Sonntag,1.Dezember Psalm 27,1; Philipper 4,4.

Als David sagte: „Der Herr ist mein Licht!“ bezeugte er, dass der Herr die Quelle und Ursache seiner Freude war. So konnte auch Paulus den Philippern raten: „Freut euch in dem Herrn allezeit, und abermals sage ich: Freut euch!“ Hudson Taylor, Pioniermissionar und Gründer der China Inland Mission, kannte diese Freude an Jesus. Deshalb schrieb er einmal an seine Frau: „Es ist ein heller, sonniger Morgen. Aber der äußere Sonnenschein ist nichts gegenüber dem, der in mir ist. Er hat mich etwas von der Bedeutung des Wortes ‚Freut euch in dem Herrn!‘ gelehrt. An ihm selbst soll ich mich freuen, an dem, was er ist und was er hat. Dies ist schließlich der einzig mögliche Grund für unveränderliche, völlige Freude. Wir müssen uns freuen, wenn wir uns klar werden über unser Einssein mit Jesus in seiner Herrlichkeit, Gnade, Liebe, Heiligkeit und Vollkommenheit. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. (Lies Ps.16,11; 73,28; 97,11.12.) Besteht unsere Freude darin, dass er uns nicht sündigen lässt, so wird sie durch ein paar Fehltritte zerstört. Besteht sie darin, dass er durch uns wirkt, so wissen wir diese Wirkung vielleicht nicht richtig einzuschätzen und sind bald grundlos aufgeblasen, bald ebenso grundlos niedergeschlagen. Besteht sie aber in Jesus, wie er ist, so kann sie sich nicht ändern und nicht erschüttert werden. Welchen Grund unwandelbarer Freude haben wir in ihm!“ (Lies Joh.10,10b.11; Kol.2,9.10.) Auch wenn es ganz dunkel um uns und in uns ist, weil alle irdischen Lichter ausgegangen sind, können wir uns doch an unserem Heiland und Erlöser Jesus Christus freuen. Seine Liebe und Nähe erfüllt uns mit Freude. Das will Gottes Geist in uns wirken. „Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede…“ (Gal.5,22; lies Joh.15,9-11; Röm.14,17; 15,13).

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Montag,2.Dezember Psalm 27,1; 2.Korinther 6,1.2

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Vor wem sollte ich mich fürchten?“ Können wir das überhaupt so siegessicher wie David in Anspruch nehmen? Schließlich war David etwas Besonderes, von Gott erwählt, König über Israel zu sein. Aber wer bin ich schon? Ein Namenloser, eine Unbekannte. Doch gerade die Schuld solcher Leute lud Gott seinem Sohn auf und ließ ihn am Kreuz dafür sterben. Wir selber aber gehen frei aus und können ihm nur für so viel Liebe danken. Er hat uns dadurch zu seinen Kindern gemacht. Wir können nun mit Recht sagen: „Der Herr ist mein Heil.“ Heil gibt es nur in der Verbindung mit unserem Gott und Herrn. Es ist mehr als Wohlergehen, auch mehr als Heilung. Im Hebräischen steht hier das Wort „jescha“, das auch im Namen Jesus enthalten ist. Jesus ist uns von Gott als Heiland und Retter gegeben. Sein Heil für uns umfasst dieses Leben und schließt auch unsere Zukunft über den Tod hinaus ein. Er will uns mit zu seinem Vater in den Himmel nehmen. Mit dem Tod ist nicht alles aus, sondern an dieser Schnittstelle beginnt für Kinder Gottes das Leben in der ungetrübten Gemeinschaft mit Gott, das vollkommene Heil. Wenn jemand im Ungewissen ist, wo er die Ewigkeit verbringen wird, kann er Jesus Christus im Gebet sagen, dass er ihm gehören will für Zeit und Ewigkeit. Jesus hat versprochen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Joh.6,37; lies Luk.19,1-10; 23,39-43; Offb.3,20). Wer Gottes Heil als Geschenk angenommen hat, ist jetzt schon ein Bürger des Himmels geworden. Weil dies das wichtigste Ereignis im Leben eines Menschen ist, kann er jubeln: „Gott hat mich errettet aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.“ (Lies Kol.1,12-14; Phil.3,20; 1.Thess.2,12; 1.Petr.2,9; Hebr.2,14.15.)

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Dienstag,3.Dezember Psalm 27,1-3.12-14; 2.Timotheus 1,7.

„Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?“ David hatte Feinde. Er betete: „Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde, denn falsche Zeugen sind wider mich aufgestanden und stoßen Drohungen aus. Wenn Übeltäter mir nahen, mein Fleisch zu fressen, meine Widersacher und Feinde, so müssen sie straucheln und fallen.“ „Jemandes Fleisch fressen“ bedeutete „jemanden verleumden“. David war bedroht durch Verleumdung und verfolgt von Saul und seinem Heer. (Vgl. 1.Sam.24,3; 26,1-3.) Trotzdem konnte er sagen: „Wenn sich schon ein Heer wider mich lagert, so fürchtet sich mein Herz dennoch nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so bleibe ich auch dabei getrost“ (V.3). Wie konnte David das durchhalten? Er war geborgen bei Gott und vertraute ihm. Er wusste, dass der lebendige Gott allen feindlichen Gewalten überlegen ist. Von ihm hatte er die Verheißung, dass er König in Israel werden sollte. An Gottes Zusagen hielt er sich. (Vgl.1.Sam.16,10-13.) Als sich die Bedrängnis jedoch über Jahre hinzog, packte ihn Resignation und Angst: „David dachte in seinem Herzen: Ich werde doch eines Tages Saul in die Hände fallen“ (1.Sam.27,1). Jemand meinte, dass Angst die Wurzel der Sünde sei. Darin steckt ein Stück Wahrheit. Wenn wir uns von Angst bestimmen lassen, reagieren wir nicht aus Glauben. Doch unsere Angst darf uns nicht vom Gehorsam gegenüber Gott und seinem Auftrag abhalten. Deshalb spricht Gott uns in seinem Wort immer wieder zu: „Fürchte dich nicht!“ (Lies Jes.41,10.13.14; 43,1.2; Hiob 36,16; Ps.118,5.6.8.9.) David fürchtete sich vor Sauls Zugriff und floh ins Philisterland, ohne dass Gott es ihn geheißen hat. Aber Gott ließ ihn nicht los auf dem Irrweg. David kehrte um und wir lesen: „David aber hielt sich fest an dem Herrn, seinem Gott“ (1.Sam.27,1.7; 30,7; lies Eph.6,13.16-18; 2.Tim.2,13).

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Mittwoch,4.Dezember Psalm 27,4-6; 63,3.4.9.

„Eins habe ich vom Herrn erbeten, danach trachte ich: zu wohnen im Haus des Herrn alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Freundlichkeit des Herrn und nachzudenken in seinem Tempel.“ Davids Herzenswunsch war es, nahe bei Gott zu sein. Dahin zog es ihn, dort wollte er für immer bleiben. Er brachte die Nähe Gottes in Verbindung mit der Stiftshütte, die zu seiner Zeit das „Haus des Herrn“ war. Dort wollte er ihn schauen - seine Herrlichkeit, seine Freundlichkeit, seine Gnade. Jesus selbst weist uns in diese Richtung: „Muss ich nicht sein in dem, was meines Vaters ist?“ Paulus hatte das Verlangen, Jesus immer besser kennen zu lernen. Hosea fordert Israel auf: „Lasst uns den Herrn erkennen, lasst uns trachten nach seiner Erkenntnis“ (Luk.2,49; Phil.3,10; Hos.6,3). Nichts soll sich zwischen den Herrn und uns schieben. Es kann z.B. schon am Morgen die Angst sein: Was wird mir dieser Tag bringen? (Lies Ps.93,2-4; 115,3; 135,5.6.) Wir können den Blick auf Jesus verlieren und uns aufreiben in der Fülle der Sorgen, Aufgaben und Angebote. Jesus sprach mit Marta darüber: „Marta, Marta, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles. Eins aber ist not“ (Luk.10,41; lies Mark.1,35). Zieht es uns immer wieder in die Gegenwart Gottes, dass wir das Verlangen haben, alles mit ihm zu besprechen? Erwarten wir Weisung, Klarheit und Antwort von ihm oder entscheiden wir rasch nach eigenem Gutdünken? Das „Bleiben im Haus des Herrn“ verwirklichte sich für David im betenden Umgang mit Gott. „Ich bin stets im Gebet“ - ich mache alles zum Gebet! (Ps.109,4; lies Ps.25,4.5; 32,8; 143,10). „Ich will in seinem Zelt Jubelopfer bringen, ich will singen und spielen dem Herrn.“ David lebte in der Gemeinschaft mit dem Herrn und war beheimatet bei ihm. Dazu sind wir auch eingeladen. Das ist unser Vorrecht als Kinder Gottes. (Lies Hebr.4,16.)

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Donnerstag,5.Dezember Psalm 27,7.8; 2.Mose 33,12-17.

„O Herr, höre meine Stimme; sei mir gnädig und antworte mir, wenn ich rufe!“ „Das Pendel des geistlichen Lebens schwingt zwischen Flehen und Loben. ‚Sei mir gnädig!’ Gnade ist die Hoffnung der Sünder. Wer erhörlich beten will, wendet sich immer wieder und ausschließlich an die Gnade. ‚Und erhöre mich!’ Wenn Gebetserhörungen ausbleiben, sollten wir uns ebenso wenig zufrieden geben, als hätten wir einem Freund in wichtigen Angelegenheiten geschrieben und noch keine Antwort erhalten“ (C. H. Spurgeon). „Mein Herz hält dir vor dein Wort: ‚Sucht mein Angesicht!’ Darum suche ich auch, Herr, dein Angesicht.“ Gott will, dass wir seine Nähe suchen. Wir sind ihm nicht lästig und nerven ihn damit auch nicht, sondern erfüllen unsere Bestimmung. Dazu hat Gott uns ja geschaffen und erlöst, damit wir Gemeinschaft mit ihm haben können und sollen. (Lies 1.Mose 1,26.27; Matth.18,20; 1.Kor.1,9; 1.Joh.1,3.) Deshalb finden wir in der Bibel immer wieder Aufforderungen, Gottes Nähe zu suchen. „Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“ „Fragt nach dem Herrn und seiner Macht. Sucht sein Angesicht allezeit!“ (Jak.4,8a; Ps.105,4; lies Ps.145,18; Sach.1,3). Mose suchte Gottes Angesicht. Er wusste, dass für ihn und sein Volk alles davon abhing, dass Gottes Angesicht mit ihnen ins verheißene Land ging. Er rang mit Gott: „Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf.“ Wie konnte Mose sich erlauben, so etwas von Gott zu fordern? Weil er Gott liebte, wäre für ihn das Land, in dem Milch und Honig floss, ohne Gottes Angesicht, ohne Gottes Nähe öde und leer gewesen. Wie Gott Moses Bitte erfüllte, so wird er auch unsere Bitte um seine Gegenwart erfüllen, weil es eine Bitte nach seinem Herzen ist. (Lies 4.Mose 6,22-27.)

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Freitag,6.Dezember Psalm 27,9.10; Jesaja 54,10.

„Verbirg dein Angesicht nicht vor mir.“ Das wäre für David das Schmerzlichste gewesen, nicht mehr vor Gottes Angesicht treten zu können. Wenn wir den Eindruck haben, dass sich Sünde zwischen Gott und uns geschoben und uns sein Angesicht verdunkelt hat, dann hilft es, wenn wir ihm unsere Schuld offenlegen und ihn um Vergebung bitten. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“ (1.Joh.1,9). Lassen wir nicht so viel Zeit vergehen, bis wir unsere Schuld zugeben! (Lies Spr.28,13.14; Ps.32,1-5.) Als Kinder Gottes brauchen wir keinen Tag, keine Stunde ohne seine Gegenwart und das Leuchten seines Angesichtes zu sein. Er ist bei uns, weil er es versprochen hat, nicht etwa, weil wir es fühlen. (Lies Matth.28,20; Joh.10,27.28; Röm.8,31-39.) - „Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr nimmt mich auf.“ Erinnerte sich David hier daran, wie er seine Eltern bei dem König von Moab in Sicherheit brachte, als er auf der Flucht vor Saul war? (1.Sam.22,3.4). Vater und Mutter bedeuten für uns im Normalfall ein Stück Geborgenheit. Doch irgendwann wird es einen endgültigen Abschied von ihnen geben. Wenn sie oder andere liebe Menschen von uns gehen, ist es schwer, ohne sie den Weg weiterzugehen. Es ist ein Trost für uns, dass Gott niemals von uns geht. Von ihm brauchen wir in Zeit und Ewigkeit nicht Abschied zu nehmen. Er bleibt bei uns und begleitet uns sogar durch das Tor des Todes, wo niemand sonst mitgehen kann. (Lies Ps.23,4.) Jesus sagte seinen Jüngern: „Es kommt die Stunde ..., da ihr mich allein lassen werdet. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir“ (Joh.16,32). An Stelle der Geborgenheit bei Menschen dürfen wir sie bei unserem himmlischen Vater finden. (Lies Hebr.13,5b.6; 2.Tim.4,16-18; Ps.37,28a. 39.40.)

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Samstag,7.Dezember Psalm 27,11-14; Offenbarung 1,8.17.18.

„Zeige mir, Herr, deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner Feinde willen.“ David bittet Gott um Rat und Führung, vor allem auch um seiner Feinde willen, die nur auf seinen Fall lauerten: „Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde, denn falsche Zeugen sind wider mich aufgestanden.“ „Gott sei Dank, dass die Feinde nicht mit uns machen können, was sie wollen. Verleumdung ist eine uralte Waffe aus dem Arsenal der Hölle und wird immer wieder gebraucht. Wie geheiligt ein Mensch auch leben mag, immer gibt es Leute, die ihn verleumden“ (C. H. Spurgeon). Wichtig ist, dass wir als Nachfolger von Jesus Christus nicht andere verleumden - vielleicht sogar Mitchristen. (Lies 1.Petr.2,1; Jak.4,11.12.) Der griechische Mathematiker Archimedes sagte: „Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die Welt aus den Angeln.“ Er hatte festgestellt, dass in dieser Welt alles sich beständig verändert. Deshalb suchte er einen festen Punkt, fand aber keinen. Doch wir haben ihn in Gott. Weil er der Unveränderliche und Ewige ist, können wir bei ihm geborgen sein. Ohne Gott werden wir von den Feinden und Anfechtungen aus den Angeln gehoben. David hatte seinen Ruheort und seine Burg in Gottes Gegenwart gefunden. Deshalb wurde er nicht zu Boden gestreckt von der Angst. „Vor wem sollte ich mich fürchten?“ Das war kein Optimismus, sondern hing mit diesem festen Punkt zusammen. Deshalb wollte er nahe bei Gott bleiben. (Lies Jes.40,29-31; 45,21.22; 51,12.13.) Was ist unser Herzenswunsch? Vor Gottes Angesicht zu bleiben und immer wieder dahin zurückzukehren, auch wenn Anfechtungen und Nöte uns von ihm wegzutreiben drohen? In seiner Gegenwart haben wir Lebenserfüllung, Licht und Heil. (Lies Ps.63,2.3.8.9; 73,23-26.)

Neben dir geht Einer, der dich trägt und stützt, dessen Hand dich leitet, dessen Blick dich schützt;

dessen Wort dich tröstet, wenn du traurig bist. Gehe mit dem Einen, trau auf Jesus Christ!

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JÜNGER FRAGEN - JESUS ANTWORTET

Sonntag,8.Dezember Matthäus 4,23; 5,1.2; Markus 1,22.

An vielen Stellen der Evangelien finden wir Jesus als Lehrer. Zu den Männern, die Jesus im Garten Gethsemane gefangen nehmen wollten, sagte er: „Habe ich doch täglich im Tempel gesessen und gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen“ (Matth.26,55). Jesus war vor allem der Lehrer seiner Jünger. Die Bergpredigt war zunächst eine Lehre für die Jünger seiner Zeit, sie gilt für alle Jünger zu jeder Zeit. „Jesus ging auf einen Berg und setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm, und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach...“ Wir haben Jesus nicht als Lehrer unmittelbar unter uns. In seinen Abschiedsreden jedoch gab er die Zusage, nach seiner Rückkehr zum Vater die Jünger nicht ohne Unterweisung zu lassen: „Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Joh.14,26). Bei der Verheißung des Heiligen Geistes dachte Jesus schon an uns. Bei der Wiedergeburt empfängt jeder Glaubende den Heiligen Geist. (Lies Apg.2,37.38; Gal.4,6.) Im Heiligen Geist haben wir einen Lehrer, von dem Jesus sagte: „Er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden... Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen“ (Joh.16,13.14; 15,26). Die zwölf Jünger waren die ersten Schüler Jesu, die einen sehr intensiven Unterricht erlebten. Es war nicht immer so, dass sie vor ihm saßen und zuhörten, sie begleiteten ihn überall und lernten ganz praktisch von ihm. Zum Schülerleben gehört das Vorrecht, Fragen zu stellen. Mit drei „Schülerfragen“ wollen wir uns beschäftigen. Diese Fragen und die jeweilige Antwort, die Jesus gab, sind für uns heute genau so wichtig wie für die Jünger damals. (Lies Matth.13,10-17; 17,10-13; Spr.18,15.)

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Montag,9.Dezember Matthäus 19,16-30; Psalm 73,25.28.

Es war Petrus, der Jesus bei drei wichtigen Anlässen fragte. Wir brauchen eine zuverlässige Anlaufstelle, bei der wir die Fragen stellen können, die unser Leben betreffen. Bei Jesus sind wir an der richtigen Adresse, ihm ist keine Frage zu einfach und keine zu schwierig. Er wird auch nicht ungeduldig, wenn wir nach Dingen fragen, die wir eigentlich längst kennen müssten. Seine Liebe macht ihn zum geduldigen Hörer unserer Fragen.

Die erste Frage: Herr, was bringt’s?

Petrus stellte diese Frage, nachdem ein junger Mann traurig weggegangen war. Jesus hatte die wunde Stelle des jungen Mannes getroffen, seine Antwort schien ihm zu hart, der Preis zu hoch, der Weg zu schmal. Er wollte das ewige Leben haben und er war auch bereit, Außergewöhnliches zu leisten, aber seinen Besitz hingeben, um mit Jesus zu gehen, das wollte er nicht. (Lies Matth.6,24; 16,26; Pred.5,9.) Was dem reichen jungen Mann zu schwer erschien, das hatten die schlichten Fischer getan. Als Jesus sie rief, „verließen sie sogleich das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach“ (Matth.4,18-22). Darum konnte Petrus zu Jesus sagen: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns dafür, was haben wir davon?“ Klingt die Frage nicht nach Selbstsucht? Aber Jesus tadelte Petrus nicht, sondern lenkte seinen und der anderen Jünger Blick auf eine höhere Ebene (V.26-30).Wir wollen mit den Jüngern auf ihren ersten Aufbruch zurückschauen. Wie gründlich und entschlossen hatten sie allem abgesagt, um nur noch für das Eine zu leben. Gerade der Eine, der dem reichen jungen Mann fehlte und deshalb seine Lebensrechnung zu einer verfehlten werden ließ, er gab dem Leben der Jünger Ewigkeitswert. Die innere Erfüllung überstieg die Vorstellungen der Jünger weit, sodass ihre Hingabe sich in reichen Segen verwandelte. (Lies 2.Kor.8,9; Phil.3,7-9; Ps.16,2.6.11; vgl.1.Kön.10,1-7.)

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Dienstag,10.Dezember Matthäus 19,27-30; Johannes 12,26.

Jesus beantwortete die Frage seines Jüngers mit einer unvergleichlichen Zusage für die zukünftige Welt. Nicht vom Leiden ist die Rede, sondern vom Thron der Herrlichkeit des Menschensohnes. Der verachtete „König der Juden“ wird Petrus und die anderen Apostel in seinem zukünftigen Reich auszeichnen und reich belohnen für alles, was sie hier auf Erden um des Herrn willen aufgegeben haben. - Neben der besonderen Antwort für seine zwölf Jünger gibt Jesus auch allen, die in seinem Dienst aufopfernd gewirkt haben, eine herrliche Aussicht: „Jeder, der um meinetwillen Brüder, Schwestern, Vater oder Mutter, Frau oder Kinder, Felder oder Häuser verlässt, soll hundertmal Wertvolleres empfangen und das ewige Leben ererben.“ Für alles, was Nachfolger Jesu aus Liebe zu ihm loslassen und verlassen, für alles, was sie um ihres Herrn willen tun und leiden, wird er sie einmal belohnen. Das wird nicht kärglich sein, sondern göttlich, reich und herrlich. (Lies Matth.10,37-42; Röm.8,18; 2.Kor.4,17; Offb.22,12.) Und diese Belohnung beginnt schon in unserem irdischen Leben. Viele, die mit Jesus leben, können bezeugen, dass sie schon jetzt von Freude erfüllt einen Teil dieser Verheißung erleben. In der Ewigkeit wird die Belohnung ihre Vollendung finden. „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, das hat Gott bereitet denen, die ihn lieben.“ (Lies Ps.36,8-10; 1.Kor.1,4-9; Kol.1,9-12; 1.Petr.2,7a.) Ein im öffentlichen Leben stehender Christ sagte: „Der wahre Denker dankt, weil er weiß, mein Leben ist reich, weil Gott mich beständig beschenkt.“ Der Evangelist Spurgeon sprach von der allumfassenden Güte Gottes, die wir täglich erfahren, und fügte hinzu: „Sie kann nicht mit weniger als allem, was wir sind und haben, gepriesen werden.“

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Mittwoch,11.Dezember Matthäus 19,29.30; 1.Petrus 1,3.4.

Als Jesus die Jünger rief, handelten sie entschlossen, was dem jungen Mann nicht gelang. Wie aber ist die Belohnung ausgefallen? Hat sie sich erfüllt? Das Leben des Petreus ist uns gut bekannt. Nach der bewegenden Pfingstpredigt kamen viele Juden zum Glauben. Ein Gelähmter wurde geheilt. Aber auch Verfolgung erlebte er hautnah. Am Ende seines Lebens starb er den Märtyrertod. Jesus hat seinen Nachfolgern kein leichtes und bequemes Leben versprochen. Im Gegenteil: Der Ernst der Nachfolge macht es erforderlich, die Kosten zu überschlagen, bevor die Entscheidung getroffen wird (Luk.14,26-30). Die Jesus-Nachfolge schließt Selbstverleugnung und das Aufnehmen des Kreuzes ein. Und dennoch: wer Jesus hat, der hat das Leben! (Lies Joh.3,16.36; vgl.Spr.8,35.36a.) In seinen Briefen schreibt Petrus von dem großen Reichtum, den er durch Jesus Christus empfing. Es war ihm ein unübertroffenes Geschenk: „wiedergeboren zu sein zu einer lebendigen Hoffnung, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird“. Er freute sich, dass er zum auserwählten Geschlecht, zur königlichen Priesterschaft, zum heiligen Volk gehörte. Petrus sah klar: Was ich um Jesu willen verlassen habe, hält nie den Vergleich aus mit dem, was ich empfangen habe. „Was sind - dagegen - dieses Lebens Güter, eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter?“ schreibt der Liederdichter Paul Gerhardt. - Petrus erlebte, dass Jesus ihm für die irdische Lebenszeit alles schenkte, was er an innerer Kraft und Hilfe brauchte. In seinen Leiden sah er eine Zubereitung für die Ewigkeit. „Ich habe seine Herrlichkeit selber gesehen... Nun warte ich auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde nach seiner Verheißung.“ (Vgl.1.Petr.2,9; 2.Petr.1,3.4.18; 3,13.) Mit einem anderen Liederdichter hätte Petrus singen können: Herr, „du hast mein Leben so reich gemacht“. Stimmen auch wir in diesen Lobpreis ein?

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Donnerstag,12.Dezember Matthäus 18,21-35; 6,12.14.15.

Die zweite Frage: Wie gelingt’s?

Die Frage nach dem Gelingen des Miteinanders ist nicht nur für Petrus eine aktuelle Frage. Sie ist es bis heute geblieben. Sein Problem ist auch unser Problem. Darum wollen wir die Antwort, die Jesus gab, für uns ganz persönlich nehmen. Der Umgang miteinander gelingt leider häufig nicht und bereitet uns Not. Hatte Petrus jemanden, der ihm Unrecht tat, ihm immer neue Stiche versetzte? Erlebte er ständig neue Herausforderungen durch Beleidigung oder Verleumdung? Dass Vergeben wichtig war, war für Petrus eine klare Sache. Aber wie oft man es tun musste? Deshalb nannte er gleich eine Zahl: Siebenmal? Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit, für Petrus war sie gleichzeitig die Zahl der weiten Grenze. Er wusste, dass es in der Lehre der Pharisäer hieß: „Dreimal kann einem Menschen die gleiche Sünde vergeben werden, ein viertes Mal nicht.“ Petrus war überzeugt, dass er großmütig mit seinem Vorschlag dachte. Er wusste, wie viel Bedeutung Jesus auf die Vergebung legte. Deutlich hatte er davon gesprochen, als er seinen Jüngern das Vaterunser anvertraute. - Wie oft aber, Herr? Das ist die Frage des Jüngers Petrus und der Jünger aller Zeiten. Jesus weist die scheinbare Gutmütigkeit und Großherzigkeit des Petrus als viel zu enges und viel zu begrenztes Verhalten ab. Er sagt: „Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er bereut, so vergib ihm. Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben“ (Luk.17,4; 6,36.37). Unbegrenzt ist das Maß der Vergebung. Damit musste sich Petrus auseinandersetzen, damit müssen wir uns auseinandersetzen. Lieben ohne Grenzen und vergeben ohne Grenzen! Es kann uns helfen, daran zu denken, wie sehr wir selbst von der Vergebung unseres Herrn leben. (Lies Ps.103,3; 1.Joh.1,9.)

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Freitag,13.Dezember Lukas 17,3.4; 1.Mose 50,20.

Jesus weist uns auf eine innere Haltung hin, die es möglich macht, zu vergeben und auch Vergebung zu empfangen. Er nennt sie Reue. „Wenn dein Bruder... zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben.“ Falsches Tun erkennen und bereuen, das gilt zuerst für unsere Beziehung zu Jesus Christus, dann auch für unsere Beziehungen untereinander. Mit welcher Liebe der himmlische Vater dem entgegenkommt, der seine Schuld bereut, zeigt uns Jesus im Gleichnis von dem Sohn, der sich von seinem Vater losgesagt und fortgegangen war. „Der Vater kommt uns entgegen, in Jesus kommt er auf uns zu, er legt seine durchbohrten Hände bergend und segnend auf uns!“ (Luk.15,11-24). - Von Herzen und völlig vergibt Gott jedem, der über seine Sünde traurig ist und sie bekennt. Sollten Christen, die viel Vergebung empfingen, nicht einander genauso vergeben? „Vergebet einander, wie Gott in Christus euch vergeben hat.“ (Lies Eph.4,25-27.32.) Die Vergebung gehört zum Herzstück der Gemeinde Jesu. Wird das Vergeben bei uns geübt? Wenn ja, dann können wir in der Liebe leben und werden auch das Ja unseres Vaters im Himmel haben. Die Vergebung befreit uns von Bitterkeit und Nachtragen. Nachtragen lähmt und bringt einen Fremdkörper in unser Leben. Damit tragen wir eine Last, die Gott uns nicht auferlegt hat. So wird das ungelöste Problem der zwischenmenschlichen Beziehungen zur Last unserer Tage. Wo immer wir leben, wollen wir auf das befreiende Wort Jesu hören: „Vergebt einander!“ Vergebt einfach! „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Lies Röm.12,9.21; 1.Joh.2,10.11; 4,20.21.)

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Samstag,14.Dezember Matthäus 18,21.22; 3.Mose 19,18.

In einem früheren Bibellesezettel wurden wir darauf hingewiesen, uns einmal darüber klar zu werden, was wir einander zu vergeben haben. Vielleicht ist es ein ungutes Wort, das einen Stachel hinterlassen hat? Oder ist es ein achtloses Beiseite-gedrängt-Werden? Hat man mich hart beurteilt, ohne mich zu hören? Lässt der andere mich allein mit meiner Arbeit? Drängt sich jemand in den Vordergrund und ich muss zurückstehen? Oder wurde mir etwas weggenommen, was ich liebe? Kann es sein, dass man mich nicht hört, nicht nach meiner Meinung fragt? Missbraucht jemand mein Vertrauen und sagt mir nicht die Wahrheit, sondern spricht abwertend über mich? Vielleicht sagt jemand nie danke, nimmt aber alles selbstverständlich und ignoriert mein Bemühen völlig. Dreht man mir das Wort im Mund um? Kann ich es nicht ertragen, dass ein Mitarbeiter immer fordert und ich mich nach ihm richten soll? (Lies Kol.3,8.13; Gal.5,13-15; 6,1; vgl.Ps.37,5-8.) Es sind nicht nur kleine Dinge, die uns durch andere zugefügt werden, es können auch schmerzliche, folgenschwere Veränderungen sein, die unser Leben empfindlich verändern. Petrus sagte: „Mein Bruder, der an mir sündigt“, wie oft muss ich ihm vergeben? Jesus antwortete: „Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.“ Wir brauchen gar nicht zu zählen, wir sollen nicht rechnen, nicht abstufen. Dietrich Bonhoeffer schreibt: „Wie überwinden wir das Böse? Indem wir es vergeben ohne Ende.“ Nur durch Vergebungsbereitschaft werden Konflikte bewältigt. Sind wir bereit, bin ich bereit, den ersten Schritt zu tun? Vergebung und Versöhnung tragen zum Gelingen einer Gemeinschaft bei. Ein junger Christ betete: „Herr, schenke mir ein dankbares, demütiges und liebevolles Herz. Schmilz im Feuer deiner Liebe alle Härte, allen Stolz meines alten Wesens und fülle mich mit deiner göttlichen Liebe, deiner Sanftmut und Geduld.“ (Lies Joh.13,35; 15,12.13; 1.Thess.3,12; 1.Petr.1,22.)

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Sonntag,15.Dezember Matthäus 18,22; Lukas 23,34.

Jesus hat seinem Jünger Petrus nicht nur den Weg der Vergebung gezeigt, er ist ihn selbst in schwerster Lage gegangen. Wir lesen, dass Jesus am Kreuz hängend um Vergebung für seine Mörder bat: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Es waren nicht nur Nadelstiche, die ihm zugefügt wurden. Nägel durchbohrten seine Hände und seine Füße. Römische Soldaten schlugen ihn ans Kreuz, vorübergehende Juden spotteten. Und Jesus entschuldigte sie beim Vater: „Sie wissen nicht, was sie tun.“ Wenn Jesus eine Entschuldigung für seine Mörder fand, dann sollten auch wir eine Entschuldigung suchen und finden für die, die uns Schweres und Böses zufügen. „Vergeben bedeutet sterben. Jesus nachfolgen bedeutet, den Weg zu gehen, den er ging... Der hilflose, sterbende Gottessohn, ein Bild der Niederlage, verkündigte den Sieg der unüberbietbaren Gottesliebe. Wer kann sich der Bereitschaft der Vergebung widersetzen?“ (E.Elliot). (Lies Gal.2,20b; Eph.5,2; vgl.2.Mose 32,9-14.) „Sie wissen nicht, was sie tun.“ Indem wir eine Entschuldigung für einen anderen suchen, kommen wir ihm näher und können ihm vielleicht eine Hilfe sein. Es bedeutet nicht, unsere Augen zu verschließen, wir sehen wohl das Böse, das geschieht, doch wir wissen oft wenig darüber, aus welchem Anlass der andere handelte. Und wenn alle Bemühungen fehlschlagen, den anderen zu verstehen oder ihn wenigstens teilweise zu entschuldigen, so dürfen wir versuchen, das Wort Jesu in der Weise nachzusprechen: „Vater, vergib ihm, er weiß nicht, was er tut.“ Wir wollen es nicht vergessen, wie Jesus seinen Jünger im Vergeben unterwiesen hat. Der Blick auf Gottes Handeln für uns, dass Jesus unsere Schuld vergibt, soll uns vom menschlichen Reagieren befreien und uns die königliche Freiheit schenken, auch zu vergeben. (Lies Apg.7,60; Matth.5,44.45a; 2.Kor.2,5-7.10.11.)

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Montag,16.Dezember Matthäus 18,21.22; Jakobus 1,19.20.

Auf die Jünger-Frage „Wie gelingt’s?“ haben wir die Nachricht eines Missionars, die zeigt, „wie’s praktisch gelang“. Er schreibt: „Es war in der Weihnachtszeit. Wir verkaufen immer viele christliche Kalender. So habe ich an einem Sonntag im Gottesdienst die Kalender angeboten und die Christen gebeten, mir dabei zu helfen, sie zu verkaufen. Bei dieser Gelegenheit habe ich natürlich auch den Preis genannt. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, hätte ich das in dieser afrikanischen Gemeinde nicht tun sollen. Drei Monate später besprachen wir in einer Sitzung der Gemeindeältesten einen Literatur-Sonntag. Da stand plötzlich einer der Ältesten auf und las ein Wort aus der Bibel, das mit dem Satz begann: „Wer um schändlichen Gewinns willen etwas tut...“ Der Bruder wandte dies sofort auf mich persönlich an und verdächtigte mich, mich bereichert zu haben. In diesem Sinn schlug es jedenfalls bei mir ein. Ich wurde innerlich maßlos aufgebracht; äußerlich habe ich zwar nichts zu diesem Vorwurf gesagt. Ich kann nur immer wieder dem Herrn danken, dass er mir darin Gnade gegeben hat. Aber ich verließ die Versammlung mit der inneren Erregung: Hier kann und will ich nicht mehr länger bleiben. (Lies Ps.38,14-16; 55,23; Spr.16,32.) Auf den Knien habe ich zum Herrn geschrien, ja, ich habe geheult. Aber dieses Heulen war nur der Ausdruck meines Beleidigtseins. Es ging mir nicht um den Herrn und seine Sache, es ging mir nur um mich selber. - Ist es nicht traurig, dass man innerlich so aufgebracht sein kann, dass man nicht mehr zum Herrn aufschauen kann, dass man nur noch sein kleines, jämmerliches Leben sieht? Man denkt nicht mehr daran, was Jesus für uns getan hat.“ (Lies Ps.73,2; 94,18.19; 1.Petr.5,6.7.)

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Dienstag,17.Dezember Psalm 3,2.5.9; 2.Korinther 12,9.10.

Der Missionar fährt fort: „Dann kam eine Missionarin und sagte: Die Ältesten möchten, dass du wieder zu ihnen zurückkommst. Es brauchte wirklich eine große innere Überwindung bei mir, denn noch immer dachte ich: Macht doch alles allein, wenn ihr mir solche Dinge an den Kopf werft. Weiter kämpfte der Stolz in meinem Herzen: Soll ich gehen? Soll ich hierbleiben? - Ich ging dann... Ich wartete, dass jemand von ihnen etwas sagen würde. Vergeblich. So begann wieder dieser innere Kampf: Ja, was wollen sie denn? Doch dann siegte Jesus. Das war nicht ich, er selber brach mit seinem wunderbaren Sieg durch. Er gab mir Gnade, zu sagen: Liebe Brüder, der Herr ist für uns gestorben. Er hat nicht zurückgeschlagen, als er geschlagen wurde. Er hat nicht heftig reagiert. Ich möchte zu dem, was gesagt wurde, nichts sagen, sondern es einfach in die Hand des Herrn legen. (Lies 1.Petr.1,20-23.) - Dann habe ich mich dem betreffenden Bruder zugewandt und ihm gesagt: Lieber Bruder, ich möchte dir einfach vergeben. Ich möchte auch im Namen Jesu nichts mehr in meinem Herzen festhalten. Dann ging ich in der Weise auf ihn zu, wie es in Afrika Brauch ist: Wenn man einander neu annimmt, dann legt man die Arme aufeinander. - Ich kann nur sagen, dass ich danach dem Herrn gedankt habe für seine wunderbare Durchhilfe. Bis zur letzten Sekunde kämpfen ja oft Mächte in uns, die uns beschlagnahmen wollen, die uns von Jesus wegreißen wollen, damit wir ihn unter keinen Umständen verherrlichen. Doch dann, wenn Jesus uns durchgetragen hat, können wir in der Rückschau sagen: Mit was für Menschen wirst du fertig, Herr, mit Menschen, die so schwach sind und nichts Gutes in sich haben!“ (Lies 1.Kor.15,57; 2.Kor.2,14; 3,5.6; Eph.6,10-13.)

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Mittwoch,18.Dezember Johannes 21,18-21; Psalm 17,5.

Die dritte Frage: Herr, wie wird’s?

Wie wird die Zukunft sein, was wird sie mir bringen? Seit der Kreuzigung Jesu wird diese Frage das Herz des Petrus sehr bewegt haben. Unter Schmerzen wird er sie bewegt haben, denn seit der Nacht, in der er seinen Herrn verleugnet hatte, war alles anders geworden. Petrus wusste seither, wer er war und wozu er fähig war. Er war nicht der starke Mann, der seinem Herrn treu blieb, wenn alle anderen untreu wurden. Er hatte es nicht vermocht, bei Jesus zu bleiben, als man ihn gefangen nahm. Gegen seinen festen Entschluss hatte er seinen geliebten Herrn verleugnet. (Lies Matth.26,33; Joh.13,36-38; Spr.16,19; Jer.17,9; 1.Kor.10,12.) - Petrus bedeutet Fels - welche Beschämung für den „Felsenmann“ . Um Petrus war es sehr dunkel, aber Jesus ließ seinen Jünger nicht lange im Dunkel. Als die beiden Jünger, denen Jesus auf dem Weg nach Emmaus begegnet war, voller Freude nach Jerusalem kamen, wurden sie dort mit den Worten empfangen: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen“ (Luk.24,34; 1.Kor.15,4.5). Hat Petrus bei dieser Begegnung den Zuspruch der Vergebung empfangen? Von dem Gespräch unter vier Augen wird in der Bibel nichts berichtet, wohl aber ist uns das Gespräch am See erhalten, in dem Petrus eine neue Berufung in den Dienst erhielt. Vielleicht war er trotz der erfahrenen Vergebung von der Frage umgetrieben, ob er noch brauchbar war als Apostel nach so großem Versagen. Herr, wie wird es weitergehen mit mir? „Weide meine Schafe“ lautete die dreimalige Antwort des Herrn. Und dreimal stellte Jesus ihm die Frage nach der Liebe, der entscheidenden Voraussetzung zum Dienst im Namen unseres Herrn. Jesus kam seinem Jünger mit seiner vergebenden Gnade entgegen und klärte das Verhältnis zu ihm vor allen anderen. (Lies Ps.103,8-13; Klagel.3,22.31-33.)

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Donnerstag,19.Dezember Johannes 21,18-21; Psalm 32, 1-5.

Nach der erfahrenen Vergebung wurde Petrus von Jesus beauftragt: „Weide meine Schafe!“ Nach seinem Versagen ein Neuanfang! Ist das nicht ein Wunder, wie der Herr mit den Seinen umgeht? So würde es kein weltlicher Chef tun. Und dennoch schien die unausgesprochene Frage den Petrus in seinem Herzen bewegt zu haben: Herr, wie wird mein Weg mit dir aussehen? Ich weiß nun, wer ich in Wirklichkeit bin. Herr, wie wird’s werden? Jesus kommt seinem Petrus sehr persönlich in Liebe entgegen und beschreibt ihm seine Zukunft in einem eindrücklichen Bild: „Als du jünger warst, Petrus, da hast du dich selber gegürtet und gingst, wohin du wolltest, wenn du aber alt bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst.“ Echte Jesusnachfolge besteht in der Abhängigkeit vom Herrn. Aber sie bedeutet auch Nähe. „Jesus hat euch ein Vorbild hinterlassen, damit ihr in seine Fußtapfen tretet“ (1.Petr.2,21; vgl.Ps.16,8). In der Nachfolge bleiben wir Lernende. Der spontane Petrus, manchmal eigenwillig und rasch entscheidend, gürtete sich bisher selber und ging, wohin er wollte, wird nun zum Bedürftigen, der um Führung zu bitten hat. „Herr, zeige mir, welchen Weg ich einschlagen soll, und lass mich erkennen, was du von mir willst“ (Ps.25,4). Gottes Willen sollte fortan den leidensscheuen Petrus zu unerwarteten und für ihn unerwünschten Zielen führen. Auch wir sind leidensscheue Menschen. Aber wir haben einen treuen Herrn, der selbst im Leiden uns voranging und noch vorangeht. (Lies Ps.32,8; 48,15; 73,23; 86,11; Jes.42,16.)

Er geht voran, er hat’s verheißen, er kennt den Weg genau,

sein Wort genügt, du musst nur folgen, o fürchte nichts, vertrau!

H.E.Alexander

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Freitag,20.Dezember Johannes 21,18.19; Apostelgeschichte 4,3.21.

Wenn wir einen Blick in die Apostelgeschichte werfen, erleben wir, dass Jesus seine Jünger sehr persönlich und unterschiedlich führte. Petrus nahm seinen Auftrag vor allem in Jerusalem wahr. Andere Jünger waren unterwegs und dienten dem Herrn in anderen Gebieten. Für Petrus begann das Leiden schon sehr früh, eigentlich gleich nach Pfingsten. Dabei lernte Petrus, dass Leiden nicht unerträglich sind, wenn Jesus ins Leiden führt. Trotz Verhaftung und Schlägen konnte ihm die Freude an seinem Herrn nicht genommen werden. „Die Apostel verließen den Gerichtssaal voller Freude darüber, dass Gott ihnen das Vorrecht gegeben hatte, für Jesus Verachtung und Schmerzen zu ertragen.“ (Lies Apg.5,40-41; 12,6; Ps.4,9.) Von seinen Erfahrungen schreibt er in den Briefen. „Geliebte, lasst es euch nicht befremden, wenn Feuersgluten des Leidens euch umdrohen ... Gerade im Leiden ruht ja der Geist Gottes, der Geist der Herrlichkeit und der Macht auf euch.“ (Lies 1.Petr.4,12-14.16.19; 5,1.10.11.) Wir wissen nicht, wie Gott uns führen will und was an Leiden noch auf uns zukommen wird. Wir wollen uns mehr als bisher für die kleinen und größeren Leiden bereit machen, die auf unserem Jüngerweg liegen. Die Bibel spricht nicht davon, dass Petrus das Leiden suchte. Aber Jesus sagte ihm: „Du wirst deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich führen.“ Wir können Jesus getrost unsere Hände entgegenstrecken, damit er uns führen kann, wohin er mit uns gehen will. Wir können uns seinem Willen hingeben, ihm uns anvertrauen und ihm ganz vertrauen. (Lies 2.Kor.4,16-18; Hebr.10,32-35; vgl.Dan.6,17.18.23-25.) Herr, wie wird’s? Jesus weiß es, auch wenn wir es noch nicht sehen. Er hat einen guten Plan für die Seinen. (Lies 5.Mose 32,3.4; 2.Tim.4,7.8.16-18.)

O Gottes Sohn, du Licht und Leben, o treuer Hirt Immanuel!

Nur dir hab ich mich übergeben, nur dir gehöret Leib und Seel.

Ich will mich nicht mehr selber führen, du sollst als Hirte mich regieren;

so geh denn mit mir aus und ein! Ach Herr, erhöre meine Bitten

und leite mich auf allen Tritten! Ich gehe keinen Schritt allein.

K.H.von Bogatzky

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Samstag,21.Dezember Johannes 21,20-22; Jesaja 45,11.

Was sein Leben betraf, hatte Petrus persönlich eine Antwort von Jesus bekommen. Nun stellte er dieselbe Frage, als sein Blick auf Johannes fiel. Als Petrus ihn sah, spricht er zu Jesus: „Herr, was wird aber mit diesem?“ Die Antwort Jesu war eine klare Zurechtweisung. „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!“ Wenn Jesus seinem Jünger und Beauftragten Petrus die Fürsorge für seine Schafe übertragen hatte, so bedeutete das nicht, dass er alles wissen musste. Jesus ist und bleibt der gute Hirte, der jeden, der zu ihm gehört, ganz persönlich führen will. Darum wurde Petrus auch nicht in den Plan eingeweiht, den er mit Johannes hatte. Das war allein seine Sache. Es gibt ein Geheimnis, das Jesus mit jedem Einzelnen seiner Jünger hat, eine persönliche Beziehung, die gleichzeitig eine Grenze darstellt, die ein anderer nicht überschreiten darf, auch nicht mit neugierigen Fragen. (Lies 1.Kor.12,18.27; Eph.4,3.7.15.16.) Johannes nennt sich den Jünger, den Jesus liebte. Damit sagte er nicht, dass die anderen Jünger von Jesus weniger geliebt wurden. Vielleicht war keiner so glücklich über die Liebe des Herrn wie Johannes, weil er sie als ein besonderes Vorrecht zu schätzen wusste. (Lies Ps.18,2; Joh.13,1; 15,9; 1.Joh.3,16.) „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?“ Bis heute ist es sehr verschieden, wie der Herr seine Jünger führt. Den einen führt er in Leiden und Not, vielleicht sogar in einen frühen Tod. Einem anderen schenkt er ein langes Leben. Der eine dient ihm in der Heimat, eines anderen Weg führt in die Mission. „Nicht nach einer Schablone, sondern mannigfaltig sind die Wege, die der Herr die Seinen führt“ (W.Lüthi). Wichtig ist nur das Eine bei aller Unterschiedlichkeit unseres Wesens und unserer Platzanweisung, dass wir nach dem Wort leben, das der Herr uns gebot: „Folge du mir nach!“ (Lies Ps.31,15-17; 143,10.)

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Sonntag,22.Dezember Johannes 21,20-22; Psalm 23,1-6.

„Folge du mir nach!“ Johannes sollte nicht dem Petrus und Petrus nicht dem Johannes folgen, jeder sollte in die Fußtapfen von Jesus treten und so den Weg gehen, den er sie persönlich führen wollte. Petrus starb für Jesus den Märtyrertod. Johannes überlebte alle anderen Jünger. Lange blieb verhüllt, was Jesus mit Johannes vorhatte. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, erfahren wir, dass er auserwählt war, zu schauen und aufzuschreiben, was in der Vollendung der Zeit geschehen wird. „Schreibe auf, was du siehst... Ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll“ (Offb.1,9; 4,1). - „Folge du mir nach!“ Das Du ist besonders betont. Wir sollen uns nicht umblicken und auf andere sehen, jeden führt Jesus seinen individuellen Weg mit dem Blick nach vorn. Die Jünger sind ganz wörtlich hinter Jesus hergegangen, solange er in den ersten drei Jahren ihrer Jüngerschaft bei ihnen war. Das sollte nach seinem Tod und nach seiner Auferstehung nicht anders werden. Jesus wirklich nachfolgen können wir nicht unabhängig von ihm, sondern nur im ganz persönlichen Folgen. Das lernt sich nicht in einem Augenblick, das erkennen wir an dem Seitenblick des Petrus. Seitenblicke bergen Gefahren in sich. Deshalb warnte Jesus seinen Jünger. In der Apostelgeschichte finden wir Petrus und Johannes brüderlich Seite an Seite. Johannes war wohl der Stillere der beiden, und doch bedeutete sein Dienst viel für die Christengemeinden. Beide Jünger ließen sich von Jesus führen. So waren sie gesegnet und ein Segen für viele. (Lies Apg.3,1-11; 4,1-20.) Wir haben drei Jüngerfragen herausgegriffen. Jesus gab klare Antworten. Es liegt an uns, ihm mit unserem Tun zu antworten. Eine Christin schrieb in ihre Bibel: „Herr, ich gebe meine eigenen Pläne und Ziele, meine Wünsche und meine Hoffnung hin und nehme deine Führung für mein Leben an. Leite mich nach deinem Willen - jetzt und für immer.“ (Lies Apg.20,24; 21,13.14; Röm.12,1; Phil.1,21.)

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WIR HABEN EINEN HEILAND

Montag,23.Dezember Psalm 17,7-9; 1.Chronik 16,35.

Jeder Mensch hat einen Namen, der ihn von einer anderen Person unterscheidet. Nur selten entspricht der Name dem Wesen des Einzelnen. Nur bei Jesus decken sich Name und Person völlig. Jeder Name, der ihm beigelegt wurde, beleuchtet sein Wesen in einzigartiger Weise. Auf dem Hirtenfeld bei Bethlehem wurde der Mensch gewordene Sohn Gottes „Heiland“ genannt. Schon im Alten Testament war „Heiland“ ein Name Gottes. Der Heiland bringt seinem Volk Heil. Dabei übersieht er den Einzelnen nicht. Er wird dem zum Helfer, dem „Gewalt“ angetan wird von Menschen, die Macht über ihn haben und gegen die er sich nicht wehren kann. Allein und in eigener Kraft wäre man verloren, wenn nicht ein Stärkerer helfend und heilend eingreifen würde. So erlebte David Gottes Hilfe, als seine Feinde ihm nachstellten, um ihn mit Gewalt und ohne Erbarmen zu vernichten. „Mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt!“ (Lies 2.Sam.22,1-4.47-50.) Die biblischen Berichte zeichnen realistisch, wie viel Gewalt in der Welt herrscht. Da sind Gewalten, die uns von der Liebe Gottes trennen wollen. Es gibt Gewaltige, die die Jünger verfolgen. Da ist die Gewalt der Finsternis. Hinter allem steht letztlich die Gewalt Satans, der in unseren Tagen offensichtlich die Herrschaft an sich reißen will. Doch es wird ihm nicht gelingen, der Schein trügt. Jesus ist Sieger geworden. „Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt. Durch das Kreuz Christi hat Gott sie für immer aufs glänzendste besiegt, einen völligen Triumph über sie davongetragen“ (Kol.2,15). Schon Jesaja weissagte: „Die Gefangenen sollen dem Starken weggenommen und der Raub dem Gewaltigen entrissen werden.“ Kein Mensch muss durch die Macht Satans gebunden bleiben. Der Heiland „ist mächtig zu retten“ (Jes.49,24-26; 53,12; lies 1.Petr.3,18.22; Apg.16,30.31; Hebr.7,25).

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Heiliger Abend,24.Dezember Lukas 2,10.11; 1.Timotheus 3,16.

In der nächtlichen Stille des Hirtenfelds, abseits vom lauten Geschehen der großen Welt, hörte eine verachtete Gruppe von Männern die Erfüllung alttestamentlicher Verheißungen: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!“ Mit dem Namen „Heiland“ wird die Lebensaufgabe beschrieben, die Jesus, der Herr, zu erfüllen hatte. „Der Vater hat den Sohn gesandt als Heiland der Welt.“ Die unbedingte und unbegreifliche Liebe unseres Gottes gab die verlorene Welt nicht auf, sondern gab ihr den Heiland, den Retter, der aus aller Schuldverflochtenheit heraushelfen kann. Es gibt keine noch so schwere Sünde, die Jesus mit seinem Blut nicht sühnen könnte. Jede Fessel der Sünde und des Todes hat er gesprengt und die Macht des Bösen zerbrochen. „Er ist in die Welt gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören“ (1.Joh.3,8; 2.Kor.5,21; Hebr.1,1-4). Gestern, heute und auch in zukünftigen Tagen bleibt Jesus der Heiland der Welt. Wo immer wir Rettung von Sünde brauchen, aus Gleichgültigkeit oder Oberflächlichkeit der Botschaft Gottes gegenüber, oder aus einem Mangel, einer Bedrückung, einer Unfähigkeit, einer Schuld dem Nächsten gegenüber -, sollen wir dies wissen: Der Heiland ist da. Er hört, wenn wir zu ihm rufen, und er kann und will uns retten. „Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus“ (1.Kor.15,54b.55.57). Wir haben nicht nötig, unsere Hilfe woanders zu suchen. Wenn wir unseren Blick auf den Heiland richten, so sind wir mit dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens verbunden. „All unsre Not zum End er bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat!“ (Lies Luk.1,46-55.)

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Weihnachten,25.Dezember Zefanja 3,16.17; Jesaja 63,8.9.

Der Heiland will jede Angst verscheuchen, die uns so leicht angreift und der wir uns ausgeliefert fühlen. „Fürchte dich nicht, lass deine Hände nicht sinken! Denn der Herr ist bei dir, ein starker Heiland.“ Die Menschen des Weihnachtsgeschehens waren nicht frei von Angst. Maria „erschrak“, als der Engel mit ihr redete. Die Hirten auf dem Feld „erschraken und fürchteten sich sehr“ (Luk.1,28-30; 2,9.10). Weder Maria noch die Hirten fragte der Engel nach dem Grund ihrer Angst. Die Angst der Menschen war ihm bekannt. Seit der Sünde Adams und Evas im Paradies haben die Menschen Angst, berechtigte und unberechtigte Angst. „Adam und Eva versteckten sich vor dem Angesicht Gottes“ (1.Mose 3,8.10). Dass wir uns vor Gott fürchten und uns nicht an ihn, sondern von ihm wegwenden, das ist das Ziel Satans, der uns auf unterschiedlichste Weise in Angst versetzt. Weil Jesus als Retter in die Welt gekommen ist, konnte der Engel auf die Angst der Hirten und aller Menschen mit dem Zuspruch Gottes antworten: „Fürchtet euch nicht! Euch ist der Heiland geboren.“ Auch wir können diese Zusage für uns in Anspruch nehmen. (Lies Joh.16,33; Hebr.2,14.15.) Amy Carmichael beschreibt, was sie in einer Angstsituation erlebte. Als junge Missionarin war sie unterwegs von Japan nach Ceylon, heute Sri Lanka. „Am Samstag, dem 28.Juli, sind wir losgesegelt. Wir mussten bereits am Freitagabend an Bord gehen. Bald legte das kleine Beiboot, in dem sich die lieben Freunde befanden, wieder ab. Die Kälte der Einsamkeit ließ mich erzittern, Angst überfiel mich. Plötzlich kamen mir längst bekannte und geliebte Zeilen in den Sinn: ‚O Heiland, dir vertraue ich, mein Steuermann bist du, durch Sturm und Wellen führst du mich dem sichern Hafen zu.‘ Als ich zu meinem Heiland aufblickte, wich die Angst völlig. Über dem stockdunklen Wasser erlebte ich, wie er Angst verscheucht, ich hatte wieder tiefen Frieden in meinem Herzen. Als kein Mond und kein Stern mehr schien, war der Heiland mein Licht.“ (Lies Ps.27,1-3; Jes.26,3; 50,10.)

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Donnerstag,26.Dezember Psalm 28,7; 25,1-3.

Kennen wir Worte der Bibel, die wir uns ins Gedächtnis rufen und vor dem Herrn aussprechen können? David klammerte sich vertrauensvoll an seinen Herrn: „Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen!“ Als er sich in der Wüste Juda befand, bezeugte er: „Du bist mein Helfer, mein Heiland, unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.“ Natürlicher Schatten fehlte dem flüchtenden David in der sengenden Glut. Er konnte sich auch bei keinem Menschen anlehnen. Aber er sah zu seinem Heiland auf. „Auf ihn hat mein Herz vertraut und mir wurde geholfen.“ Haben wir es nicht auch schon erlebt, wie ein vertrauender Aufblick zu dem Heiland uns aus dem Dunkel hob und uns in sein Licht versetzte? Den Heiland kann man zu jeder Zeit anrufen. Da heißt es nie: Ich bin nicht erreichbar oder nur zu bestimmten Zeiten zu sprechen. (Lies Ps.138,3-8; 50,15; 55,23.) Heman, der Esrachiter, schrie: „Herr, Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht zu dir... Neige deine Ohren zu meinem Schreien!“ Selbst seine Warum-Fragen hielt er nicht vor ihm zurück: „Mein Heiland ... Warum verbirgst du dein Angesicht vor mir?“ Wir hören nichts von einer direkten Erhörung, und doch triumphiert Hoffnung über dem Dunkel und Schrecken, weil Heman seinen Heiland-Gott kannte. (Lies Ps.88,1-4.14.15.) Warum-Fragen sind bei dem Heiland nicht verboten. Mit ganz persönlichen Worten können wir ihn anreden und unsere Klagen vor ihm loswerden„Mein Heiland“ - warum ist das alles geschehen? Warum bleibt die Erhörung so lange aus? Warum erlebe ich in dieser Situation nichts von deiner Macht? (2.Mose 5,22-6,8; lies Ps.13,1-6; 42,10-12; Hab.2,1-4). Elisabeth Elliot schreibt: „Ich habe oft zu dem Herrn geschrien mit der Frage nach dem Warum. Es passierten so viele Dinge in meinem Leben, die man mit menschlicher Vernunft nicht erklären konnte. In der Dunkelheit meiner Bestürzung hat er mich nicht abgewiesen. Immer wieder hörte ich meines Heilands ruhige Stimme: Vertraue mir!“ (Lies Klagel.3,22-24.)

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Freitag,27.Dezember Jesaja 43,10.11; Hosea 13,4.

Es gibt nur einen Heiland. „Ich, ich bin der Herr, und außer mir ist kein Heiland.“ Ist es nicht zum Staunen und Danken, dass wir ihn kennen gelernt haben? Petrus wagte es, vor den Obersten, Ältesten und Hohenpriestern im Blick auf Jesus klar zu bekennen: „Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen errettet werden“ (Apg.4,12). Das sind eindeutige Worte auch für unsere Zeit, in der wir Mächte am Werk erleben, die sich gegen Jesus Christus, den Heiland, stellen und ihn nicht anerkennen wollen. (Lies Luk.2,34.) Millionen wenden sich anderen Rettern zu. Sie meinen, es sei „Mohammed“ oder „Buddha“ oder ein anderer Name. Der lebendige Gott aber hat gesprochen: „Sein Name soll Jesus heißen; denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“ (Matth.1,21). Es gibt nicht vielerlei Möglichkeiten, durch die Menschen gerettet werden können. Jesus ist der einzige Retter, und zwar unterschiedslos für alle Menschen. „Er ist die Sühnung für unsere Sünden, und nicht allein für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ (Lies 1.Joh.1,8.9; 2,1.2.) Gestern, heute und in alle Ewigkeit ist das Heil nur bei Jesus zu finden. „Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden. Es ist kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll errettet werden“ (Röm.10,11-13; lies Joh.5,24; 1.Tim.2,3-6). Welch ein Vorrecht, wenn wir zu den Menschen gehören, die sagen können: Jesus ist mein Heiland, durch den ich gerettet wurde, vor dem ich mich nicht zu fürchten brauche, weil er mich vorbehaltlos liebt. Er lässt mich auch nie allein, sondern bleibt bei mir bis an das Ende meiner Tage. (Lies Matth.28,20; Joh.10,9.)

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Samstag,28.Dezember Lukas 2,10.11; 1.Johannes 4,14.

„Der Heiland ist geboren!“ Johannes schreibt in seinem Brief: „Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.“ Jesus blieb nach der Begegnung mit der Frau am Jakobsbrunnen noch zwei Tage bei den Samaritern. Jeder konnte das Heil ergreifen, das ja nicht nur den Juden galt. Nach diesen Tagen bezeugten die gläubig gewordenen Samariter: „Wir haben selber gehört und erkannt, dass dieser der Heiland der Welt ist.“ (Lies Joh.4,5-29.39-42.) Trauen wir der frohen Botschaft von Jesus Christus, dem Heiland der Welt, dass sie auch für unsere heutige Gesellschaft alles bedeutet? Sie ist tatsächlich das einzige Hilfsangebot für Menschen, die bisher ohne Gott lebten. Neugeburt, Vergebung und Verwandlung sind das Werk des Heilandes. „Als die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes, erschien, errettete er uns durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung des Heiligen Geistes, welchen er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Heiland.“ „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ „Ihr werdet erneuert in dem Geist eurer Denkungsart und habt den neuen Menschen angezogen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Tit.3,4-6; 2.Kor.5,17; Eph.4,23.24). Der Heiland „hat uns alles geschenkt, was zu einem Leben und göttlichen Wandel dient“. Beständig will er uns aus der himmlischen Welt Gnade und Kraft zuströmen lassen, damit wir Boten der Heilsbotschaft sein können, Zeugen von ihm, dem Retter, in unserer heilandslosen Welt. „Als Schuhe an euren Füßen tragt die Heils- und Friedensbotschaft Gottes, und bringt sie, wohin ihr kommt, den Menschen.“ „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen!“ (Lies Röm.10,12-15; Ps.96,2.3.)

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Sonntag,29.Dezember Lukas 2,11.25-32; 2.Korinther 1,20-22.

„Euch ist der Heiland geboren“, diese frohe Botschaft brachte der Engel den Hirten auf dem Feld. Und dann fuhr er fort: „Welcher ist Christus, der Herr.“ Wie muss das in den Ohren der Jünger geklungen haben, die auf den Messias warteten. Simeon, auch ein Wartender, hatte die Verheißung durch den Heiligen Geist empfangen, dass „er den Tod nicht sehen werde, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen“. Als er das Kind in seinen Armen hielt, „lobte er Gott und sprach: Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel“. (Vgl.Matth.16,16; Joh.1,41; 4,25.26.) Mit dem neugeborenen Kind, dem Heiland, das der Messias der Juden ist, mit dem griechischen Namen „Christus“, erfüllten sich alle Verheißungen Gottes. Paulus schreibt an die Korinther: „In ihm haben wir Gottes volles Ja. Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, sie finden in Christus ihr Ja und darum auch in ihm ihr Amen... Der uns und euch in Christus fest gegründet hat und uns die Salbung geschenkt hat, ist Gott.“ „In Christus“ wird unser Leben groß und weit. In ihm erreichen Gottes Pläne ihr Ziel. (Lies Jes.61,1-3; Luk.1,31-33; Joh.18,37.) Wenn in unseren Tagen vieles so hoffnungslos aussieht, dass wir manchmal selbst ohne Hoffnung dastehen, dann wollen wir uns erinnern lassen: Christus ist geboren, er ist die einzige Hoffnung für die Welt, für die vielen Gott entfremdeten Menschen und für uns ganz persönlich. „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Petrus verbindet in seinem Brief mit dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass wir „wiedergeboren sind zu einer lebendigen Hoffnung“. Durch unseren Heiland Jesus Christus sind wir zu Menschen der Hoffnung geworden, zu Menschen mit einer Lebenserfüllung, die weit über den Horizont alles Wahrnehmbaren hinausreicht. (Lies Joh.10,27-30; Röm.5,1.2; Hebr.6,18.19.)

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Montag,30.Dezember Titus 2,13.14; 1.Korinther 1,4.5.

„Euch ist der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!“ Das Kommen des Heilandes in unsere Welt hat nicht nur Bedeutung für die Lebenszeit des Einzelnen, es hat weitreichende Folgen über Raum und Zeit hinaus. Der Heiland, in Bethlehem geboren, am Kreuz für uns geopfert, will mit uns in eine lebendige Gemeinschaft treten, indem wir auf sein Wort hören und danach leben. Er ist auch der „Christus“, der in Macht und Herrlichkeit vom Himmel wiederkommen wird, vielleicht sogar bald. Die Engel sprachen zu den Jüngern, die zurückblieben: „Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird wiederkommen, wie ihr ihn gen Himmel habt fahren sehen“ (Apg.1,11). Der Heiland ist als Menschenkind gekommen, und er wird als Herr wiederkommen. „Unsere Heimat und unser Ziel liegt in den himmlischen Welten. Von dort erwarten wir unseren Herrn Jesus Christus als Retter zurück. Er wird unseren nichtigen Leib umgestalten, damit er seinem verherrlichten Leib gleich sei. Das wird Christus tun entsprechend der Macht, mit welcher er sich alle Dinge untertan machen wird“ (Phil.3,20.21). Unseren Platz in der himmlischen Heimat bereitet der Heiland: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich dann zu euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“ (Lies Joh.14,1-3.6; 2.Kor.5,1-9.) Welch herrliche Zukunft liegt vor uns! Mit unaussprechlicher Freude werden wir uns freuen, wenn wir das Ziel unseres Glaubens erreicht haben, wenn wir „Jesus sehen, wie er ist“! (Lies Luk.12,36; 1.Petr.1,3-9; 1.Joh.3,2.3.)

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Dienstag,31.Dezember Jesaja 9,5.6; Daniel 7,13.14.

Der dritte Name, den der Engel auf dem Hirtenfeld verkündigte, war: „Er ist der Herr!“ So hatte es einst Jesaja verheißen: „Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und er heißt: Wunderbarer Berater, Ewigvater, Friedefürst ... auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende habe.“ Unter schwierigen Umständen wollen wir nicht vergessen, wer in Wirklichkeit Herr ist und regiert. Jesus, der als Kind im Stall geboren wurde, hat im Leben und im Sterben und Auferstehen seine Herrschaft über den Versucher, über die Sünde, über die Macht der Finsternis und über den Tod unter Beweis gestellt. Nun thront er zur Rechten der Macht Gottes, wo er bis in alle Ewigkeit Herr bleibt. „Er ist zur Rechten Gottes aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Mächtigen.“ „Dort thront er nun, erhaben über jedes Fürstentum, über jede Herrschaft, erhaben über alle Mächte und Gewalten, ja über alles, was hoch und herrlich genannt wird, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in dem zukünftigen Zeitalter“ (1.Petr.3,22; Eph.1,20.21; lies Mark.16,19; Hebr.4,14-16; 9,24). Sollten wir uns nicht wieder einmal den persönlichen Fragen stellen: Wie weit erkennen wir Christus als Herrn an? Ist er „mein“ Herr? Will ich es überhaupt, dass er der Herr meines Alltags ist, der Verfügungsrecht über alles hat? (Lies Röm.14,7-9; Kol.1,18.) Heute, am letzten Tag des Jahres 2002, wollen wir uns bewusst der Freude im Herrn und seinem Frieden öffnen, „der höher ist als alle Vernunft“. Wir wollen Jesus anbeten, der in die Welt gekommen ist als unser Heiland, unser Christus, unser Herr.

Dir jubelt laut der Lobgesang! Dir, Jesus, gilt der frohe Klang,

mit dir kam volles Heil uns nah; wir singen dir: Halleluja!

Er, der im Himmel hoch jetzt thront, hat einst als Mensch bei uns gewohnt,

damit wir ihm nun würden gleich in seinem heilgen Königreich!

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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