Ganz Aktuell:

So lautete unsere Bitte:

Bitte unterstützen Sie am 22 Februar (ab20:15h in der ARD) die christliche Musikgruppe: normal generation bei der deutschen Vorentscheidung zum European Song Contest dem Grand Prix mit Ihrer (Telefon-)Stimme. Jede Stimme zählt, und ganz besonders IHRE!! Mehr Infos auch unter http://www.mit-gott-zum-grand-prix.de/

Und es hat sich gelohnt, der 3te Platz mit 29% der Stimmen ist doch toll, vielen Dank an alle die am Freitag mitgestimmt haben, besuchen sie doch einfach die home page der Band und freuen sich zusammen mit nomalgeneration.


Freitag,1.Februar Philipper 2,19-23; Epheser 1,12.

Der Name „Timotheus“ heißt übersetzt: Gott ehren. Wir ehren Gott durch unser Ja zu den Verhältnissen, in die er uns hineingestellt hat, zu der Aufgabe, die uns übertragen ist, auch zu den Veränderungen, die er uns zumutet. Der junge Timotheus hätte manchen Auftrag als Überforderung ansehen können, aber er stellte sich den Herausforderungen, weil er Gott sein Ja gegeben hatte. (Lies Ps.5,4; 37,4.5; 125,1.2.) Die Schriftstellerin Hedwig von Redern (1866-1936) wollte nur eines: in den kleinen und großen Erfahrungen ihres Lebens Gott ehren. Nach ihrer Hinwendung zu Jesus hatte sie sich eigentlich einen anderen Platz gewünscht. Sie litt unter der Verkettung ihrer Verhältnisse. Doch sie wurde innerlich still, als sie erkannte, Jesus Christus hat mich an diesen Platz gestellt. Er wacht über meinem Leben und führt es zu seinem Ziel. „Wenn man doch die Verantwortung für die Lebensumstände und die Lebensentwicklung immer gleich vertrauend Gott überlassen könnte, dann würde der nutzlose Kampf gegen die Lebensumstände aufhören, der im Gemüt so viel Säure absetzt, der die Linien um den Mund spitz macht, der die Worte bitter werden lässt.“ (Lies Jes.55,8.9; Ps.25,10.) In einer Bibelübersetzung, die für Hedwig von Redern neues Licht auf eine vertraute Stelle warf, las sie: „Ich habe euch an euren Platz gestellt“ (Joh.15,16). Daraus entstand das Lied, das weltweit für Christen eine Hilfe wurde:

Du stehst am Platz, den Gott dir gab, dem Platz, den er dir zugedacht;

dort nur bleibt er dein Schild und Stab, dort gibt er Frucht, dort wirkt er Macht.

Will er dich segnen, sucht er dich nicht in der ganzen weiten Welt,

er sucht dich nur an deinem Platz, dem Platz, wo er dich hingestellt.

Bleib auf dem Platz, den Gott dir gab, und halte da in Treue aus;

ist es ein Kreuz, steig nicht herab, ist's Schmelzerglut, weich ihr nicht aus!

Blick auch nicht seufzend rechts und links, scheint er verborgen, irdisch, klein;

auf diesem Platz, den Gott dir gab, will er durch dich gepriesen sein.

Anfang

Samstag,2.Februar Psalm 31,15.16; 46,2.

„Mein Leben für Gott“ ist das Zeugnis von Marcos Habtetsion überschrieben, der in schweren Tagen Gott durch seinen Gehorsam ehrte: „Karriere machen, erfolgreich sein, das war mein Lebensziel. Aber mit einem Schlag änderte sich alles. Elf Jahre arbeitete ich als Pilot der äthiopischen Luftwaffe, bis der Militärputsch 1974 alle Pläne zerschlug... Der rote Terror wütete im Land und fügte unserer Heimat und den Christen unsagbares Leid zu. Auch mich brachte er in seine Gewalt. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, kamen sie und verhafteten mich. Wochen voller Angst und Hoffnungslosigkeit folgten. Alles in mir rebellierte - gegen dieses furchtbare Gefängnis und gegen Gott... Dann redete Gott zu mir: 'Warum rebellierst du? Meinst du, ich hätte deine fatale Lage nicht unter Kontrolle? Denkst du wirklich, du seist den Schikanen dieser Menschen ausgeliefert? Nimm die Zeit in diesem Gefängnis an. Ich bin bei dir und will dir näher sein denn je zuvor. Du kannst mir vertrauen.' (Lies Hiob 36,15; Ps.32,8.9; Jes.54,10; 55,8.9.) Wie viel Befreiung liegt im Annehmen der Wege Gottes, auch wenn sie schwer sind. Ich dankte dem Herrn für seine Gegenwart und legte mein Leben neu in seine Hände. 'Dir will ich gehören, Herr', betete ich, 'tot oder lebendig. Dein Wille geschehe. Ich akzeptiere dieses Gefängnis'.“ - Wenn Schmerzen, Ängste, Verluste uns treffen, sind wir versucht, zu fragen: Warum gerade ich? Warum wieder eine neue Not? Asaf, der Sänger, sagt uns, wie er es lernte, Nöte anzunehmen: „Ich sann nach, ob ich‘s begreifen könnte, aber es war mir zu schwer, bis ich ins Heiligtum Gottes ging.“ Nicht einsam sollen wir grübeln und uns plagen, sondern zu Gott eilen, sein Ohr und sein Herz sind offen für uns. Ihm können wir unser Herz ausschütten. „Alle eure Sorgen werft auf ihn, er ist besorgt für euch.“ (Lies Ps.145,18.19; 138,3.7; Jer.29,11-13.)

Anfang

Sonntag,3.Februar 5.Mose 32,3.4; Psalm 93,3-5.

„Von hinten und vorn hast du mich eingeschlossen - mir Grenzen gesetzt - und deine Hand auf mich gelegt.“ Marcos Habtetsion berichtet weiter: „Ein paar Tage später kamen drei ältere Mitgefangene zu mir, hagere Gestalten, denen der Hunger im Gesicht geschrieben stand. Sie waren Christen. ‚Marcos, du kennst Jesus', begannen sie. 'Du bist jung. Es wäre gut, wenn du dich um die Jugendlichen unter den Gefangenen kümmern würdest. Sie brauchen Jesus. Wir wissen nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt.‘ Ich schaute in die tief eingesunkenen Augen der Männer. Was für ein Leuchten ging von ihnen aus! Kaum zu glauben, außerhalb des Gefängnisses wurden die Christen verfolgt, Kirchen wurden geschlossen, und die Bibel war streng verboten. Viele Gläubige kamen ins Gefängnis. Überall im ganzen Land lehrte man den Marxismus und trichterte den Menschen kommunistische Parolen ein. Nur im Gefängnis lief es anders. Bibeln waren erlaubt. Wir durften so laut und so oft predigen, wie wir wollten und ungehindert christliche Lieder singen. Es war nicht leicht, diesen jungen Menschen die biblische Botschaft nahe zu bringen. Aber Gott half mir und wirkte Wunder. Viele kamen zum Glauben an Jesus. Andere, die lau geworden waren, wurden gestärkt. Es entstand eine richtige Gefängnisgemeinde. Wenn ich auf die drei Jahre der Gefangenschaft zurückschaue, kann ich nur bekennen: Ganz gleich, wie schlimm die Zeit im Gefängnis auch war, sie half mir, Gott besser kennen zu lernen, mich und meine Zukunft und alle meine Ziele ihm anzuvertrauen. Manchmal ist die schwerste Zeit im Leben die beste. In Gottes Schule habe ich in dieser Zeit mehr denn je gelernt und seine Treue und Macht erlebt.“ (Aus „Fünf Minuten für einen Unbekannten“ von E.Herm.) (Lies Hiob 42,2-5; Ps.18,31.32; 27,4.5; 2.Thess.3,5.)

Anfang

Montag,4.Februar 1.Timotheus 3,14.15; Sprüche 13,18.

Um im Dienst für Jesus brauchbar zu werden, gilt es, manche Lektionen zu lernen. Timotheus war bereit, wo nötig, sich korrigieren zu lassen. Er ließ sich auf seine innere Verfassung ansprechen und in äußeren Dingen leiten. Er nahm seelsorgerlichen Rat von Paulus an. Beim Lesen der Briefe an ihn staunen wir, was Paulus ihm alles zu schreiben wagte:

„Gib acht auf dich selbst und auf dein Verhalten und auch auf die Lehre, die du vorträgst, sei darin beharrlich“ (1.Tim.4,16).

„Halte dich selber rein“ (1.Tim.5,22).

„Die Geldgier ist eine Wurzel alles Übels: ...Du aber, Gottesmensch, fliehe solches“ (1.Tim.6,10.11).

„Widerstehe den Verlockungen und Leidenschaften, die besonders jungen Menschen zu schaffen machen. Setze vielmehr alles daran, dass du vor Gott bestehen kannst. .. Wer Gott dienen will, sollte sich nicht durch ein streitsüchtiges Wesen auszeichnen. Er soll allen Menschen freundlich begegnen, ein geduldiger Lehrer sein, bereit, auch Böses zu ertragen“ (2.Tim.2,22-24).

„Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird..: Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht leiden werden. ... Du aber sei nüchtern, leide willig, ... richte dein Amt redlich aus“ (2.Tim.4,1-5).

Wir sind einigen Spuren im Leben des Timotheus nachgegangen, die uns zeigten, wie er für Gott und seinen Auftrag brauchbar wurde. Als einer, der nicht seine Selbstverwirklichung im Auge hatte, konnte er Paulus während der Zeit der Gefangenschaft beistehen und schließlich nach Philippi reisen. „Ich habe keinen wie ihn!“ schrieb Paulus. Timotheus war bereit, sein Leben ganz für Jesus hinzugeben. (Lies 1.Kor.4,1.2; 9,23-25; Hebr.10,23; 11,24-27.)

Anfang

IM EINSATZ FÜR GOTT UND SEIN VOLK

Dienstag,5.Februar Johannes 15,16; 4.Mose 27,15-23.

Josua - von Gott erwählt

Die Geschichte Josuas beginnt nicht erst mit dem Buch Josua. Zum ersten Mal wird sein Name bald nach dem Auszug Israels aus Ägypten erwähnt. Als es noch keiner merkte, schauten Gottes Augen schon auf diesen jungen Mann. Bei verschiedenen Begebenheiten erfahren wir, dass er „Moses Diener“ war. „Erstaunlich ist, wie Mose neben der riesenhaften Last seines Amtes noch den Blick frei hatte für einen jungen Mann, wie er ihn in aller Stille beobachtete, ihn zur rechten Zeit einspannte, ihn teilhaben ließ an seinem Planen und Handeln. Das war Mitarbeiterzurüstung im allerbesten Sinn“ (Th.Sorg). Vierzig Jahre lebte Josua an Moses Seite, ehe ihm die Führung des Volkes Israel übertragen wurde (2.Mose 17,8.9; 24,13; 32,17; 33,11b). In den langen Jahren der Wüstenwanderung reifte Josua innerlich heran, und Gott konnte ihn in hohem Maß mit Kraft und Weisheit ausrüsten (5.Mose 31,23; 34,9). - Es war keine leichte Aufgabe, die auf ihn zukam. Für die Wüstenzeit brauchte Gott einen Mose, für die Landeinnahme und Landverteilung einen Josua. „Nimm Josua zu dir..., einen Mann, in dem der Geist ist..., nach seinem Befehl sollen aus- und einziehen alle Israeliten.“ - Bei manchen anderen Männern und Frauen der Bibel, die Gott gebrauchte, begann es wie bei Josua mit einer verborgenen Lehrzeit, in der Gott sich ihnen persönlich zuwandte, um sie für ihren Auftrag zuzubereiten. (Vgl.1.Sam.2,11.26; 3,1ff; Gal.1,15-17.) - Vielleicht denkt mancher unter uns: Erziehung - nein, danke! Ich möchte, dass Gott mir hilft, mich bewahrt, mich segnet, aber doch nicht, dass er mich erzieht. Das klingt nach Vorschriften, nach persönlicher Einschränkung... In der Erziehung Gottes zu stehen ist aber ein Vorrecht. Es ist der Vater, der uns liebt, der uns kennt und der das Beste für uns im Auge hat. „Achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht.“ (Lies Spr.2,11-13; Ps.145,17; Jes.64,7.)

Anfang

Mittwoch,6.Februar 2.Mose 17,8-16; Philipper 4,19.

Nach dem Auszug aus Ägypten erlebte Israel von Anfang an die Führung Gottes. „Israel sah die mächtige Hand, mit der der Herr an den Ägyptern gehandelt hatte.“ Die Israeliten erlebten seine Fürsorge bei der Erfrischung in Elim und seine Versorgung mit Wachteln und Manna in der Wüste (2.Mose 14,8.31; 15,22-25a.27; 16,1ff). Als sie bei Refidim in der Wüste lagerten, „da hatte das Volk kein Wasser zu trinken“. Ob Gott diesen erneuten Wassermangel deshalb zuließ, um zu sehen, ob sein Volk ihm vertraute? Nicht nur Murren kam über ihre Lippen, sondern „sie haderten mit Mose“. Durch dieses vertrauenslose Verhalten versuchten sie den Herrn, der wunderbar und großartig für sie gesorgt hatte. Wenn wir unser eigenes Herz nicht kennten und wüssten, wie schnell Unglauben oder Misstrauen in uns Gott gegenüber aufkommen kann, könnten wir die Undankbarkeit und den Unglauben der Israeliten nicht verstehen. Schon eine kleine Wolke genügt, um das Vertrauen auf Gottes Macht und Liebe zu überdecken. Im Buch Hiob lesen wir: „Eben sieht man das Licht nicht, das doch hinter den Wolken hell glänzt; ein Wind fährt daher und fegt den Himmel rein“ (Hiob 37,21). Gott ist nicht fern von uns, auch wenn er vielleicht einen Augenblick sein Angesicht verbirgt (Jes.54,8). - Trotz ihres Verhaltens erlebten die Israeliten wiederum Gottes treue Fürsorge. Mose sollte in Refidim mit dem gleichen Stab, mit dem er den Nil schlug, den Felsen schlagen, „so wird Wasser herauslaufen“. (Lies Ps.34,9.10; Ps.23,1.2.) Diese Erfahrung mit dem geschlagenen Fels nahm Paulus in seinem Brief an die Korinther auf, er schreibt dort: „Der Fels, der mitfolgte, war Christus“ (1.Kor.10,4). Für uns ist Jesus der geschlagene Fels: „Um unserer Missetat willen wurde er verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen.“ Aus seinem Leiden und Opfertod strömt uns der reichste Segen zu: „Leben im Überfluss!“ (Lies Joh.4,10; 10,11; vgl.Ps.36,8-10.)

Anfang

Donnerstag,7.Februar 2.Mose 17,8-16; 1.Petrus 5,8.9.

Josua lernt kämpfen

„Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel.“ Die Israeliten verstanden von Kriegführung nichts. In Ägypten hatten sie die Gewaltanwendung ihrer Peiniger erlitten, mussten still sein, um durchzukommen. Nun standen sie plötzlich einem Angreifer gegenüber, den sie zu bekämpfen hatten.. „Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek!“ Die gefährliche Bedrohung durch Amalek ließ Josua keine Zeit, lange zu überlegen, ob er wohl fähig wäre, der Anweisung Moses zu folgen und sich dem Feind entgegenzustellen. Er war ganz auf Gott geworfen. „Ach, Herr, wie sind meiner Feinde so viele... Hilf mir, mein Gott“ (Ps.3,1-5). Josua musste handeln und ein Heer bilden, den richtigen Mann an den richtigen Platz stellen. Diese Wahl erforderte viel Weisheit. Gott schenkte sie ihm, sodass er im Glauben den Amalekitern entgegenzog. (Lies Jak.1,5.) Obwohl der Kampf hart war, ließ Josua sich nicht entmutigen, er wusste, dass Mose mit Aaron und Hur auf dem Berg beteten. Hier erleben wir geistliche Teamarbeit - sie kämpften miteinander. Das wirkt sich aus, wenn jeder an seinem Platz dem Herrn zur Verfügung steht. (Lies Matth.18,19; Phil.1,19; 1.Joh.5,4.14.15.) Mit den Männern erlebte Josua Höhen und Tiefen, Siegesgewissheit und drohende Niederlage. Vermutlich packte sie manchmal die Angst, aber sie gaben nicht auf. „Freue dich nicht über mich, meine Feindin, denn bin ich gefallen, so stehe ich wieder auf!“ (Lies Micha 7,7.8; Ps.37,23.24.) Wem gehörte die Ehre nach dem Sieg? Gehörte sie Mose mit Aaron und Hur, weil sie gebetet hatten? Oder Josua, weil er gekämpft und sich mit seinen Männern voll eingesetzt hatte? Doch alle wussten: Gott hatte den Sieg gegeben, ihm allein gebührte der Dank und die Ehre! „Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, dass dein Name so herrlich ist“ (Ps.75,2; lies Ps.115,1-3; 1.Kor.15,57).

Anfang

Freitag,8.Februar 2.Mose 17,14,15; Psalm 40,6.

Gott gebot Mose, den wunderbaren Sieg über die Amalekiter zur Erinnerung für alle, die nach ihnen kamen, aufzuschreiben: „Schreib dies zum Gedächtnis in ein Buch.“ Hier lernte Josua, wie wichtig es ist, sich in Kampfsituationen an die Taten des Herrn zu erinnern, um dadurch neuen Mut und neue Kraft zu gewinnen. „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ - Wir kommen immer wieder in Lagen, in denen uns alles dunkel, vielleicht sogar aussichtslos erscheint. Da ist es hilfreich, sich an die Taten Gottes zu erinnern, die wir schon erlebten. Seine Größe und Wundermacht ist nicht erschöpft. Sollte er nicht auch in einer neuen Not seine siegende Macht einsetzen und uns Hilfe aus dem Heiligtum schicken? „Ich will der Gnadenerweisungen des Herrn gedenken und dem Herrn Loblieder singen für alles, was der Herr an uns getan, und für das viele Gute, das er nach seiner Barmherzigkeit und großen Güte dem Hause Israel - und auch uns - erwiesen hat“ (Jes.63,7; lies Ps.77,12-16). Mose sollte Josua nach dem Sieg tief einprägen, dass Gott die Amalekiter völlig vertilgen wollte. In Römer 16,20 lesen wir: „Der Gott des Friedens wird den Satan unter eure Füße zertreten.“ Gott ruht nicht, bis der vollkommene Sieg, den Jesus am Kreuz errungen hat, in aller Welt erkannt und jede Spur der Macht Satans ausgetilgt sein wird. Der Ausblick auf diese Stunde lässt uns zuversichtlich sein in dem Kampf, in den wir hineingestellt sind. Durch Glauben sollen wir jetzt schon teilhaben an Jesu Sieg! „Der Sieg kommt von dem Herrn!“ „Weil er zu meiner Rechten steht, werde ich nicht wanken.“ (Lies Luk.10,19; Kol.2,15; Röm.8,35-37.)

Anfang

Samstag,9.Februar 2.Mose 17,8-13; Sprüche 18,10.

Als Jesus-Nachfolger haben wir immer wieder Feindberührung. Die „Amalekiter“, wie wir sie kennen - Anfeindungen von außen, Anfechtungen durch sorgende, niederdrückende Gedanken im eigenen Herzen -, versuchen, uns unsere Stellung in Jesus Christus streitig zu machen. Diese Feinde können nicht durch menschliches Geschick, nicht aus eigener Kraft und mit Strategie bezwungen werden. Wir brauchen dazu die Hilfe aus dem Himmel. David, der viele Kämpfe zu bestehen hatte, sprach in einer solchen Situation zu Gott: „Herr, tritt meinen Gegnern entgegen ... Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe, dein Sieg“ (Ps.35,1.2). „Der Sohn Gottes ist erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre“ (1.Joh.3,8b). Der Ruf Jesu „Es ist vollbracht!“ verbürgt uns, dass wir es mit einem geschlagenen Feind zu tun haben. Darum haben wir es nicht nötig, uns von ihm und seinem Gefolge erschrecken zu lassen. „Alle, die die überschwenglich reiche Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen haben, können herrschen im Leben“ - Ängste, Sorgen, Aufregungen, Versuchungen und Leiden unter die Füße bekommen - „durch den Einen: Jesus Christus.“ „Die Rechte des Herrn tut mächtige Taten“ (Röm.5,17; lies Ps.27,1-3.12-14). Josua sollte gleich am Anfang der Wüstenwanderung lernen, dass nur im Vertrauen auf Gott sein Einsatz zum Sieg führte, denn er hatte noch viele Kämpfe vor sich. Alle feindlichen Heere, welche Namen sie auch trugen, hatten das gleiche Ziel: Sie wollten die Herrschaft Gottes untergraben und sein Volk vernichten. Gott schenkte immer neue Siege. Wir können auf jedem Weg mit dem Herrn gewiss sein, dass die Schwierigkeiten und feindlichen Widerstände fallen müssen. Allerdings gehört oft eine Zeit des Wartens dazu, wie sie Josua mit dem Volk vor Jericho zu üben hatte. „Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos.“ „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ (Lies Jos.5,13-15; 6,1.2.20; Ps.62,6-9; Hebr.6,11.12.)

Anfang

Sonntag,10.Februar 2.Mose 24,12-18; 33,11b.

Als Josua gegen die Amalekiter kämpfte, hätte man denken können, er wäre ein bewährter Kämpfer und geübter Heerführer. Wir wissen aber, dass das nicht der Fall war. Er hatte sich vielmehr als „Diener Moses“ bewährt, und nach dem Sieg nahm er wieder seinen Platz an Moses Seite ein und übte sich im verborgenen Dienst, wobei er zuverlässig die kleinen Dingen des Alltags wahrnahm. „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu“ (Luk.16,10). Das Leben an der Seite Moses war wohl nicht immer einfach. Ein Diener teilt ja das Leben seines Herrn. (Lies Joh.15,20.) Doch Josua hatte auch das Vorrecht, immer wieder mit Mose auf den Berg zu steigen, wo Gott mit Mose „redete, wie ein Freund mit seinem Freunde redet“. Als Mose vierzig Tage und Nächte in Gottes Nähe verbrachte, wartete Josua auf dem Berg allein auf Moses Rückkehr. Was mag ihn alles bewegt haben? Es war gewiss keine beschauliche Zeit, vielmehr ein Warten in Spannung, ein Sich-Üben in Geduld. Tag für Tag und Nacht für Nacht musste er auf seinem Posten bleiben. Ob er damals die Erkenntnis gewann: Für Gott muss man Zeit haben. „Auf Gott hören und seinen Willen erkennen braucht Zeit. Da geht es nicht nach dem Motto: Sei fünf Minuten still! Wo wir im Wort gegründet sind und aus der Stille des Hörens kommen, sind wir angeschlossen an die unermessliche Kraftquelle Gottes. Dann allein können wir fest und unverzagt in die Welt hineingehen“ (Th.Sorg). (Lies 1.Sam.9,27; Esra 7,10; 2.Tim.3,14-17.) Wie viel Zeit nahm sich Jesus, um mit seinem Vater allein zu sein! „Frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus... und betete dort.“ Diese Gebetszeiten in der Einsamkeit waren notwendig, um vom Himmel her die Anweisungen zu erhalten. (Lies Luk.5,16; 6,12.13; 9,28.)

Anfang

Montag,11.Februar 2.Mose 33,11b; 1.Samuel 3,10.

Dass man für Gott Zeit haben muss, wenn man sein Reden vernehmen will, das hatte nicht nur Josua zu lernen, und das war nicht nur für Jesus während seiner Erdenzeit notwendig - das müssen vor allem wir täglich üben, wenn wir im Willen Gottes leben wollen. „Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.“ „Durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein“ (Ps.37,7a; Jes.30,15). Gerade für unseren bunten Alltag ist die Stille vor dem Herrn unentbehrlich. Sie wird sich in unserem Familien- und Berufsleben auswirken, in allen Entscheidungen, die wir zu treffen haben. Wie bitter ist die Erfahrung, wenn es sich herausstellt, dass wir eine falsche Entscheidung trafen, weil wir uns nicht die Zeit nahmen, vor dem Herrn still zu werden und seine Antwort abzuwarten. Wenn wir unser Leben unter der Herrschaft unseres Herrn Jesus Christus leben wollen, können wir auf die Zeit des Alleinseins mit ihm nicht verzichten. „Nur an einer stillen Stelle legt Gott seinen Anker an.“ (Lies Ps.5,4; Jer.15,16; Kol.3,16.) Die Gemeinschaft mit dem Herrn in der Stille hat Auswirkungen auf unser ganzes Leben, die Erfahrungen mit ihm fördern unser geistliches Wachstum. Sein Reden ist nicht irgendein Reden. Sein Wort ist Leben schaffendes Wort, das uns im Innersten verändert. Am Ende seines Lebens sagte Mose dem Volk Israel über Gottes Wort: „Es ist nicht ein leeres Wort an euch, es ist euer Leben!“ An ihm offenbarte sich die Leben verändernde Kraft des Wortes. Denn aus dem einst zornigen jungen Mose war ein demütiger Mann geworden (2.Mose 2,11.12; 4.Mose 12,1-3; 5.Mose 32,47; lies Ps.19,8-12; Jes.55,6-11). Während der vierzigjährigen Wüstenwanderung hatte Josua reichlich Gelegenheit, sich an Moses Seite in der Demut, in Treue und Geduld zu üben und zu bewähren.

Anfang

Dienstag,12.Februar 4.Mose 11,11-17.24-29; Psalm 37,8.

Josua lernt durch Korrektur

Josua diente Mose und erlebte alles mit, was Mose widerfuhr. Er hörte die Klagen des Volkes über das eintönige Essen. Er hörte wohl auch Mose beten, der sein Herz vor Gott ausschüttete, weil ihm die Last der Vermittlerrolle zwischen dem Volk und Gott zu schwer wurde. Als Antwort auf dieses Gebet sollte Mose siebzig Männer auswählen, um ihm bei seiner Führungsaufgabe zu helfen. Als sie sich vor der Stiftshütte versammelt hatten, wurden sie in ihr Amt eingesetzt. Jetzt konnten sie die Last Moses mittragen. (Vgl.2.Mose 17,12; 18,17-22; 31,1-4.6; Gal.6,2.) Zwei der ausgewählten Männer kamen nicht zur Stiftshütte, sie blieben im Lager zurück. War es ein gewisses Zurückschrecken vor der Verantwortung? Wir wissen es nicht. Aber auch sie gerieten unter den Einfluss des Geistes Gottes. Ein junger Mann, der es miterlebt hatte, lief zur Stiftshütte und sagte es Mose: „Eldad und Medad weissagen im Lager.“ Ehe Mose etwas sagen konnte, reagierte sein Diener Josua: „Mose, mein Herr, wehre ihnen!“ Josua war empört über den Alleingang der beiden Männer. Hatten sie nicht Mose den Gehorsam verweigert und sich ihrer Aufgabe entzogen? Sollten sie dafür noch belohnt werden? Mose wollte mit seiner Antwort Josua wohl zuerst beruhigen, zugleich aber korrigierte er seinen Übereifer: „Eiferst du für mich?“ Mose war weit entfernt von jenem engherzigen, hochmütigen Geist, der niemand anderen reden und gelten lassen will als nur sich selbst. Er war bereit, sich über jede Ausrüstung zum Dienst zu freuen, die Gott einem Menschen schenkt. (Lies Joh.3,25-27; 1.Kor.4,7.) Moses Wunsch ging so weit, dass er ausrief: „Möge doch das ganze Volk des Herrn Propheten sein, dass der Herr seinen Geist auf sie lege!“ Josua sollte nicht für Mose streiten, sondern für Gottes Sache kämpfen, ein Gottesstreiter sein!

Anfang

Mittwoch,13.Februar 4.Mose 11,28.29; Sprüche 15,31.

„Ein Ohr, das auf heilsame Mahnung hört, wird inmitten der Weisen bleiben.“ Weise ist, wer Korrektur annehmen kann. Korrektur schmeckt wie bittere Medizin, ist aber heilsam für den, der sie nicht ablehnt. Paulus schrieb an die Gemeinde in Rom: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen“ (Röm.8,28). Sah Josua die Stellung Moses als gefährdet an, sodass er sich für die Autorität Moses einsetzte? Mose jedoch beurteilte das anders, weil er ich im Dienst des lebendigen Gottes wusste, der ihn so lange an seinem Platz halten würde, wie es nötig war. Aus Moses Korrektur: „Ich wünschte, der Herr würde seinen Geist auf das ganze Volk legen“, lernte Josua mit der besonderen Hochachtung für Mose die Großherzigkeit anderen gegenüber zu verbinden. Je mehr der Geist der Liebe uns erfüllt, desto schneller wachsen wir geistlich. Nur so wird dem Herrn Ehre, wenn wir alle achten, die zu seinem Volk zählen, und wenn wir uns über alles freuen, was zur Ausbreitung des Evangeliums geschieht. „Was tut's, wenn nur Christus verkündigt wird“, schrieb Paulus den Philippern in einer kritischen Situation (Phil.1,15-18; lies 1.Kor.13,1-7). - Die weise Korrektur Moses und sein Vorbild halfen dem jungen Josua, besonnen zu werden. So konnte er später in kritischen Situationen weise reagieren. „Josua... wurde erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt“ (5.Mose 34,9). Die Handauflegung bedeutete Einsetzung in den Dienst. Gott gab Josua mit der Beauftragung durch Mose zugleich auch die Ausrüstung mit dem Geist der Weisheit. Der Geist der Weisheit bewirkt, dass wir uns korrigieren lassen. (Lies Spr.6,23; 10,17; 12,1b; 15,5b.31; Hebr.13,22.)

Anfang

Donnerstag,14.Februar 2.Korinther 13,11; Markus 9,38-40.

„Freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden!“ Korrektur ist nicht eine einmalige, doch wichtige Lektion auf unserem Weg mit Jesus. Gibt es jemanden, der sie nicht nötig hat? Vielleicht dachte der Jünger Johannes einmal, dass er alles richtig machte. Wir kennen ihn als Apostel der Liebe. Das war jedoch nicht immer so. Auf dem Weg nach Jerusalem verwehrte ein Dorf der Samariter Jesus und seinen Jüngern die Gastfreundschaft. Johannes und Jakobus dachten nur: Das muss man ihnen heimzahlen. Zu Jesus sprachen sie: „Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre.“ Das entsprach dem Auftrag von Jesus nicht, darum wies er seine Jünger zurecht. Nicht von ungefähr nannte er Johannes und seinen Bruder Jakobus „Donnersöhne“ (Mark.3,17; lies Luk.9,51-55; Spr.29,22; Jak.1,19.20). - Bei einer anderen Gelegenheit entdeckten die Jünger einen Mann, der im Namen von Jesus Dämonen austrieb, sich aber nicht zu ihnen hielt. Empört kam Johannes zu Jesus: „Wir verboten es ihm, weil er uns nicht nachfolgt.“ Die Worte „uns“ nicht nachfolgt beweisen, dass der Eifer des Johannnes nicht frei von Eigenliebe war, seine natürliche, leicht überhebliche Art mischte sich ein. Diese „Konkurrenz“ konnte man doch nicht dulden. Johannes war so unduldsam wie einst Josua (V.28). Jesus musste ihn korrigieren. Die Jünger sollten nicht eifersüchtig auf ihren Freiraum bedacht sein. Auch wir wollen uns prüfen vor dem Angesicht Gottes, damit wir mit einem weiten Herzen auf dem Jesusweg gehen - nur das macht gelassen und frei. „Lasst uns ... aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens!“ Der innere Blick auf ihn wird uns in der Liebe und in der rechten Weitherzigkeit bewahren. (Lies Gal.5,25.26; Phil.2,1-3; vgl.1.Kor.3,1-8.)

Anfang

Freitag,15.Februar 4.Mose 14,1-10; Psalm 81,11-16.

Josua lernt Gott vertrauen

Wir erlebten Josua als Kämpfer gegen Amalek, als Diener Moses in der Schule der Geduld und als einen Mitarbeiter, der sich korrigieren ließ. Auf seiner Wanderung kam Israel in die Wüste Paran (4.Mose 12,16). Sie lagerten nun nicht fern von der südlichen Grenze des von Gott verheißenen Landes. Dort erlebte Josua eine neue Herausforderung. Auf Gottes Befehl wählte Mose aus jedem der zwölf Stämme einen Mann; miteinander sollten sie die Verhältnisse im Land Kanaan erforschen. Von ihrer Einschätzung der Lage hing sehr viel ab. Josua und Kaleb gehörten zu diesen zwölf Kundschaftern (4.Mose 13,6.8). Nach den vierzig Tagen der Stille auf dem Berg Gottes kamen vierzig Tage der praktischen Bewährung, zusammen mit den anderen Kundschaftern. Ob Josua, der zuvor einen neuen Namen erhalten hatte, sich besonders gestärkt fühlte? „Hoschea“ - das heißt: Rettung, Heil, „den Sohn Nuns, nannte Mose Josua“ - das heißt: Der Herr ist Rettung (V.16; vgl.Matth.1,21). Mit den Früchten Kanaans beladen kehrten die zwölf Ausgesandten zurück. Im Lager wartete man gespannt auf ihren Bericht. Sie waren begeistert: „Wir sind in das Land gekommen ... und wirklich, es fließt von Milch und Honig über.“ Sie zeigten, was sie mitgebracht hatten. Alle staunten. Doch dann kam das „Aber“ in dem schönen Bericht. Die Kundschafter beschrieben die vielen Hindernisse, die eine Einnahme des Landes nicht zulassen würden. „Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dieses Volk, denn es ist uns zu stark.“ Kaleb und Josua traten dieser Meinung entschieden entgegen: „Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es!... Fallt nur nicht ab und fürchtet euch nicht!“ Gott hatte ihnen seine feste Zusage gegeben, sollte sein Wort jetzt versagen? Keinesfalls! Keine Lage ist zu schwer, als dass Gott nicht eine Hilfe, einen Weg wüsste. (Lies Jes.50,10; vgl.2.Chron.32,7.8; Ps.33,4; 46,2-4; 86,6-8.)

Anfang

Samstag,16.Februar 4.Mose 14,1-10; Psalm 25,12.13.

Die Kundschafter konnten genaue Angaben über die Situation und die Menschen in dem verheißenen Land machen. Eine scheinbar korrekte Ausführung des Auftrags, und doch eine irreführende Beurteilung der Lage, weil zehn der zwölf Männer nicht den lebendigen Gott in ihr Denken einbezogen hatten. Das Vertrauen zu der Treue und Macht Gottes fehlte ihnen, und so blickten sie nur auf die ernsten Schwierigkeiten. Mit ihrer glaubenslosen Darstellung der Verhältnisse sank beim Volk alle Hoffnung auf ein baldiges Ende der Wüstenzeit. Nun erschien es aussichtslos, aus diesem Wüstendasein herauszukommen. Statt den Glaubensmut zu stärken, machten sie das Herz des Volkes verzagt. - Je länger man ein Hindernis betrachtet, desto größer und unbezwingbarer scheint es zu werden. Solange Petrus unverwandt seinen Blick auf Jesus gerichtet hielt, konnte er auf dem Wasser gehen. Dann ließ er sich von dem Wind und den Wellen erschrecken. Sein Blick wurde von Jesus abgelenkt und er sank (Matth.14,28-30; lies Ps.93,3.4; Apg.27,22.34-36.44). Josua und Kaleb wagten es, gegen das „Wir können nicht“ der anderen Kundschafter ihr „Wir können doch“ zu setzen“ (4.Mose 13,27-31). Auch sie hatten die Städte gesehen, die Befestigungen und die hochgewachsenen Leute. Konnten sie diese Übermacht des Feindes wirklich überwinden? - Josua hatte in den Jahren an Moses Seite miterlebt, wie dieser seine Lasten auf den Herrn warf. Nun musste er mit Kaleb einen Glaubensschritt tun. Und sie taten ihn, denn wir lesen später: „Josua und Kaleb blieben am Leben“. Mit einer neuen Generation erlebten sie den Einzug in das verheißene Land (5.Mose 3,28; Jos.14,6-13). - „Lass es dir gesagt sein: Du kommst durch, auch durch die unerhörtesten Schwierigkeiten, wenn du deinen Blick auf Jesus richtest und gerichtet hältst“ (E.Modersohn).

Anfang

Sonntag,17.Februar 4.Mose 14,3-10; Psalm17,6-9.

Josua und Kaleb, „die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider“. Das war eine Geste tiefsten Schmerzes über die Irreleitung des Volkes durch den Unverstand der anderen zehn Kundschafter. „Wenn der Herr uns gnädig ist, wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben ... Fallt nur nicht ab vom Herrn.“ Mutig warben Josua und Kaleb im Volk um Vertrauen zu Gott. Sie wagten es, am Wort der Verheißung festzuhalten. Aber sie standen einer Übermacht gegenüber, die bereit war, die beiden Zeugen wegen ihres Vertrauens zu Gottes Zusagen umzubringen. Vielleicht zitterten Josua und Kaleb die Knie und vielleicht hätten sie sich gern vor der zornigen Menge versteckt. Aber sie rechneten mit dem Herrn und seinen Zusagen und ließen sich nicht einschüchtern. (Lies Ps.18,31-37; 118,5-9.) Der Aufstand, den die zehn Kundschafter mit ihrer Negativ-Botschaft angezettelt hatten, führte zu schlimmen Folgen: Vierzig Jahre Aufenthalt in der Wüste, weil Gottes Wort nicht ernst genommen wurde (4.Mose 14,20-35). Für Josua hieß es, weitere vierzig Jahre im Dienst Moses zu stehen. Als Verantwortlicher des Stammes Ephraim hätte er einen anderen Platz für sich beanspruchen können. Er tat es nicht. Er blieb Moses Diener, tat Schritte des Vertrauens, auch wenn das, was vor Augen war, gegen einen Erfolg sprach. Auf diesem Übungsfeld wurde er auf seine zukünftige Aufgabe vorbereitet, bis Mose ihn als Nachfolger einsetzte und ihm die ermutigenden Worte zusprach: „Der Herr aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht“ (5.Mose 34,8.9). Es macht Mut, bei Josua zu sehen, wie der Herr sich zu denen bekennt, die ihm vertrauen. Durch Vertrauen entsprachen er und Kaleb ihrer Verantwortung. Wer Verantwortung trägt, muss glauben! (Lies 2.Chron.16,9a; Spr.29,25; Ps.60,14; Hebr.11,1.2.6.)

Anfang

GOTT REDET - SEINE STIMME WILL UNS ERREICHEN

Montag,18.Februar Psalm 33,6-9; Jesaja 50,4b.5.

An vielen Stellen des Alten und Neuen Testaments lesen wir vom Reden Gottes, von seiner Stimme, die Menschen hörten. „Das Wort des Herrn kam“, „das Wort des Herrn geschah“. „Mose hörte die Stimme Gottes zu sich reden.“ „Am Ende der Tage hat Gott zu uns geredet durch den Sohn.“ Ist es nicht wunderbar, dass Gott auch heute noch redet, wenn wir in seinem Wort lesen? Im Gegensatz zu stummen Götzen, bei denen „kein Laut aus ihrer Kehle kommt“ (Ps.115,7b; Jer.10,7), redet er deutlich, denn unser Gott lebt! Die ersten Menschen lebten mit ihm in ungetrübter Gemeinschaft (1.Mose 3,8.9), ganz Israel hörte vom Himmel her seine Stimme (5.Mose 4,36).

Die schöpferische Stimme Gottes

Von der schöpferischen Stimme Gottes lesen wir gleich am Anfang der Bibel: „Gott sprach, und es geschah.“ Gottes Wort hat Autorität, seiner Stimme gehorcht das Weltall. „Die Erde war wüste und leer, und es war finster über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.“ Gottes Reden ist Tat. Wenn er spricht, dann geschieht es, aus der Finsternis wird Licht, aus Hindernissen werden Wege. (Lies Jes.8,23; 9,1.2.) Wie oft empfinden wir eine innere Leere, einen Mangel oder Zerbruch. Dann wollen wir uns Gottes Wort aussetzen, das Neues wirkt aus dem Nichts. (Lies Hebr.11,1-3.) Finden wir nicht den Weg zum anderen? Oder verschließen wir uns, sodass andere es mit uns schwer haben? Fehlt uns der Mut, von Gott zu reden, oder nur das rechte Wort? Gottes schöpferische Stimme will dem rufen, „was nicht ist, dass es sei“ (Röm.4,17b; lies Jer.10,6.11.16; 32,17).

Anfang

Dienstag,19.Februar 1.Mose 3,1-21; 4,6.7.

Gottes suchende Stimme

In 1.Mose 3 begegnet uns zuerst die suchende Stimme Gottes, als die schuldig gewordenen Menschen sich versteckt hielten, während vor dem Sündenfall die Freude an Gottes Gegenwart und das Gespräch mit ihm das höchste Glück für Adam und Eva bedeuteten. Aber Gott ließ die beiden nicht aus den Augen. „Gott der Herr rief Adam und sprach: Adam, wo bist du?“ Welch verhängnisvollen Ausweg suchte Adam und viele andere nach ihm. „Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der Herr“ (Jer.23,23.24; Jona 1,2-3.8-12; Ps.139,7.8). Man kann sich mit seiner Schuld nicht verstecken, man kann sie nicht verdrängen oder gar totschweigen. Auch David machte den Versuch, aber er musste bekennen: „Herr, erst wollte ich meine Schuld verheimlichen, doch davon wurde ich so schwach und elend, dass ich nur noch stöhnen konnte. Ich spürte deine Hand bei Tag und Nacht... Da bekannte ich dir meine Sünde, mein Unrecht wollte ich nicht länger verschweigen. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Ungerechtigkeit meiner Sünde“ (Ps.32,1-5). Gottes Reden bricht mit Versagern, mit Schuldiggewordenen nicht ab. Erstaunt es uns nicht, wie Gott im Garten Eden für Adam und Eva handelte? Er rief sie vor sein Angesicht und „machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an“. Sie durften neu beginnen. (Lies Jes.55,6.7; Ps.51,1-16.) - Niemand muss mit verborgener Sünde leben. Der Schreiber des 119.Psalmes bittet in den letzten Versen: „Ich bin verirrt wie ein verlorenes Schaf. Suche deinen Knecht!“ „Suche mich“ so dürfen auch wir bitten, wenn etwas zwischen uns und Gott getreten ist. „Wer seine Sünde verheimlicht, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen“ (Spr.28,13; lies Jes.1,18; 1.Joh.l,7.9).

Anfang

Mittwoch,20.Februar 1.Mose 16,1-13; Jeremia 17,10.14.

Auch Hagar erlebte die suchende Stimme Gottes. Sie war weggelaufen aus dem Hause Abrahams, weil sie die Demütigungen Saras nicht mehr ertrug. „Aber der Engel des Herrn fand sie bei einer Wasserquelle in der Wüste und sprach zu ihr: Hagar, Magd Sarais, wo kommst du her, und wo gehst du hin?“ Offen gab Hagar zu: „Ich bin von Sarai, meiner Herrin, geflohen.“ Da hörte sie die Stimme, die mit ihr redete: „Kehre um zu ihr, demütige dich unter ihre Hand“ - bleib ihre Magd. Wie reagierte Hagar auf die Stimme, die sie hörte? Sie gehorchte und war zur Umkehr bereit. Darauf schenkte Gott ihr eine Verheißung, wie er sie bisher nur Abraham gegeben hatte: „Du sollst einen Sohn bekommen, dessen Namen sollst du Ismael nennen; denn der Herr hat dein Elend angesehen.“ (Lies Ps.72,12.13; 102,18-21.) Wie erleichtert war wohl Hagar, als sie den Engel so reden hörte. War es nicht überwältigend, dass Gott sie nicht laufen ließ, sondern sie in dieser einsamen Wüste suchte? Überwältigt von seiner großen Liebe und Barmherzigkeit rief sie aus: „Du bist ein Gott, der mich sieht! Du bist ein Gott, der sich schauen lässt.“ (Lies Matth.18,12.13; Joh.1,45-48.) Noch einmal suchte Gott Hagar in der Wüste, als sie von Sara und Abraham fortgeschickt wurde. Wieder sprach die Stimme des Engels des Herrn zu ihr: „Was ist dir Hagar? Fürchte dich nicht; denn Gott hat die Stimme des Knaben gehört.“ Gott erbarmte sich ihrer aufs Neue. Wegweisend und segnend redete er mit ihr und öffnete ihr ein neues Leben. (Vgl.1.Mose 21,10.14-20a; Hos.2,16.17a.) Es gibt keine Situation, in der Gottes suchende Stimme nicht mit uns reden und uns eine Tür der Hoffnung öffnen will. Manchmal sprechen wir von der leisen Stimme Gottes, aber sie ist laut genug, dass wir sie hören und verstehen können. (Lies Hes.34,11-16.)

Anfang

Donnerstag,21.Februar Apostelgeschichte 7,1-3; 1.Mose 12,1-4.

Gottes berufende Stimme

Abraham hörte Gottes berufende Stimme. „Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte, und sprach zu ihm: Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen will... Und Abraham ging hin, wie der Herr zu ihm geredet hatte.“ Abraham war ein Einzelner, der mitten im kulturellen und religiösen Leben der Stadt Ur Gottes Stimme hörte und ihr gehorchte (Jes.51,2). Er durfte nicht wie andere seiner Zeitgenossen natürliche, gegebene Wege einschlagen, um seine Lebenserwartungen zu verwirklichen. Er musste sich in Unmöglichkeiten begeben, ohne menschlich gesicherte Aussichten, allein im Vertrauen auf Gott, der ihn berufen hatte. Immer neue Glaubensproben warteten auf ihn. In immerwährendem Gehorsam folgte er der Führung Gottes. (Vgl.Gal.1,15-18a; Phil.3,7-14.) Als Gott schließlich das Liebste, den Sohn der Verheißung, von ihm forderte, wich Abraham dem Gehorsam nicht aus. „Weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, will ich dein Geschlecht segnen und mehren! ... und in dir sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.“ Ein einziger Schritt des Gehorsams auf Gottes Reden hin zeitigte eine ungeahnte Wirkung für „alle Völker auf Erden“! - Wir wollen darauf achten, dass wir, wenn Gott mit uns redet, nicht nach unseren Einsichten oder Neigungen entscheiden, die nicht unbedingt mit dem Willen Gottes übereinstimmen. In Psalm 81 hören wir die traurige, enttäuschte Stimme Gottes. Sein Volk lehnte ihn ab, gehorchte ihm nicht: „Wenn doch mein Volk mir gehorsam wäre und Israel auf meinem Wege ginge! Dann wollte ich seine Feinde bald demütigen ... Ich würde es mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen“ (Ps.81,9-17; Jer.2,11-13; 7,23.26).

Anfang

Freitag,22.Februar 2.Mose 3,1-14; 33,12-14.

Auch Mose hörte Gottes berufende Stimme. Aus dem brennenden Busch erreichte sie ihn: „Mose, Mose! ... Ich habe das Elend meines Volkes gesehen... So gehe nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.“ Welch ein Schrecken muss Mose erfasst haben, als er die Stimme hörte und wozu Gott ihn berufen hatte. Er sah nur seine Unfähigkeit, diesen Auftrag zu erfüllen. Deshalb versuchte er, sich dem Ruf Gottes zu verschließen. Er hatte viele Einwände, die Gott ihm klar widerlegte. Mose: „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe...?“ Gott: „Ich werde mit dir sein.“ Das hieß für Mose, es kommt nicht darauf an, wer du bist, ich bin der Handelnde! (Vgl.Richt.6,11-16.) Mose: „Was soll ich sagen, wenn sie mich fragen...?“ Auf diesen Einwand offenbarte Gott ihm seinen wunderbaren Namen und zeigte ihm zugleich, dass unser Nichtwissen ihn, den Wissenden, nicht in Verlegenheit bringt. (Lies Jak.1,5; 1.Kor.1,30.31.) - Mose: „Sie werden nicht auf mich hören.“ Darauf antwortete ihm Gott, dass er selbst dafür sorgen werde, dass Moses Wort ankommt (2.Mose 4,1-8). Als Mose seine besondere Unfähigkeit betonte: „Ach, mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann; ich bin es weder gestern noch vorgestern gewesen ...“, verwies ihn Gott auf sich selbst: Wer schuf dieses Organ, das du für so unfähig hältst? Bin ich nicht dein Schöpfer, der deinen Mund gemacht hat, wie er ist? „Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst“ (2.Mose 4,10-12). Schließlich brachte Mose sein Nichtwollen zum Ausdruck: Sende jeden anderen, nur nicht mich! Darauf machte Gott ihm klar: Es kommt nicht auf die Fähigkeit oder Unfähigkeit deiner Person an. Wenn Gott einen Plan mit dir hat und zusagt: „Ich werde mit dir sein“ - ist das genug! (Lies 2.Tim.2,1; Hab.2,4.)

Anfang

Samstag,23.Februar Jesaja 6,1-8; Lukas 5,8-10.

Jesaja konnte nur mit Schrecken auf sich sehen, als er im Tempel die Offenbarung Gottes erlebte. In dem blendend hellen Licht dessen, der auf dem Thron saß, sah er seine Sünde, seine Unreinheit. Er konnte nur ausrufen: „Wehe mir, ich vergehe, denn ich bin unreiner Lippen. Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.“ Welch eine Nachricht für Jesaja vom Thron Gottes! Jesaja stellte sich zu seiner Schuld, und er scheute die Reinigung nicht. Er hätte der Korrektur ausweichen können, aber er tat es nicht. Er blieb stehen, bis er aufs Neue die Stimme Gottes hörte. Offen bekannte Sünde verschwindet, sie haftet uns nicht mehr an. Sie wird uns nie mehr vorgehalten. (Lies Hiob 11,13-17; 2.Kor.7,1.) Jesaja wird nicht direkt mit Namen angerufen, er hört eine Frage Gottes: „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ Obwohl sie an alle gerichtet war - und damit auch an ihn -, sah Jesaja nur sich dem Thron Gottes gegenüber. So ist es bis heute: alle sind gerufen - wer aber hört, und wer antwortet? Es bestand kein Zwang von Gottes Seite. Jesaja, der die Herrlichkeit Gottes geschaut und Vergebung und Reinigung erfahren hatte, antwortete in voller Freiheit: „Hier bin ich, sende mich!“ Sein neugeschenktes Leben gab er in die Hand Gottes, der ihn in so wunderbarer Weise begnadigt hatte, er wollte nicht mehr über sich selbst verfügen. „Hören will ich, was der Herr, mein Gott, mit mir reden wird.“ „Jesus ist darum für alle gestorben, auf dass die, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.“ (Lies Apg.20,17-24; Röm.6,11-13; 1.Kor.6,19.20.)

Anfang

Sonntag,24.Februar Jeremia 1,4-12; 2.Korinther 12,9.

Zu dem noch jungen Jeremia „geschah das Wort des Herrn: Ich kannte dich..., ich bestellte dich zum Propheten...“ Wenn solch ein Wort Gottes zu uns käme, etwa in der Stille der Nacht oder in der Frühe des Morgens - wie würden wir antworten? Von Jeremia kam zuerst ein Aber auf die berufende Stimme Gottes. „Ich aber sprach: Ach, Herr...“ Seine Antwort war nicht Zustimmung, eher ein Stöhnen, ein angstvoller Schrei: „Herr, ich tauge nicht, ich bin zu jung.“ Gott neigte sich voll Liebe zu Jeremias Schwäche und sicherte ihm seine Kraft zu. „Sage nicht, ich bin zu jung... Fürchte dich nicht... ich bin mit dir.“ Ist das nicht auch bei uns der häufigste Einwand: Ich tauge nicht, ich habe keine Gaben, wenn Gott mit uns redet und uns in seinen Dienst ruft? Dass wir erschrecken ist verständlich. Wenn aber Gott auf unserer Seite ist, dürfen wir vertrauen, dass er uns mit seiner Hilfe beisteht. Er will uns gleichsam ermutigen: Rede nicht so, ich bin mit dir, ich stehe zu meinem Versprechen. „Was ich beschlossen habe, geschieht, alles, was ich mir vorgenommen habe, tue ich auch!“ (Jes.46,11; lies 5.Mose 31,7.8; Jos.1,8.9; 2.Tim.4,17). Auch wenn Jeremia vor mancher Aufgabe zurückschreckte, war er doch bereit, Gottes Ruf zu folgen, die Angst konnte ihn nicht fesseln. „Herr, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen“ (Jer.20,7.9). - Namentlich berief der Herr Jesus seine Jünger: „Er gab ihnen Gewalt und Macht... und er sandte sie aus“ (Luk.9,1-6). „Leben mit dem Gott, der redet“, so heißt ein Buch von K.Bockmühl, in dem das Leben nach dem Evangelium beschrieben wird. Dass wir Gottes Reden vernehmen, kann mitten am Tag oder in der Nacht geschehen. Unsere Antwort sollte sein: „Hier bin ich, sende mich!“ (Lies Ps.143,10; Joh.15,16.)

Anfang

Montag,25.Februar Hebräer 3,7.8; 4,6.7; 5,11.

Gottes Stimme fordert Gehorsam

Der Schreiber des Hebräerbriefes wendet sich zweimal direkt an seine Leser: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht.“ Es sind Worte, die an Christen gerichtet sind: „Seht zu und hütet euch, dass ihr den nicht abweist, der zu euch redet“ (Hebr.12,25; 2,2.3). Beim Hören des Wortes Gottes geht es zuerst um unser Heute. Wie reagieren wir heute auf die Stimme, die vom Himmel her redet? Könnte es sein, dass wir - zwar nicht grundsätzlich, aber doch in gewissen Punkten - Jesu Reden mit uns abblocken oder kein volles Ja für ihn haben? Das „Leben mit dem Gott, der redet“, ist ein horchendes und gehorchendes Leben, ein Leben im Einklang mit seinem Willen. Der Psalmist sagt: „Ich wandle fröhlich, denn ich suche deine Befehle. Ich habe Freude an deinen Geboten, sie sind mir lieb.“ Aus Liebe zu dem, der mit uns redet, gehorchen! (Ps.119,45.47; lies Jes.50,4.7a; Ps.40,7-9). „Ein horchendes Leben“, so ist eine Kurzbiographie von Mathilda Wrede überschrieben. Sie war Finnin und arbeitete unter Gefangenen. „Als Mathilda Wrede achtzehn Jahre alt war, geschah das Wunder ... Sie hörte einen Prediger, der über Johannes 3,16 sprach. Mathilda kannte dieses Wort, das Jesus sprach, schon lange Silbe um Silbe auswendig. Aber in jener Stunde war es, als würde Gott ganz allein zu ihr sprechen: 'So sehr habe ich dich, Mathilda, geliebt, dass ich für dich meinen Sohn gab, damit du, Mathilda, nicht verloren gehst, sondern das ewige Leben hast.' Die junge Frau stand im Licht der Gottesliebe wie der Blindgeborene, der zum erstenmal die Sonne sah; sie hörte Gottes Stimme wie einer, dessen Ohren plötzlich aufgetan wurden und dem sich damit eine neue, ungeahnte Welt öffnete.“ Für Mathilda Wrede folgte eine unvergessliche Nacht allein mit Gott. Von da an begann für sie „ein horchendes Leben“. (Lies Apg.8,26ff; Jud.22.23; Spr.24,11.)

Anfang

Dienstag,26.Februar Johannes 11,17-44; 5.Mose 32,47.

Gottes Stimme weckt Leben

Jesu Stimme war so laut, dass sie das Ohr des toten Lazarus erreichte. „Jesus hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich weiß, dass du mich allezeit hörst... Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus. Und der Verstorbene kam heraus!“ Jesu kraftvolle Stimme dringt durch alle Mauern. Sein Wort ist nicht irgendein Wort, das uns einen Augenblick lang beeindruckt; es ist ein Wort, das neues Leben in uns wirken will. „Es ist nicht ein leeres Wort an euch, es ist euer Leben.“ Die entscheidende Lebenskraft für unser geistliches Leben ist das Wort Gottes. Wenn wir lebendig bleiben wollen, dann „lasst das Wort reichlich unter euch wohnen“. Vielleicht empfinden wir schmerzlich, dass manches in uns tot ist, das einmal lebendig war. Christa von Viebahn schrieb einer Schwester, deren inneres Leben wie abgestorben war: „Lies die Bibel! Sie ist das Wort des lebendigen Gottes. Alles, was darin steht, ist wahr und bedeutet Leben und Heil für dich. Wenn wir Gottes Wort beiseite legen, sind wir in großer Gefahr. Unser Glaube lebt davon, dass Gott durch sein Wort zu uns spricht. Es ist etwas Wunderbares, wie Gottes Wort uns über unser Ich und unsere Alltäglichkeiten hinaushebt und Friede und Freude weckt und vermehrt. Hätten wir einen stummen Gott, so wäre unser geistliches Leben bald ausgelöscht. Wenn wir das Wort vernachlässigen, welkt der Glaube, stirbt die Liebe, weicht Gottes Geist.“ - „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes ausgeht“ (Matth.4,4). Psalm 119 beginnt mit den Worten: „Glücklich sind, die im Weg untadelig sind, die im Gesetz des Herrn wandeln. Glücklich sind, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen.“ (Lies Jer.15,16; Ps.119,16.43-45.50.92,93.103.162.)

Anfang

Mittwoch,27.Februar Lukas 10,38-42; 5.Mose 33,3.

Als Mose am Ende seines Leben, die Stämme Israels segnete, rief er staunend aus: „Wie hat Gott sein Volk so lieb! Alle Heiligen sind in deiner Hand. Sie werden sich setzen zu deinen Füßen und werden lernen von deinen Worten.“ Maria von Betanien gehörte zu denen, die danach lechzten, Jesus zu hören. Obwohl es uns vertraut ist, wie sie sich Jesus zu Füßen setzte und seiner Stimme lauschte, fällt uns doch das intensive Hören schwer. Maria glich denen, „die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld“. (Lies Luk.8,11-15; Hiob 23,12; Ps.119,18-20.111.) Doch auch für Marta hatte der Herr Hoffnung, dass sie es lernte, dem Hören den Vorrang zu geben vor dem Tun. Er hat auch Hoffnung für jeden von uns, dem das stille Horchen auf seine Stimme schwer fällt. Zuhören und Lernenwollen hat mit Liebe zu tun, das sagte Jesus seinen Jüngern: „Wenn ihr bleiben werdet in meinem Wort, so seid ihr wahrhaft meine Jünger... Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin. Solches habe ich zu euch geredet, auf dass meine Freude in euch sei“ (Joh.15,10.11). Was uns beim Hören von Gottes Wort wichtig wurde, soll seine Fortsetzung in unserem Leben finden. Durch Hören, Behalten und Tun des Wortes Gottes gewinnen wir neue Kraft. „Bibellesen gibt Grund unter unsere Füße. Es hilft uns, das tägliche Leben in der Kraft Gottes zu gestalten und durchzuhalten. Darum sollten wir nicht nur für einen regelmäßigen Umgang mit der Bibel sorgen, sondern ebenso darauf bedacht sein, dass wir die Schätze des Wortes in uns tragen, sie im Herzen bewegen und sie mit unseren Lippen formen, wo immer wir im Getriebe des Alltags dazu Gelegenheit finden“ (Th.Sorg). (Lies Ps.19,8-12; 2.Tim.3,16.17.)

Anfang

Donnerstag,28.Februar Offenbarung 1,9-19; Psalm 93,2-5a.

Die Stimme, die das Zukünftige offenbart

Der Jünger Johannes hörte am Ende seines Lebens, nachdem er auf die Insel Patmos verbannt worden war, eine große, gewaltige Stimme. Es war nicht die vertraute Stimme aus den Erdentagen Jesu, vielmehr war es die Stimme seines auferstandenen Herrn. Er empfing eine entscheidende Botschaft aus Gottes Welt für die Gemeinden auf Erden, und Orientierung über das, „was nach diesem geschehen soll“. Auch für unsere gegenwärtige Zeit spricht Jesus das entscheidende Wort, er lässt uns nicht im Unklaren über das, was in der Zukunft geschehen wird (Matth.24,1-44; 1.Thess.5,1-11). Viele Ereignisse, die wir heute erleben, stehen groß und bedrückend vor uns: ob es um die Möglichkeiten menschlichen Fortschritts, die zunehmenden Weltprobleme oder die erschreckende Loslösung von Gott und die Missachtung seiner Gebote geht. Es gibt vieles, was uns in Angst versetzt. Von Johannes lesen wir: „Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete.“ - „Johannes musste sich von allem abwenden, was seinen Blick äußerlich und innerlich gefesselt hatte, wie auch wir uns von manchem abwenden, 'umwenden' müssen, wenn wir die große eigentliche Wirklichkeit ins Auge fassen wollen, 'nicht das Sichtbare, sondern das Unsichtbare'“ (Fr.Grünzweig). (Lies 2.Kor.4,14-16; Hebr.10,35-37.) Am Schluss der Offenbarung hörte Johannes abermals „eine große Stimme vom Thron her, die sprach: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen. Er wird bei ihnen wohnen... das Erste ist vergangen“ (Offb.21,3.4). Was muss Johannes bei diesen Worten empfunden haben! „Ich hatte viel Kummer in meinem Herzen, aber deine Tröstungen erquickten mich“ (Ps.94,18.19; 25,14). Und noch einmal hörte er: „Siehe, ich komme bald“ (Offb.22,7.20). Das Leben mit der Stimme Gottes ist an jedem neuen Tag unser Vorrecht. Es ist ein Leben im Heute und zugleich ein Leben mit der Perspektive Gottes für die Zukunft: „Siehe, ich komme bald!“

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

Anfang