FREITAG, 1.DEZEMBER

1. TIMOTHEUS 1, 12-17

Paulus ein wertschätzender Bruder

Wo hatte Paulus die hohe Bedeutung einer wertschätzenden Haltung im Miteinander gelernt? Ganz gewiss aus ermutigenden Begegnungen, wie z.B. mit Hananias und Barnabas. (Lies Apg. 9, 17. 26. 27.) Die stärkste Wertschätzung aber war, ist und bleibt die Liebe des Sohnes Gottes. »Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat« (Kol. 2, 13). Dafür konnte der Apostel nie genug danken. Gott hatte seiner Wertschätzung Paulus gegenüber Ausdruck verliehen, indem er ihn gerettet und zum Dienst berufen hat. Wertschätzung muss einen praktischen Ausdruck finden - in unseren Worten, Gesten, im Tonfall. Achten wir in unserem Miteinander darauf, oder achten wir überwiegend auf die Fehler? - An der Sprache, mit der Paulus von Timotheus spricht, erkennen wir seine Haltung ihm gegenüber: o Der junge Timotheus ist für den älteren Apostel ein gleichwertiger »Mitarbeiter im Werk des Herrn« (1. Thess. 3, 2); und er arbeitet an diesem Werk »wie auch ich« (Röm. 16, 21; 1. Kor. 16, 10). Will Paulus vielleicht damit sagen, dass das, was der andere Bruder tut, genauso gut und richtig ist wie das, was der Erfahrenere tut? »Wie auch ich« - ist das unsere Grundhaltung anderen Menschen gegenüber? Diese Haltung würde der zerstörerischen Macht des neidischen Vergleichens Einhalt gebieten (Gal. 5, 26). o Die Bezeichnung »Timotheus, mein geliebtes und treues Kind« (1. Kor. 4, 17) drückt nach damaligem Sprachgebrauch eine hohe Wertschätzung aus. - Jeder Mensch braucht einen Ort, an dem er willkommen und angenommen ist. Gewiss, Christen haben diesen Ort am Herzen ihres himmlischen Vaters (Jes. 43, 4). Und trotzdem ist es gut und wichtig, die Wertschätzung und Liebe Gottes auch in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen zu leben. Welche Hilfen finden wir dazu z. B. in 4. Mose 6, 23-27, in Römer 15, 7 und in 3. Johannnes 15?

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SAMSTAG, 2.DEZEMBER

RÖMER 8, 15; 2. TIMOTHEUS 1, 7. 8

Wertschätzung trotz Schwächen

Wir erinnern uns: Timotheus hatte mit einem ängstlichen und schüchternen Wesen zu kämpfen. Darum ermutigte Paulus ihn mit der noch größeren Wirklichkeit, mit dem, was Gott für ihn getan hat: Er »hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit«. Wir sehen, dass der Apostel seinen Mitarbeiter mit Gott getröstet und aufgerichtet hat, beobachten aber auch, dass Paulus die persönliche Schwachstelle des Timotheus nicht einfach ignoriert und übergeht, sondern sie offen und liebevoll anspricht. Auch hier spiegelt sich echte Wertschätzung wider, bekundet sie doch ein wirkliches Interesse an Timotheus. Gewiss, nicht jede persönliche Schwäche muss thematisiert werden. Aber wo sie die Ausbreitung des Evangeliums hindert oder gar blockiert, und wo eine persönliche Schwäche die Arbeit des Heiligen Geistes an unserem Charakter niederhält, brauchen wir durchaus auch die seelsorgerliche Hilfe durch einen Glaubensbruder oder eine Glaubensschwester. Paulus entzog sich dieser Hilfestellung nicht, zumal er selbst in schwachen Stunden vom Zuspruch Gottes lebte: »Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig« (2.Kor.12, 9). So wollte der Apostel, dass auch Timotheus über sich hinauswuchs, indem er im Vertrauen auf die siegreiche Kraft Gottes die Aufgaben, die der Herr ihm anvertraut hatte, treu erfüllte. Allein auf dem Weg des Vertrauens konnte Timotheus praktische Erfahrungen machen mit der wunderbaren Ausrüstung, die Gott ihm zugesagt hatte. »Du nun, erstarke in der Gnade, die in Christus Jesus ist!« »Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird euch, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen« (2. Tim. 2, 1. 3; 1.Petr. 5, 10).

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GOTT WIRD EIN KIND

BIBLISCHE ZEIT-ZEUGEN BEGEGNEN JESUS

SONNTAG, 1.ADVENT, 3.DEZEMBER

JESAJA 43, 19a

Etwas Neues beginnt

Auch in diesem Jahr denken wir in der Adventszeit über die Ereignisse der Weihnachtsgeschichte nach. Dabei können wir Augenblicke großen Staunens über das Handeln Gottes erleben. Aber vielleicht geht es uns auch manchmal wie Kindern, die beim Hören ihnen vertrauter Bibeltexte sagen: »Kennµ ich schon!« Dann ist es hilfreich, diese Bibeltexte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. In den kommenden Tagen sollen uns jeweils drei Fragen leiten, wenn wir uns mit den Personen der Weihnachtsgeschichte beschäftigen:

  1. Was erfahren wir über das bisherige Leben der Personen?
  2. Wie kommen sie mit dem Weihnachtsgeschehen in Kontakt?
  3. Welche Auswirkungen haben die Ereignisse in ihrem Leben?

Wir werden dabei dreierlei entdecken: o Trotz der Einmaligkeit des Geschehens, dass Gott Mensch wird, und trotz der zeitlichen Entfernung von rund 2000 Jahren sind alle Personen »Menschen wie du und ich«, die viel mit unserem Alltag zu tun haben. »Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben« (Röm. 15, 4). o Der lebendige Gott geht sehr unterschiedliche Wege, um Menschen mit der Weihnachtsbotschaft zu erreichen. o Wenn Jesus in unser Leben hineinkommt, verändert es sich. »Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf . . . !« Wir nehmen uns Zeit und vergegenwärtigen uns die wichtigsten Weihnachtskapitel der Bibel in dieser (zeitlichen) Reihenfolge: Lukas 1, 5-80; Matthäus 1, 18b-25 (der Vollständigkeit halber weisen wir auf die beiden anderen Stammbäume in Lukas 3, 23b-38; Matthäus 1, 1-17 hin); Matthäus 1, 18a; Lukas 2, 1-39a; Matthäus 2, 1-23; Lukas 2, 39b. 40. Gott will uns begegnen. Deshalb bitten wir mit Emil Quandt: »Mit den Hirten will ich gehen, meinen Heiland zu besehen, meinen lieben, heilgen Christ, der für mich geboren ist.«

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MONTAG, 4.DEZEMBER

LUKAS 1, 5-7

Zu der Zeit . . . Zacharias und Elisabeth lebten, ebenso wie die anderen Personen der Weihnachtsgeschichte, zur Zeit Herodes des Großen (37 v. Chr. - 4 n. Chr.). Diese Zeit ist gekennzeichnet durch eine grausame Schreckensherrschaft (siehe 23. 12.), aber auch durch die tiefe Messiashoffnung der Israeliten. Das Auftreten des letzten Propheten Maleachi lag über 400 Jahre zurück. Dieses Schweigen Gottes, das wie eine »dunkle Nacht« wirkt, lässt die Sehnsucht des Volkes nach dem durch den Propheten Jesaja angekündigten Licht immer größer werden. »Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind . . . Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell« (aus Jesaja 8, 23; 9, 1). »Zu der Zeit . . . « bedeutet in Gottes Augen »erfüllte Zeit«. (Lies Galater 4, 1-6.) Mit dem Kommen des Sohnes Gottes als ein Mensch in diese Welt erfüllte Gott seine Versprechen, er »sandte seinen Sohn zu uns«. Adventszeit heißt: Jetzt ist Gottes Stunde da. Die Erlösung aus Schuld und Sünde naht. Martin Luther drückt es so aus: »Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hier zu erbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und lass ihn mit dir leben. « Die Menschen in Israel erkannten das damals noch nicht. Ähnlich wie in der Zeit, als Jesus zu uns kam, verhielt es sich, als Mose geboren wurde. Auch hier hatte Gott, zunächst ganz verborgen, eine Rettungsaktion für die in Sklaverei gefangenen Israeliten begonnen. Lies 2. Mose 2, 1-10. 23-25; 3, 4-10; 5, 1; 12, 30-33. 37. In spannungsreichen, notvollen Wartezeiten lassen wir uns durch Gottes Wort trösten: Jesaja 50, 10; Psalm 27, 13. 14; 2. Korinther 1, 8-10.

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DIENSTAG, 5.DEZEMBER

LUKAS 1, 5-10

Zacharias und Elisabeth

In diesen wenigen Versen erhalten wir viele Informationen über das Ehepaar, zunächst über seine Herkunft und seine Lebensweise. Zacharias und Elisabeth gehören beide zum Stamm der Leviten, die Gott für den Dienst an der Stiftshütte bzw. dem späteren Tempel erwählt hatte (4.Mose 3, 5-8). Zacharias übt als Priester ein geistliches Amt aus und ist wohl unter 50 Jahre alt. Wir lesen dazu 1. Chronik 24, 1. 4. 10. 19; 4. Mose 8, 25. Das am Morgen und am Abend dargebrachte Räucheropfer ist ein Symbol für den Gebetsdienst. Die Beschreibung von Zacharias und Elisabeth in Vers 6 zeigt, dass sich ihr »Gottesdienst« nicht nur auf eine bestimmte Zeit im Jahr beschränkte, sondern den Mittelpunkt ihres Lebens darstellte. Es bleibt eine Herausforderung für jede Gemeinschaft, sich im Vielerlei des Alltags den festen Raum für das gemeinsame Bibellesen und Beten zu reservieren. Ein frommes, das heißt ein in Gottes Augen richtiges und untadeliges Leben bedeutet nicht, sündlos zu leben. Gemeint ist das Leben, das mit der Vergebung durch Jesus ganz konkret im Alltag rechnet. Das Geheimnis dieses Ehepaares lässt sich mit der Aussage beschreiben, die Maria Taylor, Ehefrau des Chinamissionars James Hudson Taylor, auf ihrem Sterbebett machte: »Keine Wolke, kein Schatten trübte meine Gemeinschaft mit meinem Herrn!« Es ist möglich, in einer unendlich dunklen Zeit mit einer feinen, geistlichen Gesinnung zu leben. »Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der Wille Gottes ist . . . « (lies Röm. 12, 1. 2; 1.Mose 17, 1; 5.Mose 10, 12). Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für mich, meine Ehe, Familie, Gemeinschaft?

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MITTWOCH, 6.DEZEMBER

LUKAS 1, 7-20

Der wunde Punkt

Der vorbildliche Leben der Eheleute (V. 6) wird durch eine große Not getrübt: Sie haben keine Kinder. Wie viel Schmerz, enttäuschte Erwartungen, vergebliche Hoffnungen, aber auch häufige Arztbesuche und finanzielle Mittel mochten damit verbunden gewesen sein! Dazu kam die zur damaligen Zeit geltende Meinung, dass Kinderlosigkeit eine Strafe Gottes sei, da sie dem Schöpfungsauftrag Gottes widerspreche: »Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde . . . « (aus 1.Mose 1, 28). Vergleiche Lukas 1, 25! Wie gehen wir mit unseren »wunden Punkten« um? Sie verschweigen oder »weg-erklären«, sich ablenken, dem anderen Vorwürfe machen - das alles hilft nicht. Bei Elisabeth und Zacharias stellen wir fest: Sie bleiben ein Ehepaarvor Gott ohne Bitterkeit und Dienstverweigerung. Zacharias übte seinen Beruf in Treue aus. Zu seinem Gebetsdienst gehörten das Lob Gottes und die Bitte um das Kommen des Messias. Das persönliche Gebetsanliegen des Ehepaares blieb der Kinderwunsch, dennoch bejahten sie Gottes Führung und blieben in seiner Gegenwart. Wir lesen dazu die Erfahrungen von Hiob (Hiob 1, 20-22; 2, 7-10) und Asaf (Ps. 73)! Der Norweger Ole Hallesby sagte: »Beten heißt, sich für Jesus aufschließen und ihn in unsere Not, unsere Hilflosigkeit einlassen.« Wie kamen Zacharias und Elisabeth mit dem »Weihnachtsgeschehen« in Kontakt? Dies war eine längere, spannungsreiche Geschichte. Das Handeln Gottes bei Zacharias ereignete sich o im Berufsalltag (etwa gegen 15. 00 Uhr, vgl. Dan. 9, 21 und Apg. 3, 1) o auf ungewöhnliche Weise (durch den Engel Gabriel) o mit einem mächtigen Schrecken verbunden (vgl. Luk. 24, 4-6) o durch den Zuspruch des Engelboten (»Fürchte dich nicht . . . «), o durch die Ankündigung der Geburt des erbetenen Sohnes und die Erklärung seiner besonderen Bedeutung (V. 10-16).

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DONNERSTAG, 7.DEZEMBER

LUKAS 1, 18-25

Sprachlos

Wir erinnern uns an Jesaja 43, 19 und erkennen: Neues beginnt, ob am Werktag oder am Sonntag, immer in der Gegenwart Gottes. Bei Zacharias wurde die Stunde des Gebets zur Stunde der Offenbarung Gottes. Aber der Beter, der so viel von Gott wusste, begegnete dem Reden Gottes durch den Engel mit Zweifel (V. 18). Der Engel und die Botschaft genügten ihm nicht. Erwartete er ein Zeichen: »Woran soll ich das erkennen?« Abraham fragte einst ganz ähnlich, als Gott ihm das Land Kanaan versprach. (Lies 1. Mose 15, 7. 8.) Als ihm angekündigt wurde: »Ich will zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben«, zweifeln Abraham und Sara aufgrund ihres Alters und Saras Unfruchtbarkeit daran und lachen. (Lies 1.Mose 16, 2; 17, 17; 18, 10-15.) Inzwischen waren vierundzwanzig Jahre seit der ersten Verheißung eines Sohnes vergangen (1.Mose 12, 4; 17, 1. 21). Glaube erfordert die Bereitschaft, sich aufgrund der göttlichen Verheißung über eine natürliche Gegebenheit zu erheben. Auch wenn der Gläubige manchmal nur menschlich reagiert, verwirft Gott den Zweifelnden nicht, sondern hat Geduld mit ihm. Das zeigt Gabriels Antwort in Lukas 1, 19. 20: Er legitimiert sich als der, der vor Gott steht und von ihm gesandt ist, erwähnt den mangelnden Glauben des Zacharias und spricht ein Gerichtswort. Wir beachten dabei, dass das Stummsein zeitlich begrenzt ist: » . . . bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird.« Wir denken noch einmal an Hiob. Auch sein schweres Leid fand ein Ende: Hiob 42, 1-6. 10-17. Für den, der gerade durch ein Tränental geht, mag das bisweilen wenig tröstlich sein. Und doch darf er wie der Psalmbeter rufen: »Ich bin dein, Herr! Hilf mir!« (Ps. 119, 94. 166).

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FREITAG, 8.DEZEMBER

LUKAS 1, 21-25

Ganz schlicht

Elisabeth kommt mit dem »Weihnachtsgeschehen« wesentlich schlichter als Zacharias in Berührung. Sie erlebt das Reden Gottes mittelbar durch ihren Mann. Nachdem er, der das wartende Volk vor dem Tempel nicht mehr segnen konnte (V. 22. 23), heimgekehrt war, teilte er seiner Frau das Geschehen wohl schriftlich mit. Es muss nicht immer ein Engel sein. Gott kann durch andere Menschen die Weichen für unser Leben stellen. Eine junge gläubige Christin befand sich am Ende ihrer Ausbildung zur Krankenschwester und berichtete im kleinen Freundeskreis über ihre Zukunftspläne. Sie wollte eine lukrative Stelle im Operationsbereich einer großen Frauenklinik annehmen. Plötzlich stand die Frage im Raum: Wie wirst du dich verhalten, wenn du bei einer Abtreibung instrumentieren sollst? Einen Moment lang schien die Zeit stillzustehen. Weil für sie die Tötung menschlichen Lebens im Mutterleib außerhalb ihres Horizontes lag, hatte sie bisher mit keinem Gedanken an eine solche Möglichkeit gedacht. Schon bald stand ihr Entschluss fest: In der Verantwortung vor Gott werde ich dieses Arbeitsangebot nicht annehmen. Gott hatte eingegriffen. (Vgl. 2. Mose 18, 13-24; 1. Samuel 25, 3-18. 23-33.) Welche Gedanken mochten Elisabeth angesichts ihres sprachlosen Mannes und der unglaublichen Nachricht beschäftigt haben? Ein Austausch mit Zacharias war nur schwer möglich. Doch dann erlebte sie es am eigenen Leib, dass sich Gottes Versprechen (V. 13) erfüllte: Sie, die keine Kinder bekommen konnte und das gebärfähige Alter schon überschritten hatte, wurde schwanger. Sie wird damit in eine Linie mit Sara, Rebekka, Rahel, Hanna und andere Frauen der Heils-Geschichte Gottes gestellt (1.Mose 25, 21; 29, 31; 30, 22-24; 1. Sam. 1, 2. 19. 20). »Siehe, ich bin der Gott alles Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?« (Jer. 32, 27)

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SAMSTAG, 9.DEZEMBER

LUKAS 1, 24. 25. 39-45

Im Verborgenen

Welche Auswirkungen hatte die Ankündigung der Geburt eines Sohnes im Leben von Zacharias und Elisabeth? Sie konnten das Erlebte verarbeiten - Zacharias im Schweigen, Elisabeth im Verborgenen. Sie zog sich zurück, bis die Schwangerschaft für die Umgebung sichtbar wurde - vermutlich, um ihren Mann und sich selbst vor dem öffentlichen Gerede zu schützen. »Durch wie viele Ängste muss doch Gott seine Leute führen« (G. Maier)! Zacharias und Elisabeth bereiteten sich in ihren Herzen und praktisch auf das Kind vor. Elisabeth lobte Gott für die Wegnahme der jahrzehntelangen Last (V. 25) und wurde bei der Begegnung mit ihrer Verwandten Maria, die den Sohn Gottes zur Welt bringen würde, mit dem Heiligen Geist erfüllt. Elisabeth erkennt den noch ungeborenen Jesus als ihren Herrn (V. 42. 43). Sie sieht das Handeln Gottes an Maria und kann sich mitfreuen (V. 45). Die Bibel spricht vom Leben im Verborgenen, in der Stille, von besonderen Zeiten, die wir zur Reifung unseres Glaubens benötigen. »Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust du mir Weisheit kund« (Ps. 51, 8). Wir lesen Hiob 38, 36; Jesaja 45, 3; Matthäus 6, 5. 6. Jesus selbst zog sich während seines Lebens als Mensch auf der Erde immer wieder in die Stille vor seinem himmlischen Vaters zurück: Lukas 5, 16; 6, 12-16; Markus 1, 35. Ebenso machte es der Apostel Paulus. Zwischen seiner Begegnung mit Jesus vor Damaskus und der Aussendung als Missionar für die Menschen, die Jesus noch nicht kannten, lagen etwa dreizehn Jahre (Apg. 9, 1ff; Gal. 1, 15-18; Apg. 11, 19-30; 13, 1ff). Gelingt es uns, in die oft so betriebsamen Adventswochen regelmäßige Zeiten der Besinnung einzuplanen? »Was sollen uns Krippe, Hirten und Stern, das Licht der schimmernden Kerzen, wenn Jesus nicht zu uns reden kann? Er spricht gern zu stillen Herzen« (nach M. Birkenfeld).

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SONNTAG, 2.ADVENT, 10.DEZEMBER

LUKAS 1, 57-66. 80

Eine glückliche Familie

Die Freude über die Geburt von Johannes ist groß: Die jahrzehntelange Wartezeit des Ehepaares auf ein Kind war zu Ende, Elisabeth brachte den von Gott versprochenen Sohn zur Welt. Mit ihm neigte sich auch die jahrhundertelange Wartezeit des Volkes auf den von Gott versprochenen Retter dem Ende zu. In Lukas 1, 13-17 lesen wir genauer, was der Engel Gabriel über Johannes sagte: o Er ist der Wegbereiter der Gnadenzeit (Johannes - Gott ist gnädig). o Seine Geburt hängt mit messianischen Merkmalen zusammen (Freude und Wonne - messianischer Jubel). o Er hat große Bedeutung vor Gott (vgl. Matth. 11, 11). o Johannes lebte enthaltsam wie ein Gottgeweihter. (Lies 4. Mose 6, 1-3; andere Gottgeweihte waren u. a. Simson, Samuel und zeitweise Paulus: Richt. 13-16; 1. Sam. 1, 11ff; Apg. 18, 18.) o Durch die Erfüllung mit Heiligem Geist war Johannes größer als alle Propheten des Alten Testaments. o Er ist der »zweite Elia«, der Vorbote des Messias. (Lies Mal. 3, 1. 23. 24; Jes. 40, 3; vgl. Matth. 3, 1-3.) Vieles änderte sich im Leben der kleinen Familie: Im Familienleben bestimmte nun Klein-Johannes den Tagesablauf. »Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk« (Ps. 127, 3). Das Glaubensleben stand jetzt unter dem Vorzeichen der erlebten Barmherzigkeit Gottes, an dem auch die Nachbarn und Verwandten Anteil hatten: Die Grundstimmung ist Freude (V. 58). Die Zukunftsaussichten von Zacharias und Elisabeth und ihrer Umgebung wurden hell: »Was wird aus dem Kind einmal werden?« Wo der lebendige Gott am Werk ist, kommen Menschen in Bewegung. Was blieb wie vorher? Das Ehepaar befolgte mit der Beschneidung Gottes Wort (V. 59a; vgl. 1. Mose 17, 12) und stellte sich mit der Namensgebung gegen den Willen der Verwandtschaft (V. 59b-63). Die Folge des Gehorsams: Zacharias konnte wieder sprechen (V. 64). In der Abhängigkeit von Gott und in der gelebten Treue gegenüber seinem Wort gelingt unser Leben.

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MONTAG, 11.DEZEMBER

LUKAS 1, 64. 67-79

Loblied des Zacharias

Heute wollen wir uns Zeit für das Lob Gottes nehmen. Zacharias gibt uns dazu wichtige Impulse: »Gelobt sei der Herr, der Gott Israels!« Beim Lesen des Textes merken wir, dass sich Zacharias gut in der Schrift, unserem Alten Testament, auskannte und dadurch genügend Gebets-Inhalte hatte. Wir lesen die Verse und schlagen dazu die Parallelstellen auf: Vers 78: In Jesus besucht und erlöst uns der lebendige Gott - Psalm 111, 9 und Lukas 7, 16. Verse 69-71: Der Messias kommt aus der Familie Davids - 2. Samuel 7, 11-13. Wir beachten Vers 70: Gott sprach bereits im Alten Testament oft und auf vielfältige Weise - wir vergleichen Vers 70 mit Hebräer 1, 1-4. Verse 72. 73: Der barmherzige Gott hielt den Abraham gegebenen Bund - 1. Mose 17, 7; 22, 16-18; Micha 7, 20. Verse 74. 75: Gott erlöst sein Volk zum Dienst - 2.Mose 4, 22. 23; 19, 5. 6 (vgl. Tit. 2, 12. 14). Verse 77-79: Mit Jesus kommen Vergebung der Sünden, Licht und Frieden in unser Leben - Jeremia 31, 34; Jesaja 60, 1. 2. Wer mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, stellt immer die großen Taten Gottes in den Mittelpunkt und nicht Personen oder menschliche Leistungen: »Und als der Pfingsttag gekommen war, . . . wurden sie alle erfüllt von dem Heiligen Geist . . . Wir hören sie in unseren Sprachen von den großen Taten Gottes reden« (aus Apg. 2, 1. 4. 11). In Psalm 103 nennt David viele Taten seines Gottes, die auch uns zum Loben motivieren können: »Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.« ______________________________________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________________________________

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DIENSTAG, 12.DEZEMBER

LUKAS 1, 26-33

Maria

»Kein Mensch ist Gott zu gut, zu schlecht. Wer zu ihm kommt, der ist ihm recht, Gott will alle« (Th. Lehmann; W. Tost). Der lebendige Gott kommt nicht nur zu älteren Ehepaaren, sondern auch zu jungen Mädchen, um sie in seine große Rettungsaktion einzubeziehen. Was erfahren wir über Marias bisheriges Leben? Sie war mit Elisabeth verwandt, die im sechsten Monat schwanger war. Maria kam aus dem kleinen Ort Nazareth, der von vielen aus der Jerusalemer Bevölkerung verachtet wurde (Joh. 1, 46), aber unter der Verheißung Gottes stand (Jes. 8, 23; 9, 1). Maria war ein junges Mädchen und befand sich im Glück. Die Hochzeit mit dem Zimmermann Josef aus dem Stamm Davids lag vor ihr. Nach jüdischer Sitte wurden die Mädchen damals in diesem Alter verheiratet. Durch ihre Verlobung ist sie ihrem Bräutigam rechtmäßig versprochen, der Umzug in das Haus Josefs, und damit das eheliche Zusammenleben, war aber noch nicht vollzogen. Ihr Leben verlief bis dahin in normalen Bah- nen, bis der Engel Gabriel im Auftrag Gottes zu ihr kam. Diese Begegnung veränderte Marias Leben grundlegend und machte sie damit zu einer Hauptperson der Weihnachts- und der Weltgeschichte.An dieser Stelle sei eine kleine Anmerkung zum Thema ENGEL gemacht, da in unserer Zeit eine Verniedlichung von heiligen Himmelswesen kursiert, die wir so nicht teilen können: Engel kommen in der ganzen Bibel vor und stehen als Boten Gottes in seinem Dienst. Die Cherubim und Serafim (nur sie haben Flügel!) und die Engelfürsten Gabriel und Michael haben eine Sonderstellung. Die »gewöhnlichen« Engel können auch in Menschengestalt erscheinen. (Lies Hebr. 1, 14; Offb. 22, 16; 1. Mose 3, 24; Hes. 1, 4ff; Dan. 10, 13. 21; 12, 1.) Engel werden an entscheidenden Punkten der Heilsgeschichte genannt: Lukas 1, 11. 19. 26; 2, 10-14; Matthäus 4, 11; Lukas 22, 43. Eine besondere Verehrung kommt den Engeln nach biblischem Maßstab nicht zu, da dies eine Verkleinerung der Ehre Gottes bedeuten würde (Offb. 19, 10). Die Engelwesen stehen also ganz im Dienst Gottes und der Menschen: »Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest« (Ps. 91, 11).

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MITTWOCH, 13.DEZEMBER

LUKAS 1, 26-38

Ein junges Mädchen mit Maßstäben Maria bekam die einmalige Nachricht, nach der sich viele Frauen in Israel seit der Verheißung Jesajas gesehnt hatten - sie sollte den Messias zur Welt bringen: »Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären . . . Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben . . . « (Lies Jes.7,14; 9, 5. 6.) Die Namen beschreiben das Wesen des Gottessohnes: Jesus heißt »Gott rettet«, Immanuel bedeutet »Gott ist mit uns«. Er ist der wunderbare Ratgeber, der starke Gott, der ewige Vater, der Friedensfürst. Welche dieser Eigenschaften des Herrn brauche ich heute für meine Situation? »Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja, dämpfen gar den Tod« (Johann Rist). Das Gespräch zwischen dem Engel und Maria sagt uns etwas über das Wesen Marias. Nach den »großen« Worten Gabriels fragt sie mit eindrücklicher Sachlichkeit nach der Verwirklichung des Planes Gottes für ihr Leben: Wie soll ich ein Kind bekommen? Ich bin noch Jungfrau. Maria offenbart damit ihre Maßstäbe im Blick auf die Ehe. »Wer im Alten Testament nach dem Willen Gottes lebte, vollzog keinerlei Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe. Selbst bei Vorliegen eines Ehevertrages . . . gab es keinen solchen Verkehr unter den Eheleuten - bis zur Heimholung der Frau« (G. Maier). (Dazu Matth. 1, 18ff; 1.Mose 2, 24.) Maria bezweifelt die Jungfrauengeburt und bekommt mit der Antwort in Vers 35 den Hinweis auf die Gegenwart Gottes und seinen schöpferischen Geist. Alles andere bleibt ein Geheimnis.

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DONNERSTAG, 14.DEZEMBER

LUKAS 1, 26-38; JESAJA 49, 5b

Wertvoll

Marias eindeutige Haltung im Blick auf die Ehe ist gepaart mit einem klaren Blick für sich selbst (V. 38. 48): »Ich bin des Herrn Magd.« Sie will nichts für sich selbst, sondern alles für ihren Gott und Herrn. Ähnlich drücken es Johannes der Täufer und Paulus aus: Johannes 3, 30; 1. Korinther 15, 9. 10. Maria gibt sich mit ihren Fragen in Gottes Hand. Ihm steht sie zur Verfügung. Echte Demut macht brauchbar für Gott. Eine demütige Gesinnung (vgl. Phil. 2, 5ff) ist nicht mit mangelndem Selbstwertgefühl zu verwechseln. »Darum bin ich vor dem Herrn wert geachtet, und mein Gott ist meine Stärke.« » . . . weil du in MEINEN Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ICH dich lieb habe« (Jes. 43, 4a). Gott denkt gut über mich und freundlich an mich: »Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich« (Ps. 136, 1). Vor ihm können wir aufatmen und leben: »Im Leuchten des königlichen Angesichtes ist Leben« (Spr. 16, 15a). Maria ist ein wertvolles Vorbild des Glaubens, »weil Gott sie in einzigartiger Weise begnadet hat, weil sie nämlich die Mutter unseres Herrn Jesus Christus werden konnte, und weil sie in vorbildlicher Weise Gott im Glauben gehorcht hat« (Th. Lehmann). Maria sagte ja zum Willen Gottes, auch wenn sie die Risiken dieser Entscheidung noch nicht überblickte: Verlust ihres guten Rufs, Verurteilung als Ehebrecherin und Rückzug Josefs vom Ehevertrag. - Maria wird mit dem Hinweis auf Gottes wunderbares Handeln an Elisabeth ermutigt. »Eilends« suchte Maria die Gemeinschaft mit ihrer Verwandten. Dort erfuhr sie durch Elisabeth die Bestätigung des göttlichen Wunders an ihr. (Lies Luk. 1, 39-45. 56.) »Bei Gott ist kein Ding unmöglich!«

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FREITAG, 15.DEZEMBER

MATTHÄUS 1, 18-25

Josef

Der Zimmermann Josef war nicht nur für die Holzarbeiten beim Bau von Häusern zuständig, er baute auch an seinem Lebenshaus. Er lebte mit seiner Braut Maria auf die Hochzeit zu, der Ehevertrag war bereits geschlossen (Luk. 1, 26ff). Familiengeschichtlich gehört Josef zum Stamm Juda (Matth. 1, 1-17). Er kam wie sein berühmter Vorfahre König David aus Bethlehem (Luk. 2, 4; 1. Sam. 16, 1. 13) und arbeitete jetzt im wirtschaftlich aufblühenden Norden des Landes Israel, im galiläischen Dorf Nazareth. Wie jeder davidische Jude lebte er in der Erwartung, dass in seiner Familie der Messias geboren werden möchte. Ob diese Erwartung in seinem Alltag eine wesentliche Rolle gespielt hat? - Vielleicht ging es ihm wie manchem von uns heute, der keinen Zweifel daran hat, dass Jesus wiederkommt - aber doch feststellen muss: »Wir beten laut: Herr, komm doch wieder, und denken leise: Jetzt noch nicht« (M. Siebald). Adventszeit ist Vorbereitungszeit auf die Wiederkunft des Messias Gottes als König und Herr. Adventszeit ist Bußzeit, Zeit zur Umkehr zu dem, der gewiss wiederkommen wird. Wie gelingt es uns, in diesen Wochen Momenten der Ruhe und Besinnung Raum zu geben? Wir dürfen unseren Herrn um Leitung und gute Ideen bitten. »Lass du mich stille werden, mein Herr und Gott, nur deine Stimme hören in Glück und Not« (Maria E.Gräfin v.Waldersee). Josef ist ein frommer, gerechter Mann (V.19). Nach rabbinischer Auffassung war der gerecht, der das Gesetz Gottes zum Maßstab seines Handelns machte, dessen Leben unter dem Gesichtspunkt der Beurteilung Gottes stand:Was ist in den Augen meines Gottes richtig? »Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leitemich auf ewigemWege« (Ps.139,23.24; lies Ps.5,9; 143,10).

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SAMSTAG, 16.DEZEMBER

MATTHÄUS 1, 18-25

Einsturzgefahr

Wie kommt das weihnachtliche Geschehen in Josefs Leben hinein? Sein Name bedeutet: »Er (Gott) möge hinzufügen.« Was Gott jetzt hinzufügt, sind lauter Zumutungen. Josefs Lebenshaus droht einzustürzen. Er muss verkraften, dass seine Braut Maria schwanger ist, ohne dass er der Vater ist. Damit sind große Seelenqualen verbunden: Enttäuschung über den Vertrauensbruch, Unverständnis, Ratlosigkeit, . . . ! »Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle . . . « (Ps.69, 1-4). Josef schweigt, macht keine Vorwürfe und denkt nach. In seinen Augen ist Maria eine Ehebrecherin; er wird sich von ihr trennen. Dies konnteöffentlich geschehen, indem Maria der Prozess gemacht wurde (öffentliche Anprangerung bzw. die Todesstrafe, vgl. 3. Mose 20, 10; Joh. 8, 3ff), oder privat, indem Josef ihr den Scheidebrief gab (vgl. 5.Mose 24, 1) und ihr dadurch die Hochzeit mit dem Vater ihres Kindes ermöglichte. Josefs Haltung zeigt: Er kann sich in den Hintergrund stellen. Seine Liebe zu Gott und zu Maria bestimmen seine Reaktionen, nicht seine Enttäuschung. »Bewahre mich, Gott, denn ich traue auf dich« (Ps. 16, 1; lies Gal. 5, 25 - 6, 2). Nachdem Josef diesen Entschluss gefasst hatte, griff Gott ein. Gott mutete dem nüchtern überlegenden Mann einen Traum zu, deren Botschaft durch den Engel ungeheuerlich ist: »Denn was sie empfangen hat, das ist vom Heiligen Geist« (V. 20). »Wiederum entfallen alle näheren Aufschlüsse über das Wunder. Wer ein solches Wunder leugnen will, muss die ganze Schöpfung aus dem Nichts (Röm. 4, 17) leugnen, muss letztlich leugnen, dass es Gott gibt. Das Wunder von 1. Mose 1 und 2 ist nicht geringer als das, dass . . . der Sohn Gottes Fleisch wurde« (G. Maier). (Lies Joh. 1, 14ff; Kol. 1, 15-20.)

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SONNTAG, 3.ADVENT, 17.DEZEMBER

LUKAS 1, 46-55

Maria hatte ein eindeutiges Verhältnis zum Wort Gottes. Sie kannte sich wie die einst kinderlose Hanna in den Schriften des Alten Testaments aus. Wir vergleichen beide Loblieder miteinander und entdecken in den Parallelstellen entsprechende Gründe, unseren großen Gott zu loben.

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MONTAG, 18.DEZEMBER

MATTHÄUS 1, 20-24

Zimmermann im Bibelkurs

Josef bekommt »theologischen Unterricht« und wird von Gott in die Verantwortung genommen: o »Josef, du Sohn Davids« - Gott spricht ihn mit Namen an (vgl. Jes. 43, 1) und erinnert ihn mit dem Messiastitel »Sohn Davids« an die Verheißungen für das Haus Davids (vgl. Ps. 89, 4; Hes. 34, 23. 24; Luk. 18, 38. 39). o »Fürchte dich nicht!« - Gott tröstet ihn (vgl. Jes. 41, 10. 14). o »Nimm Maria zu dir« - Die Ehe soll jetzt vollzogen werden. Damit korrigiert

Hannas Lobgesang

1. Samuel 2, 1-10 Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn, mein Haupt ist erhöht in dem Herrn. Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils (1). Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist (2). Lasst euer großes Rühmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Munde; denn der Herr ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen. Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke (3. 4). Der Herr macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht (7). Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche . . . (8a). Die da satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, hungert nicht mehr (5). . . . dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse (8b). Er wird behüten die Füße seiner Heiligen . . . (9a). Er wird Macht geben seinem Könige und erhöhen das Haupt seines Gesalbten (10b).

Marias Lobgesang

Lukas 1, 46-55 Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes (46b. 47); denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder (48). Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten (49. 50). Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn (51). Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen (52). Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen (53). Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf (54), wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit (55).

Mein Loblied

Habakuk 3, 18 Psalm 70, 6; Rut 3, 9 5. Mose 32, 4 Psalm 103, 8. 13. 17 1. Petrus 5, 5b Psalm 147, 6 Psalm 75, 8 Psalm 34, 11; 107, 9 Psalm 91, 11 1.Mose 17,7; 12,3; 32,11a Gott Josefs Plan. Der Herr hat etwas anderes vor. Dieser Bibelkurs bringt konkrete Veränderungen in der Lebensgestaltung mit sich. o »Denn was sie empfangen hat . . . « - Gott übernimmt die Verantwortung. Maria ist keine Ehebrecherin. o »Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben« - Gott setzt Josef als rechtlichen Vater ein, der dem Kind den Namen geben soll. Im Vergleich mit Lukas 1, 31 sehen wir, dass Maria und Josef unabhängig voneinander zum selben Ziel geleitet werden. o Denn »Jesus, er wird sein Volk retten von Sünden« - Jesus, hebr. Josua, bedeutet wörtlich: Gott ist Hilfe, Heil, Rettung. In Jesus gibt Gott Heil. Sein Name ist sein Programm. »Wie Josua ist Jesus der wirklich Eine, der das ganze Land frei macht und mit der persönlichen Gegenwart Gottes erfüllt. In seiner Person existiert die Befreiung der versklavten Geschöpfe zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes« (F. Rienecker). Jesus kam auf diese Erde, um zuerst die Schuldfrage zu lösen. Dann aber wird er bei seiner Wiederkunft endgültig die Machtfrage klären und lösen (vgl. die politischen Messiaserwartungen im Judentum: Lukas 24, 21a; Apostelgeschichte 1, 6. 7; 1. Korinther 15, 24). Bis dahin wollen wir unsere Mitmenschen zu dem einladen, von dem das Wort Gottes bezeugt: »Jesus nimmt die Sünder an.« (Lies Luk. 15, 2; 5, 32; 15, 10.)

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DIENSTAG, 19.DEZEMBER

MATTHÄUS 1, 24. 25; 2, 13-16. 19-25

Ein Mann mit Entschlusskraft

Josefs Gehorsam ist von drei Merkmalen gekennzeichnet: Still - sofort - wortwörtlich. Die ihm offenbarten Tatsachen und Zusammenhänge haben ihn überzeugt. Rückfragen sind in diesem Fall nicht nötig. Josef diskutiert nicht über die Jungfrauengeburt und die damit für ihn verbundenen Herausforderungen, er akzeptiert sie und handelt. Er schiebt den Auftrag Gottes auch nicht hinaus. Nachdem Maria von Elisabeth zurückgekehrt war (Luk. 1, 39. 40. 56), fand die Hochzeit und die »Heimholung der Braut« statt. Hier, bei der späteren Flucht nach Ägypten wie auch bei der Rückkehr erweist sich Josef als Diener Gottes, der SEINEN Aufträgen gehorcht: Steh auf, nimm, flieh, bleibe - Josef steht auf, nimmt, flieht und bleibt. Durch seinen Gehorsam wird Josef eine der wichtigsten Personen des Neuen Testamentes, er wird zum Beschützer des Sohnes Gottes. - »Gehorsam ist besser als Opfer«, musste der Prophet Samuel dem ersten König Israels sagen, als der Gottes Gericht über die Amalekiter nur halbherzig ausführte (1. Sam. 15, 1-9). Als Samuel Saul im Auftrag Gottes zur Rede stellte, hatte er Ausreden. Er belog sich selbst (1. Sam. 13. 20), schob die Schuld auf das Volk ab (1. Sam. 15. 21) und hatte nicht mehr die Ehre Gottes im Blick (1. Sam. 15, 30). Josef dagegen zeigte eine königliche Haltung, er führte den Willen des größten Königs aus. Matthäus 1, 25 zeigt uns, dass Josef ein Mann mit Selbstbeherrschung, Taktgefühl und Rücksichtnahme ist. Er betrachtet die jungfräuliche Maria als Tempel Gottes (vgl. 1. Kor. 6, 19), als »Hütte« der Gegenwart Gottes: »Und das Wort ward Fleisch und wohnte (wörtlich zeltete) unter uns« (Joh. 1, 14). Nach der Geburt von Jesus bekommen Maria und Josef miteinander vier Söhne und mindestens zwei Töchter. (Lies Mark. 6, 3.)

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MITTWOCH, 20.DEZEMBER

LUKAS 2, 4; APOSTELGESCHICHTE 8, 26-31

Mobilität und Globalität

Wenn wir danach fragen, was sich im Leben von Maria und Josef durch das Weihnachtsgeschehen veränderte, müssen wir feststellen: alles! Die äußerlichen Lebensumstände waren von einer großen Unruhe geprägt: Umzug nach Bethlehem aufgrund der Volkszählung (Maria war hochschwanger!) - eine fast aussichtslose Quartiersuche - Geburt des Kindes im Hinterhof einer Herberge - unerwarteter Hirten-Besuch beim jüngst entbundenen Kind - Umzug in ein Haus (Matth. 2, 11) - Aufbau einer neuen Zimmermannsexistenz in Bethlehem - nach dem Besuch der merkwürdigen Fremden aus dem fernen Osten Flucht nach Ägypten - wieder eine neue Betriebsgründung - Rückkehr in die Heimat - jetzt zurück nach Nazareth - Neubelebung der Zimmermannskontakte. - Wir merken: Mobilität und der Blick über den eigenen Horizont sind keine Erfindung der Neuzeit. Ob Abraham, Rebekka oder Rut, ob Elia, Amos, Jeremia, Philippus, Priszilla oder Paulus - Gott erwartet von seinen Kindern die Bereitschaft zum Umzug. Jesus dachte global, als er seinen Jüngern in Markus 16, 15 den Auftrag gab: »Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur!« Sind wir dazu bereit? Wartet unser Herr vielleicht schon lange auf unser Ja zu einem bestimmten Lebensplan oder einer beruflichen Neuorientierung? Oder ist der immer wieder aufgeschobene Besuch beim Nachbarn fällig? Wäre es nicht eine Alternative, statt der vielen Advents- und Weihnachtsfeiern die Personen mit Gebäck und einer weihnachtlichen Schrift zu erfreuen, die an den Sonn- und Feiertagen für uns im Dienst sind: Zugführer und Beamte auf dem Bahnhof, Busfahrer, Polizeibeamte, Taxifahrer . . . ? »Lasst uns Gutes tun an jedermann« (Gal. 6, 10). »Ihr sollt meine Zeugen sein in Jerusalem« - was bedeutet das heute für mein »Jerusalem«? Vor der damit verbundenen Bewegung muss ich mich nicht fürchten. Wer im Willen Gottes lebt, ist auf seinen Wegen geborgen.

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DONNERSTAG, 21.DEZEMBER

PHILIPPER 2, 1-4

Fürsorge und Sorge

Josef lebte, was Paulus an die Christen in Philippi schrieb. Mit innerem Engagement kümmerte Josef sich um seine Frau, um Jesus und die gemeinsamen Söhne Jakobus, Josef (auch Joses genannt), Simon, Judas und um seine Töchter (Matth. 13, 55. 56). Als er und Maria Jesus als Zwölfjährigen zum ersten Mal mit zum Passafest nach Jerusalem nahmen, wurde noch einmal deutlich: Jesus gehört zuerst zu seinem himmlischen Vater (Luk. 2, 41-52). Nach diesem Ereignis erfahren wir nichts mehr von Josef. Was Maria innerlich erlebte, fassen wir stichwortartig zusammen: Sie dachte intensiv nach (Luk. 2, 19. 51), auch über das, was Simeon prophetisch zu ihr sagte (Luk. 2, 34. 35), sie hatte einen großen Haushalt zu bewältigen und kannte auch Zeiten, in denen sie Jesus und seinen Weg nicht verstand (vgl. Matth. 12, 46-50). Sie erlebte unter dem Kreuz die Fürsorge des Herrn und sein Sterben (Joh. 19, 25-27). Sie fand von der Mutterliebe zum persönlichen Glauben an den Erlöser (Apg. 1, 14). Die Folgen ihres »Ja« zum Willen Gottes hat sie bei der Begegnung mit dem Boten Gottes nicht überblicken können (Luk. 1, 38). - Ein Leben in der Jesus-Nachfolge beinhaltet Gutes und Schweres, Zeiten der tiefen Freude und Geborgenheit, aber auch Zeiten großer Spannungen, die sich nicht alle auflösen. Aber wir sind durch die Zusagen unseres Herrn innerlich getragen: »Er selbst, der Vater, hat euch lieb« (Joh. 16, 27). »Was ich jetzt tue, verstehst du nicht, du wirst es aber hernach erfahren« (Joh. 13, 7). »Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich« (Joh. 14, 1)! »Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr. Von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her« (J. Klepper).

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FREITAG, 22.DEZEMBER

MATTHÄUS 2, 1-6; LUKAS 1, 58; 2, 3. 5. 18

Randfiguren

Es gibt Personen in der Bibel, die mit dem Weihnachtsgeschehen in Berührung kamen, aber nur kurz erwähnt werden: Die Freunde und Verwandten von Elisabeth und Zacharias hörten das Zeugnis über die große Barmherzigkeit Gottes. Die Bewohner von Nazareth, Bethlehem und Jerusalem waren von der Steuerschätzung betroffen und mussten zum Teil auf Reisen gehen. In Bethlehem hörten sie, was die Hirten von ihrem Besuch im Stall erzählten. In Jerusalem erschraken viele über die Worte der Weisen. Die Steuereinzugsbeamten registrierten auch Josef, der Herbergsbesitzer (obwohl er nicht direkt genannt wird) erbarmte sich und gab Maria und Josef ein Quartier. Sein Hinterhof wurde zur ersten Wohnung für den Sohn Gottes. Die Schriftgelehrten bei Herodes fanden den Zusammenhang von der Geburt eines Königs und der etwa 700 Jahre alten Prophetie: »Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist« (Micha 5, 1). Menschen aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kamen nur am Rande in Berührung mit Jesus. Und doch: Bei Gott ist kein Mensch bloß eine Randfigur. Jeder einzelne ist in seinem Blickfeld: »Du bist ein Gott, der mich sieht« (1.Mose 16, 13). Ob sich das Leben der Genannten geändert hat, ist uns nicht bekannt. Wir wollen uns aber prüfend fragen: Lebe ich nur »am Rand« oder im Zentrum des Willens Gottes? Bin ich ein »Grenzgänger«, der mal in dieser, mal in jener christlichen Gemeinde schnuppert, sich aber nicht verbindlich festlegen will? Lebe ich in meiner Gemeinde nur »am Rande«, gewissermaßen als Zuschauer und nicht als dienstbereiter Mitarbeiter?

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SAMSTAG, 23.DEZEMBER

LUKAS 1, 5; 2, 1. 2; MATTHÄUS 2, 1

Herrscher

Wer waren diese Männer, in deren Regierungszeit die Geburt von Jesus fiel? o Caesar Octavianus bekam 27 v. Chr. vom römischen Senat den Ehrentitel »Augustus« verliehen - der Anbetungswürdige, ein Ausdruck der Weihe an die römischen Götter. Ist er der vom Schriftsteller Vergil angekündigte kommende Weltherrscher, der den ersehnten Frieden bringen wird? Ab dem Jahr 8 v. Chr. herrschte Frieden im gesamten Römischen Reich, zu dem auch Israel gehörte. Als politisches, militärisches und priesterliches Oberhaupt regierte Augustus 45 Jahre lang. o Publius Sulpicius Quirinius (Cyrenius) war ein führender römischer Beamter mit Dienstauftrag in Syrien. o Herodes der Große war politisch sehr erfolgreich, entfaltete eine großartige Bautätigkeit, zu der auch der Tempel in Jerusalemgehörte. Großwar aber auch sein »krankhaftes« Misstrauen, dem Hunderte von Menschen zum Opfer fielen. (Lies Matth. 2, 16-19.) Wie kamen diese Herrscher mit dem »Weihnachtsgeschehen « in Berührung? Augustus und Quirinius nur indirekt: Die Idee von der Volkszählung führte dazu, dass sich Gottes Plan erfüllte. Herodes erfuhr vom neugeborenen König durch die östlichen Magier und die Schriftgelehrten. (Lies Matth. 2, 1-8.) Wir halten fest: 1. Menschen mit Machtkompetenzen können sich für die wichtigste Person der Welt halten - doch Gott macht Weltgeschichte im Dorf Bethlehem. Dort kommt der wahre Friedenskönig zur Welt. 2. Gott kann auch gottlose Herrscher in seinen Plan einfügen. (Vgl. 2. Mose 2, 8-10. 13-15. 23. 24.) 3. Durch die römische Informationspolitik sind die Ereignisse in Bethlehem wohl bis nach Rom gedrungen. Viele Informationen führen noch nicht zur Anbetung des Sohnes Gottes. 4. Jesus ist als Retter von Sünden auch für diese drei Herrscher gekommen. Über Epheser 2, 14-18 dürfen wir uns von Herzen freuen.

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SONNTAG, 4.ADVENT, HEILIGABEND, 24.DEZEMBER,

LUKAS 2, 1-7. 10. 11

Jesus Christus - die Hauptperson

Jesus, der König aller Könige, ist ganz anders als weltliche Herrscher. Seine Herrlichkeit zeigt sich in seiner Niedrigkeit. Als kleines Kind wird er nicht in eine festliche Weihnachtsstimmung hineingeboren, sondern in das Chaos des Weltgeschehens. Jesus, die Hauptperson an Weihnachten, muss mit anderen Augen wahrgenommen werden, damit er bei uns Herberge finden kann. Das hat Margret Birkenfeld mit treffenden Worten ausgedrückt: »Herr, du kamst in unsre Armut, machtest uns unendlich reich. Du, der Schöpfer aller Dinge, wurdest Menschen gleich. Lass uns über deiner Krippe dieses Wunder sehen, mitten in dem lauten Treiben vor dir stille stehen. Herr, du kamst, uns zu erlösen aus der Sünde dunkler Nacht. Deine Liebe hat uns allen Trost und Licht gebracht. Lass uns über deiner Krippe, Herr, dein Kreuz stets sehen, mitten in dem lauten Treiben vor dir stille stehen.« Vergleichen wir den König Jesus mit weltlichen Herrschern wie etwa Augustus, stellen wir fest: Bei Jesus Christus geht es o nicht um die Reiche dieser Welt, sondern um das Reich Gottes: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt« (Joh. 18, 36). o nicht um Heere von Soldaten, sondern um den geistlichen Kampf mit dem »Schwert des Geistes« (Eph. 6, 17; vgl. Matth. 4, 1ff). o nicht um unterdrückende Herrschergewalt, sondern um befreienden Dienst: »Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele« (Mark. 10, 45). o nicht um Lüge, sondern um die Wahrheit: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben« (Joh. 14, 6a). o nicht um menschlichen, sondern um göttlichen Frieden: »Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus« (Röm. 5, 1).

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MONTAG, CHRISTFEST, 25.DEZEMBER LUKAS 2, 8-14

Die Hirten

Wer sind sie? Sie leben draußen auf dem Feld, Tag und Nacht »im Dienst« - ohne Extraschichtzulage. Die Verantwortung für ihre Herden erfordert Sorgfalt, Aufmerksamkeit, Fürsorge und ein Gespür für Gefahren. Mit ihrem Beruf bewegten sie sich in ehrenwerter Gesellschaft. Denn Gott spricht in Hesekiel 34 von sich persönlich als Hirten: »Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen« (V. 11. 23; vgl. Ps. 23). Jesus bezeichnete sich als guten Hirten (Joh. 10, 11). Nach rabbinischem Verständnis wurden die Hirten von den Pharisäern verachtet, galten als Räuber und betrügerischer Pöbel, und sie besaßen weder bürgerliche Ehrenrechte noch ein Zeugenrecht vor Gericht. Durch ihre Tätigkeit lebten sie außerhalb der Gottesdienstgemeinschaft. Gottes Beurteilung aber geschieht nach anderen Maßstäben: »Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an« (1. Sam. 16, 7). Der vorbestrafte Matthias wurde zu Weihnachten entlassen und sollte im Gottesdienst wieder begrüßt werden. In der vollen, festlich geschmückten Kirche saß er jedoch allein in der Bankreihe. Zwei, die sehr spät kamen, drückten sich schnell in die Bank - und standen sofort wieder auf, als sie Matthias sahen. Der verließ weinend die Kirche. Daraufhin brach der Pfarrer den Gottesdienst ab und stimmte statt der Predigt von der Gnade Gottes ein Karfreitagslied an. Viele waren empört. Einige junge Leute suchten Matthias und fanden ihn. Am zweiten Weihnachtstag fand ein Gottesdienst »für Leute, deren Leben wieder gut werden soll«, statt. Etwa dreißig Personen kamen und sangen: »Welt ging verloren, Christ ist geboren« - so, als verständen sie auf einmal den tiefsten Grund, warum Jesus zu uns kommen wollte. (Lies Joh. 3, 16-18; 1, 9-13.)

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DIENSTAG, CHRISTFEST, 26.DEZEMBER

LUKAS 2, 15-20; JESAJA 52, 7

Freudenboten

Die Hirten hörten nicht nur auf die Botschaft der Engel, sondern sie wagten auch den Aufbruch. Was veränderte sich dadurch in ihrem Leben? o Vers 16: Siemussten ihre Vorstellungen von Gott korrigieren, als sie »Christus, den Heiland und Herrn« (V. 11), fanden: klein und gering, in armseligen, unscheinbaren Verhältnissen. Aber die Hirten hatten allen anderen Menschen etwas voraus, indem sie als erste Besucher an der Krippe des Sohnes Gottes standen. »Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesu, dumein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es istmein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und lass dir's wohl gefallen« (P.Gerhardt). o Vers 17: Sie werden zum ersten Evangelisationsteam des Neuen Testaments nach der Geburt von Jesus. o Vers 18: Die Menschen hörten den Freudenboten zu. Die beste Nachricht wurde nicht von Rabbinern, sondern von einfachen Hirten ausgerichtet, und ihre Botschaft hinterließ bleibende Eindrücke. o Vers 20: Der Hirten-Alltag bekam einen neuen Grundton - das Lob Gottes. Wer Jesus begegnet, spricht anders als vorher. Aus Fluchenden können Lobsänger werden (vgl. Ps. 40, 4)! Bei den Hirten stand nicht ihr Erlebnis, ihr Gefühl, sondern Gott im Mittelpunkt. (vgl. Apg. 4, 12. 20). »Freudenboten braucht die Welt! Komm und reih dich freudig ein. Du sollst durch dein Leben selbst Bote seiner Freude sein« (U. Aul).

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MITTWOCH, 27.DEZEMBER

LUKAS 2, 21-35

Simeon

Wer war Simeon? Er war o ein Frommer, ein Gerechter - einer, der das Gesetz Gottes treu beachtete (V. 25); ein Gottesfürchtiger, der die Hoheit und Heiligkeit Gottes respektierte und dem Bösen gegenüber wachsam war. o ein Wartender, der sich nach dem versprochenen Trost Israels sehnte (V. 25). (Lies Ps.119,166; Hab.2,3; 2.Kor.1,3.4; Jes.40,1ff; 42,6; 49,6.) »Die Wirklichkeit Gottes ist für Simeon so stark, dass er die gottferne Wirklichkeit seines Volkes und der Welt nur mit schmerzlicher Sehnsucht nach der Gottesherrschaft ertragen kann« (F.Hauss). o ein vom Geist Gottes geleiteter Mann, der ein persönliches Versprechen Gottes in seinem Herzen behielt (V. 26). Wie kam Simeon in Kontakt mit dem »Weihnachtsgeschehen«? o durch den Gehorsam von Josef und Maria den Ordnungen Gottes gegenüber (V. 21-24. 27b): Beschneidung und Namensgebung am achten Tag, weitere 33 Tage später Darstellung des Sohnes im Tempel und Opfergabe. (Siehe 1. Mose 17, 7-12; 3. Mose 12, 1-8.) o durch die Führung des Heiligen Geistes in den Tempel. Der Heilige Geist leitet bis heute in die Gemeinde hinein. - Simeon war auch nach langen Jahren des Wartens offen für Gott geblieben. Im Tempel erkannte er in dem sechs Wochen alten Kind das Heil Gottes.

Die Folgen:

o Durch die Erfüllung des Versprechens Gottes erfüllte sich auch Simeons Leben, und er ist zum Sterben bereit: »Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.« o Simeon wurde zum segnenden Propheten mit einem ermutigenden und einem ernsten Wort Gottes (V. 34. 35). - »Herr, wir warten auf dein Kommen wie der greise Simeon. Du kommst wieder in den Wolken mit der Königskron'. Lass uns über deiner Krippe deine Krone sehen, mitten in dem lauten Treiben auf dich wartend stehen« (M. Birkenfeld).

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DONNERSTAG, 28.DEZEMBER

LUKAS 2, 36-38

Hanna

Das Leben der Hanna macht deutlich: Für Gottes Berufungen gibt es keine Altersgrenze. Ihrer Herkunft nach gehörte Hanna zum Stamm Asser im Norden Israels. Ihr Vorfahr Phanuël erinnert an Jakob, der in Pnuël zu Israel, dem Gottesstreiter, wurde: »Ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet« (1.Mose 32, 31). o Hanna erlebte nicht nur frohe, sondern auch leidvolle Stunden. Nach siebenjähriger Ehe lebte sie etwa 60 Jahre als Witwe, Kinder werden nicht genannt. Mit 84 Jahren finden wir sie immer noch im intensiven Gebets- Dienst. Gott war ihr »Ein und Alles« geworden. Hanna kannte keinen »Urlaub vom Glauben«. (Vgl. 1. Tim. 5, 5.) Der Tempel war Hannas Zuhause geworden. »Lass mich wohnen in deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen« (Ps. 61, 5; lies Ps. 27, 4. 5; 100, 1ff). o Als Prophetin hatte Hanna von Gott den Durchblick für das Geschehen, das auf Christus hinweist, bekommen. Wie kam Hanna in Kontakt mit dem Jesus- Kind? Vermutlich verfolgte sie aufmerksam die Begegnung Simeons mit Jesus und hörte seine prophetischen Worte über den Messias, der ein Licht ist, das Gott allen Völkern offenbaren wird. Vom Heiligen Geist inspiriert, erkannte die Prophetin Jesus als den Erlöser (V. 38). Was wurde in Hannas Leben neu? Sie bekam einen neuen Dienstauftrag. Aus der Beterin wurde eine Verkündigerin: Sie lobte Gott öffentlich und »redete wieder und wieder von Jesus« (V. 38). (Vgl. Apg. 3, 3-9.) Welchen Auftrag will ich heute wahrnehmen?

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FREITAG, 29.DEZEMBER

MATTHÄUS 2, 1-6; LUKAS 2, 39. 40

Die Weisen

Die Ereignisse aus Matthäus 2 sind zeitlich zwischen Vers 39a und 39b in Lukas 2 einzuordnen. Wir haben drei Hinweise auf einen längeren Aufenthalt der Familie Josefs in Bethlehem: Jesus, das Kind (nicht der Säugling, Matth. 2, 8); das Haus, das sie bewohnten (nicht mehr die Herberge, Matth. 2, 11); die Altersangabe »unter zwei Jahren« beim Auftrag zum Kindermord (Matth. 2, 16). Mit dem Auftreten der Weisen erfüllte sich erstmalig das Segenswort an Abraham: »In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden« (1.Mose 12, 3). Die Magier, wohl Angehörige einer medo-persischen Priesterkaste, waren »Besitzer einer Offenbarung«. Die Meder waren Nachkommen Jafets (vgl. 1. Mose 10, 2). Die Magier »gehörten der höchsten Bildungsschicht des iranisch-persischen Landes an . . . Es waren die Besten ihres Landes, die danach eiferten, ein heiliges Leben zu führen« (A. Strobel). Da Gelehrte meist in der Landeshauptstadt tätig waren, kamen die Weisen aus der zu ihrer Zeit wichtigsten Stadt Ektabana. Dort gab es eine jüdische Siedlung, die durch die jüdische Frau des persischen Königs Ahasveros, Königin Ester, gegründet worden war. Unter den Gelehrten war Bileams Vorhersage vom kommenden Erlöser, dem »Stern aus Jakob«, bekannt. (Lies 4. Mose 24, 17; Offb. 22, 16; Hiob 19, 25. 27.) Gott brachte die Magier mit dem Weihnachtsgeschehen in Verbindung, indem er an ihre Erforschung der Gestirne anknüpfte: »Wir haben seinen Stern gesehen . . . « (V. 2). Die im Jahr 7 v. Chr. zu beobachtende Sternkonstellation von Jupiter (Stern des Weltherrschers) und Saturn (Stern der Juden) veranlasste sie zu ihrer langen Reise nach Jerusalem. » . . . und sind gekommen, ihn anzubeten!« Kommen wir auch? »Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht', wie schön sind deine Strahlen!« (P. Gerhardt)

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SAMSTAG, 30.DEZEMBER

MATTHÄUS 2, 1-12

Gefunden

Ob sich die Weisen über den Schrecken des Herodes und der Bevölkerung von Jerusalem wunderten (V. 3)? Gott bestätigte den Aufbruch der Weitgereisten o durch die Nachforschungen der einberufenen Schriftgelehrten-Versammlung. Sie brachte den entscheidenden Hinweis auf Bethlehem, den Geburtsort des Christus (V. 6). Zum Zeichen (hier der Stern) muss das Wort der Schrift kommen, damit Menschen zum Glauben an Jesus kommen. Die Schriftgelehrten wissen - und wissen doch nicht. Warum gehen sie nicht mit nach Bethlehem? Der Messias ist da, die Schrift hat sich erfüllt! o durch die erneute Sternkonstellation über dem Haus in Bethlehem (V. 10). o durch das Finden des Kindes mit seiner Mutter (V. 11). Ihre Mühe und Sorgfalt und die langen, strapaziösen Wege sind nicht vergeblich gewesen. (Lies Jes. 49, 4-6; vgl. 1. Kor. 15, 10. 58.) - Was wird dadurch im Leben der Männer neu? Sie erlebten eine »überaus große Freude« (V. 10). Lukas 2, 10 gilt auch für sie: »Und siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren soll!« - Die Magier fanden nur ein Kind und erkannten in ihm den Welterlöser Jesus. Sie geben sich ihm ganz und beten ihn als ihren Herrn an. Das ist Glaube. Er »ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft« (Hebr. 11, 1a). Die Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe galten als Zeichen der messianischen Zeit (Jes. 60, 6b). Mit ihnen verehrten die Magier Jesus als König, Priester und Propheten. »In der Anbetung Gottes auf Erden erhält auch das Irdische seinen rechten Ort: Die Menschen schenken dem Kind ihre Schätze, der Beter lässt Christus über das Kostbarste verfügen, was er überhaupt mitbringen kann« (v.Hentrich).

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SONNTAG, 31.DEZEMBER

MATTHÄUS 2, 12

Neue Wege

Die Sterne hatten ausgedient. Gott sprach jetzt im Traum zu den Glaubenden. Auf diese Weise bewahrte er sie zugleich vor den bösen Plänen des Herodes. Die im biblischen Sinn wahrhaft weise gewordenen Männer gingen in jeder Beziehung »neue Wege«. (Lies Spr. 9, 10; Apg. 5, 29.) Unsere Betrachtung der Weihnachtsgestalten machte deutlich: Gott hat eine Fülle von Möglichkeiten, durch sein Kommen in diese Welt Menschen zum Glauben zu rufen. Eins jedoch haben sie gemeinsam: Alle wesentlichen Veränderungen im Herzen und Leben der Menschen gehen von der Begegnung mit Jesus aus. (Lies Luk. 17, 11-19; Apg. 22, 6-17.) Für das vor uns liegende neue Jahr geht es nicht zuerst um gute Vorsätze oder mehr Aktivitäten, sondern um die Frage: Wie bekommt Jesus und die Begegnung mit ihm mehr Raum in meinem Leben? Der Rat eines seelsorgerlichen Beraters und Arztes hilft uns bei der Überprüfung unserer Prioritäten: »Ich lasse etwas Gutes, um etwas Besseres zu finden.« Unser Herr ermutigt und verspricht uns: »Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf; erkennt ihr's denn nicht?« (Jes. 43, 19a). Betend beenden wir dieses Jahr: »Du König der Juden und Heiland der Heiden, verließest den göttlichen Thron. Es wird sich vor dir einmal jedes Knie beugen und dich verehren als Gottes Sohn. Wir haben gefunden, wonach wir uns sehnten: Gott führte vomDunkel ins Licht. Die Freude füllt nun unser tägliches Leben. Wir loben Gott, der sein Wort nicht bricht. Du König der Juden und Heiland der Heiden, verspottet, verlacht und verhöhnt. Führst du uns auch mit in dein Sterben und Leiden, gilt doch für ewig: Mit Gott versöhnt.« (G. Czeschin)

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