Freitag, 1.August

Markus 1, 16. 17; Matthäus 18, 3; 19, 14. 3. Der große Gott beruft den »kleinen Mann«. Von Jesus ins Auge und ins Herz gefasst, beginnt für Simon und Andreas ein anderes Leben. Sie sind jetzt für Jesus jemand. Er will sie. Ihnen gilt sein rundes Ja. »Denn sie waren Fischer«, beschließt der Evangelist Markus das Ansehen, das die beiden Brüder bei Jesus haben. Ein Fischer war damals eine kleine Nummer, auch wenn die Salzfischindustrie in Galiläa eine große Rolle spielte. Die Männer, die Jesus jetzt in seine Nachfolge holt, waren weder reich noch besonders ausgebildet. Sie mussten für ihren Lebensunterhalt hart und schwer arbeiten. Der irische Schriftsteller George Bernhard Shaw (1856-1950) soll gesagt haben: »Ich habe nie etwas für die Arbeiterklasse empfunden außer dem Wunsch, sie abzuschaffen und durch einsichtige Menschen zu ersetzen.« Ganz anders Jesus. Er sieht, liebt und wählt auch das »Kleinformat«. Das, »was nichts ist vor der Welt, hat Gott erwählt« (1.Kor. 1, 9. 26-31; Apg. 4, 1-13). Sein schöpferisches Sprechen, das am Anfang war, als er das Universum durch sein Wort aus dem Nichts ins Dasein stellte, ist auch jetzt am Werk. »Und Jesus sprach zu ihnen: ›Auf, mir nach!‹« Kein jüdischer Rabbi hat je so gesprochen. »Jesus schafft und fordert unbedingten Gehorsam wie Gott. Gottes Herrschaft nahte und wischte jeden anderen Herrschaftsanspruch vom Tisch« (A. Pohl). Das erwählende Sehen und das schöpferische Sprechen Gottes veränderte die Fischer. Es ist, als ob Jesus gesagt hätte: »Gebt mir eine kleine Gruppe von unbedeutenden Menschen. Wenn sie mir ergeben sind, werde ich mit ihnen zusammen das Größte in der Zeit für die Ewigkeit bewegen!« (Apg. 1, 8). Auch wenn das Sehen und Ersehen des Sohnes Gottes, sein Rufen und Berufen einzigartig sind, lernen wir von ihm, unsere Mitmenschen im Licht der voraussetzungslosen Gottesliebe und Gottesverheißung zu sehen, ganz umstellt von den reichen Gnadenmöglichkeiten des Herrn. (Vgl. Apg.15,37.38 mit Kol. 4,10; 2.Tim. 4, 11; Phil. 1, 1-17.)

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Samstag, 2.August

Markus 1, 17; Hesekiel 36, 26. 27.

4. Jesus verbindet den Ruf in seine Nachfolge mit einer starken Zusage. »Und ich werde machen, dass ihr Menschenfischer werdet.« Jesus selbst, der in Liebe und aus Liebe Berufende, ist auch der Formende und Prägende. Von Anfang an ist der Jünger des Herrn dazu erwählt, geistliches Profil zu gewinnen. Jesus selbst will an seinen Nachfolgern arbeiten, dass sie »Menschenfischer werden«. Dabei verachtet der Herr nicht die menschlichen Voraussetzungen und Gaben. Jesus knüpft hier an der Berufswelt der Fischer an, um dann ihren Blick zu weiten für den neuen »Jüngerberuf«. Die Jünger sollen in Zukunft »Menschen« für das Reich Gottes »fischen«. Das darf nicht missverstanden werden, als ob die Jesusleute autorisiert wären, andere Menschen unter Druck zu setzen und zu bekehren. Menschenfängerei hat mit der Einladung und Prägekraft, die von Jesus ausgeht, nichts zu tun (Matth. 23,13-17. 24-28; 1. Joh. 2,18-20). Gott selber ist der eigentliche »Fischer«, wie er auch der eigentliche Hirte ist (Ps. 23, 1; Hes. 34, 1ff; Joh. 10, 11). Der von ihm berufene Menschenfischer und Menschenhirte hat nur geschenkte, anvertraute Vollmacht, über die er niemals eigenmächtig verfügen kann, sondern die er einzig im dankbaren Aufblick zum göttlichen Geber einsetzen darf und soll (2.Kor.5,11). Wie das geschehen kann, lernen die Jesus-Leute von Jesus. Noch sendet der Herr seine Jünger nicht zu den Menschen. Zuerst ist es wichtig, dass sie von ganzem Herzen zu Jesus kommen und ihr ganzes Leben an ihn binden. Aber die Richtung ist mit dem neuen Beruf angepeilt: Das neue Leben, das Jesus schenkt, gehört nicht nur dem Jünger allein, sondern es soll allen Menschen zugute kommen. (Vgl. Matth.24,14; Mark.16,15; 1.Tim. 2, 4.)

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Sonntag, 3.August

Markus 1, 18-20; Hebräer 4, 12.

5. Der Ruf in die Nachfolge enthält Kraft zum Loslassen. Die beiden Brüder Simon und Andreas verlassen »alles« (Mark.10,28) und folgen Jesus stehenden Fußes nach. »Sogleich, sofort«, schreibt der Evangelist Markus wörtlich. Er will mit diesem, übrigens seinem Lieblingswort, nicht im Entferntesten andeuten, dass Jesus gewissermaßen mit der Uhr in der Hand abstoppt, ob’s auch schnell genug läuft. So nicht! Der Herr der Zeit hat Zeit und gibt Zeit. Er veranstaltet mit keinem Menschen eine »fromme Schnellbleiche«! Gott schreibt mit jedem seine eigene Geschichte (1. Kön. 19, 19-21; Matth. 8, 21. 22; Joh. 1, 35-39). Nur, wenn Gottes Stunde schlägt, dann ist eine klare Entscheidung dran! »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht« (Hebr.3,7.8; 4,7; Ps.95,7. 8). Die Berufung Gottes ist zu wichtig, zu dringend und vor allem zu hochwertig, als dass ein Mensch über diese größte Lebensentscheidung autonom verfügen könnte. Wie viele gute und richtige Gründe hätte das Brüder- paar Jakobus und Johannes nennen können, ihren Vater und den Fischereibetrieb nicht – mindestens jetzt noch nicht – zu verlassen! Vergleiche Vers 20 mit Matthäus 10,37. Wenn Gott mich ruft, wird er gewiss alles sehr gut ordnen, sodass ich seinem Ruf tatsächlich folgen kann (Apg. 7, 2-4). Denn das Wort Gottes ist keine leere Hülse, sondern gefülltes Kraftwort. Es schenkt mir Energie zum Aufbruch, zum Loslassen und zur Hingabe an den Willen Gottes. Das ist nicht einfach, wie auch ein Leben als Christ nicht leicht ist. Jesus verspricht seinen Nachfolgern kein leichtes, aber ein väterlich-liebevoll umsorgtes (Matth. 6, 25-34; Mark. 10, 29.30) und tief erfülltes Leben (Joh.7,37.38; 10,10). Es ist sogar ein Leben, das selbst in Todesprozessen nicht untergeht, sondern – fruchttragend – einmündet in das unsterbliche und unvergängliche Auferstehungsleben des Herrn: Johannes 12, 24-26; 1. Korinther 15, 31; 2. Korinther 4, 10; Johannes 11, 25. 26; 1.Korinther 15,20-26; Offenbarung 21,4.

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Montag, 4.August

Markus 1,18-20; 1. Petrus 4, 8-11.

6. Jesus will Gemeinschaft – nicht Gleichschaltung. Die Fischer ließen sich von Jesus herausrufen aus dem, was sie dachten, zu dem, was er denkt, was er will und unternimmt. So anspruchsvoll und unbedingt wir diese Herauslösung aus dem gewohnten Leben empfinden mögen, so sehr gilt die Tatsache: Jesus ruft uns, aber er zwingt uns nicht. Jesus eröffnet uns Gottes gewisse Zukunft, aber er stülpt sie nicht über. Jesus ruft uns als Einzelne, aber er vereinzelt niemanden. Vielmehr stellt der Herr die Einzelnen in einen einzigartigen neuen Zusammenhang: Er macht sie zu Schwestern und Brüdern. Auch markante Persönlichkeiten – wie etwa Petrus – waren keine einsam herausragenden Leute, sondern vor allem in die Gemeinschaft hineinragende Nachfolger des Herrn. Wohl erleben wir Simon Petrus mehrfach als hervorspringenden Gruppensprecher (Mark. 8,29; 10,28), aber eben innerhalb der Jüngergemeinschaft (Mark.1, 29.36). Jüngergemeinschaft ist wie eine Lichterkette. Hier hat jedes Licht seinen Platz in der entsprechenden Fassung. Es fällt auf, wenn nur ein einziges Licht fehlt. Als Simon Petrus einmal ernsthaft »aus der Fassung geriet«, wäre seine Leuchtkraft beinahe erloschen (Mark. 14, 29. 66-72), hätte Jesus nicht für ihn gebetet (Luk. 22, 32). Ein wenig später finden wir Simon Petrus wieder »in die Fassung« gebracht – eingefügt in die Jüngergemeinschaft (vgl. Mark.16, 7). Einordnung in die Jüngergemeinde zielt aber keineswegs auf uniformierte Gleichschaltung! Ist schon unser Kosmos ein einziges Wunder voller Vielfalt und Entfaltungsmöglichkeiten, so erst recht der einzelne Mensch. Jeder ist ein »kleiner Kosmos« für sich, eine unverwechselbare Persönlichkeit. So gibt es auch im Reich Gottes unterschiedliche Begabungen, Berufe, Aufgaben, Positionen, Arbeitsplätze, Dienste und Ergebnisse (Röm. 12, 4ff; 1.Kor. 9, 5; 7, 7). Entscheidend wird sein, dass wir einander hoch achten und wertschätzen, dienen und fördern und unserem Leben Eindeutigkeit verleihen, indem wir uns Jesus Christus immer tiefer anvertrauen.

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Dienstag, 5.August

Markus 1, 21. 22; Matthäus 7,28.29.

IX. JESUS CHRISTUS – DER EINZIGARTIGE LEHRER (1, 21-28) Kapernaum – missionarischer Standort der »Jesus-Schule« (Matth. 4, 13; 9, 1) – war Grenzstadt zwischen Galiläa und dem nördlichen heutigen Transjordanien mit Zollamt (Mark. 2, 14) und Kaserne (Matth. 8, 5). Es war immer viel los in Kapernaum. Aber am Sabbat, dem jüdischen Sonntag, ruhten die Geschäfte, und man ging selbstverständlich in den Gottesdienst. Auch Jesus sitzt mit seiner frisch gewonnenen vierköpfigen Jüngerschar im Gottesdienst und er beteiligt sich am jüdischen Lehrvortrag. Die Zuhörer sind geschockt; »denn er lehrte mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten«. Der Text markiert also einen scharfen Unterschied zwischen der Lehre der Schriftgelehrten und der Lehre von Jesus. Wie sollen wir das verstehen? Das zentrale Anliegen der jüdischen Gelehrten bestand darin, dass sie sich selbstverleugnend an die Überlieferung hielten und nachweisen konnten, dass ihre Belehrung lückenlos auf ihre geistlichen Vorväter gründete bis hin zu dem größten Lehrer des Alten Bundes, auf Mose (Joh.9,28; Matth.23, 2). Der rechte Glaube bestand für sie darin, sich an dieser Überlieferungskette festzuhalten. Man wusste sich so mit der Sinaioffenbarung verbunden und glaubte deshalb, das wahre Israel darzustellen. Jesus aber durchbrach diese Kette. Er berief sich nicht auf die vielen Väter, sondern auf den einen, wahren Vater: »Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat« (Joh. 7, 16; vgl. Luk. 2, 46-49; Joh. 8, 23-28; 10, 30). Er, der Sohn Gottes, sieht sich und seinen Dienst ganz und gar abhängig vom Wort und Willen des Vaters. Darum hatte seine Lehre Vollmacht, volle Durchschlagskraft. Der hier spricht, ist der Sohn, die Selbstoffenbarung Gottes in Person! »Nicht durch den jahrhundertelangen Schlauch der Überlieferung holte er Offenbarung herbei, sondern war in Person Offenbarung« (A. Pohl). Das können wir an der großen Berglehre von Jesus in Matthäus 5-7 beobachten, besonders in Kapitel 5,21-48.

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Mittwoch, 6.August

Markus 1,23.24; Lukas 4,31-35; Jakobus 2,19. Unter der vollmächtigen Verkündigung von Jesus kommt die Hölle in Bewegung. Die Kraft des Wortes Gottes legt die Furchtbarste aller Gebundenheiten offen. Ein Mensch, von einem bösen Geist besetzt, gequält und in Schach gehalten, schreit plötzlich auf. Unter rabbinischer Lehrtätigkeit war es bisher still geblieben. »Sämtliche Hallelujas ihrer Liturgie ließen sich irgendwie verarbeiten. Aber Jesus gegenüber platzt diese Symbiose von Ungeist und Religiosität. Scharfe Kampfesrufe gellen durch die Synagoge« (A. Pohl). Der große Feind Gottes und der Menschen (Joh.8,44) wird durch die Nähe dessen, »der gekommen ist, die Werke des Teufels zu zerstören« (1. Joh. 3, 8b), aufgestöbert, entlarvt und entmachtet. Das weiß der böse Geist (»ich«) und mit ihm das ganze Dämonenreich (»uns«). Die »Botschaft aus der Hölle« ist eine dreifache: a. Die Übersetzung »Was willst du von uns, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth?« weist in der Ursprache darauf hin, dass es zwischen Satan und Jesus, zwischen Hölle und Himmel, nichts, aber auch gar nichts Gemeinsames gibt. b. Die Frage »Bist du gekommen, uns zu vernichten?« ist keine echte, nur eine rhetorische, hinter der die Antwort liegt: Wir haben begriffen, dass du gekommen bist, die Macht des Bösen zu zerbrechen. c. Das Reich der Finsternis weiß, wer Jesus ist: »Der Heilige Gottes«, der Träger des Heiligen Geistes (Mark. 1, 8), der jetzt in der Vollmacht des Geistes dem Bösen widersteht (Mark. 1, 12. 13) und ihn am Kreuz besiegen wird. Die Jesus- Leute leben zwar in der Schusslinie des Teufels (Eph.6,12), aber sie stehen im Glauben auf der Seite ihres auferstandenen, siegreichen Herrn. Mit 1. Johannes 5, 4; 1. Korinther 15, 55-58; Römer 8, 31-39 können wir uns heute in den Sieg des erlösenden Siegers hineindanken.

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Donnerstag, 7.August

Markus 1, 25-28; Johannes 16, 33.

Äußerst kurz und knapp berichtet der Evangelist Markus vom Hergang der Dämonenaustreibung durch Jesus. Kein Beschwören, keine Namensnennung, keine gemurmelte Formel, kein ekstatisches Gehabe, sondern ein vollmächtiges Drohen und Schelten (Matth. 12, 28), das einem vernichtenden Gerichtsurteil gleichkommt (Sach.3,2; Ps.76, 7-10; Jud. 9). Jesus macht Gebrauch von seinem Herrenrecht. Indem er den bösen Geist »verstummen« macht, bindet und fesselt, ja entmachtet er ihn, sodass der Dämon dem gebietenden Vollmachtswort des Herrn gehorchen muss. Wenn der Böse auch unter aggressivem Schütteln und Schreien den Menschen verlässt, so darf er dem Mann dennoch keinen Schaden mehr zufügen (Luk.4,35). Welche Konsequenzen ergeben sich für uns aus Markus 1,21-28? a. Wir müssen wissen: Wo Reich Gottes gebaut wird, schläft der Feind nicht. Er hat nichts gegen Religion und fromme Tradition. Aber er kämpft gegen Jesus und den lebendigen Glauben an Jesus. Wo es sich eindeutig um Okkultismus handelt, brauchen betroffene Menschen Hilfe durch sachkundige wie vollmächtige Seelsorge. b. Wir dürfen weder mit der Sünde noch mit dunklen Mächten liebäugeln und spielen. Alles Verbotene reizt und versucht uns zu ködern (Röm. 7, 7. 8; Jak. 1, 13-15). Aber: »Der in euch lebt, Jesus Christus, ist größer und stärker als der, der in der Welt ist« (1. Joh. 4, 4; vgl. Joh. 8, 12; 12, 46). »Gebt nicht Raum dem Teufel« (Eph.4,27-32). »Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit « (Röm.6,13; 12,1). c. Der vertrauensvolle Aufblick zu Jesus schützt und befreit, stärkt und tröstet uns (Luk. 22, 31. 32; 1.Kor. 10, 13). Wir dürfen im Glauben an seinen Sieg über Sünde, Hölle, Tod und Teufel weitergehen, bis er uns mitnimmt in seine herrliche neue Welt! (Offb.20,10.14-21, 5).

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Freitag, 8.August

Markus 1, 29-31.

X. JESUS IST AUCH ZU HAUSE DER STARKE ERLÖSER (1, 29-34) Nach dem unvergesslichen Synagogen-Gottesdienst in Kapernaum gehen Jesus und seine vier Jünger (Mark. 1, 16-20) »in das Haus des Simon und Andreas«. Ursprünglich kam das Brüderpaar aus Betsaida (Joh. 1, 44). Warum die beiden Brüder nach Kapernaum umgezogen waren, wissen wir nicht. Nun sehen wir also Jesus und seine ersten Jünger zu Hause bei Simon und Andreas und halten vier Beobachtungen fest: 1. Mit Jesus »im Haus« rücken familiäre Beziehungen in ein neues Licht. Der Ruf in die Nachfolge Jesu zerschneidet nicht einfach und rigoros vertraute Beziehungen! Der Herr hat nicht nur Simon gerufen. Er will auch Simons Familie ansprechen. Jesus beabsichtigt keineswegs Zerriss, sondern tiefere Verbundenheit. Er will nicht Abschreckung, sondern Gewinnung von Menschen. Das ist kein Widerspruch zu Markus 3,31-35, Lukas 14,26 und Matthäus 10,34. Gewiss scheiden sich an Jesus Christus die Geister. Gewiss krempelt er Menschenleben um. Gewiss verlangt Nachfolge Jesu manche Trennung. Aber sein Anspruch beinhaltet immer zuerst Freispruch (von Sünde, von Zwängen, von Süchten) und Zuspruch (Gottes Vergebung, Liebe, Trost, Kraft, Freude). 2. Mit Jesus »im Haus« beginnt neutestamentliche Gemeinde. Es ist sicher nicht von ungefähr, dass Jesus nach dem Synagogenbesuch den Hausbesuch antritt. Könnte es sein, dass der Herr schon jetzt das verborgene Fundament legt zu den in seinem Namen versammelten Hausgemeinden, die dann in der jungen Christenheit eine solch wichtige Rolle spielen sollten (Apg. 1, 13. 14; 2, 42; Röm. 16, 5; 1. Kor. 16, 19; Kol. 4, 15; Philem. 2)? Das kleine bedeutsame Markuswort »alsbald, sogleich« in seiner Funktion als Aufmerksamkeits-Erreger scheint darauf zu verweisen. Nichts im Reich Gottes geschieht unvorbereitet. Wir müssen nur offene Augen dafür bekommen.

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Samstag,9.August

Markus 1, 30. 31; Jakobus 5, 13-18.

3. Mit Jesus »im Haus« dürfen wir vertrauensvolle Offenheit wagen. In Israel waren fieberhafte Erkrankungen häufig. Man unterteilte die verschiedenen Fieber-Krankheiten grob in »kleines« und »großes« Fieber. Der Arzt und Evangelist Lukas ergänzt fachkundig, dass die Schwiegermutter Simons von »einem hohen (starken) Fieber befallen« war (Luk. 4, 38). Jesus erfasst mit einem Blick die schwere Krankheitsnot (Matth.8,14). Der Herr sieht und weiß, wie es uns geht; und wir dürfen offen mit ihm reden. Gott möchte, dass wir uns bei ihm aussprechen. Er ist der starke Helfer. Das haben Simon und Andreas soeben im Synagogengottesdienst erlebt. Sollte der Herr, der den dämonischen Mächten mit göttlicher Vollmacht gebietet, nicht auch Krankheitsnöten überlegen sein? Darum wenden sie sich an die richtige Adresse: »Sie sagen ihm von ihr.« Der Evangelist Lukas präzisiert: »Sie baten ihn für sie.« »Das ist konkrete Fürbitte. Die heutige Gemeinde verfährt nicht anders. Echte Fürbitte lässt es aber ganz in der Hand Jesu, was er tun will. Sie macht keine Vorschriften« (G. Maier). Wir dürfen Jesus alles sagen, wir dürfen ihn herzlich und nachhaltig um Gesundheit bitten und sogar das Unmögliche von ihm im Glauben erwarten (4.Mose 12,13; Ps.6,3; 41,5; Jer.17,14). Gott kann und will heilen (Hiob 42,2; Matth.8,3; Joh.9, 1-4; 11, 4). Krankheit entspricht ebenso wenig seinem Willen wie dämonische Belastungen, Sünde und Tod. All diese Nöte sind grundsätzlich Kennzeichen einer von Gott abgefallenen Welt. Und Christen leben mittendrin und nicht auf keimfreien Inseln. Aber sie leben mit Jesus in den Bedrängnissen – ganz egal, ob der Herr jetzt und hier heilend eingreift oder erst jenseits der Todeslinie. Wenn wir nur bei ihm bleiben – gesund oder krank! –, dann werden wir persönlich gestärkt und für unsere Umwelt ein Segen sein: 1.Mose 49,25; Philipper 1,20; 2.Korinther 12,9.10.

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Sonntag, 10.August

Markus 1, 31; 1. Petrus 4, 8-11.

4. Mit Jesus »im Haus« kommt eine neue Freiheit in Sicht. Von einer Minute auf die andere ist die Schwiegermutter gesund. Jesus hatte sie gesund gemacht. »Und sie diente ihnen.« Der Evangelist Markus verwendet ein Wort, das besonders den Tischdienst und die fürsorgliche Wohltätigkeit bezeichnet. Die gewählte Zeitform im Urtext lässt erkennen, dass die Frau mit frohem Schwung loslegt und kaum noch zu bremsen ist. Die Wunder und Wohltaten Jesu wollen zum Dienst motivieren und aktivieren. Zunächst wird es darum gehen, für mindestens fünf Männer ein gutes und reichliches Mittagessen auf den Tisch zu bringen. Zwischen den Zeilen lesen wir also von der ersten Tischgemeinschaft, die Jesus mit seinen Jüngern hielt. Die Atmosphäre dieser Gemeinschaft kennzeichnete Freude, Dankbarkeit und herzliche Verbundenheit. Darüber hinaus ist die Tischgemeinschaft mit Jesus in der Mitte »ein Vorgeschmack der Gemeinschaft mit Gott an Gottes Tisch und mit den anderen Gotteskindern. Für diese neue Gottesfamilie ist die Schwiegermutter gesund geworden und nimmt darin nun den fraulichen Platz ein, indem sie zu Tische dient« (A. Pohl). Atemberaubend war dieser Vorgang noch aus einem ganz anderen Grund. Nach jüdischer Etikette war es für eine Männergemeinschaft verpönt, sich von einer Frau bedienen zu lassen. Orientalischer Standardglaube hielt die Frau »in allem dem Mann unterlegen« (Josephus). Im Blick auf die Gottesbeziehung prägten die Rabbinen »eine Formel, die den geringeren Wert der weiblichen Persönlichkeit ans Licht stellen soll: ›Frauen, Sklaven, Kinder‹.« (J. Leipoldt). Jesus aber durchbricht diese abfällige Einschätzung, indem er eine Frau in die Mahlgemeinschaft mit seinen Jüngern einfügte und ihr grundsätzlich den Status einer »Jüngerin« eröffnete und ermöglichte (Mark. 15, 41; Joh. 12, 2; Luk. 8, 1-3). Die Gemeinschaft mit Jesus hebt Ordnungen nicht auf (1. Petr. 5, 2-5; Eph. 5, 21ff), aber hier erübrigt sich das Gerangel um Macht und Ehre (Luk. 22, 24-27; Joh. 13,1ff; Gal.5,26; Röm.12,10; 16,1.2).

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Montag, 11.August

Markus 1, 32-34.

An diesem Sabbat (V. 21ff) hatte es in den Familien Kapernaums nur ein Gesprächsthema gegeben: Jesus und seine »neue Lehre«. Die Sabbatordnung aber erlaubte nicht einmal einen Spaziergang zum Haus des Simon und Andreas. Erst am Abend – der neue Tag begann nach jüdischer Zeitrechnung mit Sonnenuntergang – war ein Treffen mit Jesus möglich. Außerdem durften Kranke aus Gründen kultischer Verunreinigung nicht am Gottesdienst teilnehmen. Doch dann endlich machte sich, wer irgend konnte und wollte, auf den Weg in die »Sprechstunde« zu Jesus. Am Morgen hatte der Herr das hochreligiöse Judentum vor sich gehabt, jetzt das absolut elende Volk. Mit großer feinfühliger Liebe wendet er sich jedem persönlich zu (Luk. 4, 40). Jesus hilft, Jesus heilt, Jesus befreit. Er tut dies mit einer umfassenden wie einzigartigen Generalvollmacht. Schon im Alten Testament schenkte Gott wunderbare Hilfe und Heilung, vor allem durch seine Propheten. Aber jetzt ist er selbst gekommen, um den Neuen Bund zu schließen. Die neue Zeit ist da. Vergleiche Lukas 4, 25-27. Jeder sollte erkennen: So geht es zu, wenn das Reich Gottes zu den Menschen kommt. Folglich stehen auch die Wunder, die der Herr tut, ganz im Dienst des verkündeten Evangeliums: »Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium« (Mark.1, 15). Es ist wahrhaft ein Stück Himmel auf Erden, wenn ein Kranker bekennen kann: »Jesus hat mich gesund gemacht«, und ein Gebundener des Teufels weiß: »Jesus hat mich befreit.« Aber das Wichtigste ist, dass der Himmel in unser Herz kommt und unser Herz beim Vater im Himmel ein ewiges Zuhause hat. Über Johannes 14, 1-14 möchte ich heute betend nachdenken und Klarheit über meine Herzenshaltung gewinnen.JEDER TAG EIN TAG MIT GOTT – AUS DEM LEBEN SAMUELS (II) Im 2. Quartal (3.-17. Mai 2003) war zu lesen: 1. EIN TAG DER VERÄNDERUNG – 2. EINE ZEIT DER FREUDE – 3.DER ORT TÄGLICHER BEWÄHRUNG – 4.GESTÖRTE NACHTRUHE – 5. EIN TAG DER NIEDERLAGE – 6. EIN TAG DER UMKEHR

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Dienstag, 12. August

1.Samuel 8, 1-6; Psalm 84, 2-5. 11.

7. TAGE VOLLER ENTTÄUSCHUNG »Ein Tag in deinen Vorhöfen – in der Gegenwart Gottes – ist besser als sonst tausend.« – Der Dienst am Heiligtum in Silo begann für Samuel, als er noch ein kleiner Junge war (1. Sam. 1, 20-28). Tag für Tag tat er treu seine Pflicht, und schon bald wurde es allen offenbar, dass Gott mit ihm war. (Lies 1. Sam. 2, 18. 26; 3, 1. 10. 19-21.) Nach einem Krieg verödete das Heiligtum in Silo (Kap. 4). Das Leben Samuels aber blieb ein Leben für Gott. An allen Tagen war er der geistliche Führer Israels. Die Bevölkerung kannte ihn als einen wahrhaftigen Propheten Gottes, der sein Richteramt gewissenhaft erfüllte (1. Sam.7,15-17). Jahre vergingen. Samuel war alt geworden und sah den Zeitpunkt für gekommen, seine Söhne Joel und Abija als Richter einzusetzen. Er selbst wollte in den »Ruhestand« gehen. Aber es kam alles ganz anders. Seine eigenen Söhne gingen nicht den Weg ihres Vaters. Sie missbrauchten ihre Ämter zu ihrem eigenen Vorteil, ließen sich bestechen und beugten das Recht. Welch eine Enttäuschung für Samuel – und für das Volk! Wie viele Väter und Mütter erleben Ähnliches. Sie hofften, dass der Sohn oder die Tochter die Aufgabe der Eltern übernehmen und weiterführen würde. Doch dann sehen sie, dass die Kinder ihre eigenen Pläne haben, andere Wege gehen, vom Glauben an Jesus nichts wissen wollen und alle Werte, die ihnen die Eltern vermittelt haben, über Bord werfen. Welch eine Enttäuschung! Von Samuel wissen wir nicht, wie er auf die Klagen über seine Söhne reagierte. Aber Jesus hat ein Gleichnis erzählt, das für enttäuschte Eltern eine Hilfe sein kann. (Lies Luk.15,11-24.) Der Vater machte dem Sohn keine Vorwürfe. Er ließ ihn ziehen. Aber er ließ ihn nicht fallen. Er hielt sich bereit, seinen abtrünnigen Sohn jederzeit wieder mit offenen Armen aufzunehmen.

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Mittwoch,13.August

1.Samuel 8, 1-6; Richter 8, 22. 23.

Samuel konnte sich in seinem Heimatort Rama nicht zur Ruhe setzen. Vor ihm standen die Abgesandten des Volkes und stellten ihre Forderung nach einem König. Denn Samuel selbst hatte das Alter der aktiven Dienstzeit längst überschritten, und seine Söhne hatten sich für das Richteramt als untauglich erwiesen. Doch dem Mann Gottes missfiel der Wunsch nach »einem König, wie ihn die anderen Nationen auch haben« sehr. Warum? Israel sollte im Unterschied zu allen Nachbarvölkern ein theokratischer Staat sein und Jahwe sein König (2.Mose 15,18). Die Führungspersönlichkeiten Israels durften nicht aus eigener Vollmacht, sondern sollten ausschließlich aus der Abhängigkeit von Gott die Geschicke des Volkes leiten. Auf diesem Hintergrund erhält die Antwort des Richters Gideon ein besonderes Gewicht: »Nicht ich will über euch herrschen . . . , der Herr soll über euch herrschen.« (Lies Ps. 97,1; 24, 7-10; 74, 12; 103,19.22; 145,10-13; Jes.9,5.6.) Die auf Gott hin ausgerichtete Geisteshaltung Gideons stellt uns die wichtigste aller Lebensfragen: Wer regiert eigentlich mein Leben? Wer oder was prägt mein Denken, Wollen und Tun? Wie zeigt und äußert es sich ganz konkret, ob es dies oder das, oder ob es der Herr, unser Gott, ist, der durch Jesus Christus in uns wohnen und durch uns wirken will? Wodurch und wie sollten Christen sich von »der Welt« unterscheiden? Wie viel »Toleranz« und Anpassung an unsere multikulturelle Gesellschaft »verträgt« unsere Beziehung zu Jesus? Die Antwort auf diese Fragen wird davon abhängen, in welchem Maß wir uns der wahrhaftigen und liebevollen Herrschaft Jesu anvertrauen wollen. In seiner Nähe und unter der guten Regie des Heiligen Geistes bekommen wir Mut zu einem wirklich alternativen Lebensstil, der sich am Wort und Willen Gottes ausrichtet. (Lies Phil.2,5ff; Röm.12,1.2.17.18; 6,12; Ps.19,14.15.)

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Donnerstag,14.August

1.Samuel 8, 6-9; Psalm 38, 9-11. 16-23.

Tief betroffen über die energische Forderung nach einem König, breitete Samuel alle Not im Gebet vor Gott aus. Darauf weist auch die Antwort hin, die Gott ihm gab: » . . . sie haben nicht dich, sondern mich verworfen . . . sie tun dir, wie sie immer getan haben . . . dass sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben« (V.7. 8). Die so »vernünftig« scheinende Forderung nach einem König war letztlich nichts anderes als ein Ausdruck der Untreue und des Misstrauens gegen den Gott Israels. Er hatte dieses Volk aus allen anderen Völkern erwählt. Es sollte ihn, den lebendigen und wahren Gott, durch Vertrauen, Treue und Gehorsam ehren. Dadurch sollte die Untauglichkeit der toten Götzen aufgedeckt werden. Doch »von Anfang an«, seit Beginn ihrer Erwählungsgeschichte, lehnten die Israeliten sich mit erschütternder Regelmäßigkeit gegen die Königsherrschaft Gottes auf und wandten sich den heidnischen Göttern zu. Die Ablehnung Gottes durch Israel traf aber nicht Gott allein, sondern auch seinen Diener Samuel. Wollte das Volk seinen Gott nicht als Herrscher anerkennen, dann bekam auch sein Diener die Ablehnung zu spüren. (Lies Luk. 10, 16.) »Die mir Gutes mit Bösem vergelten, feinden mich an, weil ich mich an das Gute halte.« (Vgl. Ps.109,4.5; 2.Mose 14,10-12; 15,22-25; 16, 1-3; 17, 1-4.7.) Wenn wir offensichtliches Unrecht erleiden, zurückgesetzt oder nachhaltig mit ungeistlichen Forderungen und Argumenten bearbeitet werden, ist es gut, sich nicht allzu lange mit seinen trübseligen Gedanken zu beschäftigen: Bin ich nichts mehr wert? War mein ganzer Einsatz umsonst? Man will mich nicht mehr haben, ich bin überflüssig, zum alten Eisen gerechnet . . . – Machen wir es doch wie Samuel oder seine Mutter Hanna: Sie schütteten ihr ganzes Herz vor Gott aus. (Lies 1. Sam. 1, 9-17; Ps. 50, 14. 15; 62, 1-9; Jes. 37, 14; 38, 2-5; Joh. 16, 24; Phil.4,6.)

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Freitag, 15.August

1.Samuel 8, 9-18; Psalm 19, 10-12.

Gottes Wort richtete den gebeugten Samuel auf. Es gab ihm neue Kraft und die Gewissheit, dass Gott mit ihm war und hinter ihm stand. Mit einer konkreten Anweisung trat er noch einmal vor das Volk. Ob es sich wohl warnen ließ, sein Verlangen nach einem König aufrechtzuerhalten? Die Israeliten aber wollten viel lieber sein und leben wie alle anderen Völker! Die Geschichte Israels ist durchzogen von der Lust, sich anzupassen und seine Sonderstellung (5.Mose 14, 2) aufzugeben. Das aber ist nicht der Weg Gottes, den er mit seinem Volk gehen will. Das gilt auch für die neutestamentliche Gemeinde, die der Leib Christi und damit auch Eigentum Gottes ist. Lassen wir uns durch das Wort Gottes vor falschen Wegen warnen? – Wer seine Bibel liest und über das Wort Gottes betend nachdenkt, wird Irrwege erkennen und gute Erfahrungen machen mit Psalm 119, 105: »Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.« (Vgl. Ps.19, 8.) Auch als Samuel den Israeliten die hohen Kosten »vorrechnete«, die entstanden, wenn sie weiterhin hartnäckig auf ihre Wünsche pochten, wichen sie keinen Millimeter von ihrem Standpunkt. So stellte Samuel Israel das Königsrecht vor: Der König wird das Beste des Volkes für sich in Anspruch nehmen (V.11-17). Er wird über all seine Besitztümer verfügen und hohe Steuern einfordern – eine teure Anpassung! Aber das Schlimmste war: »Wenn ihr dann schreien werdet, so wird euch der Herr nicht erhören.« Israel bekam, was es verlangte. Aber es legte sich damit ein Joch auf den Hals, das Gott ihnen nicht zugedacht hatte. Erfüllte, aber eigensinnig ertrotzte Wünsche können uns eine Last aufbürden, die schwer zu tragen ist. (Lies Spr. 12,15; Jes.53,6; Ps.37,5; 23,3; 16,11).

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Samstag,16.August

1.Samuel 8, 18-22; Psalm 81, 9-14; 37, 4. »Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören.« Leidenschaftliche Wünsche können das Herz so sehr besetzen, dass die Ohren taub sind für jede Mahnung und jeden guten Rat. – Man setzt für die Erfüllung der Wünsche alles ein. Manch einer hat versucht, mit vielen Gebeten von Gott etwas zu erzwingen. Alle Hinweise, die davor warnen wollen, dass die Erhörung der Bitte in eine Sackgasse führt, werden ignoriert. Das wiegt besonders schwer bei Entscheidungen, die unser Leben verändern werden – zum Beispiel bei der Partnerwahl. Hilfreich ist es, erfahrene Christen um Rat zu bitten und auf sie zu hören. (Lies Spr.1,5; 12,15; 19,20; 11,14.) Die persönliche Beziehung zu Jesus und zum Wort Gottes geben uns den Maßstab für unsere Wünsche: »Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht« (vgl. Joh.15, 7). Der Herr wird uns nichts Gutes vorenthalten. Doch will er uns von allem zurückhalten, was uns schadet und unsere Beziehung zu ihm blockiert oder gar zerstört. Es kann sein, dass wir uns von einem Herzenswunsch verabschieden müssen. Aber Gott wird uns den Schmerz in Segen verwandeln. Israel trennte sich nicht von seiner Vorliebe für einen König, wie ihn die Völker hatten. Vielleicht versprach das Volk sich dadurch ein leichteres, angenehmeres Leben. Welch ein Irrtum! Abkehr vom Willen Gottes führt über kurz oder lang ins Verderben. Israel verlor schon nach drei Regierungsperioden unter den Königen Saul, David und Salomo die völkische Einheit und nach einer überreizten wie erschütternden Geschichte des Königtums sein Land. Es ist und bleibt ein Wunder der Gnade Gottes, dass er auf all den krummen Zeilen seiner Leute gerade schreiben kann. Er lässt die Seinen nicht fallen, sondern ruft die Ungehorsamen zurück in seine offenen Vaterarme. (Lies Jes. 63, 16; 64,7; Jer.31,9; 2.Kor.6,17-7,1; Luk.15,11ff.)

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Sonntag, 17.August

1.Samuel 9,1-25; Psalm 85, 8. 9a.

8. EIN BESONDERER TAG Samuel stand vor einer schwierigen Aufgabe. »Setze einen König über sie (Israel) ein« (8, 22), lautete Gottes Auftrag. Wo sollte er nur den Mann finden, und wie den besonderen Tag der Berufung in das Amt des Königs vorbereiten? Musste der Prophet nun Familie für Familie aufsuchen, Gespräche führen, Notizen machen, ordnen . . . ? Samuel stürzte sich nicht gleich in die neue Aufgabe, sondern tut das Nächstliegende, in seinem Herzen hellwach für die Impulse Gottes. Von dorther musste Rat und Hilfe kommen. Im ersten uns bekannten Gebet seines Lebens hieß es: »Rede, Herr, ich höre« (Kap. 3). So auch jetzt: Samuel horchte und wartete in der Stille, wie Gott wohl handeln würde. »Gottes Führung fordert Stille. Wo der Fuß noch selber rauscht, wird des ewgen Vaters Wille mit der eignen Wahl vertauscht« (Zinzendorf). Während Samuel auf die Führung Gottes wartete, hatten sich an einem anderen Ort zwei Männer auf die Suche nach zwei entlaufenen Eselinnen gemacht: Saul und einer der Arbeiter aus dem Hausstand seines Vaters. Saul selbst wird seiner äußeren Erscheinung nach als Schönheitsideal beschrieben: jung, stattlich, groß und außergewöhnlich hübsch. Auf der intensiven Suche nach den Eselinnen kamen die beiden Männer dem Ort immer näher, wo sie auf Samuel treffen sollten. Schon längst war Gott für den Propheten tätig, um ihn mit dem künftigen König zusammenzuführen. »Denn des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, umdenen treu beizustehen, derenHerz ungeteilt auf ihn gerichtet ist« (2.Chron. 16,9; lies Ps.34,16; 62,2.6.)

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Montag, 18.August

1.Samuel 9, 15-25; Jesaja 48, 17.

»Der Herr aber hatte Samuel das Ohr geöffnet, einen Tag, bevor Saul kam.« Das Warten des Propheten auf die Anweisung Gottes wurde belohnt. Allerdings – erst einen (!) Tag vor dem Zusammentreffen mit Saul. Wenn wir fragend vor Gott stehen, weil wir wissen wollen, wie es weitergehen soll, hätten wir gerne einen weiten Überblick, und zwar rechtzeitig, dass wir auch noch Zeit zum Planen haben. Wer sich aber entschlossen hat, in allen Dingen Jesus zu vertrauen, muss oft bis zum letzten Augenblick warten, bis er über einen zu vollziehenden Schritt Gewissheit hat. Von Samuel können wir Geduld lernen. Er machte seine Arbeit weiter wie bisher, hielt sich aber ständig in Bereitschaft für Gottes Augenblick. (Lies Ps. 31, 15. 16a.) So konnte er angemessen reagieren, als Saul plötzlich vor ihm stand (Kap. 9, 14-17. 19ff). Es war wirklich Gottes Zeit, denn gerade an diesem Tag hielt sich Samuel in dieser Stadt auf. Nicht einen Tag vorher oder später, sondern »heute« (V. 12). Während Saul mit seinen Gedanken noch »unterwegs« war, überlegte Samuel schon, den jungen Mann an seine künftige Aufgabe heranzuführen. Saul, der keinen Cent in der Tasche hatte, wurde in einem Augenblick zu einem vermögenden Mann. »Alles, was wertvoll war in Israel«, sollte ihm gehören. Auch das Festessen, der beste Platz und das größte Stück Fleisch ließen etwas von der zukünftigen Königswürde erkennen. Doch mit so viel Ehre will Saul nicht bedacht werden (V.21). Ob er sich diese Bescheidenheit bewahren wird, wenn er zu Macht, Ehre und Reichtum gelangt sein wird? Wird er dann sein Vertrauen auf Gott setzen und ihn als den wahren König anerkennen? – Das Besondere für Samuel an diesem Tag lag darin, dass er erlebte, wie präzise Gott die Seinen führt. (Vgl. Apg. 8,26-31; 9, 8-19; 10,28-34; Röm. 8, 14; Jes.30,21.)

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Dienstag,19. August

1.Samuel 9, 25-10, 1; Psalm 143, 10.

9. ZEITEN DER BEGEGNUNG MIT GOTT »Du aber stehe jetzt still, dass ich dir kundtue, was Gott gesagt hat.« – Das Hören auf die Stimme Gottes gehörte zum Leben Samuels. Es war für ihn unvorstellbar, nicht beständig durch Gebet den richtigen Weg zu suchen. Saul wusste noch nichts von der Führung Gottes für sein Leben. Samuel aber zeigte ihm, was Gott vorhatte. Sauls neuer Lebensabschnitt begann mit einem Weckruf früh am Morgen: »Steh auf, dass ich dich geleite!« Es war jetzt ganz unwichtig, ob Saul noch sehr müde war oder nicht. Er musste sich erheben und sich für das Reden Gottes bereithalten. An dieser Stelle wollen wir uns fragen, wie unser Tag beginnt, wenn der Wecker klingelt und es auch für uns heißt: Steh auf! Die ersten Augenblicke des Tages sind nicht selten mit unruhigen Gedanken ausgefüllt: Wie wird dieser Tag verlaufen? Werde ich das Pensum schaffen? Wird es heute gelingen, dieses oder jenes Problem zu lösen? In einem Lied heißt es: »Ein neuer Tag beginnt, und ich freu mich, Herr, auf dich!« – Sind wir früh am Morgen bereit für eine Begegnung mit Jesus, bereit, auf sein Wort zu hören? Wir werden sicher nicht immer gut aufgelegt erwachen und freudestrahlend aus dem Bett springen – voller Erwartung, was der Herr heute zu uns reden wird. Entscheidend ist, dass wir uns eine Zeit am Tag reservieren, in der wir vor Gott still stehen, unser Herz »auf Empfang« einstellen, die Bibel aufschlagen und über das Wort Gottes betend nachdenken. Die empfehlenswerteste Zeit dafür ist der Tagesanfang. Der Termin mit Gott am Morgen ist eine geniale Vorbereitung für den Tag. (Lies 2.Mose 34,4; Richt. 21,4; 1.Sam.1,19; Ps.57,9-11; 119,147; Mark.1,35.)

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Mittwoch,20.August

1.Samuel 9, 27-10, 1; Jesaja 30, 15.

»Du aber steh jetzt still. Ich will dich das Wort Gottes hören lassen.« – Es ist nicht einfach, zu dieser Stille vor Gott zu finden und in ihr zu bleiben. Aber wir können es lernen wie dieses kleine Mädchen, von dem Axel Kühner erzählt: »In einer kleinen Dorfschule gab es eine Schulinspektion. Der Schulrat kam und fragte die Kinder von der ersten bis zur achten Klasse, was sie lernen. Alle brachten ihre Lektionen vor. Vorne in der ersten Bank saß die kleine Tochter des Lehrers. Sie war noch gar nicht schulpflichtig, aber sie saß schon dabei. Zum Spaß fragte der Schulrat das Mädchen: ›Und was lernst du?‹ Sie antwortete: ›Ich lerne stille sein!‹ Bevor man wirken kann, muss man still sein. Bevor man etwas Großes tun will, muss man auch Großes empfangen. Bevor man reden will, muss man hören. Und das ereignet sich in der Stille. . . Warum ziehen sich Christen, die im Alltag wirken und schaffen wollen, zurück und gehen in die Stille? Dort empfangen sie die Kräfte und Weisung für das Leben und Handeln. Dynamik und Lebenskraft empfangen wir im Einswerden mit dem, der Kraft und Leben ist, mit Jesus. Und dieses Einswerden vollzieht sich in der Stille des Gebets und Horchens.« Samuel war ein Mann, der aus der Stille kam. Gott konnte sich ihm mitteilen. (Lies Ps. 5, 4; 25, 14; 85, 9a; Jes. 6, 8.) Deshalb wusste der Prophet, was er an Saul zu tun hatte: »Da nahm Samuel den Krug mit Öl und goss es auf sein Haupt, küsste ihn und sprach: Siehe, der Herr hat dich zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt.« Die Salbung mit Öl bedeutete, dass Saul nun im Dienst Gottes stand. Das veränderte sein Leben von A bis Z und erhob ihn in eine neue Stellung mit königlicher Verantwortung.

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Donnerstag,21.August

1.Samuel 10, 8-13; 2.Korinther 1, 21. 22. An dem Leben Samuels können wir ablesen, dass er seine Tage in der Gemeinschaft mit Gott lebte. Praktisch hieß das: auf Gottes Stimme zu hören und zu tun, was er sagt. Schon als Kind hatte Samuel gelernt zu gehorchen. Dieser Gehorsam bewahrte ihn in der Nähe seines Herrn. Nun stand er davor, einen Teil seiner Amtsgeschäfte dem jungen Saul zu übergeben. Würde dieser in gleicher Treue Gott und den Menschen, die ihm anvertraut waren, dienen? Samuel nannte Saul drei Zeichen, die ihm unterwegs begegnen würden, um seine neue Stellung als Fürst Israels zu unterstreichen. Besonders das dritte Zeichen (V. 5. 6) sollte ihm zeigen, dass sein Leben nun unter der Macht des Geistes Gottes stand. Alle konnten es mit eigenen Augen sehen, wie Saul in einer besonderen »Gottesstunde« verändert wurde. Aber dann ging sie zu Ende (V. 13). War nun der Geist Gottes von ihm gewichen? Nein, aber die Ernüchterung nach diesem wunderbaren Erlebnis mit dem Geist Gottes war sicher ein kritischer Punkt. Die entscheidende Frage ist doch: Wie konnte Saul die innere Gewissheit erhalten bleiben, dass Gott mit ihm und die Kraft seines Geistes bei ihm war? Nicht durch Gebetsbemühungen um erhabene Erlebnisse, sondern durch schlichten Gehorsam. Gott gibt seinen Geist denen, die ihm gehorchen (Apg.5, 32). Der Herr hatte Saul gewissermaßen einen kräftigen Vorschuss vom göttlichen Guthaben geschenkt. Diese außergewöhnliche Gabe sollte Saul mit in den Alltag nehmen und durch konkreten Gehorsam zeigen, dass er wirklich auf den Wegen Gottes gehen wollte. Genau darauf legte Samuel seinen Finger, als er den künftigen König anwies, vor ihm nach Gilgal zu gehen und dort auf ihn zu warten (V.8; lies Röm. 8,14; Gal.5,16.25).

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Freitag, 22.August

1.Samuel 10, 17-27.

»Mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben« (Jer.2, 12. 13). Es war ein schwerer Tag für Samuel, als er das Volk zusammenrief, um ihm zu demonstrieren, wer in Israel als König regieren sollte. Klipp und klar benennt der Prophet Israels Schuld: »Ihr habt heute euren Gott verworfen, der euch aus aller eurer Not und Bedrängnis geholfen hat, und habt gesprochen: Nein, setze vielmehr einen König über uns!« Die Israeliten bekamen ihren Willen. Da sie den wahren König ablehnten, wählten sie das Leben aus »rissigen Zisternen«, die sie für die bessere Quelle hielten. Welch ein Irrtum, und welch katastrophale Folgen hatte diese verhängnisvolle Wahl! (Lies 5.Mose 28, 15-37. 64ff; Röm. 1, 21-25.) Aber Gott lässt sich seinen Heilsplan, den er mit Israel und der Menschheit hat, nicht verderben. Was er sich vorgenommen hat, wird er auch tun. (Lies Röm. 11, 29-36.) Wer immer seinen Namen anruft, kommt nicht ins Gericht. Dafür bürgt der Sohn Gottes, der sich für die Sünder – ob aus den Juden oder aus der Völkerwelt – opferte, um ihnen Vergebung und ewiges Leben zu schenken. Wer an ihn glaubt, hat direkten Anschluss an die Quelle des Lebens, die niemals versiegt. (Lies Joel 3, 5; Joh. 5, 24; 2.Kor. 5, 21; Joh. 4, 14; Offb. 22, 17.) Durch ein Auswahlverfahren, das nicht näher erklärt wird, fiel das Los auf Saul aus dem Stamm Benjamin. Damit war vor allem Volk offenbar, wer König sein sollte. Doch der Erwählte hatte sich versteckt. Es mag ihm bewusst geworden sein, welch hohe Verantwortung und Verpflichtung (5.Mose 17, 14-20) auf ihn warteten.

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Samstag,23.August

1.Samuel 12, 1-5; 2.Timotheus 4, 6-8.

10. EIN TAG DER ABLÖSUNG Das Königtum Sauls wurde in seiner Anfangsphase nicht von ganz Israel akzeptiert (1. Sam. 10, 27). Das aber änderte sich nach dem ersten siegreichen Abwehrkampf Sauls gegen die ammonitische Bedrohung. Saul hatte sich im Vertrauen auf Gottes Kraft für sein Volk eingesetzt (1. Sam. 11, 13), nun war es an der Zeit, das Königtum Sauls von ganz Israel bestätigen zu lassen. Alle sollten hinter Saul stehen. (Lies 1.Sam.11,1.2.10-15.) Für Samuel rückte damit der Tag seiner Ablösung heran. Ein Leben lang hatte er Gott gedient und dem Volk als Richter, Priester und Prophet. Unermüdlich war er von Ort zu Ort gereist, hatte Gottes Wort gelehrt und guten Rat erteilt. Wie ein treuer Hirte seine Herde umsorgt, so hatte er Israel geführt. Nun stand der betagte Senior vor dem Volk, neben ihm der junge König, stattlich, dynamisch und erfolgreich. Samuel wusste, dass Israel mit der Königswahl ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufgeschlagen hatte. Die alte Zeit war abgeschlossen und seine Dienstzeit beendet. Es ist kein selbstgefälliges Eigenlob, wenn Samuel beim Abschied seine Integrität hervorhebt, sondern er möchte vor Gott, vor dem Volk und der neuen Führungsspitze klarlegen, dass alles darauf ankommt, nach den Maßstäben Gottes zu leben. Bei Samuel fand sich nichts, was man ihm hätte anlasten können: keine Gewalttat, keine Täuschung, keine Gemeinheiten, keine Übergriffe, kein Schmiergeld-Manöver. Obwohl die Zeiten damals nicht besser waren als heute, hatte Samuel nichts zu verbergen. Bis heute gibt es diese redlichen und treuen Leute. Sie distanzieren sich bei ihren Geschäften von allen unlauteren Methoden, selbst wenn diese allgemein üblich sind. Als Christen stehen sie verantwortlich vor Gott. Vor ihm können und wollen sie nichts verbergen oder vertuschen. (Lies 2.Tim.3,1-5; 2.Mose 20,17; Hab.2,9; Luk.12,15; Hebr.13,5.6.)

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Sonntag, 24.August

1.Samuel 12, 6-15; Hebräer 10, 35. 36. Samuel hatte als Erster öffentlich Rechenschaft über sein Leben abgelegt. Jetzt prüfte er in einem knappen Geschichtsabriss das Volk Israel und sein Vertrauen auf Gott – mit einer traurigen Bilanz: Götzendienst statt Gottesdienst. Leben im Eigenwillen statt im Gotteswillen. So auch die aktuelle Lage: Israel meinte, mehr Ansehen und Respekt zu gewinnen, wenn es der Welt einen sichtbaren König präsentieren könnte. (Lies Ps. 118, 8. 9; 91, 1. 2; 37, 5. 6; Spr.3,5.6; Hebr. 3, 6.) »Nun, da ist euer König, den ihr erwählt und erbeten habt.« Gott gewährte Israel, was es unbedingt haben wollte. Er wusste, dass diese zweifelhafte Wahl seinem Volk unendlich viel Not bereiten würde. Aber er zwingt den Seinen nichts auf. Sie müssen und werden die Erfahrung machen, dass es die größte Dummheit ist, gegen den erklärten Willen Gottes zu leben. Und doch ließ Gott sein Volk nicht fallen. Die Israeliten konnten den Bund mit Gott brechen und ihm untreu sein – der Herr aber bleibt sich und seinem Wort treu. Er nahm nicht zurück, was am Sinai mit Blut vom Brandopfer rechtskräftig besiegelt worden war. (Lies 2.Mose 19, 4-6; 24,7.8; 3.Mose 26,44.45; 5.Mose 4, 31; 4.Mose 23, 19; Röm. 11, 27-29; Hebr. 10, 22. 23.) Wer immer sich auf Gottes Treue besinnt und ihm alle Eigenmächtigkeit abgibt, bekommt die Chance des Neuanfangs. Mit Gottes Treue aber darf man nicht spielen! Wie antworte ich dem Herrn, wenn er die ernste Diagnose über mein Leben aussprechen muss: »Ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt. So denke nun daran, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke . . . « (Offb.2,4.5a)?

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Montag, 25.August

1.Samuel 12, 16-25; Philipper 1, 21-25.

»Fern sei es von mir, dass ich mich an dem Herrn versündigen und aufhören sollte, für euch zu bitten; sondern ich will euch den guten und richtigen Weg lehren.« Samuel gibt nicht auf. Er betet weiter. Er bemüht sich auch fernerhin, dem Volk den richtigen Weg zu zeigen und ihm die Heiligkeit und Größe Gottes vor Augen zu stellen. Er arbeitet daran, in den Israeliten die Erkenntnis der Notwendigkeit zur Umkehr zu wecken. »Viel vermag des Gerechten Gebet in seiner Wirkung.« (Lies Jak.5,17-20.) Die erzwungene Königswahl kommt zwar noch zur Sprache. Sie ist geschehen. Doch haben die Israeliten die Chance, ihren Fehler einzusehen. (Lies Ps.103, 8-12.) Durch ihre eigenwilligen Wege haben sie den Blick für Gottes Herrlichkeit und Macht verloren und damit auch die Gottesfurcht. Hier kann Samuel ihnen helfen. Er bittet Gott um ein Gewitter im Frühsommer, was normalerweise in Israel nicht vorkommt. Als es dann donnert und regnet, lernen die Israeliten an ihrer Ohnmacht gegenüber den Naturgewalten Gott wieder zu fürchten und auch seinen Diener zu achten (V.17-19; lies Ps.77,12-16; 1.Sam.7,10; vgl.Offb. 4, 5; 16, 18). Samuel weidet sich nicht in Genugtuung an dem Schrecken des Volkes. Er tröstet die Israeliten: »Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all das Unrecht getan, doch weicht nicht vom Herrn ab, sondern dienet dem Herrn von ganzem Herzen . . . Er verstößt sein Volk nicht um seines großen Namens willen; denn es hat dem Herrn gefallen, euch zu seinem Volk zu machen« (V.20.22). – Die unumstößliche Treue Gottes zu den Seinen ist unsere Hoffnung und unser Trost. Wenn wir auf Abwege geraten sind und wieder zu ihm umkehren, können wir gewiss sein, dass wir auch weiterhin seine Kinder bleiben. (Lies Jes.12, 1; 2.Kor. 1, 3.) DIE HERRLICHKEIT DES SOHNES GOTTES IM HEBRÄERBRIEF (1, 1-2, 4)

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Dienstag, 26. August

Hebräer 1, 1-4; 12, 2.

Am Anfang des Hebräerbriefes stehen diese Sätze über den Sohn Gottes wie ein gewaltiges Bergmassiv. Wir brauchen Gottes Geist als Bergführer, damit wir sie verstehen, und können Gott darum bitten, dass er uns sein Wort aufschließt und uns Jesus Christus groß macht. Dazu hat Gott den Heiligen Geist ins Herz seiner Kinder gegeben. Jesus kündigte ihn so an: »Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen« (Joh. 16, 13. 14; lies Joh. 14, 26; Eph. 1, 17. 18). Durch den Hebräerbrief will Gott unseren Blick auf Jesus lenken, auf seine Größe und Macht. In unserem Alltag werden wir immer wieder konfrontiert mit Schwierigkeiten. Vielleicht leben wir gerade heute mit einem Problembewusstsein, das uns niederdrückt. Unsere Gedanken kreisen immer wieder um unsere Sorgen. Da brauchen wir ein noch größeres Jesusbewusstsein. Wie können wir es bekommen? Der Hebräerbrief empfiehlt uns den Blick auf Jesus: »Lasst uns wegsehen auf Jesus!« Pfr. Wilhelm Busch stellte fest: »Es gibt so viele flügellahme Christen, die den Kopf nicht mehr heben. Seht auf den Bahnbrecher und Vordermann, seht auf zu Jesus, den Anfänger und Vollender eures Glaubens!« Wir können uns darin üben, öfter am Tag unseren Blick abzuwenden von unseren Schwierigkeiten und hinzusehen auf Jesus. Dann wird unser Jesusbewusstsein größer werden als unser Problembewusstsein. Unser Vertrauen auf Jesus wird wachsen, und wir werden erfahren, dass er antwortet auf unsere Gebete. »Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch« (1. Petr. 5, 7; lies Ps. 18, 7; 55,23; 145,18.19; Hebr.13,5.6).

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Mittwoch, 27.August

Hebräer 1, 1; Psalm 119, 130. 147. 148. 1. GOTT HAT GEREDET »Immer wieder hat Gott schon vor unserer Zeit auf unterschiedliche Art und Weise durch die Propheten zu unseren Vätern gesprochen.« Treu gaben die Propheten das, was Gott ihnen gesagt hatte, an Israel weiter. Sie forderten das Volk Gottes heraus, sich aus seinem Ungehorsam wieder dem lebendigen Gott zuzuwenden. Wie erfuhren die Propheten Gottes Reden? Das schildert Jesaja: »Gott der Herr hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück« (Jes.50, 4. 5). »Dieses bemerkenswerte Wort betont die Regelmäßigkeit des hörenden Gebets: ›Alle Morgen‹. Jesaja stellt fest, dass Gott ihn aus dem Schlaf aufweckt, sodass er auch bereit ist, auf das zu hören, was Gott zu sagen hat. Einige Leute reagieren abwehrend gegen den Gedanken einer regelmäßigen Stillen Zeit mit der Bibel. ›Alle Morgen‹, sie nennen das ›gesetzlich‹. Trotzdem setzen sie sich regelmäßig zu Tisch, um ihren Körper zu ernähren, ohne die gleiche Beschwerde anzumelden. Wenn man ein Jünger ist, horcht man andächtig Morgen um Morgen. Der Zweck der göttlichen Führung ist nicht nur auf das eigene Leben bezogen. Der Horizont der Überlegung ist der geplagte Nächste, wie ich ihn durch das richtige Wort im richtigen Moment unterstützen kann. Gott spricht in die Nöte des Augenblicks« (Klaus Bockmühl). Gott will uns beim Lesen seines Wortes heute durch seinen Geist ansprechen und leiten, wie wir Menschen in unserer Umgebung aufrichten und helfen können. (Lies Jes. 30,20.21; 48,17.18; 58,7-11; Hes.36,26.27.)

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Donnerstag,28.August

Hebräer 1, 1. 2; 1.Könige 18, 21-39. Wir haben einen Gott, der redet und antwortet auf unser Rufen. Das erfuhren Menschen durch die Jahrtausende. Samuel bat: »Rede, Herr, dein Knecht hört«, und Gott antwortete ihm (1. Sam. 3, 10). Elia betete auf dem Karmel, dass Gott reden sollte durch das Zeichen des Feuers vom Himmel, und Gott bezeugte sich machtvoll. Gott redete durch die Propheten. Sie wiesen auf den hin, der größer ist als sie. (Lies Jes. 9, 5. 6; 11, 1. 2; 53, 4. 5; Sach. 9, 9; Mark. 1, 4-8; 1. Petr. 1, 10-12.) Das unterscheidet den Gott der Bibel von den Göttern der Religionen, dass er redet. Auch wir können sein Reden heute erfahren, wenn wir sein Wort mit der Bitte lesen: »Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll.« (Lies Ps.143,8. 10; 27,11; 138,3.) »Gott hat in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.« In ihm hat Gott sein letztes und abschließendes Wort gesprochen. Er sendet nicht noch weitere Propheten mit neuen, über Jesus Christus hinausführenden Offenbarungen. Das kann uns helfen bei der Beurteilung so genannter »Propheten«, die um Nachfolger werben. (Lies Joh.1,17.18.) In anfechtungsreicher Zeit entstand 1934 die Barmer Theologische Erklärung. Dort heißt es: »Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben. Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.« Spüren wir die Aktualität? Gott hat abschließend und endgültig durch seinen Sohn zu uns geredet. Auf sein Wort können wir uns verlassen, gerade auch dann, wenn wir angefochten sind. (Lies Jer.15,16; Matth.4,4; 24,35.)

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Freitag, 29.August

Hebräer 1, 2; Epheser 1, 10. 20-22.

2. DIE STELLUNG DES SOHNES »Gott hat den Sohn eingesetzt zum Erben über alles.« Dass Gott den Sohn zum Erben eingesetzt hat, heißt nicht, dass Jesus eines Tages Gottes Nachfolger wird. Gott muss in menschlichen Worten und Begriffen zu uns reden, damit wir ihn verstehen. Dabei bekommen manche unserer Worte eine andere Farbe und einen anderen Inhalt, auch die Worte »Erbe und erben«. Sie weisen auf den Messias und sein kommendes Reich hin. Im Gleichnis von den bösen Weingärtnern kündigte Jesus an, wie es »dem Erben« gehen wird. (Lies Matth. 21, 33-39. 43; Ps. 2, 7. 8.) Seine Feinde wollten ihn beseitigen, aber als der Erbe ist Jesus der, der in der Zukunft das letzte Wort über jeden Menschen zu sprechen hat. (Lies Matth. 11, 27; Joh. 3, 35. 36; 5, 22-27; 17,2; Apg.2,34-36; Matth.24,30.31; Phil.2,9-11.) Seit seiner Himmelfahrt sitzt Jesus zur Rechten Gottes und teilt seine Herrschaft. »Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden« (Matth.28,18). Die Macht gehört jetzt und bis in alle Ewigkeit dem dreieinigen Gott. Wir wissen das längst, so wie man etwa eine Formel kennt. Im Alltag müssen wir unser biblisches Wissen immer wieder aktivieren, indem wir darüber nachdenken, es in uns aufnehmen und uns durch Glauben aneignen. Dann können wir tief durchatmen, entspannen und gelassen werden. Bei allem, was uns begegnet, ist Jesus dabei. Er hat die Fäden unseres Lebens in seiner Hand. Deshalb gilt für uns, was einst Paul Gerhardt gedichtet hat: »Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen Gute Nacht! Lass fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl.«

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Samstag,30.August

Hebräer 1, 2; 1. Petrus 1, 3-6.

»Gott hat den Sohn eingesetzt zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat.« Jesus wird sich bei seiner Wiederkunft als »Erbe« der Welt offenbaren. Er erbt nicht allein, sondern wir sind Miterben. Wir sind Teil seines Erbes und haben zugleich Anteil an seinem Erbe. Ein Jurist formulierte es so: »In einer Erbengemeinschaft darf keiner ohne den anderen etwas unternehmen. Miterbe Christi sein, heißt: Ohne ihn kann ich nichts tun, ich bin an ihn gebunden. In Ewigkeit will ich es ihm danken, dass er mich zu seinem Miterben gemacht hat.« So wie auch sonst im Leben ein Mensch erbt aufgrund seiner Geburt und Familienzugehörigkeit, so sind wir Miterben von Jesus aufgrund unserer Wiedergeburt und nicht durch eigene Verdienste. Worin besteht unser Erbe? Wir ererben das Heil und ewiges Leben und dürfen die Herrlichkeit von Jesus teilen. (Lies Joh.3,5; Tit.3, 4-7; Röm. 8,17.18; Gal. 4, 4-7; Joh.17,22. 24-26.) Das ist so wunderbar bei Jesus: An allem, was ihm zusteht, wird er uns Anteil geben. Darauf können wir erwartungsvoll zugehen. Als der Letzte, der Erbe, ist Jesus auch der Erste. (Lies Offb. 1, 17.) Seine Zuhörer konnten es nicht fassen, als er sagte: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.« Sie wollten ihn daraufhin steinigen (Joh.8, 58.59). Doch der Sohn teilte die Herrlichkeit des Vaters, als die Welt noch nicht existierte. Der Vater liebte ihn schon vor Grundlegung der Welt. Durch ihn hat Gott die Welt erschaffen. »Es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm« (Kol.1,16.17; lies Joh.1, 1-3; 1.Kor. 8, 6; Offb. 3, 14). Das sind zwar Dimensionen, die unsere Erfahrung und unseren Verstand übersteigen. Aber im Glauben vermögen wir zu erfassen, dass wir nie groß genug von Jesus denken können!

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Sonntag, 31.August

Hebräer 1, 3; Johannes 1, 14. 18.

3. DAS WESEN DES SOHNES »Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens.« Der Sohn hat das Wesen des Vaters und strahlt seine Herrlichkeit wider. Das gilt nicht für seine äußerliche Gestalt, als er auf Erden war. Seine Zeitgenossen nahmen nur einen Menschen wahr. »Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt« (Phil.2, 7). Im Griechischen steht für »Ebenbild« das Wort »charakter«, wörtlich: Abdruck. Jesus ist der Wesensabdruck des Vaters. Er hat denselben Charakter wie sein himmlischer Vater. Wenn wir wissen möchten, wie Gott ist und wie er zu uns steht, dann müssen wir Jesus anschauen. Deshalb konnte er sagen: »Wer mich sieht, der sieht den Vater.« »Ich und der Vater sind eins.« Paulus nennt ihn »das Ebenbild des unsichtbaren Gottes«. Da Jesus in tiefster Verbundenheit mit dem Vater lebte, konnte er uns authentisch Aufschluss über Gottes Wesen geben (Joh. 14, 9; 10, 30; Kol. 1, 15; lies Joh. 12, 44. 45; 2.Kor. 4, 4. 6; Kol. 2, 9. 10). Im Nicänischen Glaubensbekenntnis (325 n. Chr.), das zur Abwehr von Irrlehren formuliert wurde, ist das Wesen von Jesus treffend zusammengefasst: »Wir glauben an einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, den Einziggeborenen, . . . wahrhaftiger Gott aus wahrhaftigem Gott, . . . wesensgleich mit dem Vater, durch den alles geworden ist . . . « Das unfassbar Wunderbare für uns: Wir sollen Anteil an seinem Wesen haben. Wie Jesus das Bild des Vaters trägt, so sollen wir umgestaltet werden in sein Bild. Der Heilige Geist hat die Aufgabe, uns so zu verändern, damit wir zu Jesus passen. Auf diese Weise erfüllt sich Gottes Plan mit uns, den er schon vor Grundlegung der Welt gefasst hat. Jesus nimmt uns hinein in seine Herrlichkeit und lässt uns teilhaben an ihr. (Lies Joh. 17, 22; Röm. 8, 29; 1. Kor. 15, 48. 49; 2.Kor.3,18; Eph.1, 4-6; 1. Joh.3, 1-3.)

zur Verfügung gestellt von: bibel.com der Homepage von Christen für Christen.

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