Samstag,1.Dezember Epheser 6,10; 2.Timotheus 2,1.

Wie bleiben wir Sieger im Kampf? Die Tätigkeitswörter in diesem Abschnitt geben uns Auskunft darüber, was wir tun müssen. „Erstarkt im Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ Wir können beten: „Danke, Herr, du bist da. Du bist der Situation gewachsen. Ich darf Rebe an dir, dem Weinstock, sein. Dein Geist und deine Kraft reichen aus für diese Lage.“ Damit blicken wir weg von unserem Unvermögen auf den Herrn und seine Kraft. Jesus hat uns seinen Geist gegeben, der ein Geist der Kraft ist. „Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der nüchternen Besonnenheit“ (2.Tim.1,7). Doch „wenn Jesus uns stärkt, so geschieht es nicht dadurch, dass er die Empfindung unserer Schwachheit wegnimmt und uns dafür das Gefühl der Kraft gibt. Vielmehr lässt er uns das Bewusstsein unserer völligen Machtlosigkeit und oft vermehrt er es sogar. Zugleich gibt er uns auf seine wunderbare Weise das Bewusstsein der Stärke in ihm. Schwachheit und Kraft gehen Hand in Hand. (Lies Joh.3,30; Jes.40,29-31; 41,10; Micha 3,8; Sach.4,6.) Beides wächst zu gleicher Zeit, bis wir es verstehen und mit Paulus bezeugen können: ‚Wenn ich schwach bin, so bin ich stark; ich will mich am liebsten meiner Schwachheit rühmen, damit Christi Kraft bei mir wohne.’ (Lies 2.Kor.12,9.10; 13,4; Hebr.11,33.34.) Was diese Gedanken uns für das praktische Leben lehren, ist einfach. Wir sehen, dass alle Kraft, die in Jesus liegt, uns offen steht, und er ist bereit, sie uns zu schenken, wenn wir offen sind dafür. Was auch unsere Erfahrung sein mag, ‚Christus hat alle Gewalt im Himmel und auf Erden’. Gerade dadurch kann er allen unseren Bedürfnissen entsprechen“ (A. Murray).

Herr, du bist meine Stärke, mein Lobpreis Tag für Tag,

die Kraft in meinem Leben, in der ich viel vermag.

Mein Heil bist du geworden, die Sünd nahmst du auf dich,

hast mich an dich gebunden, den Preis bezahlt für mich.

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Sonntag,2.Dezember Epheser 6,11.13; 1.Petrus 5,8.

„Ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr widerstehen und das Feld behalten könnt.“ Paulus vergleicht die Ausrüstung, die Gott uns für den geistlichen Kampf schenkt, mit der Waffenrüstung eines römischen Soldaten. Wir legen die Waffenrüstung Gottes an, indem wir im Glauben ergreifen, was uns durch Jesus gehört. Wir müssen uns nicht vom Teufel einschüchtern und ängstigen lassen, sondern können ihm mit dieser Waffenrüstung widerstehen. „So ist deutlich: die Waffen, die uns schirmen, fehlen uns nicht. Der Apostel mahnt mich: Lege sie an!“ (A. Schlatter). (Lies 1.Sam.14,6; 17,37.45-47; 2.Chr.14,10.11; 20,15.) „Seid nüchtern und wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne; dem widersteht, fest im Glauben.“ Widerstand durch Vertrauen! Als Nachfolger Jesu stellen wir eine Widerstandsbewegung dar gegen Satan und seine Inspirationen der Resignation und Hoffnungslosigkeit, die er in unsere Gedanken hinein zu geben versucht. Ein Erleben Davids illustriert das. Nachdem er monatelang auf der Flucht vor Saul war, packte ihn die Entmutigung, und er sagte sich: „Ich werde doch eines Tages Saul in die Hände fallen.“ Um dem zu entgehen, floh er zu den Philistern, ohne dass Gott ihn das geheißen hatte. David leistete hier keinen Widerstand durch Vertrauen. Alle bisherigen Durchhilfen Gottes und seine Verheißungen schien er vergessen zu haben. Doch später benutzte er wieder die richtige Waffe: „David aber hielt sich fest an dem Herrn, seinem Gott.“ Die äußeren Umstände waren nicht besser, aber nun leistete David Widerstand durch Vertrauen. Er ergriff den Schild des Glaubens und kehrte zurück auf Gottes Weg (1.Sam. 27,1; 30,7.8; lies Ps.18,3-7.17-20.30; 20,8.9; 27,1-3; 144,1.2).

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Montag,3.Dezember Epheser 6,11.13; Lukas 10,18.19.

Welches Ziel haben wir bei unserem geistlichen Kampf? „Damit ihr standhalten könnt“, „damit ihr widerstehen und das Feld behalten könnt.“ Nicht den Sieg über Satan müssen wir erringen. Den hat Jesus längst für uns am Kreuz vollbracht. Auch brauchen wir das Kampfesfeld nicht zu erobern, nur zu verteidigen. Es gehört uns, wird uns aber von Satan streitig gemacht. Er will uns davon vertreiben. „Wir versuchen nicht, den Boden zu erobern, sondern wir stehen auf dem Boden, den der Herr für uns gewonnen hat, und weigern uns ganz entschieden, uns vertreiben zu lassen“ (W. Nee). Unser Ziel ist also, dass wir festhalten an dem Sieg, den Jesus errungen hat, auch wenn der Feind uns rauben will, was uns durch Jesus zusteht. „Wenn ein Alkoholiker frei geworden ist oder ein Zweifler zur Gewissheit des Heils gefunden hat, dann muss er dieses Feld vor den Eroberungsangriffen Satans verteidigen“ (F.Vogel). „Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch!“ (Jak.4,7; lies Röm.16,20; 1.Kor.10,13; Offb.3,11). Eine Illustration dazu finden wir bei Schamma, einem der Mitkämpfer Davids. Als die Philister wieder einmal in Israel einfielen, floh das Volk, aber Schamma „trat mitten auf ein Ackerstück, verteidigte es und schlug die Philister, und der Herr verlieh einen großen Sieg“ (2.Sam.23,11.12). Er überließ den Acker nicht den Philistern, sondern kämpfte von den Verheißungen Gottes her darum, wusste er doch, dass Gott seinem Volk das Land gegeben hatte. Wir sind dem Feind nicht wehrlos ausgeliefert, sondern haben Gottes Zusagen als Waffen gegen ihn. Luther kannte sich aus im geistlichen Kampf und sagte: „Man kann wider den Teufel nicht mit dem Eisen fechten. Darum ist es nötig, alles daranzusetzen, das geistliche Schwert, das Wort, zu fassen.“ Gott will, „dass wir mit Erfahrung lernen, dass das kleine, schwache, elende Wort stärker ist als der Teufel und die höllischen Pforten“. (Lies Jes.49,2; 55,11; Jer.23,29.)

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Dienstag,4.Dezember Epheser 6,13.14; 2.Thessalonicher 3,3.

„Ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.“ Amy Carmichael, die als Missionarin in Indien lebte, schrieb: „Der Feind möchte uns in unseren Gedanken, Worten und Taten auf eine niedrigere Stufe ziehen. Unsere eigene innere Schwachheit und manchmal auch Feigheit oder Bequemlichkeit stehen mit ihm im Bunde, sodass der Zug hinab enorm ist. Wir werden dieses Ziehen diese Woche, heute, vielleicht sogar oft heute zu spüren bekommen. In der Gnade des Herrn wollen wir widerstehen. Gott sei Dank, wir können widerstehen. In den vielen inneren Entscheidungen können wir die unseres Herrn wählen. Er hat niemals den leichten Weg gewählt. Angenommen, das Schlimmste würde passieren, angenommen, alle Hilfe, mit der wir rechneten, würde versagen, wir können uns dennoch weigern, auf eine niedrigere Stufe zurückzufallen. Er kann uns stärken.“ Jesus als unser Hoherpriester bat den Vater: „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen“ (Joh.17,15; lies Luk.22,31.32; 2.Kor.4,1.16; Eph.5,8-11; 1.Thess.3,1-5; 5,5.6). „So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit.“ Unser Denken, Entscheiden, Urteilen soll bestimmt sein vom Wort Gottes. Wir sind nicht angewiesen auf Hypothesen, Philosophien, kluge menschliche Gedanken, wenn es um letzte und entscheidende Fragen nach dem Sinn des Lebens, des Leides, nach dem Woher und Wohin unseres Lebens geht. Vom Wort Gottes her können wir Antwort geben auf die brennendsten Fragen eines Menschen und ihm den Weg zeigen, wie er für Zeit und Ewigkeit gerettet werden kann. „In keinem andern ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden“ (Apg.4,l2; lies Joh.6,67-69; 14,6).

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Mittwoch,5.Dezember Epheser 6,14.15; 1.Korinther 1,30.

„So steht nun fest, angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit.“ Jesus hat alle, die an ihn glauben, eingehüllt in seine Gerechtigkeit durch sein Opfer am Kreuz. „Wäre die Schuldfrage noch offen, so wäre der Kampf verloren“ (A. Schlatter). Doch Gott hat uns unsere Schuld vergeben, und wenn er uns anschaut, so sieht er uns in Christus, der unsere Gerechtigkeit ist. Der Feind hat kein Anrecht mehr an uns, die wir zu Jesus gehören. (Lies Jes.61,10; Röm.5,18.19; 1.Kor.6,11; Offb.7,9.14.) „An den Beinen gestiefelt, bereit, einzutreten für das Evangelium des Friedens.“ Wenn ein Soldat in Alarmbereitschaft ist, behält er die Schuhe an. Die Aufgabe des Jüngers besteht darin, dass er jederzeit bereit ist, das Evangelium weiterzusagen. Wir haben heute viele Möglichkeiten, unser Zeugnis durch Schriften, Kassetten, Hinweise auf die Sendungen des Evangeliums-Rundfunks und Einladungen zu Gemeindeveranstaltungen zu ergänzen. Satan will die Botschaft unterdrücken, uns entmutigen und stumm machen. Er redet uns ein, dass die Menschen taub seien dafür. Doch wir können beten, dass Gott Herzen anrührt und öffnet. Sein tiefstes Verlangen ist es, dass Menschen gerettet werden. Wir werden selbst gesegnet und neu belebt, wenn wir weitersagen, was für einen herrlichen Herrn wir haben. Das hält auch unsere Gemeinde oder Gemeinschaft lebendig, wenn wir gemeinsam um die Verlorenen kämpfen. Jemand stellte fest: Wo man nicht mehr miteinander um die Verlorenen kämpft, kämpft man bald gegeneinander. Welche Gruppen und Gemeinden sind über lange Zeit hin lebendig geblieben? Solche, in denen die Bereitschaft nicht erlahmte, das Evangelium weiterzusagen, wo man die ewige Verlorenheit der Menschen ohne Jesus ernst nahm und bereit war, als Kämpfer dem Feind Beute zu entreißen. „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ (Lies Matth.10,32; Mark.5,18.19; Apg.18,9.10; Röm.1,16.17; 1.Petr.3,15).

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Donnerstag,6.Dezember Epheser 6,16.17; 1.Thessalonicher 5,8.

„Ergreift den Schild des Glaubens!“ Die Schwerbewaffneten der Antike trugen einen großen Langschild, hinter dem sie sich schützten. Er bestand aus zwei aneinander geleimten Holzplatten und war dazu bestimmt, die glühenden Pfeile des Gegners abzuwehren. Der Pfeil wurde an seiner Spitze mit Flachs umwickelt, in Pech getaucht, angezündet und brennend abgeschossen. Verbarg sich der Soldat hinter seinem Langschild, so prallte der Pfeil ab. Durch Vertrauen machen wir die Pfeile des Feindes unwirksam, zum Beispiel indem wir sprechen: „Vater, ich vertraue dir, auch wenn ich dich nicht verstehe. Bei dir hat einen Sinn, was mir sinnlos erscheint.“ Als Hudson Taylor einmal sehr krank war, sagte er: „Ich bin zu schwach, um zu denken und um zu beten, aber ich kann vertrauen.“ Während des Krieges beteten unsere Schwestern in Stuttgart, dass Gott unser Haus bewahren möge. Doch es wurde von Bomben getroffen und zerstört. Christa von Viebahn, die den Bibellesezettel vierzig Jahre lang schrieb und die das miterlebte, sagte danach: „Mein Herz hat in all dem Schrecklichen keinen Augenblick gezittert oder gezweifelt an der Güte Gottes.“ So hat sie die feurigen Pfeile abgewehrt durch den Schild des Glaubens. „Es gibt keinen Sieg ohne Glauben, und mit dem Glauben ist das Heil verbunden, weil Gott sich zum Glauben bekennt und ihn erhört“ (A. Schlatter). Das Wort Gottes ermutigt uns: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!“ (Lies 1.Tim.6,11.12; 1.Joh.4,4; 5,4; Jes.26,3.4; Micha 7,8.) “Nehmt den Helm des Heils.“ Ohne einen Helm darf sich heute niemand mit dem Motorrad in den Verkehr begeben. Kopfverletzungen sollen dadurch verhindert werden. Der "Helm des Heils" hat eine ähnliche Aufgabe. Unser Kopf, unsere Sinne und Gedanken sollen geschützt werden, denn sie sind ein bevorzugtes Angriffsziel des Feindes. Wenn er unser Denken hat, kann er uns leicht ganz beherrschen. (Lies 2.Kor.11,3; 10,4.5; Ps.119,55.56.)

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Freitag,7.Dezember Epheser 6,17.18; Hebräer 4,12.

„Nehmt das Schwert des Geistes, nämlich das Wort Gottes.“ Wir sprachen schon davon: Mit dem Wort Gottes können wir uns verteidigen und den Feind in die Flucht schlagen. Georg Müller war davon überzeugt, dass „die Kraft unseres geistlichen Lebens abhängig ist davon, welche Rolle das Wort Gottes in unserem Leben und in unserer Gedankenwelt spielt“. Wenn es uns prägen soll, müssen wir Bibelworte auswendig lernen. Keiner ist zu alt dazu. Unsere Gedanken brauchen Nahrung. Gottesworte sind die beste Nahrung für unsere Gedanken und sind heilmachender Gedankeninhalt. Sie schützen und stärken unseren inneren Menschen. (Lies 2.Kor.4,16; Ps.19,8-12; 119,11.50.72.97.165.) „Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist." Das "Schwert des Geistes" und das "Gebet im Geist" gehören unbedingt zusammen in unserer Waffenrüstung. Jesus sagte seinen Jüngern: "Wenn mein Wort in euch bleibt, dann werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird geschehen" (Joh.15,7). Was wir auch tun, wo wir auch sind, wir können durchs Gebet in Verbindung mit Gott bleiben. Der Heilige Geist ist dabei unser Gebetshelfer (Röm.8,15.26.27; Gal.4,6). Worin unterscheidet sich Beten ohne den Heiligen Geist vom Beten im Heiligen Geist? Wenn wir im Geist beten, dann ist unser Gebet nicht so problemorientiert, sondern mehr verheißungsorientiert. Wir haben dabei die Größe und Macht Gottes vor Augen, seine Liebe, die seinen Kindern so gerne gibt. (Lies Jer.29,12.13; 33,3.) Beten ohne den Geist ist vergleichbar mit dem Versuch, einen harten Herrn von einer Notlage zu überzeugen und ihm Hilfe abzuringen. Als Kinder Gottes aber reden wir im Gebet mit unserem Vater, der weiß, was wir nötig haben. "Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, ehe ihr ihn bittet" (Matth.6,7.8; 1.Tim.2,8; Luk.18,1-8).

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Samstag,8.Dezember Epheser 6,18-20; Philipper 1,19.20.

In dem geistlichen Kampf stehen wir nicht allein und als Einzelkämpfer, sondern Gott hat uns als Gemeinde miteinander an diese Front gestellt. „Wacht mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen.“ Wir können weltweit beten für „alle Heiligen“, um einander beizustehen, sich gegenseitig zu schützen und zu stärken. Für die Christen, die verfolgt und gefoltert werden und gefangen sind, wollen wir am Thron Gottes eintreten, auch wenn wir ihre Namen nicht kennen. Meinen wir nur nicht, unsere Gebete seien umsonst! Der Feind will uns das einreden, weil er weiß, dass er durchs Gebet in die Flucht geschlagen wird. „Noch in jeder Krise des Reiches Gottes ist Gebet ausschlaggebend gewesen“ (A. Pierson). Durch die vielen Nachrichten, die uns erreichen, erweitert sich unser Gebetshorizont, denn Fürbitte braucht Information. (Lies 1.Sam.12,23; Kol.2,1-3; Hebr.13,18.19.) Fürbitte ist die größte Hilfe, die wir einander geben können. Haben wir den Mut und die Demut, die Gebetspartner auch von unserer eigenen Not wissen zu lassen. Paulus bat immer wieder um Fürbitte, weil er, selbst wenn er im Gefängnis war, jede Gelegenheit nützte, die Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben. (Lies Röm.15,30; Kol.4,2-4; 2.Thess.3,1.2.) Wir leben bewusster und disziplinierter, wenn wir um den Kampf wissen, in den wir gestellt sind. Doch wir brauchen nicht ängstlich zu sein, haben wir doch einen überragenden Herrn, mit dem wir beständig in Verbindung sein können durch seinen Geist und durchs Gebet. "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden." Am besten nehmen wir uns morgens Zeit, die ganze Waffenrüstung anzulegen, nicht nur einen Teil und nicht nur gelegentlich einmal. Wir können beständig mit der Waffenrüstung leben, indem wir sie dankend ergreifen und uns damit schützen und wehren.

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EINHEIT, WIE DIE BIBEL SIE UNS ZEIGT

Sonntag,9.Dezember Epheser 4,4-6; Kolosser 2,18.19.

Heutzutage erleben wir, wie viele Menschen versuchen, die Christen zu vereinigen. Dies geschieht jedoch oft auf eine Weise, die dem Wort Gottes nicht entspricht. Wenn die Einheit nicht auf der biblischen Wahrheit aufgebaut wird, dann steht sie auf falschem Grund. Paulus schreibt den Christen in Ephesus von sieben grundlegenden Wirklichkeiten, die zu echter Einheit führen. Sie sind wie ein Glaubensbekenntnis und haben Geltung zu allen Zeiten und an allen Orten. Man könnte sagen: Ja, Herr, ich glaube es: "Da ist ein Leib und ein Geist, wie wir auch berufen sind zu einer Hoffnung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der da ist über allen, durch alle und in uns allen." (Lies 1.Kor.3,11; Apg.4,12.) Es ist interessant, dass die Aufzählung über die Einheit, von der die Bibel spricht, nicht mit "Gott, dem Vater", beginnt, sondern dass es als Erstes heißt: "Da ist ein Leib." Das Bild des menschlichen Leibes spricht von der tiefen Verbundenheit, die alle Glaubenden mit Jesus und untereinander haben. Christus und seine Erlösten bilden eine unauflösliche Einheit. Dass das Band zwischen Haupt und Gliedern fest ist, das ist uns für einen menschlichen Leib selbstverständlich; aber ist es uns ebenso selbstverständlich für den geistlichen Leib? Das zwölfte Kapitel des ersten Korintherbriefes beschreibt die lebendige Einheit des Leibes Jesu Christi. Die Glieder sind deshalb eins, weil sie von einem Zentrum - ihrem Haupt Jesus - geleitet werden. (Lies 1.Kor.12,12-27; Eph.1,22.23.) N.L.Graf von Zinzendorf brachte in einem seiner Lieder zum Ausdruck:

Er das Haupt, wir seine Glieder, er das Licht und wir der Schein,

er der Meister, wir die Brüder, er ist unser, wir sind sein.

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Montag,10.Dezember Epheser 4,4; Römer 12,3-5.

"Ein Leib!" Ist das nicht eine gewaltige Aussage, dass es trotz unterschiedlicher Rasse, Farbe, Nationalität, Kultur, Sprache und Temperament nur einen Leib Christi gibt? Er besteht aus allen Gläubigen, die - vom Tag der Auferstehung bis zur Heimholung der Gemeinde - Jesus als ihren Erlöser und Herrn angenommen haben. "Wir, die Vielen, sind ein Leib in Christus." Da weitet sich der Horizont, unser Blick geht um den ganzen Erdball, überall dahin, wo Christen sind, die in Jesus Rettung fanden. Wir alle gehören zusammen. Paulus ruft uns auf, unsere Herzen im Gebet weit zu machen für die Glaubenden nah und fern. (Lies Eph.6,18.) - "Ein Leib!" Wir sind Glieder an seinem Leib. Wir sind nicht allein in dieser einzigartigen Stellung, es sind andere da, die ebenso wie wir durch Gottes Gnade Glieder am "Leib" geworden sind. Jeder Einzelne ist wert geachtet in den Augen Jesu, wert geachtet als Glied an seinem Leib. Kein Glied hat Grund zur Überheblichkeit. Alle Glieder sind voneinander abhängig. Wir brauchen die Mitgläubigen, ihre Geduld, ihre Vergebung, ihre Treue, ihre Barmherzigkeit. Es gibt so vieles in unserem Leben, wo wir ohne den anderen nicht auskommen. Wir sind Glieder, die zusammengehören in einer hohen Verpflichtung, einer Aufgabe, aus der wir nicht entlassen werden, bis wir am Ziel sind! (Lies Ps.119,63; 133,1-3; Phil.1,3-8; 2.Tim.1,16-18.) Erlebt man etwas von dieser Zusammengehörigkeit in unserer Gemeinde? Wir werden sehr beobachtet - besonders auch von Menschen, die noch nicht zu seinem "Leib", das heißt zur Jesus-Gemeinde, gehören. Können unsere Beobachter feststellen, dass unser gemeinsames Haupt uns trotz der großen Unterschiedlichkeit eine herzliche Verbundenheit schenkt? "Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus" (Eph.4,15.16).

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Dienstag,11.Dezember Epheser 4,4; Apostelgeschichte 2,1-4.

"Ein Geist!" Die Gemeinde, der Leib Christi, ist ein wunderbarer Organismus, der durch den Heiligen Geist geschaffen wurde, von ihm belebt und durch ihn zusammengehalten wird. Schon ehe Jesus in die Herrlichkeit zum Vater ging, sagte er seinen Jüngern zu, dass er sie nicht als Waisen zurücklassen würde. Er sandte den Heiligen Geist, der den Jüngern ersetzen sollte, was Jesus ihnen in den drei Jahren ihres gemeinsamen Lebens war. Deshalb nennt Jesus den Heiligen Geist den "Beistand" oder "Tröster" oder "Sachwalter". (Lies Joh.14,16.17.26; 16,7.13.14.) Es ist ein Geheimnis, dass Jesus durch seinen Geist in den Glaubenden wohnt. Wer in uns wohnt, ist uns näher als der, der neben uns geht. "Er gebe euch, dass ihr nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gestärkt werdet am inwendigen Menschen durch seinen Geist." (Lies Röm.8,9.14; 1.Kor.3,16.) Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten begann die Geschichte der Gemeinde Jesu. Unter den Wirkungen des einen göttlichen Geistes fanden dreitausend Menschen den Weg zum Heil in Jesus Christus. Von dieser großen Schar sagt die Bibel, dass sie in Glauben, Hoffnung und Liebe vereint waren und Gott verherrlichten (Apg.2,42-47). Ein unauflösliches Band bindet jedes Glied an das erhöhte Haupt im Himmel und verbindet die Glieder untereinander. "Sie sind alle durch einen Geist zu einem Leibe getauft" (1.Kor.12,13). "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist." "Ist uns durch den Geist das neue Leben geschenkt, so wollen wir auch durch den Geist unser tägliches Leben führen." (Lies Gal.5,16.22-26; Hes.36,27.)

In wahren Kindern Gottes ist wirksam Gottes Geist,

der sich als mächtge Triebkraft in ihnen stark erweist.

Es ist der Geist der Liebe, der Kraft und auch der Zucht,

durch den in unserm Leben Gott wirkt die Geistesfrucht.

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Mittwoch,12.Dezember Epheser 4,4; Hebräer 11,13-16.

"Berufen zu einer Hoffnung!" Paulus nennt die Hoffnung als den dritten Punkt seines "Glaubensbekenntnisses". Was mag diese Aussage für die Menschen in Ephesus bedeutet haben, die bisher ohne Gott und ohne Hoffnung in der Welt lebten! Und was bedeutet es mir, "dass wir wiedergeboren sind zu einer lebendigen Hoffnung"? Die Hoffnung war für Paulus keine blasse Ahnung, vielmehr erfüllte sie sein Herz mit Gewissheit und war ihm immer gegenwärtig, sodass er den Christen in Thessalonich schreiben konnte: "Wir sind bekehrt, um dem lebendigen Gott zu dienen und seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten." Erhellt diese frohe Hoffnung auch unsere Tage? (Lies Tit.2,13; Offb.3,11.) Viele Menschen unserer Zeit sehen keine Hoffnung für die Zukunft. Fragen wie diese belegen es: Warum, wozu dies alles? Es lohnt sich ja doch nicht! Ich erwarte nichts mehr vom Leben. Wie reich sind wir Christen, die wir eine Hoffnung haben, die über die vergängliche Zeit hinausreicht. Wir wissen aufs allergewisseste: Jesus kommt! "Nur noch eine Weile, dann wird er, der da kommen soll, erscheinen und nicht mehr auf sich warten lassen." Wenn wir das Wiederkommen des Herrn Jesus erwarten, dann wollen wir auch Konsequenzen ziehen. Gottes Wort gibt uns den Maßstab, an dem wir uns ausrichten können. "Seht alles mit nüchternem Blick im Licht der nahen Ewigkeit und rechnet freudig auf die wunderbare Gnade, die euch bei dem Offenbarwerden Jesu Christi entgegenkommt." (Lies 1.Petr.1,13-15; 1.Kor.5,7.8; Dan.12,10.) Noch sind wir auf dem Weg, aber "unsere Hoffnung ist wie ein sicherer Anker, der schon jetzt hineinreicht in das himmlische Allerheiligste". "Wenn Christus, der unser Leben ist, erscheint und offenbar wird, dann werdet auch ihr offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit" (Hebr.6,18.19; Kol.3,4).

Wir warten dein, o Gottessohn, und lieben dein Erscheinen.

Wir wissen dich auf deinem Thron und nennen uns die Deinen.

Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt und sieht dir froh entgegen,

du kommst uns ja zum Segen!

Ph.Fr.Hiller

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Donnerstag,13.Dezember Epheser 4,5; 1.Korinther 8,6.

"Ein Herr!" Mit diesem vierten Punkt werden wir an die Rede des Petrus erinnert, die er an Pfingsten vor den vielen, die in Jerusalem zusammengekommen waren, hielt: "So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat." Und als Petrus in dem Haus des Kornelius die frohe Botschaft weitergab, sprach er von der Tatsache, dass dem Volk "Frieden verkündigt wurde durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alle" (Apg.2,36; 10,36). Jesus ist der Herr für Juden und für Heiden, der Herr für alle! "Gott hat ihn erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr sei" (Phil.2,9-11; lies Apg.5,30.31). Es darf unser Anliegen sein, dass Jesus, den Gott zum Herrn und Christus erhöht hat, in unserem persönlichen Leben und in unseren Gemeinden den Platz einnimmt, der ihm gebührt. "Vor allem ist Christus das Haupt seines Leibes, das Haupt der wahren Gemeinde, er, der ihr Anfang ist, in seiner Auferstehung der Erstgeborene aus den Toten; denn in jeder Hinsicht soll er den Vorrang haben" (Kol.1,18). Vielleicht bedeutet das bei mir, dass ich manches in meinem Leben, meinen Gewohnheiten ändere, damit ich nicht mehr mein eigener Herr bin und nicht mehr "zwei Herren diene"? Dass ich vielmehr "prüfe, was dem Herrn wohlgefällt", und nicht unüberlegt oder nach menschlichem Maßstab handle. "Leben wir, so leben wir dem Herrn! ... Christus ist wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebendige Herr sei!" "Der Herr ist unser Richter, der Herr ist unser Meister, der Herr ist unser König; der hilft uns!" (Röm.14,9; Jes.33,22; lies Ps.16,2; 45,11.12; Apg.22,10; 20,24).

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Freitag,14.Dezember Epheser 4,5; 2.Thessalonicher 2,15.

"Ein Glaube", der uns verbindet! Wenn Paulus vom Glauben als einem fünften Merkmal spricht, dann meint er nicht in erster Linie den persönlichen Glauben, durch den der einzelne Rettung erfährt, er denkt wohl an diese grundlegende Wahrheit des Glaubens, der in der Gemeinde zum geistlichen Einssein führt. Die Situation in den Gemeinden war verschieden. Dass die Gläubigen "fest im Glauben" wurden, darum rang der Apostel. "Wie ihr gelehrt worden seid, so bleibt fest im Glauben." Das ist für uns Heutige besonders wichtig, wo der Pluralismus einen so breiten Raum einnimmt, dass wir uns "halten an die Lehre, in der wir unterwiesen worden sind". "Der Geist sagt voraus, dass in den letzten Zeiten einige vom Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen" (1.Tim.4,1; lies 2.Tim.1,13.14; 3,14-17). Jesus betete für die Seinen: "Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit" (Joh.17,17). "Mit dem Wort des Herrn Jesus macht euch ganz vertraut, lasst es reichlich unter euch wohnen. In wirklicher Weisheit unterrichtet euch gegenseitig in demselben." Wir wollen an einige Glaubenswahrheiten erinnern, die festzuhalten wichtig sind:

Alle Menschen sind Sünder. Es gibt nur einen Weg, auf dem wir Rettung von Sünde und vom ewigen Tod erleben - Joh.14,6; Apg.4,12; 1.Tim.2,5.

Durch den persönlichen Glauben an den Opfertod Jesu kommt Versöhnung und Frieden in unser Leben - Jes.53,4-6; Hebr.9,12; 10,12-14.

Das Blut Jesu Christi macht rein von aller Sünde - Eph.1,7; 1.Petr.1,18.19; 1.Joh.1,7.9.

Es gibt keine Verurteilung, keine Verdammnis, wenn wir in Christus Jesus sind - Röm.8,1.2; Joh.5,24.

Nur die Menschen, die Jesus im Glauben in ihr Leben aufgenommen haben, sind Gottes Kinder und Erben seiner Herrlichkeit - Joh.1,12; Röm.8,15-17; Gal.4,4-7.

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Samstag,15.Dezember Epheser 4,5; Römer 6,3.4.

"Eine Taufe!" "Nicht die Kindertaufe und nicht die Großtaufe sind hier gemeint, sondern die Taufe in den Tod Jesu Christi durch den Heiligen Geist" (O.Fuhrmann). Zu diesem sechsten Punkt schreibt Paulus an die Christen in Rom: "Wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Christus getauft sind, in seinen Tod versenkt worden sind?" Die Taufe in den Tod Jesu bedeutet das Ende der alten Schöpfung und zugleich den Beginn der neuen Schöpfung "in Christus". Hedwig von Redern schreibt über das Thema der "Taufe in den Tod Jesu": "Nicht äußere Formen, sondern innere Absonderung trennen uns von der Welt, nicht der Buchstabe macht es, sondern der Geist. Mit Jesus in seinen Tod getauft sein heißt den alten Menschen begraben haben. So sieht es Paulus. Aber Sterben und Begraben ist nur der Anfang, nicht das Ende. Jedem Sterben mit Jesus folgt ein Auferstehen. Das Auferstehungsleben verändert uns - unser Verhalten, unsere Angewohnheiten, unser Reden, unsere Beziehungen. Dass wir mit Jesus gestorben und zum neuen Leben auferweckt wurden, darf nicht Theorie bleiben, es soll schaubare Wirklichkeit in unserem Leben werden. 'Nicht mehr lebe ich, Christus lebt in mir'." Manche Jesus-Nachfolger meinen allerdings, es gehe ihnen Wichtiges im Leben verloren, wenn sie manches Liebgewordene in den Tod geben. Aber ehe neues Leben aufbrechen kann, muss in unserem Innern das Sterben mit Jesus vorausgehen. (Lies Joh.12,24; 1.Kor.15,31; 2.Kor.4,10-12; 2.Tim.2,11.) Ein Jesus-Liebhaber sagte uns: "Ich muss bekennen, dass mich das Sterben mit Jesus am Anfang meines Glaubenslebens viel gekostet hat. Aber als ich dann erfasste, was 'durch Sterben zum Leben' in sich schließt, gab mir das nicht nur tiefen Trost, sondern brachte einen großen Reichtum und Freude in mein Leben."

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Sonntag,16.Dezember Epheser 4,6; Philipper 4,20.

"Ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen." Alle Glaubenden, die zum "Leib Christi" gehören, bilden die große Gottesfamilie, in der Gott der Vater ist und alle Erlösten seine Kinder. Das siebte Kennzeichen bildet den Höhepunkt: "Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch!" Die Größe Gottes können wir nur erahnen. Es gibt keine andere wahre Größe in der Welt. "Mit wem wollt ihr denn Gott vergleichen? ... Er thront über dem Kreis der Erde, und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken ... Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich" (aus Jes.40). Dieser überragende, einzigartige Gott ist durch Jesus Christus unser Vater geworden!

Wie könnt ich ängstlich sorgen, da du mein Vater bist! Du bist es heut und morgen, dein Herz mich nie vergisst. Du wirst mich nie beschämen, weil du mich innig liebst, ich werde reichlich nehmen. Was gut ist, du mir gibst!

Die Verbundenheit mit unserem Vater im Himmel will uns im Umgang miteinander über alles Kleinliche hinausheben. "Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." "Wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist" (1.Joh.4,7-11; 5,1). "Gott in uns allen", ist das nicht ein Anlass, den Bruder, die Schwester neben mir zu achten und dem Vater auch im Blick auf sie zu vertrauen? Wie Gott in mir wohnt, so wohnt er auch in ihnen, wirkt in ihnen und durch sie. (Lies 1.Joh.4,12.16.19.20.) Auf dem Weg zur "Einheit, wie die Bibel sie uns zeigt", wollen wir "der Wahrheit dienen, in Liebe miteinander verbunden sein und so immer stärker auf ihn hin ausgerichtet sein: auf Christus". (Lies Röm.12,9-11; 13,8; Jak.2,8.)

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ICH BEHALTE DEIN WORT IN MEINEM HERZEN

Montag,17.Dezember Lukas 8,8.11.15; Psalm 119,11.56.57.174.

Welch eine Möglichkeit, sich vom Wort Gottes prägen zu lasssen! Der Dichter des 119.Psalms durchlebte alle Situationen seines Lebens mit dem Wort Gottes. Wir lesen: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege... Ich behalte dein Wort in meinem Herzen... Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht... Ich wache auf, wenn es noch Nacht ist, nachzusinnen über dein Wort." Hiob sagte: "Ich bewahrte die Reden deines Mundes bei mir." Im Gleichnis vom Sämann erklärte Jesus der Volksmenge: "Der Same ist das Wort. Einiges fiel auf das gute Land und trug hundertfältig Frucht. Das auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen." Das Sinnen über Gottes Wort, das Nachdenken über Jesu Worte und sein Leben bringen Weite und Tiefe in unser Leben. Wir werden innerlich reich. (Lies Ps.119,14.162; Spr.4,20-22; Joh.15,7.8.) "Vergesslichkeit ist ein Symptom unserer Zeit, genauso die Unfähigkeit, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden, Bleibendes vom Vergänglichen. Wir nehmen alles in uns auf und ersticken so das Wahre und Entscheidende in einer Masse von Belanglosigkeiten. Die Neugier, alles mitzubekommen, die Angst, zu kurz zu kommen, sind dabei die unbewussten Motive, die geheimen Triebkräfte. Sind wir im Grunde nicht längst unfähig geworden, überhaupt noch Worte zu behalten oder gar in unserem Herzen zu bewegen, das heißt, darüber nachzudenken? Angesichts dieser Lage wollen wir uns in dieser vorweihnachtlichen Zeit auf Maria, die Mutter Jesu, besinnen. Sie ruft uns gleichsam zu: Mensch, werde wesentlich, beschränke dich, ersticke nicht in der Flut von Worten, erkenne und behalte das Entscheidende, bewege es in deinem Herzen, und du wirst wieder ein Mensch, der glauben, hoffen und lieben kann" (S.Meurer). (Lies Luk.2,19.51b; Matth.4,4; Kol.3,16.)

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Dienstag,18.Dezember Lukas 1,26-38; Psalm 99,5.

Als der Engel Gabriel zu Maria nach Nazareth kam und ihr Gottes Plan eröffnete, hatte sie nur eine Frage: "Wie soll das zugehen?" Am Schluss seiner erklärenden Worte sprach der Engel: "Bei Gott ist kein Ding unmöglich!" Wenn für Maria auch alles unfassbar blieb, so sagte sie eindeutig ja zu Gottes Plan mit ihr und lieferte sich Gott ohne Vorbehalte aus: "Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast." Sie konnte das, weil sie die Schriften des Alten Testaments kannte und weil sie bereit war, ihren eigenen Willen unter den Willen des Allmächtigen zu stellen. Leider gibt es Christen, die viel Zeit darauf verwenden, gegen den Willen Gottes anzukämpfen. Was könnte geschehen, wenn sie bereit würden, Gottes Willen für ihr Leben anzunehmen! (Lies Ps.40,6.9.) - Maria dachte über die Wortes des Engels nach. Was sie bewegte, das kam über ihre Lippen. Ihr Lied redet von dem inneren Glück, das sie empfand: "Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes!" (Luk.1,46-55; vgl.1.Sam.2,1-8; Ps.145,5-7.21). Schon aus diesen Anfangsworten hören wir den Jubel der echten Freude heraus. Obwohl ihr ein schwerer Weg bevorstand, nennt sie Gott ihren Heiland, der allein ihr Retter und Helfer ist. Daran hielt sie fest, als ihr Alltag in Nazareth und auf dem beschwerlichen Weg nach Bethlehem hart und mühsam wurde. "Was du gesagt hast, präge ich mir tief ein." "Deine Tröstungen beglücken meine Seele." Wo vertraut wird, da ist Freude! - Mit Gottes Wort im Herzen haben wir die Kraft, auch Schwierigkeiten, von deren Bewältigung wir uns noch keine Vorstellung machen können, getrost entgegenzusehen,. (Lies Ps.119,10.11.50.74.166; 5.Mose 11,18; 30,14.)

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Mittwoch,19.Dezember Jesaja 49,4-6; Philipper 4,6.7.

Wir erinnern uns an Jesajas Klage, an die Gedanken, die er in seinem Innern wälzte, und die ihn sehr unglücklich machten: "Ich dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst." Gott jedoch ließ Jesaja nicht im Dunkel der Entmutigung, er sprach mit ihm darüber, wozu er ihn berufen hatte: "Ich habe dich zum Licht der Nationen gemacht, dass du mein Heil seist bis ans Ende der Erde." Bedrücken solche Gedanken, wie Jesaja sie hatte, vielleicht auch manchen unter uns? Jesus ist da und will uns von entmutigenden Gedanken befreien, denn er hat wichtige Aufgaben für uns: "Ihr seid das Licht der Welt... Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." "Geht hin in alle Welt..." (Lies Ps.27,14; 37,4.5; Jes.35,4a; 2.Kor.5,20.) - Sacharja musste Israel sagen, wie Gott das Denken gegeneinander, übereinander ansah: "Denke keiner gegen seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen" (Sach.7,10; 8,17). Jesus griff das Thema über die Gedanken bei einer Gruppe von Schriftgelehrten auf und fragte sie: "Warum denkt ihr Arges in euren Herzen?" - Auch die Jünger sprach er darauf an. Als er ihnen nach seiner Auferstehung erschien, "fürchteten sie sich und meinten, sie sähen einen Geist. Da sprach er zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz" (Matth.9,4; 12,35; Luk.11,17; 24,38). Jesus kann unser Denken verändern. Wir dürfen ihn darum bitten: "Lass das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein" (Ps.19,15). Durch sein Wort, das wie ein Licht in unser Innerstes fällt, und durch die Wirkung des Heiligen Geistes sollen gute Gedanken in unserem Herzen Raum gewinnen - Gedanken der Liebe, Gedanken, die zum Miteinander führen, Gedanken und Kräfte, die uns Gottes Willen wichtig machen. Paulus schrieb den Korinthern: "Alle menschlichen Gedanken nehmen wir gefangen und unterstellen sie Christus" (2.Kor.10,5; lies Eph.4,23; Hebr.4,12; Ps.19,15).

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Donnerstag,20.Dezember Jakobus 1,4-7; Philipper 2,14.15.

Jakobus berichtet von zweifelnden Gedanken, die uns überfallen können: "Meine Brüder, ... bittet aber im Glauben und zweifelt nicht. Ein Zweifler ist unbeständig auf all seinen Wegen." Wie kann ein Zweifelnder etwas von Gott empfangen, wenn er sich nicht eins macht mit ihm im Glauben? (Lies Hebr.11,6.) Paulus forderte die Christen in Philippi auf: "Tut alles ohne zweifelnde Überlegungen!" Zweifel im Herzen ist viel verbreiteter, als wir denken. Es kann vorkommen, dass er einen Menschen geradezu beherrscht. Wehrt man ihm nicht, dann weicht die Freude an der verheißenen Gegenwart Gottes, und das Gotteslob schweigt. Maria gab dem Zweifel keinen Raum. Bei der Hochzeit zu Kana zweifelte sie nicht daran, dass Jesus helfen konnte, vertraute darauf, dass er auch helfen wollte. Trotz der schroffen Zurückweisung erwartete sie, dass er handeln werde. Deshalb konnte sie den Dienern sagen: "Was er euch sagen wird, das tut!" (Lies 1.Sam.17,37; Dan.3,17; Apg.27,25; Röm.4,18-21.) Ganz anders verhielt sich der Jünger Thomas, der nicht an die Auferstehung des Herrn Jesus glauben konnte. Ihn musste Jesus vom Zweifel befreien. "Er sprach zu ihm: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! ... Selig sind, die nicht sehen und doch glauben" (Joh.20,24-31). Wenn wir uns in zweifelnden oder negativen Gedanken verlieren, werden wir belastete Leute. Von Maria können wir lernen, wie man mit göttlichen Gedanken lebt und dem Zweifel keinen Raum gibt: "Sie bewahrte und bewegte Gottes Wort in ihrem Herzen." (Lies Ps.16,8; 34,6; 123,1.2; Hebr.3,1; 12,2.3.)

Hilf uns dein Wort bewahren, Herr, im Herzen fest und rein,

und präg du selbst es immer mehr uns tief und gründlich ein.

Dein Wort erfülle uns mit Kraft und siegendem Vertraun,

bis wir nach dieser Fremdlingschaft von Angesicht dich schaun.

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Freitag,21.Dezember Jeremia 30,2; 36,1.2.

Können wir überhaupt in unseren Gedanken Gottes Wort bewahren, wenn wir täglich so viel Irdisches zu bedenken haben? Was können wir tun, dass wir nach dem Lesen in unserer Bibel nicht alles sofort wieder vergessen? Wir können von Jeremia lernen, der den Befehl bekam: "So spricht der Herr: Schreibe dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch!" Wir möchten den Rat wiederholen, den Schwester Berta Kempf schon einmal im Bibellesezettel gab. Er ist heute noch genauso hilfreich: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für mich eine Hilfe ist, wenn ich in meinen kleinen Taschenkalender, den ich immer bei mir habe, schreibe, was mir der Herr in der Stille am Morgen unterstrichen hat. So kann ich es während des Tages immer wieder lesen und in meinem Herzen bewegen." (Lies 2.Mose 17,8-14; Ps.102,18.19; Röm.15,4.) Das Auswendiglernen von Bibelworten oder geistlichen Liedern ist eine ebenso gute Möglichkeit, dass Herz und Gedanken von dem erfüllt und bewegt werden, was Jesus wichtig ist. So erzählte eine Mutter, was es ihr bedeutet, Worte Gottes auswendig zu lernen. Noch andere Frauen in ihrer Gemeinde machen das. Wenn sie im Hauskreis zusammenkommen, tauschen sie sich über das aus, was Gott ihnen in seinem Wort wichtig machte und was sie damit erlebten. Durch die Beschäftigung mit Gottes Wort machten einige die Erfahrung, dass es ihnen leichter fällt, ihre Aufgaben in der Familie im Geist und in der Liebe Jesu zu bewältigen. "Wo Menschen mit Gottes Wort leben, bleibt das nicht verborgen. Ja, es kann nicht verborgen bleiben, weil solche Menschen eine Wohltat für ihre Umgebung sind. Und Wohltaten spürt man" (Th.Sorg). "Schreibe meine Gebote auf die Tafel deines Herzens, so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und Menschen gefällt" (Spr.3,3.4; lies Ps.19,8-12; 2.Tim.3,16.17).

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Samstag,22.Dezember Lukas 1,28.29; Psalm 113,5-9.

Der Engel hatte Begrüßungsworte besonderer Art für Maria: "Du Begnadigte, du Gesegnete!" Maria erschrak über diese Anrede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Vielleicht konnte sie es gar nicht fassen, dass der Engel mit seinem Gruß sie meinte. Aber sie nahm an, was Gott ihr sagen ließ und antwortete: "Ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt hast." Der Bericht in Lukas 11,27.28 ist in der Lutherbibel so überschrieben: Eine Seligpreisung Jesu. Wenn wir den Text genau lesen, erkennen wir, dass Jesus seine Mutter selig pries. "Eine Frau im Volk sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat... Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren." Schon Elisabeth begrüßte Maria mit den Worten: "Glückselig, die geglaubt hat..." (Luk.1,39-45; lies Ps.119,1-3; Jak.1,25; Offb.1,3). - Maria glaubte das, was vorher nie dagewesen war. Sie wusste von Glaubenserfahrungen anderer, aber für die Botschaft des Engels an sie gab es nichts Ähnliches, das vorausgegangen wäre, außer der Verheißung in Jesaja 7,14. Manchmal gestaltet Gott unseren Lebensweg so, dass wir nur noch denken können: Wie soll das zugehen? Gilt nicht das Wort des Psalmisten für solche sorgenvollen Gedanken: "Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist? Du bist der Gott, der Wunder tut!" (Lies 4.Mose 11,23; Mark.8,3-9; Matth.19,26.) Vermutlich sprach Maria im Verborgenen immer wieder das "Mir geschehe" der vorbehaltlosen Hingabe an den Herrn. - "Mir geschehe..." Diese Antwort wollen auch wir dem Herrn geben, wenn er uns einen Auftrag gibt, der uns zu groß oder zu schwer erscheint. Sonst könnten wir die Bestimmung unseres Lebens verfehlen. "Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!" Was Gott mit uns vorhat, ist immer das Beste. Sein Plan mit uns ist vollkommen, ist zielgerichtet. (Lies Joh.11,40; Röm.4,18-21.)

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Sonntag,23.Dezember Jesaja 43,4; 1.Johannes 4,9.10.

Begnadigte, Gesegnete! Möchten wir das nicht gerne sein? Im Epheserbrief wird uns beides zugesprochen: "Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig, begnadigt worden!" "Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus" (Eph.2,4.5.8; 1,3-6). Aus einer Andacht von Ruth Frey zitieren wir: "Lass es nicht zu, dass Minderwertigkeitsgefühle in dir wuchern! Schon bei Jesaja lesen wir: 'Du bist wertgeachtet in meinen Augen, ich habe dich lieb.' Unser Wert steckt nicht in uns, sondern in Gottes Gnade, in seiner uns zugewandten Liebe. ‚Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte‘ (Jer.31,3; Joh.16,27). So wertvoll sind wir ihm, dass ihm das Wertvollste dieser Welt nicht ausreichte, um uns für sich zu erkaufen, er tat es durch Jesus, seinen geliebten Sohn. 'Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.'" (Lies 1.Petr.1,18-20; 2,24; Röm.5,8-10; Offb.1,5b.6.) "Gesegnete!" Den Begnadigten gehört der Segen. Wer begnadigt ist, darf diese Gewissheit haben. "Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein" (1.Mose 12,3). Segen wird über jeden kommen, der auf Jesus sein Vertrauen setzt. "Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist!" (Jer.17,7.8). Ist es nicht herrlich, einen solchen Herrn zu haben, der mit seiner Gnade und mit seinem Segen jeden Mangel, wie er auch heißen mag, zudecken und verwandeln kann? (Lies 2.Kor.9,8; Phil.4,19.)

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Heiliger Abend,24.Dezember 1.Timotheus 3,16; Lukas 2,8-19.

Der Heiland ist geboren durch Gottes Vaterhuld,

von Ewigkeit erkoren zum Tilger aller Schuld.

Er ist zu uns gekommen in jener heilgen Nacht,

er hat uns angenommen und Gott so nah gebracht.

"Euch ist heute der Heiland geboren!" Maria und Josef sahen als Erste das neugeborene Kind, von dem ihnen durch den Engel des Herrn so Großes und Wunderbares gesagt worden war. "Maria gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe." Noch in der gleichen Nacht kamen die Hirten und berichteten von der frohen Botschaft der Engel, die von der himmlischen Lichtherrlichkeit begleitet war. Was muss es für Josef und Maria bedeutet haben, von dem zu hören, was in der Stunde der Geburt Jesu auf dem Hirtenfeld geschehen war! Der Engel hatte verkündigt, dass das Kind, das Gott ihnen anvertraute, der lang ersehnte Heiland war, der allem Volk Freude und Frieden bringen wird. (Lies 1.Mose 49,10; Jes.7,14; 9,1.5.6; Micha 5,1.) Pfarrer W.Lüthi schreibt dazu: "Jesus ist 'der Heiland der Welt' (Joh.4,42b), auch wenn er hier ein kaum beachtetes Kind in der Krippe war, auch wenn er später der Schmerzensmann am Kreuz wurde. Heute ist uns bekannt, dass Kleinheit nicht Bedeutungslosigkeit sein muss. Vom Kleinen kann eine maximale Wirkung ausgehen. Von kleinsten Einheiten, sogar wenn sie zerspalten und zertrümmert werden, können Kräfte ausgehen, von deren Wirkung wir nur mangelhafte Vorstellungen haben. So geht von diesem Kind in der Krippe, von diesem ans Holz gehängten, zerschlagenen und zertretenen Heiland eine Wirkung und Kraft aus, die unvorstellbar ist. Sie umfasst die ganze Erde und reicht hinein bis in die Ewigkeit." "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben" (Joh.3,16.36; 5,24; 6,37; 10,28; 17,24).

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Weihnachten,25.Dezember Lukas 2,25-35; 1.Mose 49,10.18.

Es gab in Israel Menschen, die auf den "Trost Israels", das Heil, den Heiland warteten. Unter ihnen war Simeon. Bei der Darbringung Jesu im Tempel erfüllte sich die Verheißung, und Simeon sprach die bedeutsamen Worte: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel." Danach segnete er die Eltern und das Kind und sagte zu Maria: "Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird - und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen." Diese Worte wird Maria wohl nie vergessen haben. Sie bereiteten sie vielmehr darauf vor, dass sie in dunklen Stunden den Schmerz annehmen konnte, der sie mit dem Sterben Jesu traf. (Lies Mark.3,6.21.31-35; Joh.19,25.26; Röm.8,28; Ps.138,7.8; 139,5.) - In diesen Weihnachtstagen könnte durch Maria die Frage an uns herantreten: Was bewege ich in meinem Herzen? Welche Gedanken füllen mein Inneres? Bin ich von dem Sichtbaren, dem Vergänglichen dieser Welt gefangen? Oder beschäftigen mich Sorgen und Ängste, die die Zukunft betreffen, vielleicht schon die nächsten Tage? Was ist es, was mein Herz am meisten bewegt? (Lies Kol.3,1.2.) Lasse ich mich vom Wort Gottes treffen? Es gibt noch unerfüllte Verheißungen, die Jesus betreffen und die sich bald erfüllen könnten. Darüber nachzusinnen lohnt sich. Die Zeit, in der wir leben, ist in vieler Hinsicht so dunkel: Maßstäbe zerbrechen, die Menschenverachtung nimmt zu. Das Nachdenken über Gottes Wort bringt Hoffnung und Freude in das Leben. Wir bekommen eine neue Zukunftsperspektive. Der Engel sagte zu Maria: "Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben... Sein Reich wird kein Ende haben." (Lies Tit.2,11.13.14; 1.Joh.3,1.2; Phil.3,20.21.)

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Mittwoch,26.Dezember Lukas 1,46-51; Psalm 16,11.

Was bewirkte es, dass Maria mit dem Wort Gottes lebte?

1. Maria wurde mit Freude erfüllt

Wir erfahren nichts aus Marias Vergangenheit, wissen nicht, ob sie von Natur aus fröhlich oder eher traurig gestimmt war. In ihre kleine Welt trat Gott ein, an ihr handelte er, sie wollte er gebrauchen. In ihrem Lobgesang lernen wir in Maria eine junge Frau kennen, die mit dem Wort der Schrift vertraut war und darin lebte. Ohne einzelne Psalmverse wörtlich anzuführen, werden wir an folgende Aussagen erinnert: "Bei dir ist Freude die Fülle..." "Du hast mir ein neues Lied in meinen Munde gegeben, zu loben unsern Gott!" Maria besingt ihren Herrn: "Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes." (Vgl.1.Sam.2,1-7; Ps.30,12.13; 32,11; 97,11.12.) "Gott loben - das ist unser Amt", heißt es in einem Choral. Gott loben, ihn anbeten, ihm danken ist ein untrügliches Zeichen echten Glaubens. Denn dann geht es nicht mehr um uns selbst und unsere Wünsche, sondern um Gott und um seinen Willen und seine Ehre. Und wo man den Herrn anbetet, schenkt er Freude. Die "große Freude, die allem Volk - jedem von uns - widerfahren ist", soll sich in unserem Leben zeigen. In ihrer Jugend gab es bei Christa von Viebahn eine Zeit, in der ihr Leben nicht so den Stempel der Freude trug, sie war ernst und still. Von einer befreundeten Dame wurde sie darauf angesprochen: "Christa, du hast so viel mit Jesus erlebt, aber du siehst nicht fröhlich aus, und doch steht in Gottes Wort: 'Die Freude am Herrn ist eure Stärke!'" Dieser Hinweis führte zu einem Wendepunkt in Christas Leben. Die Freude an Jesus und seinem Wort und die Liebe zu den Menschen wurden geradezu ein Kennzeichen ihrer Persönlichkeit. (Lies Ps.34,6; Jes.61,10; Zef.3,14-17; Röm.15,13.)

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Donnerstag,27.Dezember Lukas 2,11; Psalm 45,12.

2. Maria lebte in dem Bewusstsein: Christus, der Herr!

Zu den Worten, die die Hirten überbrachten, gehörten auch diese: "Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr." Maria kannte die Weissagungen von der Herrschaft des kommenden Retters aus dem Alten Testament. Der Engel Gabriel sprach zu ihr auch vom König, vom Thron, vom Reich, und sie antwortete nur: "Siehe, ich bin des Herrn Magd" (Luk.1,31-33.38). Das Wort "Christus, der Herr", blieb im Herzen Marias, er sollte der Lenker ihres Lebens sein - ihr Herr! Es ist nicht auszudenken, was geworden wäre, wenn Maria sich nicht ohne Zögern entschlossen hätte: "Deine Magd! Christus, mein Herr!" (Lies 2.Chron.16,9a; Ps.100,2.) Wir haben einen Herrn, der einen Anspruch an uns hat; denn wir sind um einen hohen Preis erkauft durch seinen Tod und seine Auferstehung. Jesus will Herr sein über alle Bereiche unseres Lebens - Tag für Tag. (Lies Apg.22,10; Röm.14,7-9; Ps.27,11; 143,10.) - "Christus, der Herr!" Dazu schrieb Elisabeth Elliot: "Die Menschen wollen oft von mir wissen, wie ich in meinem Leben den Willen Gottes erkannte. Ich sage ihnen: Das Erste war, dass ich die Souveränität Gottes anerkannte. Ich stellte mich selbst rückhaltlos und für immer ihm zur Verfügung. Das bedeutete, alle Rechte ihm zu übertragen - das Recht auf mein Ich, meine Vorstellungen, das Recht, mir zu zeigen, wie ich ihm zu dienen habe... Ich sage ihnen, dass der Wille Gottes immer anders aussieht, als wir erwarten, immer größer und schließlich unendlich herrlicher, als wir es uns ausmalen können... Doch es gibt auch Tode, die gestorben werden müssen. Paulus entdeckte das. 'Täglich', sagt er. Das ist einfach der Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir das Ziel haben: Christus, mein Herr! Manche beunruhigt das. Doch was gibt es zu fürchten, wenn Christus den ersten Platz in unserem Leben einnimmt?!" (Lies Kol.2,9.10; 2.Kor.5,14.15; Röm.12,1.11.)

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Freitag,28.Dezember Lukas 2,30-32; Apostelgeschichte 1,8.

3. Marias Blick wird auf die Heiden gerichtet

Als Maria und Josef im Tempel das vom Gesetz vorgeschriebene Opfer darbrachten, wurden sie durch die Worte Simeons in die Heidenmission hineingenommen. "Er nahm das Kindlein auf die Arme und lobte Gott und sprach: ... Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel." Nicht nur für Israel war der Heiland geboren, auch die Heiden sollten Gottes Heil erfahren. "Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." Jesus ist "der Heiland der Welt"! (Lies Mark.16,15; Luk.24,47; Joh.4,41.42; 1.Tim.2,3-6; 1.Joh.2,2.) Vor Jahren sprach Missionsleiter Bruno Herm auf einer Tagung über die "Unerreichten". "Jedem Nachdenklichen stellt sich die Frage: Wer sind heute die Unerreichten? - Erstens: Die Unerreichten, das sind die auf ewig Verlorenen. Sie leben unter uns. Es sind unsere Nachbarn und Kollegen, unsere Zeitgenosssen, die gerettet werden könnten, wenn sie dem Evangelium von Jesus glaubten. - Zweitens: Die Unerreichten, das sind Menschen, die das Evangelium von sich aus nicht finden können. Es gibt kein geschriebenes Wort in ihrer Sprache, sie haben noch keine Möglichkeit, das Evangelium über das Radio zu hören. Sie sind so lange unerreicht, bis ein Missionar den Ruf hört und ihnen das Evangelium bringt. - Drittens: Die Unerreichten, das sind Menschen, die offen sind für das Evangelium und darauf warten, dass ihnen jemand den Weg zu Jesus zeigt. Haben wir offene Augen, dass der Herr uns auf sie aufmerksam machen kann? Der missionarische Auftrag ist unvollendet. - Viertens: Die Unerreichten, das sind die Irregeleiteten. Dazu gehören in unseren Bereichen die Angehörigen der Sekten, dazu gehört die Welt des Islam und der vielen anderen Religionen. Kann der Herr uns zu Unerreichten schicken?" (Lies 1.Kor.9,19.20; 2.Kor.5,18-20; Apg.16,9-15; Luk.14,23.)

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Samstag,29.Dezember Lukas 2,34.35; 1.Petrus 3,14.15.

4. Maria wird auf den Leidensweg vorbereitet

Das Wort Simeons vom Widerspruch vieler gegen den Heiland und vom Schwert, das Marias Seele durchdringen wird, bereitet sie auf den Leidensweg Jesu und auf ihr persönliches Leiden mit Jesus vor. Denken wir nicht, dass im Leben von Christen alles glatt gehen müsste! Schwierigkeiten, Verachtung, Ablehnung, Benachteiligung, sogar Verfolgung kann uns treffen, wenn Christus unser Leben ist. Petrus weist auf das Leiden der Christen mit den Worten hin: "Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Jesu willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch" (1.Petr.4,12-14). - Jakob Kroeker, der selbst schwere Wege geführt wurde, schreibt: "Vielen ist das große Geheimnis noch nicht erschlossen, dass unsere größten Segnungen vielfach da liegen, wo wir sie am wenigsten erwarten. Man bleibt bei den Schwierigkeiten, den Prüfungen, den schweren Lebensverhältnissen stehen. Da sind die Fragen: Warum muss ich diesen Zusammenbruch erleben? Wie kann ich diese Führung verstehen? Manches tränende Auge sieht nicht den Auferstandenen neben sich stehen, der bereit ist, gerade auf einem dunklen Hintergrund seine Herrlichkeit erleben zu lassen. Es gibt verhüllte Segenswege! Segnungen, die wir nicht gleich als solche erkennen, die aber wesentlich dazu beitragen, dass wir innerlich wachsen und reifen." (Lies Röm.8,17; 2.Kor.1,3-5.8.9; 4,16-18; Hebr.12,11.) Gott bereitete Maria vor und so konnte sie in den Bedrängnissen und schmerzlichen Erfahrungen an seiner Treue festhalten. - Für die Christen, die in unseren Tagen durch schwerste Leiden gehen, wollen wir inständig beten! (Lies Matth.5,11.12; 10,34-39; Eph.6,18-20; 1.Petr.1,6.7; Hebr.11,33-38; Jak.2,5.)

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Sonntag,30.Dezember Lukas 1,37; Hebräer 3,14; 10,35.

5. Maria lernte, im Glauben festzubleiben

"Bei Gott ist kein Ding unmöglich!" Als der Engel diese Worte zu Maria sagte, bestand die Unmöglichkeit in dem einmaligen, noch nie dagewesenen Geschehen. Unmöglichkeiten gab es für Maria noch viele: Kein Raum in der Herberge. Bedrohung und Flucht nach Ägypten, die Suche nach dem verlorenen Zwölfjährigen, Jesu Ablehnung von den Pharisäern und Schriftgelehrten, dem Hohen Rat, den Leuten um Herodes. Wir lesen nicht, dass Maria versucht hätte, Jesus vom Weg Gottes zurückzuhalten. Auch nach drei Jahrzehnten, in denen viele Spannungen, Ängste und Unmöglichkeiten ihr Leben bestimmten, vertraute sie den Worten, die sie im Herzen bewahrte. Sie erwiesen sich wie ein festes Band, das auch in Krisen nicht reißt. (Lies Ps.33,4; Jes.25,1; 26,4; 64,3.) Manchmal hätte Maria sich zurückziehen können. Sie tat es nicht, vielmehr wartete sie im Glauben auf Jesu Handeln, sie ging seinen Weg voll Vertrauen mit bis zu dem dunklen Tag der Kreuzigung. (Lies Joh.19,25-27; Apg.1,14; Jak.1,12; 2.Tim.4,7.8.) Wie reagieren wir, wenn Unmöglichkeiten uns in die Enge führen und eine Antwort verlangen? Sagen wir: Dafür reicht mein Glaube nicht. Ich kann diesen Weg nicht gehen. Ich kann kein Ja finden, kann mich diesen Problemen nicht stellen. Schauen wir auf das, was sichtbar vor uns ist, und lassen wir uns davon bedrängen? Die andere Frage ist auch an uns gerichtet: Wie wird Unmögliches in meinem Leben möglich? Maria lebte uns die Antwort vor: durch Vertrauen! Das Licht in die Dunkelheit der Unmöglichkeiten kommt von Jesus, der in Bethlehem in diese Welt trat und heute im Himmel thront und beständig für uns betet. Er hat einen Weg für uns. "Herr, Gott der Heerscharen! Wer ist wie du? Mächtig bist du, Herr, und deine Treue ist um dich her" (Ps.89,9; lies 2.Kor.8,9; Luk.22,31.32; Hebr.7,25).

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Montag,31.Dezember Lukas 1,30; 2,10.11.

6. Maria lernte, Furcht zu überwinden

Zweimal hörte Maria die Worte vom Sich-nicht-Fürchten. In Nazareth sagte ihr der von Gott gesandte Engel: "Fürchte dich nicht, Maria!" Dann brachten ihr die Hirten die Botschaft: "Fürchtet euch nicht! ... der Heiland ist geboren!" Für Maria gab es viel zum Fürchten, vieles, wovor sie Angst hätte haben können. Denken wir an die Nacht, als Josef ihr den Befehl des Engels mitteilen musste: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten... denn Herodes hat vor, das Kind zu suchen, um es umzubringen" (Matth.2,13-23). Grund zum Fürchten konnte sie haben, als Jesus sich in seiner Vaterstadt als Messias zu erkennen gab und die Leute von Nazareth nach anfänglichem Staunen sich ärgerten und ihn voll Zorn umbringen wollten (Luk.4,14-30). An die Worte "fürchte dich nicht" wird sich Maria geklammert haben, während ihr Herz zitterte. Nur so konnte sie immer wieder die Ängste und Befürchtungen überwinden. (Lies 5.Mose 31,6; Ps.3,3-9; 27,1-3.) Es gibt in unseren Tagen nur wenige Menschen, die nicht mit irgendeiner Angst leben. Wir kennen es aus Erfahrung, dass Angst immer neu nach uns greift, unser Gemüt belasten oder unser Tun lähmen will. Aber auch für unser Leben gilt dieses "Fürchte dich nicht"! Das klingt wie ein Befehl: Du kannst getrost sein, denn du hast einen starken Heiland! "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich." "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben!" (Luk.8,24.25; 12,32; Joh.16,33; Offb.1,17.18; lies Ps.56,4.5.10-14; 118,6). Marias Geheimnis soll uns durch das vor uns liegende neue Jahr Wegweiser sein: "Sie behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen!"

Gestern durfte ich erfahren deine Gnade Schritt für Schritt,

gab es überall Gefahren, du warst mit!

Morgen willst du mit mir gehen, was auch immer kommen mag,

deine Hilfe werd ich sehen - jeden Tag!

E.Schoßig

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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