Angesicht zu Angesicht gipfeln wird. Weil er sich das so sehr wünschte, fragte er: Wann wird das endlich sein? Auch Mose begehrte, Gottes Angesicht zu schauen, aber Gott musste ihm sagen: "Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht." Trotzdem gab Gott schon Menschen zur Zeit des Alten Bundes die Gewissheit, dass das eines Tages geschehen wird. Deshalb konnte Hiob jubeln: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, alsdann werde ich, von meinem Fleische los, Gott schauen. Den werde ich mir anschauen, meine Augen werden ihn schauen, ohne ihm fremd zu sein" (Hiob 19,25-27; lies Ps.16,11; 17,15). Im Neuen Bund empfangen wir die gewisse Zusage, dass wir sein Angesicht schauen werden. Jesus sagt: "Selig sind, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Und Johannes schreibt: "Wir werden ihn sehen, wie er ist" (Matth.5,8; 1.Joh.3,2; lies 1.Kor.13,12; 1.Petr.1,8.9; Offb.22,4). Ihn zu sehen wird für uns verbunden sein mit unvorstellbarer, überwältigender Freude. Wenn wir in der Vorfreude darauf leben, wirkt sich das auf unseren Alltag aus: "Jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, wie auch er rein ist" (1.Joh.3,3; lies 1.Joh.2,28). Bis dahin gilt für uns noch: "Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen" (2.Kor.5,7). Doch wenn wir Jesus anschauen in seinem Wort, sehen wir schon jetzt etwas von Gottes Herrlichkeit. (Lies Joh.1,14; 12,45; 14,9.10; Hebr.1,3.)

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Freitag,19.Januar Psalm 42,4-11; 43,1.2.

Im ganzen Psalm spüren wir die Liebe, das persönliche Verhältnis, das der Beter zu Gott hat. Er begehrt nicht in erster Linie Gottes Gaben, sondern ihn selbst. Gott ist der Inhalt seiner Sehnsucht. Sonst wäre er nicht so betrübt, dass er ihm fern zu sein schien.

2. Die Anfechtung

"Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht." Warum ist dieser Mann so angefochten? Zum Teil gibt uns der Psalm Antwort, zum Teil bleibt es uns verhüllt. Wir erfahren, dass er weit weg von Jerusalem lebt. "Ich gedenke an dich aus dem Land am Jordan und Hermon, vom Berge Misar." Dort war er unter Leuten, die den lebendigen Gott nicht kannten. Das machte ihn einsam. Die Gemeinschaft mit Menschen, die wie er den lebendigen Gott liebten, vermisste er. Er spricht vom täglichen Hohn seiner Bedränger, der in der Frage gipfelte: "Wo ist nun dein Gott?" - glaubst du nicht ins Leere? Ist all dein Beten nicht ein hohles Selbstgespräch? (Lies Ps.31,2-6; 94,16.17.) Die Angriffe, die der Beter erfuhr, galten gleichzeitig seinem Gott, und das machte seine Anfechtung noch schwerer. Anstatt zu essen, weinte er (V.4). Seine tiefste Not brachte er in den Fragen zum Ausdruck: "Warum hast du mich vergessen?" "Warum verwirfst du mich? Warum muss ich traurig gehen, da mein Feind mich drängt?" So leicht nehmen wir Anerkennung und Erfolg als Bestätigung von Gott. Doch wenn uns Ablehnung und Gegnerschaft trifft, folgern wir, nicht nur Menschen, auch Gott sei gegen uns. Das ist die tiefste Anfechtung. Als Jesus von Feinden umgeben war und von seinem Volk verworfen wurde, da hielt er im Vertrauen an der Liebe des Vaters fest. Dem Feind gelang es nicht, einen Keil des Misstrauens zwischen ihn und den Vater zu treiben. So bahnte er den Weg für uns durch die Anfechtung hindurch, dass wir in seine Fußtapfen treten können. (Lies Eph.6,16; 1.Petr.2,19-21; 4,12-16; Hebr.12,2-7.)

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Samstag,20.Januar Psalm 42,9; Hiob 35,10.

"Am Tage sendet der Herr seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens." Gerade sagte der Psalmist noch: "Alle deine Wogen und Wellen gehen über mich", und nun dieses wunderbare Wort vom Eingehülltsein in Gottes Güte und vom Singen in der Nacht. Walter Lüthi sagt zu diesem Wort: "'Des Tages' und 'des Nachts' redet der Gott, der ein Herr ist über die ganzen vierundzwanzig Stunden eines Tages, der Herr meiner Zeit, der Herr meines Lebens. 'Des Tages', wenn die Arbeit drängt und wenn die Pflicht jagt, wenn der harte Takt der Maschinen hämmert und die Lieder verstummen, dann, gerade dann hat der 'Herr seine Güte verheißen'. Er ist der Herr auch über den Lärm und die Pflichten. Begleiten, schützen und stärken will er dich 'des Tages', der jetzt gerade vor dir liegt. (Lies 2.Chron.20,1-12.20-22; Ps.34,2-4.) Und 'des Nachts', wenn die Stille kommt und die Müdigkeit, die Besinnung auf dich selbst und auf dein Leben, der Überdruss und das verklagende Gewissen. Wenn die Sorge für den Morgen sumpfartig heraufschleicht, dann ist Gott wiederum und immer noch da, denn er ist der Herr auch über die Nächte mit ihren Nöten und Schrecken, mit ihren Versuchungen und Gefahren. 'Und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.' Er ist der Gott, der, wie Hiob sagt, 'Lobgesänge gibt in der Nacht'. Solche Lobgesänge sind Waffen gegen die dunklen Heerscharen, die besonders nachts an unserer Schwelle lauern. Wir sollten diese Waffe fleißiger benutzen, auch im Familienkreis, auch in der Gemeinde. Die Verheißung seiner Güte geht auch auf die letzte Nacht und den letzten Tag unseres Lebens." "Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit!" (Lies Ps.134,1.2; 147,1-7; 149,5.6; Apg.16,25.26.)

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Sonntag,21.Januar Psalm 42,5; Hebräer 10,23-25.

3. Gemeinschaft

"Daran will ich denken... wie ich dahinzog im Gedränge, sie führte zum Haus Gottes unter lautem Lobgesang, eine feiernde Menge." Der Psalmist vermisst die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen im Gottesdienst. Mit Sehnsucht denkt er daran zurück. Ob er die Gottesdienste schon immer so schätzte wie jetzt im fernen Land? Werden uns die Angebote in unserer eigenen Gemeinde und die überregionalen Veranstaltungen nicht manchmal fast zuviel? Und doch ist es Gottes Gnade und Geschenk, dass wir sie haben dürfen. "Was für den Einsamen unaussprechliche Gnade Gottes ist, wird von dem täglich Beschenkten leicht missachtet und zertreten. Es wird leicht vergessen, dass die Gemeinschaft von Christen ein Gnadengeschenk aus dem Reiche Gottes ist, das uns täglich genommen werden kann. Darum, wer bis zur Stunde ein gemeinsames christliches Leben mit andern Christen führen darf, der preise Gottes Gnade aus tiefstem Herzen und erkenne: es ist Gnade, nichts als Gnade, dass wir heute noch in der Gemeinschaft mit Christen leben dürfen" (D.Bonhoeffer). (Lies Apg.2,42-47; 12,5.12; Ps.26,8; 122,1.) Wir haben die glaubensstärkende Gemeinschaft unter Gottes Wort nötig, denn "allein geht man ein!" N.L.Graf von Zinzendorf, der Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine, sagte: "Ich statuiere kein Christentum ohne Gemeinschaft." Sonst fehlt das normale geistliche Wachstum. Wie ein Kind das warme Nest der Familie braucht, um heranzuwachsen, so hat der Anfänger im Glauben die Glaubensgeschwister nötig, die ihm Vorbild sein können und ihn hinein nehmen in die Gemeinschaft der Heiligen. (Lies Ps.16,3; 119,63.) Auch wenn wir schon länger mit Jesus gehen, brauchen wir die Gemeinschaft zur gegenseitigen Stärkung, Ermutigung und Horizonterweiterung. Wer meint, ohne Gemeinschaft mit anderen Christen auszukommen, obwohl er die Möglichkeit dazu hat, schneidet sich selbst eine Lebensader ab. (Lies Phil.1,7-9; 1.Thess.3,8-12.)

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Montag,22.Januar Psalm 43,3; Römer 8,14.

4. Gottes Leitung

"Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten", bittet der Psalmist. Wohin sollen sie ihn führen? In Gottes Gegenwart. Der Zionsberg mit dem Tempel stand für die Gegenwart Gottes auf Erden. Gerade bei viel Arbeit und in schwierigen, verworrenen Verhältnissen haben wir Gottes Nähe und die Leitung durch seinen Geist so dringend nötig, damit wir jeweils die richtigen Worte finden, die rechten Entscheidungen treffen können. "Gottes Führung bedeutet, dass wir erkennen, wie wir uns inmitten der Not zu verhalten haben. Das Schlimmste wäre, ohne Gottes Führung zu sein. - Wir müssen doppelt soviel auf Gott hören, wie wir reden. - Gottes Führung enthält beides, Korrektur und Weisung" (K.Bockmühl). (Lies Jes.30,21; 42,16; 50,4.5.) Während unserer Stillen Zeit will Gott uns seine Gedanken zeigen. Das Zeugnis von P.Howard ermutigt, dass wir etwas von unserer Zeit mit Gott erwarten. "Was passiert, wenn wir uns morgens zu unserer Stillen Zeit hinsetzen? Es ist zuerst eine Zeit des Horchens auf Gott, eine Zeit des Staunens und der Faszination, die ich nicht missen möchte. Es ist, als zöge mir ein Schwarm silberner Fische in großer Geschwindigkeit durch Herz und Sinn - neue Gedanken für Menschen, neue Wege zur Bewältigung von Problemen, tiefere Einsichten in die Stimmung unserer Zeit. Ich bin kein guter Fischer, aber ich bemühe mich darum, täglich einen oder zwei dieser silbernen Fische einzufangen. (Lies Ps.5,4; 119,147-149; 143,8-10; Apg.13,2; 16,6.7.) Dann geht es darum, von aller Last befreit zu werden... Ich empfinde mich selbst als einen Mann vieler Gebrechen und Schwächen. So bete ich, dass Gott mich verwandelt. Er kann in mir wirken, dass ich morgen schon ein anderer bin als heute." "Ihn anschauend werden wir verwandelt in sein Bild... Das wirkt der Herr, das wirkt sein Geist."

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Dienstag,23.Januar Psalm 43,3; Jesaja 48,17.18.

"Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten", bittet der Psalmist. Schwester Berta Kempf, die über vierzig Jahre den Bibellesezettel verfasste, schrieb: "'Sende dein Licht!' Ich habe diese Bitte in den letzten Wochen fast täglich nachgebetet. Schon oft erhielt ich überraschend Antwort von Gott, aber immer wieder fehlt mir für eine neue Entscheidung die notwendige Klarheit. Deshalb liegt mir diese Bitte so am Herzen. Unsere Zeit stellt uns in bedrängende Fragen. Vieles ist undurchsichtig geworden. Es gibt so verschiedene Standpunkte, von denen aus man eine Sache beurteilen kann. Es scheint, als ob es vielerlei Wahrheiten gäbe. Da ist es mir wichtig geworden, die Bitte vor Gott zu bringen: Sende dein Licht in die vielen einzelnen Entscheidungen, die vor jedem von uns liegen. Lass deine Wahrheit, deine Wirklichkeit über uns entscheiden. Wir brauchen nicht irgendein Licht, wir brauchen das Licht und die Wahrheit, die uns dahin leiten können, wo Gott uns haben will, wo sich unser Leben nach seinem Sinn erfüllt, wo wir unseren Zeitgenossen nützlich sind auf ihrem Weg zu Gott." (Lies Ps.67,1-3.) Kennzeichen seines Lichtes und seiner Wahrheit ist, dass sie uns "zu seiner Wohnung" führen, das heißt in die Gemeinschaft mit Gott und in seine Nähe. Scheinwahrheiten, die unserem Verstand zwar einleuchten, aber nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmen, führen uns weg von ihm und in die Irre. Doch wenn Gott uns führt, geschieht das in Übereinstimmung mit seinem Wort und ist begleitet von seinem Frieden. Deshalb schreibt Paulus: "Der Friede Christi sei Schiedsrichter in eurem Herzen" (Kol.3,15; lies Ps.27,11; 80,1-4; Jes.58,8-12). Weil wir Stunde um Stunde sein Licht und seine Wahrheit brauchen, wollen wir Gott mit dieser Bitte in den Ohren liegen: "Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten zu deiner Wohnung."

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Mittwoch,24.Januar Psalm 42,8.12; 93,3.4.

5. Seelsorge an der eigenen Seele

Der Psalmist ist angefochten. Wie begegnet er den traurigen Gedanken, die seine Seele überfluten? Indem er Seelsorge an seiner eigenen Seele übt. "Deine Fluten rauschen daher, und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich." Der Beter weiß, dass er es nicht mit anonymen Schicksalsschlägen zu tun hat, sondern es sind Gottes Wellen und Wogen, die über ihn dahingehen. (Lies Ps.66,10-12; 69,2-4; 88,8.) Er spricht zu seiner Seele und stellt zunächst die Diagnose: Du betrübst dich und bist gebeugt, meine Seele. Er fragt: "Warum bist du bedrückt, meine Seele, und bist so unruhig in mir?" Wir können auch übersetzen: "Was tobst du in mir?" "Was jammerst du in mir?" "Warum stürmst du in mir?" Wir kennen die Stürme, die plötzlich über unsere Seele kommen können. Wie Jesus damals den Sturm auf dem See Genezareth stillte, so haben wir es nötig, dass er den Stürmen in unserer Seele immer wieder gebietet und spricht: "Schweig, verstumme!" (Lies Mark.4,35-41; Ps.65,8.) Wie treibt der Beter Seelsorge an seiner eigenen Seele? Er ermahnt sie: "Harre auf Gott!" - Damit korrigiert er sich selbst und sagt: Du hast die falsche Blickrichtung und schaust auf die Nöte. Dadurch machst du dich traurig und raubst dir den Frieden. Stattdessen warte vertrauensvoll auf Gott und sein Eingreifen. Dann spricht er voller Zuversicht: "Denn ich werde ihm noch danken und erfahren, dass er mein Heil und mein Gott ist." Gott lässt die Seinen nicht zuschanden werden und nicht im Stich. "Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig. Aber der Herr ist noch größer in der Höhe." (Lies Ps.46,2-6.11.12; 89,9.10.)

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Donnerstag,25.Januar Psalm 43,5; 116,1-4.7-9.

"Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesicht und meinen Gott." Dreimal kehrt dieser Zuspruch wieder. Drückt das nicht die Bewegung und Unruhe unserer Seele aus, die sich nicht mit einer einmaligen Tröstung zur Ruhe bringen lässt? In Vers 6 hat der Beter seine Seele gefragt: "Was betrübst du dich und bist so unruhig in mir?" und sie angewiesen: "Harre auf Gott!" Doch dann kommt die nächste Woge von Traurigkeit (Ps.42,7-11). Er muss fortfahren, Gott sein Herz auszuschütten und ihm zu sagen, was ihn umtreibt. (Lies Ps.62,9; 142,2-4.) Wieder ermutigt er seine Seele, vertrauensvoll auf Gott zu warten. In den ersten beiden Gebetsrunden klagt er Gott seine Not. In der dritten Runde bittet er Gott hauptsächlich: "Schaffe mir Recht, o Gott." "Sende dein Licht und deine Wahrheit" (Ps.43,1.3.4). Auf dem Weg von der zweimaligen Klage hin zur Bitte wird deutlich, dass seine Seele Schritt für Schritt ergreift, was er ihr zugesprochen hat: "Harre auf Gott!" Eigentlich könnte er sein Gebet mit Ps.43,4 abschliessen. Hier ist er schon ganz getrost: "Dass ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dich preise auf der Harfe, o Gott, mein Gott!" Doch er will es seiner Seele weiterhin einschärfen: "Harre auf Gott!" Damit ermutigt er sie: "Klammere dich an die Verheißung von Gottes Treue und Hilfe! Du bist nicht eingeriegelt in das Gefängnis deiner Traurigkeit; die Tür ist nur angelehnt. Du darfst schon jetzt über die Schwelle treten und über all deinem Kummer das Licht des Morgens sehen, der es in Dank und Jubel verwandelt" (H.Lamparter). (Lies 2.Tim.1,7;

Ps.118,5.6; 145,18.19; Jes.12,2.)

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EINE STÄDTETOUR DURCH DIE APOSTELGESCHICHTE

Freitag,26.Januar Apostelgeschichte 12,25; 13,13; 2.Korinther 5,10.

Ein Wechsel wird deutlich

Lukas berichtet, wie der Weg des Missionsteams nach dem Aufenthalt auf Zypern weiterging. Sie fuhren von Paphos ab, in Perge betraten sie den Boden von Kleinasien. Es war die weitere Heimat des Paulus. Hier, in der stärker vom Griechentum geprägten Umwelt, war er vertraut mit der Lebensweise der Juden. Das mag mit ein Grund gewesen sein, warum Paulus nun die Führung des Missionsteams übernahm. Lukas machte in den kurzen Worten darauf aufmerksam: "Paulus aber und die mit ihm waren..." Es spricht für Barnabas, dass er ohne Aufhebens in die zweite Reihe zurücktrat. Er konnte es, weil es ihm auf dieser Missionsreise nicht um seine Person ging, sondern um die Sache Jesu. Wovon Paulus später schreibt, das lebte Barnabas in diesem Führungswechsel: "Was tut's, wenn nur Christus verkündigt wird" (Phil.1,18; lies Röm.12,9.10; 13,8). Und Johannes Markus? "Er trennte sich von ihnen und kehrte zurück nach Jerusalem." Hatte er es nicht verkraftet, dass sein Onkel Barnabas nicht mehr die Führung hatte und sich Paulus so selbstverständlich unterordnete? Hat ihn die ungewohnte Arbeitsweise des Paulus abgeschreckt? War er ihm nicht "jüdisch" genug? Oder packte ihn die Panik angesichts des Gebirges, das sich mächtig vor ihnen auftürmte und sicher viele Gefahren und Unberechenbarkeiten in sich barg? (2.Kor.11,26). Was immer der Grund war, Lukas erwähnt keinen, er sagt nur, dass Johannes sich von den beiden Missionspionieren trennte und umkehrte. Vermutlich überstiegen die großen Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten seine augenblicklichen Kräfte. Als Jesus einmal über die Nachfolge sprach, sagte er seinen Jüngern: "Will mir jemand nachfolgen, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach" (Luk.9,23.24; lies Matth.10,37-39; 1.Tim.6,12).

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Samstag, 27.Januar Apostelgeschichte 13,13; Epheser 4,3.

Für den Apostel Paulus bedeutete der Ausstieg ihres Mitarbeiters Johannes aus dem Missionsteam eine große Enttäuschung. Wenn Lukas auch nicht hier schon davon berichtet, so erfahren wir bei der Planung für die zweite Missionsreise, dass es zu Auseinandersetzungen, ja einem vorübergehenden Bruch zwischen Paulus und Barnabas wegen Johannes-Markus kam (Apg.15,36-39). Doch Jesus ließ den jungen Markus nicht laufen. Er fand seinen Weg wieder - heraus aus dem Versagen in die Nachfolge und in eine neue Aufgabe im Reich Gottes. (Lies 1.Joh.1,7.9; 2,1; 2.Kor.13,11.) Markus wird in einigen Briefen des Apostels Paulus erwähnt. Im Philemonbrief steht sein Name wieder unter den Mitarbeitern (Kol.4,10; 2.Tim.4,11; Philem.24). "Mitarbeiter im Reich Gottes können sich gegenseitig enttäuschen, so wie es bei Paulus und Markus der Fall war. Sie können - und müssen gelegentlich - auch getrennte Wege gehen. Aber dabei dürfen sie nicht stehen bleiben. So wie jeder Christ aus der Vergebung seines Herrn lebt, so leben wir auch aus der Vergebung untereinander. Es kann immer etwas geben, was man sich gegenseitig vorwerfen kann, aber das darf nicht zu einem 'Dauerbrenner' werden. Christen können unmöglich Fronten errichten, sondern haben Frieden zu stiften, indem sie sich gegenseitig bedingungslos vergeben. Auf dem Hintergrund der Auseinandersetzung von Paulus und Markus sind die Worte des Apostels lebensnah, wenn er ausgerechnet im Kolosserbrief schreibt, wo er Grüße von Markus weitergibt und die Gemeinde bittet, ihn freundlich aufzunehmen: 'Habt miteinander Nachsicht und verzeiht, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch verziehen hat, so tut auch ihr' (Kol.3,13 4,10). Wer als Christ nachtragend ist, steht nicht in der Liebe. Als Christen sind wir aufgefordert, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst. Das heißt auch, nicht rachsüchtig und nachtragend zu sein. Zur Liebe gehört Vergebung. Wo keine Vergebung ist, kommt schließlich der geistliche Tod" (M.Bönig). (Lies 3.Mose 19,17.18; 1.Joh.2,9-11; 3,14.15.)

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Sonntag, 28.Januar Apostelgeschichte 13,14; Sprüche 14,25a.

Eine einzigartige Gelegenheit

"Sie aber zogen weiter." Die Abspaltung von Johannes Markus trennte Paulus und Barnabas zunächst nicht. Das "Aber" lässt ihre Entschlossenheit erkennen, angesichts der Schwierigkeiten und Gefahren nicht zurückzuweichen, sondern weiterzuziehen unter dem Schutz des Allmächtigen, dessen Auftrag sie erfüllen wollten "bis ans Ende der Erde". Missionsarbeit im Auftrag Jesu ist nie eine Vergnügungsreise. Sie gleicht mehr einem heiligen Feldzug für das Reich des ewigen Königs. Nicht vor Menschen brauchten sich die beiden Missionare zu fürchten, wohl aber wussten sie, dass "der alt böse Feind" sich keinen Fuß breit Land ohne Widerstand entreißen lässt. Wer sich heute von Jesus in Dienst nehmen lässt - in der Familie, am Arbeitsplatz oder sonst in der Begegnung mit Menschen, weiß auch etwas davon zu sagen. (Lies Eph.6,10-13; 2.Kor.2,14.) Von der Hafenstadt Perge aus zogen sie nach Norden durch das Gebiet der heutigen Türkei. Schließlich machten sie Halt in Antiochia in Pisidien. Paulus und Barnabas waren im wahrsten Sinne des Wortes Pioniermissionare. Alles, was sie taten, war neu. Wie geschickt fanden sie die Brücke, die behutsam vom Altvertrauten zum Neuen führte. Sie fügten sich als Juden in die jüdische Gemeinde am Ort ein, wohl um den Kontakt mit den Menschen zu finden und ihre Botschaft ausrichten zu können. Wir merken, wie Gott die Situation in der Hand hatte und ihnen die Tür zur Verkündigung öffnete. Nach der üblichen Lesung aus dem Gesetz und den Propheten ließen die Synagogenvorsteher die Brüder bitten, "etwas zu reden, was der Gemeinde hilfreich ist". Sie wurden also um ein Wort gebeten, um Zuspruch, um Erbauung, um Trost, um Wegweisung. Das war für Paulus und Barnabas gewiss eine Gebetserhörung, denn es war ihr Ziel, von dem einzigartigen Heil zu zeugen, das Gott den Menschen in Jesus Christus bereitet hat. (Lies Röm.1,16; Apg.4,20; 5,20.21; 1.Petr.3,15.)

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Montag, 29.Januar Apostelgeschichte 13,17-23; 2.Petrus 1,19.

Lukas berichtet, dass Paulus sofort die Gelegenheit der Stunde nützte. Der Apostel legte seine Liebe zu Jesus und den Menschen in diese Predigt. Gott will auch uns Christen heute in die Weite unserer Berufung und unseres Auftrags hineinführen: "Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen... und werdet meine Zeugen sein." Es wird immer wieder ein Entschluss nötig sein, uns aufzumachen und Kontakte zu suchen. Dabei müssen wir wach sein, sich bietende Gelegenheiten nicht zu verpassen. (Lies Eph.5,15.16; Kol.4,5.6.) Die Geschichte Israels und die Verheißungen des Alten Testaments standen Paulus vor Augen. In seiner Predigt versuchte er deutlich zu machen, was für die Juden damals und für uns heute notwendig ist, um Rettung in Jesus Christus zu finden. (Lies Jes.55,6.7; Jer.3,13.14a; 1.Kor.2,1.2.) Er brauchte nur neun Verse, um die Botschaft des Alten Testaments zusammenzufassen. Diese Kürze ging aber nicht auf Kosten des Inhalts. Im Gegenteil, die Zeitraffung vertiefte seine Aussagen. Paulus wollte seinen Hörern vor allem die Größe Gottes vermitteln: Er ist der Hohe und Erhabene, der Ewige! Er erwählte Israel, befreite es aus der ägyptischen Gefangenschaft und trug es vierzig Jahre durch die Wüste. Er leitete sie in Treue und handelte Jahrhunderte lang barmherzig an seinem auserwählten Volk. Sein Handeln war Verheißung und Tat zugleich, immer ausgerichtet auf Jesus, in dem alle Verheißungen ihre Erfüllung finden sollten. "Wie ist doch diese Art der Geschichtsbeschreibung und die ganze Denk- und Betrachtungsweise, aus der sie hervorgeht, so völlig verschieden von der heute vielfach üblichen. Hier werden nicht die einzelnen Begebenheiten auf die Klugheit Einzelner zurückgeführt. Nicht Menschen wurden in den Mittelpunkt gestellt. Gott wird groß gemacht. Ihm allein wird die Ehre gegeben. Menschen sind nur Werkzeuge in seiner Hand" (E.Modersohn). (Lies Ps.115,1; 29,2; 71,8; Röm.16,27.)

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Dienstag,30.Januar Apostelgeschichte 13,26-41; Römer 15,4.

Gottes Größe erweist sich vor allem darin, dass er Jesus in die Welt sandte. "Uns ist das Wort des Heils gesandt." Aus der Geschichtsbetrachtung fällt das helle Licht des Heils in die Gegenwart derer, die sich in der Synagoge versammelt hatten. In diesem Licht ging es nicht nur um das Wissen der Taten Gottes in der Vergangenheit, sondern das "Wort des Heils" stellte die Hörer in Antiochia in die Entscheidung. Es war schon zur Zeit Jesu so, später zur Zeit der Apostel und heute in unserer Zeit: Von der Größe Gottes, seinen Verheißungen und seinem Handeln nur zu wissen, rettet keinen Menschen. Nur wer sich von ganzem Herzen dem Heil in Jesus Christus öffnet, wird Rettung erfahren. Gott ist so groß, dass er keinen Menschen zu dieser Entscheidung zwingt, aber in Liebe wirbt er um jeden. (Lies Joh.3,16; Röm.6,23; 10,13; 2.Petr.3,9.) Die Einwohner Jerusalems entschieden sich gegen Jesus, obwohl sie Sabbat für Sabbat die Worte der Propheten gelesen und gehört hatten, obwohl sie auf die Erfüllung der Verheißung warteten. Sie entschieden sich an der Erfüllung vorbei und ließen Jesus töten. (Lies Matth.27,15-23.) Doch Gottes Liebesplan und Rettermacht endete nicht mit dem Tod, wie alles Irdische unausweichlich mit dem Tod endet. Gott ist größer als der Tod. Jesus, der für uns starb, ist der verheißene Fürst des Lebens. Gott hat ihn aus den Toten auferweckt. Er ist auferstanden, weil der Tod keine Gewalt über ihn haben konnte. "Er hat dem Tod die Macht genommen und Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht" (2.Tim.1,10). In Jesus ist uns die ganze Gnade Gottes zugewandt. Bei ihm finden wir Vergebung unserer Sünden, nicht auf Grund einer Wiedergutmachung, sondern als Geschenk seiner Gnade. In ihm empfangen wir die Kraft zu einem ganz neuen Leben. (Lies Hebr.2,7-10.14; Röm.6,14; 5,17.20.21; 1.Tim.1,14-17.)

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Mittwoch,31.Januar Apostelgeschichte 13,17-39; Sprüche 21,31.

Israels ganze Geschichte ist eine einzige Erinnerung an die Großtaten, Wundertaten und Machttaten Gottes. Es ist auffallend, wie stark Paulus betont: der Herr hat vertilgt, der Herr gab ihnen. Darin zeigt sich die Herrschaft Gottes und die Größe Gottes! Gott ist immer der Überlegene, er behält die Führung seines Volkes in der Hand. "Die Rechte des Herrn behält den Sieg!" "Sein Thron steht fest in alle Ewigkeit!" "Kein Vorhaben kann ihm verwehrt werden!" (Lies 5.Mose 20,1-4; 33,27.) - Wir befinden uns in derselben glücklichen Lage wie Israel: Jesus, unser Herr, ist Sieger! Deshalb kann er in die Freiheit führen und Gaben austeilen. Israel bekam Kanaan zum Erbe (V.19); dass auch wir ein Erbe, sogar ein ewiges Erbe bekommen, ist eine Hinzufügung der Liebe und Barmherzigkeit Gottes. "Wir sind gerechtfertigt durch seine Gnade und sind Erben mit der herrlichen Aussicht auf das ewige Leben." Welch eine Veränderung, welch eine Lebenserneuerung, welch eine Lebensverlängerung! "Ganz beglückt dürft ihr Danksagung darbringen dem Vater, der uns schon jetzt befähigt und passend gemacht hat, am Erbteil der Heiligen im Licht Anteil zu haben" (Tit.3,7; Kol.1,12; lies Röm.8,15-17; Gal.4,4-7). "Euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, der euer Leben ist, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit." (Lies Kol.3,1-4; Joh.14,1-3; 1.Joh.3,1-3.) Wir dürfen voll Dank in die Worte einstimmen:

Wir freuen uns, weil wir hoffen, Gott macht das Leben neu. ...

Das Leben, das uns Jesus schenkt, wird nie zu Ende gehn,

es wächst und steckt auch andre an, bis wir ihn selber sehn. ...

Es kommt die Zeit, wenn er regiert als Herr der ganzen Welt,

das Leid, die Not und jede Nacht wird dann von ihm erhellt.

Noch Geheimnis, noch verborgen, doch sicher nicht mehr weit,

dann wird er als Herr erscheinen; sind wir dafür bereit?

(G.Schnitter).

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